Motorrad-Magazin über Benzinkultur, Motorrad-Touren und Custombikes

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BMW CE 02 Test: Zwei Generationen, zwei Versionen – wie cool ist der eParkourer?

Den CE 02 schon hatte ich 2023 schon im Blog vorgestellt. Und nun hatten wir zwei Wochen lang die Gelegenheit zu testen, ob der kleine eParkourer wirklich hält, was BMW verspricht. Zwei Modelle standen bereit: die 11-kW-Version für mich und die 4-kW-Variante für die Zielgruppe, um die es eigentlich geht: Sohn I hat seit diesem Jahr seinen Führerschein und statt Mutters alte Vespa ET2 zu fahren hatte er sichtlich Spaß mit seiner ersten Erfahrung in Sachen Elektromobilität. Und wir versuchten herauszufinden, ob der CE 02 wirklich das Lebensgefühl trifft, das BMW anstrebt.

Erster Eindruck: Cyber-Monkey oder ernstzunehmendes Fahrzeug?

Der BMW CE 02 sieht live tatsächlich so aus, wie die Marketingabteilung ihn beschreibt: wie etwas, das nicht in die klassische Schublade passen will. Kein Roller mit Beinschild, kein Motorrad mit Tank, eher eine elektrische Honda Monkey aus einem Videospiel. Lange, flache Sitzbank, hoher Lenker, kurze Silhouette, große 14-Zoll-Räder, dazwischen der kompakte E-Motor. Viele Erwachsene finden das seltsam, Jugendliche finden es eher spannend. Mein Sohn hat es so zusammengefasst: „Sieht aus wie eine Mischung aus Vespa, Motorrad und Fahrrad – aber schon eher sportlich und cool.“ Und das ist wichtig, weil Design in dieser Zielgruppe kein netter Bonus ist, sondern Kaufgrund Nummer eins, lange vor Reichweite oder Ladeleistung.

Wichtiger ist die Frage: Fühlt sich das Ding nach „richtigem Fahrzeug“ an oder nach Spielzeug. Da punktet der CE 02. Die Sitzhöhe von 750 Millimetern ist niedrig, aber nicht kindlich. Der Lenker ist hoch, man sitzt aufrecht, die Proportionen wirken nicht wie „kleiner Roller“, eher wie ein kompaktes Naked Bike. Erwachsene passen locker drauf, Jugendliche fühlen sich nicht verloren. Wer von einer 50er-Schüssel kommt, fühlt sich auf dem CE 02 eher aufgewertet als degradiert.

BMW GS Trophy 2026: Rumänien wird zur Offroad-Bühne für die R 12 G/S

Die BMW GS Trophy 2026 führt die Teilnehmer mitten in die wilde Natur Rumäniens. Nach Namibia 2024 geht es wieder nach Europa – diesmal in die Karpaten, wo dichte Wälder, Schotterpisten, Flussdurchfahrten und steile Anstiege warten. Die Mischung aus Natur, Kultur und anspruchsvollem Gelände passt perfekt zum Konzept dieses einzigartigen Events.

Rumänien als Bühne für die BMW GS Trophy 2026

Das Land bietet mit seinen Bergen, sanften Hügeln und fruchtbaren Ebenen eine enorme Vielfalt an Terrain. Besonders die Karpaten sind für Offroad-Fahrer spannend: steile Anstiege, felsige Wege und dschungelartige Waldpassagen sorgen dafür, dass die BMW GS Trophy 2026 keine Spazierfahrt wird. Abseits der Strecke locken Sehenswürdigkeiten wie das legendäre Schloss Bran und eine lebendige Kultur mit herzlicher Gastfreundschaft.

Das Competition-Bike: BMW R 12 G/S

Gefahren wird auf der BMW R 12 G/S, die bei der BMW GS Trophy 2026 ihr Wettbewerbsdebüt gibt. Ihr Design greift die legendäre R 80 G/S auf, technisch ist sie jedoch voll auf aktuelle Offroad- und Straßeneinsätze ausgelegt. Wie sich die Maschine in der Praxis schlägt, habe ich bereits ausführlich in meinem Testbericht zur R 12 G/S auf unserer Alpentour beschrieben.

