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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: 95 Oktan (Seite 1 von 47)

Motorräder kucken im Fahrzeugmuseum Suhl

Kurz bevor es am kommenden Wochenende zum Motorradfahren in den Thüringer Wald geht, wollte ich Euch noch eine kleine Sehenswürdigkeit in Suhl vorstellen, die wir an Ostern besichtigt haben, das Fahrzeugmuseum in Suhl.

Der Osten Deutschlands ist eine Schatzkammer der Motorradhistorie. Nicht nur dass zu Zeiten der deutschen Teilung hinter dem Eisernen Vorhang der Motorradgeländesport ein einzigartiges Biotop hatte. Bereits vor dem Krieg waren Sachsen und Thüringen mit Werken von BMW und DKW wichtige Standorte der Motorradindustrie.

So hat die Stadt Suhl hat eine mehr als hundertjährige Tradition im Fahrzeugbau. Die Vielfalt der dort beheimateten Marken und gebauten Fahrzeuge zeigt das Fahrzeugmuseum in Suhl mit über 200 Exponaten: angefangen von Fahrrädern, Mopeds, Kleinroller, Mokicks, Motorräder und Simson-Automobile.

Gezeigt werden Simson- und MZ-Motorräder von Europa- und Weltmeistern sowie der legendäre Greifzu-Rennwagen. Prototypen von Simson-Zweirädern, Motorräder von BMW, DKW, MZ und anderen Marken, IWL-Roller sowie Dixi-, BMW/EMW-, Wartburg- und andere IFA-Automobile runden die Ausstellung ab.

Ihr findet das Fahrzeugmuseum Suhl etwas versteckt in einer Passage des Congress Centrums Suhl. Parken könnt ihr dort direkt in der Tiefgarage.

Friedrich-König-Straße 7
98527 Suhl
https://www.fahrzeug-museum-suhl.de/
Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr

Craftwerk Berlin – ein Happy Place für Motorrad-Enthusiasten entsteht

Vor drei Jahren starteten vier Petrolheads mit zehn Motorrädern in einer Werkstatt in Kreuzberg und fragten sich, wie sie die 210 qm jemals würden füllen können. Ein halbes Jahr später war die Garage schon voll und fortan ein Ort dreckiger Finger, Glücksgefühle und langer Abende. Einen davon verbachte ich mit Max dort, der mir beim Frontumbau der MT-07 half.

Drei Jahre später ist die Garage mit 30 Mitgliedern am Auslastungslimit und die Warteliste lang. Damit ist jetzt Schluss, denn für Zweiradliebhaber in der Hauptstadt beginnt ein neues Kapitel. Craftwerk.Berlin entsteht auf 900 qm im historischen Backsteingebäude der ehemaligen Konsum Bäckerei in Lichtenberg, an der Grenze zu Friedrichshain.

Neugierige können bereits jetzt die Baustelle besichtigen und einen Platz im Craftwerk reservieren. An den folgenden Terminen könnt ihr bei Interesse mal reinschnuppern:

  • Sonntag 26.5. 15:00 Uhr
  • Mittwoch 29.5. 19:00 Uhr
  • Sonntag 02.06. 15:00 Uhr

Einen ersten Eindruck könnt ihr schon mal im folgenden Video von Nils Homann gewinne, der ebenfalls Teil der Craftwerk-Crew ist.

Das wir gewinnt!
Motorradenthusiasten, Klassikerliebhaber, Customizer, Kreative. Die Community Garage ist der perfekte Ort für dein Motorradprojekt. Es ist alles da, was du brauchst – Profiwerkzeug, Stellplatz, Hebebühnen usw. Außerdem profitieren Mitglieder von den Sonderrabatten, die mit den Craftwerk-Partnern ausgehandelt werden.

The Big Picture
Craftwerk.Berlin wird drei große Bereiche haben:

  • Halle 1 mit 3 Arbeitsplätzen, ganz links im Plan (für schnelle Projekte) und geplantem Cafebereich.
  • Halle 2 mit 2 Arbeitsplätzen, (für längerfristige Umbauten), Stellflächen und Lager, mittig im Plan
  • Halle 3 und Office, rechts im Plan

Voller Einsatz in der Bauphase
Craftwerk.Berlin ist ein unabhängiges Gemeinschaftsprojekt. Um im Juli an den Start gehen zu können, arbeitet die Craftwerk-Crew hart durch. Es ist auch jede helfende Hand und jedes Stück Holz sehr willkommen. Alles hilft. Konkret wird gebraucht:

  • grundsätzliche Man- und Womanpower beim Streichen und Bauen am Wochenende
  • Sachverständige für Heizung, Lüftung und Sanitär
  • Sachverständige für Elektroinstallation
  • Sachverständige für Holzausbauten
  • … wir sind noch auf der Suche nach:
    Schwerlastregale und Material zum Innenausbau (Holz etc.)

