Was pack‘ ich ein, was nehm‘ ich mit: ein Tankrucksack für die MT-07

Auch wenn ich auf der Herbsttour nach Hamburg und zurück mit der modifizierten Touratech Hecktasche eine ganz passable Transportlösung gefunden hatte, war ich damit nicht ganz zufrieden. Ein Tankrucksack bietet in einigen Dingen doch mehr Flexibilität: man hat seine Siebensachen schneller im Zugriff und muss dafür nicht erst absteigen, ebenso kann man dank Kartenfach auch mal analog navigieren.

Tanktasche XLmoto

Bei XLmoto war neulich ein Universal-Tankrucksack für knapp 30 Euro im Angebot, den ich mir dann bestellte. Mittels verstellbarer Riemen wird die Unterkonstruktion auf jeweiligen Tank angepasst. Die Tasche wird anschließend nur noch auf die Unterkonstruktion aufgeschnallt. Über zwei mitgelieferte Schultergurte kann die Tasche auch zum Rucksack umfunktioniert werden.

Der Tankrucksack ist erweiterbar für zusätzliche 8L Stauraum, bietet zwei Seitenfächer und ein transparentes Kartenfach. Ein wasserfester Regenüberzug im Lieferumfang enthalten.

Nach der ersten Tour mit dem Tankrucksack traten leider einige Nachteile auf:

  • Obwohl alle Riemen so eng wie möglich gestellt waren, hatte die Konstruktion immer noch Spiel, so daß der Tankrucksack immer hin- und herrutschte.
  • Beim maximalen Lenkeinschlag drückte der Tankrucksack auf den Hupknopf. Weiter nach hinten konnte ich den Tankrucksack aber leider nicht montieren.
  • Das Material ist relativ dünn, so dass die Tasche eine geringe Eigenstabilität hat. Das führt auch dazu, dass das Kartenfach  einknickt und nicht optimal ablesbar ist.
  • Egal wie man sie einstellt, die Riemenkonstruktion überdeckt immer den Tankdeckel. So muss man bei jedem Tankstopp den Tankrucksack komplett abnehmen. Nervt.

Wer billig kauft, kauft in diesem Fall eben zweimal. Also nahm ich etwas mehr Geld in die Hand und erwarb den:

SW-MOTECH EVO Enduro Riemen-Tankrucksack

Für 130 € spielt der Evo Enduro in einer anderen Preis- aber auch Qualitätsklasse. Gefertigt aus hochwertigen Ballistic Nylon ist er auch unbeladen formstabil dank stabiler Seitenwände. Laut Hersteller „passend für viele Enduros, Sportler und Tourenmaschinen“ schmiegt er sich bei der MT-07 nahtlos an die Tankkontur an, als wäre er nur für dieses Modell gemacht.

Befestigt wird er mit einem Dreipunkt-Riemen-System: Lenkkopfgurt vorne und zwei Schlaufengurte hinten. Diese können einfach an einem Rahmenrohr durchgeschleift und mit einem Klickverschluss an der rutschfesten Bodenplatte befestig werden. Diese kann auch  individuell für den Tankeinfüllstutzen ausgeschnitten werden. Da der Tankrucksack an den hinteren Gurten am Klickverschluss ausgehangen und dann mit Bodenplatte hoch geklappt werden kann ist das Ausschneiden aber eigentlich nicht notwendig. Dank eines umlaufenden Reißverschlusses lässt sich der Tankrucksack auch schnell von der Bodenplatte abnehmen – so kann die Bodenplatte bei einem Stopp fest am Motorrad bleiben.

Im Gegensatz zum Modell von XLmoto löst man beim maximalen Lenkeinschlag nicht die Hupe aus, durch schmale Tankrucksackform im vorderen Bereich ist hier genügend Spielraum vorhanden.

Der Evo Enduro hat ein sehr variables Innenleben:

  • ein großes Hauptfach, welches in der Höhe und damit im Volumen von 13 bis 22 Liter stufenlos über einen Rundumreißverschluss einstellbar ist ,
  • in den Deckel ist ein Kartenfach integriert,
  • Einschubtaschen im Deckel nehmen Kleinteile auf,
  • Netz-Einschubtaschen rechts und links des Hauptfachs, zusätzlich mit zwei Gummibändern zum Fixieren von Teilen versehen,
  • zum Fahrer und zum Cockpit hin befinden sich spritzwassergeschützte Kabeldurchlässe, hierüber kann ich dann das in der Quadlock-Halterung am linken Spiegel montierte Smarphone perfekt mit Strom aus der Powerbank versorgen.

Abgerundet wird das ganze durch drei aufgesetzte Aussentaschen – rechts, links und zum Fahrer hin.

Die Qualität zeigt sich auch in den Details: die Gurtenden verfügen über Gummi-Sicherungsringe um die gegen Flattern sichern und auch die Reissverschluss-Nupsis können mit einem Gummiband fixiert werden.

Im Lieferumfang des Tankrucksacks auch enthalten sind eine normale sowie eine wasserdichte Innentasche aus Tarpaulin, eine Regenhaube sowie eine Rolle Lackschutzfolie zum Schutz des Tanks. Optional ist der Tankrucksack mit wasserdichter Gerätetasche (fürs Tablet oder Smartphone) und einem Navihalter ausrüstbar.

Sitzt, passt, wackelt nicht und bietet Platz. Wenn das Wetter jetzt mal nicht so schmierlappig ist wie heute, freue ich mich auf die erste Runde mit dem Evo Enduro.

