Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Alpenblitz 2022 Tag 4 – Lago di Valvestino, Monte Tremalzo und Brasa-Schlucht

Alle, die schon mal am Gardasee waren wissen, wie riesig der Tümpel ist. Man kann natürlich drumrum fahren, wenn man auf die andere Seite will. Man kann aber auch eine der Fährverbindungen über den See nutzen. Und zufälligerweise führt eine dieser Fährverbindungen von unserem Ferienort Torri del Benaco auf die Westseite des Sees nach Toscolano-Maderno.

Die erste Fähre geht um 08:25, wir haben also genug Zeit zum Tanken und für einen Espresso mit Croissant in der Bar nebenan. Am Fähranleger hält neben uns ein wundervoll restaurierter Fiat 500 an und wir plauschen angeregt mit dem Fahrer. Nein, der Fiat musste nicht aus eigener Kraft aus Aichach in Bayern an den oberitalienischen See fahren, er durfte auf dem Hänger mitreisen. Die Aufmerksamkeit der Umstehenden war dem Besitzer auf jeden Fall gewiss.

Auf der anderen Seeseite wartete bereits Siggi auf uns, er möchte uns auch an diesem Tag begleiten und nach einem kurzen Plausch fahren wir ein kleines Stück am See entlang bis wir in Gargnano links abbiegen und uns den Berg hochschnüren. Je nach Kurve erwischten wir wieder wunderschöne Ausblicke auf den See. Ab Navazzo wird die Strecke etwas gerader und man kann ambitioniert dem Lago di Valvestino entgegenfahren. Die Kurven entlang des Stausees durch den Wald sind super schön und beschwingt zu fahren, der Asphalt ist auch ok.

Bei Capovalle überfahren wir den Passo San Rocco, immerhin auch 958m hoch. Perfekt angelegte Kehren und Kurven auf Top-Belag machen die Abfahrt zum Idro-See zu einem großen Spaß!

Am Idro-See angekommen machen wir eine kleine Kaffeepause in der Bar Pizzeria Cinzia direkt am See. Die Lage direkt am Ufer mit einem malerischen Ausblick auf den See hat auch einige andere Biker zur Rast angeregt.

Alpenblitz 2022 Tag 3 – rund um den Monte Baldo

Unser erster Fahrtag am Gardasee führte uns rund um den Hausberg Monte Baldo, der sich direkt hinter unserem Apartment in Torri del Benaco erhob. Nur mit leichtem Gepäck – dem Tankrucksack – machten wir uns zunächst auf den Weg zur Orts-Tankstelle, um sowohl die Motorräder (Benzin) als auch die Fahrer (Espresso) zu betanken. Und an diesem Tag sammelten wir uns an der Tankstelle auch einen weiteren Mitfahrer ein: Siggi machte zu der Zeit auch am Gardasee Urlaub und hatte zufälligerweise seine GS dabei, so dass er uns an diesem und dem nächsten Tag begleiten konnte.

So beschallte der Klang von vier Bayern-Boxern den Anstieg nach Albisano und San Zeno di Montagno und wir erfreuten uns an den ersten, sehr launigen Kurvenkombinationen sobald wir die Ortsschilder hinter uns gelassen hatten. Nach der ersten, kleinen Passhöhe unweit des Monte Belpo ging es schon wieder bergab Richtung Caprino Veronese. Wir waren hier ja erst auf dem Südausläufer des Monte Baldo unterwegs. Von hier aus orientierten wir nordwärts und schraubten uns über nette Landstraßen und weite Kurven Richtung Spiazzi. Ob der grandiosen Umgebung ließ der erste Drohnen-Fotostopp nicht lange auf sich warten.

TWNSPRK #36 – Club of Newchurch

Feels like coming home! Nach zwei Jahren Pause fand das Club of Newchurch Festival endlich wieder statt. Fulminant wie eh und je, laut, witzig, verrückt, schnell. Mit unglaublich viel Spaß, Motorensound und Heimatgefühlen traf sich die Gemeinschaft am Fuße des Großvenedigers wieder, um sich und die Liebe zu Motorrädern zu zelebrieren. Mit offenen Armen für jeden, der auch nur einen Tropfen Benzin in den Adern hat, wurde getanzt, gelacht, getrunken und das Leben gefeiert.

Ein paar Eindrücke und Stimmen zum Festival findet ihr in dieser Podcastfolge. Und mit ausdrücklicher Erlaubnis des wunderbaren Jimmy Cornett und wärmster Herzensempfehlung von Carina die Hymne am Schluss: Feels like coming home! Club of Newchurch 2022, du warst eine Wucht <3 Wir freuen und aufs nächste Jahr!

