Motorradski

Die Winter in Deutschland sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren. Der Motorradfahrer muss sich im Winter meist nur noch die Frage stellen, wie er Korrosion durch Streusalzeinwirkung am Zweirad verhindert und wie warm er sich anziehen muss, um auf dem Bock nicht zu frieren.

In skandinavischen Ländern muss man sich viel intensiver mit Winterreifen, Spikes und auch Ski-Auslegern fürs Motorrad auseinandersetzen. Diese Kuriosität entdeckte ich diese Woche in einer Facebookgruppe:

Die Skidor genannten Ausleger sollen in Schweden durchaus üblich sein bei Armee und Polizei. Und auch bei winterharten Motorradfahrern. Sie sind beweglich am Rahmen befestigt und der Fahrer steht auf ihnen während der Fahrt. Und das schein erstaunlich gut zu funktionieren, wie die Fahrszenen im zweiten Video zeigen. Ich bin beeindruckt.

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Touren-Accessoires 2017, Teil 2: Moto-Detail Trekkingrollen

Die Tourensaison ist so langsam vorbei und es ist an der Zeit, die kleinen Details zu reflektieren. Welche Ausrüstung hat sich als gut erwiesen, welche Navi-App hat mich gut ans Ziel gebracht.

Heute geht es ums Gepäck, genauer gesagt um die Moto-Detail Trekkingrollen, die ich dieses Jahr im Einsatz hatte.

Die 

wasserdichten Trekkingrollen gibt es in zwei Größen, die kleinere fasst 30 Liter, die große 50 Liter. In ihrer 

Ausstattung sind sie gleich und verfügen über:

  • einen querliegender Rollverschluss mit Steckschnallen,
  • diverse Verzurrmöglichkeiten,
  • einen gepolsterten Tragegriff,
  • zwei Zurrgurte zum Fixieren am Motorrad,
  • einen abnehmbaren, gepolsterten Schultergurt,
  • verschweißte Nähte, sowie
  • PVC-beschichtetes Textilmaterial.

In Vorbereitung auf die diesjährige Tour hatte ich mir beide Größen gekauft. Mein gesamtes Gepäck für acht Tage fand darin Platz. Nach Übernahme der Testmaschine konnte ich dann sehen, wieviel Gepäck in die Softcases der Tracer 900 passten und was für die Taschen übrig blieb. Am Ende schnallte ich dann die 50 Liter-Tasche mit auf den Soziussitz und ließ die kleine Tasche in Neuss zurück.

Auf den ersten beiden Tourtagen durfte dann die Tasche beweisen, wie es um ihre Resistenz gegen Nässe bestellt war. Es schüttete fast zwei Tage durchgehend wie aus Eimern. Während die Softcases der Tracer ob der Regenmenge kapitulierten, blieben meine Schlüpper in der Rolltasche trocken.

Beim täglichen Ein- und Ausräumen beeindruckte das Fassungsvermögen der Tasche immer wieder. Ein bischen nervig war der Klettriegel, der zwar die Tasche gut verschloss, aber beim Entnehmen der Klamotten gerne mal die Tendenz hatte, die Kleidungsstücke festzuhalten. War alles eingepackt konnte man danke des eingebauten Entlüftungsventils die Klamotten sehr gut komprimieren, was die vom Material eh schon solide ausgelegte Tasche noch kompakter machte. Zurrgurte an den Taschenseiten sowie die Längsgurte mit den Steckschnallen fixierten alles, so daß eine kompakte Rolle auf dem Motorrad verstaut werden konnte.

Auch beim Transport abseits des Motorrades ist die Tasche ein guter Begleiter. Die Polsterungen am Tragegriff und am Schultergurt erfüllen ihren Zweck gut. Praktischerweise passen auch beide vollgepackten Taschen exakt in den Durchstieg meiner Vespa 300 GTS Super. So konnte ich die Taschen auf dem Weg zum Bahnhof auch problemlos transportieren:

Verfügbar sind die Taschen in den Farbkomibationen Anthrazit/Schwarz oder Neongelb/ Schwarz, die Maße sind:

  • 30 Liter, Maße (B x Durchm.): ca. 50 x 27 cm, Gewicht: ca. 870 g,
  • 50 Liter, Maße (B x Durchm.): ca. 60 x 30 cm, Gewicht: ca. 1000 g,

Preislich liegt die kleine Rolle bei ca. 39,99 €, die große bei ca. 49,99 €. Meiner Meinung nach ein sehr fairer Preis für ein sehr gutes Produkt und wenn man sich die Rezensionen anderer Motorradfahrer so durchliest, bin ich mit meiner Meinung nicht alleine.

