Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Alpenblitz 2022 Tag 3 – rund um den Monte Baldo

Unser erster Fahrtag am Gardasee führte uns rund um den Hausberg Monte Baldo, der sich direkt hinter unserem Apartment in Torri del Benaco erhob. Nur mit leichtem Gepäck – dem Tankrucksack – machten wir uns zunächst auf den Weg zur Orts-Tankstelle, um sowohl die Motorräder (Benzin) als auch die Fahrer (Espresso) zu betanken. Und an diesem Tag sammelten wir uns an der Tankstelle auch einen weiteren Mitfahrer ein: Siggi machte zu der Zeit auch am Gardasee Urlaub und hatte zufälligerweise seine GS dabei, so dass er uns an diesem und dem nächsten Tag begleiten konnte.

So beschallte der Klang von vier Bayern-Boxern den Anstieg nach Albisano und San Zeno di Montagno und wir erfreuten uns an den ersten, sehr launigen Kurvenkombinationen sobald wir die Ortsschilder hinter uns gelassen hatten. Nach der ersten, kleinen Passhöhe unweit des Monte Belpo ging es schon wieder bergab Richtung Caprino Veronese. Wir waren hier ja erst auf dem Südausläufer des Monte Baldo unterwegs. Von hier aus orientierten wir nordwärts und schraubten uns über nette Landstraßen und weite Kurven Richtung Spiazzi. Ob der grandiosen Umgebung ließ der erste Drohnen-Fotostopp nicht lange auf sich warten.

Alpenblitz 2022 Tag 2 – von Bozen zum Gardasee

An Tag 2 unserer Tour verlassen wir Bozen erstmal nordwestlich in Richtung Meran. Kilometerweit erstrecken sich die Apfelplantagen im Tal und wir mäandrieren über schmale Strassen Richtung Lana. Dort wechseln die Apfelplantagen über in Weinberge und malerischer kann man Kurven nicht in die Landschaft setzen. Oben auf dem Berg ein altes Herrenhaus, die Morgensonne im Rücken, wir haben Gänsehaut, als wir die Anhöhe hoch fahren. Das kann der Mendelpass nicht besser.

Die weitere Strecke durchs Ultental hat eigentlich kaum eine Gerade. Richtig geniessen konnten wir die Kurven nicht, da wir einiges an Verkehr hatten, so stand eben die Freude an der Natur im Vordergrund.

Freie Bahn hatten wir dann wieder, als wir in Lotterbad Richtung Hofmahdjoch – auch Passo Castrin genannt – abbogen. Ein schönes Asphaltband zog sich hinauf durch die Wälder und die Temperaturen wurden angenehmer. Den ersten Kaffeestopp machten wir in Laurein, von der Terrasse der Bar schauten wir auf das nächsten Postkartenmotiv. Irgendwann muss man sich entscheiden, ob man Kurven fahren oder Landschaft kucken will. Beides gleichzeitig wird hier schwierig.

Alpenblitz 2022 Tag 1 – München Bozen

Die erste Aufgabe bei einer in München startenden Motorradtour ist es, erstmal aus der Stadt rauszukommen. Nach unserem Treffpunkt am Siegestor und einem kleinen Tourstart-Foto ging es für uns daher erstmal auf die Autobahn A96 für eine halbe Stunde bis wir in Weyarn abfahren. Von hier aus schwingen wir uns erstmal über kleine Landsträsschen vorbei an Kuhweiden in Richtung Tegernsee und gewöhnen uns erstmal an unsere R NineT’s.