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Mein Urban Outfit – gut aussehen und trotzdem sicher unterwegs sein

Die meisten meiner Zweiradkilometer fahre ich in der Stadt. Im Schnitt kommen pro Jahr 5.000 km zusammen, hauptsächlich auf der Vespa. Für die Fahrt ins Büro oder die abendliche Verabredung ziehe ich aber in den seltensten Fällen meine komplette Motorradkleidung an, es bleibt da meist bei Jeans, Turnschuhen und meiner schon sehr alltagstauglichen und gut aussehenden ICON Vigilante Jacket. Aber auch an warmen Sommerabenden überlege ich mir ab und zu, ob ich mir die Kutte noch überwerfe.

Um aber trotzdem sicher und geschützt unterwegs zu sein, surfe ich des öfteren durchs Netz, um Klamotten zu finden, die sowohl Schutz bieten aber auch alltagstauglich in Optik und Tragekomfort sind. Bei den großen Retailern wurde ich da nicht so wirklich fündig. Per Zufall stiess ich auf den Online-Shop von XL Moto, der in den letzten Monaten mein Go-To-Shop geworden ist. Mehrere Artikel hatte ich dort in den letzten Monaten zu sehr fairen Preisen gekauft und bin sie über den Sommer gefahren.

Hoodie Kevlar Booster Core
Angefangen hat es mit dem Hoodie Kevlar Booster Core, den ich mir als Alternative zur Motorradjacke für warme Sommertage bestellt hatte. Dieser Hoodie ist an Schultern, Ellenbogen und Rücken mit Kevlarverstärkungen versehen.

CE-zertifizierte Protektoren finden sich an Ellenbogen und Schultern. Ein Fach für einen separat erhältlichen Rückenschutz ist ebenfalls vorhanden. Da ich noch einen Rückenschutz aus einer ausgemusterten Motorradjacke hatte, kam der gleich hier zur Verwendung. Die Aussentaschen haben einen Reissverschluss, ebenso wie die Innentasche im Brusthöhe. So finden Geldbeutel, Schlüssel und Handy sicher Platz. Die Kapuze kann mithilfe eines Reißverschlusses abgenommen werden. Von Vorteil ist der Stehkragen innerhalb der Kapuze, der bis oben per Reißverschluß verschliessbar ist. So ist der Hals gut vorm Fahrtwind geschützt, ohne das man ein separates Halstuch dabei haben muss. Im Temperaturbereich von 18-28 Grad fand ich die Jacke sehr gut zu fahren. Auch wenn es etwas wärmer ist, bekommt man im Hoodie wegen der guten Durchlüftung keinen Schweissausbruch. Die Protektoren im Hoodie tragen nicht auf, so daß man es wirklich auch als normales Kleidungsstück gut tragen kann. Der einzige Nachteil des Hoodies aus meiner Sicht: die Rumpflänge fällt zu kurz aus, ein paar Zentimeter mehr hätten es sein dürfen, damit das Hoodie in Fahrthaltung am Rücken nicht so hoch rutscht.

Motorradhose Course Kevlar Cargo
Kurze Zeit später kam die Cargo-Hose. Ich besitze zwar bereits eine Maple Motorradjeans und eine Pekev Cargohose, aber beide sind von der Materialstärke etwas dicker und nicht wirklich angenehm bei wärmeren Temperaturen.

Die Cargo-Hose ist dagegen aus Baumwolle hergestellt und mit DuPont™ Kevlar® am Knie und Gesäß verstärkt. Der Tragekomfort ist super, sie ist wirklich leicht und gerade auch an wärmeren Tagen angenehm zu tragen. Die Hose verfügt über Taschen für Hüft- und Knieprotektoren, sie allerdings separat gekauft werden müssen. Die Taschen für den Knieschutz sind in einer separaten Stofftasche, die mittels doppeltem Klettband in unterschiedlichen Höhen platziert werden kann.

Rucksack Slipstream „Waterproof“
Beim Stöbern im Onlineshop von XL Moto stiess ich dann noch auf den Rucksack Slipstream „Waterproof“. Zwar besitze ich bereits den einen oder anderen Rucksack, aber entweder sind sie nicht wasserabweisend wie mein Jack Wolfskin Berkeley oder sie sind für die tägliche Fahrt ins Büro etwas zu groß wie mein Büse Rucksack. Und bei dem sehr günstigen Preis von reduzierten 19,99 € packte ich ihn einfach mit in den Warenkorb.

Der Hartschalenrucksack hat ein Fassungsvermögen von 24 Litern und fällt mit seiner cleanen Optik auf. Kein Reißverschluss und kein Bändsel ist sichtbar. Beladen wird der über das Rückenteil, das sich über einen Reißverschluss öffnen lässt. Das ist etwas fummeliger, weil dann die Traggurte im weg sind, aber wenn man die über den Rucksack wegklappt, geht es eigentlich. Innen hat das Rückenteil ein Laptopfach, zwei Fächer für Kleinkrams und einen Schlüsselhaken. Alle weiteren Dinge finden lose ihren Platz im Rucksack. Geräumig genug für alle Dinge, die man auf einem Tagesausflug mitnimmt ist er auf jeden Fall. Während der Fahrt stören auch keine Bändsel, die im Fahrtwind klötern, weil es keine gibt. Der Tragkomfort ist sehr gut, der Rucksack liegt gut auf dem Rücken an, die Trageriemen können zusätzlich über einen Brustverschluss gesichert werden und im Hüftbereich gibt es einen weiteren Sicherungsriemen. Dieser fällt für meine Verhältnisse allerdings etwas kurz aus, so daß ich ihn eher nicht nutze.

