707,2 km Kurven – 4 Tage Nord-Thailand

Meine Lieblingskollegin Dana und ihr Mann Fredo waren dieses Jahr in Thailand im Urlaub. Als Strafe dafür, daß sie mich aus ihrem Urlaub mit Motorradbildern bombardierte während ich arbeiten musste, habe ich Ihr und Ihrem Mann abgerungen, daß sie über ihren Endurotrip in Nordthailand einen kleinen Bericht schreiben. Hier ist er:

Dieser Reisebericht wird vermutlich nicht den Erwartungen abgekochter Hinterhof-Frickler entsprechen: Praxiserfahrungen mit Auspuffanlagen oder Spezialgabeln sind mir egal. Mir ist es wichtiger, zusammen mit meiner Frau, der es genauso geht wie mir, und einem Guide, der über Landessprache, Regionalkenntnisse und Reparaturwissen verfügt, wunderschöne Gegenden zu durchfahren. Und dabei einen kurzen, aber meistens interessanten Einblick in den Alltag der Locals zu bekommen, der eben noch nicht durch bekannte Portale zu einem Jakobsweg der Backpacker geworden ist.

Nachdem wir so bereits letztes Jahr die abgeschiedene Schönheit des vietnamesischen Nordens kennenlernen durften, war dieses Jahr der Norden von Thailand das Ziel. Um das Fazit vorwegzunehmen: Auch wenn uns vieles in Vietnam besser gefallen hat – die Motorrad-Tour in Nord-Thailand hat alles andere in den Schatten gestellt, auch wenn sich unsere ursprünglich geplante Mae-Hong-Son-Tour entlang der myanmarischen Grenze aufgrund von Waldbränden verlagern musste.

Tag 1: Chiang Mai – Chiang Dao
Da meine Frau leider gesundheitlich nicht auf der Höhe war, hat sie sich aus Sicherheitsgründen dazu entschieden, bei mir als Sozia mitzufahren, was zwar extrem schade, aber verständlich war. So sind wir dann morgens um 8 vom langhaarigen und ganzkörperbemalten Chef des Touren-Unternehmens und unserem Guide, Mr. Ping Pong, vom Hotel abgeholt worden. In einem zum Boom-Car umgebauten Mittelklasse-Japaner, in dessen Kofferraum neben der Bassbox nur Platz für unsere Helme und Knie- und Ellenbogen-Protektoren war, wurden wir zu einem örtlichen Motorradverleih gefahren.

Da ursprünglich für unsere Tour eine für Südost-Asien typische Honda Dream, für den deutschen Markt Honda Innova, vorgesehen war, mussten wir für verhältnismäßig schmales Geld ein Upgrade auf eine Honda CRF 250 machen. Anders wären vier Tage wohl unmöglich gewesen. So rollten wir also los, aus Chiang Mai hinaus. Die ersten Kilometer hätte mein Mund nicht trockener sein können, weil ich noch nie vorher Linksverkehr gefahren bin. Situationen, die etwas struppiger hätten werden können, wie z.B. Kreisverkehre, Vorfahrtsregeln oder Überholmanöver, stellten sich aber als relativ harmlos heraus. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir Sonntag morgens aus der Stadt hinter Mr. Ping Pong auf kilometerlangen, ziemlich drögen Ausfallstraßen unterwegs waren, die entlang der Route wenig bis gar keine schönen Aussichten zu bieten hatte, die mich hätten ablenken können.

So rollten wir eine zeitlang dahin, die Ausfallstraße wurde schmaler und befahrenswerter. Der erste nennenswerte Stop war ein schöner Nationalpark, der hauptsächlich von thailändischen Familien bevölkert war, die die geweihte Quelle besuchen und sich in den kalten Fluten des Wasserfalls abkühlen wollten. Etwas ungewohnt war für uns der Umstand, sich vor Besuch von Toiletten die Schuhe aus- und bereitgestellte Plastiklatschen anzuziehen. Damit kamen wir klar, da es der Reinheit und dem Respekt von selbst in den abgelegensten Orten aufgestellten Gedenkschreinen des extrem beliebten, im Herbst letzten Jahres gestorbenen Königs Bhumibol diente.

Der erste ungeplante Zwischenstop in einer Kleinstadt lag am fehlenden Visier meiner einfachen Jet-Schale, da ab einer Geschwindigkeit von über 65 km/h meine Augen dermaßen austrockneten, das ich kaum noch sehen konnte. Nachdem wir für umgerechnet 1,80 € bei einem Mopedladen das Visier klargemacht haben, konnte ich in einer Apotheke Augentropfen kaufen, die erfreulicherweise sofort ihren Zweck erfüllt haben. In der Zwischenzeit hat sich Mr. Ping Pong einen verhältnismäßig großen Fisch und dazu passende Zutaten gekauft und in einer Plastiktüte ungefähr zwei Stunden bei fast 40° im Schatten zu unserem ersten Tribal Village gefahren, in dem wir mittags eine etwas längere Pause eingelegt haben und unser Guide den Fisch zubereitete. Um es kurz zu machen: Erstaunlicherweise haben wir nicht schwerste Magen-/Darm-Krankheiten bekommen, sondern konnten erholt über außergewöhnlich schöne, kleine und quasi unbefahrene Straßen in den Nachmittag fahren.

