Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Der Grom Prix von Hockenheim

Ich liebe ja bescheuerte Ideen. Sinnfrei aber lustig. In diese Kategorie fällt für mich die Idee, mit der Honda Grom alias MSX125 ein Rennen in Hockenheim zu fahren. Ok, nicht auf der Grand Prix Strecke sondern auf dem Parkplatz, aber egal. Spaß mit Pocket Rockets, seht selbst:

Vor ein paar Jahren hatte ich die Honda MSX 125 mal für zwei Wochen zum Test und sie hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Einen Rennstreckentest habe ich aber nicht gemacht.

BMW, wir müssen reden

Dieses Wochenende wurde im Rahmen der BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen die neue BMW R1300 GS Adventure präsentiert. Und ich will mich hier nicht über die Eigenschaften und technischen Daten auslassen. Es ist sicherlich ein tolles Motorrad mit großartigen Fernreiseeigenschaften. Ich bin etwas irritiert über einen anderen Sachverhalt. Bevor ich aber zu dem komme, werfen wir nochmal einen Blick auf die „normale“ R1300 GS:

Meine Eindrücke aus dem letzten Jahr anlässlich der Pressepräsentation findet ihr hier. Besonders gefiel mir die deutlich verschlankte Linie und die Formensprache. Ein großartiger Schritt nach vorne im Design dieser Reiseenduro. Umso irritierter war ich, als ich gestern die Bilder der R1300 GS Adventure sah:

Was genau ist hier passiert, liebe BMW Designer? Habt ihr zuviel Lego gespielt? Oder die Alukoffer aus Versehen nach vorne verlegt? Wie kann es sein, dass die schöne Linie der normalen Version so verloren gehen konnte?

Dass man ein 30l-Fass auch in ein Bike integrieren kann, ohne die Linie zu zerstören zeigen die Triumph Tiger 1200 Explorer-Modelle. Ja, sie baut breiter als das reguläre Modell, aber sie bleibt der Designlinie der Modellreihe treu.

Was ist da passiert, BMW?

BMW F900 GS „Fast“ von VTR Motorrad

Die Truppe von VTR Motorrad rund um Dani Weidmann hat wieder ein Custombike rausgehauen, diesmal auf Basis der BMW F900 GS und ich liebs. Reduzierter, schärfer gezeichnet und mit wieder einmal einem Top-Farbschema, aber seht selbst:

Was genau sie alles gemacht haben erklärt Euch Dani himself in lustigem Schwizerdütsch in diesem Video:

BMW Motorrad präsentiert die BMW R20 Concept

An diesem Wochenende ist nicht nur die Bike Shed Show in London, gleichzeitig findet am Comer See der Concorso d’Eleganza Villa d’Este, ein exklusives Event, in dessen Rahmen BMW in der Vergangenheit immer wieder neue Konzepte vorgestellt hat. Und gestern fielen dort die Hüllen von der BMW R20 concept, einem Power Roadster der in den letzten Wochen bereits vom neuen BMW Motorrad CEO Markus Flasch angeteasert wurde.

Das Herzstück der BMW R20 concept bildet weiterhin der Luft-Öl-gekühlte
Big-Boxer-Motor mit jetzt 2.000 ccm Hubraum. Für das Concept-Bike wurden neue Zylinderkopfhauben, eine neue Riemenabdeckung sowie ein neuer Ölkühler entwickelt, auch um zu ermöglichen, die Ölleitungen teilweise versteckt montieren zu können. Das reduzierte Design setzt sich in der Seitenansicht fort mit dem offenen Ansaugtrichter und der offenen Abgasanlage und den Endrohren im Megaphon-Design.

DAB 1α – eine neo-futuristische Supermoto mit Elektroantrieb

DAB Motors mag vielleicht noch nicht allen bekannt sein: Simon Dabadie gründete den französischen Motorradhersteller im Jahr 2018, brachte 2019 deren erstes Custombike auf den Markt und schwenkte dann 2021 mit einem brutal minimalistischen Prototyp auf Elektromotorräder um. Jetzt, drei Jahre später, geht dieser Prototyp als DAB 1α in Produktion. Dieser Schritt erfolgt ein Jahr nach der Übernahme von DAB durch Peugeot Motocycles. Die Markteinführung des Elektromotorrades von DAB war von Anfang an ein Schwerpunkt der Partnerschaft. Daher wird das DAB 1α auch in der Peugeot-Fabrik in Beaulieu-Mandeure hergestellt und weltweit ausgeliefert.

Wie man es von einer Partnerschaft zwischen zwei französischen Unternehmen erwarten würde, ist das DAB 1α sehr luxuriös. Es ähnelt dem Prototyp, wurde aber von Grund auf neu gestaltet. Die DAB 1α verwendet einen neuen Doppelschleifen-Stahlrahmen, der mit einem Gitterrohr-Hilfsrahmen und einer Aluminium-Gussschwinge kombiniert ist. Darauf sitzt eine Monocoque-Karosserie, die aus spritzgegossenem ABS-Kunststoff gefertigt ist. Das Design ist eine Art neo-futuristisches Supermoto, das mit einem edlen Alcantara-Sattel ausgestattet ist.

