Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Yamaha Ténéré 700 World Raid Prototyp 2022

Seit ihrer Vorstellung hat sich die Ténéré 700 zu einem absoluten Topseller für Yamaha entwickelt. In ganz Europa ist die Nachfrage nach dem Adventure-Bike sehr groß. Mit ihrem drehmomentstarken CP2-Motor, dem kompakten Fahrwerk und Federelementen mit langen Federwegen hat sich die Ténéré eine große Fangemeinde erarbeitet.

Dank der überzeugenden Geländefähigkeiten der Ténéré 700 konnten viele Fahrer ihren Abenteuerhunger auf Langstreckenreisen, Rallyes und Extremtouren stillen. Viele von ihnen haben große Anstrengungen unternommen, ihre Ténéré 700 nach ihren persönlichen Bedürfnissen aufzurüsten, prominentestes Beispiel ist hier Pol Tarrés, der in seinen Kurzfilmen atemberaubende Manöver auf der Ténére vollführt. Letzte Woche erste brachte er „The Seeker II“ raus und was er da für Stunts hinlegt, ist wirklich von einer anderen Welt.

Yamaha hat sich nun Gedanken über die nächste Entwicklungsstufe der Ténéré 700 gemacht. Ergebnis ist der Ténéré 700 Raid Prototyp, der unter Mitwirkung der erfahrenen Offroad-Fahrer Alessandro Botturi und eben erwähntem Pol Tarrés entwickelt wurde. Das Ziel war, das volle Raid-Potenzial der Ténéré 700 auszuschöpfen, was die beiden Offroadprofis ausgiebig in der marokkanischen Wüste testeten:

Technische Highlights

Motor

  • Akrapovič-Auspuffanlage komplett aus Titan
  • GYTR ECU
  • Hochleistungs-Airbox und -Luftfilter
  • Kettenrad mit 48 Zähnen
  • Oversize-Kühler
  • Zwei Kühlerlüfter
  • Neuer Wasserpumpendeckel
  • Neuer Ölkühler
  • Hochleistungskupplung von Rekluse
  • Zweiteiliger Kupplungsdeckel
  • Neuer Kupplungshebel

Fahrwerk

  • 48 mm Telegabel mit 270 mm Federweg
  • CNC-gefräste Gabelbrücken
  • Neues Federbein mit 260 mm Federweg
  • Neue Umlenkung an der Hinterradschwinge

Bremsen

  • Hochleistungsscheibenbremse vorne – 300 mm Durchmesser
  • Racing-Bremsbeläge
  • Verbesserter Vorderrad-Hauptbremszylinder
  • Neuer Vorderrad-Bremshebel
  • Oversize-Bremsscheibe hinten – 267 mm Durchmesser
  • Neue Bremszangenhalterung
  • Stahlflex-Bremsleitungen vorne und hinten

Motorradhandschuhe für Herbst und Winter

Alle, die sich jetzt denken „Motorrad? Winter? Ich verstehe das Konzept nicht!“ müssen jetzt leider was anderes lesen. Für die Ganzjahresfahrer und Zweirad-Berufspendler möchte ich hier meine beiden aktuell gefahrenen Motorradhandschuhe für Herbst und Winter vorstellen. Den Rev’it Cygnus fahre ich schon seit zwei Jahren, der Held Madoc kam erst kürzlich als Ersatz für ein ausrangiertes Paar Handschuhe dazu. Fangen wir mit dem Neuzugang an:

Held Madoc

Von der Form und Ausstattung her könnte der Held Madoc fast als Schwestermodell meines Lieblingshandschuhs Held Sambia durchgehen, den ich Euch letztes Jahr schon mal vorgestellt hatte. Mit kurzem Bund und Knöchelschale auf der Oberseite sind sie sich schon mal sehr ähnlich.

