Kleine Werkzeugkunde vom Ring-Maul-Ratschenschlüssel

Beim Schrauben am Mopped gibt es oft diese eine nicht leicht zugängliche Stelle an der aber eine womöglich schwergängige Mutter gelöst werden muss. Als ich neulich bei der Honda CJ 250 den Vergaser aus- und wieder einbaute begegnete ich einigen solcher Kandidaten. Mit der Knarre kommt man da selten dran, also bleibt da meistens nur der Gabel-Ringschlüssel. Ansetzen, Vierteldrehung, umsetzen, Vierteldrehung, abrutschen, neu ansetzen, Vierteldrehung. Been there, done that, got the t-shirt.

Um diese arbeiten zu erleichten, hat Carolus (eine Marke von Gedore) einen offenen Ring-Maul-Ratschenschlüssel erfunden. Durch seine im Gabelschlüssel integrierte Ratschenfunktion soll ein optimales Anziehen von Verschraubungen ermöglicht werden, ganz ohne umständliches Umsetzen. Dank der beweglichen Klinke im Schlüsselmaul ist die Mechanik der Ratschenfunktion vor Verschmutzungen gut geschützt. Zusätzlich beinhaltet der Ring-Maul-Ratschenschlüssel einen offenen Ringbereich für Hydraulik- sowie Bremsleitungen.

Carolus hat mir einen Schlüsselsatz zum Test zur Verfügung gestellt. Geliefert wird er in einem Kunststoffcase mit Tragegriff, enthalten sind 10 Schlüssel von 10er bis 19er Schlüsselweite. Die Materialanmutung ist sehr solide, die Fertigungsqualität ist ebenfalls sehr gut.

KRCC_Carolus_Ring-Maul-Ratschenschlüssel

KRCC_Carolus_Ring-Maul-Ratschenschlüssel_2

KRCC_Carolus_Ring-Maul-Ratschenschlüssel_1

So machte ich mich gestern an unterschiedlichen Stellen der Honda ans auf- und zuschrauben. Zuerst an den kleineren Muttern der Lenkerböcke, dann an den etwas größeren (und fester sitzenderen) der hinteren Stoßdämpfer. Klar, an beiden Stellen würde ich eher mit Knarre und Nuß arbeiten, aber zu Demonstrationszwecken geht das hier besser. An den versteckten Stellen, für die der Ring-Maulschlüssel-Satz mit Ratschenfunktion eher gedacht ist, kann man leider so schlecht filmen.

Die Gabelschlüssel rutschen bei den kleineren Muttern der Lenkerböcke eher ab, wenn diese nicht so hoch sind. Hier kann die Klinke im Ratschenschlüssel nicht so gut greifen.

Bei den Muttern an den Stoßdämpfer geht das schon deutlich besser. Sitzt die Mutter sehr fest, lässt sie sich mit dem herkömmlichen Ringschlüssel besser lösen. Danach geht das aber mit der Ratschenfunktion sehr flott bis zu dem Punkt, an dem die Mutter nicht mehr genügend Widerstand für das Umsetzen der Ratschenfunktion bietet. Aber dann kann man die Schraube auch meistens mit der Hand abdrehen.

Für ähnliche Zwecke besitze ich auch einen Ringratschenschlüsselsatz. Dieser funktioniert aber auch nur bei gut zugänglichen Schrauben, da der Ringratschenschlüssel sehr breit baut. Der Vorteil des offenen Ring-Maul-Ratschenschlüssel von Carolus ist hier die deutlich kompaktere Bauweise.

Der Carolus Ring-Maulschlüssel-Satz mit Ratschenfunktion kostet im Handel 122,50 € uns liegt so auf dem Preisniveau eines herkömmlichen Maulschlüsselsatzes von Gedore. Für den Gelegenheitsschrauber eine größere Investition, aber für den ambitionierten Schrauber aber sicherlich eine gute Ergänzung im Werkzeugsortiment.

BRUMMM – Motorious Chronicles

Bevor es los ging mit der Alpentour am letzten Wochenende hatte ich noch die Gelegenheit, mich mit Hermann Köpf beim Italiener zu einer kleinen Mittagsnudel zu treffen. Natürlich kam dabei auch das Gespräch auf sein neuestes Projekt: BRUMMM – Motorious Chronicles.

