Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Triumph Media Days 2022 oder „Ein Tiger (1200) zum Ausreiten“

Bei strahlendem Sonnenschein – und der soll zu dieser Jahreszeit dort angeblich nicht üblich sein – mache ich mich auf den Weg in Richtung Nürburgring. Triumph hat eingeladen zu den Media Days und da lässt man sich natürlich nicht zwei mal bitten, zumal die neue Tiger 1200 präsentiert wird. Mit anfassen, drauf setzen und in den Dreck legen. Das ganze findet leider nicht direkt auf dem Nürburgring statt, aber schon bei der Anreise schlängeln sich die Straßen so schön bergauf und bergab, dass ich direkt traurig bin, dass ich aus Kilometergründen mit dem Auto anreisen musste.

Abends gibt es dann ein erstes Kennenlernen mit einigen Mitfahrern für den nächsten Tag. Erwartungen werden ausgetauscht, ein paar Kaltgetränke vernichtet und trotz ausgelassener Stimmung gehen die meisten vorbildlich früh ins Bett. Jeder möchte für morgen fit sein.

Am nächsten Morgen geht es dann zum Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. Und da stehen sie schon hübsch aufgereiht. 24 wunderschöne Triumph Tiger 1200. Ein bunter Mix aus allen Farben, Modellen und Ausstattungen. Mein erstes Treffen mit dem Tiger fühlt sich schon mal gut an. Direkt fällt mir eine Farbe auf, die sich – wie ich inzwischen weiß – „matt khaki green“ nennt. Passt hervorragend zu meiner grünen Brille und matt finde ich grundsätzlich auch fast immer eine gute Idee.

Rally vs. GT

Da ich ja momentan einfach total auf Dreck, Schotter und Schlammpisten abfahre, hab ich aktuell eher ein Auge auf die Rally Version der neuen Tiger 1200 geworfen. Zum Glück, das „matt khaki green“ gibt es bei der GT nämlich nicht. Ansonsten unterschieden sich die beiden vor allem bei der Reifengröße: 21 Zoll Vorderreifen vs. 19 Zoll Vorderreifen.

Das eher straßenorientierte GT Modell verfügt außerdem über Gussfelgen im Gegensatz zu den Speichenfelgen der Rally. Serienmäßig kommen sie dementsprechend auch mit unterschiedlicher Bereifung daher. Abgespeckt haben beide Modelle: mit 245/249kg (255/261kg in der Explorer Version), haben sie im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 25 Kilogramm verloren.

Erstmal auf die Straße

Logo hab ich mir dann für die erste Runde der Testfahrt so eine grüne Reisemaus geschnappt. Generell gefällt mir die Optik ziemlich gut. Kräftiges auftreten, ohne zu erschlagen. Um das Motorrad wirklich auf Herz und Nieren testen zu können, gab es die Möglichkeit auf der Straße und im Gelände richtig Gas zu geben. Trotz angesagter 30 Grad, wollte ich mich zuerst auf der Straße mit der Großkatze anfreunden. Und das haben wir.

Der Dreizylinder ist wirklich für schaltfaule Menschen gemacht. Dank der T-Plane-Kurbelwelle vereint die Tiger alle Vorteile eines Zwei- und eines Dreizylinders. Das merkt man schon allein am Sound in den verschiedenen Drehzahlbereichen. Hier möchte ich gerne eine Mitfahrerin zitieren: „Der Motor lebt!“ Dank der 150 PS fällt es mir schon schwer, mich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu halten. Erst recht, weil ich kaum Schalten muss und wenn es dann ausnahmsweise doch mal nötig wird, dann funktioniert das Dank Quickshifter sogar ohne Hände. Gerade in den Spitzkehren fällt mir sehr positiv auf, wie einfach sich die Tiger da durch schlängelt. Kippt und fährt fast von alleine durch.