Insgesamt ist der Slipstream ein sehr guter Begleiter für die tägliche Fahrt ins Büro, aber auch für die Tagestour kann er gut zum Einsatz kommen, wenn man auf den Tankrucksack verzichten möchte. Vollgasfest auf der Autobahn ist er auch, wie ich gestern bei der Überführung meines neuen Motorrades austesten konnte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Navigation auf dem Roller

Eigentlich kenne ich mich in Berlin ja aus, wenn ich mit der Vespa unterwegs bin. Es sei denn, ich muss in den tiefen Westen. Zehlendorf oder so. Wer kennt sich da schon aus? Gut, man könnte sich jetzt Google Maps auf dem Handy anmachen, einen Knopf ins Ohr und nach Ansagen fahren. Aber das wäre zu einfach. Gängige Motorradnavis sind am Roller eher schlecht zu montieren. Aber da gibt es Möglichkeiten.

TomTom Vio
Von TomTom gibt es seit letztem Jahr das Vio, einen wasserdichten, runden Monitor, der von der dazugehörigen Smartphone App die Navigationsanweisungen per Bluetooth empfängt. Der Monitor hat sein eigenes GPS-Modul und schon dadurch etwas die Smartphone-Batterie.

Fünf Stunden Betriebsdauer verspricht TomTom. Das Gehäuse gibt es in unterschiedlichen Farben, man kann es also ganz schick in Wagenfarbe bestellen. Für 169,00 € ist es allerdings kein Schnäppchen.

Quadlock
Das Quadlock-System hatte ich Euch hier schon mal vorgestellt. Ich hatte es auch schon mal mit einer Klebehalterung provisorisch am Tachodisplay angebracht, wie ihr auf der Pfingstausfahrt vielleicht schon sehen konntet. War aber nur so mitteltoll, weil es mir zum Teil die Armaturen verdeckte. Abhilfe schuf der Quadlock Mirror Mount, den ich für immer noch ganz stolze 39,95 € bestellte. Und so sieht das dann am Roller aus:

Den blauen Nippel muss man reindrücken, dann kann man das Handy auf dem Halter fixieren. Zum Abnehmen genau andersrum. Hält bombenfest und man hat die freie Wahl, welche Navi-App man nutzen möchte, wenn man gerade kein TomTom-Freund ist. Bei der Montage sollte man nur aufpassen, daß man die Halterung nicht zu tief ansetzt, daß man nicht aus Versehen mit der Hand direkt an das Handy anstösst.

Für mich war das Quadlock die bessere Wahl, weil ich das iPhone Case eh‘ schon hatte (und den zusätzlichen Regenschutz, den man bei schlechtem Wetter drüberziehen kann) und ich die Wahl habe, welche App ich zur Navigation nutzen möchte. Und selbst wenn man das Quadlock-Case und die Spiegelhalterung zusammen kauft, liegt man bei ca. 100 € noch unter den 169 € des TomTom Vio.

Im Test: Revit Gear 2 Motorradhose

Auf die Tour des Grandes Alpes begleitete / bekleidete mich eine neue Motorradhose: die Revit Gear 2. Meine Resurgence Pekev Cargohose hatte ich zwar auch noch dabei für trockene und wärmere Tage, aber die standen in den ersten Tourtagen nicht auf dem Zettel.

Von der Papierform her versprach die Revit Gear 2 schon, eine gutes Multitalent zu sein. Die Stiefelhose verfügt über eine eingezippte und einfach entfernbare hydratex®-Membran, die Trockenheit garantieren soll, wenn’s nötig ist. Nach dem Herausnehmen steht an heißen Sommertagen dem kühlenden Fahrtwind nichts mehr im Weg. So soll die Gear 2 Hose den Schutz von Leder mit der Vielseitigkeit einer erstklassigen wasserdichten Textilhose kombinieren.

Für die optimale Passform gibt es Verstellmöglichkeiten am Bund sowie Stretch-Einsätze an Knien und über dem Steißbein. Der Verbindungsreißverschluss geht einmal rundum und bietet die Möglichkeit, die passende Revit Ignition 2 Jacke zu verbinden. Interessanterweise trug mein Mitfahrer Akki die Ingnition-Jacke auf der Tour, aber irgendwie haben wir es versäumt, mal beide zu kombinieren.

Für die Sicherheit gibt es ProLife-Protektoren an den Knien, die höhenverstellbar sind. Hüftprotektoren sind bei der Hose ebenfalls nachrüstbar. Von der Passform her fällt sie schmal, aber nicht unangenehm auf. Die Hosenbeine fanden gut Platz in meinen ICON Elsinore-Stiefeln.

Die ersten Tage auf der Tour boten so ziemlich alles, was man an Motorradwetter haben kann. Von 4 Grad und Dauerregen bis hin zu 34 Grad und stahlblauem Himmel. So bot sich mir eine sehr gute Bandbreite, in der sich die Hose bewähren musste. Anfangs fuhr ich sie mit Innenfutter, mit dem sie leichtere Regenschauer gut wegsteckte und auch den Fahrtwind gut abhielt. Bei stärkerem Regen musste eh’ die Regenkombi herhalten.