Mit diesem Foto-Magazin kehrt Hermann zu seinen Wurzeln als Fotograf zurück. Zusammen mit Christian Eusterhus, ebenfalls Fotograf konzipierte er ‚BRUMMM‘ als Archiv und Plattform für Motorrad-Fotografie, die in gängiger Magazin-Welt selten zu finden ist. Diese Bilder erzählen persönliche Geschichten, geben exklusive Einblicke in sonst verschlossene Sammler-Garagen, Archiv-Schätze werden geborgen oder Veranstaltungen durch die Augen erfahrener Fotografen dokumentiert, die allesamt ihrer notorischen Leidenschaft für brummmende Motoren nachgehen (müssen).

Ein breites Spektrum verschiedener Fotostile und Bildsprachen machen ‚BRUMMM‘ zur abwechslungsreichen Lektüre und zum inspirierenden Augenschmaus für jeden Motorradliebhaber.

BRUMMM-01-cover-600px

BRUMMM-inside-21

BRUMMM-inside-31

BRUMMM-inside-41

BRUMMM-supplement1

In der Erstausgabe finden sich Fotostrecken von Alberto García-Alix, Axel Borchardt, Cédric Dubus, Gary Margerum, Raffaele Paolucci, Polo Garat, Vincent Prat, Hermann Köpf sowie Christian Eusterhus.

BRUMMM bekommt ihr bei diversen Shops weltweit oder online für 29,– EUR inklusive Versand innerhalb Deutschland. Geplant sind zwei Ausgaben pro Jahr.

Milano – Taranto 2016

Denkt man an historische Rennen in Italien fällt einem einem als erstes die Millie Miglia ein (deren Geschichte sehr schön im Mille Miglia Museum in Brescia erleben kann). Etwas jünger ist da die mir bislang unbekannte „Milano – Taranto„, die in diesem Jahr zum 30. Mal vom Moto Club Veteran „San Martino“ organisiert wurde.

Die Strecke führt von Mailand im Norden Italiens bis an die Stiefelspitze nach Taranto. In sechs Tagen haben über 200 Fahrer aus 12 Ländern auf historischen Motorrädern die rund 2.000 Kilometer zurückgelegt. Es ging über Landstrassen dritter Ordnung, kleine Pässe und durch abgelegene Ortschaften. Gekämpft wurde mit Elektrikproblemen, festen Ventilen, defekten Zündkerzen und hustenden Vergasern. Das hat die Fahrer auf ihren alten Kisten aber nicht davon abgehalten, auf der Rennstrecke des Autodromo dell’Umbria ordentlich am Kabel zu ziehen und der Konkurrenz zu zeigen, wo der Bartel den Moscht oder vielmehr der Luigi den Grappa holt.

Zu den anwesenden Maschinen zitiere ich besser den Veranstalter:

From the „sweet“ 1954 Guzzino with its 65 cc, owned by Massimo Nocent, to the 1944 Indian Chief 1200 owned by Karl Julius Werner, from Germany, we saw a bit of everything on the road, including a „Rudge Team“ of four brave bikers who travelled in formation only the first night. Then the small group was halved, due to breakages and the start of a fire which nearly burnt Giacomo Nocent’s 1937 Special. There were plenty of Guzzi Falcone and Gilera Saturno motorcycles, including Fulvio Prandi’s 1954 „Piuma“ 1954. There were also Morini, Norton, Velocette Venom, Bmw, Guzzi Gtv 500, 1960’s Ducati Scrambler, Motobi Spring Lasting GS, Guzzi Airone, Lodola and Astore, Aermacchi, three Kreidler Florett and seven four-stroke 100 cc Laverda bikes. The group also included one 1953 Ajms M20 1953, one 1946 Ariel Red Hunter, two Mas (175 e 350 del 1935 dei fratelli Fulvio ed Ezio Cavazzini), one Devil Ocma 160 owned by Mostosi from Monaco, one Bartali Marziano and, as for Parilla, one Olimpia 98 cc. There was also one whole family participating: father Davide Dal Pra (1956 Mondial 175Tv), mother Carla Pizzato (1952 Mondial 2 T 160cc) and sons Giacomo (1952 Mondial Ruota 125cc) and Edoardo (1948 Gilera Saturno 500).

MILAN_TARANTO_Vintage_motorcycle_race_14

MILAN_TARANTO_Vintage_motorcycle_race_6

Wer Lust bekommen hat, selber dort mit zu fahren, markiert sich schon mal den 2.-8. Juli 2017 rot im Kalender. Alles weitere wird zur Ausschreibung und Anmeldung wird auf der offiziellen Website verkündet werden. Und der Spaß wird bereits beim Ausfüllen des kurios übersetzten Anmeldeformulars beginnen.