Weitere Infos bekommt ihr auch auf der Craftwerk-Website. Einen Überblick über die Mitglieds-Optionen findet ihr hier. Es bleibt spannend.

Yachtoptik für das Motorrad – Echtholzfurnier statt Sticker

Holz am Motorrad: Was bei exklusiven Motorbooten seit Jahrzehnten begeistert, ist jetzt auch am Motorrad möglich. Die Idee stammt von Michael Gerstenmayer, einem gelernten Schreiner, der irgendwann mal anfing, mit CNC-Maschinen zu experimentieren. Als er dann flexibles Furnier in der Hand hatte, überlegte er, was er damit alles anstellen konnte. Nach langer Motorradpause versuchte er sich dann erst an einem Motorradtank, ein ganzes Motorrad in Furnier folgte.

Das Furnier wird mit Epoxy über eine Form laminiert und mit 2K Polyurethan Bootslack ablackiert. Dadurch ist es vollkommen wasserfest. Holzboote haben vom Prinzip dieselbe Oberflächenbehandlung. Für die sichere Verklebung mit den Motorradteilen werden die Pads mit doppelseitigem Klebeband von 3M für die Automobilindustrie aufgeklebt.

BMW R nineT mit Echtholzfurnier

Für die BMW R nineT bietet Michael ein mehrteiliges Furnierset an. Tank, Heckbürzel und Frontfender haben Applikationen mit Echtholz 3D Furnier, welches in Nussbaum mit Ahornadern gefertigt ist.

Der Satz bestehend aus Pads für Tank, Heckbürzel und Frontfender kostet 990€. Es gibt auch einen kleineren Satz mit weniger Furnierteilen für die NineT oder Scrambler für 890€. Die Teile können selber verklebt werden, eine Videoanleitung ist vorhanden. Dies ist allerdings nur für geübte Handwerker zu empfehlen, da es Ruhe und Geschick erfordert. Auf Wunsch können die Teile auch montiert werden, entweder man schickt Michael seinen Tank und Fender (eine geeignete Transportverpackung kann gestellt werden), oder besucht ihn direkt mit dem Bike im saarländischen Sulzbach. Die Kosten für die Montage liegen dann bei 150€.

Wer Interesse hat, findet weitere Informationen unter http://www.formfurnier.de/. Zur Bestellung bitte eine E-Mail an info@formfurnier.de senden oder anrufen unter 06897/9140806.

Handcrafted – eine Dokumentation über australische Custom Bike Builder

Die australische Custom Bike-Szene birgt eine erstaunliche Vielfalt, neben den bekannten Labels wie Deus Ex Machina oder meinen Lieblings-Customizern von Ellaspede gibt es noch viele andere spannende Custom Shops. Der Film „Handcrafted“ gibt hier einen schönen Einblick:

Tom Gilroy, Purpose Built Moto – Tom ist der Erzähler des Films „Handcrafted“ und Eigentümer und Betreiber von Purpose Built Moto. Tom wuchs mit Motorrädern auf einem ländlichen Grundstück in Queensland, Australien, auf. In seiner Kindheit kaufte er alte Motocross-Räder, reparierte sie und verkaufte sie weiter, um seine eigenen Einkäufe zu finanzieren. Heute versucht er, eine Vollzeitkarriere und den Betrieb von Purpose Built Moto unter einen Hut zu bekommen. Neben dem Bau von tollen Custom-Motorrädern produziert er eine Reihe von hochwertigen Ersatzteilen.

Brado Miller – Trotz seines Alters verfügt Brad Miller über eine beeindruckende Anzahl von Fähigkeiten. Er arbeitet in einem kleinen Schuppen in Canberra und seine Passion für das Handwerk ist sein größtes Werkzeug. Wie er im Film sagt: „Du brauchst nicht viele Werkzeuge, nur ein paar grundlegende Dinge, um es auseinander zu nehmen und wieder zusammenzusetzen“.

Justin Holmes, Pop Bang Classics – Justin Holmes bedient seit Jahren die individuellen Bedürfnisse der Gold Coast Motorrad-Community als PopBang Classics“. Er baut alles, vom klassischen Chopper bis hin zu japanischen Retro-Café-Racern.