R12 Heritage Tour – Tag 3: Schotter, Serpentinen und ein neuer Lieblingspass

Der dritte Fahrtag hatte zwei Routenvarianten. Eine für die Straßen- und eine für die Stollenfraktion. Die Stollenfraktion bestand aus Simon und mir – und weil unsere Route ein paar Kilometer mehr und ein bisschen Schotter enthielt, starteten wir früh in Venzone und fuhren im Tal nordwärts bis Sutrio.

Hier teilten sich die Wege. Die Straßenfraktion bog auf die klassische Auffahrt zum Monte Zoncolan ab – ein Mythos unter Rennradfahrern und fester Bestandteil des Giro d’Italia. Die Westauffahrt ab Ovaro gilt als eine der härtesten Passstraßen Europas mit Steigungen bis zu 22 %. Die Ostseite ab Sutrio, die unsere Gruppe wählte, ist „nur“ extrem steil – mit rund 10 % im Schnitt, auf 13,5 Kilometern, durch dichten Wald und mit engen Kehren. Wer hier oben ankommt, weiß, was er getan hat.

Wir hingegen fuhren einige Kilometer weiter nördlich. In Cercivento zweigt die Strecke eigentlich auf den Monte Zoufplan ab, doch ich hatte die Route am Vorabend noch mal überarbeitet: Die knapp 25 Kilometer rauf und runter hätten uns locker 90 Minuten gekostet – das wäre angesichts des so schon langen Tourtages sportlich geworden.

Und es sollte die richtige Entscheidung gewesen sein. Also ging es für uns ein kleines Stück weiter bis kurz vor Ravascletto, wo in einer Spitzkehre der Abzweig auf die Panoramica delle Vette ausgeschildert war. Auf einem schmalen, sehr brüchigen Asphaltband schraubten wir uns den Berg hoch, dessen Gipfel noch im Nebel hing. In den unteren Kehren offenbarten sich aber schon spektakuläre Aussichten auf den Bergrücken des Monte Zoncolan auf der anderen Talseite. Jenseits der Baumgrenze bewegten wir uns dann durch Nebelschwaden, die immer wieder von Sonnenstrahlen durchbrochen wurden.

R12 Heritage Tour – Tag 2: Vršič, Soča, Mangart – Kurvenkino in Slowenien und Italien

Kranjska Gora ist der perfekte Ort für den Start in einen Tourtag. Nicht nur, weil man hier gut schläft und ordentlich frühstückt, sondern weil direkt hinter dem Ortsausgang die Nordrampe des Vršič-Passes beginnt. Kein Einrollen, kein Vorgeplänkel – einfach direkt rein in die 50 Kehren, viele davon noch mit dem originalen Kopfsteinpflaster aus Zeiten der k.u.k. Armee. Der Pass wurde im Ersten Weltkrieg von russischen Kriegsgefangenen gebaut – ein Mahnmal und eine Kapelle erinnern an diese Geschichte.

Oben auf 1.611 Metern angekommen, eröffnet sich der Blick ins Soča-Tal. Und ab da wird’s wirklich spektakulär. Die Straße schlängelt sich in sanften Bögen dem türkisfarbenen Fluss entlang – glasklar, eiskalt und landschaftlich schwer zu toppen. Wer hier durchrauscht, macht was falsch. Wir halten gefühlt alle paar hundert Meter an, schießen Fotos, lassen die Drohne fliegen. Die G/S wird kurzerhand direkt ins Flussbett gestellt – alles für den Shot.

R12 Heritage Tour – Tag 1: Regen, Kurven und Kärntner Reidn – Motorradtour durch Österreichs Alpenpässe

Der Plan: 1.400 km durch 4 Länder in 4 Tagen, unser Motorradtrip mit drei BMW R12. Eigentlich waren es 4,5 Tage, denn wir hatten am Vorabend des ersten Tourtages die Bikes bei BMW in München übernommen: eine BMW R 12, eine R 12 nineT und die neue R 12 G/S. Das Anbringen des Gepäcks auf fremden Bikes dauert immer etwas länger aber dann konnten wir endlich vom Hof rollen und in den ersten Regenschauer rein.

Zunächst ging es über die Autobahn und später über die Landstraße bis Bischofswiesen. Regen war lange unser Begleiter, aber die Kurven der Deutschen Alpenstraße (B305) genossen wir trotzdem. Die B305 ist ein Teilstück der ältesten Ferienstraße Deutschlands und schlängelt sich ab Schneizlreuth durch das Berchtesgadener Land – mit knackigen Kurven, aber auch landschaftlich starken Abschnitten entlang von Ramsau und dem Hintersee.