Touren-Accessoires 2017, Teil 1: Alpine MotoSafe Gehörschutz

Die Tourensaison ist so langsam vorbei und es ist an der Zeit, die kleinen Details zu reflektieren. Welche Ausrüstung hat sich als gut erwiesen, welche Navi-App hat mich gut ans Ziel gebracht.

Heute sind der Alpine MotoSafe Gehörschutz dran. Die älteren Modelle hatte ich bereits 2014 im Test, für die diesjährige Tour durch die französischen Westalpen hatte mir Alpine ihr aktuelles Sortiment geschickt:

Hatten die alten Stöpsel noch austauschbare Dämpfungselemente, so kommen die neuen in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen: dem Alpine MotoSafe TourAlpine MotoSafe Race undAlpine MotoSafe Pro (enthält sowohl die Tour als auch die Race Ohrstöpsel). Die Tour-Ohrstöpsel bieten hierbei etwas weniger Dämpfung als das Race-Modell. Natürlich kann der MotoSafeRace auch ausserhalb der Rennstrecke gefahren werden, wenn man beispielsweise mit dem Naked Bike oder mit dem Jethelm unterwegs ist. Das Pro-Set enthält ausserdem noch ein Reinigungsspray. Die Transporttasche ist sehr kompakt, ich habe sie mir gleich am  Motorradschlüssel befestigt, um auch eine visuelle Erinnerung zu haben, die Stöpsel vor Fahrtbeginn einzusetzen.

Die meisten der 3.300 Kilometer auf der Tour fanden zwar auf der Landstrasse statt, aber wir verbrachten auch einige Stunden auf der Autobahn. Bei Reisegeschwindigkeiten um die 130-150 km/h waren die Ohrstöpsel eine Wohltat. Der Geräuschlevel wurde merklich gesenkt und machte das Fahren um einiges angenehmer. Auch auf sportlich gefahrenen Landstrassenetappen merkte man einen deutlichen Unterschied. Bei geringeren Geschwindigkeiten oder im Stadtverkehr fielen die Ohrstöpsel in ihrer Wirkung für mich nicht mehr so sehr ins Gewicht. Gerade in der Stadt habe ich gerne etwas mehr Umgebungsgeräusche auf dem Ohr, man weiss ja nie, was die Blechdosen um einen herum so machen.

Die gute Dämpfung der Wind- und Umgebungsgeräusche haben die Wahrnehmung der Naviansagen, die Dialoge übers Intercom oder den Musikgenuss unterm Helm dagegen nicht getrübt.

Da ich nur ein paar Stöpsel zur Zeit benutzen konnte, verteilte ich die anderen unter meinen Tourmitfahrern Akki und Thomas. Beide bestätigten mein Urteil, daß es sich mit den Stöpseln viel angenehmer fährt als ohne. Zum Vergleich: Thomas fährt wie ich einen Integralhelm, Akki hingegen war mit seinem Bell Moto 3 unterwegs.

Die Nachteile bei den Alpine MotoSafe allerdings sind aus meiner Sicht die folgenden:

  • Trotz „Einführhilfe“ ist das Einsetzen ein Geduldsspiel. Um ihre optimale Wirkung zu entfalten, müssen die Stöpsel fest im Gehörgang sitzen. Manchmal habe ich den Stöpsel mit der Einführhilfe gleich wieder rausgezogen, manchmal lockerten sie die Dinger nach kurzer Zeit wieder. Aber vielleicht liegt’s ja auch an der Anatomie meiner Gehörgänge.
  • Die Dinger sind so klein, daß man sie leicht wieder verliert. Von den vier Paaren, die wir auf der Tour dabeihatten, hat keines das Ende der Tour erlebt. Zumindest nicht im Paar. Es war also eher ein kurzes Vergnügen.

Grundsätzlich ist ein Gehörschutz während des Motorradfahrens empfehlenswert und macht lange Tourtage durchaus angenehmer.  Wer sich für die Alpines interessiert kann diese bei allen gängigen Motorradshops bestellen oder beim Hersteller direkt. Der UVP liegt bei 14,95€ für die Modelle Tour und Race, das Pro-Package kostet 27,95 €.