Immer nur sitzen ist ja langweilig

„Kleine“ Frau, auf großer Maschine

Auch die Sitzposition ist für mich mit meinen 180cm Körpergröße fast ideal. Mit einer Sitzhöhe von 850 bis 895 mm (je nach Modell), könnten kürzere Mitmenschen da durchaus das ein oder andere Problem bekommen. Doch hier soll eine tiefe Sitzbank, nochmal 20mm raus holen können. Zum Glück hab ich tendenziell eher das gegenteilige Problem. Nur beim Hosen kaufen ist es ein riesen Nachteil, wenn man als Frau eine Innenbeinlänge von knapp 90cm hat.

Aber heute werden ja keine Hosen getestet, sondern Motorräder. Also zurück auf die Straße. Normalerweise brauche ich immer ein bisschen um mit einem neuen Motorrad warm zu werden. Diese Zeitspanne hat die Tiger aber ziemlich kurzfristig übersprungen. Vielleicht auch dank der sehr individuell einstellbaren Fahrmodi. Dies kann man nur im Stand wechseln. Im Gegensatz zur Federung. Das funktioniert sogar während der Fahrt auf Knopfdruck. Ich war echt beeindruckt davon, wie sehr sich das Fahrgefühl verändern kann, wenn man in diesen Menüs ein bisschen rumspielt.

Nach den kleinen Pausen auf unserer Straßentour wurden die Maschinen hin und her getauscht, damit sich wirklich jeder jedes Modell ansehen konnte. Auf meinem Abschnitt auf der Rally Explorer war ich besonders gespannt. Vor allem weil es ja immer noch oft heißt, dass Frauen keine so großen und schweren Maschinchen fahren können/sollen. Von Wegen! Das einzige was mich hier irritiert hat, war der Totwinkel-Assistent. Nicht mal mein Auto besitzt sowas. Ich bin es nicht gewohnt, dass mein Spiegel anfängt zu blinken. Bei dichtem, versetzten Auffahren in einer Kolonne, würde ich mich vermutlich irgendwann daran gewöhnen.

Nach ca. 100 Kilometern auf der Landstraße habe ich festgestellt, dass die Tiger durchaus auch ein braves Kätzchen sein kann, was das Handling betrifft. Das einzig negative war in meinen Augen die teilweise minimal ruppige Gasannahme bei starker Beschleunigung. Aber das ist Meckern auf extrem hohen Niveau und fällt vermutlich nur dann auf, wenn man danach sucht. Ansonsten hab ich trotz intensiver Suche nichts gefunden, was mich stört. Vor allem die Charakteristik des Motors gefällt mir extrem gut.

Auf dem Tiger in die Wildnis

Jetzt gibt es in den Tiefen Deutschlands leider keinen Dschungel, in dem sich ein Tiger deutlich wohler fühlen würde. Aber als passendes Äquivalent, durften wir die Tiger in einer alten Lavagrube über Sandpisten und Hügel jagen.

Schon der Einstieg hat gezeigt, wie gut die Assistenzsysteme der Tiger greifen. Auf grobem Schotter kommt man nicht weit, wenn noch der Straßenmodus eingestellt ist. Die Traktionskontrolle lässt hier teilweise das Weiterfahren gar nicht zu. Aber dank Offroad-Modus ist das ganze dann natürlich kein Problem mehr.

Bei flauschigen 31 Grad im Schatten war es dann soweit. Kurze Streckenbegehung, ausloten wo der Sand wie tief ist und dann rauf auf die Mopeten. Was haben wir alle geschwitzt. Nur die Tiger nicht. Die hat mich trotz meines Fahr(un-)vermögens, sicher durch den Sand und über die Steine bugsiert. Hier zeigt sich der große Vorteil des 21 Zoll Vorderrads natürlich extrem. Ein weiteres Extra der Rally konnte ich (aus Gründen) nicht testen, finde ich aber unbedingt erwähnenswert. Die Tiger hat eine „Sprungerkennung“. Sind beide Räder in der Luft, geht eine Info ans Fahrwerk, welches sich dann auf eine Landung vorbereitet und dementsprechend die Federung anpasst, damit sie bei der Landung nicht durchschlägt.