Unboxing der S1000RR

Zugegeben, die Überschrift habe ich bei Thomas geklaut, aber sie passte so gut.

Heute morgen konnte ich im BMW Pressezentrum die Maschine für das Wochenende abholen. Die Doppel-R hat gerade 960 km auf der Uhr und ist quasi fabrikneu. In Blackstorm metallic wirkt sie noch geduckter und angriffslustiger als in den anderen Lackierungen.

BMW_S1000RR_Abholung

Für die erste Begutachtung schiebe ich sie in die Mitte der Auslieferungshalle. Die 204 Kilogramm der Maschine lassen sich nicht ganz so einfach rangieren aufgrund des engen Lenkeinschlages. Die erste Sitzprobe bringt mich ein eine deutlich geducktere Position als ich von den bisher gefahrenen Motorrädern gewohnt bin. Das ist aber nicht unangenehm, man fühlt sich gut verankert in der Maschine. Bei einem respekteinflössenden Leistungsgewicht von fast genau einem Kilogramm pro PS schafft das auf jeden Fall erstes Vertrauen.

Nach dem ersten Walkaround geht es los. Die ersten Kilometer nach München rein fahre ich Autobahn und gewöhne mich an Sitzposition, Überblick und eiche das Popometer neu. Aufsehen erregend ist schon mal der Sound, selbst im 6. Gang bei 4.000 Umdrehungen krawallt der Auspuff, daß es eine Freude macht. Insgeheim frage ich mich, was wohl innerhalb der restlichen 10.000 Umdrehungen passiert, die ich gerade noch nach oben offen habe. Aber das werden die nächsten Tage zeigen.

Rein nach München folge ich dem Verkehr auf den mittleren Ring. Ich bin erstaunt über die Fahrbarkeit gerade im engmaschigen Stadtverkehr. Egal welcher Gang drin ist, die Maschine zieht unfassbar nach vorne. Im Petueltunnel ertappe ich mich bei postpubertärem Zurückschalten, der Auspuffsound ist einfach zu geil. Den ersten Fotostopp lege ich beim BMW Vierzylinder ein. Die Kulisse der BMW Welt ist ein angemessener Backdrop für „der Gerät“, wie ich die Maschine spontan getauft habe.

BMW_S1000RR_BMW_Welt

Als ich die Maschine abstelle, fällt mir auf, daß das Mapping auf „Rain“ steht. Angesichts der Wettervorhersage für das Wochendende hoffe ich, daß das kein schlechtes Omen ist.

Montagabend-Motorradkino-Menue

Als Vorspeise etwas Dirt Quake V:

Zum Hauptgang eine große Portion Wheels & Waves:

Und als Dessert ein rumänisches Schmankerl, Tag 2 der Red Bull Romaniacs:

Wohl bekomms.

Zu verkaufen: ICON1000 Beltway Motorradjacke

ICON1000_Beltway_4

Eigentlich hatte ich ja vor, die im letzten August gekaufte ICON1000 Beltway Motorradjacke noch Jahre zu tragen. Da ich in den letzten Monaten erfreulicherweise aber einiges an Gewicht verloren habe – zur Optimierung des Leistungsgewichtes natürlich – passt sie mir nicht mehr so richtig. Daher trenne ich mich schweren Herzens von dem Stück.

ICON1000_Beltway_00

Sie ist funktional ohne wie eine Funktionsjacke auszusehen. Sie hat alle nötigen Sicherheitsfeatures, ohne daß man es ihr ansieht. Sie übersteht einen ordentlichen Sommerregen, ohne daß sie durchlässig wird. Und man sieht gut drin aus. Das Obermaterial besteht aus 100% Baumwolle mit regenabweisender Beschichtung. Die Einsätze im Schulter- und Ellenbogenbereich sind aus schwerem brasilianischen Rindsleder. Die D3O® Ellbogen, Schulter- und Rückenprotektoren merkt man beim Tragen kaum, da sie dünner als die herkömmlichen Protektoren sind, die ich in meinen anderen Jacken habe.

ICON1000_Beltway_3

Ordentlich dimensionierte YKK-Reissverschlüsse komplettieren den robusten Aufbau der Jacke. Magnetische Klappen-Schliessen machen die Jacke sehr gut winddicht. An kälteren Tagen wärmt die herausnehmbare Innenweste zusätzlich.