Bei Temperaturen über 18 Grad kann man das Innenfutter gut weglassen, die Textileinsätze ein der Hose funktionieren dann sehr gut und sorgen dann für ein angenehmes Körperklima. Als wir am dritten Tourtag dann ins Aostatal einrollten und deutlich über 30 Grad herrschten, wurde es ohne Fahrtwind dann doch schweisstreibend. Trotzdem klebte die Hose nicht am Körper.

Für die Folgetage, bei denen durchgehend höhere Temperaturen angesagt waren wechselte ich dann doch auf meine Resurgence Pekev Cargohose. Als kevlargefütterte Stoffhose funktioniert sie zwischen 25 und 35 Grad dann doch besser als die Revit Gear 2. Beide Hosen zusammen decken aber so ziemlich meinen Gesamtbedarf an Motorradhosen ab. An kälteren und eher nassen Tagen kommt die Revit zum Einsatz. Wenn es absehbar wärmer und trockener ist, wird die Resurgence die erste Wahl. Und wenn man auf Tour genug Platz im Gepäck hat, kommen eben beide mit.

Auf jeden Fall bekommt die Revit Gear 2 von mir eine Kaufempfehlung.

Schrauben in der Großgarage

Der geneigte Leser kennt das bereits, optimal ist meine Schraubersituation nicht. Im Keller hätte ich zwar Platz, doch bekomme ich das Motorrad nicht in den Keller. In der Großgarage, in der das Motorrad steht, habe ich keine Möglichkeit, Dinge auch mal liegen zu lassen oder wegzuschliessen. Bei 80 Parkplatznachbarn geht das Garagentor eh’ dauernd auf und zu.

Bei kleineren Reparaturen geht das noch, da muß man abends fertiggestellt haben was man morgens angefangen hat. Wenn ich mich aber an größere Dinge heranwagen möchte wie den Heckumbau der CJ, wäre es schön, wenn das unfertige auch erstmal unfertig stehen lassen könnte.

Auch schleppe ich nicht dauernd mein gesamtes Werkzeug aus dem Keller in die Garage, sondern nehmen erstmal das mit, was für die anstehende Reparatur nötig ist. Und in den meisten Fällen laufe ich dann 3-4 mal wieder in den Keller, weil ich etwas vergessen habe oder doch ein anderes Werkzeug benötigt wird, als das was ich in der Hand halte.

Abhilfe schaffen könnte da ein abschließbarer Werkzeugwagen, den ich in der Garage anketten könnte. So hätte ich das ganze Werkzeug immer in Griffweite und es wäre gut auffindbar in Schubladen sortiert. Als gebürtiger Schwabe und Sternzeichen Jungfrau bin ich da etwas vorbelastet, was den Ordnungsfimmel angeht. Ich finde so was ja toll.  

Gaerner Werkzeugwagen mit 137 Werkzeugen

Zur Zwischenlagerung der Motorradteile könnte eine Alu-Transportkiste gute Dienste leisten, dann müsste ich diese auch nicht immer von der Garage über den Hof in den Keller schleppen und vice versa.

Gaerner Alu Transportkiste Riffelblech

Der Königsweg wäre natürlich eine fest installierte Werkbank am Stirnende unseres Stellplatzes. Doch dann müsste ich unser Auto um ungefähr einen halben Meter kürzen. Hat jemand eine Flex zur Hand?

Mein kleines 1×1 der Motorrad-Klamotten

Seit fünf Jahren fahre ich Motorrad. Und fünf Jahre hat es gedauert, bis ich die Motorradkleidung gefunden habe, die mir am Besten passt. Doch eines nach dem anderen.

Die Jackensituation
Zu Fahrschulzeiten begann ich mit einer Textiljacke von Roleff und einer Hose von IXS. Es folgten eine Rev’it Safari und eine ICON1000 Beltway Motorradjacke. Mit der ICON-Jacke war ich sehr zufrieden, bis ich letztes Jahr mein Eigengewicht deutlich optimiert habe und die Jacke nicht mehr passte. Den Nachfolger und meinen absoluten Jackenfavoriten fand ich ebenfalls bei ICON in Form der ICON1000 Vigilante Jacke. Textilrumpf und Lederärmel, sehr unauffällige und kompakte D30-Protektoren, viele Innenfächer und dank herausnehmbaren Innenfutter einsetzbar von Frühjahr bis Herbst. Stilmässig ist der größte Vorteil, daß sie nicht nach Motorradjacke aussieht und daß man sie auch so anziehen kann, ohne gleich nach Weltumrundung auszusehen. Der einzige Nachteil: sie ist nicht 100% regentauglich. Aber wenn es hart auf hart kommt, habe ich noch die Regenkluft in Form einer FLM Sports Membran Regenjacke und -hose.

Die Hosensituation
Meine IXS-Textilhose fahre ich immer noch im Winter, aber für die wärmeren Monate bin ich auf etwas leichtere Modell umgestiegen. Nach einer Maple Motorcycle Jeans in indogo kam später noch eine Resurgence Pekev Cargohose dazu, sowie eine schwarze 1976 Maple Motorcycle Jeans slimfit dazu, die jetzt meine hauptsächlich genutzte Motorradhose ist. Der einzige Nachteil der Maple Jeans zur Pekev Cargohose: sie verfügt nicht über Hüft- oder Knieprotektoren. Daher greife ich bei längeren Touren eher zur Pekev, bei kleinen Ausritten dann zur Maple Jeans.

