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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: Equipment (Seite 1 von 7)

Im Test: Bell Bullit Carbon Helm

Helme sind wie Turnschuhe, irgendwie kann man nicht genug haben. Das geht Euch doch auch so, oder? ODER?

Mit dem Bell Bullit Helm habe ich schon vor über vier Jahren geliebäugelt. Damals entschied ich mich aber aus praktischeren Gründen für den Nolan N40 Full mit dem n-com B5 Kommunikationssystem. Sowohl bei der täglichen Pendelei ins Büro als auch auf vielen Touren hat er mir sehr gute Dienste geleistet. Der Dauerbetrieb hat aber auch seine Spuren hinterlassen, er ist mittlerweile trotz regelmässiger Pflege etwas verwohnt und das Intercom hat trotz Firmwareupdate seine regelmässigen Aussetzer. Ausserdem wollte ich einen Helm, der etwas besser zu meiner orangenen Street Triple passte.

Beim Rumlungern auf ebay Kleinanzeigen fand ich irgendwann den Bell Bullit Carbon in Chemical Candy Black Gold in meiner Größe und auch noch in Berlin. Und das auch noch unbenutzt und originalverpackt. Also ab nach Charlottenburg, den Helm ausprobiert (passte), noch etwas verhandelt mit dem Verkäufer (klappte) und dann war er mein.

Dafür, daß es eine limitierte Farbausführung des Helmes ist, war der Preis schon fast unverschämt günstig. Das rauchgraue Visier hatte der Verkäufer schon so geordert. Hätte er es nicht getan, hätte ich es mir nachbestellt.

Was kann der Bullit also? Erstmal die Spezifikationen:

  • Herausnehmbarer und waschbarer antibakterieller Innenraum
  • Gepolsterter Kinnriemen mit D-Ring-Verschluss und Leder-Zuglasche
  • 5 Einlassöffnungen aus Metallgewebe über dem Visier und 1 hintere Auslassöffnung
  • Magnet-Visierverschlusssystem
  • Perforiertes Mikroveloursleder innen mit Lederbesatz
  • Gewicht: 1400g
  • 5 Jahre Garantie
  • Lieferung inklusive Lederhelmtasche

Der Helm sitzt sehr angenehm auf meiner großen Rübe, auch nach längerer Fahrt drück und zwickt nix. Durch das dunkle Visier sieht man sehr viel mehr als man von aussen vermuten könnte. Wenn der Stern vom Himmel brennt braucht es keine Sonnenbrille unterm Helm oder ein Innenvisier (wie beim Nolan). Selbst wenn es bewölkt ist oder beginnt zu dämmern ist die Sicht nicht eingeschränkt. Lediglich nach Sonnenuntergang kann man nur noch mit offenem Visier fahren. Für die Wintersaison habe ich mir noch ein zweites, klares Visier bestellt.

Das Innenfutter mit Mikroveloursleder und Lederbesatz sieht sehr wertig aus und ist auch angenehm zu tragen. Vom Ratschenverschluss kommend habe ich mit mittlerweile auch mit dem Doppel-D-Ring angefreundet. Die Lüftung funktioniert sehr gut, so daß auch Sommerausfahrten nicht im Schwitzinferno unter der Mütze enden.

Auf keinen Helm wurde ich so oft angesprochen wie auf diesen. Obwohl man den Bell Bullitt mittlerweile oft sieht – zumindest in Berlin – ist die Lackierung der Hingucker.

Ein paar Dinge aber sind negativ anzumerken:

  • Der Helm macht ab 110 km/h lästige Windgeräusche, die von den vorderen Lüftungsöffnungen herrühren. Leider treten die immer dann auf, wenn ich meine Standard-Fahrposition innehabe (Helm leicht nach vorne in Fahrtrichtung geneigt). Wenn ich den Kopf etwas aufrichte, geht das Pfeifgeräusch weg, aber die Position ist unnatürlich.
  • Der Kinnriemen franst am Ende aus. Ich habe es versucht mit dem Feuerzeug wieder zu versiegeln, hat aber nix geholfen, es franste weiter. Ich habe es nun erstmal provisorisch mit der Heissklebepistole versiegelt, schön ist anders. Ebenso dröselt die Naht an der Leder-Zuglasche auf. Beides sind aus meiner Sicht in dieser Preisklasse nicht in Ordnung.