Ein gezähmter Tiger und ein glückliches Rethörnchen

Trotz Schlankheitskur ist die Tiger immer noch kein Leichtgewicht. Das habe ich vor allem auf den losen Sandpassagen gemerkt. Aber aufgrund der durchdachten Konstruktion bin ich kein einziges mal so sehr weggerutscht, dass ich testen musste, wie schwer sie wieder aufzuheben ist. Auch beim fahren von engen Kurven hat mir das Handling sehr gut gefallen.

Abschlussfahrt im Fahrsicherheitszentrum

Trotz Hitze, Staub und beginnender Müdigkeit, durften wir am Ende mit der Tiger noch auf das Fahrsicherheitsgelände des Nürburgrings und ganz viele Kurven fahren. Das war ein grandioser Abschluss, da dort jeder nochmal ein bisschen „Rossi“ spielen durfte und ich mich in jeder Runde, ein bisschen mehr mit der Maschine in die Kurve geworfen habe.

Fazit

Ich hatte einen grandiosen Tag! Die Tiger 1200 ist ein wirklich durchdachtes Motorrad und hat mir sehr viel Freude bereitet. Jeder, der ein Reisemotorrad sucht, welches auf der Straße und im Gelände eine gute Performance abliefert, kommt an der neuen Tiger nicht vorbei. Und falls doch, dann macht er einen Fehler!

Ein Herz für Tiger

Triumph enthüllt den Prototypen zum TE-1-Projekt

Neulich orakelte ich im Artikel zum Damon Colossus Hyperfighter noch um den aktuellen Stand des Triumph TE-1-Projektes und heute schon flatterte die Pressemitteilung mit dem Update zum ersten Elektro-Motorrades aus Hinckley in die Inbox. Wir erinnern uns: in der Zusammenarbeit zwischen Triumph Motorcycles, Williams Advanced Engineering, Integral Powertrain Ltd. und WMG an der University of Warwick wurde ein Projekt ins Leben gerufen gerufen, um wegweisende Entwicklungen im Bereich der Elektromotorräder sowie ganzheitliches, innovatives technisches Design zu fördern.

Mit der Fertigstellung des Demonstrationsprototyps endet nun die Phase der Zusammenarbeit am TE-1-Projekt. Es folgt die Erprobung unter Einsatzbedingungen, die alleine von Triumph geleitet wird. Aber bevor wir uns den Details widmen, schauen wir uns doch erstmal das nun enthüllte Design des Prototypen an:

Bereit für weitere Tests auf Prüfständen und Teststrecken: Der TRIUMPH TE-1 Demonstrationsprototyp

Phase 3 des TE-1-Projekts ist nun mit dem Bau des endgültigen Demonstrationsprototyps abgeschlossen. Dieser beinhaltet erstmals alle Innovationen aus den Arbeitsgruppen der Projektpartner. Was nun folgt ist die Erprobungsphase, in der der Prototyp auf Herz und Nieren geprüft werden soll mit Prüfstandsläufen und Steckentests mit dem Ziel der finalen Abstimmung und Kalibrierung des Prototypen.

Im Sommer 2022 dürfen wir dann den Prototypen mit seiner finalen Karosserieverkleidung und Lackierung erwarten. Dann sollen auch die finalen Angaben zur Batterieleistung und Reichweite genannt werden.

Die neue Triumph Speed Triple 1200 RR im Test auf Rennstrecke und Landstrasse

Bei der ersten Vorstellung der Triumph Speed Triple 1200 RR war ich bereits schockverliebt. So ein potentes Bike in so einem schicken Outfit gab es in meinen Augen noch nicht. Und die „Basis“ 1200 RS hat Thomas schon bereits auf dem Triumph Media Day ein derbes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Aber sieht die RR nur gut aus oder liefert sie denn auch ab? Das konnte die Motorrad-Presse diese Woche auf der Rennstrecke im wunderschönen Ascari Race Resort und auf den Landstrassen der Umgebung herausfinden. On a sidenote: ich finde hier passen der Ort und das Objekt der Präsentation perfekt zusammen. Performance, Optik und Genuss. Und ich bin ein bisschen neidisch, dass ich nicht mitspielen durfte.

