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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Honda (Seite 2 von 4)

Man reiche mir eine Gabel

Der TÜV hatte diesen Sommer kein Foto für mich.

Nach gerade mal 26 Jahren und 110110 km (die Ähnlichkeit mit Notrufnummern ist rein zufällig) Honda-VFR-110110km

waren die Gabelsimmerringe endgültig durch. Machen lassen oder selber machen. Hah, keine Frage! Dem Ingenieur ist nicht zu schwör. Fragt mich ein paar Tage später noch einmal.

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Ein paar Tage später: Sechsundzwanzig Jahre alte Schrauben hatten sechsundzwanzig Jahre Zeit eine innige Verbindung mit dem darum liegenden Gewinde einzugehen. Die erste Schraube die reisst ist die Klemmschelle am Auspufftopf. In loser Reihe folge kaufe ich: Linksausdreher, Heisluftgebläse, Bohrer und Trennscheiben. Das Ende vom Lied ist, dass der Linksausdreher in der angebohrten Schraube abbricht und ab sofort ein Ausbohren des Stummels nicht mehr möglich ist. Gehärtetes Material, das gehört so. Schliesslich schneide ich den Topf an dieser Stelle auf und nehme die gesamte Schraube samt Gewindebohrer seitlich raus. Mit Maschinenschraube und Mutter schaffe ich interessanterweise eine (dichte!) neue Verbindung an alter Stelle. 

Wesentlich gravierender sind die „Fork Socket Bolts“ (12), die das ganze Gabelkonstrukt zusammenhalten.

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Diese sind in das Standrohr eingedreht, müssen dicht sein und sind im Alu auch nur schwer rauszubohren. Mehrmals breche ich ab, weil mir der Angstschweiß auf der Stirne steht. Und mehrmals schlage ich die Öffnungszeiten des nächstgelegenen Honda-Händlers nach. 

Am Ende wage ich mich ran. Die Gabel zurück ins Motorrad gebaut um sie zu fixieren, einen Bandschlüssel für einen Ölfilter um die dickste Stelle des Standrohrs und die längste Ratsche, die wo gibt, für die (12). Und schliesslich lösen sich beide. Irgendwann.

Der Rest ist einfach. Um die Simmerringe aus dem Standrohr zu bekommen muss man lediglich beherzt Stand- und Tauchrohr ein paar Mal mit Schwung bis zum Anschlag gegeneinander herausziehen.

Für das Einschlagen des neuen Simmerrings empfehlen die Hersteller immer Spezialwerkzeug. Das beste ist aber der alte Simmerring. Neuer Simmerring auf das Standrohr aufgelegt, den alten oben drauf und mit kreisenden Hammerschlägen eingetrieben. Der alte Ring steht dann noch leicht über und kann mit einer Zange einfach entfernt werden.

Alles wieder rein, Schrauben nach Drehmoment angezogen, TÜV-Plakette mit anerkennenden Blicken des Prüfers drauf.

Neuer Mut in 2 Jahren.

Urban Motor Feines Fest

Schöne Motorräder, Burger und Bier. Was will man mehr an einem lauen Frühlingsabend in Berlin.
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Sonntägliche Installationsrunde mit der Honda

Am Vatertag habe ich die Honda wieder zusammengesteckt und bin damit kurz um den Block gefahren. Da sie mir da noch nicht auseinandergefallen ist, wagte ich mich am heutigen Muttertag auf eine „größere“ Installationsrunde. Mein ausgesuchtes Ziel war das Luftfahrtmuseum in Finowfurt, an dem an diesem Wochenende die Roadrunners Paradise Season Opening Party stattfand auf dem die Berlin Café Racer Crew mit einigen Leuten vertreten war.
Der Kaltstart mit der Honda ist immer noch ein kleines Drama, bei dem man locker 5-10 Minuten mit Kicken verbringen kann. Wenn sie mal warm ist, ist das kein Thema mehr, dann ist sie meistens mit dem ersten Kick wieder da. Sie geht auch nach wie vor im Standgas aus, nur dauert es mittlerweile länger, bis sie ohne Gaszugabe den Dienst einstellt.
Nachdem die Maschine warmgefahren war, zupfte ich etwas mehr am Gashahn, aber irgendwie verweigerte sie standhaft Drehzahlen über 6.000 U/min. Das reichte auf der Landstrasse im fünften Gang für 80-90, auf der Autobahn bergab mit Rückenwind für atemberaubende 100 km/h. Man hat ihr aber angemerkt, daß sie sich dabei nicht wohl fühlte. Da bleibt wohl noch etwas zu tun.
So genoß ich entspanntes Landstraßen-Cruisingtempo an blühenden Rapsfeldern vorbei. In Finowfurt fanden sich tatsächlich noch ein paar Partyversprengte und ein kleines Berlin Café Racer-Begrüßungskomitee. Nach einem kurzen Plausch schneckte ich wieder zurück nach Berlin. Ich hatte aber den Eindruck, daß sie gegen Ende der Tour etwas freier lief als vorher. Nur rumstehen tut eben einem Alteisen auch nicht gut, das will schließlich auch bewegt werden.