Was pack‘ ich ein, was nehm‘ ich mit: ein Tankrucksack für die MT-07

Auch wenn ich auf der Herbsttour nach Hamburg und zurück mit der modifizierten Touratech Hecktasche eine ganz passable Transportlösung gefunden hatte, war ich damit nicht ganz zufrieden. Ein Tankrucksack bietet in einigen Dingen doch mehr Flexibilität: man hat seine Siebensachen schneller im Zugriff und muss dafür nicht erst absteigen, ebenso kann man dank Kartenfach auch mal analog navigieren.

Tanktasche XLmoto

Bei XLmoto war neulich ein Universal-Tankrucksack für knapp 30 Euro im Angebot, den ich mir dann bestellte. Mittels verstellbarer Riemen wird die Unterkonstruktion auf jeweiligen Tank angepasst. Die Tasche wird anschließend nur noch auf die Unterkonstruktion aufgeschnallt. Über zwei mitgelieferte Schultergurte kann die Tasche auch zum Rucksack umfunktioniert werden.

Der Tankrucksack ist erweiterbar für zusätzliche 8L Stauraum, bietet zwei Seitenfächer und ein transparentes Kartenfach. Ein wasserfester Regenüberzug im Lieferumfang enthalten.

Nach der ersten Tour mit dem Tankrucksack traten leider einige Nachteile auf:

  • Obwohl alle Riemen so eng wie möglich gestellt waren, hatte die Konstruktion immer noch Spiel, so daß der Tankrucksack immer hin- und herrutschte.
  • Beim maximalen Lenkeinschlag drückte der Tankrucksack auf den Hupknopf. Weiter nach hinten konnte ich den Tankrucksack aber leider nicht montieren.
  • Das Material ist relativ dünn, so dass die Tasche eine geringe Eigenstabilität hat. Das führt auch dazu, dass das Kartenfach  einknickt und nicht optimal ablesbar ist.
  • Egal wie man sie einstellt, die Riemenkonstruktion überdeckt immer den Tankdeckel. So muss man bei jedem Tankstopp den Tankrucksack komplett abnehmen. Nervt.

Wer billig kauft, kauft in diesem Fall eben zweimal. Also nahm ich etwas mehr Geld in die Hand und erwarb den:

SW-MOTECH EVO Enduro Riemen-Tankrucksack

Für 130 € spielt der Evo Enduro in einer anderen Preis- aber auch Qualitätsklasse. Gefertigt aus hochwertigen Ballistic Nylon ist er auch unbeladen formstabil dank stabiler Seitenwände. Laut Hersteller „passend für viele Enduros, Sportler und Tourenmaschinen“ schmiegt er sich bei der MT-07 nahtlos an die Tankkontur an, als wäre er nur für dieses Modell gemacht.

Befestigt wird er mit einem Dreipunkt-Riemen-System: Lenkkopfgurt vorne und zwei Schlaufengurte hinten. Diese können einfach an einem Rahmenrohr durchgeschleift und mit einem Klickverschluss an der rutschfesten Bodenplatte befestig werden. Diese kann auch  individuell für den Tankeinfüllstutzen ausgeschnitten werden. Da der Tankrucksack an den hinteren Gurten am Klickverschluss ausgehangen und dann mit Bodenplatte hoch geklappt werden kann ist das Ausschneiden aber eigentlich nicht notwendig. Dank eines umlaufenden Reißverschlusses lässt sich der Tankrucksack auch schnell von der Bodenplatte abnehmen – so kann die Bodenplatte bei einem Stopp fest am Motorrad bleiben.

Im Gegensatz zum Modell von XLmoto löst man beim maximalen Lenkeinschlag nicht die Hupe aus, durch schmale Tankrucksackform im vorderen Bereich ist hier genügend Spielraum vorhanden.

Der Evo Enduro hat ein sehr variables Innenleben:

  • ein großes Hauptfach, welches in der Höhe und damit im Volumen von 13 bis 22 Liter stufenlos über einen Rundumreißverschluss einstellbar ist ,
  • in den Deckel ist ein Kartenfach integriert,
  • Einschubtaschen im Deckel nehmen Kleinteile auf,
  • Netz-Einschubtaschen rechts und links des Hauptfachs, zusätzlich mit zwei Gummibändern zum Fixieren von Teilen versehen,
  • zum Fahrer und zum Cockpit hin befinden sich spritzwassergeschützte Kabeldurchlässe, hierüber kann ich dann das in der Quadlock-Halterung am linken Spiegel montierte Smarphone perfekt mit Strom aus der Powerbank versorgen.

Abgerundet wird das ganze durch drei aufgesetzte Aussentaschen – rechts, links und zum Fahrer hin.