Aber Gönnung geht raus an NastyNils von 1000PS, der dabei sein durfte. In seinen eigenen Worten:

Kaum zu glauben! Triumph hat tatsächlich ein neues Segment eröffnet. Die neue Speed Triple RR sieht zwar aus wie ein Retrobike fährt aber beinahe so gut wie ein Supersportler. Auf der anderen Seite präsentiert sich das Motorrad auch fast so umgänglich wie ein Sporttourer. Eine faszinierende neue Alternative für alle jene Menschen, welche sportliche und schöne Motorräder lieben.

Nasty Nils

Alle Antworten findet ihr in diesem wirklich sehr gut gemachten Testvideo:

Und wenn ihr jetzt noch nicht genug Speed Triple geschaut habt, gönnt Euch Julianes Test der RS-Version im Vergleich:

Mehr Spaß in der Adventure Mittelklasse: Triumph präsentiert die Tiger Sport 660

Höher, schneller, weiter. Reisemotorräder bieten mittlerweile Leistungen wie früher Supersportler. Ist man mit 170PS in einer Ducati Multistrada wirklich besser unterwegs als mit einem Motorrad mit halber Leistung? So faszinierend das Wettrüsten in der Spitzenklasse der Abenteuer-Reisedampfer ist, so erfrischend finde ich die derzeitige Renaissance der Mittelklasse. Und hier will sich Triumph wieder ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Mit der Trident 660 hat Triumph dieses Jahr einen fulminanten Einstieg bei den Naked Bikes hingelegt. Mit fast 22% ist sie mit weitem Abstand das beliebteste Triumph-Modell und tummelt sich in den Top20 der bestverkauften Motorräder in Deutschland dieses Jahr (1.093 verkaufte Einheiten Jan-Aug 2021). Und auf der Basis dieses Erfolgsmotorrades debütiert nun die neue Tiger Sport 660 als neues neue Adventure-Sports-Bike. Begeistern will sie Fahrerinnen und Fahrer mit Vielseitigkeit, Komfort und Fahrspaß auf allen Straßen. Hierbei sollen neben den bekannten Qualitäten des 660er-Triple-Kraftwerks die tourentaugliche Ausstattung und die im Klassenvergleich geringen Betriebskosten überzeugen.

Die neue Triumph 660 Sport in Bildern

Der Café Racer des 21. Jahrhunderts: TRIUMPH präsentiert die Speed Triple 1200 RR

Mit der neuen Speed Triple RR erweitert TRIUMPH die Modellreihe seiner Naked Bikes um eine spannende, neue Alternative: Die neue RR ist eine spannende, moderne Café Racer-Interpretation und kombiniert die Spitzen-Performance der großen Speedy mit einer ordentlichen Portion Style.

Die ersten, vor ein paar Wochen geleakten Teaserfotos und -videos werden der ganzen Pracht dieses Motorrades nicht gerecht. Die Halbschalenverkleidung komplettiert die Linie der 1200er perfekt und gibt dem Motorrad mit dem Einzelscheinwerfer ein komplett neues Gesicht. Gerne möchte ich die damaligen Kritiker meines Einzelscheinwerfer-Umbaus für die Street Triple jetzt sehen.

Let’s ride – Triumph Media Day in Oschersleben

Hersteller-Fahrevents sind immer was besonderes. Diverse Modelle zur Testauswahl, geführte Landstrassentouren und im Fall vom Triumph Media Day noch garniert mit einer Rennstrecke. Während ich bei Honda und BMW schon ein paar Mal in den Genuss kam, war die Einladung von Triumph neu für mich. So sattelte ich erwartungsvoll mein Pony und ritt über Autobahn und Landstrasse gen Oschersleben. Der Empfang vor Ort war schon mal passend, sowohl vom Hotelzimmer als auch von der Restaurantterasse konnte man den Blick auf die Rennstrecke geniessen, auf der am sonnigen Sonntagabend noch einige Tourenwagen ihre Runden absolvierte. Nach und nach trudelten sehr viele bekannte Gesichter ein, alte Print-Hasen und einige neumodische Internetschreiblinge wie ich. Mein Kumpel Thomas war auch dabei und hat bei sich im Blog schon seine Erfahrungen mit der neuen Speed Triple 1200RS sehr kurzweilig festgehalten.