Die Stiefelsituation
Mein günstiger Einstieg in die Motorradstiefel mit dem Polo Road war von relativ kurzer Dauer, denn der Stiefel hielt gerade mal 2 Jahre. Deren Nachfolger Alpinestars Roam 2 fahre ich bis heute und bin damit sehr zufrieden. Zwischendrin hatte ich noch die Norton Zip Biker Boots zum Testen da. Später gesellten sich für den Sommer noch die Stylmartin Sunset Boots dazu sowie die coolsten Retro-Endurostiefel von Welt, die ICON 1000 Elsinore. Deren einziger Nachteil? Die Nupsen an den Metallschnallen brechen ab und bei monsunartigen Regen lassen sie etwas durch.

Die Helmsituation
Noch zu Rollerzeiten fuhr ich einen HJC-Jethelm, mit dem ich sehr zufrieden war. So gesellte sich nach dem Umstieg auf das Motorrad das Integral-Scwestermodell HJC IS-16 dazu, der mit einem Pinlock-Visier und einem Scala Rider Q1 aufgerüstet wurde. Der Nachfolger des HJC wurde im Shootout des Bell Bullit gegen den Nolan N40 Full ermittelt. Der Sieger Nolan wurde ebenfalls mit Pinlock-Visier und einem Intercom ausgerüstet – dem Nolan n-com B5. Weitere Hartmützen im Kettenritzel-Sortiment sind der Nexo Hog für den sommerlichen, urbanen Einsatz und der O’NEAL MX 2 Series, wenn es mal enduromässig schmutzig wird.

Mein Fazit
In den letzten Jahren hat sich die Breite der Motorradbekleidung sehr schön erweitert. Zwischen den klassischen Polen Leder und Textil haben sich viele Wahlmöglichkeiten ergeben, gerade die Motorradjeans sind durch Kevlarverstärkung und Protektoren viel sicherer geworden. Auch wenn sie nicht an die Sicherheitsstandards eines einteiligen Lederstramplers für die Renne heranreichen, ist es für den wochenendlichen Ausritt im Sommer sicherlich ausreichend.

Wenn ihr Neueinstieger seid, tut Euch einen Gefallen und macht es nicht so wie ich. Bis ich meine ideale Klamotte gefunden hatte, war es ein etwas weiterer Weg, der auch etwas an Geld verschlungen hat. Einige Teile konnte ich zwar wiederverkaufen, aber mit etwas reiflicherer Überlegung hätte ich mir die eine oder andere Investition sparen können. Aber dann hätte ich Euch nicht diesen Artikel schreiben können. Wie man es macht….

Buff Motorradtücher und -schals

Buff gilt seit mehr als 25 Jahren als Gattungsbegriff für multifunktionale Schlauchtücher und ist für viele Motorradfahrer und Outdoorfans zu einem unentbehrlichen Accessoire geworden. Als Schutz gegen Staub, Wind und Kälte auf seinen Motorradtouren schnitt der Firmengründer Joan Rojas zunächst alte Militärunterhosen zurecht, die jedoch unangenehm zu tragen waren. Später experimentierte er in der familieneigenen Textilfabrik und erfand so das nahtlose Schlauchtuch aus Mikrofaser. Heute, 25 Jahre später, ist das Sortiment der spanischen Marke so groß wie nie zuvor und umfasst Tücher, Mützen und Balaclavas für Erwachsene und Kinder aus verschiedenen Materialien wie Mikrofaser, Fleece, Merinowolle und Windstopper®.

Zwei ihrer Tücher schickte mir Buff zum testen: das Buff StarWars Storm Black und das Buff Windproof Neckwarmer Solid New Black.

Den Klassiker unter den Buff-Modellen gibt es auch mit Superhelden-Verstärkung: Darth Vader und seine Stormtrooper kämpfen auf den Star Wars Modellen um die Oberhand während auf den Marvel Modellen alte Bekannte wie Spiderman, Iron Man, Captain America und Co. für die gute Seite stehen. Das Mikrofasermaterial leitet Feuchtigkeit schnell vom Körper weg und ist durch die nahtlose Verarbeitung angenehm zu tragen. Aufgrund seiner Schlauchform kann das Tuch als Halstuch, Mütze, Stirnband, Piratentuch, Balaclava und Armband getragen werden. Aber vor allem wegen des StarWars-Motives musste ich das Buff StarWars Storm Black gegen meine Söhne verteidigen.

Da es diese Woche morgens für den April sehr frischen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt, hatte kam sowieso erstmal der Windproof Neckwarmer Buff zum Einsatz. Der Schlauchschal besteht aus hochwertigem Windstopper-Material, das den empfindlichen Halsbereich gegen Wind wappnet. Kinn, Mund und Nase werden bei Bedarf von einer doppelten Lage Mikrofaser geschützt, die oberhalb des Windstopper-Schlauchs angebracht ist.

Und was soll ich sagen? Das ist das beste Stück Stoff, was ich beim Motorradfahren je um den Hals getragen habe. Das Windstopper-Material funktioniert bestens und isoliert besser als ein wesentlich dickerer Schal. Die kompakten Masse des Tuches sorgen dafür, daß nichts aufträgt, die Jacke kann noch komplett geschlossen werden und wenn man das Tuch gerade nicht braucht, ist es schnell in der Jackentasche verstaut.

Mehr zu den Buff-Produkten findet ihr auf deren Website.