Am späten Nachmittag folgte ein Zwischenstop bei einem weiteren Tribal Village. Wir fühlten uns unwohl dabei, kamen wir uns doch bei der extremen Armut vor wie in einem Zoo, in dem vergleichsweise reiche Europäer durchs Dorf schlendern und dann wieder abziehen. Auch wenn es sicherlich einen authentischen Einblick in das Leben der extrem armen Thailänder geben kann.

Von dort ging es weiter zur finalen Station für den Tag. Müde aber glücklich vom Fahren und Erlebten wollten wir die Eindrücke nur noch sacken lassen. Während wir in Vietnam in Homestays übernachtet und mit den Besitzern zusammen gesessen und gegessen haben (was zu den irrsten Erlebnissen geführt hat), hat uns unser Guide in ein Hotel geführt, das einer Zeitreise in ein Magdeburger Interhotel 1978 gleichkam. Uns war das egal: Wir haben uns selten so über eine Dusche, ein Bier und ein Bett gefreut.


Chiang Dao Inn Hotel

Tag 2: Chiang Dao – Pai
Die Fahrt begann mit einem kleinen Abstecher in eine sehr beeindruckende Höhle und einer davor liegenden weitläufigen Tempelanlage. Den Rest des sehr langen Tages rollten wir auf unbeschreiblich schönen kleinen Sträßchen innerhalb einer ebenso schönen Landschaft mit teils großartigen Aussichten durch Nationalparks, Hügel, Senken und vor allem vielen, vielen Kurven. Im Grunde war es zu schön, um dauernd anzuhalten und Fotos zu machen. Wir haben es einfach genossen, die ziemlich extreme Hitze durch Fahrtwind an der Nase erträglich zu machen und bei einigen Zwischenstops einen Einblick in die Atmosphäre intakter Dörfer, Urwaldwege, Elefantencamps oder Reisfelder zu bekommen.

Dazu kam unsere irrste Begegnung mit einer Tankstelle: Völlig unvermittelt hielt unser Guide vor einer Bambushütte. Aus einer Öffnung in der Wand reichte uns eine alte Frau einen Plastikschlauch, mit dem wir aus einem manuell per Kurbel nachfüllbaren 5-Liter-Gläschen auftanken konnten. So etwas haben wir noch nicht erlebt und werden es auch nicht vergessen.

Wir fuhren weiter und weiter durch wunderschöne Natur, am späten Nachmittag zeigte unser Tageszähler fast 200 km. Im selben Moment machten sich dann bei uns Hintern und Beine bemerkbar. Nach einem Abstecher auf Trampelpfaden entlang idyllischer Bäche, Lichtungen und Wälder zum Heimatdorf von Mr. Ping Pong, wo wir seine Familie kennenlernen durften, haben wir die letzten Kilometer nach Pai gemeistert.

Froh, auch mal die Kiste stehen zu lassen, sind wir nach kurzer Erfrischung durch das von westlichen Aussteigern und Hippies belebte kleine Städtchen Pai geschlendert, was sicher nicht authentisch, aber dennoch sehr eindrucksvoll gewesen ist.


Pai Chan Cottage and Cuisine

Tag 3: Pai – Urwald in der Nähe von Mae Wang
Der dritte Tag begann, wie der zweite aufgehört hat: von einem Nationalpark in den nächsten, wobei der irre Wechsel von vertrockneter, verbrannter hin zu blühender, grüner Vegetation sehr bemerkenswert war. Und dann die Wege: von Asphalt über Schotter- zu Feldwegen bis hin zu spektakulären Dschungelpfaden, zerfurcht von tiefen Regenrinnen, an der unglaublichsten Vegetation entlang durch einen schier unendlichen grünen Tunnel.

Zwischendurch haben wir kurze Verschnaufpausen z.B. an einer heißen Schwefelquelle gemacht, an der es für Thais Tradition zu sein scheint, mitgebrachte Eier mit langen Stöcken für’s Picknick hart zu kochen. Und die einzigen Touristen, die wir dort gesehen haben, waren zwei Thais, die wir bzw. die uns mit ihrer sehr interessant umgebauten Scrambler für den nächsten halben Tag immer wieder überholt haben.

Genauso unberührt von Backpackern oder gar Reisebussen war unsere Mittagspause in einem truckstopähnlichen Restaurant innerhalb eines kleinen Dorfes, in dem wir leckerstes und unverfälschtes Essen – mit viel Chili – gemeinsam mit örtlichen Schülern, Halbstarken und anderen Bewohnern genießen konnten.