Am nächsten Morgen blieb uns der Blick auf den Watzmann immer noch verwehrt, er hing in dichten Wolken – aber zumindest kamen wir im Trockenen los. Kurz noch getankt und dann rauf zur Roßfeld-Panoramastraße, der höchstgelegenen durchgehend befahrbaren Straße Deutschlands. Die 15,4 Kilometer lange Mautstraße führt bis auf 1.570 Meter Höhe und bietet normalerweise einen spektakulären Blick auf das Berchtesgadener Land, das Salzachtal und bei klarer Sicht bis zum Dachstein. Nur eben nicht bei Sicht unter 50 Meter im Regen. Die Maut hätten wir uns also sparen können. A propos Maut: die Schranke an der Mautstelle ist mit das deutscheste, was ich in letzter Zeit gesehen habe. Wenn Du die Motorradmaut am Automaten entrichtet hast, geht wirklich nur der kleinere Teil der zweigeteilten Schranke auf, durch das eben nur ein Motorrad passt. Damit keiner auf die Idee kommt, Mautbetrug zu begehen.

BMW R 1300 R TITAN: Sprintmonster mit Lachgas und Attitüde

BMW hat wieder ein Custombike gebaut. Aber nicht irgendeins. Die R 1300 R „TITAN“ ist ein Sprint-Monster auf zwei Rädern – entstanden aus der Zusammenarbeit einiger besonders leidenschaftlicher Mitarbeiter aus Design, Entwicklung und Prototypenbau. Mit dabei: Philipp Ludwig von der Kraftstoffschmiede. Im Sprint-Rennzirkus ist er sehr bekannt und wer noch nie von ihm gehört hat, dem sei Folge 43 unseres TwinSpark Podcasts empfohlen, in dem er ausführlich über seine Umbauten und Viertelmeilensprints erzählt.

Aber zurück zur Titan: die Basis bildet die neue BMW R 1300 R, aber was daraus geworden ist, hat mit Serie nur noch am Rande zu tun. Das Motorrad steht wie eine Raubkatze auf dem Sprung, tief geduckt über dem Asphalt, gebaut rund um den 1300er Boxer. Diese Optik kennt man schon von Phils früheren Umbauten und ich finde es jedes Mal mega. Das Monocoque erinnert formal noch an Tank und Verkleidung der Serienmaschine, ist aber viel radikaler.

Vorn dominiert ein massiver Auftritt, das Gewicht scheint bewusst nach vorn verlagert, um beim Sprint das Vorderrad auf dem Boden zu halten. Am Heck geht es dagegen steil nach oben – dort mündet auch die eigens entwickelte Titan-Komplettanlage von Akrapovič. Boxer-typisch zweiflutig und lautstark.

Optisch fällt vor allem der Mix aus forged Carbon, plakativem Grafikdesign und metallic-blauen Akzenten auf. Das Fahrwerk kommt von Wilbers, extra lang, extra hart, damit beim Start kein PS verloren geht. Und als wäre das nicht genug, gibt’s noch eine Lachgasflasche zwischen die Endtöpfe gezimmert. Mit einem Knopfdruck wird aus der R 1300 R TITAN eine Rakete auf zwei Rädern.

Beim Glemseck101 Anfang September wird man das Biest dann in Action sehen können. Und wir dürfen gespannt sein, wie Philipp sie über den 1/8-Meile-Streifen prügelt. Wir dürfen uns schon auf spektakuläre Bilder und Videos freuen!

Supermoto auf Steroiden – VTR Customs nimmt sich erneut die R 1300 GS vor

Die Jungs von VTR Customs haben mal wieder zugeschlagen. Nachdem sie bereits eine erste Interpretation der neuen BMW R 1300 GS abgeliefert hatten, legen sie jetzt mit der „1303 SUPERMOTO“ nach. Das Ergebnis: eine strassenzugelassenes Supermoto-Biest mit Carbonrädern, das irgendwo zwischen „Was zur Hölle?“ und „Ich will das jetzt fahren!“ liegt.

Das beste ist die Präsentation auf schwizerdytsch! Love it!

Schon beim ersten Blick wird klar: Mit Reise-Enduro hat das hier nicht mehr viel zu tun. Die Verkleidung ist weg, stattdessen gibt’s einen gestutzten Look mit kerniger Supermoto-Optik. Die Gabel ist tiefergelegt, die Geometrie angepasst – das Bike steht jetzt spürbar sportlicher da. VTR-typisch natürlich alles sauber durchdacht und sauber umgesetzt.

