Motorrad-Magazin über Benzinkultur, Motorrad-Touren und Custombikes

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Road2Rally – ein Einsteigerleitfaden für Rallye & Roadbook

Manchmal beginnt ein Abenteuer mit einer simplen Frage: Wie fange ich eigentlich an? Genau hier setzt Christoph Sautter an. Mit Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook hat er das Buch geschrieben, das er sich selbst zu Beginn seiner Rallye-Reise gewünscht hätte. Kein Hochglanz-Magazin, sondern ein ehrlicher, praxisnaher Begleiter für alle, die den Traum vom Rallyefahren endlich angehen wollen.

Vom Kindheitstraum zum Rallye-Fahrer

Chris kam nicht aus einer Motorsportfamilie. Motorradfahren war kein Thema, aber die Faszination Rallye Dakar hat ihn nie losgelassen. Über Umwege, eine Honda Dominator und viele lehrreiche Kilometer fand er schließlich den Weg in den Rallyesport. Heute ist er nicht nur Fahrer, sondern auch die Stimme hinter Dakar.FM, dem bekanntesten deutschsprachigen Rallye-Podcast.

Im Gespräch mit uns im TwinSpark Motorrad Podcast erzählt Chris, wie alles begann – von der ersten Ausfahrt auf der quietschbunten Dominator bis zu den ersten Roadbook-Kilometern in Südafrika. Er spricht offen über Rückschläge, über mentale Stärke und darüber, was passiert, wenn man sich endlich traut, loszufahren. Seine Geschichten von der Bosnien Rally, der Pharao Rally in Ägypten und dem Transitalia Marathon zeigen, wie nah Abenteuer und Überforderung beieinander liegen – und wie man daran wächst.

Das Buch: Mehr als ein Leitfaden

In Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook bündelt Christoph alles, was er selbst mühsam herausfinden musste. Das Buch erklärt, wie man ein Rallye-taugliches Motorrad vorbereitet, welche Ausrüstung wirklich zählt, wie Navigation per Roadbook funktioniert und welche Events sich für den Einstieg eignen. Unterstützt wird er dabei von erfahrenen Dakar-Piloten wie Tobias Ebster, Mike Wiedemann, Willem Avenant und Justin Gerlach, die ihre eigenen Tipps und Erfahrungen beisteuern.

Das Buch ist kein Technik-Manual, sondern eine Einladung. Rallye wird hier nicht als exklusiver Profi-Sport verstanden, sondern als Gemeinschaft von Menschen, die Abenteuer, Freiheit und persönliche Entwicklung suchen.

Roadbook2Rally – die Plattform zum Buch

Parallel zum Buch betreibt Christoph die Website Roadbook2Rally, die inzwischen zu einer wichtigen Anlaufstelle für Rallye-Fahrer geworden ist. Dort gibt es einen internationalen Rallye-Kalender, Trainingsübersichten und bald auch ein Rallye-Pedia mit Begriffserklärungen, Checklisten und Guides. Wer tiefer in die Szene eintauchen will, findet hier den richtigen Einstieg.

Zu Gast im TwinSpark Podcast

In unserer Podcastfolge mit Christoph spricht er über seine ganz persönliche Road2Rally: über Zweifel, erste Stürze, seine Faszination für die Wüste und den Moment, als er in Südafrika sein erstes Roadbook in der Hand hielt. Er erzählt, warum Rallye-Fahren auch mentale Arbeit ist, wie aus Rückschlägen Stärke wird – und wie man aus einem Traum ein Buch macht.

Fazit: Ein Buch für Träumer und Starter

Wer schon lange überlegt, wie man in den Rallyesport einsteigen kann, findet in Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook einen ehrlichen, motivierenden und fachlich starken Einstieg. Es ist kein Lehrbuch, sondern eine Einladung, sich auf den Weg zu machen.

