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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: 95 Oktan (Page 1 of 44)

Craftwerk – the Motorcycle CoWorking Space

Einige Jahre habe ich als Freelancer in verschiedenen Bürosituationen gearbeitet. Zum Teil zu Hause, wo man gerne bis zum Mittag im Schlafanzug am Rechner saß, bevor der Hunger einen aus dem Hause trieb. Zur Prävention der sozialen Verwahrlosung mietete ich mir dann einen Raum in einem Gemeinschaftsbüro in Neukölln, direkt am Kottbusser Damm, einschliesslich täglicher Milieustudien. Lustig wars.

Jetzt bin ich wieder fest angestellt. Wäre ich das nicht, würde ich sofort ins Craftwerk ziehen. In einem denkmalgeschützten Fabrikgebäude in Tempelhof, unweit vom Flughafenfeld und direkt am Teltowkanal entsteht auf 4 Etagen die perfekte Kombination aus Werkstatt und Office. Auf vier Etagen à 540 qm, mit 300 qm Dachterrasse und Blick über Berlin, Indoor-Stellplätze und Gemeinschafts-Schraubergarage inklusive.

Komplettiert wird das durch Lounge, Bar, Cafe und Eventspace. Entstehen soll hier ein Creative-Hub für Produkt- & Grafikdesign, Beratung & Workshops, Photographie, Architektur & Verlagswesen. Tagsüber arbeiten und abends schrauben, alles im gleichen Gebäude, nur ein paar Meter entfernt.

Hinter dem Projekt stecken die in Berlin üblichen verdächtigen motorradbegeisterten Menschen, unter anderem die Craftrad-Crew, der Fotograf Tim Adler oder Cäthe Pfläging von den Curves.

Wenn Du also endlich mal mit Menschen in einem Büro sitzen willst, die nicht von Deinem Benzingequatsche genervt sind und die vielleicht noch den einen oder anderen Schraubertipp haben, dann ist hier deine Chance. Schau Dir die unterschiedlichen Mitgliedschaften an und signalisiere den Jungs und Mädels schon mal Dein Interesse, dann kommt das Projekt auch zum Fliegen.

The Motocycle Pow Wow X Petrolettes Warm-Up

Ein kleiner Exkurs zur DSGVO

„Der Mai ist geko-hommen, die Paragraphen schlagen aus!“

DISCLAIMER: Dieser Blogpost beschäftigt sich mit der DSGVO und den Auswirkungen auf Blogs. Der Artikel ist „Work in Progress“ und wird hier und da sicherlich noch erweitert werden. Er stellt keine Rechtsberatung dar, ich bin ja schliesslich kein Anwalt oder Datenschützer. Der Artikel soll lediglich meine Bemühungen dokumentieren, diesem Thema Herr zu werden.

Habt ihr was gemerkt in den letzten Tagen hier im Blog? Nein? Dann ist es ja gut, weil dann der Serverumzug und all die Upgrades spurlos an Euch vorbeigegangen sind. Anlass hierfür ist die seit 2016 beschlossene EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die ab dem 25. Mai 2018 anwendbar ist. Neu geregelt wird vor allem die Verarbeitung personenbezogener Daten. Zwar sieht der Artikel 2 Abs. 2 DSGVO keine Anwendung vor bei „natürliche Personen, die ausschließlich persönliche oder familiäre Tätigkeiten ausüben“. Ob ein Blog wie dieses darunter fällt, dafür möchte ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Wahrscheinlich ist es auch anwendbar, wenn man diesen Kommentar auf datenschmutz.net liest:

Rein private Blogs dürften wenig zu befürchten haben, sobald jedoch auch nur ein einziger Banner, Affiliate oder Testbericht auftaucht, spricht der Gesetzgeber von Gewinnabsicht bzw. einer gewinnorientierten Seite – unabhängig, ob diese von einem Unternehmen oder einer Privatperson betrieben wird, greifen in diesem Fall die neuen Bestimmungen.

Eine treffende Beschreibung des derzeitigen Zustandes habe ich auf unbesorgt.de gefunden:

Erklärte Absicht war, die Bürger der EU vor dem Missbrauch ihrer Daten zu schützen, herausgekommen ist ein Schwebezustand der rechtlichen Unsicherheit, in dem so gut wie niemand mit Sicherheit sagen kann, was noch erlaubt und was verboten ist.