Auf der Oberhand besteht er aus Stretchgewebe (92% Polyamid, 8% Polyurethan) mit Ziegenlederbesatz, die Unterhand is komplett aus Ziegenleder. Das Innenfutter ist aus 100 % Polyester. Der Handschuh verfügt über eine GORE-TEX Membran und ist somit wasserdicht und winddicht sowie atmungsaktiv.

Die Weitenverstellung am Handgelenk geht schnell und einfach durch den Klettriegel, der flexible Strickbund schliess gut am Handgelenk ab. Und da ich die Jackenärmel gerne über den Handschuhen trage, ergibt sich dadurch ein zugfreier Abschluss. Dazu muss ich aber auch erwähnen, dass meine Belstaff-Jacke ein Innenbündchen im Ärmel hat, was zusätzlich hilft.

TWNSPRK #19 – Amelie Mooseder & Dani Weidmann

Bescheuerte Ideen, lustige Benzingespräche, heiße Custombikes und zu Beginn eines jeden Rennens ein Kuss mit roten Lippen auf glänzendes Metall. Das beschreibt in kurzen Worten das Duo dieser Folge und was euch erwartet.
VTR Customs hat mit Dani Weidmann einen kreativen Kopf, unter dem die Custombike-Schmiede aus der Schweiz mit viel Detailverliebtheit und Perfektionismus regelmäßig die ausgefallensten Bikes auf die Straße stellt. Und mit Amelie Mooseder eine Werksfahrerin, die sympathisch, authentisch und sauschnell die Motorräder über die Ziellinie auf die Titelseiten dieser Welt jagt. Gerade in den letzten Jahren wurden Amelie und ihr VTR-Motorrad „Spitfire“ ein eingefleischtes Team, ein Symbol für die Sprintrennszene und ein Highlight in jeglicher Hinsicht auf sämtlichen Motorradevents.
Ein ehrliches, lustiges und euphorisierendes Gespräch mit zwei richtigen Petrolheads. Welt aus, Visier zu, Motor an und Vollgas! <3

Flight Mode by Tom Pagès

Französischer Freestyle-Motocross-Star zeigt atemberaubenden Doppel-Frontflip in Avoriaz.

Der Franzose Tom Pagès hat sich noch nie gescheut, die Grenzen des Freestyle Motocross auszuloten und seinen eigenen Stil durchzusetzen. Mit seinem neuesten atemberaubenden Kunststück läutete der mehrfache Red Bull X-Fighters Champion die neue Wintersport-Saison ein.

Der 36-Jährige, der auch fünf Goldmedaillen bei den X-Games, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille gewonnen hat, wollte Freestyle Motocross (FMX) und Fallschirmspringen in einem aufregenden Projekt kombinieren: einen doppelten Frontflip von einer 135m hohen Klippe im französischen Wintersportort Avoriaz springen, um dann mit dem Fallschirm landen.

Endurorunde durch Ostprignitz-Ruppin

Im Juni diesen Jahres durfte ich Euch diesen Film von Stefan Tappert präsentieren, der eine wunderschöne Offroad-Tour durch die Ostprignitz zeigte. Diese Runde soll im kommenden Jahr als individuelle Tour angeboten werden. Die Ecke rund um Rheinsberg gehört zu meinem Motorrad-Lieblingsdestinationen. So zögerte ich nicht, als Stefan mich am Freitag anpingte und fragte, ob ich die Tour mitfahren würde.

Am vereinbarten Treffpunkt kam ich als erster an, ein paar Minuten später kamen Stefan mit einem Kumpel an, allerdings nicht auf zwei Rädern, sondern mit Pickup und Trailer. Die beiden hatten ihre kleinen, leichten Offroad-Spaßgeräte dabei. Ich wollte schon anfangen zu meckern, warum ich hier als Einziger mit meiner „großen“ GS fahren muss, als eine F850GS auf den Parkplatz rollte. Drauf sass Marco, der Tourguide aus Stefans Film.