Das Buch ist seit September 2025 erhältlich, unter anderem bei Amazon. Und wer nach dem Lesen direkt Lust bekommt, selbst ins Rallye-Abenteuer zu starten, findet auf Roadbook2Rally alle Infos zum ersten Event.

Du bist neurierig geworden und willst ins Offroad fahren reinschnuppern? Dann kannst Du Dich hier über Offroadtrainings in Deutschland informieren.

Red Bull Stoppelboss 2025: Offroad-Action auf dem Acker bei Leipzig

Schlamm statt Asphalt, Stoppelfeld statt Rennstrecke – das ist Red Bull Stoppelboss. Am 1. November wird ein Weizenfeld am Frohburger Dreieck bei Leipzig zur Bühne für eines der schrägsten Offroad-Events des Jahres. 300 Fahrerinnen und Fahrer treten gegeneinander an, vom Freizeit-Schrauber bis zum Weltmeister.

Start des Red Bull Stoppelboss Rennens mit dutzenden Offroad-Fahrer:innen auf dem Acker am Frohburger Dreieck.

Angeführt werden die Teams von zwei echten Größen des Sports: Hard-Enduro-Weltmeister Manuel Lettenbichler für das blaue Team und MX2-Champion Simon Längenfelder für das rote. Beide wollen zeigen, wer auch abseits der klassischen Pisten der wahre Boss ist. Lettenbichler sagt dazu trocken: „Das ist purer Spaß und Wettkampfgeist – und ja, ich will den Titel holen.“

Manuel Lettenbichler beim Red Bull Stoppelboss auf dem Stoppelfeld bei Leipzig, umgeben von Staub und fliegendem Schlamm.

Die Strecke ist rund 2,7 Kilometer lang, etwa zehn Meter breit und hat alles, was Landmaschinen und Offroad-Fans glücklich macht: Strohballen-Rampen, Baumstamm-Hindernisse und sogar einen Trecker-Anhänger als Sprungrampe. Das Format folgt einem klaren Prinzip: erst Training, dann Quali, dann die besten 80 im Super-Finale mit Le-Mans-Start.

Das Starterfeld ist ausgebucht, aber wer den Geruch von Benzin und Erde liebt, sollte trotzdem vorbeikommen. Zuschauerinnen und Zuschauer sind willkommen – ab 10 Uhr geht’s los. Der Lärm, die Sprünge, das Chaos: Hier zählt nicht das perfekte Outfit oder das polierte Bike, sondern Mut, Können und ein bisschen Wahnsinn.

Red Bull Stoppelboss bringt Profis und Amateure auf Augenhöhe – und am Ende bleibt nur eine Frage: Wer ist der Boss auf dem Acker?

Wer selbst Lust auf Offroad-Abenteuer bekommen hat, findet hier passende Touren und Inspiration für das nächste Dreckabenteuer. Auch unsere Berichte zum Enduro-Training zeigen, wie viel Spaß Fahren abseits der Straße machen kann.

Ducati Desmo450 MX – Die Rote fährt jetzt durchs Gemüse

Ducati meint es ernst. Nicht mit einer Scrambler-Optik auf Glamping-Niveau, sondern mit einem richtigen Motocross-Bike. Die neue Desmo450 MX ist das erste Offroad-Motorrad aus Borgo Panigale – und gleich ein ziemlicher Paukenschlag.

Die Technik kommt nicht irgendwoher: Der Einzylinder basiert auf dem Wissen aus der MotoGP, inklusive des typischen desmodromischen Ventiltriebs. Ducati ist aktuell der einzige Hersteller, der dieses System im Motocross einsetzt. Das erlaubt hohe Drehzahlen, aggressive Nockenprofile und riesige Ventildurchmesser (40 mm Einlass, 33 mm Auslass). Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 63,5 PS bei 9.400 U/min, 53,5 Nm bei 7.500 U/min, Begrenzer erst bei 11.900 U/min. Dazu ein sehr breites nutzbares Drehzahlband und 70 % des Drehmoments schon bei 4.200 Touren.