Für die große Tour werde ich eher zu meinem alten Nolan N40 greifen, geringere Windgeräusche – gerade bei Autobahnetappen wichtig – höhere Flexibilität bezüglich der Sichtverhältnisse und das Interkom geben hier den Ausschlag.

Für die Tagestour im heimischen Revier und für die urbanen Trips zur Arbeit ist der Bell aber erste Wahl.

Motogadget m.view Spiegel für die Street Triple

Die Mittelgebirgstour brachte einen kleinen Kollateralschaden an der Street Triple mit sich. Der rechte Aussenspiegel hat sich verabschiedet, kurz über dem Schraubengewinde scherte er ab. Ich hatte im letzten Jahr bereits die Original-Rückspiegel durch ein paar Highsider-Spiegel ersetzt, die für eine etwas klassischere Optik am Mopped sorgten. Leider wurde die Sicht nach hinten nicht besser, dafür weiss ich jetzt genau, wie der Ärmel meiner Motorradjacke aussieht. Damit haderte ich schon eine Weile, es war also klar, daß die neuen Spiegel eine bessere Sicht nach hinten bieten sollten. Natürlich sollten sie das tun ohne bescheuert auszusehen.

Ich dachte kurz über Lenkerendenspiegel nach, aber das mit der Sichtbarkeit machen die ja auch nicht wirklich besser. Also zurück zum herkömmlichen Layout, allerdings mit längerem Spiegelarm als meine bisherigen Spiegel. Gelandet bin ich letztendlich bei Motogadgets m.view Serie. Der Berliner Spezialist für hochwertiges Motorradzubehör im letzten Jahr die erste glaslose Spiegelserie für Motorräder auf den Markt gebracht. Das Besondere an diesem Motorradspiegel ist die Spiegelfläche, die direkt in das Metall des Korpus eingefräst ist. Das Aluminium selbst ist die Spiegelfläche. In der Herstellung wird hier ziemlicher Aufwand getrieben (Flycutting-Verfahren mittels Diamantwerkzeug, Hightech-Plasmabeschichtung im Vakuum), das Ergebnis ist ein bemerkenswert leichter und schmaler Rückspiegel. Die Spiegel und die Spiegelarme aus Billet-Aluminium sind CNC-bearbeitet und in edlem Schwarz eloxiert. Alle Teile wie Schrauben oder Kugelköpfe sind aus Edelstahl gefertigt.

motogadget bietet vier unterschiedliche Spiegeldesigns mit konventionellem Spiegelarm sowie drei Lenkerendenspiegel – alle mit ECE-Kennzeichnung – an. Ebenfalls sind zwei winzige Lenkerendenspiegel ohne ECE-Kennzeichnung im Programm.

Meine Wahl fiel auf den m.view race, der in seiner Form – meiner Meinung nach – der Street Triple sehr gut steht. Die Standardversion mit 150mm Spiegelarm war allerdings etwas zu kurz, so kommt die XL-Version mit 180mm Spiegelarm zum Einsatz. Und so sieht das dann in natura aus:

Vor der Montage die Schrauben leicht fetten

Vor der Montage die Schrauben leicht fetten

Links alt, rechts neu

Links alt, rechts neu

Seeeehr dünn

Seeeehr dünn

Vulkanierohren

Vulkanierohren

So Shiny

So Shiny

Mir gefällts!

Mir gefällts!

