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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Autor: Alexander (Seite 2 von 99)

[Sponsored Post] Mehr Sicherheit durch kleine Helferlein: das Smart Brake Modul und Smart Turn System

Wisst Ihr was ich wirklich gut kann? Also so richtig gut? Den Blinker nach dem Abbiegevorgang nicht zurückzustellen. Vor allem auf der Vespa im Stadtverkehr passiert mir das fast täglich. In den meisten Fällen merke ich es selber. Das eine oder andere Mal kam es dadurch schon zu Mißverständnissen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Diese gingen immer glimpflich aus, aber das muss ja nicht immer so sein.

Eine andere Situation, die ich beim Fahren im Pulk schon erlebt hatte: der Vordermann nimmt das Gas raus oder schaltet runter. Dadurch verzögert er bereits, ohne daß die Bremsleuchte angeht. Selber muss man dann stärker in die Eisen gehen, der Fahrer hinter einem ebenfalls. Irgendwann reicht es dann nicht mehr und man hängt dem Vordermann auf dem Hinterreifen.

Neue Motorräder kommen teilweise schon mit Assistenzsystemen, die diese Situationen berücksichtigen. Zum Nachrüsten gibt es mehrere Produkte von Movalyse, einem Startup aus Slowenien. Sie haben mir zwei Ihrer Lösungen zum Testen geschickt, die ich Euch hier vorstellen möchte.

Smart Brake Modul

Das erste Produkt ist das Smart Brake Module, welches registriert wenn das Motorrad langsamer wird und das Bremslicht automatisch anschaltet. Im Falle einer Verzögerung durch Gaswegnehmen oder Runterschalten kann das Smart Brake Modul das Bremslicht entweder blinken oder aufleuchten lassen, bevor der Fahrer selber die Bremse betätigt. Der nachfolgende Verkehr wird früher gewarnt was für einen Sicherheitsvorteil sorgt.

Im Modul sind ein Bewegungssensor sowie einen Beschleunigungsmesser enthalten. Der Sensor wird mittels Drahtverbindern an die Kabel der Bremsleuchte angeschlossen. In der Anleitung sind die Kabelfarben der wichtigsten Hersteller angegeben, zur Sicherheit checkt aber nochmal den Kabelbaum eures spezifischen Modells, bevor ihr das Modul anschliesst.

Im Falle meiner 2009er Triumph Street Triple R ist die Farbbelegung wie folgt:
Rot/Violett ist die Stromversorgung des Moduls, diese geht an das gelbe Kabel des Positionslichts. Das graue Signalkabel des Moduls geht an das grüne Kabel der Bremsleuchte. Schwarz ist das Erdungskabel und geht auf schwarz.

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Auf einem Bein stehen: Zentralständer für die Street Triple (Teil 1)

Mein erstes Motorrad hatte einen großen Vorteil. Es verfügte über einen Hauptständer. Simple Wartungsarbeiten wie Kette reinigen oder fetten waren mühelos möglich. Später bei der Yamaha behalf ich mir mit einem Montageständer für das Hinterrad, selbiger wollte bei der Street Triple nicht mehr wirklich passen. Zwischenzeitlich gesellte sich ein Lenkkopfständer dazu, aber so einen wirklich stabilen Gesamteindruck machte das ganze nicht.

Schlussendlich entschied ich mich für einen Zentralständer, für meine Triumph Street Triple sollte der Motorradheber Power-Evo von ConStands passen. Trotz eines Aktionsrabattes von 15% schlug dieser immer noch mit über 230 Euro zu buche. Was kann das Ding denn nun so besonders? Mit dem Zentralständer kannst du dein komplettes Motorrad innerhalb weniger Sekunden schnell und mühelos aufbocken. Ebenso wird das Rangieren auf engstem Raum sehr erleichtert. Im aufgebockten Zustand sind jegliche Arbeiten, ob Wartung, Pflege, Reifenwechsel und Reparaturen an Gabel oder Motor einfacher möglich da die Teile besser zugänglich sind.