Ian Don, Black Cat Customs – Black Cat Customs ist spezialisiert auf Pre-unit Triumphs. Alle seine Bikes werden in einer bescheidenen Heimwerkstatt zusammengesetzt und beginnen meist als Ansammling von losen Teilen in diversen Kisten.

Scott Gittoes, SDG Moto – Scott ist wie der motorradfahrende Vater, den du nie hattest. Neben dem Teilehandel entstehen in der Werkstatt von SDG Moto Central Coast von NSW individuelle Bikes.

Steve + Leo, Ellaspede – Ellaspede ist eine in Brisbane ansässige Werkstatt, die sich als Herz der Motocommunity der Stadt etabliert hat. Die Besitzer Steve und Leo kommen aus dem Designbereich und dies schlägt sich im makellosen Konzept und Ausführung ihrer Maschinen wieder.

Matt Bromley, DVMC Motorcycles – Matt ist seit langem in der Sydney-Motorradszene vertreten. Heute baut er bei DVMC Motorcycles Bikes nach seinem eigenen Geschmack.

Jeremy Tagand, Deus Ex Machina – Jeder, der sich für Motorräder interessiert, hat schon von Deus Ex Machina gehört. Die Geschichte von Deus begann 2006 in der Deus-Zentrale in Camperdown, Sydney, und Jeremy war von Anfang an dabei. Heute ist Deus eine international anerkannte Lifestyle-Marke, die Motorradfahren, Surfen und Musik umfasst. Sie spielten eine wesentliche Rolle bei der Popularisierung der Custom-Szene in den letzten zehn Jahren.

(via Return of the Café Racers)

Nach der Saison ist vor der Saison

Nein. Wirklich nicht. Mit meiner 2018er Motorradsaison kann ich wirklich nicht zufrieden sein. So wenig wie dieses Jahr bin ich noch nie gefahren. Mir wurde mein Motorrad geklaut. Auf der Slowenien-Tour dieses Jahr hat sich einer meiner Mitfahrer verletzt. Beim ADAC Motorradtraining stürzte einer der anderen Teilnehmer schwer. Ich hatte so wenig Zeit zum bloggen wie noch nie zuvor. Irgendwie war der Wurm drin.

Ich wollte viel mehr schreiben. Mehr Filme veröffentlichen wie das Umbauvideo der MT-07 oder die Tourenvideos. Auf der externen Festplatte schlummert tonnenweise ungenutztes Material. Mehr Zeit und Muße tut Not.

Meine kleine Jahresendausfahrt zeigt mir aber wieder mal, wie erholsam schon die kurze Runde um den Block sein kann. Und wie es mich entspannt, dem Motorrad anschliessend noch etwas Waschanlagen-Wellness zu gönnen.

Große Pläne für 2019 habe ich keine. Es schwirren mir einige Tourziele im Kopf herum, aber allen gemein ist es, daß ich mit meinem eigenen Motorrad in Berlin starten möchte. Polen, Erzgebirge, Riesengebirge, irgendwie sowas. Back to the roots quasi. Vielleicht einfach mal alleine fahren und sich komplett dem eigenen Rhythmus hingeben. So schön die Tour dieses Jahr nach Slowenien war, aber das organisieren der Testfahrzeuge, die Routenplanung, Buchung der Unterkünfte und die Führung der Gruppe haben mich dann doch etwas zu sehr beschäftigt, als daß ich mich einfach so der Route hingeben konnte.

Es hat für mich auch eine andere Qualität, mit der eigenen Maschine auf Tour zu sein. Sie ist der dauerhafte Weggefährte, man hat sich aufeinander kalibriert. Und es juckt mich, herauszufinden, welches Tourpotential die Streety hat. Als Kurvenjäger auf der Hausrunde hat sie sich schon bewährt. Ergänzt um das Kriega-Gepäckset (welches schon im Keller lagert) und ein paar anderen Kleinigkeiten glaube ich, daß wir auch auf der Langstrecke gute Freunde werden. Wenn ihr also in 2018 irgendwas mattorangenes an Euch vorbeiblitzen seht, winkt freundlich hinterher. Wahrscheinlich war ich das.

Ach ja, das Ding mit den Jahresrückblick und den Bestenlisten überlasse ich dieses Jahr anderen:

Ride Safe. And always keep the rubber side down!