Nico pilotiert die klassische R nineT, Stephan sitzt auf der Pure und ich darf eine Scrambler für die nächsten sieben Tage meinen fahrbaren Untersatz nennen.
Von St. Quirin bis Rottach-Egern zuckeln wir am Tegernsee entlang und geniessen den Ausblick. Über die Dörfer führt uns die Route über den unspektakulär zu fahrenden Achenpass. Ein paar Kilometer folgt die Strasse hier fast exakt dem Grenzverlauf zwischen Deutschland und Österreich. Doch wir bleiben erstmal noch auf der deutschen Seite und an der Walchenklamm vorbei erreichen wir den Sylvenstein-Stausee, den wir auf der Faller-Klamm-Brücke überqueren. Ich war schon des öfteren hier, aber der tiefblaue See in den Bergen beeindruckt mich immer wieder. Hier kam dann auch zum ersten Mal die Drohne zum Einsatz.

Alpenblitz 2022 – Prolog

Die letzte, richtige Motorradtour in die Alpen liegt schon lange zurück, Slowenien war das im Jahre 2018. In den Jahren dazwischen hielten uns kleinere Touren über ein verlängertes Wochenende bei Laune. Sei es ins Erzgebirge, den Thüringer Wald oder den Bayrischen Wald. Schön waren die auch, aber es blieb die Sehnsucht nach „Berge-Berge“ statt nur „Berge“. Bekloppte Tourenideen habe ich immer genug im Kopf, auf einer dachte ich dabei schon sehr viel länger rum als auf anderen: einer Tour von München an den Gardasee.

Nicht ganz unschuldig daran ist Thomas, der die Pässe zwischen der bayrischen Hauptstadt und den norditalienischen Seen als seine erweiterte Hausstrecke bezeichnen kann und der schon über viele, schöne Touren berichtete. So entstand nun auch der Plan für die diesjährige Tour, die morgen beginnt. Leider ohne Thomas, irgendwie waren dieses Jahr die Terminplanung-Auguren gegen uns. Dabei wäre das unser zehnjähriges Tourjubiläum gewesen. Statt Thomas fahren nun an meiner Seite Nico und Stephan, mit denen ich bereits im letzten Jahr im Bayrischen Wald unterwegs war.

Besonders freue ich mich über unsere Motorräder, keiner von uns dreien fährt sein eigenes. Dank der freundlichen Unterstützung von BMW Motorrad können wir drei verschiedene R NineTs für eine Woche geniessen. Nico fährt die klassische R nineT, Stephan die Pure und ich freue mich sehr über die Scrambler. Auf meiner ersten Alpentour 2015 durfte ich schon eine R nineT ausreiten und seitdem liebe ich dieses charaktervolle Motorrad.

In 2015 mit der R nineT in den Dolomiten

Wie es sich so gehört, haben wir mehr Technik als Schlüpper im Gepäck, um tolle Bilder und Videos von der Tour zu machen. Damit wir auch gut dabei aussehen hat uns Bad & Bold mit drei neuen Fuel Motorradhosen ausgestattet, an dieser Stelle nochmals vielen Dank an Barbara & Matthias.

Wenn ihr sehen wollt, wo wir uns rumtreiben, folgt uns gerne auf Insta:

Chasing Lost Places in Berlin und Brandenburg – Südosten

Vor zwei Jahren unternahm ich meine erste Lost Places Tour im Nordosten Berlins. Das Rumstöbern nach alten Gemäuern hat mir sehr viel Spaß gemacht und da es genug passende Objekte rund um Berlin gibt, habe ich eine zweite Auflage geplant, die mich diesmal in den Südosten von Berlin führen sollte.

Die Route beginnt in Wenzlow kurz hinter dem Autobahndreieck Spreeau, erreichbar über die Ausfahrt Friedersdorf. Lustige Ortsnamen wie Philadelphia und Neu Boston säumen den Weg durch den Landkreis Oder-Spree bis zu unserem ersten Tourstopp.

Bugker Sahara

Kurz hinter Storkow liegt das Dorf Bugk. Wenn man hier vor dem Gebäude der örtlichen freiwilligen Feuerwehr rechts abbiegt und ein paar hundert Meter dem Feldweg folgt, erreicht man die Bugker Sahara – ein sehr nährstoffarmes und trockenes Sandgebiet, welches sich östlich von Bugk bis an den großen Wucksee erstreckt. Offene Sandflächen sind in Deutschland selten geworden, da sie meistens über die Jahre aufgeforstet wurden. Rund um die Bugker Sahara führt ein Wanderweg, viele Hinweistafeln erklären die örtliche Flora und Fauna.