Einen Kaffee später machten wir uns unter seiner Führung auf in die Wälder. Die Bäume hatten ihr herbstliches Laub schon mehrheitlich abgeworfen, auf meiner letzten Tour vor drei Wochen sah das noch etwas anders aus. Es war lustig anzusehen, wie der vor mir fahrende Marco eine Schleppe von aufgewirbeltem Laub hinter sich her zog. Hinter mir tobten die beiden anderen auf ihren Enduros durchs Gemüse.

Bei der heutigen Tour war ich quasi das Versuchskaninchen um zu kucken, wie die Route einem mittelmässig begabten GS-Fahrer passt. Die erste Stunden fuhren wir flott über Wald- und Forststrassen, Schotter wechselte sich ab mit Sand, Kopfsteinpflaster und dem gelegentlichen Betonplattenweg. Die Anzahl der Leute, die wir unterwegs trafen konnten wir an einer Hand abzählen.

TWNSPRK #18 – Martien Delfgaauw

Sein Name ist Martien Delfgaauw und er betreibt eine Werkstatt zur Schaffung komparativer Konkurrenzvorteile im Raum der visuellen Erscheinungsoptimierung motorisierter Zweiräder. Und er wohnt in Berlin. Und er ist Teilzeit-Katalogmodel für Indian Motorcycles.
Was das genau das alles bedeutet, warum er Bagger-Bikes nicht mehr so schrecklich findet wie früher, was Liebe damit zu tun hat, warum er als fast zwei Meter großer Mensch unbedingt Vespa fahren muss und wie schön eigentlich ein Kennzeichenträger sein kann, erfahrt ihr in dieser Folge Twinspark Motorrad-Podcast!

Välkommen Husqvarna Norden 901

Nach langem Warten ist die Norden 901 von Husqvarna Motorcycles nun endlich erhältlich. Husqvarna Motorcycles präsentierte die Norden 901 erstmals als Konzeptbike auf der EICMA 2019, es folgte eine lange Teaserphase, wir sichteten den Prototypen auf unserer Tour durch den Bayrischen Wald, aber nun ist die Serienversion da. Das selbst formulierte Ziel vom Hersteller ist, ein überragendes Reisemotorrad mit ausgeprägter Offroad-Tauglichkeit zu schaffen. Inspiriert von den erfolgreichen Rally-Bikes von Husqvarna Motorcycles soll es in der Lage sein, auf anspruchsvollem, vielfältigem Terrain lange Distanzen zurückzulegen.

Angetrieben wird die Norden 901 von einem Reihen-2-Zylinder mit 889 cm3 Hubraum und 105 PS, der dank zweier Ausgleichswellen extrem vibrationsarm läufen soll. Der Motor sitzt in einem leichten Gitterrohrrahmen aus Stahl, der Fahrer, der Fahrkomfort wird über eine WP APEX-Federung mit langen Federwegen gewährleistet. Die Offroadambitionen zeigen sich auch im Wahl der Reifenformate: 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten sollen den Weg über jedes Hindernis ebnen.

Espresso GT Saisonfinale 2021

Unter dem Label „Espresso GT“ veranstaltet das Craftwerk Berlin jeden letzten Sonntag im Monat ein Treffen für klassische Fahrzeuge (bis Bj. 98) aller Couleur. Oldtimer, Offroader, Einzelstücke, Sportwagen oder Buggys, alles ist willkommen. Geparkt wird auf den Hof, es gibt Espresso und Croissants nebst entspannten Benzingesprächen.

Heute fand die letzte Ausgabe für dieses Jahr statt bevor es in die Winterpause geht. Bei sonnigem Herbstwetter und 16° machte ich mit Sohn II und Kamera bewaffnet einen kleinen Abstecher dahin. Es stellte sich heraus, dass mein kleiner Nachwuchsfotograf gerne Details der Fahrzeuge fotografiert. Mir blieb dann nur noch die Drohne und das Handy zum Bilder machen. Gemeinsam präsentieren wir Euch hier die kleine Bildergalerie zum Event.