Auch das Fahrwerk wurde nicht aus dem Baukasten gezogen. Der Alu-Rahmen besteht aus nur elf Teilen, wiegt knapp neun Kilo und hat besonders wenige Schweißnähte – für mehr Steifigkeit und weniger Gewicht. Die komplette Fuhre bringt 104,8 Kilo auf die Waage (ohne Sprit).

Das Rahmendesign ist nicht nur stabil, sondern auch schrauberfreundlich. Stoßdämpfer rausnehmen? Geht in Minuten. Und die Details erinnern eher an ein Superbiketeil als an ein klassisches MX-Bike.

Die Ducati Desmo450 MX setzt beim Fahrwerk auf bewährte Komponenten aus dem Rennsport. Vorne arbeitet eine voll einstellbare 49-mm-Upside-Down-Gabel von Showa mit 310 Millimetern Federweg und Kashima-Beschichtung. Hinten kommt ebenfalls ein Showa-Federbein zum Einsatz, das zentral montiert ist und 301 Millimeter Federweg bietet. Die Umlenkung besteht aus geschmiedetem Aluminium und wurde mit Blick auf eine progressive Charakteristik direkt im Rennbetrieb entwickelt. Auch bei der Bremsanlage setzt Ducati auf Qualität: Vorne verzögert ein Brembo-Zweikolben-Sattel auf einer 260-Millimeter-Galfer-Scheibe, hinten kommt ein Einkolben-Sattel mit 240-Millimeter-Scheibe zum Einsatz. Die Entscheidung gegen eine Luftfederung zugunsten klassischer Stahlfedern zeigt, dass Ducati vor allem auch ambitionierte Hobbyfahrer im Blick hat – einfacher abzustimmen, robuster im Alltag und wartungsärmer.

Abenteuer pur: Adventure Country Tracks Montenegro & Albanien feiert heute Premiere auf YouTube

Es ist soweit: Heute Abend um 20:00 feiert der neueste Film der Adventure Country Tracks Serie auf YouTube Premiere. Diesmal nimmt uns das Team mit auf eine Reise durch die wilden Landschaften von Montenegro und Albanien. Der Film verspricht nicht weniger als epische Motorradabenteuer, extreme Trails und unvergessliche Landschaften.

Warum dieser Film ein Muss ist

Die achte ACT-Route stellt erneut alles in den Schatten. Über sechs Tage hinweg navigieren die Fahrer durch die teils gnadenlose Natur, erklimmen einsame Bergpässe und durchqueren abgelegene Dörfer. Dabei werden sie nicht nur von der unberechenbaren Witterung und anspruchsvollen Strecken gefordert, sondern wachsen auch über ihre eigenen Grenzen hinaus. Dieser Film zeigt nicht nur, wie die Fahrer den widrigsten Bedingungen trotzen, sondern auch, wie sie dabei die wahre Bedeutung von Ausdauer und Teamgeist entdecken.

Highlights der Route

Der Film beginnt in Montenegro im Durmitor Nationalpark – einem Ort, der mit seiner schieren Naturschönheit allein schon den Atem raubt. Von dort geht es weiter nach Albanien, wo die Fahrer unter anderem die berüchtigten Trails von „Hellbania“ bezwingen. Ob unwegsame Schotterpfade, tief eingeschnittene Canyons oder das majestätische Berat Castle – jede Etappe ist ein Highlight für sich.

Neben den Herausforderungen gibt es auch Momente der Besinnung: Die Fahrer begegnen den Menschen vor Ort, entdecken kulturelle Schätze und machen unerwartete Erfahrungen – vom improvisierten Reifenwechsel bis hin zum Ritt auf einem Esel. Kein Tag gleicht dem anderen, und genau das macht den Reiz dieser Tour aus.