Die Qualität zeigt sich auch in den Details: die Gurtenden verfügen über Gummi-Sicherungsringe um die gegen Flattern sichern und auch die Reissverschluss-Nupsis können mit einem Gummiband fixiert werden.

Im Lieferumfang des Tankrucksacks auch enthalten sind eine normale sowie eine wasserdichte Innentasche aus Tarpaulin, eine Regenhaube sowie eine Rolle Lackschutzfolie zum Schutz des Tanks. Optional ist der Tankrucksack mit wasserdichter Gerätetasche (fürs Tablet oder Smartphone) und einem Navihalter ausrüstbar.

Sitzt, passt, wackelt nicht und bietet Platz. Wenn das Wetter jetzt mal nicht so schmierlappig ist wie heute, freue ich mich auf die erste Runde mit dem Evo Enduro.

Mein Urban Outfit – gut aussehen und trotzdem sicher unterwegs sein

Die meisten meiner Zweiradkilometer fahre ich in der Stadt. Im Schnitt kommen pro Jahr 5.000 km zusammen, hauptsächlich auf der Vespa. Für die Fahrt ins Büro oder die abendliche Verabredung ziehe ich aber in den seltensten Fällen meine komplette Motorradkleidung an, es bleibt da meist bei Jeans, Turnschuhen und meiner schon sehr alltagstauglichen und gut aussehenden ICON Vigilante Jacket. Aber auch an warmen Sommerabenden überlege ich mir ab und zu, ob ich mir die Kutte noch überwerfe.

Um aber trotzdem sicher und geschützt unterwegs zu sein, surfe ich des öfteren durchs Netz, um Klamotten zu finden, die sowohl Schutz bieten aber auch alltagstauglich in Optik und Tragekomfort sind. Bei den großen Retailern wurde ich da nicht so wirklich fündig. Per Zufall stiess ich auf den Online-Shop von XL Moto, der in den letzten Monaten mein Go-To-Shop geworden ist. Mehrere Artikel hatte ich dort in den letzten Monaten zu sehr fairen Preisen gekauft und bin sie über den Sommer gefahren.

Hoodie Kevlar Booster Core
Angefangen hat es mit dem Hoodie Kevlar Booster Core, den ich mir als Alternative zur Motorradjacke für warme Sommertage bestellt hatte. Dieser Hoodie ist an Schultern, Ellenbogen und Rücken mit Kevlarverstärkungen versehen.

CE-zertifizierte Protektoren finden sich an Ellenbogen und Schultern. Ein Fach für einen separat erhältlichen Rückenschutz ist ebenfalls vorhanden. Da ich noch einen Rückenschutz aus einer ausgemusterten Motorradjacke hatte, kam der gleich hier zur Verwendung. Die Aussentaschen haben einen Reissverschluss, ebenso wie die Innentasche im Brusthöhe. So finden Geldbeutel, Schlüssel und Handy sicher Platz. Die Kapuze kann mithilfe eines Reißverschlusses abgenommen werden. Von Vorteil ist der Stehkragen innerhalb der Kapuze, der bis oben per Reißverschluß verschliessbar ist. So ist der Hals gut vorm Fahrtwind geschützt, ohne das man ein separates Halstuch dabei haben muss. Im Temperaturbereich von 18-28 Grad fand ich die Jacke sehr gut zu fahren. Auch wenn es etwas wärmer ist, bekommt man im Hoodie wegen der guten Durchlüftung keinen Schweissausbruch. Die Protektoren im Hoodie tragen nicht auf, so daß man es wirklich auch als normales Kleidungsstück gut tragen kann. Der einzige Nachteil des Hoodies aus meiner Sicht: die Rumpflänge fällt zu kurz aus, ein paar Zentimeter mehr hätten es sein dürfen, damit das Hoodie in Fahrthaltung am Rücken nicht so hoch rutscht.

Motorradhose Course Kevlar Cargo
Kurze Zeit später kam die Cargo-Hose. Ich besitze zwar bereits eine Maple Motorradjeans und eine Pekev Cargohose, aber beide sind von der Materialstärke etwas dicker und nicht wirklich angenehm bei wärmeren Temperaturen.

Die Cargo-Hose ist dagegen aus Baumwolle hergestellt und mit DuPont™ Kevlar® am Knie und Gesäß verstärkt. Der Tragekomfort ist super, sie ist wirklich leicht und gerade auch an wärmeren Tagen angenehm zu tragen. Die Hose verfügt über Taschen für Hüft- und Knieprotektoren, sie allerdings separat gekauft werden müssen. Die Taschen für den Knieschutz sind in einer separaten Stofftasche, die mittels doppeltem Klettband in unterschiedlichen Höhen platziert werden kann.