The Salt Flats – Eleven Ninety Eight

Filme über die Bonneville Speed Week habe ich Euch schon mehrere vorgestellt, zuletzt Salt Fever, davor Out of Nothing oder Why we Ride.

Den neuesten Film in diesen Reigen hat heute der englische Regisseur Josh Allen vorgestellt: The Salt Flats – Eleven Ninety Eight

Kein geringerer als der supertalentierte Max Hazan schwingt sich hiermit deinem Kumpel Gerald ‚Gerry‘ Harrison in den Sattel einer umgebauten Ducati. Nicht, um Rekorde zu brechen, aber um den Geist dieser legendären Veranstaltung in sich aufzunehmen. Schöne Kurzdokumentation, schauts Euch gerne mal an.

The Motocycle Pow Wow: Premiere des italienischen Chopperfilms RIDE ON

The Motocycle Pow Wow ist Berlins monatliche Motorradkultur-Veranstaltung, die seit September endlich ein neues Zuhause im Rosis Berlin gefunden hat. Hier treffen sich Berlins Motorradenthusiasten und -innen, um sich in familiärem und entspanntem Rahmen auszutauschen und Spass zu haben, Eigenumbauten zu präsentieren und Reiserouten auszutauschen. Dazu gibt es jeden Monat ein Special wie Livekonzerte, Reisevorträge, Ausstellungen oder Filmvorführungen.

Diese Woche fand das treffen schon zum 10. Mal statt und es gab ein besonderes Special: die deutsche Premiere des italienischen Chopperfilms RIDE ON, der in diesen Tagen auf DVD erscheinen wird.

Foto: Mike Auerbach

Foto: Mike Auerbach

Foto: Mike Auerbach

Foto: Mike Auerbach

Foto: Mike Auerbach

Foto: Mike Auerbach

„RIDE ON ist ein selbstproduzierter Dokumentarfilm des Regisseurs Luca Mazza. In Zentrum stehen die von Francesco „Frankino“ Torredimare unter dem Namen „Chop Works“ entworfenen und gebauten Chopper, die seine grosse Faszination für die 60er und 70er Jahre wiederspiegeln. Jedes dieser individuellen Bikes hat seinen eigenen Soundtrack, seine eigene Persönlichkeit und seine eigene Entstehungsreise. Auf diesen Motorrädern trägt uns der Film auf einen wilden Ritt durch die Welt der Kustom Kulture, Grafik, Musik und Underground Obskuritäten in der Motorcity Turin, in Italien und ganz Europa.
Unterschiedlichste Künstler und Musiker begleiten die Geschichte um Chop Works und den umgebenden Mikrokosmos voller bizarrer Momente und Deja-Vues aus der Welt der B-Movies der 60er Jahre.“

Wie der Trailer schon erkennen lässt, ist der Film eher rustikal produziert und mit einigen psychedelischen Elementen versetzt, aber sehr authentisch. Auch wenn Chopper nicht so mein Ding sind, fand ich es sehr kurzweilig, über den Film in diese Szene einzutauchen und ihre italienische Seite kennen zu lernen!

Mehr dazu auf der Filmwebsite und auf Instagram.

Intermot 2018

Alle zwei Jahre wieder findet die Intermot in Köln statt und so machte ich mich gemeinsam mit Sandra von http://bike-addicted.de/ auf den Weg, die Neuheiten bei Motorrädern und Zubehör unter die Lupe zu nehmen. Bei den Motorrädern zumindest waren der wirklichen Premieren sehr wenig vorhanden, wie fast jedes Mal sparen sich die Hersteller die großen Neuheiten zur EICMA auf, die wenige Wochen später in Mailand stattfindet.

Hier also unser kleiner, digitaler Messerundgang in alphabetischer Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

BMW

Deutlich reduziert war der Messestand von BMW Motorrad und die Neuheiten waren bereits seit Wochen in der Presse. Die BMW R1250 GS ist das neue Flagschiff der BMW Reiseenduros. Optisch nur dezent verändert, steckt die wahre Innovation im Motor. Ein kleines Hubraum-Upgrade sorgen nun für eine Leistung von 136 PS bei 7.750 Touren leistet und ein sattes Drehmoment von 143 Newtonmetern bei 6.250 Touren. Diese Mehrleistung soll bei weniger Spritzverbrauch erreicht werden. Durch eine „Shift Cam“ genannte Technik, werden über zwei variabel eingesetzte Nockenwellen die Variierung der Ventilsteuerzeiten und des Ventilhubs auf Einlassseite erreicht. So wird eine optimale Steuerung bei Teil- und Volllast erreicht.