Aber da wir heute zum Motorrad fahren und nicht zum wandern da sind, geht es nach ein paar Drohnenaufnahmen gleich weiter zum nächsten Stopp. Die Landstrasse schlängelt sich um Seen und durch Alleen bis Lieberose, ich war ganz überrascht, so eine abwechslungsreiche Strecke hatte ich hier gar nicht erwartet.

Lieberoser Wüste

Die Lieberoser Wüste ist eine rund fünf Quadratkilometer große sandige Offenfläche innerhalb der Lieberoser Heide. Sie ist damit die größte Wüste Deutschlands. In Mitteleuropa dürfte sie ansonsten wohl nur von der noch ausgedehnteren polnischen Błędów-Wüste übertroffen werden. Entstanden durch einen großen Waldbrand im Jahr 1942, war sie später Kern des sowjetischen Truppenübungsplatzes Lieberose.

An der B168 ist ein Wanderparkplatz, von dem aus man in ein paar hundert Metern den Generalshügel erreichen kann. Im Oktober 1970 fand hier das sogenannten „Manöver Waffenbrüderschaft“ des Warschauer Vertrages mit ca. 50.000 Soldaten statt. Um gute Sicht für ihre Befehlshaber zu schaffen, legte die Sowjetarmee diesen ca. 7m hohen Hügel mitsamt Beobachtungsbunker und Aussichtsplattform an. Von hier aus sollen dann die Politiker Breschnew, Ulbricht und Honecker die Manöver beobachtet haben.

Durch die ständige Nutzung mit schwerem militärischen Gerät blieb das Gelände dauerhaft offen und entwickelte sich zu einer so genannten Panzerwüste. Nach der Deutschen Wiedervereinigung und dem endgültigen Abzug der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland blieb das Gelände seit 1994 weitgehend sich selbst überlassen und ist nun Teil des Naturschutzgebiets Lieberoser Endmoräne. 

Weiter Richtung Süden geht es um Cottbus herum und anhand der zweisprachigen Beschilderung merkt man, dass man nun in sorbischem Gebiet unterwegs ist.

1. Mai-Tour 2022

Steine schmeißen, Myfest feiern, demonstrieren, der Tag der Arbeit hat in Berlin viele Facetten. Für alle, die an diesem Tag einfach ihre Ruhe haben wollen und auf dem Mopped die Natur geniessen wollen, habe ich heute eine schöne Runde entdeckt. Oder vielmehr aus bestehenden Routen eine neue gestrickt. Früh gestartet führte mich ein kleines Stück Autobahn bis Bernau, über die Schmetzdorfer Strasse umfuhr ich das Zentrum und gelang danach gleich auf die L31 die zu meiner Überraschung komplett frisch geteert war. So lange ich diese Strecke kenne, war sie ein Flickwerk von Schlaglöchern und Bodenwellen und urplötzlich gleitet man auf babypopoeskem Asphalt. Um mich nicht zu sehr einzulullen bog ich an der Abfahrt zum Spörgelhof in den Wiesenweg ein. Hier im Wald befand sich im 2. Weltkrieg das Lager Koralle genannte Führungszentrum des Oberkommandos der Marine. Vor allem der alte, überwucherte Bunker ist ein sehr beeindruckendes Relikt vergangener Zeiten.

Unterwegs auf dem TET Deutschland

Der TET ist eine Strecke durch und um Europa auf zumeist unbefestigten Wegen. Von Bremen bis an die polnische Grenze führt ein großer Teilabschnitt der deutschen TET und so machten sich im letzten Jahr ein paar BEARS auf den Weg, ihn bis zur polnischen Grenzen zu befahren, um von dort auf die neue Route im Süden zu gelangen.. doch wie immer bei den BEARS kam alles ganz anders.