Das Fahren in nahezu unberührter Natur setzte sich dann auch am Nachmittag fort. Am frühen Abend kamen wir in den vom Tourveranstalter gebauten Urwaldhütten an, in denen wir dann erstmals Backpacker getroffen haben, die sich Touren aus seinem eigentlichen Kompetenzbereich gebucht haben: Trekking, Fahrradtouren und Elefantenbaden. Mit einem spektakulären Blick über das Tal von den Terrassen aus haben wir den Abend ausklingen lassen und in unserer einfachen, aber vollkommen ausreichenden Hütte inmitten des Dschungels geschlafen wie Prinz und Prinzessin.


Spicy Villa Eco Lodge

Tag 4: Urwald in der Nähe von Mae Wang – Chiang Mai
Der vierte und leider letzte Tag unserer außergewöhnlichen Motorrad-Rundreise hielt dann doch noch ein paar touristische Sehenswürdigkeiten parat. Nachdem wir an die Ausläufer des Dschungels gekommen waren, begann eine sich stetig bergauf windende kleine Straße bis hin zu einer doppelten Tempelanlage, einer für den König, einer für die Königin, und das in Verbindung mit einer spektakulären Aussicht von den Regionen, in denen wir zuvor unterwegs waren, bis fast nach Chiang Mai, wo unsere Tour am späten Nachmittag enden sollte. Wunderschön angelegte Parks mit beeindruckender Bepflanzung waren die Entschädigung dafür, dass wir zu zweit mit unserer Kiste den Berg nur relativ mühsam hochfahren konnten. Mehr Leistung wäre da sicher von Vorteil gewesen, aber so konnten wir uns in Ruhe die schöne Landschaft links und rechts des Weges ansehen.

Von dort war es nur noch eine Kleinigkeit bis zum höchsten Gipfel Thailands, dem Doi Inthanon, der immerhin auf einer Höhe vom 2.565 m über dem Meer liegt. Im Vorfeld unserer Reise hat unsere Wetter-App 3° ausgegeben und dementsprechend haben wir uns mit mitteleuropäischer Winterbekleidung ausgestattet, aber als wir oben angekommen sind, hat ein einfaches Pullöverchen bei vielleicht nur noch 20° vollkommen gereicht.

Auf dem Rückweg bergrunter ins Tal, aus den kurvigen, sehr kurvigen Hügeln und Bergen heraus, haben wir dann noch an einem sehr beeindruckenden Wasserfall einen kleinen Stop gemacht, bevor unsere letzte Etappe, die 55 km Schnellstraße zurück nach Chiang Mai, anstand. Diese wurde jedoch für uns von überraschender Brutalität begleitet, da wir uns in den letzten Tagen an ein etwas milderes Klima gewöhnt haben. Auspuffhitze und Sonnenknüppel haben uns relativ heftig zugesetzt, was zur Folge gehabt hat, dass sich die letzten Kilometer nicht wirklich gut angefühlt haben.

So sind wir dann dehydriert und erschöpft, aber glücklich über das Erlebte der vergangenen vier Tage an den Vororten Chiang Mais vorbeigekommen, wo wir Werbetafeln und dazugehörende Baustellen für Gated Communities sahen, die sich an Superreiche wenden und in krassem Widerspruch zu dem Tribal Village des ersten Tages standen – und vermutlich nicht nur zu dem.

Viel Licht und wenig Schatten haben uns auf unserer Tour begleitet und selten haben wir uns auf das vor Ort favorisierte Leo-Bier und den Breezer in Limetten-Richtung gefreut, das wir uns unmittelbar nach Ankunft in Chiang Mai vom 7eleven geholt haben.

Ich danke ausdrücklich meiner wunderbaren Frau, die die Erlebnisse vier Tage auf dem harten Rücksitz einer Enduro erst möglich gemacht hat.


Meine Frau, Mr. Ping Pong und ich (vlnr)

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Rund um den Ätna

Ihr kennt das: auch wenn man ohne Motorrad unterwegs ist, kann man eine Strasse nicht mehr nur als einfaches verkehrsinfrastrukturelles Element betrachten. Man sieht es automatisch aus der Helmperspektive, die rechte Hand dreht in Gedanken schon am Gasgriff und fühlt vor jeder Kurve imaginär den Druckpunkt der Bremse.

Es deutete sich mir schon an, als ich im Flieger nach Catania die ersten Kapitel in Ted Simon’s „Jupiter’s Travels“ las. Dort las ich über den Auftakt seiner Reise, wie er durch den Süden Italiens und durch Sizilien fuhr. Ich hob den Blick und sah aus dem Flugzeugfenster und sah, daß wir gerade die Strasse von Messina überflogen.

Welche Bilder mich erwarten würden konnte ich schon bei der Lektüre des aktuellen Curves-Magazin über Sizilien erahnen, welches schon seit Wochen meinen Couchtisch bevölkert.