Rucksack Slipstream „Waterproof“
Beim Stöbern im Onlineshop von XL Moto stiess ich dann noch auf den Rucksack Slipstream „Waterproof“. Zwar besitze ich bereits den einen oder anderen Rucksack, aber entweder sind sie nicht wasserabweisend wie mein Jack Wolfskin Berkeley oder sie sind für die tägliche Fahrt ins Büro etwas zu groß wie mein Büse Rucksack. Und bei dem sehr günstigen Preis von reduzierten 19,99 € packte ich ihn einfach mit in den Warenkorb.

Der Hartschalenrucksack hat ein Fassungsvermögen von 24 Litern und fällt mit seiner cleanen Optik auf. Kein Reißverschluss und kein Bändsel ist sichtbar. Beladen wird der über das Rückenteil, das sich über einen Reißverschluss öffnen lässt. Das ist etwas fummeliger, weil dann die Traggurte im weg sind, aber wenn man die über den Rucksack wegklappt, geht es eigentlich. Innen hat das Rückenteil ein Laptopfach, zwei Fächer für Kleinkrams und einen Schlüsselhaken. Alle weiteren Dinge finden lose ihren Platz im Rucksack. Geräumig genug für alle Dinge, die man auf einem Tagesausflug mitnimmt ist er auf jeden Fall. Während der Fahrt stören auch keine Bändsel, die im Fahrtwind klötern, weil es keine gibt. Der Tragkomfort ist sehr gut, der Rucksack liegt gut auf dem Rücken an, die Trageriemen können zusätzlich über einen Brustverschluss gesichert werden und im Hüftbereich gibt es einen weiteren Sicherungsriemen. Dieser fällt für meine Verhältnisse allerdings etwas kurz aus, so daß ich ihn eher nicht nutze.

Insgesamt ist der Slipstream ein sehr guter Begleiter für die tägliche Fahrt ins Büro, aber auch für die Tagestour kann er gut zum Einsatz kommen, wenn man auf den Tankrucksack verzichten möchte. Vollgasfest auf der Autobahn ist er auch, wie ich gestern bei der Überführung meines neuen Motorrades austesten konnte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Navigation auf dem Roller

Eigentlich kenne ich mich in Berlin ja aus, wenn ich mit der Vespa unterwegs bin. Es sei denn, ich muss in den tiefen Westen. Zehlendorf oder so. Wer kennt sich da schon aus? Gut, man könnte sich jetzt Google Maps auf dem Handy anmachen, einen Knopf ins Ohr und nach Ansagen fahren. Aber das wäre zu einfach. Gängige Motorradnavis sind am Roller eher schlecht zu montieren. Aber da gibt es Möglichkeiten.

TomTom Vio
Von TomTom gibt es seit letztem Jahr das Vio, einen wasserdichten, runden Monitor, der von der dazugehörigen Smartphone App die Navigationsanweisungen per Bluetooth empfängt. Der Monitor hat sein eigenes GPS-Modul und schon dadurch etwas die Smartphone-Batterie.

Fünf Stunden Betriebsdauer verspricht TomTom. Das Gehäuse gibt es in unterschiedlichen Farben, man kann es also ganz schick in Wagenfarbe bestellen. Für 169,00 € ist es allerdings kein Schnäppchen.

Quadlock
Das Quadlock-System hatte ich Euch hier schon mal vorgestellt. Ich hatte es auch schon mal mit einer Klebehalterung provisorisch am Tachodisplay angebracht, wie ihr auf der Pfingstausfahrt vielleicht schon sehen konntet. War aber nur so mitteltoll, weil es mir zum Teil die Armaturen verdeckte. Abhilfe schuf der Quadlock Mirror Mount, den ich für immer noch ganz stolze 39,95 € bestellte. Und so sieht das dann am Roller aus:

Den blauen Nippel muss man reindrücken, dann kann man das Handy auf dem Halter fixieren. Zum Abnehmen genau andersrum. Hält bombenfest und man hat die freie Wahl, welche Navi-App man nutzen möchte, wenn man gerade kein TomTom-Freund ist. Bei der Montage sollte man nur aufpassen, daß man die Halterung nicht zu tief ansetzt, daß man nicht aus Versehen mit der Hand direkt an das Handy anstösst.