Tagestour nach Westpommern, Stettin, Vorpommern und die Uckermark

Manch einer der mich kennt, mag ja gelegentlich mit den Augen rollen. Ich bin ja gerne vorbereitet auf Dinge. Im Falle der ersten Tour mit der Street Triple teste ich vor Tourbeginn gerne mal das neue Equipment um dann nicht auf der eigentlichen Tour irgendwelches Gefummel oder unvorhergesehene Situationen zu haben. Das fängt an mit dem Gepäck. Nachdem ich die Kriega-Taschen neulich schon mal Probe montiert hatte, packte ich nun die Taschen als ob es wirklich auf Tour ginge. Um mal zu schauen, wie ich mein Gepäck unterbekomme, ob ich alle Taschen brauche und in welche Tasche ich was packe. So ergab sich erstmal folgende Verteilung: die 30l Kriega-Tasche fasste alle Klamotten, die 10l-Tasche die Erste-Hilfe-Tasche, Warnweste, Werkzeug und die Regenkombi. In den Tankrucksack schließlich kam die Spiegelreflexkamera, das GoPro-Zubehör und eine Wasserflasche. Würde ich ohne Kamera verreisen, fände sich für den Rest auch noch Platz in den Kriega-Taschen und ich könnte ohne Tankrucksack fahren. Finde ich immer etwas angenehmer.

So fuhr ich also mit dem Gepäck für eine mehrtägige Tour auf einen Eintagesausflug. Nur um zu sehen, ob das alles so passt, wie ich mir das vorgestellt habe. Los ging es zunächst über die Autobahn bis Finowfurt. Die Kriegataschen drückten mir leicht ins Kreuz, es wackelte und flatterte aber nix, selbst bei 180 km/h auf der Bahn. Beim ersten Stopp positionierte ich die Taschen ein paar Zentimeter weiter nach hinten auf der Sitzbank und siehe da, es drückte auch nix mehr. Bislang quälte ich mich immer durch Finowfurt und Eberswalde, um zum Schiffshebewerk zu kommen, diesmal aber nicht. Einfach eine Autobahnausfahrt später rausgefahren und es fand sich ein schnuckeliges Stück Landstrasse, welches bin nördlich an Eberswalde vorbeiführte.

Da es an einem Wochentag kurz nach 9 Uhr morgens war, hatte ich die Strecke zum Schiffshebewerk komplett für mich, auch das Stück nach Bad Freienwalde konnte ich nahezu ungestört genießen. Bei Hohenwutzen ging es über die Grenze nach Polen und nach dem obligatorischen Tankstopp orientierte ich mich nördlich in Richtung Gryfino und genoß die Strecke, die ich Euch im April schon vorgestellt hatte auf der Tour zum Krummen Wald. Diesen ließ ich diesmal aber links liegen, kreuzte in Gryfino wieder auf die andere Oderseite und fuhr über lustige Landstrassenpassagen Richtung Stettin. Mein Mittagsstop dort galt aber nicht dem Stadtschloß oder den Hakenterassen. Nein, ich besuchte mal wieder Redu von Red Hot Chili Customs. Seit meinem ersten Besuch vor ein paar Jahren hatten sie eine neue Werkstatt im dritten Stock eines alten Industriegebäudes bezogen. Auf der Etage sind Showroom und Werkstatt kombiniert. Einige schöne Umbauten waren zu bewundern, unter anderem zum Verkauf stehen eine schöne Honda Dominator und eine auf Flat Tracker umgebaute Yamaha SR500. Anbei ein paar Bilder, schaut doch mal auf deren Website wegen der Details.

Nach einem netten Plausch machte ich mich wieder auf den Weg, ich hatte ja erst die Hälfte der strammen Tagesetappe geschafft. Von Stettin aus fuhr ich wieder westwärts mit dem groben Ziel Feldberger Seenlandschaft. ich hatte den Routenvorschlag von kurviger.de mal ungeprüft so hingenommen und fand eine sehr lustige und erstaunlich abwechslungsreiche Strecke durch Vorpommern vor. Einige Teilstücke führten allerdings über Kopfsteinpflasterstrassen, was die arme Streety und mich ordentlich durchschüttelte. Hier vermisste ich für einen Moment die längeren Federwege meiner GS.

In der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft erreichte ich dann den westlichsten Punkt der Tour. Nach einer kleinen Tankstelleneispause nahm ich mit das schönste Stück der ganzen Tour unter die Räder. Mein All-Time-Favourite, die Strecke von Feldberger Seenlandschaft über Boitzenburg nach Haßleben. Ich hatte sie hier schon mehrfach beschrieben, sie ist immer wieder ein Genuß. Eine wunderschöne Kombination von Kurven und Höhenwechseln führt durch wunderschöne uckermärkische Landschaften. Im weiteren Verlauf fuhr ich dann über Gerswalde, Temmen-Ringenwalde bis nach Joachimsthal. Gemütliches Cruisen um den Werbellinsee in der Abendsonne waren der perfekte Abschluss dieser schönen Tagestour, bevor es auf dem Reststück nach Hause über die Autobahn ging.