Quantified Rides

Hand aufs Herz: was zeigt Euer Fitbit oder Fuelband für heute an? Sind die 100% schon erreicht? Oder müsst ihr noch einmal um den Küchentisch laufen um Euer Tagesziel zu erreichen? Habt ihr nach Messung Eurer Schlaf-App letzte Nacht genug Tiefschlaf bekommen?

Tracking Devices und Apps haben in den letzten Jahren erheblich dazu beigetragen, sich selber oder seinen Alltag komplett messbar zu machen. Und übertragen auf Autos und Motorräder ist die Messvielfalt, die vor ein paar Jahren noch einem Nissan GT-R vorbehalten war, mittlerweile in fast jedem Mittelklassewagen serienmäßig zu haben.

Doch auch Fahrer älterer Autos und Motorräder können viel tieferen Einblicke in das Innenleben ihrer Fahrzeuge bekommen, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Zwei Devices zur Quantifizierung Eurer Fortbewegungsmittel möchte ich Euch heute hier vorstellen: das Pace-Dongle und die motogadget m.unit blue und m.ride-App.

Pace
Pace bietet einen Bluetooth-Dongle an, der in die ODB2-Schnittstelle des Autos eingesteckt wird, die normalerweise von der Werkstatt zum Auslesen der Motordaten genutzt wird. Diese Schnittstelle ist bei allen Autos in Europa gesetzlich vorgeschrieben ab Baujahr 2001 (Benziner) und Baujahr 2004 (Diesel). Darüber hinaus sind die meisten Autos ab Baujahr 1996 bereits freiwillig mit einer solchen Schnittstelle ausgestattet worden.

Über die verbundenen Smartphone App wird eine laufende Analyse der Fehlercodes möglich wie auch ein Performance Monitor, die Erfassung der Benzinkosten, das Finden der billigsten Tankstelle im Umkreis und Tipps zum Spritsparen. In Notfallsituationen kann automatisch Hilfe gerufen werden.

Während der Fahrt liefert PACE alle relevanten Informationen zur Fahrt. Der PACE Performancemonitor liefert alle Infos zu Drehzahl, Motorauslastung und Querbeschleunigung. Der Timeline Mode wird aktiviert, sobald der Motor aus ist. Du kannst deine zurückgelegten Strecken in deinem Fahrtenbuch als „Privat“ oder „Geschäftlich“ kennzeichnen, Spritkosten für Tankstopps eingeben und erfahren wie viel Geld du gespart hast.

Ich habe den Pace-Dongle in unserem 10 Jahre alten Ford getestet. Anfänglich überwiegte noch die Begeisterung, weil es blinkte, Daten auslas und ein netter Spielkram war. Aber nach zwei Tagen war für mich kein konkreter Nutzwert zu erkennen. Stauwarnung und Routenplanung kann die Google Maps-App auf dem Handy auch, Drehzahl, Geschwindigkeit und Tankanzeige habe ich auch in den analogen Anzeigen vor der Nase und die Querbeschleunigung in einem 1,7 Tonnen schweren Kombi ist so spektakulär nicht, als das sie einer separaten, digitalen Darstellung bedürfte.

So schickte ich den Pace-Dongle nach dem ersten Test wieder zurück an den Hersteller, da für meine Anwendungssituation der Nutzwert zu gering war.

motogadget m.unit blue und m.ride-App
Im Gegensatz zum Pace-Dongle konnte ich die m.unit und m.ride-App von motogadget noch nicht persönlich testen. Aber alleine von der Papierform her zu urteilen, ist dem Berliner Unternehmen hier ein echter Meilenstein gelungen. Viele Custombike-Schmieden wie Urban Motor oder Revival Cycles schwören auf die Komponenten aus Kreuzberg. Die schon seit längerem verfügbare m.unit sorgt für Zuverlässigkeit und Simplifizierung in den Kabelbäumen alter Motorräder und eröffnet neue Möglichkeiten in der Gestaltung der Fahrzeugelektrik.

Die neue ‚m.unit blue‘ von motogadget ist die erste Steuerbox für Motorräder mit Bluetooth LE. Damit ist überall und jederzeit ein Datenaustausch über die m.ride App möglich. Setup, Diagnose und Keyless-Go sowie die Fahrzeugverwaltung mit Wartungsmanagement sind so jederzeit mit dem Smartphone einstellbar bzw. abrufbar. Aber auch ohne App lässt sich mit der m.unit blue ein minimaler Kabelbaum erstellen. Tastersteuerung, Sicherungen, Blinkrelais, Alarm etc. sind in der kleinen Box enthalten. Wie das Zusammenspiel zwischen m.unit und m.ride-App funktioniert, zeigt der folgende Produktfilm.

Heiko Stahl von motogadget war so freundlich, mir ein paar Fragen zum neuen System zu beantworten:

Es fing an mit hochwertigen Instrumenten, Blinkern und Armaturen, die sich in der Customszene einer regen Beliebtheit erfreuen. In den letzten Jahren kamen beispielsweise mit der m.unit vermehrt elektronische Schalt- und Steuerungselemente mit ins Programm. Wie hat sich diese Weiterentwicklung des Produktportfolios ergeben?

„In der Hauptsache entstand dies einfach durch den Bedarf der Custom-Szene, mit der wir von Anfang an vernetzt waren. Teilweise auch durch die Entwicklung bei elektronischen Komponenten und den resultierenden Möglichkeiten.

