Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

DAB 1α – eine neo-futuristische Supermoto mit Elektroantrieb

DAB Motors mag vielleicht noch nicht allen bekannt sein: Simon Dabadie gründete den französischen Motorradhersteller im Jahr 2018, brachte 2019 deren erstes Custombike auf den Markt und schwenkte dann 2021 mit einem brutal minimalistischen Prototyp auf Elektromotorräder um. Jetzt, drei Jahre später, geht dieser Prototyp als DAB 1α in Produktion. Dieser Schritt erfolgt ein Jahr nach der Übernahme von DAB durch Peugeot Motocycles. Die Markteinführung des Elektromotorrades von DAB war von Anfang an ein Schwerpunkt der Partnerschaft. Daher wird das DAB 1α auch in der Peugeot-Fabrik in Beaulieu-Mandeure hergestellt und weltweit ausgeliefert.

Wie man es von einer Partnerschaft zwischen zwei französischen Unternehmen erwarten würde, ist das DAB 1α sehr luxuriös. Es ähnelt dem Prototyp, wurde aber von Grund auf neu gestaltet. Die DAB 1α verwendet einen neuen Doppelschleifen-Stahlrahmen, der mit einem Gitterrohr-Hilfsrahmen und einer Aluminium-Gussschwinge kombiniert ist. Darauf sitzt eine Monocoque-Karosserie, die aus spritzgegossenem ABS-Kunststoff gefertigt ist. Das Design ist eine Art neo-futuristisches Supermoto, das mit einem edlen Alcantara-Sattel ausgestattet ist.

DAB hat auch den Antriebsstrang seines elektrischen Prototyps überarbeitet: er hat jetzt eine Nennleistung von 11 kW und eine Spitzenleistung von 25,5 kW (34,6 PS) und ein beeindruckendes, maximals Drehmoment von 395 Nm. Das 125 Kilo schwere Motorrad erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Das Motorrad fällt in Deutschland damit in die B196-Kategorie.

Das DAB 1α verwendet eine in Frankreich hergestellte 72-V-Batterie, die reparierbar, austauschbar und recycelbar ist. Sie hat eine Nennkapazität von 6,2 kWh und eine maximale Kapazität von 7,1 kWh, was dem 1α eine maximale Reichweite von 150 km verleiht. Das bordeigene Ladegerät funktioniert mit einer Haushaltssteckdose oder einem Ladegerät der Stufe zwei, wobei eine vollständige Aufladung drei Stunden dauert.

In Zusammenarbeit mit der italienischen Aufhängungsfirma Paioli entstanden maßgeschneiderte, einstellbare 46-mm-Upside-down-Gabeln und ein hinteres Federbein mit einstellbarer Vorspannung. Die 17-Zoll-Räder von Faba sind mit Pirelli Diablo IV-Reifen bestückt, während die Bremsanlage mit Brembo-Bremssätteln, DAB-Scheiben und einem ABS-System von Peugeot ausgestattet ist.

Der vordere Kotflügel und die Seitenteile des DAB 1α wurden aus Kohlefaser entwickelt. Die Rohstoffe dafür kommen von Airbus, die DAB mit Kohlefaserabfällen aus deren Produktion beliefert.

Jedes DAB 1α ist entweder in Weiß oder Grau erhältlich und trägt eine nummerierte Goldplakette. Sie ist in die gefräste obere Lenkerklemmung des Motorrads eingelassen, in der auch ein 2,8-Zoll-LCD-Dashboard untergebracht ist.

Das DAB 1α verfügt außerdem über schaltbare Fahrermodi: „Eco“, „Standard“, „Sport“, „Reverse“ und „Nitrous“. Nein, DAB hat nicht herausgefunden, wie man Lachgas in einen Motor einspritzt, der kein Benzin verbraucht. Stattdessen ist die Nitrous-Taste eine Hommage an das kultige Videospiel Need for Speed aus den 2000er Jahren und bietet einen vorübergehenden Leistungsschub.

Vor dem Fahrer befindet sich ein kleines Handschuhfach, das mit Alcantara ausgekleidet und mit USB-Ladebuchsen ausgestattet ist. Der Kunde hat die Möglichkeit, eine Quadlock Handyhalterung und ein kabelloses Ladegerät hinzuzufügen.

Das Es ist auf 400 Stück limitiert, die Preise beginnen bei 14.900 €. Mehr Infos auf der DAB-Website auf der man sich auch bei Kaufinteresse registrieren kann.

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  1. Jetzt dachte ich, ich bin relativ tief in der E-Motorrad-Szene, aber DIESE Marke ging vollkommen an mir vorüber. Von daher – DANKE für diesen Blog.

    Die Maschine macht einen sehr sehr guten Eindruck. Auf den ersten Blick nötigte sie mir ein *brauch ich* ab. Aber dann wieder schade, dass es nur eine 11 kW-Maschine ist.

    Styling und die doppelte Akku-Kapazität in einer „richtigen“ Supermoto, das wär genau mein Ding.

    Wir werden sehen, was noch kommt. Bin gespannt!

    • Und dreihundertfünfundneunzig Newtonmeter Drehmoment!

      • Jou. Aber am Hinterrad – also der Reifenaufstandsfläche. Dort ist es als reine Zugkraft nicht mehr die Welt, aber wenn sie annähernd so andrückt wie eine Zero FXE, dann reicht das dicke und immer 😉

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