Fuhrparknotizen

Die Erweckung aus dem Winterschlaf ist bei der Honda noch nicht ganz abgeschlossen. Nach den grundlegenden Arbeiten und der Beseitigung des Schalt-Dilemmas kann ich sie auf der Strasse bewegen. Da die Vergaser noch nicht überholt wurden ist das Kaltstartverhalten und die Gasannahme sehr mau. Ebenso sehnt sich der Tank auch noch nach einer Rostkur. Aber was erstmal zählt: sie fährt.

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Bisher habe ich die Honda nur in der Stadt bewegt auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Und was soll ich sagen: es stört mich überhaupt nicht, daß sie schwer und langsam ist. Im Gegensatz zur Vespa, die mit ihrer Spritzigkeit und dem schnellen Antritt andauernd animiert, da noch in die Lücke reinzurutschen oder an der Ampel einen kleinen Sprint einzulegen stell ich mich mit der Honda einfach hinten an die Autoschlange an, bewahre den Motor mit leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl vor dem Absaufen, dreh‘ den Choke runter, checke die Öltemperatur und erfreue mich an der Patina auf der Maschine.

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Gleichzeitig habe ich einen Heidenspaß, abends im Internet nach Ersatzteilen zu suchen. Meine Frau rollt schon scherzhaft mit den Augen, wenn jeden zweiten Tag ein kleines Päckchen ankommt mit irgendwelchen Motorradteilen. Für die Vergaserrevision neue Membrane, ein neuer Dichtungs- sowie Schraubensatz. Wenn der Vergaser raus ist, werden auch gleich die Benzinleitungen und der Benzinfilter ausgetauscht. Meine Söhne haben auch ihren Spaß, abends mit mir noch schnell die Ölstandsmarkierungen vom alten Ölmeßstab auf das RR Ölthermometer zu übertragen und einzufeilen.

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Neben den mechanischen Dingen geht es ja auch ein bisschen um die Optik. Nach der ersten Wäsche die die Honda wahrscheinlich in Jahren gesehen hat kam der ganze Staub und Schlunz (v.a. allen auf dem Motor) mal runter und mit etwas Nevr Dull Polierwatte bekamen die Felgen, das Motorgehäuse und die anderen Chromteile wieder etwas alten Glanz zurück. Hatte ich schon erwähnt, daß ich die Patina mag?

Entgegen der ursprünglichen Planungen werde ich den Scheinwerfer und die Instrumente erstmal nicht umbauen. Die alten Teile gefallen mir dafür zu gut. Das Heck wird aber auf jeden Fall angefasst. Hierzu werden ich in den kommenden Wochen erstmal alles, was hinter dem Tank ist, abbauen und kucken, was übrig bleibt und wieder dran muss. Das Hinterradschutzblech und die Chromhaltegriffe kommen auf Jeden Fall weg.

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Da der Heckrahmen hinten sowieso offen ist, wäre es zu überlegen einen passenden Loop anzufertigen und in die Aufnahmelöcher der Chromhaltegriffe anzuschrauben. Oder ich verzichte auf den Loop, wenn ich das Original-Heckbürzel wiederverwende. Da das eh einen geraden Abschluss hinten hat, kann ich da auch ein gerades Rohr zwischenbauen, welches dann vom Heckbürzel verdeckt wird. Mal schauen, was besser passt.

Eines ist sicher: das dämliche Grinsen im Gesicht, wenn ich die alte Möhre fahre bekomme ich nicht so schnell wieder weg.

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