Für den Media Day konnte man im Vorfeld auswählen, welche Motorräder man fahren und ob man nur Rennstrecke, Landstrasse oder beides fahren wollte. Meine Wahl war zweimal Landstrasse mit den Modellen Speed Triple 1200RS, Tiger 900 Rally Pro sowie Bonneville Bobber. Beim abendlichen Plausch mit Natalie und Uli von Triumph liess ich mich dann doch bequatschen, einmal Rennstrecke auszuprobieren. Auch wenn ich dafür mit meiner Textilkombi etwas underdressed war.

Am nächsten Morgen ging es nach der Begrüßung und Einweisung auf Rundstrecke oder Landstrasse los. Sprich: jeder schnappte sich ein Bike und sammelte sich hinter den Tourguides. Hier kam die erste Ernüchterung. Hatte ich zwar im Vorfeld die Bikes angeben können, die ich fahren wollte kam es jetzt nur drauf an, wer sein Handtuch zuerst auf die Pool-Liege gelegt hatte. Bzw. den Helm ans Motorrad gehängt. Und da waren die anderen Kolleg:innen schneller. So schaute ich mich um, welches Bike noch nicht belegt war und landete bei der Triumph Street Twin.

So ging es los auf die Landstrasse auf eine 180km-Ausfahrt durch den Harz.

Projekt TRIUMPH TE-1: Die Entwicklung eines britischen Elektromotorrads

Triumph baut an einem Elektromotorrad. Ich muss gestehen, dass das Thema etwas an mir vorbeigegangen ist, umso positiver war ich überrascht, als die Nachricht in meinem Posteingang auftauchte. Das Projekt TRIUMPH TE-1 entsteht in Zusammenarbeit zwischen TRIUMPH und britischen Elektrifizierungsexperten, von denen sich jeder auf die Entwicklung von Innovationen in seinem Bereich konzentriert:

  • TRIUMPH Motorcycles ist federführend bei dem Projekt und stellt fortschrittliches Design- und Konstruktions-Know-how für Motorradchassis, Fertigungstechnik und die Sicherheitssysteme zur Verfügung und definiert die Leistungsmerkmale des elektrischen Antriebsstrangs.
  • Williams Advanced Engineering liefert Technologie für Leichtbau-Batteriekonstruktion und -integration und nutzt seine Test- und Entwicklungseinrichtungen, um ein Batteriemanagementsystem in Kombination mit einer Fahrzeugsteuereinheit zu liefern.
  • Die e-Drive Division von Integral Powertrain Ltd. ist federführend bei der Entwicklung von leistungsstarken Elektromotoren und einem Siliziumkarbid-Inverter, die beide in ein einzelnes Motorgehäuse integriert werden.
  • Das an der Universität Warwick beheimatete Institut WMG bietet Elektrifizierungs-Know-how und die allgemeine Expertise um Innovationen von der Forschung und Entwicklung bis hin zum kommerziellen Erfolg voranzutreiben.
  • Das Office for Zero Emission Vehicles (OZEV) ist ein Team, das daran arbeitet, den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen sowie die Finanzierung der Ladesäuleninfrastruktur in ganz Großbritannien zu unterstützen.
  • Innovate UK ist eine Forschungs- und Innovationsagentur der britischen Regierung, die unternehmensgeführte F&E-Finanzierung und das Wachstum britischer Unternehmen unterstützt.