Beim Überwintern werden Teile wie das Fahrwerk, die Schwinge, der Federweg und die Reifen im aufgebockten Zustand entlastet. Hierdurch wird z.B. die Entstehung von Reifendruckpunkten am Vorderrad verhindert. Da nun Winter ist und das Mopped sich in der Garage langweilt, war der richtige Zeitpunkt gekommen, das seit Wochen im Keller schlummernde Paket mit dem Zentralständer auszupacken und selbigen aufzubauen.

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Was hält Dich zurück?

Über Rosie Gabrielle stolperte ich irgendwann mal bei Instagram, wo sie regelmässig Bilder von ihren Begegnungen und Erlebnissen ihrer Motorradreisen postet. Sie ist schon weit rumgekommen und hat mit dem Motorrad unter anderem Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Indien, Türkei, Oman, Pakistan, die USA und ihre Heimat Kanada bereist.

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Pakistan named TOP holiday DESTINATION for TRAVELERS FOR 2020 by @cntraveler !!!!!!! . . And I couldn’t agree more! Although I’m pleased to be amongst the many who have come in the last years to help change the perception of this country, my aim was never to improve tourism. I was pro humanity and was dedicated to showcasing the real heart of the people- this was my mission. . Earlier this year I got to meet the legend himself – Sir @imrankhan.pti ! Pakistan’s Prime-Minister. And I must commend him on his efforts, leadership and wellbeing he seeks for his Country. I think he said it best When he stated that the vision for his country was not to become another “Kathmandu”, full of major tour buses, massive hotels and mass tourism. He said the most important thing about Pakistan, and is the real gem of this country, is the people. And mass tourism will tarnish that. . If Pakistan is going to have a mass influx of tourism, it needs to start practicing responsible tourism and get a better handle on things. . I was devastated to see the state of Naran, the chaotic unstructured infestation of random hotels, garbage, and Hunza isn’t far from it. The land is showing severe signs of global warming with glaciers melting at record speed, and don’t even get me started on the zoo that Kalash has become. If Pakistan is opening it’s doors for the masses, it needs to do it the right way, or it will lose the very essence that makes PAKISTAN extra special- the people and beautiful land. . Don’t get me wrong- I completely agree that this country is the TOP place to visit- and you will see in my coming vlogs, you won’t even believe your eyes the beauty here! however, some things need to be adjusted in order for this to be a success without completely running this place to the ground or being a disaster. In my opinion Pakistan is not ready for this kind of tourism for many reasons. It lacks the simple standards for this type of operation and is only really accessible to more “experienced travelers” rather than the “relaxed holiday” type. . 📸 remote and tripod 🌍 Location- one of the most Epic places I got to experience all to my self – DEOSAI 💗

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How do you live a more fulfilling life ? For some of us Our life like feels routine, empty and stuck. We don’t really feel alive. We go through the emotions and we do the things we think we have to do, but we don’t feel that ZEST for life. What to do about it? When we’re young, so often we stop following our eternal guiding system, our internal compass in the direction to the things that cause us to feel ALIVE. We abandon that pathway, specifically so we can feel that approval we often get from others. As a result of doing what they think we should be doing, eventually when we grow up we tell ourselves that those things they wanted us to do make us happy. We want the drug approval to cover up the loneliness, emptiness and absence we feel when we‘re not following our internal guidance system. But just like a drug, eventually it doesn’t work to cover up that void within us. We start to feel as though we are not alive, we start to feel that emptiness, we start to feel like we don’t know what we like, what we want, which direction to go- We feel lost. If we try to deny this aspect of ourselves, to reject our internal compass, we try to numb ourselves out for long enough, our soul will create a crisis. This type of crisis is designed specifically to get us back on track. But sometimes crisis will bring us face-to-face with death. If we’re living according to other people’s approval instead of the definition of what life REALLY means for us, then we are living a waking dead anyways. The ones who managed to recover from being terminally ill may let the visitor of death educate them about life, those who let a brush with death bring them back to life. The bottom line is, when a person is terminally ill, priorities change, and they change into what they always should’ve been. The absolute gift of surviving a brush with death, you can make this change in priorities without being ill, or dying, and you have a shot at really living. Your life will be full of meaning and always rich if you can live your life like tomorrow will never come. -@tealswanofficial Listen to the link posted to my stories for a step by step on how to master this practice