Ziemlich genau 450 Kilometer umfasste die gefahrene Tour (hier bei REVER einzusehen). Am Schluss zwickte schon mal der Popo, aber ich war wieder mal begeistert von meiner Street Triple. Entspanntes, niedertouriges Cruisen ist mit ihr ebenso möglich wie beherztes Angasen. Der Triple jubelt begeistert übers Drehzahlband, wenn man ihm die Sporen gibt und aus den Arrow-Endtöpfen trompetet es lustvoll in die Landschaft. Mit dem Kriega-System habe ich auch eine sehr vielseitige und robuste Gepäcklösung, sei es für die einfache Tagestour oder eine größere Ausfahrt über mehrere Tage. So kanns weitergehen!

Sporttouring mit der Street Triple und dem Kriega US Combo50 DryBag

Nach vier Jahren Touren durch die Alpen werde ich dieses Jahr mal weniger weit reisen und kürzere Touren machen. Aus beruflichen Gründen wird sich das eher in dem Rahmen abspielen, was an einem Wochenende zu realisieren läßt. Das bedeutet auch, daß ich das erste mal seit der Mittelgebirgstour 2014 mit dem eigenen Motorrad auf Tour sein werde. Und vom Revier her werden wir auch da anknüpfen, wo wir vor auch vor fünf Jahren unterwegs waren. Es geht nämlich in den Thüringer Wald.

Für eine Wochenendtour braucht es ja nicht viel an Gepäck, trotzdem muss das irgendwo am Motorrad untergebracht werden. Und treue Leser werden sich erinnern, daß ich immer mehr Technik mitschleppe als Schlüpper und Socken. Für das klassische „Gepäckrolle aufs Heck“ sind bei der Street Triple die geeigneten Verzurrpunkte nicht wirklich da, bzw. es sind die Auspuffrohre im Weg.

Letztes Jahr auf der Intermot hatte ich Gelegenheit am Stand von Kriega deren Gepäcksystem näher in Augenschein zu nehmen. Die in verschiedensten Größen vorhandenen Taschen werden mittels unter der Sitzbank am Motorradrahmen befestigter Schlaufen befestigt und verzurrt. Und wenn das unter dem Beifahrersitzbrötchen der ausgestellten Ducati passt wird es wohl auch bei meiner Street Triple passen.

So bestellte ich mir deren US Combo50, bestehend aus einer 30 Liter Tasche und zwei 10 Liter Taschen. Diese können einzeln auf dem Motorrad montiert werden oder auch miteinander kombiniert werden. So kann ich je nach Transportbedarf alles zwischen 10 und 50 Litern transportieren.

Alles was es an Vorbereitung bedarf ist, die Gepäckschlaufen am Heckrahmen der Street Triple zu installieren.

Zuerst werden die Montagepunkte für die Schlaufen markiert.

Seitenverkleidung ab und Schlaufen durchgefummelt

De Schnalle der hinten montierten Schlaufen interferieren mit dem Gummistopfen in der Sitzbank, daher müssen die Stopfen raus.

Die Tasche legte ich erstmal leer auf die Sitzbank um zu sehen, wo ungefähr ich die Schlaufen am Rahmen würde anbringen müssen. Dann nahm ich die Sitzbank ab und markierte die Stellen am Heckrahmen mit Kreppband, bevor ich die Seitenverkleidungen abnahm. Die vorderen Montagepunkte passten, die hintern musste ich etwas nach vorne verschieben, da sie sich mit der Schraubenaufnahme der Seitenverkleidung überlappten. Als alle Schlaufen drin waren, drückte ich die Sitzbank wieder drauf. Sie ließ sich nur schlecht schliessen. Grund dafür waren Gummistopfen in der Sitzbank, die eigentlich zur Dämpfung da sind. Die Schnallen der hinteren Gurte waren nun genau an der Stelle wo die Gummistopfen auf dem Heckrahmen auflagen. Stopfen raus, Sitzbank wieder drauf, passt.