Leider war ich nicht zum Vergnügen in Sizilien, sondern musste beruflich dort einen Event betreuen, der uns auch auf den Ätna führte. Mit seinen über 3.300 Metern muss er sich neben ausgewachsenen Alpengipfeln nicht schämen.

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An der Küste brandet das Mittelmeer gegen die Lavafelsen. Der Ätna sollte von hier aus sichtbar sein, doch Wolken verhüllen den Vulkan. Auf dem Weg den Berg hinauf wechseln sich Regen und Nebel ab, zwischendrin reisst es auf und die Sonne kämpft sich durch und der Gipfel wird sichtbar.

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Großartige Serpentinen offenbaren sich und mit jeder Kurve die wir mit dem Jeep umkurven wird die Sehnsucht nach einem Motorrad größer. Zumal das Thermometer hier Mitte Oktober sommerliche 24 Grad hat während zur gleichen Zeit meine Berliner Kumpels bei einstelligen Temperaturen und Regen ihre Saisonabschluss-Ausfahrt bestreiten.

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Zurück im Hotel kann ich nicht umhin, eine Tour rund um den Ätna zu planen, auch wenn ich sie dieses Mal nicht fahren kann. Ausgehend im Ort Linguaglossa im Nordosten des Ätnas führen einen Serpentinen bis knapp auf 1.900 Meter an die Talstationen der Skilifte. Es geht weiter an der Ostseite in einer abwechslungsreichen Aneinanderreihung von tal- und bergwärts gerichteten Kurven.

In Adriano erreicht man den südlichen Punkt der Ätna-Umrundung. Von hier aus geht es westwärts um den Berg herum, weniger spektakulär, aber auch hier werden knapp 1.000 Höhenmeter erreicht und etwas weiter geschwungene Landstrassen lassen einen etwas ausgiebiger am Gashahn zupfen.

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Würde man die Strecke ohne Halt fahren, käme man in 2,5 Stunden nach ca. 150km wieder am Ausgangsort Linguaglossa an. Aber ich halte jede Wette, daß jeder halbwegs emotionale Mensch mehrfachst anhalten wird, um dieser unglaublichen Natur Tribut zu zollen und die sensationellen Bilder, die sich einem bieten, in sich aufzusaugen.

Tornerò, Sicilia. Ich werde wiederkommen.

Roadblog 2016 – unterwegs mit dem alten Griesgram

In den vier Jahren in denen ich nun Motorrad fahre und hier darüber schreibe habe ich sehr viele neue Menschen kennen gelernt: einige davon persönlich, viele andere bislang nur digital. Wie nun lernt man andere Motorradfahrer am besten kennen? Richtig, man fährt eine Runde mit Ihnen. Das war bereits 2010 die Grundidee für die Aktion Roadblog. Damals machten sich acht Motorrad-Blogger auf eine 36stündige Tour durch Deutschland. Die Route war vorgegeben durch die Wohnorte der anderen Motorrad-Blogger, die man unterwegs besuchen wollte, 1.700 Kilometer einmal rund durch die Republik. Das launige Tourvideo hierzu findet ihr auf Mopeten.tv.

Einer der damaligen Mitfahrer – Blogkollege Der alte Griesgram – dachte sich, daß es an der Zeit wäre, das Roadblog wieder aufleben zu lassen. Also rief er seine Leser dazu auf, sich in seinen Tourkalender einzutragen dann würde er sie besuchen. Und bislang hat er keine noch so lange Anfahrt gescheut.

Max und ich verabredeten uns und luden Griesi zum Endurowandern nach Berlin ein für das letzte Septemberwochenende. Aus dem Endurowandern wurde eine Tagestour durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, da ich in der Zwischenzeit meine GS verkauft hatte und Max leider einen Fahrrradunfall hatte und seine DR erstmal in der Garage stehen lassen muss.

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Dank BMW Motorrad konnte ich am Wochenende aber eine R nineT bewegen und als Dritter im Bunde gesellte sich mein Kollege Tom auf seiner R1150R zu uns. Zu dritt genossen wir einen perfekten, sonnigen Spätsommertag und ritten über 370 Kilometer am Werbellinsee vorbei, durch die Schorfheide Chorin, durch die Norduckermark zum Müritz Nationalpark, besuchten Freunde an der Mecklenburgischen Seenplatte und fuhren über Fürstenberg zurück nach Berlin (eine Übersicht über unsere Tagestour findet ihr hier bei GPSies).

Für seine Anreise von Köln nach Berlin brauchte Griesi 13 Stunden für 700 Landstraßenkilometer. Dagegen war unsere Tour am Samstag eine kleine Fahrt um den Block. Daß es für solche Touren keine große Tourenmaschine braucht, bewies er eindrucksvoll mit seiner #Hippe genannten Honda CRF 250 L-Enduro (hierzu auch lesenswert die Artikelreihe von Clemens auf Mojomag). Auf der Landstraße entkam ich ihm dabei nicht, stets hatte ich die Honda im linken oder rechten Rückspiegel. Auf den schmalen, geschwungenen Landstrassen Richtung Müritz Nationalpark war er auch in seinem Element und zirkelte die 145kg der kleinen Maschine flott durch die Kurven.