Für das kleine Tagesausflugsgepäck hatte ich mir extra für die Honda einen neuen Tankrucksack gegönnt. Man könnte zwar jeden x-beliebigen Magnet-Tankrucksack nehmen, aber es sollte auf dem alten Mopped schon etwas stilechter zugehen. Fündig wurde ich bei der Legend-Gear Serie von SW Motech. Genauer gesagt beim Tankrucksack LT1 ergänzt um die Smartphone Tasche LA3. Der Tankrucksack passt perfekt zwischen den Tankdeckel und Sitzbank und bietet Platz für zwei Halbliterflaschen oder eine Spiegelreflexkamera. Oder eine Schale Erdbeeren, die man am Wegesrand momentan überall einkaufen kann. Per umlaufenden Reißverschluss kann man das Volumen von 3,0 auf 5,5 Liter Fassungsvermögen erweitern. Dann passen da auch noch ein paar Spargelstangen rein.
Die Smartphone Tasche läßt sich einfach und sicher auf dem Tankrucksack anbringen, das Smartphone wird innen per Klettverschuss sicher verzurrt und läßt sich super durch die transparente Folie bedienen, dazu muss man nicht mal die Handschuhe ausziehen. Da ich das Handy immer als Motorradnavi nutze, kann ich das hierüber auch auf der Honda perfekt einsetzen ohne irgendwelche störenden Zusatzhalterungen.
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Spritversorgungswegoptimierung

Wenn abends die Kinder im Bett sind und mit der Gattin geplauscht wurde, setzte ich mir in den letzten Wochen meine Stirnlampe auf und verschwand in der Garage, um weiter an der Honda zu schrauben. Das mit der Stirnlampe mag bescheuert aussehen, aber in einer Großgarage in der die Beleuchtung zeitgesteuert alle fünf Minuten ausgeht ist es doof, wenn man mit allen Händen in der Maschine steckt und dann aufstehen muss, um das Licht wieder anzumachen. Aber egal, die Nachbarn halten mich eh‘ schon für einigermassen bekloppt.
Vergaserrevision
Zunächst ging es an die Vergaser, der Ausbau war relativ schnell gemacht. Neue Membrane und Dichtunggssätze sowie einen neuen Schraubensatz (wenn schon, denn schon) hatte ich schon online bestellt, damit brachte ich das gute Stück zu Jets Ultraschall in Kreuzberg, die mir Tim empfohlen hatte. Drei Tage und 45€ später hatte ich die Vergaser in sauber und revidiert wieder in den Händen.


Der Wiedereinbau war an sich kein Problem. Wenn man der Gattung der Oktopoden angehören würde. Zum Wiedereinhängen der Gasbowdenzüge braucht man mindestens drei Hände. Nachdem ich lange genug fluchend in der Garage zugebracht hatte, erbarmte sich die Gattin und hat mir eine Hand geliehen. Jetzt mal an die erfahrenen Schrauber unter Euch: gibt es da einen Trick? Stell‘ ich mich zu dämlich an? Naja, jetzt ist er erstmal drin.