Begonnen hatte es mit extrem kleinen Blinkrelais und Produkten wie dem berührungslosen Zündschloss m.lock. Dann kam schnell die erste Version der m.unit dazu. Diese Produkte unterstützten die Umbauer in Ihrem Ziel nach einer ‚cleanen‘ äusseren Erscheinung der Bikes. Das gilt zum einen für die Reduzierung des vorhandenen Kabelbaums und die mögliche Verwendung von sehr dünnen Kabeln für die Schaltsignale der Lenkerarmaturen. Dies erleichtert beispielsweise die versteckte Verlegung der Kabel im Lenker oder Rahmen. Zum anderen ist Bauraum in Custombikes immer ein begrenztes Gut und jeder nicht benötigte Zentimeter erhöht den Gestaltungsspielraum.

Dann kam vor einigen Jahren die New-Custom-Welle dazu und bei den alten Japanern und BMWs musste meist auch der marode Kabelbaum erneuert werden. Viele Werkstätten und Privatschrauber schätzen den relativ einfachen Aufbau eines Kabelbaums mit der m.unit. Dazu kommen die Möglichkeiten der modernen Elektronik.
Ein anderer Bereich unserer Schaltelektronik ist die Adaptierung von digitalen Bussignalen bei bestimmten moderneren Motorrädern. Hier bieten wir für einige ausgesuchte Marken und Modelle die Adapter an, ohne die man an die digitalen Signale nicht mehr heran kommt. Das betrifft den Wechsel von Instrumenten und Warnleuchten.“

Mit der m.ride-App hätten Sie sich beispielsweise erstmal auf die Bordnetzdiagnose beschränken können. Stattdessen umfasst die App unter anderem ein Logbuch, den fürs Motorrad passenden motogadget-Produktkatalog, Motorraddokumente und eine Wartungsübersicht, quasi ein komplettes Ökosystem rund ums Motorrad. Warum diese Vielfalt gleich zum Start der App?

„Als wir die m.unit blue mit Bluetooth planten, war durch die Verbindung zum Smartphone auch die Verbindung ins Internet vorhanden. Das hat uns sofort auf eine grosse Sammlung möglicher Funktionen gebracht. Teilweise musste diese Funktionsliste wieder stark konsolidiert werden, um die technische Umsetzung zu gewährleisten und auch den Benutzer nicht zu überfordern. Von Apps erwartet man normalerweise die Lösung einiger weniger Probleme.

Wir versuchen uns im ersten Schritt auf die Funktionen in Kombination mit der m.unit und den vielfältigen Wartungsfunktionen zu konzentrieren. Im Grunde geht es hier um das Fahrzeug bzw. den eigenen Fuhrpark und den damit verknüpften Daten. Aber auch das ist schon recht umfangreich geworden. Trotzdem bleiben uns noch viele Ideen für zukünftige Module und Funktionen, die dann wahrscheinlich auch andere Bereiche des Motorrades und dessen Verwendung abdecken.

Übrigens enthält die App nicht nur unseren Produktkatalog. Wir arbeiten mit anderen namhaften Zubehörherstellern zusammen und weitere werden hoffentlich dazu kommen. Bei den Verschleissteilen sind ebenfalls tausende von Teilen in der Datenbank angelegt und bereits den jeweiligen Modellen zugeordnet. Die umfassende Datenbank zu Fahrzeugen, technischen Daten, Verschleissteilen und Betriebsstoffen übersieht man leicht, ist aber ein wichtiger Faktor für die Verwendung der App.“

Wie sieht die Weiterentwicklung der m.ride-App aus? Planen Sie weiter Features oder die Integration von Partnern? Wenn die Wartungsübersicht mir anzeigt, daß Gabelöl und Bremsbeläge fällig sind, könnte ich die doch auch gleich über die App bestellen?

„Es ist nicht unser Ziel, mit der App ein eCommerce-Betreiber oder Marktplatz zu sein. Der Motorradmarkt ist nicht riesig, dazu sehr fragmentiert. Um den gesamten Markt abzudecken, bräuchten wir viele Partnern on-board und viele kaufende Nutzer damit es rentabel wird. Das sehen wir momentan nicht als unser Geschäftsfeld. Sollte es hier von Kundenseite Bedarf geben, kann man es eventuell später noch integrieren.

Als Hersteller von hochwertiger Hardware, wollen wir unseren Kunden die passende Funktionalität zur Hardware und zum Motorrad bereitstellen. Mit der Kombination m.ride App und m.unit blue haben wir den ersten Schritt geschafft, ältere Motorräder smarter zu machen. Weitere Hardware mit Bluetooth für moderne Motorräder ist geplant.

Durch den Ausbau der App könnte das Motorradfahren selbst noch smarter werden. Ein denkbares Beispiel: das System erkennt, dass mein Benzinstand niedrig ist. Es gibt mir eine Warnung über mein Headset, schlägt eine möglichst günstigste Tankstelle vor, die innerhalb meiner Restreichweite und meiner Route liegt und navigiert mich direkt dorthin. Alles passiert, ohne dass ich die Hände von dem Lenker nehmen muss.“

Durch Eure Komponenten könnte ich meine 40 Jahre alte Honda hinsichtlich der Bordelektrik auf das Niveau eines neuen Motorrades heben oder sogar darüber hinaus befördern. Auf der einen Seite einen alten Keihin-Doppelvergaser, auf der anderen Steuerung über die Handy-App – wie geht das aus Ihrer Sicht zusammen?