Optisch fällt der 17-Zoll-Carbonradsatz von Rotobox auf. Der bringt nicht nur Gewichtsersparnis, sondern auch ein anderes Fahrgefühl – direkter, agiler, nervöser. Dazu gibt’s eine ganze Reihe edler Teile: SC Project Schalldämpfer, Motogadget-Spiegel, kurzer Rallye-Windschild und eine komplett neue Lackierung mit auffälligen Grafiken. Auch das Heck wurde neu konstruiert, inklusive Custom-Sitzbank vom Sattler Yves Knobel. Vieles ist schwarz pulverbeschichtet, der Look ist clean und aggressiv.

BMW R 12 G/S – die Retro-Enduro ist da

Mit der neuen R 12 G/S bringt BMW Motorrad ein Modell auf die Straße – und ins Gelände –, das sich ganz bewusst an der Ikone R 80 G/S orientiert. Vor 45 Jahren hat die Original-G/S ein neues Segment eröffnet: große Reiseenduros mit Boxer, Kardan und Offroad-Talent. Jetzt rollt mit der R 12 G/S eine moderne Interpretation an den Start, die diesen Spirit aufnimmt, ohne sich nostalgisch im Design zu verlieren.

Optisch ist das sofort klar: Der hochgezogene Kotflügel, das 21-Zoll-Vorderrad mit Speichenfelge, die flache Solositzbank und die reduzierte Front mit kleinem Cockpit-Element erinnern mehr an Rallye- oder Scrambler-Bikes als an die aktuelle GS-Linie. Wer das Modell in Light White mit roter Sitzbank und blauen Kniepads sieht, weiß sofort, wohin die Reise geht – zumindest optisch zurück ins Jahr 1980. Doch unter dem Retro-Blech steckt aktuelle Technik.

Boxer mit Charakter

Angetrieben wird die neue G/S vom bekannten luft-/ölgekühlten Boxer mit 1.170 cm³, der 109 PS bei 7.000 U/min und ein maximales Drehmoment von 115 Nm bei 6.500 Touren liefert. Das Aggregat ist kein Neuling, sondern bewährt und bekannt aus der R 12 und R 12 nineT – kernig im Charakter, zuverlässig im Auftritt. Geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe, die Kraft geht über Kardan ans Hinterrad. Optional gibt’s den Shift Assistant Pro für kupplungsfreies Rauf- und Runterschalten – praktisch auf der Straße, entlastend im Gelände.

Fahrwerk für die Schotterstraße

Das Fahrwerk ist eindeutig auf Offroad-Fähigkeit ausgelegt: Vorn arbeitet eine voll einstellbare Upside-down-Gabel mit 45 mm Standrohrdurchmesser und satten 210 mm Federweg. Hinten gibt’s den bekannten Paralever mit einem ebenfalls voll einstellbaren Federbein und 200 mm Federweg. Damit lässt sich was anfangen – nicht nur auf der Schotterstraße. Bodenfreiheit ist mit 240 mm serienmäßig schon ordentlich, das optionale Enduro Package Pro bringt sogar 255 mm mit. Im selben Paket enthalten: ein 18-Zoll-Hinterrad, griffigere Enduro-Fußrasten, ein erhöhter Lenker und Handprotektoren. Vorn rollt die G/S immer auf einem 21-Zoll-Rad mit 90/90er Bereifung, hinten serienmäßig auf 17 Zoll, optional eben auf 18.

Ergonomie und Sitzposition

Die Solositzbank ist flach, gerade und sitzt serienmäßig auf 860 mm Höhe. Mit dem Enduro-Paket kommt man auf 875 mm, wer’s sportlicher oder größer mag, nimmt die Rallye-Sitzbank mit 880 bzw. 895 mm Sitzhöhe. Für alle, die nicht allein unterwegs sind, gibt’s das Pillion Package mit Soziussitz, -rasten und Gurt. Die Sitzbank lässt sich mit wenigen Handgriffen tauschen – je nach Einsatzzweck oder Laune.