Die Jacke ist zudem ein wahres Packwunder. Wenn man alle der geschätzt 20 Jackentaschen ausnützen würde, könnte man wahrscheinlich auf der Tour auf einen Tankrucksack verzichten. Das würde allerdings etwas komisch nach Michelinmännchen aussehen. Auf jeden Fall bekommt man Schlüssel, Geldbeutel, Handies, Kippen und was man sonst so alles dabei hat problemlos unter. Die vorderen Taschen sind mit Klett- und Druckverschluss doppelt gesichert.

Gefahren bin ich die Jacke bislang bei 15-30 Grad Aussentemperatur, bei Sonne, Wind und Regen. Schwächen hat sie bislang noch nicht gezeigt. Fanden übrigens auch die Kollegen von The Bike Shed.

Ein bisschen mehr von der Jacke und den Features könnt ihr Euch bei diesem Produktvideo von Revzilla ankucken:

Gekauft habe ich die Jacke im August 2015 (Farbe: Schwarz, Grösse: XL). Sie ist neuwertig, hat keine Löcher, Verschmutzungen oder Abschürfungen und wurde immer gut gepflegt.

Der UVP liegt bei 649,90 €, ich habe damals 449,90 € bezahlt und hätte jetzt noch gerne 350,00 € für das gute Stück.

Zu verkaufen: meine BMW F650 GS

20150228-Brandenburgtour-6

Verkaufe meine treue BMW F650 GS, Bj. 2002. Vor 4 Jahren übernahm ich sie mit 16.700 km aus dritter Hand, seitdem habe ich nochmals 17.000 km auf den Tacho gebracht, vor allem auf Touren durch Brandenburg, ins Erzgebirge, den Thüringer Wald sowie das Riesengebirge. Sie wurde immer beim BMW Händler gewartet, gerade im März hat sie einen großen Service und neuen TÜV bekommen. Alle Rechnungen sind vorhanden, auch vom Vorbesitzer.

Als Zubehör ist verbaut:

  • Kettenschutz von Touratech (original Kettenschutz ist vorhanden und wird mit verkauft),
  • Motorschutzbügel,
  • weisse Blinkergläser,
  • USB Ladestecker am Lenker,
  • original BMW Variokoffer, gleichschliessend – optional können auch passende Innentaschen mit erworben werden.

Sie steht auf Heidenau K60 Scout, die noch für ein paar tausend Kilometer gut sind. Alles in allem ist die Maschine das Schweizer Taschenmesser unter den Motorrädern. Sehr vielseitig, zuverlässig und unkaputtbar. Sie ist sehr gepflegt, stand immer in der Garage und ist mit ihrer geringen Laufleistung gerade mal eingefahren.

Kilometerstand: 34.400 km
Hubraum: 650 cm³
Leistung: 37 kW (50 PS)
Erstzulassung: 04/2002
Anzahl der Fahrzeughalter: 4
HU: 02/2018
Farbe: Schwarz
VHB: EUR 3.300 €

Pure & Crafted Ticketverlosung

pureandcrafted2016poster

In fast genau vier Wochen ist es so weit und das zweite Pure&Crafted Festival findet wieder im Berliner Postbahnhof statt. Das Lineup verspricht sehr viel auf die Ohren und in der Wheels Area gibt es für die Augen feinste Custombikes zu kucken. Wem das noch nicht reicht, dem wird vom Motorcycle Film Festival aus Brooklyn, NY cineastische Unterhaltung geboten und die Rollin’ Eyes – Motorcycle Culture Photography Show präsentiert eine exklusiv für das Pure&Crafted kuratierte Fotoausstellung.

Und jetzt kommt’s: dank der Unterstützung von BMW Motorrad könnt ihr hier 1×2 Festival Tickets gewinnen. Postet einfach in den Kommentaren, welche Band ihr gerne beim 2016er Pure&Crafted sehen wollt und was Euer bislang skurrilstes Festival-Erlebnis war. Unter allen Kommentaren, die bis Ende Juli eingehen werden die Tix verlost.

Weitere Infos zum Festival findet ihr hier:
Tickets:
 http://www.pureandcrafted.com/tickets
Website: http://www.pureandcrafted.com
Facebook: http://www.facebook.com/pureandcrafted
Instagram: http://www.instagram.com/pureandcrafted

Husqvarnas 2017er Modelle

Was gibt es launigeres als die neue Modellgeneration Enduromaschinen mit einem actionreichen Offroadvideo vorzustellen.