Das US-30 Drybag fertig montiert auf der Street Triple

Hier die Kombination von US-30 mit einem US-10 Drybag

Das US-30 mit zwei US-10 Drybags

Die Verzurrgurte haben unten einen soliden Aluhaken und oben eine Steckschnalle. Mit den Aluhaken geht es in die Rahmenschlaufen, mit der Steckschnalle oben in das Gegenstück auf der Tasche. Und das von vier Seiten. Anschliessend schön festziehen und die überstehenden Gurtteile sauber mit den angebrachten Clips befestigen, damit während der Fahrt nichts rumflattert.

Schnallen und Haken sind sehr solide ausgeführt

Die miteinander verzurrte Combo kann am Stück vom Motorrad abgenommen werden.

Mit ein bischen Gefummel kann man die Schlaufen unter den Seitenverkleidungen verstecken, wenn sie nicht gebraucht werden.

Die weiteren Taschen können mit den gleichen Verzurrgurten an der bereits montierten Tasche fixiert werden. Dazu hat jede einzelne Tasche eigene Schlaufen. Und mit maximal 50 Litern bei dieser Combo ist man auch für die große Tour gut gerüstet. Bei der seitlichen Montage der 10er Taschen an der 30er Tasche stehen die Taschen nur leicht seitlich neben dem Fahrer über. Die 30er Tasche alleine wird komplett vom Fahrer verdeckt. Große Turbulenzen oder Beeinträchtigungen sind nicht zu erwarten.

Ob das so ist, werde ich kommende Woche mal rausfinden. Probehalber werde ich dann mal eine Tasche voller Schmutzwäsche auf eine Tagestour mitnehmen.

Bereit für den nächsten Trackday mit dem XLMOTO Rennzelt

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Seit ich die Street Triple mein Eigen nenne, juckt es mich ja in den Fingern, mal einen Trackday damit zu fahren. Von all meinen bisherigen Motorrädern wäre sie das geeignetste. Viele Motorradbekannte wie die Frau Edigixxer oder der Herr VauZweiRad mit seinem Schrauberhallen-Nachbarn Axel suchen regelmässig geeignete Veranstaltungen auf Rundstrecken wie dem Spreewaldring oder Most heim, um mächtig am Kabel zu reissen.

XLMOTO Rennzelt

Damit ihr in dieser Saison perfekt für den nächsten Trackday gerüstet seit, bietet XLMOTO aktuell nützliches Zubehör an, welches ich vorab schon mal testen durfte. Allen voran das XLMOTO-Rennzelt, welches optimalen Schutz für extrem heiße oder verregnete Tage bietet. Mit einer Grundfläche von 3×3 Metern und einer Höhe von bis zu 3,2 Metern finden ein bis zwei Bikes darunter Platz. Durch die mitgelieferten Seitenwände ist man sowohl vor Witterungseinflüssen als auch vor neugierigen Blicken der Nachbarn gut geschützt.

Den Warnhinweis „Wir raten davon ab, dieses Zelt unter extremen Wetterbedingungen zu nutzen.“ musste ich vergangenes Wochenende leider Ernst nehmen. Aufgrund des unsteten und böigen Wetters konnte ich das Zelt nicht im Freien aufbauen, sondern musste das in unserer Garage ausprobieren. Da dabei keine schönen Bilder entstanden, müsst ihr mit den Katalogabbildungen vorlieb nehmen.

Das Zeltgestänge und die Planen passen alle in die geräumige Tragetasche. Allerdings ist das Gewicht mit 33 Kilogramm nicht zu unterschätzen. Standbeine und Querstreben sind aus robustem Stahl, ist zwar stabil, wiegt aber.

Einmal ausgepackt muss das Gestänge lediglich aufgestellt und die vier Beine herausgezogen werden, bis sie einrasten. Das kann man zwar alleine bewerkstelligen, aber zu zweit ist es einfacher. Das Dach ist wasserdicht und hält einem Druck von 2000 mm Wassersäule stand.