Für mich war das Quadlock die bessere Wahl, weil ich das iPhone Case eh‘ schon hatte (und den zusätzlichen Regenschutz, den man bei schlechtem Wetter drüberziehen kann) und ich die Wahl habe, welche App ich zur Navigation nutzen möchte. Und selbst wenn man das Quadlock-Case und die Spiegelhalterung zusammen kauft, liegt man bei ca. 100 € noch unter den 169 € des TomTom Vio.

Im Test: Revit Gear 2 Motorradhose

Auf die Tour des Grandes Alpes begleitete / bekleidete mich eine neue Motorradhose: die Revit Gear 2. Meine Resurgence Pekev Cargohose hatte ich zwar auch noch dabei für trockene und wärmere Tage, aber die standen in den ersten Tourtagen nicht auf dem Zettel.

Von der Papierform her versprach die Revit Gear 2 schon, eine gutes Multitalent zu sein. Die Stiefelhose verfügt über eine eingezippte und einfach entfernbare hydratex®-Membran, die Trockenheit garantieren soll, wenn’s nötig ist. Nach dem Herausnehmen steht an heißen Sommertagen dem kühlenden Fahrtwind nichts mehr im Weg. So soll die Gear 2 Hose den Schutz von Leder mit der Vielseitigkeit einer erstklassigen wasserdichten Textilhose kombinieren.

Für die optimale Passform gibt es Verstellmöglichkeiten am Bund sowie Stretch-Einsätze an Knien und über dem Steißbein. Der Verbindungsreißverschluss geht einmal rundum und bietet die Möglichkeit, die passende Revit Ignition 2 Jacke zu verbinden. Interessanterweise trug mein Mitfahrer Akki die Ingnition-Jacke auf der Tour, aber irgendwie haben wir es versäumt, mal beide zu kombinieren.

Für die Sicherheit gibt es ProLife-Protektoren an den Knien, die höhenverstellbar sind. Hüftprotektoren sind bei der Hose ebenfalls nachrüstbar. Von der Passform her fällt sie schmal, aber nicht unangenehm auf. Die Hosenbeine fanden gut Platz in meinen ICON Elsinore-Stiefeln.

Die ersten Tage auf der Tour boten so ziemlich alles, was man an Motorradwetter haben kann. Von 4 Grad und Dauerregen bis hin zu 34 Grad und stahlblauem Himmel. So bot sich mir eine sehr gute Bandbreite, in der sich die Hose bewähren musste. Anfangs fuhr ich sie mit Innenfutter, mit dem sie leichtere Regenschauer gut wegsteckte und auch den Fahrtwind gut abhielt. Bei stärkerem Regen musste eh’ die Regenkombi herhalten.

Bei Temperaturen über 18 Grad kann man das Innenfutter gut weglassen, die Textileinsätze ein der Hose funktionieren dann sehr gut und sorgen dann für ein angenehmes Körperklima. Als wir am dritten Tourtag dann ins Aostatal einrollten und deutlich über 30 Grad herrschten, wurde es ohne Fahrtwind dann doch schweisstreibend. Trotzdem klebte die Hose nicht am Körper.

Für die Folgetage, bei denen durchgehend höhere Temperaturen angesagt waren wechselte ich dann doch auf meine Resurgence Pekev Cargohose. Als kevlargefütterte Stoffhose funktioniert sie zwischen 25 und 35 Grad dann doch besser als die Revit Gear 2. Beide Hosen zusammen decken aber so ziemlich meinen Gesamtbedarf an Motorradhosen ab. An kälteren und eher nassen Tagen kommt die Revit zum Einsatz. Wenn es absehbar wärmer und trockener ist, wird die Resurgence die erste Wahl. Und wenn man auf Tour genug Platz im Gepäck hat, kommen eben beide mit.

Auf jeden Fall bekommt die Revit Gear 2 von mir eine Kaufempfehlung.

Schrauben in der Großgarage

Der geneigte Leser kennt das bereits, optimal ist meine Schraubersituation nicht. Im Keller hätte ich zwar Platz, doch bekomme ich das Motorrad nicht in den Keller. In der Großgarage, in der das Motorrad steht, habe ich keine Möglichkeit, Dinge auch mal liegen zu lassen oder wegzuschliessen. Bei 80 Parkplatznachbarn geht das Garagentor eh’ dauernd auf und zu.

Bei kleineren Reparaturen geht das noch, da muß man abends fertiggestellt haben was man morgens angefangen hat. Wenn ich mich aber an größere Dinge heranwagen möchte wie den Heckumbau der CJ, wäre es schön, wenn das unfertige auch erstmal unfertig stehen lassen könnte.