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Zum Abschluss der Tagestour führt ich Tom und Griesi noch auf das ehemalige Militärgelände am Hangelberg bei Kraatz. Wenn Griesi schon mit der Enduro da war, sollte er auch Gelegenheit bekommen, damit in der großen Sandkiste zu spielen. Er ließ mich damit auch einmal durchs Gelände toben, was ein großer Spaß war.

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Nachdem wir Tom verabschiedet hatten, ritten wir zurück nach Berlin, wo bereits Max an der Rummelsburger Bucht auf uns wartete. Wenn er schon nicht mitfahren konnte, wollten wir uns auf jeden Fall noch auf eine Limo treffen.

Wer Lust bekommen hat, sich auch von Griesi und der Hippe besuchen zu lassen, der werfe mal einen Blick in den Roadblog-Kalender. Sehr schöne Aktion und vielen Dank für Deinen Besucht, Griesi!

Alpenblitz 2016

Vor fast vier Wochen konnte ich Euch im längstem Artikel, die dieses Blog je gesehen hatte auseinandersetzen, wie eine BMW S1000RR aus ihrer Sicht diverse Alpenpässe goutieren würde.

Wem das zu tl;dr war, der kann sich jetzt in Sechsminutenzweiundvierzigsekunden das ganze mal aus der Sicht einer GoPro anschauen. Viel Spaß beim kucken:

Die Alpen aus Sicht einer BMW S 1000 RR

Da stand sie nun vor mir, die nächste Evolutionsstufe in meinem Motorradfahrerleben. Und dazu eine der höchsten, strassenzugelassenen Evolutionsstufen: die BMW S 1000 RR. Das Neonlicht in der Halle des BMW Fuhrparkzentrums spiegelte sich in den Konturen des in blackstorm metallic lackierten Supersportlers.

Überarbeitet seit dem Modelljahr 2015 drückt der Motor 199 PS (146 kW) auf die Kurbelwelle, um 6 PS stärker als ihre Vorgängerin. Um diese Leistung im Zaum zu halten bzw. auf die Strasse zu bringen sind zahlreiche elektronische Helferlein aktiv, ohne die weniger rennstreckengeübte Fahrer (also ich) die Maschine schneller in die Hecke fahren würden als man „DTC“ sagen kann. Für den Schaltassistent Pro, der Hoch- und Runterschalten ohne Kuppeln ermöglicht, war ich im Laufe der folgenden Tage ebenfalls sehr dankbar. Zum einen, weil es die Schaltvorgänge sehr viel einfacher machte, zum anderen, weil ich mich dann mit der ganzen linken Hand besser am Lenker festhalten konnte. Gerade am ersten Tag gab mir das ein klein wenig mehr Zuversicht hinsichtlich der gefühlten Kontrolle über die Doppel-R.

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Nach dem Anbringen des temporären Besitzstandanzeigers schickte ich mich an, die Eigenschaften der S 1000 RR zu erkunden. Nicht auf der Jagd nach den besten Rundenzeiten auf der Rennstrecke – etwas, für was diese Maschine zweifelsohne geboren wurde – sondern um ihre Eignung als (Renn-) Sporttourer herauszufinden.

Hierfür hatte ich zwei Tage Zeit und eine ca. 900km lange Route über deutsche, österreichische, schweizerische und italienische Alpenstrassen und -pässe: den #Alpenblitz2016.

Die einzelnen Streckenabschnitte bekommen gemäß ihrer Eignung für „der Gerät“ – so hatte ich die Maschine liebevoll getauft – eine Wertung von „R“ (=komplett bocklos) bis zu „RRRRR“ (=um Himmels willen, fahr da unbedingt hin). Wobei die Eignung sich nicht auf den Umstand bezieht, ob man mit der Doppel-R da hinfahren kann, sondern ob man es aus Fahrspaßgründen tun sollte.

Weiterlesen „Die Alpen aus Sicht einer BMW S 1000 RR“

Drei-Schlösser-Tour in der Ostpriegnitz

Mein Kollege Tom hat eine sehr gute Entscheidung getroffen. Er verkaufte sein Auto und legte sich wieder ein Motorrad zu, eine gebrauchte BMW R1150R. Natürlich kam, was kommen musste: unsere erste gemeinsame Ausfahrt.

Wir trafen uns im Norden von Berlin an der Tankstelle bei Germendorf und starteten in westliche Richtung über die Dörfer Richtung Wall, von dort aus über Pflasterwege zwischen den Feldern über Dörfer wie Radensleben und Papstthum nach Neuruppin. Über die Schleuse am Molchowsee fuhren wir bis Molchow. Hier hatte ich Tom schon vorgewarnt, daß es ein klitzekleines Stückchen über einen Waldweg gehen würde bis Zermützel. Von den weiteren 8 Kilometern Schotterpiste bis Braunsberg hatte ich ihm nichts gesagt (hüstel). Aber er schlug sich tapfer und fuhr seine Dicke ruhig über die Piste.