„Die Bordelektrik der Honda wird sicher durch die m.unit verbessert. Ob und welche Funktion man dann verwenden möchte, ist individuell unterschiedlich. Anhänger von möglichst originaler Restauration zählen vermutlich nicht zu unseren Kunden. Aber will man z.B. einen schicken Caferacer aufbauen, braucht einen neuen Kabelbaum und man hat Spass an modernen, technischen Möglichkeiten, für den ist die m.unit blue und die m.ride App sicher eine interessante Option. Alarmanlage, Diagnose des Bordnetzes, Ladezustand der Batterie und das Management aller Wartungsaufgaben erleichtern zusätzlich das Leben mit dem Hobby.

Hat man noch weitere Motorräder in der Garage und fährt nicht regelmässig mit jedem, kommt man schnell mal mit der Wartung ins Grübeln. Wo hatte ich mir den letzten Ölwechsel aufgeschrieben? Welches und wieviel Öl kommt in den Motor? Welche Marke habe ich das letzte mal genommen und was hat das gekostet? All das ist mit der App einfach zu handhaben und trägt zum smarten Vergnügen bei. Wenn man daran Gefallen findet, muss der alte Vergaser und die App kein Widerspruch sein.“

Weitere Informationen zu m.ride finden sich auf der Website, die App ist momentan für Android verfügbar, iOS folgt in den kommenden Monaten.

Klare Sicht im Schmuddelwetter

Das war gestern wieder ein Spaß, nach getaner Arbeit nach Hause zu fahren. Es ist bereits dunkel wie im Rektum eines Ursus, die funzelige Strassenbeleuchtung reisst auch nicht mehr viel raus und dazu kommt noch Dauerregen. Relativ schnell kommt man da mit der Sicht durch das Helmvisier an die Grenzen.

Die regelmäßige Reinigung des Visiers trägt schon mal dazu bei, daß das Regenwasser sich an den Schmutzpartikeln auf dem Visier nicht so schnell festsetzt. Zur Zeit mache ich das alle 2-3 Tage je nach Witterung und nutze dafür den S100 Visier- und Helmreiniger. Zwei, drei Stöße mit dem Pumpspray auf das Visier und mit dem mitgelieferten Mikrofasertuch abreiben. Der Reiniger eignet sich zur kratz- und streifenfreie Reinigung von Helmvisieren, Helmaußenschalen, Scheinwerfern und Tourenscheiben. Das Set kostet im Motorradfachhandel um die 10€, die 100ml-Flasche ist sehr ergiebig, ich nutze das schon über ein Jahr und die Flasche ist noch nicht leer.

visierpflege_2

Danch behandle ich das Visier mit Rain-X Regenabweiser. Dieser versieht das Glas mit einer unsichtbaren, wasserabstoßenden Schicht, die Regen, Schneeregen und Schnee abweist und die Sicht und Sicherheit bei nassen Fahrbedingungen erhöht. Bei Regen bilden sich auf dem extrem glatten Schicht Tropfen, die durch den Fahrtwind weggeblasen werden. Das funktioniert bereits bei Stadtgeschwindigkeiten sehr gut und bring einen richtigen Vorteil hinsichtlich der Sicht.

In der Bedienungsanleitung von Rain-X steht zwar „Nicht für Kunststoff sowie lackierte, behandelte oder beschichtete Oberflächen geeignet.“ Meiner Erfahrung nach kann man das hinsichtlich Motorradvisieren getrost ignorieren, in den zwei Jahren, in denen ich das Mittel einsetze haben sich noch kein Beschädigungen am Visier gezeigt. Rain-X bekommt ihr beispielsweise bei Amazon für rund 10€.

Also dann: allzeit gute Fahrt, auch im Winter

ROKStraps – Spanngurte fürs Motorradgepäck

Neulich las ich in Susys Blog über die ROKStraps-Spanngurte. ROKstraps sind hochbelastbare Gummiriemen. In der Mitte werden sie mit Schnallen zusammengehalten, jeweils aussen an den Riemen befindet sich eine Schlaufe, mit der mal die Riemen am passenden Bauteil des Motorrads durchschlaufen und befestigen kann. Die eine Hälfte des Riemens ist aus Gummi und bietet höchste Elastizität und eine Zugfestigkeit von über 100kg. Die andere Hälfte ist aus festem Gurtband. Die Gurtlänge ist flexibel justierbar.

Bei POLO Motorrad online bestellt kamen die Riemen gestern an. Die erste Aufgabe, die sie meistern mussten waren Getränketransporte auf der Vespa.

rokstraps_spanngurte_1

rokstraps_2

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Links und rechts die Schlaufen an der Chromreling angebracht, Gurte zusammengeklickt und festgezurrt. Fertig. Die 7,5kg Transportlast verrutschte auf der Fahrt kein bißchen und am Ziel angekommen waren die Gurte schnell wieder abgenommen. Früher verwendete ich zur Gepäckbefestigung auf der Vespa immer Spanngurte (fummelig mit der Knarre und verrutschte dann doch immer wieder) oder mit Expandern (die meist zu nachgiebig sind). Die ROKStraps sind hier ein sehr deutlicher Fortschritt gegenüber meinen bisherigen Befestigungsmethoden und sie kosten auch nicht die Welt.

Das Zweier-Set (kleine Ausführung mit 310-1060mm Länge) kostet z.B. bei POLO 17,95€. Sehr zu empfehlen, wie ich finde.