Auch schleppe ich nicht dauernd mein gesamtes Werkzeug aus dem Keller in die Garage, sondern nehmen erstmal das mit, was für die anstehende Reparatur nötig ist. Und in den meisten Fällen laufe ich dann 3-4 mal wieder in den Keller, weil ich etwas vergessen habe oder doch ein anderes Werkzeug benötigt wird, als das was ich in der Hand halte.

Abhilfe schaffen könnte da ein abschließbarer Werkzeugwagen, den ich in der Garage anketten könnte. So hätte ich das ganze Werkzeug immer in Griffweite und es wäre gut auffindbar in Schubladen sortiert. Als gebürtiger Schwabe und Sternzeichen Jungfrau bin ich da etwas vorbelastet, was den Ordnungsfimmel angeht. Ich finde so was ja toll.  

Gaerner Werkzeugwagen mit 137 Werkzeugen

Zur Zwischenlagerung der Motorradteile könnte eine Alu-Transportkiste gute Dienste leisten, dann müsste ich diese auch nicht immer von der Garage über den Hof in den Keller schleppen und vice versa.

Gaerner Alu Transportkiste Riffelblech

Der Königsweg wäre natürlich eine fest installierte Werkbank am Stirnende unseres Stellplatzes. Doch dann müsste ich unser Auto um ungefähr einen halben Meter kürzen. Hat jemand eine Flex zur Hand?

Mein kleines 1×1 der Motorrad-Klamotten

Seit fünf Jahren fahre ich Motorrad. Und fünf Jahre hat es gedauert, bis ich die Motorradkleidung gefunden habe, die mir am Besten passt. Doch eines nach dem anderen.

Die Jackensituation
Zu Fahrschulzeiten begann ich mit einer Textiljacke von Roleff und einer Hose von IXS. Es folgten eine Rev’it Safari und eine ICON1000 Beltway Motorradjacke. Mit der ICON-Jacke war ich sehr zufrieden, bis ich letztes Jahr mein Eigengewicht deutlich optimiert habe und die Jacke nicht mehr passte. Den Nachfolger und meinen absoluten Jackenfavoriten fand ich ebenfalls bei ICON in Form der ICON1000 Vigilante Jacke. Textilrumpf und Lederärmel, sehr unauffällige und kompakte D30-Protektoren, viele Innenfächer und dank herausnehmbaren Innenfutter einsetzbar von Frühjahr bis Herbst. Stilmässig ist der größte Vorteil, daß sie nicht nach Motorradjacke aussieht und daß man sie auch so anziehen kann, ohne gleich nach Weltumrundung auszusehen. Der einzige Nachteil: sie ist nicht 100% regentauglich. Aber wenn es hart auf hart kommt, habe ich noch die Regenkluft in Form einer FLM Sports Membran Regenjacke und -hose.

Die Hosensituation
Meine IXS-Textilhose fahre ich immer noch im Winter, aber für die wärmeren Monate bin ich auf etwas leichtere Modell umgestiegen. Nach einer Maple Motorcycle Jeans in indogo kam später noch eine Resurgence Pekev Cargohose dazu, sowie eine schwarze 1976 Maple Motorcycle Jeans slimfit dazu, die jetzt meine hauptsächlich genutzte Motorradhose ist. Der einzige Nachteil der Maple Jeans zur Pekev Cargohose: sie verfügt nicht über Hüft- oder Knieprotektoren. Daher greife ich bei längeren Touren eher zur Pekev, bei kleinen Ausritten dann zur Maple Jeans.

Die Stiefelsituation
Mein günstiger Einstieg in die Motorradstiefel mit dem Polo Road war von relativ kurzer Dauer, denn der Stiefel hielt gerade mal 2 Jahre. Deren Nachfolger Alpinestars Roam 2 fahre ich bis heute und bin damit sehr zufrieden. Zwischendrin hatte ich noch die Norton Zip Biker Boots zum Testen da. Später gesellten sich für den Sommer noch die Stylmartin Sunset Boots dazu sowie die coolsten Retro-Endurostiefel von Welt, die ICON 1000 Elsinore. Deren einziger Nachteil? Die Nupsen an den Metallschnallen brechen ab und bei monsunartigen Regen lassen sie etwas durch.