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In Rheinsberg erreichten wir das erste Schloß dieser Tour. Statt einer Besichtigung orientierten wir uns aber weiter Richtung Osten über Köpernitz, Schulzendorf nach Keller. Kurz nach dem Ortseingang ging es hier in einer scharfen Rechtskurve ab nach Meseberg. Dort erreichten wir Schloß Nummer 2 mit dem Gästehaus der Bundesregierung. Beim Schlosswirt hätten wir vornehm Kaffee trinken können, aber das war uns zu überkandidelt. Ein paar hundert Meter weiter setzten wir uns in den Dorfkrug und kamen gleich ins Gespräch mit den Eingeborenen über unsere Motorräder und Motorradtouren.

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Nach Meseberg kreuzten wir die B96 und gurkten über die Dörfer Buberow, Kraatz und Häsen um im Schloss & Gut Liebenberg das letzte alte Gemäuer unserer kleinen Ausfahrt zu erreichen. Ein kurzes Stück über die B96 brachte uns wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer kleinen Sonntagsvormittagsausfahrt. Für Heizer ist die Runde nichts, für entspanntes Cruisen und ein bischen Endurowandern ist sie aber genau das richtige.

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Sundowner in der Uckermark

Freitagabend, die BMW parkt schon erwartungsvoll vor dem Büro, nach sehr volatilen Wettervorhersagen zwischen Regen und Gewitter ist nun endlich klar: es ist bestes Motorradwetter. Frau und Kinder haben im Auto schon 90 Minuten Vorsprung und so eile ich Ihnen ins Wochenende hinterher. Ziel ist die Uckermark.

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Mein Weg führt mich nach Eberswalde über die Autobahn, dann am Werbellinsee vorbei und weiter Richtung Milmersdorf und Mittenwalde. Bis hierhin ist es nur Verbindungsetappe. Der wahre Spaß beginnt nach dem Abzweig in Haßleben Richtung Boitzenburg. Zum einen weil es nun Richtung Westen der untergehenden Sonne entgegengeht. Zum anderen, weil es hier schön kurvig und – für norddeutsche Verhältnisse – schön hügelig wird.

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Vorbei an Wiesen und Feldern, der Klatschmohn blüht wie wild und setzt rote Farbakzente in die Landschaft. Als die Straße am Ortsausgang von Conow eine 90°-Drehung macht, um danach gleich bergab zu führen, blicke ich direkt in die Sonne, die sich im See vor mir reflektiert. Hier schlängelt sich die Strasse wieder auf der anderen Seite den Berg hoch. Ungläubig, ob des schönen Anblicks, fahre ich zunächst dran vorbei. Nach ein paar hundert Metern drehe ich aber doch noch mal um, fahre den Weg bis nach Conow zurück und stelle mich wieder an den Ortsausgang, um den schönen Anblick für ein paar Minuten zu genießen.

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Kurz vor Feldberg fahre ich über die Brücke, die den Breiten Luzin vom Schmalen Luzin trennt. Abermals muss ich anhalten, um die schöne Natur in mich aufzusaugen. Mit den vielen kleinen Bootsschuppen sieht es hier ein bisschen aus wie in Skandinavien.

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An der letzten (und einzigen) Tankstelle in Feldberg packe ich mir noch zwei Bier in die Seitenkoffer und erreiche kurz darauf die Familie auf dem Campingplatz und genieße mit ihnen den Sonnenuntergang und das Lagerfeuer. Besser kann man an einem Freitagabend nicht entschleunigen.

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Wer es auch mal in die Uckermark wagen will, dem kann ich zum Einstieg diese Route sehr empfehlen.

Alpenblitz – Teil II

Der Alpenblitz im letzten Jahr war was meine bisherigen Motorradtouren angeht das absolute Highlight.

Im Überschwang planten wir für dieses Jahr die Fortsetzung in den französischen Westalpen, um die restlichen fünf höchsten Alpenpässe zu erobern, die uns noch in unserer Sammlung fehlten. Das scheiterte leider am Zeitaufwand, denn unter einer Woche war die Tour nicht zu machen und das war zumindest in diesem Jahr nicht familientauglich zu arrangieren.

Aber ein Jahr ohne gemeinsame Tour? Das konnte nicht sein. Als ich neulich mit Kurviger.de rumspielte, strickte ich zum Spaß eine Route, die die Silvretta Hochalpenstrasse und den Flüelapass beinhalteten. Beide Pässe standen noch auf meiner Bucketlist.

Und als ich mir die Länge der geplanten Route anschaute, stellte ich fest, daß sie an zwei Tagen zu fahren wäre. Mit Tagesdistanzen zwischen 350 und 400 Kilometern zwar nicht ohne, aber mit frühem Aufstehen gut machbar.