Aber es gibt kein drumrum, nur ein hindurch. Also bin ich nach bestem Wissen und Gewissen diverse Artikel und Checklisten durchgegangen und bin gerade dabei, mein Blog DSGVO-ready zu machen.

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Justin Mulford Drops the first ever STREET MOTO part on a 450cc

Jetzt seid ihr wach, oder?

(via Max)

The Curves Twin Project

Als ich neulich im Anonymen Schraubertreff Südstern mit Max‘ Hilfe den Frontend-Umbau meiner MT fertigstellte, konnte ich in der anderen Ecke der Werkstatt den aktuellen Zustand des Twin Projects von The Curves begutachten. Sagen wir es mal so, die Mädels lassen keinen Stein auf dem anderen. Respekt.

Happy faces and a first class welcome at Kawasaki Deutschland at the kick-off TwinProject. We left with this white baby – ready to meet her twin sister. Now we are super stoked to rip her apart! May the god of speed be with us🚦thank you Martin, Andy and Marco for putting so much effort, spirit and faith in the project 🏖 . . . / #curvestwinproject is a project by #thecurvesberlin and @kawasaki.deutschland / supported by LSL-Motorradtechnik, @motogadget , SR-Racing, @scprojectexhaustofficial @wilbersproducts, Continental #contimoto / technical supervision @claraausberlin / design, social media @racaethe 🔧❣️🚦🏍🍀 . #z650 #w650 #kawasakideutschland #thecurvestwinproject #teamgreen #womenwhowrench @kawasaki.deutschland

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Im Rahmen des Twin Projects bauen Cäthe und Clara zwei 650er Kawasakis um. Und beide Modell könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite eine gut eingefahrene W650 mit 90.000 Kilometern auf der Uhr, auf der anderen Seite eine niegelnagelneue Z650, die von Kawasaki bereitgestellt wurde.

Zur Motivation hinter dem Projekt und den Zwischenstand aus dem März stehen die Mädels Christoph Lentsch, alias K.OT (damals noch in Diensten von 1000PS) Rede und Antwort.

Mittlerweile sind beide Maschinen bis auf den Rahmen gestrippt und werden neu lackiert. Regelmässige Updates zum Projekt findet ihr bei den Curves auf Instagram oder auf deren Website! Ich bin mal auf das Resultat gespannt!

Petrolettes 2018 – Motorradfestival von Frauen – für Frauen!

Vom 20. – 22. Juli 2018 startet das Petrolettes-Festival nun zum dritten Mal in Folge. Alle motorradbegeisterten Ladys aus ganz Europa sind herzlich eingeladen, um hier gemeinsam eine unvergessliche Zeit zu verbringen.

Im letzten Jahr gastierten die Mädels noch am Flughafen Neuhardenberg, dieses Jahr wird direkt am See kampiert. In Ahlimbsmühle – nördlich von Berlin und direkt am Lübbesee gelegen – wird es Lagerfeuerromantik und Camping-Atmopshäre für die Biker-Girls geben.

Für die nötige Ladung Brennstoff sorgen Live-Acts von Synth-Electro über Rock’n’Roll, Garage- und Punk-Rock. Ebenfalls am Start sind Talks, Filme und – natürlich – ein großer gemeinsamer Ride-Out! Komplettiert wird das Ganze durch eine bunte Einkaufsmeile mit  Mode-, Schmuck- und Equipment-Marken sowie Tatookünstlerinnen.
Um den Spaßfaktor bis an den Anschlag zu treiben, warten kleine 125 cc Maschinen sowie Honda Daxes und Monkeys auf einen brisanten Ritt über den Acker.

Beim Petrolettes-Festival geht es um die Ladys, um eine Plattform, um gemeinsam Spaß zu haben, Kontakte zu knüpfen und die Leidenschaft fürs Motorradfahren individuell und ungestört ausleben zu können.
Das Wochenendticket kostet 65€ und kann über die Petrolettes-Website gebucht werden.
Mehr über die Petrolettes erfahrt ihr auch auf Vimeo, Facebook und Instagram!