Den gleichen Antrieb erhält auch die R1250 RT. Und das wars auch schon mit den Neuigkeiten bei den Bajuwaren. Neue Lackierungen für diverse Modelle mal ausgenommen.

Custombikes

Die Custombikes standen vor allem in Halle 10.1 in sehr unterschiedlicher optischer Güte und Machart.

Einer der schönsten Umbauten aus meiner Sicht war dieser cleane Flat Tracker von Hombrese Bikes. Aber auch Mellow Motorcycles beweist mal wieder ihren guten Geschmack:

Hersteller wie BMW oder Indian gönnten sich einen Zweitstand, um ihre eigenen Custom-Modelle auszustellen. „Custom ist das neue Stock“, las ich diese Woche ein einer Online-Diskussion und da ist was dran. Die Zubehörkataloge vieler Hersteller wachsen, heißen „Option 719“ bei BMW oder „Inspiration Kits“ und hier kann man schon ab Werk so ziemlich alles umkonfigurieren, was das Herz begehrt.

Wer aber immer noch selber Hand ans Bike anlegt, der findet zum Beispiel bei BERHAM Customs qualitativ hochwertige Teile, z.B. für die Zweiventilboxer von BMW.

Aber gerade bei diesen Modellen muss ich gestehen, daß ich mich dran satt gesehen habe. Zu inflationär waren die Umbauten auf dieser Basis in den letzten Jahren und zu uniform die Ergebnisse. Vor allem wenn man wie beim Walzwerk da fast ne Serienproduktion draus macht.

Balsam für mein Auge waren dann wieder Jens vom Braucks Bikes auf dem Kedo-Stand. Ich stehe einfach auf seinen Stil, da bin ich Fanboy.

Ducati

Bei den Italienern gab es ein Facelift für die Scrambler-Baureihe, optische Nettigkeiten und neue Lackierungen. Aber auch jetzt mit Kurven-ABS. Ich finde es aber erstaunlich, daß Kleinigkeiten wie „uuuh, wir haben jetzt LED-Blinker..“ ernsthaft in einer Pressekonferenz auf der Bühne erwähnt werden.

Der Panigale V4 konnte ich bei der Gelegenheit auch mal tief in die Augen sehen.

Fantic

ENDLICH! Endlich konnte ich mal ein Fantic Cabellero 500 aus der Nähe sehen und Probe sitzen.

Leider ist der Markteintritt dieses schönen Scramblers immer wieder Verzögerungen unterworfen. Gerade bei der 500er sollen es Probleme mit dem Auspuffsystem gewesen sein, die jetzt aber vom Zulieferer Arrow gelöst worden sind. In ein paar Wochen soll diese Schönheit auch in Berlin beim Händler stehen und dann ist eine Probefahrt so was von fällig!

Die Qualitätsanmutung und die Ergonomie passen auf jeden Fall schon mal.

Husqvarna

Die Husqvarna 401 Svartpilen und Vitpilen sowie die 701 Vitpilen sind schon mal gut am Markt angekommen. Und der nächste Knaller stand in Form des Prototypen der 701 Svartpilen auf dem Messestand der Schweden. I like!

Indian

Die großer Premiere bei Indian war nicht das oben gezeigte, schön gemachte Custombike von Anvil Motocyclette, nein, es war die FTR1200. Den Prototypen konnte ich schon am Glemseck aus der Nähe sehen und hören, das hier war dann endlich die Serienversion. Gute Proportionen, komfortable Sitzposition und der Motor is von der Papierform wahrlich kein Schwächling. Endlich ein ernstzunehmendes Bike jenseits der barocken Fulldresser und Cruiser. Und die Tatsache, daß die Weltpremiere in Europa stattfand, sagt glaube ich einiges über den Zielmarkt der Amerikaner.

 Aber jetzt mal unter uns Gebetsschwestern: was ist denn mit dem Auspuff passiert? Welcher Brotkastenhersteller wurde denn hier als Zulieferer verpflichtet? Naja, die Aftermarket Parts werden es schon richten.

Der Sitzvergleich zur Scout zeigte schon mal, daß ich auf diesem Bike keine 10 Kilometer fahren könnte, ohne das mir der Hintern einschliefe.