Aktuell wird das Rennzelt für 59,99 Euro angeboten, das Angebot ist zeitlich begrenzt und gilt nur solange der Vorrat reicht.

XLMOTO Werkstattmatte

Für den Fall, daß ihr beim Trackday keinen Asphaltuntergrund, sondern Pflaster, Kies oder ähnliches habt, ist die XLMOTO Werkstattmatte eine perfekte Ergänzung.

Heruntergefallene Kleinteile lassen sich hier viel besser wiederfinden – etwas, was ich auch in der heimischen, gepflasterten Garage sehr praktisch finde. Die Matte verfügt über eine dicke Gummibeschichtung auf der Unterseite, was sie sehr rutschfest macht. Das stark saugfähiges Polyestermaterial auf der Oberseite kann zudem mehr als einen Liter Öl absorbieren! Falls mal was verschütt geht, läuft es nicht in den Untergrund. Die Matte hat eine Größe von 100 x 200 cm und ist FIM klassifiziert und kann so für Cross und Enduro als Umweltmatte eingesetzt werden.

Proworks Montageständer

Zum Aufbocken des Bikes nutze ich schon länger den Proworks Montageständer, der für den Einsatz am Vorder- oder Hinterrad geeignet ist. Der Ständer wird mit drei verschiedenen, verstellbaren Adaptern geliefert, so konnte ich ihn schon an meiner MT-07 als auch aktuell an der Street Triple nutzen. Die verstellbare Breite vorne beträgt 16,2 – 25,2 cm, hinten 26,2 – 35,2 cm. Das maximale Tragegewicht beträgt 160 kg, so kann der Montageständer für Motorräder von bis zu 260 kg verwendet werden.

So, jetzt brauche ich nur noch den passenden Renntransporter, um das Bike und das Zubehör zur Rennstrecke zu chauffieren.

Das Motorradklamotten Testtagebuch – die Herbstausgabe

Nicht nur beim Motorrad, auch an der Outfit-Front hat sich dieses Jahr einiges getan. Nach einem intensiven Sommer des Testens kann ich euch hier einige Erkenntnisse zur getragenen Rumpfkluft notieren.

Nolan X-201 Puro Ultra Carbon 1 Jethelm

Schuld am Nachfolger meines Nexo Hog Jethelms ist ein verlorenes Wangenpolster. Da dies nicht mehr nachbestellbar war und der Nachfolger Nexo Hog II nur in den Grüßen S und M vorrätig war, blieb mir nichts anderes übrig, als mich nach etwas neuem umzusehen. Die Motorradsaison neigte sich dem Ende zu und so setzten im stationären Handel die Preisnachlässe ein, welche mich letztendlich zum Nolan X-201 führten. Der Preis war natürlich nicht der ausschlaggebende Grund sondern zuallererst die Passform. Bei meinem großen und länglichen Kopf passt nicht alles, aber interessanterweise sitzen die Nolan Helme immer perfekt.

Zu einem sehr guten Preis konnte ich so einen topmodernen Jethelm mit stilvoll klassischer Optik erstehen. Die Carbon-Helmschale wird abgerundet durch die umfassende Chromleiste und ein wertiges Innenfutter aus Leder und Alcantara (vermute ich zumindest). Die Innenausstattung ist herausnehmbar und waschbar, der Helm verfügt über einen Doppel-D Ring-Verschluss und an die Befestigungs-Knöpfe mit genormtem Abstand kann man nach belieben einen kurzen Schirm oder ein Visier befestigen.

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Screenix Waschtücher und Visierklar im Test

Ihr kennt das, man war mit dem Motorrad auf Tour, hat sich ordentlich ausgetobt und das Motorrad professionell eingesaut. Also so wie hier:

In diesem Beispiel half auch nur der Besuch in der Waschbox bei der nächstgelegenen Tankstelle. Wenn man es dann aber richtig machen will, wartet man bis Motor und Auspuffanlage abgekühlt sind. Und man schleift noch Schwämmchen und Bürstchen mit um an die Stellen ranzukommen, an die der große Schrubber nicht rankommt. Und dann noch diverse Microfasertücher, um danach das Motorrad trocken zu wienern.