Meine Begegnung mit Charley Boorman

Vor ein paar Wochen hatte ich die Gelegenheit, die Vorpremiere des Films in Köln zu besuchen. Und als ob das nicht schon aufregend genug gewesen wäre, traf ich dort Charley Boorman. Ja, den Charley Boorman – bekannt aus Long Way Round und Long Way Down. Seine Begeisterung für das Projekt war ansteckend, und es war faszinierend, seine Gedanken zur Motorradabenteuerwelt zu hören.

Jetzt einschalten!

Also: Popcorn bereitstellen, die Abend frei machen und den Film geniessen. Falls ihr danach Lust bekommen habt, selbst die Koffer zu packen und euch auf ein Abenteuer zu begeben, könnt ihr weitere Informationen zu den ACT-Tracks auf www.adventurecountrytracks.com finden.

EICMA 2024: Zero launcht die X-Modellreihe

Mit der Einführung der beiden neuen Modelle XE und XB hat Zero Motorcycles die Latte für Elektromotorräder im Offroad-Bereich noch einmal höher gelegt. Während die XE als kraftvolles Trailbike für ernsthafte Offroad-Abenteuer konzipiert wurde, spricht die XB all jene an, die mit einer Moped-Führerschein-Lizenz (AM) ins elektrische Abenteuer starten möchten. Beide Modelle stehen unter dem Motto „All Access“ und sind Teil einer Initiative, Elektromotorräder für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen – und das zu Preisen, die selbst in diesem Premium-Segment erstaunen. Mit 6.400 Euro für die XE und nur 4.400 Euro für die XB macht Zero seine Technik und das elektrische Fahrvergnügen jetzt für viele möglich. Wir schauen uns mal die XE näher an.

Power und Performance – Kraft, die Spaß macht

Beginnen wir bei den harten Fakten: Die XE bietet eine Spitzenleistung von 33 kW (44 PS) und ein beeindruckendes Drehmoment von 106 Nm. Hier liefert Zero ordentlich Kraft ab – ein Drehmoment, das vor allem im Gelände den Unterschied machen kann. Egal ob Steigungen, enge Kurven oder unwegsames Gelände: Die XE soll dank ihres Motors überall ordentlich anschieben, und das ohne Aussetzer. Auch wenn das Trailbike von Zero kein Hochleistungsmonster sein will, wird es durch das kräftige Drehmoment zur echten Spaßmaschine. Die Leistung ist dabei immer dosierbar und soll auch im unteren Geschwindigkeitsbereich gut zur Geltung kommen, was gerade im Gelände von Vorteil ist.

Reichweite und Praxistauglichkeit

Kommen wir zur Reichweite, denn hier trennt sich im Offroad-Bereich oft die Spreu vom Weizen. Die XE schafft laut Zero bis zu 169 km im reinen City-Betrieb – allerdings werden die meisten Nutzer im Trail-Modus unterwegs sein, wo die Reichweite im Mix auf etwa 95 km sinkt. Realistisch gesehen, ist das ein guter Wert, der für Tagestouren im Gelände völlig ausreicht. Hier zeigt sich auch, dass Zero den Fokus auf die Einsatzfähigkeit legt und eine Batterie entwickelt hat, die für eine breite Palette von Offroad-Strecken konzipiert ist. Die Reichweite ist nicht rekordverdächtig, aber für die geplanten Einsätze praktisch und ausreichend.

Ein Pluspunkt ist der herausnehmbare Akku: Ein seltenes Feature in dieser Preisklasse und für Trail-Fans ein Segen. Ob auf Mehrtagestrips oder bei spontanen Fahrten – die Möglichkeit, den Akku zu wechseln, gibt der XE einen klaren Vorteil gegenüber anderen Modellen, die eine feste Batterie besitzen. Die Ladezeiten sind allerdings nichts für ganz Eilige: Mit dem Standardladegerät ist der Akku in etwa 9 Stunden wieder voll, was für den Alltag in der Garage völlig reicht. Für Schnellladefans ist optional ein Schnellladegerät erhältlich, das die Ladezeit auf 3,6 Stunden reduziert.