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Einige Teile der Route sind wir im letzten Jahr bereits gefahren, aber das finde ich durchaus vertretbar, denn soooo schlimm war es ja nicht.

Nach der Anfahrt über die Autobahn biegen wir kurz vor Garmisch ins Ettal ab. Am Plansee vorbei geht es durch das Namlostal übers Hahntennjoch. Hinter Landeck biegen wir ab ins Paznauntal und befahren über die Ostrampe die Silvretta Hochalpenstrasse. Nach der Abfahrt über das Kurvengenudel der Westrampe machen wir erstmal Strecke Richtung Bludenz und Feldkirch nach Vaduz / Lichtenstein.

An Landquart vorbei touren wir durch Graubünden in Richtung Klosters und Davos. Hinterm Davoser See biegen wir links ab auf den Flüelapass für das Finale des ersten Tages. Nach den ersten 13 Passkilometern erreichen wir das Flüela-Hospiz, in dem wir nicht nur für Speis und Trank einkehren, sondern in einem der einfachen Zimmer nächtigen werden.

Am nächsten Morgen erwartet uns das wohl kurzweiligste Teilstück der Tour. Nach der Abfahrt vom Flüelapass folgen in kurzen Abständen der Ofenpass, der Umbrailpass und als Sahnehäubchen das Stilfser Joch. Von der Passhöhe des Flüela bis zu Passhöhe des Stilfser Joch sind es gerade mal bummelige 75 Kilometer.

Anschliessen verlassen wir das Vinschgau über Burgeis (hier war ich als kleines Kind oft im Urlaub) und den Reschenpass.

#burgeis #italia #italy #südtirol

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Zurück in Österreich folgen wir dem Inntal, nehmen an dessen Ende aber nicht den Landecker Tunnel sondern zweigen rechts über den Berg ab über die Piller Höhe Richtung Imst. Von dort aus nehmen wir den Fernpaß Richtung Garmisch-Partenkirchen und rollen dann über die Autobahn Richtung München zurück.

Zugspitze in the back 🙂 #fernpass

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🆙

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Die Route steht, im Juli hoffen wir auf gutes Wetter, jetzt muss ich mir nur noch ein Mopped organisieren, das mich an dem Wochenende begleitet. Auf jeden Fall ist Thomas mit seiner neuen RR dabei. Er grübelt schon mal, wo er das Gepäck für die Tour auf dem Motorrad unterbringt. 😉

Uckermarking

Wenn man schon ein Workshopwochenende mit der Firma in der Uckermark verbringt, dann kann man auch das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden und mit dem Motorrad anreisen, während der Rest der Truppe mit dem Auto unterwegs ist.

Zugegebenermassen war das am Freitagabend eine ziemliche Schnapsidee. Die Adresse des Zielortes hatte ich natürlich dabei, ebenso wie mein Smartphone mit der Navisoftware drauf. Das Problem war nur, daß bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt auch der Handyakku auskühlt und schlagartig Leistung verliert. Ebenso beschloss meine USB-Ladebuchse den Dienst zu verweigern. So konnte ich das Handy nicht in die Lenkerhalterung packen, sondern musste es möglichst körpernah an mir tragen und musste alle Nase lang anhalten, das Handy rausfummeln um zu kucken, wo ich lang fahren musste. Das sah dann so aus:

Dafür war die Rückfahrt am gestrigen Sonntag um so versöhnlicher. Gerade als ich dabei war, das Motorrad zu bepacken, kam die Sonne raus. Herrlich.

Von Pinnow aus fuhr ich über die Dörfer an diversen Seen, Äckern und Viehweiden vorbei über Temmen-Ringenwalde, Joachimsthal zum Werbellinsee und zurück nach Berlin. Trotz der immer noch frischen Temperaturen war es ein Genuß und Balsam für die Motorradfahrer-Seele.

Motorradtour_Uckermark_2

Reisevorbereitungen für die Motorradtour in Kalifornien und Nevada

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid und eine Motorradtour in den USA plant, dann gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ihr vorher planen solltet.

Visum
Bevor ihr in die USA einreisen könnt, müsst ihr spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt per Flugzeug oder Schiff in die Vereinigten Staaten eine ESTA-Genehmigung beantragen. Den Antrag könnt ihr online hier stellen.

Internationaler Führerschein
Ein internationaler Führerschein ist für das Mieten von Autos oder Motorrädern in den USA nicht vorgeschrieben. Im Falle einer Verkehrskontrolle erleichtert es aber die Überprüfung Eurer Papiere, wenn ein internationaler Führerschein mitgeführt wird. Dieser kann in Eurem zuständigen Bürgeramt beantragt werden und wird am gleichen Tag ausgestellt. Alle Nicht-Berliner können das also kurzfristig machen, in Berlin kann man schon mal mit einem Vierteljahr Vorlauf rechnen um einen Termin zu bekommen.