Tankentrostung
Parallel zur Vergaserrevision bot es sich an, den Tank einer Rostkur zu unterziehen. Die Ursache des Rasseln im Tank war übrigens nicht wie vermutet die Sicherungskette sondern ein Kieselstein. Wie auch immer der da reingekommen ist. Hier halfen übrigens auch wieder die Engelsgeduld und die schmalen Hände der Gattin, um den aus der kleinen Tanköffnung rauszufriemeln.
Was da sonst noch im Tank rasselte, waren kleine Metallkügelchen, die ich aber sehr gut mit der LED-Teleskoplampe rausfischen konnte, da sie vorne an der Lampe über einen Metallring verfügt.
Anschliessend kam das Rostio-Tankentrostungs-Set zum Einsatz, welches mir wiederum Max empfohlen hatte.
Um zu vermeiden, daß der Lack von der Entrostersuppe angegriffen wird, klebte ich den Tank zum Schutz mit Malerkrepp ab. Anschliessend mischte ich das Entrosterkonzentrat mit heißem Wasser und füllte es in den Tank. Am besten funktioniert der Rostumwandlungsprozeß, wenn die Suppe ca. 65°C warm ist, dafür war im Set extra ein Tauchsieder dabei. Das Problem war nur, daß der Tauchsieder mit seinen 45mm Durchmesser zu groß für die Tanköffnung war. Der Umwandlungsprozess funktioniert auch bei kaltem Wasser, er dauert eben nur länger. Nach 48 Stunden wollte ich es wissen und machte mich daran, den Tank zu entleeren. Nicht ohne ihn vorher auf den Boden fallen zu lassen und mir eine Delle in die rechte Seite zu hauen. Ich Arsch.
Nach dem Entleeren des Tanks staunte ich erstmal über die braune Brühe, die da rauskam, spülte danach klar mit Wasser und schwenkte den Tank ordentlich mit der Versiegelung durch. Dann ließ ich ihn gut trocknen.


Gestern dann am Vatertag stöpselte ich alles wieder zusammen, der Benzinhahn bekam noch neue Dichtungen und neue Benzinschläuche kamen auch zum Einsatz. Eine kleine Testfahrt durch die Stadt zeigte, daß die Leerlaufstabilität auf jeden Fall sehr viel besser geworden ist, der Durchzug und die Drehfreudigkeit sind aber noch nicht optimal. Mal kucken was die Vergaser-Feineinstellung und -Synchronisierung noch bringen, das Kerzenbild muss ich auch noch kontrollieren. Auf jeden Fall läuft die kleine Lady wieder.
Die nächsten Arbeiten stehen aber schon auf der Liste, doch davon ein andermal.

Tank-Rassel

Da als nächstes bei der Honda die Vergaserrevision und die Tankentrostung anstehen, machte ich mich gestern Abend schon mal an die Demontage des Spritfasses. An sich ist das ja kein großer Aufwand, da die Sitzbank eh‘ schon runter war.
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Den Restsprit ließ ich ablaufen. Um zu prüfen, ob alles abgelaufen war, schwenkte ich den Tank leicht. Zum Schwappen des Restsprits mischte sich überraschenderweise ein metallisches Klötern. Relativ schnell stellte sich die Ursache heraus. Die Sicherungskette des Tankdeckels fehlte.
Honda_CJ_250_Tankverschluss_Ersatzteilkatalog
Honda_CJ_250_Tankverschluss
Das war zwar schon so als ich die Honda gekauft hatte, aber ich hatte mir nie Gedanken über den Verbleib der Sicherungskette gemacht. Bis zu dem Klötern fehlte auch jeglicher Hinweis darauf. Jetzt weiß ich also, dass sie in Einzelteilen im Tankinneren umhergeistert.
Und hier beginnt der wirkliche Fummelkram. Ich kann die Restteile nicht einfach so aus der Tanköffnung herausschütteln, da diese nach innen umbördelt ist. Mit den Fingern kann ich zwar die Einzelteile ertasten, aber nicht greifen. Zu sehen bekommen habe ich sie auch noch nicht.
Das Tanksieb habe ich noch nicht gezogen, kann sein, dass dann die Kleinteile aus der Benzinhahnöffnung rauskommen. Aber den Drahtanker werde ich so nicht aus dem Tank rausbekommen. Da werde ich wohl mit der Magnetangel vom Angelspiel meiner Kinder etwas im Tank-Trüben fischen. Petri Heil!