Elektronik und Ausstattung

Elektronisch ist die R 12 G/S gut aufgestellt, aber nicht überfrachtet. Serienmäßig sind drei Fahrmodi an Bord: Rain, Road und Enduro. Wer das Enduro Package Pro wählt, bekommt zusätzlich den Modus Enduro Pro. Hier sind Traktionskontrolle und ABS auf ein Minimum reduziert, um maximale Kontrolle im Gelände zu ermöglichen. Dazu kommt serienmäßig die dynamische Traktionskontrolle DTC und die Motor-Schleppmomentregelung MSR. Das ABS Pro funktioniert auch in Schräglage, was beim Bremsen auf losem Untergrund ein klarer Sicherheitsgewinn ist.

Die Sitzposition ist für den stehenden Offroadeinsatz optimiert. Der Lenker lässt sich drehen und per Riser erhöhen, Fußrasten und Bremshebel sind offroadgerecht konturiert. Der Tank fasst 15,5 Liter, ist aus Stahl gefertigt und ergonomisch so geformt, dass er auch im Stehen guten Knieschluss bietet.

Beleuchtung gibt’s serienmäßig per LED, inklusive markanter X-Signatur im kleinen Rundscheinwerfer. Wer mehr will, bestellt das adaptive Kurvenlicht „Headlight Pro“ dazu. Ebenfalls optional: ein digitales Mini-TFT-Display statt des klassischen Rundinstruments, das serienmäßig mit analoger Anzeige und kleinem Digitalfeld kommt.

In Sachen Ausstattung und Individualisierung hat BMW wie gewohnt tief in die Zubehörkiste gegriffen. Es gibt ein Comfort-Paket mit Heizgriffen, Tempomat und Berganfahrhilfe, diverse Gepäcklösungen, Schutzteile, Styling-Optionen, Smartphone-Integration – kurz: Man kann sich die G/S sehr individuell zusammenstellen, wenn man möchte.

Farben und Varianten

Erhältlich ist die neue BMW R 12 G/S in drei Farbvarianten: klassisch in „Night Black matt“, auffällig nostalgisch in „Light White“ mit roten und blauen Akzenten, oder edel dreifarbig in der Option 719 „Aragonit“, mit rot-schwarzem Rahmen und Shadow-Applikationen. Persönlich bin ich bei der klassischen Light White-Variante. Das Aragonit sieht mir bischen nach Moto Guzzi Stelvio aus.

Fazit

Die neue BMW R 12 G/S ist mehr als ein Designzitat. Sie bringt die DNA der R 80 G/S in eine moderne Form, mit echtem Offroad-Potenzial und einem charakterstarken Boxer. Sie bietet mehr Substanz als die bisherige Urban G/S und dürfte für alle spannend sein, die eine Retro-Enduro suchen, die nicht nur glänzt, sondern auch fährt.

Meinen Fahrbericht zur R 12G/S findet ihr hier. Weitere Tests – unter anderem zu den älteren R nineT-Modellen findet ihr hier.

BMW R 12 S: Eine moderne Hommage an die Ikone R 90 S

Mit der BMW R 12 S bringt BMW Motorrad ein Modell auf den Markt, das die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen soll. Inspiriert von der legendären R 90 S aus den 70er Jahren, die einst als Meilenstein des sportlichen Motorradbaus galt, zielt die R 12 S darauf ab, diesen Geist in moderner Form wieder aufleben zu lassen. Doch was macht dieses neue Modell aus, und wie gelungen ist die Verbindung von Retro-Charme und aktueller Technik?

Die Geschichte hinter der Legende

Die R 90 S wurde 1973 vorgestellt und setzte damals Maßstäbe. Mit ihrer aerodynamischen Lenkerverkleidung und der auffälligen Lackierung in Daytona Orange war sie mehr als nur ein Motorrad – sie war ein Statement. Technisch beeindruckte sie mit 67 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h, während sie optisch durch ihre klare Designsprache und markante Details wie das Heckbürzel Akzente setzte.

Aber auch auf der Rennstrecke wusste die R 90 S zu überzeugen: Erfolge wie der Klassensieg bei der Isle of Man Production TT 1976 und der AMA-Superbike-Titel desselben Jahres unterstrichen ihre sportlichen Gene. Diese Kombination aus Design und Performance machte sie zu einer Ikone, die bis heute von Fans und Sammlern geschätzt wird.