Das Ziel dieses zweijährigen Projekts konzentriert sich auf die Entwicklung leistungsstarker Elektromotorräder. Hier soll die Basis des zukünftigem Elektromotorrad-Angebot von TRIUMPH gelegt werden, aber auch die Zukunftsfähigkeit der britischen Industrie gefestigt werden.

Die Vielzahl der Partner zeigt die Komplexität des Projektes. Heute zeigte Triumph den Zwischenstand: der Antriebsstrang wurde enthüllt sowie das erste Designkonzept gezeigt.

Return of the „Original Hooligan“: Premiere der neuen Triumph Speed Triple 1200 RS

Die erste Speed Triple erschien 1994 und man könnte sie als die Ahnin aller Streetfighter bezeichnen. Ihr Name wurde in Anlehnung an die Speed Twin von 1938 gewählt, technisch basierte sie auf der Daytona 900, hatte jedoch keine Front- und Seitenverkleidung und anstatt des Doppel- einen einzelnen, runden Frontscheinwerfer.

Genau 25 Jahre später steht feiert die siebte Generation Speed Triple Premiere. Die Speed Triple 1200 RS wurde von Grund auf neu entwickelt. Triumphs Ziel ist es, das ultimative Naked- Performance-Bike für die Straße zu schaffen. Mit 180 PS aus einem ebenfalls komplett neuen 1200er-Dreizylinder-Triebwerk, einem neuen Fahrwerk, neuem Design und einem Komplettpaket mit fahrerorientierter Technologie sowie einem Gewicht von fahrfertig nur 198 kg bringt die neue „Speedy“ sehr viel mit, um diesem Anspruch auch gerecht zu werden.

Die Ahnenreihe der Speed Triple

Mit der komplett neuen Speed Triple 1200 RS präsentiert Triumph das jüngste Familienmitglied in der legendären Baureihe von Naked Bikes. Die Triumph bietet nicht nur satte 30 PS mehr Leistung und 10 kg weniger Gewicht als ihre Vorgängerin, sondern verspricht auch mit einem komplett neuen Fahrwerk messerscharfes Handling. Die klare Fokussierung auf den sportlichen Straßeneinsatz und eine Vollausstattung mit Assistenzsystemen soll dafür sorgen, dass ihre Fahrerinnen und Fahrer die Performance auch ausschöpfen und in maximalen Fahrspaß umsetzen können.

Motor

Die neue Triumph besitzt einen neuentwickelten, hubraumstärkeren 1.160 ccm Dreizylindermotor mit einer Spitzenleistung von 180 PS bei 10.750 U/min und ein maximales Drehmoment von 125 Nm bei 9.000 U/min. Der Hersteller verspricht ausserdem eine deutlich verbessertes Ansprechverhalten und einen kernigen Sound.

Triumph erweckt die Trident zu neuem Leben

In der Motorrad-Mittelklasse steppt der Bär und Triumph will da nicht am Rand der Tanzfläche stehen sondern mittendrin. Um mit der Honda CB 650 oder Yamaha MT-07 konkurrieren zu können, bringt Triumph im kommenden Jahr ein neues Modell in den Markt mit altbekanntem Namen: Trident.

Letzten Freitag präsentierte Triumph die Designstudie für das neue Modell. Nüchtern komplett in weiß gehalten soll es die Charakteristiken des Mittelklasse-Roadsters zeigen. Technische Daten zum Motorrad oder zum Motor gab es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. Nur soviel: der Motor wird ein Drilling werden und er wird A2-kompatibel sein. Drehmomentstärke wird im Presskit ausgelobt. Leistungsvorteil, klassenführende Technologie und wettbewerbsfähiger Preis sollen sie vom Konkurrenzangebot differenzieren.

Mangels technischer Details oder Spezifika zur Ausstattung bleibt erstmal der Blick aufs Design. Pur, minimalistisch, britisches Design mit italienischem Flair will mir die Pressemitteilung vermitteln. Vornerum Rundscheinwerfer und klassische Tankform mit Knieaussparungen, hintenrum cleanes, modernes Heck welches an die Street Triple erinnert. Die Triumph Formensprache erkenne ich schon wieder, aber die Mischung wirkt unharmonisch und zusammengetackert. Ich weiss noch nicht, was ich davon halten soll. Die Farbgebung trägt ja auch einiges zum Charakter eines Motorrades bei, vielleicht ist es hier durch das reinweiss noch etwas unakzentuiert.