Unterwegs mit der neuen Elektro-Schwalbe in Berlin

Was sind zwei untrügliche Zeichen, daß trotz aller Unkenrufe der Frühling bald da ist? Die Kleinkrafträder haben neue Kennzeichen und die Mietroller- und Mietfahrradflotten bevölkern wieder die Berliner Strassen und Gehwege.
In Berlin buhlen mehrere Mietroller-Anbieter um die Gunst der mobilen Gesellschaft. Bislang habe ich immer die Gogoro-Roller von Coup bewegt, aber da beim Konkurrenten Emmy nun auch die neue Elektro-Schwalbe verfügbar ist, bot sich hier mal eine Testfahrt an.

Als ich letzten Freitag mein Motorrad zum Service gebracht hatte, wollte es der Zufall so, daß um die Ecke eine Elektro-Schwalbe verfügbar war, die ich mir dann gleich per App reservierte. Im Gegensatz zum Coup-Roller wird der Emmy-Roller nicht per Knopfdruck sondern ganz herkömmlich per Schlüssel gestartet. Um an diesen zu gelangen, muss man erst mittels der App das Topcase öffnen. Ganz hinten im Topcase findet sich dann neben zwei Jethelmen auch der Schlüssel.



Schlüssel drehen, Killschalter auf an, Bremse ziehen und dann gleichzeitig den „Up“-Knopf für die Fahrmodi drücken, dann startet der Roller. Beim Anfahren kommt mir der Roller doch sehr langsam vor. Dann fallen mir die verschiedenen Fahrmodi im Display auf, von „Crawl“ bis „Boost“.

„Go“ ist der Öko-Modus, mit dem man nicht ganz so schnell beschleunigt, dafür aber maximal 125 Kilometer weit kommt. „Cruise“ ist der Stadtmodus mit kräftiger Beschleunigung, aber immer noch guter Reichweite. Da mir die Reichweite Wumpe ist, schalte ich um auf „Boost“ und gebe Stulle. Der Roller zieht gut von der Ampellinie weg und Zwischensprints gehen auf gut von der Gashand. Bei Tempo 47 auf der Digitalanzeige ist allerdings Schluss, mehr ist nicht drin.
Bei den Konkurrenzmodellen von Coup zeigt der Tacho immerhin 6 km/h mehr Endgeschwindigkeit an, ob das real auch so ist mag nebensächlich sein. Mein ganz subjektives Popometer empfand die Elektro-Schwalbe aber als etwas schwerfälliger und unhandlicher als die Gogoro-Modelle von Coup. Nicht nur optisch kommen die grau-grünen Flitzer leichter und filigraner daher, auch von der Fahrdynamik her empfinde ich sie als agiler.
Optisch sind die Gestaltungsanleihen an der Original-Schwalbe gelungen, die Familienähnlichkeit ist unverkennbar. Wenn man aber dann an der Ampel neben einer alten, zweitaktenden Schwalbe steht fallen die deutlichen Unterschiede auf. Auf der Elektro-Schwalbe sitzt man auf der zwar jüngeren, aber deutlich rubenshafteren Ausgabe. Gut, die Batterien müssen irgendwo untergebracht werden, aber muss der Durchstieg so hoch sein? Alles ist etwas breiter und opulenter als beim Original.
Daß Retrocharme gepaart mit Elektromobilität nicht so ausladend daher kommen muss, beweist am besten der eCub von Shanghai Customs:

Natürlich ist er in dieser Form nicht Mietflottentauglich, aber er zeigt, daß es auch anders geht.
Schicker und fahrdynamischer sind meiner Meinung nach immer noch die Gogoro-Modelle von Coup (aber hier auch nur die ältere Generation, die neue ist ein mittlerer Designunfall). Großer Vorteil der Elektroschwalbe ist allerdings, daß sie voll soziustauglich ist und sie auch über 2 Helme verfügt. Mehr über Emmy Roller, deren Tarife und anderen Rollermodelle findet ihr auf deren Website.