MotoGuzzi

Eine weitere Weltpremiere auf der Intermot war die MotoGuzzi V85 TT. Der 850 Kubik-Motor liefert 80 PS ab und soll so für angenehmen Reiseenduro-Vortrieb sorgen. Optisch fand ich sie eher gewöhnungsbedürftig, zumal in der rot-weiß-gelben Lackierung. Bezeichnenderweise war sie nur von alten Männern umlagert, so daß ich nicht mal ein anständiges Foto machen konnte.

SOL

Die SOL Pocket Rocket stand schon am Glemseck rum. Spannendes Konzept, mehr dazu hier:

Suzuki

Bei Suzuki gab es die zweite Weltpremiere der Messe, mit der Katana kehrt eine Ikone zurück. Technisch basiert sie auf der GSX-S1000, optisch leugnet sie ihre Herkunft nicht.

Die Präsentation war allerdings an Langeweile nicht zu überbieten. Ich kann verstehen, daß bei so wichtigen Neuerungen irgendwelche wichtigen und leitenden Angestellten von Suzuki zum Zuge kommen wollen oder müssen. Aber wenn die dann von vier Telepromptern ablesen und dabei versuchen emotional zu wirken dann kann das nur nach hinten losgehen.

Triumph

Triumph schloss den Reigen der Pressekonferenzen am Fachbesuchertag. Präsentiert wurden die neuen Street Twin und Street Scrambler. Die Motoren leisten nun 10 PS mehr und verzögert wird vorne nun mit Vierkolben-Bremssätteln von Brembo. Ebenso verfügen die Modelle nun über unterschiedliche Fahrmodi Road und Rain.

Schmerzlich vermisst wurde die neue 1200er Scrambler, die gibt es erst in ein paar Wochen auf der EICMA. Aber wenigstens war die Pressekonferenz kurzweilig.

Vespa

Ja, man kann bei Vespa immer noch 9.000€ für einen 125er Roller ausgeben. Jetzt sogar in rot.

Yamaha

Die kleine Sandra möchte gerne aus dem R1-Spieleparadies abgeholt werden.

Hier geht es weiter zu den Messe-Eindrücken bei Kraftrad.com. Drüben bei Instagram haben Sandra und ich noch einige Bilder mehr gepostet.

Fazit: wegen der neuen Motorräder muss man nicht zur Intermot, dann lieder zur EICMA. Schön ist es immer noch, die Bikes mal allesamt aus der Nähe zu sehen und Probe zu sitzen. Aber das wichtigste war, bekannte Gesichter wieder zu sehen und neue Leute kennenzulernen. Die Pressekonferenzen der Hersteller haben keinen wirklichen Neuigkeitswert, die letzten Absatzzahlen kann man sich auch online nachlesen und von den neuen Bikes, wenn mal wirklich welche vorgestellt werden, sieht man auf der PK vor lauter Gedränge eh nichts.

The Distinguished Gentlemans Ride Berlin 2018

Jeden letzten Sonntag im September zelebrieren wir seit einigen Jahren den Distinguished Gentlemans Ride. Waren wir am Anfang nur ein paar wenige Fahrer, versammelten sich dieses Jahr fast 350 FahrerInnen in Berlin, um auf Prostatakrebs-Vorsorge aufmerksam zu machen. Zum ersten Mal teilten wir uns diesen Tag nicht mit dem Berlin Marathon und hatten somit die Stadt für uns. Die Berliner Polizei gab uns ein tolles Geleit durch die ganze Stadt, am Wegesrand standen hunderte von Menschen, die uns zujubelten und winkten. Über 10.000€ konnten gesammelt werden für den guten Zweck. Was für ein großartiger Tag.

Distinguished Gentleman’s Ride 2018 in Berlin (Foto: Nippon-Classic.de)

Distinguished Gentleman’s Ride 2018 in Berlin (Foto: Nippon-Classic.de)

Mehr Bilder findet ihr unter anderem bei Nippon Classic und Joey Burtoni, den ich heute rückwärts auf dem Beifahrersitz meiner Vespa durch den Konvoi chauffierte, damit er diese tollen Fotos machen konnte.

Und das Video machen habe ich dieses Jahr Leuten überlassen, die das deutlich besser können:

For This – ein Kurzfilm über ADHOC CafeRacers

Zur Einstimmung ins Wochenende ein schöner Kurzfilm über David Gonzales, den Kopf hinter ADHOC CafeRacers aus Barcelona.

Nächste Woche kann ich mein neues Motorrad abholen, dann habe ich endlich auch wieder was zum Schrauben. Aber das ist eine andere Geschichte!

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