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Aktuell stieß ich wieder auf sie, als sie im aktuellen BMW Motorrad Podcast zu Gast war. Und hier erfuhr ich erstmals mehr über ihren Hintergrund und ihre Motivation. Ursprünglich aus Vancouver bereist sie schon früh die Welt. Mit 19 macht sie ihren ersten Trip nach Südostasien und als ihr das Umherreisen mit dem Bus nicht die Zeit ließ, das Land richtig zu entdecken mietete sie sich kurzerhand ein Motorrad. Es folgten 12.000km in sechs Monaten auf einer 125cc Honda Dream. Im Oman arbeitet sie immer wieder zwischen ihren Reisen als professionelle Fotografin. Am liebsten aber bereist sie die Welt mit dem Motorrad. Alleine. Als Frau. Mit einer dauerhaften, schweren Erkrankung (Lyme-Borreliose). Im BMW Motorrad Podcast spricht sie sehr offen über ihre Geschichte:

Berichte über ihre Reisebegegnungen postet sie auch auf ihrer Facebook-Seite ihrem YouTube-Kanal.

Ähnlich wie Rolf Lange fokussiert sie sich auf die Begegnungen mit den Menschen, die für sie ein zentraler Antreiber sind. Schöne und berührende Geschichten. Und am Ende fragt man sich: was hält mich eigentlich zurück, es ihr gleich zu tun.

Take The Wrong Way Home

Hartmut Pauls war jahrelang Kameramann und sein Beruf trug ihn um die Welt. Nach seinem Engagement in Washington entschloss er sich, nicht den direkten Weg nach Deutschland zu nehmen. Sondern eben den „Wrong Way home“. Gemeinsam mit seiner Frau fuhr er westwärts durch die USA, später dann alleine fuhr er weiter durch Asien und Osteuropa, bis er irgendwann wieder im heimischen Berlin ankam.

Bild: Hartmut Pauls

Bild: Hartmut Pauls

Dem anekdotenreichen und spannenden Vortrag über seine Weltreise konnte ich neulich bei meinem lokalen Motorradhändler lauschen. Am Ende der Veranstaltung kamen wir kurz ins Gespräch und tauschten unsere Kontakte aus. Am Tag drauf bekam ich bereits eine E-Mail von ihm und da erst fiel uns auf, daß wir nur drei Strassen voneinander entfernt wohnten. Welch großartiger Zufall.

So verabredeten wir uns ein paar Tage später auf ein Feierabendbierchen. Hartmut meinte im Vorfeld noch, es möge bitte kein Saufgelage werden. Naja, ein paar Bierchen sind es dann doch geworden. Genauso herzlich und direkt wie in seinem Vortrag erzählte Hartmut von seinem beruflichen Werdegang, der ihn in viele brenzlige und spannende Situationen geführt hatte wie beide Golfkriege, den Jugoslawienkonflikt oder den Fall der Mauer, wo urplötzlich ein immenser Bedarf an Berichterstattung entstand und Hartmut war als Kameramann direkt vor Ort und mitten im Geschehen.

Bei so einem turbulenten Berufsleben mögen seine Motorradtouren fast weniger aufregend anmuten. Dabei hat er neben seiner Weltreise unter anderem auch schon Südamerika und Afrika bereist und an Motorradrallyes teilgenommen. In seinem Blog Take The Wrong Way Home könnt ihr seine Abenteuer nachlesen. Uns wenn ihr die Chance habt, einen seiner Vorträge zu sehen, kann ich Euch nur dringend empfehlen, dies zu tun.

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Die besten Weihnachtsgeschenke kann man sich auch mal selber machen. Ich habe mir ein neues Zweirad gegönnt. Aber eines ohne Motor. Bei meinem neuen Crossrad muss ich selber für den Vortrieb sorgen. Angespornt durch Sohn I bin ich in den letzten Monaten immer öfter mit dem Fahrrad ins Büro gefahren. Also, mit der alten Hitsche. Es ist jetzt nicht die Riesenstrecke, hin und zurück 15 Kilometer. Aber ich merkte, wir mir die Bewegung gut tat und ich vor allem abends auf dem Weg nach Hause besser den Arbeitstag hinter mir lassen konnte und auch mental entspannter zu Hause ankam.