Entstanden daraus ist dieser nette Kurzfilm, der Euch ein paar erste Eindrücke der deutschen TET vermittelt.

Lieblingsstrecken anderswo: Von Steinau nach Marjoß

Ihr kennt das: als Motorradfahrer sieht man jede Strecke – egal mit welchem Gefährt man unterwegs ist – aus der Perspektive des Motorrades. Je besser die Route, desto mehr die Vermisslichkeit des Bikes. Und so ging es mir heute, als ich zum österlichen Verwandschaftsbesuch durch den Spessart fuhr und nichts ahnend in Steinau von der A66 abfuhr um der Landstraße Richtung Marjoß zu folgen.

Die sehr gut asphaltierte Straße windet sich in entzückenden Kurvenkombinationen durch den Mischwald, weitläufige Kurven wechseln sich mit engen Haarnadelkurven ab. Die lokalen Biker zirkelten hier in Gruppen oder solo durch, es scheint kein Geheimtipp mehr zu sein. Das für Motorräder vorgeschriebene Tempolimit von 60 km/h zeugt von zahlreichen Unfällen aus der Vergangenheit. Dennoch empfehle ich jedem, die wenigen Kilometer unter die Räder zu nehmen.

Die heilige Dreifaltigkeit der Schweizer Alpenpässe

Heute stolperte ich bei YouTube über Lea Riecks Portrait des Grimsel-, Susten- und Furkapasses oder wie sie es bezeichnete: die heilige Dreifaltigkeit der schweizer Alpenpässe. Garniert mit sehr schönen Drohnenaufnahmen beschreibt sie ihre Tagestour von Zürich aus. Während unsereins in einer Tagestour maximal das Erzgebirge erreicht, erfährt Lea sich einige der beeindruckendsten Pässe der Confoederatio Helvetica. Aber seht selbst:

Für mich bringen diese Pässe die Erinnerungen an meine schönste Motorradtour bisher zurück. Gerade die Übernachtung auf dem Susten-Hospiz markierte den Startpunkt einer gemeinsamen Tour in die Schweizer Seealpen, die ich nicht vergessen werde. Wir fuhren die heilige Dreifaltigkeit in der anderen Richtung, also zunächst den Susten, dann den Grimsel und den Furka. Weiter ging es für uns über den alten Gotthardpass, den Nufenen und den Grossen St. Bernhard bis ins Aostatal.

An dieser Stelle nochmal Dank an meine damaligen Mitfahrer Rolf, Akki, Reinhard und HZ. Es war mir ein inneres Blumenpflücken!

Saisonstart 2022 ins Löwenberger Land

Mit dem Alter lasse ich aber ganz schön nach. In den letzten zehn Jahren bin ich selten so spät in die Saison gestartet wie dieses Jahr. Erst Mitte März durfte die GS wieder raus zum Spielen. Zum Eingrooven hatten Tom und ich uns eine lockere Runde von Oranienburg bis Fürstenberg / Havel und wieder zurück nach Mühlenbeck vorgenommen. Die Tour orientierte sich grob an der Route, die wir im November 2020 noch gefahren waren, ich hatte aber den einen oder anderen Schnörkel rausgenommen.

Neu war unter anderem der Abschnitt zwischen Mesebeck – dem Gästehaus der Bundesregierung – und Gransee. Durch den Wald mäandrierten wir in chilligem Cruisertempo durch schöne Natur. Am Dagowsee in Neuglobsow machten wir Vesperpause. Nach Fürstenberg und Himmelpfort kam noch die kleine Kaffeepause in der Mühle Tornow dazu. Nix wildes, aber schöne drei Stunden um die Gräten auf dem Motorrad wieder zu sortieren und sich wieder aufs Motorrad fahren einzugrooven!

Die Route findet ihr unten orange markiert, unter https://kurv.gr/tbgst könnt ihr Euch den Track herunterladen.

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