Ola Stenegard wird Director of Product Design bei Indian Motorcycles

Als ich Ola Stenegard 2014 persönlich kennenlernte, war ich noch ein klitzekleiner, unerfahrener Motorrad-Blogger. Ich saß ihm aufgeregt gegenüber wie ein Fanboy. Er war trotz vieler Interviewtermine an dem Tag superentspannt, nahbar und persönlich. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt. Seine Passion für Motorräder sowie seine unkomplizierte, fast kumpelhafte Art machten ihn neben seiner eigentlichen Designprofession zum BMW Motorrad New Heritage Markenbotschafter. Bei ihm war das aber nicht artifiziell oder aufgesetzt, er war und ist so wie er ist. Authentisch und in der Szene verwurzelt, das beschreibt ihn aus meiner Sicht sehr passend.
Auch bei unseren späteren Zusammentreffen – meist auf irgendwelchen Motorradmessen in Mailand oder Köln – war er immer für einen Schwatz oder ein albernes Selfie zu haben:

Im Jahre 2003 fing Ola bei BMW Motorrad an zu arbeiten. Er wechselte damals von Indian Motorcycles zur weißblauen Marke aus Bayern. Und genau dahin wechselt er nun zurück, diesmal als Director of Product Design. In der Zwischenzeit ist viel passiert bei Indian. Gut, sie bauen immer noch 400kg Dickschiffe auf zwei Rädern, aber auch rattenscharfe Flat Tracker wie die Scout FTR 750. Ich bin sehr gespannt, was Ola dort in den kommenden Jahren bewerkstelligen wird.
Lycka till, Ola!
(Indian Motorcycles Pressemitteilung)

Ritter auf Spikes – der 5. Lauf zur Eisspeedway WM 2018

Nach unserem ersten Besuch der Eisspeedway WM im letzten Jahr war der große Wunsch meiner Söhne, dieses Jahr wieder hinzufahren. Sehr widerwillig beugte ich mich dem Verlangen des Nachwuchses. Hehe.
Die kalte Witterung der Vortage hatte für sehr hartes, sprödes Eis gesorgt. Entsprechend viel flogen die Eisbrocken und die Strecke musste häufiger als im letzen Jahr neu präpariert werden. Bei den quasi russischen Verhältnissen war Eisspeedway-Weltmeister Dmitrij Koltakov nicht zu stoppen. Im fünften GP des Jahres blieb der Russe in allen seinen Rennen ungeschlagen, feierte seinen vierten Saisonsieg und baute die WM-Führung auf sagenhafte 21 Punkte aus. Den Rennbericht findet ihr auf Speedweek.com.
Hier ein paar Eindrücke in Film und Bild:

Årsunda Speed Weekend

Als ich heute morgen aufstand um mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei Olympia mitzufiebern zeigte das Aussenthermometer -9°, die Moppedausfahrt habe ich mir dann doch eher geklemmt. Ich Weichei.
Im schwedischen Årsunda fuhren diese Woche Freitag und Samstag zahlreiche bekloppte bei noch tieferen Temperaturen Eisrennen auf dem zugefrorenen Storsjön-See. Austragungsort ist das Strandbad von Årsunda, gefahren wird in 40 Klassen von 50 Kubik-Mopped über die Class 31 Killer Bee (Pit bike in accordance with Finnish Bomber rules) (WTF?) bis hin zu Elektrofahrzeugen. Hier ein paar Eindrücke aus dem letzten Jahr:

Mit am Start war Ralph Schmuck mit seinem „Moonraker“. Ja, genau, der kompressorgeladene BMW Zweiventilboxer-Eigenbau, der die Achtelmeilensprints u.a. beim Glemseck im letzten Jahr ordentlich aufmischte.

Nach ein paar kleineren Umbauarbeiten war das Motorrad dann bereit, schwedisches Eis aufzureissen:

Vor dem Rennen stand dann aber eine Anreise mit einer Fahrzeit von über 20 Stunden, die technische Abnahme („Keine Vorderradbremse?“ Keine Vorderradbremse!“ „Ok“) und die Herausforderungen der Kälte. Die schnupfte unter anderem die LiPo-Batterie zum Frühstück. Mit viel Bier und guter Laune wurden aber alle Wehwechen weggeschraubt.

Geile Aktion, Schmucki!

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