Schönen Gruß von der Rennleitung – der kleine Unterschied zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen

Gestern auf dem Weg zur Arbeit: ich schnurrte auf unserem NIU MQI GT Elektroroller in Richtung Büro als neben mir an der Ampel ein Polizeifahrzeug anhielt und mir die Kelle vor die Nase hielt mit der freundlichen Aufforderung, mal rechts ran zu fahren. Komisch, weder hatte ich ne rote Ampel überfahren, war auch nicht zu schnell gefahren oder hatte vergessen, beim Abbiegen zu blinken.

Was hatte also die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf mich gelenkt? Die Farbe meiner TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen. Das Rosa verriet nämlich, dass es eine 2023er Plakette war, während sie eigentlich Grün (für 2024) oder Orange (für 2025) sein müsste. Es sollte sich herausstellen, dass der TÜV für den NIU schon seit einem Jahr abgelaufen war.

Und hier genau kommt mein Problem, mir das zu merken: während ich bei meinen Verbrennern einmal im Jahr eh Service mache (oder machen lasse) kucke ich in dem Kontext immer auf das Datum der nächsten HU bzw. habe ich es bereits im Kalender stehen.

Beim Elektroroller entfällt das ja weitestgehend und Du bist maximal am Akku laden. Kleiner Mindfuck.

Was passiert konkret in so einem Fall? Ich bekomme ein Bußgeld, einen Punkt (da der TÜV länger als acht Monate drüber ist) und ich habe 10 Tage Zeit, den TÜV neu machen zu lassen. Und dann muss die Werkstatt mir das auf einer vorgedruckten Postkarte abstempeln, die ich dann an die Zulassungsstelle schicken muss. Ein Vorgang, der sich wirklich sehr deutsch anfühlt.

Naja, auf jeden Fall steht jetzt ein weiteres TÜV-Datum im Kalender. Was ist Euch denn schon so passiert in dem Zusammenhang?

Royal Enfield Shotgun 650

Wenn ich an das vergangene Jahr denke und alle Motorräder Revue passieren lasse, die ich fahren durfte, so sticht in Sachen entspanntes cruisen ein Modell besonders hervor: die Royal Enfield Interceptor 650. Wenn ich mich selber aus meinem damaligen Artikel zitieren darf:

Die Maschine hat eine gute Dynamik, die aber nicht überfordert. Und ich merke, wie wohl ich mich darauf fühle eben weil man so entspannt auf ihr unterwegs sein kann. Man kann die Gedanken schweifen lassen und die Umgebung geniessen.

Yours Truly

Konzept und Design

Um diesen Motor herum hat Royal Enfield bereits die Interceptor, die Continental GT, die Super Meteor und nun als neuestes Modell die Shotgun 650 gebaut. In der Pressemitteilung zum Motorrad wird viel von Custom-Kultur und Inspiration aus der Customszene gesprochen. Und aus meiner Sicht hat Royal Enfield hier in der Vergangenheit schon sehr viel richtig gemacht und schlägt mit dem neuen Modell genau in diese Kerbe: ein klassisch gezeichnetes Motorrad zu einem sehr fairen Preis, bei dem man im Vergleich zu anderen Herstellern noch ein bisschen Geld im Portemonnaie behalten kann um es in die Individualisierung der Maschine zu stecken.

Optisch ist sie irgendwas zwischen Bobber und Cruiser. Der Cruiser im 650er-Stall ist aber die Super Meteor, zu der die Shotgun in Ausstattung und Preis einen kleinen Abstand hält. Die Shotgun in Sheetmetal Grey kostet 7.590 €, die Super Meteor beginnt beginnt ab 7.890 € in der Lackierung Astral Black. Beim Gewicht sind sie beide fast gleichauf mit 240kg bzw. 241 kg, kein Wunder, denn beide Modelle teilen sich den Antrieb samt Motorabstimmung und den Rahmen, die sich bis auf wenige Halter gleichen.

Triumph goes Motocross: die neue TF 250-X

Angeteasert hatte Triumph ihre neue Motocross-Wettbewerbsmaschine über die letzten Monate schon, nun liegen alle Daten und Specs der neuen TF 250-X vor. Damit macht Triumph einen sehr mutigen Schritt in einen völlig neues Marktsegment. Die nun vorgestellte TRIUMPH TF 250-X ist die Basis für den Einsatz des Monster Energy TRIUMPH Racing Teams 2024 in der FIM MX2 Motocross Weltmeisterschaft. Um in diesem anspruchsvollen Umfeld zu bestehen, bringt das MX-Bike das angeblich beste Leistungsgewicht im Wettbewerbsumfeld mit nebst einem umfangreichen Ausstattungspaket.