Motorradvermietung
Während man Autos relativ unkompliziert vor Ort reservieren und anmieten kann, empfiehlt sich bei Motorrädern die Buchung vor Anreise. Am einfachsten ist es, wenn ihr eine Rundreise plant und Start- und Zielort gleich sind. Es gibt aber auch Anbieter, die One-Way-Trips anbieten, in dem Fall wird Euer (zusätzliches) Gepäck Euch an den Zielort hinterhergeschickt.

Empfehlen kann ich Euch EagleRider und The Roadery (die hatte ich Euch vor 3 Jahren schon mal vorgestellt). EagleRider hat sehr viele Standorte in den USA, von denen aus ihr zu Eurer Tour starten könnt. Der Fuhrpark umfasst alle erdenklichen Fahrzeuge vom Harley Fulldresser über Indian und Victory bis hin zu diversen BMW-, Honda- und Suzuki-Modellen.
Bei The Roadery kommen Liebhaber klassischer Motorräder auf ihre Kosten und können zwischen Triumph Bonneville/Thruxton und Harley-Davidson Sportster/Nightster wählen. The Roadery hat weniger Standorte als EagleRider, die Anmietung ist hier nur in Kalifornien und Nevada möglich.
Selbstgeführte Touren gibt es bei beiden Anbietern, ihr bekommt hier ein Roadbook und Empfehlungen für die von Euch gewählte Tour. Bei EagleRider gibt es zusätzlich auch geführte Touren, von der Tagestour bis hin zur 18-tägigen Durchquerung der USA von Küste zu Küste. Für Fans des Films Easy Rider gibt es ein Schmankerl: die Easy Rider Filmtour fährt die Originalroute des Films nach von LA nach New Orleans.

Gepäck
Wahrscheinlich werdet ihr auf Eurer Reise etwas mehr Gepäck dabei haben, als ihr auf dem Motorrad mitführen könnt oder wollt. Erkundigt Euch bei Eurer Motorradvermietung im Voraus, ob es Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung gibt für den Zeitraum Eurer Tour.

Versicherung
Bei jeder Anmietung ist zumindest eine minimale Haftpflichtversicherung inkludiert. Diese Versicherung zahlt für den Schaden am Eigentum Dritter sowie bei Körperverletzungen, die durch einen von Euch verursachten Unfall herbeigeführt wurden. Denkt aber auf jeden Fall im Vorfeld über eine höhere Deckungssumme bei der Haftpflicht nach ebenso wie über Motorradversicherungen, Reiserücktritt- oder Auslandskrankenversicherungen. Bei EagleRider gibt es eine gute Übersicht über notwendige und empfohlene Versicherungen.

Navigation
Wenn Euch das Roadbook vom Motorradvermieter nicht ausreicht, könnt ihr auch ein Navigationsgerät zusätzlich anmieten. Vor allem bei der Navigation in größeren Städten kann das Sinn machen. Zwischen den Metropolen ist die Navigation meist ziemlich eindeutig, so daß man auch gut mit herkömmlichen Kartenmaterial zurechtkommt. Wer für den Notfall die Navi-App auf dem Handy nutzen möchte, sollte prüfen ob ein Kartenpaket zur Offline-Nutzung verfügbar ist oder besorgt sich ein größeres Roamingpaket bei seinem Handyprovider.

Handy und Roaming
Bei allen gängigen Handyprovidern kann man Roamingpakete für das Ausland buchen. Persönlich benötige ich hauptsächlich ein gut dimensioniertes Datenpaket um eben mal das Navi anschmeissen zu können oder das eine oder andere Bild zu posten. Es sollte aber auch kein Problem sein, hier und da offenes Wifi zu finden.

Motorradkleidung und Helm

Klimatabelle Death Valley Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Death-Valley-Nationalpark#Klima
Klimatabelle Death Valley Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Death-Valley-Nationalpark#Klima

Gerade wenn ihr Gebiete mit hohen täglichen oder saisonalen Klimaschwankungen bereist, ist die Wahl der richtigen Motorradkleidung wichtig. Wären wir jetzt im März im Death Valley unterwegs müssten wir uns auf Temperaturschwankungen von 15-20 Grad am Tag einstellen. Vom Schneeschauer bis zum T-Shirt-Wetter kann alles dabei sein. Zwiebel-Taktik ist daher zu empfehlen. Und eine Regenkombi nicht vergessen, gerade im Frühjahr kann es durchaus regnen. Hat Ducati auch gemerkt, als sie die Ducati Scrambler in Palm Springs präsentierten und von Regenschauern überrascht wurden und plötzlich alle in gelben Müllsacken umherfuhren.

Helme können angemietet werden, wenn ihr Euren eigenen Helm mitbringen wollt, so muss dieser ein DOT-Prüfsiegel haben.

Antworten auf weitere Fragen findet ihr beispielsweise in den umfangreichen FAQ’s bei EagleRider.

Travel safe!