Die R 12 S: Retro trifft Moderne

Mit der R 12 S greift BMW Motorrad genau diesen Spirit auf und interpretiert ihn für die Gegenwart. Als Basis dient die R 12 nineT, von der viele technische Elemente übernommen wurden. Doch in der Gestaltung hebt sich die R 12 S deutlich ab. Besonders die lenkerfeste Cockpit-Verkleidung mit getöntem Windschild, die Sitzbank mit auffälligen Kontrastnähten und die Lackierung in „Lavaorange metallic“ setzen Akzente, die direkt an die R 90 S erinnern. Ergänzt wird das Design durch Details wie die rote Doppellinierung, gebürstete Aluminiumflächen an Tank und Sitzbankhöcker sowie das rot ausgelegte „S“ auf den Seitendeckeln.

Alexander Buckan, Leiter BMW Motorrad Design, beschreibt die R 12 S als „authentisches und sportliches Retro-Bike“, das den Geist der R 90 S nicht nur visuell, sondern auch konzeptionell aufgreift. Ziel ist es, ein Motorrad zu schaffen, das nicht nur Erinnerungen weckt, sondern sich auch in der heutigen Motorradwelt behaupten kann.

Sportlich und vielseitig: Die neuen BMW F 900 R und F 900 XR

BMW bringt frischen Wind in die Mittelklasse und stellt die überarbeiteten Modelle F 900 R und F 900 XR vor. Laut Hersteller versprechen beide Maschinen mehr Dynamik, besseren Komfort und moderne Technik. Was genau hat sich geändert zu den Vorgängermodellen?

Die Kernfeatures im Check

Die F 900 R bleibt der sportliche Roadster mit Fokus auf Agilität, während die F 900 XR als Crossover-Modell auch längeren Touren mit Gepäck gerecht werden soll. Gemeinsam ist beiden der bekannte Zweizylinder-Reihenmotor mit 895 cm³, der nun die Euro-5+-Norm erfüllt und 105 PS auf die Straße bringt. Interessant ist die neue „Dynamic“-Abstimmung, die ein direkteres Ansprechverhalten bieten soll. Ob das im Alltag einen merklichen Unterschied macht, bleibt abzuwarten.

Die Fahrassistenzsysteme wie Dynamic Traction Control (DTC) und Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR) gibt es nun serienmäßig. Beim Bremsen sorgt das BMW Motorrad ABS Pro für zusätzliche Stabilität, auch in Kurven. Ergänzt wird das Paket durch eine neue, einstellbare Upside-down-Gabel und um knapp zwei Kilogramm leichtere Räder, die das Handling spürbar verbessern sollen.

Ergonomie und Komfort

BMW hebt hervor, dass die Ergonomie überarbeitet wurde – die F 900 R setzt auf eine sportlichere Sitzhaltung mit vorderradorientierter Position, während die F 900 XR auf optimierte Aerodynamik setzt, um Helmrütteln zu reduzieren. Besonders bei der XR dürften die serienmäßigen Heizgriffe, ein USB-C-Anschluss und das adaptive Kurvenlicht auf Tourenfahrer abzielen.

Design und Ausstattung

Optisch bleibt BMW seiner Designsprache treu, setzt aber bei beiden Modellen auf schärfere Linien und moderne Details wie funktionsintegrierte LED-Blinkleuchten im Heckabschluss. Drei Farbvarianten stehen zur Wahl, wobei vor allem die „Sport“-Ausführungen durch auffällige Lackierungen und rote Felgen ins Auge stechen.

Zubehör und Individualisierung

BMW erweitert das Angebot an Zubehör: Von Akrapovič-Endschalldämpfern bis zu höheren Sitzbänken und Softkoffern ist alles dabei, was das Individualisierungsherz begehrt. Doch wie immer bei BMW dürfte das Zubehör seinen Preis haben.

Fazit: Mittelklasse aufgewertet – aber der Preis zählt

Die neuen F-Modelle punkten mit vielen Verbesserungen, besonders bei Sicherheit und Komfort. Doch am Ende hängt viel davon ab, wie BMW die Preisgestaltung angeht. Ob die F 900 R und F 900 XR ihre Fahrer wirklich so begeistern, wie es die Hochglanzprospekte versprechen, wird der erste Fahrbericht zeigen.

Klar ist: BMW bleibt seinem Ruf treu, in der Mittelklasse hochwertige und durchdachte Maschinen zu liefern. Ob das reicht, um die Konkurrenz wie die Yamaha MT-09 oder die Triumph Tiger Sport 660 auszustechen, bleibt spannend.

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