Und hört ganz dringend in die Club of Newchurch Folge von unserem Schwesterpodcast BEARcast rein. Das ist Pflicht mit den Live-Kommentaren vom RokkerRace!

Alpenblitz 2022 Tag 2 – von Bozen zum Gardasee

An Tag 2 unserer Tour verlassen wir Bozen erstmal nordwestlich in Richtung Meran. Kilometerweit erstrecken sich die Apfelplantagen im Tal und wir mäandrieren über schmale Strassen Richtung Lana. Dort wechseln die Apfelplantagen über in Weinberge und malerischer kann man Kurven nicht in die Landschaft setzen. Oben auf dem Berg ein altes Herrenhaus, die Morgensonne im Rücken, wir haben Gänsehaut, als wir die Anhöhe hoch fahren. Das kann der Mendelpass nicht besser.

Die weitere Strecke durchs Ultental hat eigentlich kaum eine Gerade. Richtig geniessen konnten wir die Kurven nicht, da wir einiges an Verkehr hatten, so stand eben die Freude an der Natur im Vordergrund.

Freie Bahn hatten wir dann wieder, als wir in Lotterbad Richtung Hofmahdjoch – auch Passo Castrin genannt – abbogen. Ein schönes Asphaltband zog sich hinauf durch die Wälder und die Temperaturen wurden angenehmer. Den ersten Kaffeestopp machten wir in Laurein, von der Terrasse der Bar schauten wir auf das nächsten Postkartenmotiv. Irgendwann muss man sich entscheiden, ob man Kurven fahren oder Landschaft kucken will. Beides gleichzeitig wird hier schwierig.

Alpenblitz 2022 Tag 1 – München Bozen

Die erste Aufgabe bei einer in München startenden Motorradtour ist es, erstmal aus der Stadt rauszukommen. Nach unserem Treffpunkt am Siegestor und einem kleinen Tourstart-Foto ging es für uns daher erstmal auf die Autobahn A96 für eine halbe Stunde bis wir in Weyarn abfahren. Von hier aus schwingen wir uns erstmal über kleine Landsträsschen vorbei an Kuhweiden in Richtung Tegernsee und gewöhnen uns erstmal an unsere R NineT’s.

Nico pilotiert die klassische R nineT, Stephan sitzt auf der Pure und ich darf eine Scrambler für die nächsten sieben Tage meinen fahrbaren Untersatz nennen.
Von St. Quirin bis Rottach-Egern zuckeln wir am Tegernsee entlang und geniessen den Ausblick. Über die Dörfer führt uns die Route über den unspektakulär zu fahrenden Achenpass. Ein paar Kilometer folgt die Strasse hier fast exakt dem Grenzverlauf zwischen Deutschland und Österreich. Doch wir bleiben erstmal noch auf der deutschen Seite und an der Walchenklamm vorbei erreichen wir den Sylvenstein-Stausee, den wir auf der Faller-Klamm-Brücke überqueren. Ich war schon des öfteren hier, aber der tiefblaue See in den Bergen beeindruckt mich immer wieder. Hier kam dann auch zum ersten Mal die Drohne zum Einsatz.

TWNSPRK #35: Dutch van Someren, Bike Shed London

Ein Zuhause für Menschen, die Motorräder lieben und Menschen, die Menschen lieben, die Motorräder lieben. Das ist es also, der legendäre Motorrad-Schuppen aka. The Bike Shed in London. Dutch van Someren ist einer der Gründer dieser weltweit bekannten Location und Initiator der Bike Shed Motorcycle Show. Inzwischen erweitert um Barbershops, Tattoostudios und Bars und nun auch mit einem Ableger in Los Angeles ist der Bike Shed London nicht mehr nur ein Clubhaus und eine Motorradgarage. Er ist Treffpunkt für Petrolheads, Customizer und Motorradliebhaber aus aller Welt und Kulturzentrum der Motorradszene in UK. Dutch teilt spannende Einblicke aus der Sicht eines wirklichen Motorradliebhabers.

Und am Schluss gibts wieder ein Update von FreeGulliver, die am Nanga Parbat und auf der Road to Fairy Meadows mit ihrem Motorrädern waren und als erste Österreicher auf dem Landweg die Grenze von Pakistan nach Indien passierten. Hört rein, es lohnt sich!