EICMA 2024: Suzuki DR-Z 4S & DR-Z 4SM – Das Comeback der Einzylinder-Funbikes

Es mag an meiner persönlichen Wahrnehmungs-Bubble liegen, aber gefühlt war im Segment der Mittelklasse-Enduros auf der EICMA am meisten los. So auch bei Suzuki, wo die neuen Modelle DR-Z4S und der DR-Z4SM im Mittelpunkt standen. You have my attention! Während die DR-Z4S als Dual-Sport-Modell auf die Kombination aus Straßen- und Geländeeinsatz abzielt, spricht die DR-Z4SM mit ihrem Supermoto-Konzept eher jene an, die vor allem auf Asphalt unterwegs sind und agiles Fahrverhalten bevorzugen. Beide Motorräder sind mit einem leichten Einzylindermotor ausgestattet und gehören zur A2-Führerscheinklasse.

Technische Details und Ausstattungsmerkmale

Beide Modelle verfügen über einen neu entwickelten 398-Kubik-Einzylindermotor mit DOHC-Ventilsteuerung, der maximal 28 kW (38 PS) Leistung bei 8.000 U/min und ein Drehmoment von 37 Nm bei 6.500 U/min liefert. Die Urversion des kompakten, flüssigkeitsgekühlten DOHC-Vierventilers kam erstmals im Jahr 2000 zum Einsatz, dieser wurde für die aktuellen Modelle umfassend überarbeitet, um eine bessere Emissionskontrolle und eine gleichmäßigere Leistungsabgabe zu gewährleisten. Der Motor ist mit einem Ride-by-Wire-System ausgestattet, das eine feinere Abstimmung der Gasannahme erlaubt und insbesondere bei niedrigen Drehzahlen für ein kontrolliertes Fahrgefühl sorgt.

DR-Z4S: Allrounder für Straße und Gelände

Voll geladen: Die neue KTM Freeride E 2025

Die EICMA steht kurz bevor, und bereits im Vorfeld veröffentlichen die Hersteller erste Neuheiten, um in der Flut von Ankündigungen während der Messewochen nicht unterzugehen. Auf ein Modell war ich schon gespannt, die neue KTM Freeride E. Meine ersten Erfahrungen mit dem Vorgänger machte ich 2021 im Enduropark Hardegsen. Als damals noch unerfahrener Offroad-Fahrer war ich überrascht, wie leicht die KTM im Gelände zu handhaben war.

Nun soll die komplett überarbeitete KTM Freeride E 2025 frische Energie ins Offroad-Segment bringen. KTM verspricht mehr Leistung, eine erweiterte Reichweite und ein optimiertes Fahrerlebnis – das alles nahezu geräuschlos.

Mit der Unterstützung von Hardenduro-Profi Manuel Lettenbichler zeigt KTM erneut seine Ambitionen im Bereich der Elektromobilität. Die neue Freeride E ist dabei nicht nur umweltfreundlich und nahezu geräuschlos, sondern soll auch bewährte Leistung in anspruchsvollem Gelände bieten.

Ein Jahrzehnt der Weiterentwicklung

Seit der Einführung der ersten KTM Freeride E im Jahr 2014 hat sich viel getan. Die Technologie ist fortschrittlicher, die Hardware leichter und die Software intelligenter geworden. Besonders die neue Motorplattform zeichnet sich durch eine Nennleistung von 11 kW und eine Maximalleistung von 19 kW aus. Das Drehmoment von 37 Nm und die Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h sorgen für eine dynamische Fahrleistung – sowohl im Gelände als auch auf der Straße.

BMW F900GS Custombike „FAST!“ von VTR Motorrad

Die Truppe von VTR Motorrad rund um Dani Weidmann ist bekannt für auffällige Umbauten mit klarer Handschrift. Mit dem Projekt „FAST!“ haben sie sich die neue BMW F900GS vorgenommen und daraus ein Custombike gebaut, das Adventure-Optik mit Enduro-Attitüde verbindet.