Tales from the wheels – ein Portrait über…. mich

Wer mich so ein bisschen kennt, der weiss, dass ich kaum ein Ende finde wenn es darum geht, über Motorräder zu reden. Mein Freund Stephan kennt das fast seit 10 Jahren. Und letztendlich hat es unter anderem dazu geführt, dass er dieses Jahr seinen Motorrad-Führerschein gemacht hat und mit uns seine erste Motorradtour fuhr.

Stephan ist aber nicht nur Neu-Motorrad-Fahrer sondern auch ein sehr talentierter Foto- und Videograf. Und er reist sehr viel, trifft spannende Menschen und portraitiert sie. Zu diesem Zweck hat er das Magazin „257 Mag“ gestartet. Im letzten Jahr kam er dann auf mich zu mit der Idee, ein Portrait über mich zu machen.

So trafen wir uns zunächst im Sommer letzten Jahres, um in aller Herrgottsfrühe ins Ruppiner Wald- und Seengebiet zu fahren und die Fahrszenen zu drehen. Aus dem Material entstand zunächst mal der Trailer für meinen YouTube-Kanal:

Monate später im Winter trafen wir uns erneut, diesmal im Craftwerk in Berlin für den Interviewpart.

Abgerundet wurde das ganze dann mit Videomaterial, welches auf unserer Tour durch den Bayrischen Wald entstanden ist. Das Endergebnis könnt Ihr Euch mit Stephan und mir diesen Donnerstag um 19:30 Uhr auf YouTube anschauen. Ein klein bisschen aufgeregt bin ich ja schon!

Herbsttour durch die Schorfheide, Uckermark und den Müritz Nationalpark

Ein paar Wochen haben wir noch, bevor es Winter wird. Ich sag es ja ungern, aber einer muss es ja tun. Nach der Tour durch den Bayrischen Wald hatte ich das Motorrad nicht mehr bewegt, am Sonntag war trockene Witterung und Sonne vorhergesagt, die perfekte Gelegenheit also für eine Herbstausfahrt. Als Ziel hatte ich mir den Müritz Nationalpark gesetzt, zu lange war ich nicht mehr dort gewesen. Der Weg dahin sollte mich zunächst um den Werbellinsee und durch die Schorheide Chorin als auch die Uckermark führen. Die Route, dich ich mir zurecht gelegt hatte, verband eines meiner bisherigen Lieblingsstrecken, kombiniert mit ein paar neuen Abschnitten, die ich noch nicht gefahren war. Insgesamt standen fast 400km an, also galt es, das Tageslicht bestmöglich auszunutzen. So klingelte der Wecker um 7:00 Uhr und kaum eine Stunde später rollte ich vom Hof.

Indian Summer am Werbellinsee

Die Sonne lugte langsam über die noch nebelbedeckten Felder und kaum hatte ich die Stadtgrenze hinter mir, fiel auch das Thermometer. Zwischenzeitlich hatte ich auf dem kleinen Autobahnstück bis zur Abfahrt Finowfurt 1,5° auf der Anzeige. Gut, dass ich mich eingepackt hatte wie ein Michelin-Männchen.

Die Runde um den Werbellinsee war traumhaft, das bunte Herbstlaub wurde von der Morgensonne schön in Szene gesetzt. Am Tauchplatz Dornbusch hielt ich an, um ein paar Drohnenaufnahmen zu machen. Das Surren meiner Drohne sollte aber nicht das einzige Geräusch sein, welches die morgendliche Stille durchdrang. Im See vor mir blubberte es an verschiedenen Stellen immer wieder und ich konnte es erstmal gar nicht zuordnen. Bis ich merkte, dass am Parkplatz gegenüber bereits ein Auto stand, es war also bereits ein Taucher im Wasser.

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