Alpenblitz 2022 – Prolog

Die letzte, richtige Motorradtour in die Alpen liegt schon lange zurück, Slowenien war das im Jahre 2018. In den Jahren dazwischen hielten uns kleinere Touren über ein verlängertes Wochenende bei Laune. Sei es ins Erzgebirge, den Thüringer Wald oder den Bayrischen Wald. Schön waren die auch, aber es blieb die Sehnsucht nach „Berge-Berge“ statt nur „Berge“. Bekloppte Tourenideen habe ich immer genug im Kopf, auf einer dachte ich dabei schon sehr viel länger rum als auf anderen: einer Tour von München an den Gardasee.

Nicht ganz unschuldig daran ist Thomas, der die Pässe zwischen der bayrischen Hauptstadt und den norditalienischen Seen als seine erweiterte Hausstrecke bezeichnen kann und der schon über viele, schöne Touren berichtete. So entstand nun auch der Plan für die diesjährige Tour, die morgen beginnt. Leider ohne Thomas, irgendwie waren dieses Jahr die Terminplanung-Auguren gegen uns. Dabei wäre das unser zehnjähriges Tourjubiläum gewesen. Statt Thomas fahren nun an meiner Seite Nico und Stephan, mit denen ich bereits im letzten Jahr im Bayrischen Wald unterwegs war.

Besonders freue ich mich über unsere Motorräder, keiner von uns dreien fährt sein eigenes. Dank der freundlichen Unterstützung von BMW Motorrad können wir drei verschiedene R NineTs für eine Woche geniessen. Nico fährt die klassische R nineT, Stephan die Pure und ich freue mich sehr über die Scrambler. Auf meiner ersten Alpentour 2015 durfte ich schon eine R nineT ausreiten und seitdem liebe ich dieses charaktervolle Motorrad.

In 2015 mit der R nineT in den Dolomiten

Wie es sich so gehört, haben wir mehr Technik als Schlüpper im Gepäck, um tolle Bilder und Videos von der Tour zu machen. Damit wir auch gut dabei aussehen hat uns Bad & Bold mit drei neuen Fuel Motorradhosen ausgestattet, an dieser Stelle nochmals vielen Dank an Barbara & Matthias.

Wenn ihr sehen wollt, wo wir uns rumtreiben, folgt uns gerne auf Insta:

Chasing Lost Places in Berlin und Brandenburg – Südosten

Vor zwei Jahren unternahm ich meine erste Lost Places Tour im Nordosten Berlins. Das Rumstöbern nach alten Gemäuern hat mir sehr viel Spaß gemacht und da es genug passende Objekte rund um Berlin gibt, habe ich eine zweite Auflage geplant, die mich diesmal in den Südosten von Berlin führen sollte.

Die Route beginnt in Wenzlow kurz hinter dem Autobahndreieck Spreeau, erreichbar über die Ausfahrt Friedersdorf. Lustige Ortsnamen wie Philadelphia und Neu Boston säumen den Weg durch den Landkreis Oder-Spree bis zu unserem ersten Tourstopp.

Bugker Sahara

Kurz hinter Storkow liegt das Dorf Bugk. Wenn man hier vor dem Gebäude der örtlichen freiwilligen Feuerwehr rechts abbiegt und ein paar hundert Meter dem Feldweg folgt, erreicht man die Bugker Sahara – ein sehr nährstoffarmes und trockenes Sandgebiet, welches sich östlich von Bugk bis an den großen Wucksee erstreckt. Offene Sandflächen sind in Deutschland selten geworden, da sie meistens über die Jahre aufgeforstet wurden. Rund um die Bugker Sahara führt ein Wanderweg, viele Hinweistafeln erklären die örtliche Flora und Fauna.

Aber da wir heute zum Motorrad fahren und nicht zum wandern da sind, geht es nach ein paar Drohnenaufnahmen gleich weiter zum nächsten Stopp. Die Landstrasse schlängelt sich um Seen und durch Alleen bis Lieberose, ich war ganz überrascht, so eine abwechslungsreiche Strecke hatte ich hier gar nicht erwartet.

Lieberoser Wüste

Die Lieberoser Wüste ist eine rund fünf Quadratkilometer große sandige Offenfläche innerhalb der Lieberoser Heide. Sie ist damit die größte Wüste Deutschlands. In Mitteleuropa dürfte sie ansonsten wohl nur von der noch ausgedehnteren polnischen Błędów-Wüste übertroffen werden. Entstanden durch einen großen Waldbrand im Jahr 1942, war sie später Kern des sowjetischen Truppenübungsplatzes Lieberose.