Bei mir zu Hause habe ich nicht die Möglichkeit, das Motorrad umweltgerecht zu reinigen. Weder Stellplatz mit Ölabscheider noch Wasseranschluß in der Nähe sind vorhanden. Wenn das Motorrad nur staubig und fliegenleichenübersät ist, stell ich es meist so in die Garage. Trotzdem würde der Schwabe in mir zumindest eine Grundreinigung des geliebten Motorrades vornehmen. Daher wurde ich hellhörig, als ich in der Presse über die Screenix Waschtücher las. Als ich dann noch das Angebot bekam, die Tücher mal zu testen, war ich gespannt auf das Resultat.

Screenix Waschtücher: nicht nur für die Katzenwäsche zwischendurch

Die Waschtücher mit Aktiv-Sauerstoff sollen zuverlässig und schonend Verschmutzungen, wie auch Öl- und Fettrückstände entfernen können. Der Spendereimer enthält 90 getränkte Waschtücher in der Größe 26,6 x 23 cm. Diese können mit einem Handgriff einfach aus dem Spenderdeckel entnommen werden. An der Seite des Eimers befindet sich noch ein Microfasertuch zur Trocknung der Oberflächen. Der Hersteller verspricht die schonende und umweltschonende Motorradreinigung. Die Reinigung soll kratzfrei erfolgen, die Reinigungstücher sollen durch das flauschige Material Staubkörner absorbieren, der enthaltene Aktivsauerstoff soll Schmutz und Verunreinigungen komfortabel und einfach entfernen.

Als Testobjekt musste meine Vespa 300 GTS Super herhalten. Diese hatte ich seit knapp drei Monaten nicht mehr geputzt, aber fast täglich im Einsatz. Gut, jetzt hatten wir auch einen sehr trockenen Sommer, trotzdem schleppte der Roller eine ordentliche Schmutzkruste mit sich herum.

Mit den ersten Tüchern begann ich also, das Beinschild und den Vorderratkotflügel zu säubern. Der Schmutz und die leichten Verkrustungen ließen sich schnell und ohne größeren Druck lösen. Die zügige Graufärbung des Putztuches zeugte vom aufgenommenen Schmutz.

Noch stellte sich aber kein Hochglanz ein, es blieb ein leicht milchiger Schlierenfilm zurück von der Flüssigkeit im Putztuch, der schnell antrocknete. Also wischte ich mit einem frischen Tuch nochmals drüber und trocknete gleich mit dem Mikrofasertuch hinterher. Mit dieser Zweihandtechnik kam ich dann schell zum gewünschten Ergebnis. Merke: bei größeren Karosserieflächen wie bei meiner Vespa lieber kleinere Partizionen einzeln behandeln als erst alles vorwischen und dann nachpolieren.

In ungefähr einer Viertelstunde hatte ich die gesamte Vespa gereinigt und das Ergebnis war von einer ausführlichen Behandlung in der Waschbox nicht zu unterscheiden. Mit den Putztüchern kommt man auch besser an kleinere Karosseriedetails. Die Reinigungswirkung ist auf Blech, Kunststoff sowie auf verchromten Teilen gleichermaßen zufriedenstellend.

Laut Herstellerangabe sollten 2-3 Reinigungstücher ausreichen für ein ganzes Motorrad. Für die Reinigung meiner Vespa brauchte ich 12 Tücher. Gut, sie war auch schmutziger als sonst und hatte etwas mehr Fläche als ein Motorrad.

Das Produkt finde ich ideal für die schnelle Reinigung nach der Hausrunde oder Tagestour. Staub und Fliegenleichen sind schnell entfernt und man hat deutlich weniger Aufwand als beim Großputz. Der Eimer mit 90 getränkten Waschtüchern und einem Mikrofasertuch kostet 33,20 €. Selbst bei großzügigem Einsatz reicht das für die ganze Motorradsaison. Aus meiner Sicht sind die Screenix Waschtücher sehr zu empfehlen, die finden auf jeden Fall einen festen Platz in meiner Garage.