Aber über Geschmack lässt sich bekanntlicherweise streiten. Es gibt ja auch Menschen, die moderne Kawasakis kaufen, erschliesst sich mir garnicht. Lasst mich eine Prognose abgeben: 180kg nass, um die 85 PS und knapp unter 8.000€ um sie unterhalb der Street Triple zu positionieren. Und in Schlagdistanz zur MT-07 und CB650R Neo Sports Café. Dann reden wir nochmal.

Edit:


Triumph hat die Katze aus dem Sack gelassen und ich muss sagen, ich lag ziemlich nah dran mit meinen Schätzungen:

  • 81 PS Spitzenleistung bei 10.250 U/min und 64 Nm Spitzendrehmoment bei 6.250 U/min.
  • Gewicht fahrfertig 189 kg
  • ab 7.343 Euro in Deutschland (zzgl. Liefernebenkosten)

Riding the Rocket 3

Als Kind verbrachte ich mit meinen Eltern einmal die Sommerferien am Gardasee, ich mag vielleicht acht Jahre alt gewesen sein. Meine Eltern hatten Freunde aus München, die zum gleichen Zeitpunkt dort Urlaub machten und ein Boot hatten. Nicht irgendein Boot, nein. Eine Riva Aquarama. Ob gekauft oder gemietet weiss ich nicht mehr. Was sich mir aber ins Gedächtnis gebrannt hatte, war neben dem wundervollen Design die Motorisierung des Bootes und was sie damit machte: zwei V8-Motoren im Heck sorgten für eine Gesamtleistung von 700 PS.

Allein das Anlassen und das Brabbeln im Leerlauf, der Sound wurde von der Kaimauer reflektiert. Pure Gänsehaut. Dann langsam aus dem Hafenbecken auslaufen und souverän auf den See gleiten. Und draussen auf dem See sollte ich dann erleben, was es bedeutet, wenn man „den Hebel auf den Tisch legt“. Vollgas. Die 16 Zylinder atmen tief ein, die Antriebswellen erhöhen sprunghaft ihre Rotationsgeschwindigkeit, beide Propeller wirbeln durchs Wasser und beginnen, das Holzboot nach vorne zu treiben. Das vorher sonore Grollen verwandelt sich in ein löwenartiges Brüllen und ich musste mich irgendwo festhalten, um nicht durchs Boot zu purzeln. Erregt und fasziniert zugleich nahm ich dieses Spektakel in mich auf. Irre.

Wir springen ein paar Jahrzehnte nach vorne. Mein freundlicher Triumph-Händler freut sich, daß er wieder komplett öffnen darf und bietet an zwei Tagen die aktuelle Modellpalette zum Probe fahren an. Darunter eine Rocket 3 R. Ein Anruf beim Händler und ich konnte mir den letzten Probefahrt-Termin am Freitag Abend sichern.

Da stand sie nun vor mit in Rot: 2.458 cm³ verteilt auf drei Zylinder. Die 167 PS mögen in Anbetracht des Hubraums nicht so sehr beeindruckend sein, aber die 221 Nm bei 4.000 U/min sind es bereits auf dem Papier! Die Sitzhöhe beträgt lediglich 773 mm, dafür bemisst der Radstand stramme 1677 mm. Die 291 kg Trockengewicht verteilen sich bodennah flach und lang.

Der Händler fragt mich noch, ob er sie vom Gehweg runter fahren soll und ich entgegne ihm scherzhaft, daß das kein Problem sei, ich sei im Besitz eines LKW-Führerscheins. Trotzdem rangierte ich die Maschine mit großer Vorsicht auf die Fahrbahn, Respekt hatte ich vor diesem Trumm.

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