An der B168 ist ein Wanderparkplatz, von dem aus man in ein paar hundert Metern den Generalshügel erreichen kann. Im Oktober 1970 fand hier das sogenannten „Manöver Waffenbrüderschaft“ des Warschauer Vertrages mit ca. 50.000 Soldaten statt. Um gute Sicht für ihre Befehlshaber zu schaffen, legte die Sowjetarmee diesen ca. 7m hohen Hügel mitsamt Beobachtungsbunker und Aussichtsplattform an. Von hier aus sollen dann die Politiker Breschnew, Ulbricht und Honecker die Manöver beobachtet haben.

Durch die ständige Nutzung mit schwerem militärischen Gerät blieb das Gelände dauerhaft offen und entwickelte sich zu einer so genannten Panzerwüste. Nach der Deutschen Wiedervereinigung und dem endgültigen Abzug der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland blieb das Gelände seit 1994 weitgehend sich selbst überlassen und ist nun Teil des Naturschutzgebiets Lieberoser Endmoräne. 

Weiter Richtung Süden geht es um Cottbus herum und anhand der zweisprachigen Beschilderung merkt man, dass man nun in sorbischem Gebiet unterwegs ist.

Let’s go offroad – Vorbereitung und Equipment

Eines der erklärten Ziele für dieses Jahr ist das Spielen im Dreck und im Gemüse. In Sachen Equipment könnte ich vielleicht erstmal mit meiner bestehenden Motorradausrüstung fahren. Könnte ich. Aber als selbsterklärter Ausrüstungsweltmeister kann man das auch als Anlass nehmen, um „dringend“ nötige Erweiterungen an der Fahrergarderobe zu machen. Keine komplette Eskalation, aber aus Sicht des Rookie vielleicht ganz sinnvolle Anschaffungen. So fing ich Ende letzten Jahres an, die Saisonschlussverkaufsrabatte zu screenen. Und während ich das tat, kam parallel eine Anfrage von Pierce AB ins Haus, den Betreibern der Onlineshops XL MOTO und 24MX. In der Vergangenheit durfte ich schon ein paar Mal deren Produkte testen. Und ob meines aktuellen Ansinnens kamen wir überein, dass ich eine Grundausstattung aus deren Produktportfolio gestellt bekomme und über das Jahr hinweg testen kann.

Der Produktvorstellung hier wird also ein ausführliches Review zu Saisonende folgen.

Helm: Raven Airborne Khan

Das erste, was mir und wahrscheinlich auch Euch beim Raven Khan ins Auge fällt ist die coole Lackierung im Zebra-Look. Die grau-weisse Version gefiel mir am besten, die Größe XL passt mir mit meinem 62er Kopfumfang auch sehr gut.

Die Schale des nach ECE 22-05 Norm zertifizierten Helms besteht aus einem strapazierfähigem thermoplastischen Material für ein ausgewogenes Verhältnis von Robustheit und Leichtigkeit. Mehrere Lüftungsöffnungen, sorgen für gute Belüftung und Kühlung. Jeder, der schon mal Offroad unterwegs hat weiss, dass man sich auf dem Bike viel mehr bewegt als im Strassenbetrieb und daher schneller ins Schwitzen kommt. Daher auch wichtig, dass das Innenfutter herausnehmbar und waschbar ist, zusätzlich ist das Futtermaterial auch anti-mikrobiell, um Gerüche zu vermeiden.

Eigenschaften

  • Gewicht: 1350 g +/- 50 g
  • Thermoplastische Schale
  • Doppelte D-Ring Schnalle
  • Einstellbares Visier
  • Waschbares Futter
  • Erfüllt ECE 22-05
  • UVP: 129,99 €

New Urban Gear: Spidi Armor H2Out Hoodie und Course Raider 2.0 Helm

Das Home-Office wird für viele von uns zumindest teilweise vorbei sein, man kann sich also wieder mal auf ins Büro machen. Und als Großstadt-Roller-Pendler habe ich wieder ein paar neue Ausrüstungsgegenstände entdeckt, die es in meine Garderobe geschafft haben: mit dem Spidi Armor H2Out ein regenfestes Protektoren-Hoodie und mit dem Course Raider 2.0 ein neuer Helm. Nach mehreren Monaten Fahrpraxis mit beiden ist hier mein kleines Resumée zu beiden.

Spidi Armor H2Out Motorrad Hoodie

Der Spidi Hoodie Armor H2Out schliesst bei mir eine Lücke, die meine bestehenden, alltagstauglichen Jacken (ICON Vigilante und Revit Eclipse) nicht abdecken: sie ist nämlich wasserfest. Gerade an Tagen mit unsicherer Witterung will ich nicht immer die Regenkombi mitschleifen sondern auch so nicht gleich pudelnass werden.

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