So wollte ich mir selber mehr Ansporn geben und stand neulich beim Fahrradladen und schaute mich nach Rädern um. Der Zeitpunkt war sehr gut, wurde doch gerade die 2019er Modelle abverkauft und das Bulls Racer Crossrad, welches ich mir dann kaufte, war um über 200€ reduziert. Ich war aber auch erstaunt, wie viel Geld mal für ein Fahrrad ausgeben kann. Die Topmodelle mit allem Schnickschnack kamen dann schon in Preisregionen, für die man schon ein gutes, gebrauchtes Motorrad bekommt.

Auch wenn es nicht so cool aussieht, Beleuchtung und Schutzbleche mussten dann doch sein. Von wegen Vorbild für die Söhne und so. Ausserdem will ich mich nicht jedesmal im Büro komplett umziehen, nur weil ich morgens auf dem Weg ein paar Pfützen mitgenommen hatte.

Von den Komponenten her ist das Rad ok ausgestattet. Für den Preis gab es einen 7005er Aluminiumrahmen, eine Suntour Federgabel sowie eine
21-Gang Kettenschaltung mit Schaltwerk und Umwerfer von Shimano. Einen deutlichen Unterschied zu meinem alten Bike machen mechanische Scheibenbremsen. Die stoppen mal richtig im Vergleich zu den alten Felgenbremsen.

Um das ganze komplett zu machen, bekommt nun auch unser Hund eine Mitfahrgelegenheit. Mit seinen 7,5 Kilo ist unser Cavalier King Charles Spaniel kein Brocken, aber für einen Lenker- oder Heckkorb einen Ticken zu groß. Ausserdem sahen die Körbe alle Scheisse aus. Ob der Hundeanhänger nun stilmässig ein Quantensprung ist, mag jeder für sich beurteilen.

Der Hund gewöhnt sich schon mal an den Anhänger und geht schon freiwillig drin poofen. Nach Weihnachten können wir dann mal auf die erste Proberunde fahren.

Lediglich die Anhängerkupplung brauchte etwas Anpassungsarbeit. Sie interferierte im oberen Bereich etwas mit den Befestigungsschrauben des hinteren Schutzbleches. Nach etwas Materialabtrag und Nachlackierung passte alles.

In diesem Sinne Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und auf eine tolle Bikesaison 2020.

[Sponsored Post] Zehn Tipps zur Helmreinigung

Winterzeit, Schrauber- und Materialpflegezeit. Das Motorrad steht eingewintert in der Garage, heute widmen wir uns mal der Behelmung. Natürlich sollte man nicht in der Winterpause, sondern auch während der Motorradsaison den Motorradhelm von Zeit zu Zeit einer aufwendigen Komplettreinigung unterziehen. Vor allem wenn er wie in meinem Fall fast wochentäglich im Einsatz ist, zeigen sich doch deutliche Benutzungsspuren. Typische Verschmutzungen der Helmschale entstehen durch Insekten, Straßenschmutz, Staub und Ruß. Das Innenfutter weist Rückstände von Schweiß, Hautpartikeln, Haaren oder Kosmetika auf.

Um den Helm wieder in einen erträglichen Zustand zu versetzen sind ein paar nützliche Tipps für Euch:

Welche Materialien sind bei der Reinigung zu berücksichtigen?

Bevor Ihr den Helm reinigt, solltet Ihr wissen, welche Oberflächen betroffen sind, denn die verschiedenen Materialien stellen unterschiedliche Anforderungen. Eine hochwertige Helmschale besteht in der Regel aus lackiertem Duroplast, das Visier aus Kunststoff, zum Beispiel aus mehrfach beschichtetem Polycarbonat. Das Innenfutter ist aus Baumwolle gefertigt und Schaumstoff, der Helmkern aus Styropor. Dies kann pro Helm unterschiedlich sein.

Welche Reinigungsmittel sind geeignet?