Fuhrparknotizen

Die Erweckung aus dem Winterschlaf ist bei der Honda noch nicht ganz abgeschlossen. Nach den grundlegenden Arbeiten und der Beseitigung des Schalt-Dilemmas kann ich sie auf der Strasse bewegen. Da die Vergaser noch nicht überholt wurden ist das Kaltstartverhalten und die Gasannahme sehr mau. Ebenso sehnt sich der Tank auch noch nach einer Rostkur. Aber was erstmal zählt: sie fährt.
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Bisher habe ich die Honda nur in der Stadt bewegt auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Und was soll ich sagen: es stört mich überhaupt nicht, daß sie schwer und langsam ist. Im Gegensatz zur Vespa, die mit ihrer Spritzigkeit und dem schnellen Antritt andauernd animiert, da noch in die Lücke reinzurutschen oder an der Ampel einen kleinen Sprint einzulegen stell ich mich mit der Honda einfach hinten an die Autoschlange an, bewahre den Motor mit leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl vor dem Absaufen, dreh‘ den Choke runter, checke die Öltemperatur und erfreue mich an der Patina auf der Maschine.
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Gleichzeitig habe ich einen Heidenspaß, abends im Internet nach Ersatzteilen zu suchen. Meine Frau rollt schon scherzhaft mit den Augen, wenn jeden zweiten Tag ein kleines Päckchen ankommt mit irgendwelchen Motorradteilen. Für die Vergaserrevision neue Membrane, ein neuer Dichtungs- sowie Schraubensatz. Wenn der Vergaser raus ist, werden auch gleich die Benzinleitungen und der Benzinfilter ausgetauscht. Meine Söhne haben auch ihren Spaß, abends mit mir noch schnell die Ölstandsmarkierungen vom alten Ölmeßstab auf das RR Ölthermometer zu übertragen und einzufeilen.
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Neben den mechanischen Dingen geht es ja auch ein bisschen um die Optik. Nach der ersten Wäsche die die Honda wahrscheinlich in Jahren gesehen hat kam der ganze Staub und Schlunz (v.a. allen auf dem Motor) mal runter und mit etwas Nevr Dull Polierwatte bekamen die Felgen, das Motorgehäuse und die anderen Chromteile wieder etwas alten Glanz zurück. Hatte ich schon erwähnt, daß ich die Patina mag?
Entgegen der ursprünglichen Planungen werde ich den Scheinwerfer und die Instrumente erstmal nicht umbauen. Die alten Teile gefallen mir dafür zu gut. Das Heck wird aber auf jeden Fall angefasst. Hierzu werden ich in den kommenden Wochen erstmal alles, was hinter dem Tank ist, abbauen und kucken, was übrig bleibt und wieder dran muss. Das Hinterradschutzblech und die Chromhaltegriffe kommen auf Jeden Fall weg.
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Da der Heckrahmen hinten sowieso offen ist, wäre es zu überlegen einen passenden Loop anzufertigen und in die Aufnahmelöcher der Chromhaltegriffe anzuschrauben. Oder ich verzichte auf den Loop, wenn ich das Original-Heckbürzel wiederverwende. Da das eh einen geraden Abschluss hinten hat, kann ich da auch ein gerades Rohr zwischenbauen, welches dann vom Heckbürzel verdeckt wird. Mal schauen, was besser passt.
Eines ist sicher: das dämliche Grinsen im Gesicht, wenn ich die alte Möhre fahre bekomme ich nicht so schnell wieder weg.
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Please Mister Postman, look and see, is there a parcel in your bag for me?

DHL Sendungsstatus
Was man halt so macht, wenn man ein altes Mopped flott machen will. Das Internetz nach Teilen leersuchen und auf den Paketboten warten. Mit etwas Glück habe ich morgen einen neuen Schalthebel für die Honda. Nicht so unerheblich für die Fortbewegung. Am Samstag durften dann die neuen Vergasermembrane da sein.
Fündig geworden bin ich auf jeden Fall hier:

  • http://www.motorradbay.de/ hatte die Vergasermembrane, bietet auch sonst ein großes Sortiment an Vergaserersatzteilen für Japaner,
  • Bei http://www.honda-motorradteile.de/ wurde ich fündig, was den Schalthebel anging, sogar ein Neuteil. Lustigerweise sitzen die in der Nähe meines schwäbischen Heimatstädtchens. Beim nächsten Besuch dort schaue ich da mal vorbei.
  • Ein Bookmark habe ich noch gesetzt bei http://www.my-bikeshop.de/ und http://zsf-motorrad.de/, man weiß ja nicht, was man in Zukunft bei so einem alten Mopped noch benötigen wird.

Sollte der neue Schalthebel die Schaltwelle nicht fest im Griff haben und immer noch durchrutschen, werde ich ggf. wohl nicht um den Tausch der Schaltwelle herumkommen. Einen neuen Dichtsatz habe ich mir auf jeden Fall schon mal bestellt. Das Ersatzteilehamstern hat also schon begonnen.