Das Ergebnis ist ein Motorrad, das schärfer, reduzierter und gleichzeitig noch eigenständiger wirkt. Farblich setzt VTR auf eine Kombination aus Satin-Grau und kräftigen Gelb-Akzenten – schlicht, aber mit viel Präsenz.

BMW F900GS Custombike VTR FAST

Die Umbauten am BMW F900GS Custombike

Beim BMW F900GS Custombike FAST! wurde bewusst nicht der Motor verändert, sondern das Erscheinungsbild und einige Komponenten. Der Zweizylinder mit 895 cm³ Hubraum, 105 PS und 93 Nm Drehmoment bleibt unangetastet. Dafür hat VTR Motorrad an vielen anderen Stellen Hand angelegt:

  • Frontbereich: Der Kotflügel wurde gekürzt und durch eine schlankere Variante ersetzt, was die Silhouette reduziert.
  • Lenker: Abgesenkt für eine sportlichere Sitzposition und aggressiveren Look.
  • Seitenteile: Schlanker gestaltet, dazu eine Custom-Nummerntafel am Heck – klassisch per Kabelbinder fixiert.
  • Auspuff: Leichter SC-Project-Schalldämpfer sorgt für mehr Sound und weniger Gewicht.
  • Kette: Robuste Messingkette, die auch optisch heraussticht.
  • Reifen: Metzeler Karoo 4 – ein Allrounder, der sowohl Straße als auch Offroad kann.

Diese Mischung macht das Custombike nicht zu einem reinen Showobjekt, sondern zu einer Maschine, die weiterhin im Alltag und abseits der Straße funktioniert.

Technische Basis: BMW F900GS Serie

Zur Einordnung: Die BMW F900GS ist das Adventure-Bike in der Mittelklasse von BMW Motorrad. Sie bringt in der Serie mit:

  • 895 cm³ Zweizylinder-Reihenmotor
  • 105 PS bei 8.500 U/min
  • 93 Nm bei 6.750 U/min
  • Fahrfertiges Gewicht ca. 219 kg
  • Sitzhöhe 870 mm
  • Federweg: vorne 230 mm, hinten 215 mm

Damit ist die F900GS eine vielseitige Basis – und für Customizer wie VTR der ideale Ausgangspunkt, um einen eigenständigen Charakter zu schaffen.

Das BMW F900GS Custombike FAST! von VTR Motorrad zeigt, wie man mit wenigen, gezielten Änderungen ein Serienmotorrad optisch und funktional stark verändern kann. Reduziert, kantig und mit einem eigenständigen Farbschema wirkt es wie eine Mischung aus Rallye-Enduro und urbanem Streetbike.

Besonders spannend ist, dass VTR den Umbau nicht überladen hat. Viele Elemente bleiben funktional, die Veränderungen sind praxisnah – und genau das macht dieses Custombike so überzeugend.

Wer das Ganze live sehen will: Dani Weidmann erklärt alle Details im Video, natürlich im besten Schwizerdütsch:

Da ist sie – die neue BMW R1300 GS

BMW hat nun das Tuch von einer der am meisten erwarteten Premieren in 2023 gezogen. Die große GS ist nicht nur irgendein Motorrad sondern seit Jahren der Bestseller in den Zulassungen. In 2022 wurden 8.530 Einheiten der R 1250 GS verkauft, die zweitplatzierte Kawasaki Z900 fand nur 3.599 Abnehmer im gleichen Zeitraum. Vor mehr als vier Jahrzehnten begründete BMW Motorrad mit der R 80 G/S das neue Segment der Reiseenduros. Seitdem liegt die BMW GS mit Boxermotor an der Spitze des Wettbewerbsumfelds. Damit dies auch zukünftig so bleibt, hat BMW Motorrad bei der neuen R 1300 GS fast keinen Stein auf dem anderen gelassen.