Haushaltsübliche Reinigungsmittel sind ungeeignet für die Helmreinigung, da diese überwiegend auf Fettlösekraft basieren. Abhängig von dem Einsatzgebiet sind einige Haushaltsreiniger recht aggressiv, da sie Lösemittel und Tenside enthalten. Diese greifen die Helmschale und die Beschichtungen des Visiers an. Das Visier kann während der Reinigung zerkratzen, dies gilt auch für Glasreiniger. Pinlock-Visiere sind besonders empfindlich und dürfen nur mit speziellen Tüchern gereinigt werden. Fragen Sie immer die Marke des Helmes, welche Produkte zur Reinigung eines Helmes verwendet werden können.
Besser ist, spezielle, im Fachmarkt erhältliche Helmreinigungsmittel für die Helmaußenschale zu verwenden. Für das Innenpolster gibt es Reinigungssprays, mit denen Sie den Stoff auch zwischendurch kurz mit der Hand reinigen können.

Wenn ihr einen neuen Motorradhelm kaufen wollt findet ihr bei Helmonline eine große Auswahl. Kostenlose und schnelle Lieferung erfolgt innerhalb von 1-2 Werktagen.

Was sind typische Anwendungsfehler?

Die Verwendung von zu scharfen Reinigungsmitteln kann die Farbe der Helmschale ausbleichen und das Material beschädigen. Bei leicht vorgeschädigten Visieren wird die Beschichtung unterwandert oder abgelöst. Das liegt an falsch angewendeten Reinigungsmitteln, die lediglich die ihnen zugedachte Aufgabe, die Ablösung von auf der Oberfläche befindlichen Schmutzschichten, erfüllen.

Visier und Helmschale reinigen

Entfernt das Visier und wischt es mit einem weichen Tuch und milder Seifenlauge ab. Bei starken Verschmutzungen bewährt sich das Einweichen. Alternativ kann Spezialreiniger verwendet werden (kein Glasreiniger).

Die Helmschale wird mit einer milden Seifenlauge oder einem Spezialreiniger gesäubert. Haushaltsübliche Reiniger enthalten Lösemittel und Säure, die Struktur und Material der thermoplastischen Helmschale angreifen.

Im Zweifelsfall erkundigt Euch beim Helmlieferanten, wie der Helm am Besten zu reinigen ist. Dann seit ihr sicher, dass ihr den Helm nicht beschädigt.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Helmonline.de.

Goldwing Motocross by Dos Honduros

Das ist das lustigste, was ich heute im Internetz gesehen habe:

Mit zwei 1980 Goldwing GL1100 Interstates durchs Gelände pflügen ist ein Ding. Dazu noch so einen geilen 80er Jahre-Mucke-Spot zu drehen ist sensationell. Die Jungs findet ihr auch auf Instagram:

Made my day!

Der COUP ist gescheitert

Gerade mal drei Jahre ist es her, daß COUP das eRoller-Sharing in Berlin wagte.

Die Gogoro-Roller, die COUP einsetzte, wurden bereits 2015 vorgestellt.

Heute hatte ich eine Mail in der Inbox, die das Aus des eScooter-Sharing-Dienstes ankündigten:

Lieber COUP Nutzer,

leider müssen wir dir heute mitteilen, dass wir planen, unseren Service in Berlin und
Tübingen bis Mitte Dezember 2019 aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen. Auch ist geplant, die COUP Standorte Paris und Madrid zu schließen.

Ich finde das sehr schade. Die eScooter waren für mich die erste Alternative zur Individualmobilität noch vor dem ÖPNV. Preislich lagen sie ursprünglich auch auf der gleichen Höhe. Die Roller der ersten Generation sahen schick aus und waren ein großer Spaß beim Fahrerlebnis. Die Emmy-Schwalben waren zu schwerfällig und die nach und nach aus dem Boden spriessenden Tiers, Lime & Co. für die Mittelstrecke zu langsam.

War das nur der erste Vorbote einer Marktbereinigung in der Sharing Economy. Wir werden sehen!

Edit:
Mehr Stimmen dazu hier.

Ducati DesertX Studie

Die EICMA ist nun schon ein paar Wochen her, aber das eine oder andere Modell bleibt mir im Kopf. Die Ducati DesertX Studie, zum Beispiel.

Die optischen Anleihen sind klar identifiziert. Edi Orioli siegte 1990 auf einer Cagiva Elefant mit Ducati Triebwerk. im Folgejahr erschien die Cagiva Elefant 900 i.e. Lucky Explorer im Design der Werksmaschinen.