Screenix Visierklar: für den Durchblick unterwegs

Ebenso zum Testen erhielt ich eine Box Visierklar Reinigungstücher von Screenix. Enthalten waren 30 einzelne Sets zu Visierreinigung für unterwegs. In einem Set ist jeweils ein feuchtes Tuch mit Reinigungsflüssigkeit sowie ein trockenes Tuch zum abreiben. Praktisch, um unterwegs auf Tour schnell wieder für klaren Durchblick zu sorgen.

Die Reinigungswirkung war ok, nicht besser oder schlechter als das Vergleichsprodukt von S100, welches ich bis dahin immer dabei hatte. Der 30er Pack kostet 22,50 €, das einzelne Set kommt dann auf einen Preis von 0,73 €, also etwas günstiger als das vergleichbare S100 Produkt. Aber im Zweifelsfall tut es zur schnellen Visierreinigung zwischendrin auch ein Stück Küchenkrepp oder ein Taschentuch mit etwas Leitungswasser.

BERHAM Customs Beemer Parts

Was gut genug ist für den Glemseck 101 Gewinner von 2016 ist auch gut genug für dein Motorrad. Oder so.
Wie damals bei Shiny Harry haben Martien Delfgaauw (BERHAM Customs) und Marvin Diehl (KRT Framework) die Köpfe zusammen gesteckt, diesmal aber nicht um ein weiteres Viertelmeilen-Bike aufzubauen, sondern edle Teile für BMW Zweiventilboxer zu produzieren:

Den Anfang machen Standrohrcover, Gabelbrücken, Blinkerhalter, Heckrahmen und Sitzgrundplatten. Weitere Teile auch für andere Motorräder sind in Arbeit. Stöbert Euch mal durch den Online-Shop unter http://www.berham.com/shop.
Was allen gemein ist: perfekte Qualität und Finish. Was soll auch sonst dabei rauskommen, wenn zwei Detail-Nerds aufeinandertreffen.

[Sponsored Post] Reinigung und Pflege Eurer Motorrad-Rumpfkluft

Die wetterbedingte Durststrecke scheint dieses Wochenende zu Ende zu gehen. Freundliches Frühlingswetter lockt zu den ersten Ausfahrten. Die Maschine hat ihren Jahresservice bekommen und neue Reifen. Der Helm wurde innen wie außen gereinigt und mit einem neuen Visier und Pinlock ist der Durchblick auch wieder gesichert.
Wie schau es bei Euch aber aus mit der Pflege Eurer Motorradkleidung? Habt ihr sie einfach so in den Keller gehängt seit letzten Herbst oder – im Gegensatz zu mir – etwas Pflege verpasst? Dieser Saisonstart steht bei mir unter einem anderen Zeichen, denn Collonil hat mir einige seiner Produkte zum Testen geschickt. Ich habe also meinen inneren Schwaben rausgelassen und angefangen zu putzen.
Die Ergebnisse könnt ihr im Collonil-Blog nachlesen.
Wenn ihr auch eurer Motorrad-Rumpfkluft etwas Liebe geben wollt, habt ihr hier und heute die Chance, ein Pflegeset von Collonil zu gewinnen. Unter allen Kommentatoren des Blogposts ziehe ich in zwei Wochen den Gewinner.
Schönen Saisonstart Euch allen!
Dieser Artikel und das Gewinnspiel wird unterstützt von Collonil (Sponsored Post).

Motorradski

Die Winter in Deutschland sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren. Der Motorradfahrer muss sich im Winter meist nur noch die Frage stellen, wie er Korrosion durch Streusalzeinwirkung am Zweirad verhindert und wie warm er sich anziehen muss, um auf dem Bock nicht zu frieren.
In skandinavischen Ländern muss man sich viel intensiver mit Winterreifen, Spikes und auch Ski-Auslegern fürs Motorrad auseinandersetzen. Diese Kuriosität entdeckte ich diese Woche in einer Facebookgruppe:



Die Skidor genannten Ausleger sollen in Schweden durchaus üblich sein bei Armee und Polizei. Und auch bei winterharten Motorradfahrern. Sie sind beweglich am Rahmen befestigt und der Fahrer steht auf ihnen während der Fahrt. Und das schein erstaunlich gut zu funktionieren, wie die Fahrszenen im zweiten Video zeigen. Ich bin beeindruckt.

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