Die Helmsituation
Noch zu Rollerzeiten fuhr ich einen HJC-Jethelm, mit dem ich sehr zufrieden war. So gesellte sich nach dem Umstieg auf das Motorrad das Integral-Scwestermodell HJC IS-16 dazu, der mit einem Pinlock-Visier und einem Scala Rider Q1 aufgerüstet wurde. Der Nachfolger des HJC wurde im Shootout des Bell Bullit gegen den Nolan N40 Full ermittelt. Der Sieger Nolan wurde ebenfalls mit Pinlock-Visier und einem Intercom ausgerüstet – dem Nolan n-com B5. Weitere Hartmützen im Kettenritzel-Sortiment sind der Nexo Hog für den sommerlichen, urbanen Einsatz und der O’NEAL MX 2 Series, wenn es mal enduromässig schmutzig wird.

Mein Fazit
In den letzten Jahren hat sich die Breite der Motorradbekleidung sehr schön erweitert. Zwischen den klassischen Polen Leder und Textil haben sich viele Wahlmöglichkeiten ergeben, gerade die Motorradjeans sind durch Kevlarverstärkung und Protektoren viel sicherer geworden. Auch wenn sie nicht an die Sicherheitsstandards eines einteiligen Lederstramplers für die Renne heranreichen, ist es für den wochenendlichen Ausritt im Sommer sicherlich ausreichend.

Wenn ihr Neueinstieger seid, tut Euch einen Gefallen und macht es nicht so wie ich. Bis ich meine ideale Klamotte gefunden hatte, war es ein etwas weiterer Weg, der auch etwas an Geld verschlungen hat. Einige Teile konnte ich zwar wiederverkaufen, aber mit etwas reiflicherer Überlegung hätte ich mir die eine oder andere Investition sparen können. Aber dann hätte ich Euch nicht diesen Artikel schreiben können. Wie man es macht….

Buff Motorradtücher und -schals

Buff gilt seit mehr als 25 Jahren als Gattungsbegriff für multifunktionale Schlauchtücher und ist für viele Motorradfahrer und Outdoorfans zu einem unentbehrlichen Accessoire geworden. Als Schutz gegen Staub, Wind und Kälte auf seinen Motorradtouren schnitt der Firmengründer Joan Rojas zunächst alte Militärunterhosen zurecht, die jedoch unangenehm zu tragen waren. Später experimentierte er in der familieneigenen Textilfabrik und erfand so das nahtlose Schlauchtuch aus Mikrofaser. Heute, 25 Jahre später, ist das Sortiment der spanischen Marke so groß wie nie zuvor und umfasst Tücher, Mützen und Balaclavas für Erwachsene und Kinder aus verschiedenen Materialien wie Mikrofaser, Fleece, Merinowolle und Windstopper®.

Zwei ihrer Tücher schickte mir Buff zum testen: das Buff StarWars Storm Black und das Buff Windproof Neckwarmer Solid New Black.

Den Klassiker unter den Buff-Modellen gibt es auch mit Superhelden-Verstärkung: Darth Vader und seine Stormtrooper kämpfen auf den Star Wars Modellen um die Oberhand während auf den Marvel Modellen alte Bekannte wie Spiderman, Iron Man, Captain America und Co. für die gute Seite stehen. Das Mikrofasermaterial leitet Feuchtigkeit schnell vom Körper weg und ist durch die nahtlose Verarbeitung angenehm zu tragen. Aufgrund seiner Schlauchform kann das Tuch als Halstuch, Mütze, Stirnband, Piratentuch, Balaclava und Armband getragen werden. Aber vor allem wegen des StarWars-Motives musste ich das Buff StarWars Storm Black gegen meine Söhne verteidigen.

Da es diese Woche morgens für den April sehr frischen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt, hatte kam sowieso erstmal der Windproof Neckwarmer Buff zum Einsatz. Der Schlauchschal besteht aus hochwertigem Windstopper-Material, das den empfindlichen Halsbereich gegen Wind wappnet. Kinn, Mund und Nase werden bei Bedarf von einer doppelten Lage Mikrofaser geschützt, die oberhalb des Windstopper-Schlauchs angebracht ist.

Und was soll ich sagen? Das ist das beste Stück Stoff, was ich beim Motorradfahren je um den Hals getragen habe. Das Windstopper-Material funktioniert bestens und isoliert besser als ein wesentlich dickerer Schal. Die kompakten Masse des Tuches sorgen dafür, daß nichts aufträgt, die Jacke kann noch komplett geschlossen werden und wenn man das Tuch gerade nicht braucht, ist es schnell in der Jackentasche verstaut.

Mehr zu den Buff-Produkten findet ihr auf deren Website.