Mit elektronischer Magneti Marelli Einspritzanlage, Öhlins-Federbein, sowie Marzocchi-Gabel in Verbindung mit einem – damals ungewöhnlichen – 19″-Vorderrad besaß sie ansprechende Zutaten. Der hohe Neupreis von ca. 18.500 DM (eine Honda XRV 750 Africa Twin kostete zu der Zeit 10.500 DM) verhinderte damals allerdings eine weite Verbreitung. Es wurden nur knapp 1.000 Motorräder gebaut, von denen heute nur noch wenige im Originalzustand erhalten sind. Die CRAFTRAD nahm sie letztes Jahr in die Reihe der unterschätzten Meisterwerke auf.

Und Ducati – zu denen die Marke Cagiva mittlerweile gehört – hat erfolgteich in der Erinnerungskiste gekramst und mit der „DesertX“ auf der EICMA ein Scrambler-Konzeptbike vorgestellt, welches sich an die legendären Rennmotorräder der Rallye-Raids der 90er Jahre anlehnt.

Basierend auf der 1100er Scrambler, kann man hier auch von einer Leistung von 86 PS und 88 Nm rechnen. Mit einem vorderen und hinteren Benzintank nimmt das Bike auch in der Aufteilung Anleihen an den Rallyemaschinen.

Mag man diversen Messeberichten von der EICMA glauben, will es Ducati von der Publikumsresonanz abhängig machen, ob sie das Bike bauen wollen oder nicht. Wie es so scheint, haben sie nun keine andere Wahl mehr. Ich wette ’nen Kasten Bier, daß die Maschine 2021 beim Händler steht.

Die Zukunft ist elektrisch und sie sieht gut aus

Zwei Premieren auf der EICMA blieben unter meinem Radar und erst Tage später nahm ich sie wahr, dank Jochen Vorfelder und Mike Frison. Um so spektakulärer sind sie aber.

BST Hypertrek

Der BST HyperTrek sieht auf den ersten Blick aus wie ein Lego Bausatz mit einem Motor, der etwas an eine Moto Guzzi Nuovo Falcone erinnert. Mit dem Unterschied, daß es sich dabei um einen Elektromotor handelt. Das Design stammt aus der Feder des ehemaligen Ducati Chefdesigners Pierre Terblanche und könnte spektakulärer nicht sein.

Der HyperTEK verfügt über einen neuartigen Elektromotor mit 80kw und 120nm Drehmoment. Das 205kg schwere Motorrad soll eine Reichweite von bis zu 300km haben

Image Gallery

Verge TS

Die 300km Reichweite sind eine der wenigen Gemeinsamkeiten, die die BST mir der Verge gemeinsam hat. Das Elektromotorrad, früher bekannt als RMK E2, verfügt über ein markantes, nabenloses Hinterrad, in dem auch der 80 kW (107 PS) Motor des Motorrads untergebracht ist.

Im Sinne eines echten Tron Motorrades ist der Motor in der Felge des Rades verborgen und lässt die gesamte Mitte des Rades offen. Der Motor ist ungefähr so leistungsstark wie der eine Zero SR/F, bietet aber ein Drehmoment von 1.000 Nm. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich das anfühlen kann. Man sollte aber einen guten Draht zu seinem Reifendealer haben, wenn man es zu oft zu sehr krachen lässt.

Tron-style electric motorcycle gets 300 km range and insane 1,000 NM torque

Gestalten: The Current

Für alle unter Euch, die sich für das Thema Elektromobilität in Form von Elektromotorrädern, Fahrrädern und Hybriden interessieren habe ich noch eine Buchemfehlung: The Current: New Wheels for the Post-Petrol Age untersucht den Wandel hin zu umweltfreundlichem Fahren, indem es die Pioniere auf dem Gebiet vorstellt. Technik und Custom Design, klassische Marken und neue Projekte, zwei oder drei Räder, aber auch Autos.

Ich war überrascht von der Vielfältigkeit der Konzepte und Entwürfe. Auf jeden Fall eine spannende Lektüre.

Edit:
Kann es sein, daß ich mal ein Thema FÜNF Tage vor der BikeEXIF im Blog hatte? Irre!

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