Honda CJ 250 – Werkstattbericht I

Der Frühlingsanfang ist seit letzten Sonntag durch und auch bei der Honda ist langsam an das Frühlingserwachen zu denken. In den letzten Wochen ist viel Kleinarbeit in die kleine Dame geflossen, um sie wieder auf die Strasse zu bringen.
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Auf den ersten Blick mag sich ja nicht viel geändert haben. Am offensichtlichsten sind die gekürzten Brems- und Kupplungszüge am Lenkrad. Der Vorbesitzer hat einen schmalen Fehling-Lenker montiert, aber die Züge nicht entsprechend angepasst. Vorher sah das so aus:
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Jetzt so:
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Sieht nicht nur besser aus, es bremst und kuppelt sich auch viel leichter. Der neue gebrauchte Kupplungszug stammt von einer Yamaha XJ900.
Öl und Bremsflüssigkeit sind neu, Bremslicht und Scheinwerferlampe wurden ersetzt und der mässigen Lichtmaschinenleistung von 100 Watt angepasst. Die Batterie hatte einen Hau weg und wurde durch eine neue ersetzt. Neue Simmerringe und eine neue Zylinderkopfdichtung haben den leichten Ölverlust gestoppt.
Was mir noch Sorgen macht sind die Vergasermembrane und der Schalthebel. Die Membrane sind altersporös, daher spricht der Motor nur verzögert an. Ich denke da werde ich nicht um eine komplette Vergaserrevision rumkommen. Wenn die Dinger eh mal draussen sind kann man sie auch grundreinigen und einen neuen Dichtungssatz verbauen.
Der alte Schalthebel wich einem gebrauchten Enduroschalthebel. Aber auch der ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Das Problem ist, daß die Schaltwelle so ausgenudelt ist, daß der Schalthebel drüberrutscht. Ich werde versuchen, irgendwie die Klemmung des Schalthebels zu erhöhen.
Wenn das nicht hilft, hilft vielleicht nur die Gewaltmethode: ein Loch durch Schalthebel UND Welle bohren und beides mit einem Schwerspannstift oder einer Spannhülse fixieren. Oder hat hier jemand eine andere Lösung? Also außer Motor ausbauen und Getriebe zerlegen?
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Auch wenn die erste Testausfahrt wegen der Schaltprobleme sehr kurz war, machte es doch Spaß, die alte Dame zu bewegen. Sie brabbelt und lärmt freudig wie eine Große aus ihrem elendslangen Auspuff, der Vortrieb ist mäßig, aber lustig. Und ich überlege mir schon, welche Werkzeuge ich unbedingt mitführen muss, um kleinere Wehwechen unterwegs heilen zu können (der 10er Gabelschlüssel für den Schalthebel habe ich schon mal eingepackt).
Es geht auf jeden Fall voran.

Honda CB 500 F von K-Speed

Bei der Lektüre der aktuellen MO stolperte ich über den in meinen Augen tollen Umbau der neuen Honda CB 500 F von K-Speed, die auf der Thailand International Motor Expo 2015 von Honda vorgestellt wurde.
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Heck? Wer braucht schon ein Heck? Durch die radikale Reduktion auf einen Einsitzer ist das Design sehr vorderradlastig und nach vorne drängend. Die Konturen des Tanks und der Seitenverkleidungen geben dem Umbau neben der Bereifung mit Metzeler Karoo 3 die nötige Aggressivität. Auch wenn es nur eine Studie ist, würde das Teil eine schöne Fahrmaschine abgeben. Durch den Umbau wird es einige seiner 190 kg Ursprungsgewicht verloren haben, so daß die 48 PS hier für noch mehr Fahrspaß sorgen können.
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Notiz an mich selbst: mal mehr in den asiatischen Custombike-Markt schauen. Und Honda darf ruhig weiter mehr Mut aufbringen für Custombikes. Auf der EICMA hat mir das letztes Jahr auch schon gut gefallen.

Spielkrams am Freitag: Honda Africa Twin AR App

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Eigene Apps für Motorräder ist erstmal nichts neues, Yamaha hat mit den „My Garage“ Apps schon mal gut vorgelegt, was das Konfigurieren und Speichern eigener Fahrzeuge angeht.
Honda hat für die neue Africa Twin nun auch eine eigene App gelauncht, die erstmal nichts anderes macht, als das Bike in den verschiedenen Ausstattungsvarianten und Farbschemata als 360°-Ansicht zu zeigen. Klickt man aber rechts oben auf das „AR“-Icon greift die Kamera Eures Tablets oder Smartphones das Hintergrundbild auf und die App projiziert die Africa Twin in das Bild hinein. Und das Ergebnis finde ich sehr überraschend:
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Die Bildqualität ist schon sehr gelungen, das Motorrad ist in dieser Ansicht nach wie vor um 360° drehbar. Es ist zwar eine Spielerei, aber eine sehr nette! Und vielleicht verkürzt es dem einen oder anderen die Wartezeit bis zur Probefahrt oder gar Auslieferung der eigenen AT.
Die App gibt es im iTunes-App Store und im Google Store.
 
 

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