Alle wichtigen Informationen zum 2017er Lineup von Husqvarna findet ihr bei Derestricted.

Helmverwahrung

Sommers wie Winters ist vor allem die Vespa mein tägliches Verkehrsmittel. Für die Stadt gibt es in meinen Augen neben dem Fahrrad kein praktischeres Verkehrsmittel. Das einzige Problem taucht dann aber meistens auf, wenn man sein Ziel erreicht hat und sich dann die Frage stellt wohin man vor allem den Helm aber auch die Motorradjacke packen soll.

Bei vielen Rollern passt der Helm unter die Sitzbank. Bei älteren Schaltrollern oder auch bei meiner Vespa 300 GTS fällt diese Verwahrungsmöglichkeit leider weg. Zwar hat meine Vespa ein Fach unter der Sitzbank, aber da der Motor so hoch baut, reicht der verbleibende Platz nicht für einen Helm. Bis vor ein paar Monaten hatte ich noch ein Topcase montiert, welches dann den Helm aufnahm. Aber sind wir mal ehrlich: Topcases sind sehr praktisch, aber einen Schönheitspreis gewinnt man damit nicht.

Als ich mir dann bei einem kleinen Unfall mit dem Roller das Topcase zerstörte (fragt nicht), war der Zeitpunkt gekommen, sich nach alternativen Aufbewahrungsmöglichkeiten für den Helm umzusehen. Ein neues Topcase war mir zu teuer, zudem suchte ich eine Lösung, die auch mit der Honda funktionieren.

An sich wäre das gar nicht so kompliziert, wenn die Helme wie früher am Kinngurt noch einen zusätzlichen Metallring hätten, mit dem man den Helm am Zweirad anschliessen konnte. Doch mit den modernen Ratschenverschlüssen verschwanden diese Metallringe irgendwie. Eine neue Möglichkeit der Helmsicherung bieten nun Karabinerschlösser, die zusätzlich ein T-förmiges Metallstück besitzen. Dieses Metallstück schiebt man durch den Ratschenverschluss und schließt ihn mit dem Karabinerhaken am Rahmen- oder Lenkerrohr an.

Zwei Modelle hatte ich mir angeschaut: ein Modell von Oxford, welches man bei Polo Motorrad im Onlineshop kaufen kann sowie ein Modell von Helmetlok, welches ich bei eBay entdeckte:

KRCC_HELMETLOK_1

Das Grundprinzip ist bei beiden gleich. Die Karabinerhaken haben ein vierstelliges Nummerschloss. Beim Oxford benötigt man zur Einstellung seines individuellen Zahlencodes einen kleinen Metallstift, bei Helmetlok ist das smarter gelöst über einen Verstellnippel am Schloss selber. Beide Karabinerhaken sind gummiummantelt, bei Helmetlok geht die Ummantelung ganz rum, bei Oxford ist sie nur auf der langen Seite vorhanden. Zusätzlich bietet das Oxford-Modell ein Spiralkabel zur Sicherung von Kleidung. Das gibt es bei Helmetlok auch, war nur nicht im Lieferumfang der von mir bestellten Version enthalten.

KRCC_HELMETLOK_2

Der größte Unterschied zwischen beiden liegt bei dem T-förmigen Metallstück, ein kleines Detail zwar nur, was aber große Auswirkungen auf die Nutzbarkeit hat. Das Metallstück bei Oxford ist etwas breiter als das von Helmetlok. Und passt dadurch nicht durch den Ratschenverschluss des Helmes. Bei keinem der vier unterschiedlichen Helmen in unserem Haushalt. Das Metallstück von Helmetlok hingegen passt überall wie angegossen. Keine Ahnung, warum Oxford dieses Maß für ihr Metallstück wählte, es macht es auf jeden Fall unbenutzbar.

Aus meiner Sicht ist dann auch der Preisunterschied von 18,00€ (Oxford) zu 33,00€ (Helmetlok) egal, wenn das günstigere Teil dann nicht dem Nutzungszweck entsprechend einsetzbar ist.

Die Sicherung mit dem Helmetlok ging auf jeden Fall schnell und einfach, das Karabinerschloss ist auch kompakt genug, daß es in die Jackentasche passt.

KRCC_HELMETLOK_3

KRCC_HELMETLOK_4