Das Design der neuen R 1300 GS – Revolution statt Evolution

Interessant zu beobachten war in den letzten Wochen und Monaten die Reaktionen im Netz bei jedem Erlkönigfoto oder den letzte Woche „geleakten“ Bildern: es wurde sehr kontrovers diskutiert. Viele Traditionalisten waren eher mäßig begeistert vom neuen Gesicht der GS. Zu sehr hatte man sich über die Jahre an das asynchrone Scheinwerferdesign gewohnt.

Je länger ich mir die Bilder anschaue, desto mehr finde ich gefallen am Design. Es ist ein großer Schritt in die Zukunft ohne die Vergangenheit komplett hinter sich zu lassen. Von der Seite betrachtet erkennt man die traditionelle GS-Flyline wieder, allerdings schärfer und flacher gezeichnet. Die silbernen Seitenpanels verstehe ich als Zitat älterer GS-Modelle wie der K50.

Was mich überrascht hat ist das schmale Heck. Hier wird es vor allem sichtbar, dass die neue GS ein paar Kilo abgespeckt hat. Als Leergewicht mit zu 90 Prozent befülltem Alu-Tank und Grundausstattung nennt BMW 237 Kilogramm. Ok, mit dem Weglassen des Hauptständers, dem um einen Liter verkleinerten Tank und einer kompakteren Lithium-Ionen-Batterie hat BMW hierbei etwas in die Trickkiste gegriffen. Aber es ist erfrischend zu sehen, dass hier auch ein neues Modell nicht gleich auch mehr Gewicht bedeutet.

Unverändert bleibt das zulässige Gesamtgewicht bei 465 Kilogramm. Bei der Diät halfen ein paar Tricks, wie etwa das Streichen des Hauptständers, des Gepäckträgers und des Einstellrads fürs hintere Standard-Federbein aus der Grundausstattung, aber auch die neue Lithium-Ionen-Batterie und der um einen Liter verringerte Tankinhalt.

Den Endgegner Sand besiegen

Bei allen Endurotrainings und Offroadtouren der letzten beiden Jahre blieb trotz aller Lernkurven ein Thema immer noch ungelöst: meine Gehirnbarriere wenn es um Fahren auf Sand ging. Auf Sand habe ich auch meinen ersten und einzigen Sturz in über zehn Jahren Motorrad fahren hingelegt. In der Theorie ist mir die Fahrtechnik auch klar, Arsch nach hinten um das Vorderrad zu entlasten, Gas geben weil Geschwindigkeit stabilisiert und den Lenker locker lassen, damit sich das Vorderrad seinen Weg suchen kann.

Soviel zur Theorie. Sobald die Karre aber instabil wurde, habe ich immer das Gegenteil gemacht. Und ich war leidlich genervt von mir selber. Aber was hat sich nun geändert? In den letzten zwei Jahren habe ich mehrere Offroad-Trainings gemacht (ADAC Reiseendurotraining, EAT Individualtraining, EAT Fortgeschrittenentraining) in deren Verlauf ich viel mehr Sicherheit beim Offroad fahren bekommen habe, die Basics wie Haltung auf dem Motorrad in verschiedenen Fahrsituationen, Gewichtsverlagerung oder Fußrasten-Impulse fast schon Routine geworden sind. Und ebenso habe ich mich mehr Fahrsituationen ausgesetzt, in denen ich das Gelernte anwenden konnte. Trotzdem stand ich mit Sand immer noch auf Kriegsfuß.

Let’s do this!

Gestern stand dann das ADAC Reiseenduro-Training Level 2 auf dem Programm. Eigentlich hatte ich einen Termin vor einem Jahr gebucht, quasi als Vorbereitung auf das EAT-Training August. Mangels Teilnehmer konnte das ADAC-Training im letzten Jahr aber nicht stattfinden und so hatte ich in der Zwischenzeit zwei EAT-Trainings hinter mir, bevor ich beim ADAC in Linthe auf den Hof rollte.

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