An der Entwicklung waren unter anderem die Top- Rennfahrer Ricky Carmichael und Iván Cervantes beteiligt. Im Aluminium-Chassis steckt ein komplett neu entwickelter Viertakt-Einzylindermotor. Der Motor besitzt geschmiedete Aluminiumkolben und Titanventile und verfügt über DLC (diamond like carbon) Beschichtungen mit sehr geringer Reibung. Hinzu kommen sehr leichte Magnesiumdeckel und eine Exedy Belleville Kupplung. Für das Motormanagement gibt es sogar eine optionale MX Tune Pro App, die es dem Fahrer ermöglicht, in Echtzeit die Motormappings zu wechseln. Hinzu kommen für die Live-Diagnose ein Echtzeit-Motorsensor-Dashboard und ein programmierbares Motormanagement-System.

Das Aluminium-Chassis verfügt über einen Zentrahlrohr- Rahmen mit zwei Unterzügen, der auf ein Gleichgewicht von Leistung, Gewicht und Flexibilität ausgelegt wurde. Mit einem fahrfertigen Gesamtgewicht von 104 kg will Triumph einen neuen Maßstab für das beste Leistungsgewicht in dieser Kategorie setzen.

Die neue BMW R 12 nineT und R 12

Mitte Mai diesen Jahres machte uns BMW Motorrad den Mund wässrig mit der BMW R nineT-Nachfolgerin mit dem etwas sperrigen Namen R 12 nineT. Wäre BMW auf der EICMA vertreten gewesen, hätten wir sie wahrscheinlich in Mailand gesehen, aber nun also wird sie im Internetz gezeigt und in ein paar Tagen auf der Custombike Messe in Bad Salzuflen live. Mailand – Bad Salzuflen, Hauptsache Italien.

Die R 12 nineT kommt in zwei Geschmacksrichtungen: als klassischer Roadster und als Cruiser. Unterhalb der R 18 positioniert setzt die R12 nineT die Linie der R nineT fort, die R12 darf man in ihrem Cruiser-Aufbau als Neuauflage der R 1200 C-Modelle verstehen, die es ab Ende der 1990er-Jahre gab.

Beide Modelle greifen im Antrieb auf den bekannten, luft-/ölgekühlten Boxermotor mit 1.170 cm3 Hubraum zurück. Dieser leistet in der R 12 nineT
80 kW (109 PS) bei 7.000 U/min und in der R 12 70 kW (95 PS) bei 6 500 U/min. Im Zuge der kompletten Neukonstruktion des Fahrwerks kommt bei den neuen R 12 Modellen auch eine neue Airbox zum Einsatz.

Die R 12 nineT kennt man so in der Form aus den Pressebildern aus dem Frühjahr. Augenfällig sind die etwas eckigere Tankform, die an den klassischen Toaster-Tank erinnern soll sowie der markante Auspuff mit den zwei übereinander angeordneten Endschalldämpfern mit Gegenkonus.

EICMA Überraschung: die Lambretta Elettrica

Hui, I did not see this coming. Bislang habe ich noch keine Alternative zu meiner Vespa 300 GTS Super gefunden. Bei der auf der EICMA gerade präsentierten Lambretta Elettra bin ich aber gerade ins Grübeln gekommen. Eine moderne Interpretation der klassischen Lambretta Silhouette mit Elektromotor? Shut up and take my money!

Der Rahmen und das Fahrwerk der Lambretta bringen das traditionelle Layout mit 12 Zoll-Rädern und der typischen Vorderradaufhängung mit Doppelstoßdämpfer. Die Hinterradaufhängung ist neu mit einer horizontal über dem Motor angeordneten Stoßdämpfereinheit, die über einen Arm mit der Aluminiumschwinge verbunden ist. Der Lenker hat einen einziehbaren Bremshebel im Inneren, ob das allerdings serientauglich ist wage ich zu bezweifeln.

Das Heck hebt sich auf Knopfdruck, um den Zugang zum Batteriefach zu ermöglichen. Die Ladebuchse ist auf der rechten Fahrzeugseite unter der Sitzbank angeordnet.

Die Leistungsdaten klingen sind sehr interessant: die Elettra soll eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h erreichen, der Motor bietet eine Dauer- und Spitzenleistung von 4 bzw. 11 kW und einem Drehmoment von 258 Nm. Die drei Fahrmodi Eco, Ride und Sport bieten unterschiedliche Geschwindigleiten und Reichweiten zwischen 60 km bei einer konstanten Geschwindigkeit von 80 km/h und 127 km im Eco-Modus bei einer konstanten Geschwindigkeit von 40 km/h.

Die Ladezeiten für die 4,6 kWh-Batterie variieren von 36 Minuten (am Schnellader auf 80 %) bis zu 5,5h an der 220-V-Steckdose zuhause.

Zu Preis und Lieferdatum gibt es vom Hersteller noch keine Angaben. Noch wirkt das Fahrzeug mehr wie Studie als Serienfahrzeug, ich stelle mich eher mal auf 2025 ein, was eine erste Probefahrt angeht.

Fotos: Maximilian Funk / Lambretta

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