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Schlagwort: K100

BMW K100 ‘Xaver’ von Titan Motorcycles

Als Freund des fliegenden Ziegelsteins freue ich mich über jeden neuen Umbau auf Basis der K-Serie von BMW. Letzte Woche kam mir Xaver unter die Augen, ein besonders spannender Umbau einer 1986er BMW K100 LT zu einem Scrambler.
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Tom Possod und Michael Siebenhofer von Titan Motorcycles aus Graz haben hier ganze Arbeit geleistet. Der eigens gebaute Heckrahmen räumt die Seitenlinie des Motorrades deutlich auf, der reguläre K-Rahmen macht es einem da schwerer, eine klare Linie zu finden. In Verbindung mit dem angepassten Tank bekommt die Maschine eine aggressive Linie, die ihr sehr gut steht.
Die Aluverkleidung der LED-Scheinwerfer vorne erinnert mich etwas an Star Wars-Droiden, gibt dem Motorrad aber auch von vorne einen sehr eigenen, ungesehenen Touch. Garniert wurde der Umbau mit vielen weiteren Feinheiten:

  • Motoscope pro Instrument
  • Full LED Scheinwerfer und Standlicht
  • Continental TKC80 Bereifung
  • Handgefertigter Heckrahmen
  • Höherlegung
  • Tomaselli Endurolenker mit interner Kabelführung
  • Handgefertigter Stretchtank, Scheinwerferbezel und Soziusabdeckung aus Aluminium
  • M-switch Microtaster
  • Rizoma Lenkerendenblinker
  • Brembo Performance Bremspumpe
  • Black Chrystal Lackierung
  • Rizoma Club S Rücklichter
  • Echtleder-Sitzbank mit Kreuzsteppung
  • REMUS Sportauspuffanlage
  • Eigens angefertigte tiefe Kennzeichenbefestigung im GS Style
  • Minimal Elektrik mit m-unit, CAN-Bus und m-button


Mehr zu Titan Motorcycles auf deren Website, Facebook oder Instagram.
Bilder: Titan Motorcycles / Klemens König

Daniel Dollers BMW K100 Scrambler

Neulich auf dem Pure & Crafted schlenderte ich am Freitag abend über das Gelände und blieb bei einem K100-Umbau hängen. Anschauen, toll finden, Bier holen, noch mehr anschauen, noch toller finden, Liebeserklärung auf Instagram posten.

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Am nächsten Tag stehe ich vor dem Craftrad-Stand und quatsche mit ein paar Leuten, die ich da kennen gelernt hatte. Irgendwann kommen wir auf K-Umbauten, weil wir vor dem Robrock-Bike standen. Mein Gesprächspartner stellte sich als in K-Fragen sehr bewandert heraus und ich fragte ihn, woher das wohl kam. „Ich habe auch mal eine umgebaut, die steht da hinten.“ kam als Antwort. Es stellte sich heraus, daß ich mich gerade mit Daniel Doller unterhielt, dem Erbauer der K100-Scrambler, vor der ich am Vorabend leise vor mich hinsabbernd stand. Großartiger Zufall.

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Ich nötigte Daniel rüber zu seinem Bike, um ihm ein paar Details zu entlocken. Die meisten Dingen entstanden in Eigenbau wie der zum Lima-Deckel umfunktionierte Ofenrohrdeckel mit BMW-Logo oder das Auspuff-Verbindungsrohr zum Endtopf von AC Schnitzer. Die Stoßdämpfer sind von der K1100 RS, Instrumente und Blinker kommen von Motogadget. Wer genau hinschaut sieht, daß der Tank etwas flacher steht. Um diese geradere Linie herzustellen, wurde die vordere Tankhalterung umgeschweisst. Für die Sitzbank hat Daniel kurzerhand im benachbarten Bisingen bei Kahedo angerufen und sich eine Maßanfertigung bauen lassen.

Bei der TÜV-Abnahme rümpfte der Prüfer angesichts des gekürzten Heckrahmens erstmal die Nase und zweifelte an der Stabilität. Als Daniel ihm aber Bilder von den K-Rennern von BSK Speedworks zeigte, die das gleiche Heck tragen, war das Thema vom Tisch.

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Mehr Bilder dieses tollen Umbaus findet ihr bei Inazuma Café oder bei Facebook. Trotz alles Bequatschens wollte mir Daniel das Mopped nicht verkaufen. Dann muss ich es halt selber nachbauen, hehe!

Die K-Frage, Teil 2

Vor über einem Jahr habe ich mich mit Custombikes auf Basis der BMW K-Serie beschäftigt. Der Artikel gehört seither zu den meistgelesenen hier im Blog, ein Indiz für die steigende Beliebtheit dieses Motorrads als Umbaubasis. In der Zwischenzeit sind einige bemerkenswerte Umbauten auf K-Basis entstanden, Zeit für eine Zusammenfassung.

Shaka Garage K100 Silver Gills

Die K100 „Silver Gills“ ist eines der neuesten und sicherlich interessantesten Umbauten. Die Idee, die Tankkonturen der K mit weiteren Blechen zu akzentuieren und darunter den Wasserkühler zu verstecken finde ich sehr spannend!.

Motofication K100 Evo II

Marc Robrocks ersten K-Umbau hatte ich bereits im letzten Artikel erwähnt, in der Zwischenzeit hat er mit der K-Fé Evo II sein ursprüngliches Konzept verfeinert und weiter ausgebaut. Mir gefällt die Integration des R1150 R Rücklichtes in den Café Racer-Höcker.

Sascho de Beer Kaffeeracer

Kettenritzel-Leser Sascho de Beer war auch nicht untätig und hat diesen schönen K-Umbau auf die Beine gestellt. Details des Umbauprozesses könnt ihr in seinem Blog verfolgen.

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Eine weitere tolle Quelle für viele Umbauten ist Pinterest. Auf Federico Repettos Pinboard fand ich unter anderem diesen orangenen Umbau. Man beachte den original Heckabschluss auf den verkürzten Rahmenheck. Schön tief und gedrungen, so gefällt das.

BSK Speedworks K100 Race Replica_4

Zum Abschluss noch dieses Brett von BSK Speedworks, die bereits mehrere Rennmaschinen auf K-Basis hergestellte haben. Pipeburn hat die Details zu diesem spektakulären Umbau.

K100 Café Racer

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Auf der Suche nach einer K100 als Umbaubasis stieß ich auf einen bereits fertiggestellten Café Racer-Umbau von Eckhard aus Eberswalde. Sein Umbau hatte bereits viele Elemente von dem, was ich mir so vorstelle:

  • selbstgebautes Café Racer-Heck,
  • polierte Motordeckel und Felgenbetten,
  • Zündschloss an die Seite verlegt,
  • Tumbleton and Twist-Tacho
  • motogadget m-blaze cone Lenkerendenblinker,
  • Custom-Auspuff.

Der Auspuff macht mächtig Alarm (mit Segen des TÜV) und das Mopped schiebt gut nach vorne. Deutlich leichter im Handling als die originale K100 RS die ich diese Woche zum Vergleich fuhr. Die Sitzbank ist direkt auf dem Originalrahmen aufgebracht ohne Hilfsrahmen, dadurch fällt sie leicht nach hinten ab, was ich persönlich optisch und von der Sitzposition nicht optimal fand.

Dennoch ein gelungener Umbau mit sehr guter handwerklicher Qualität. Wer Interesse bekommen hat, das Mopped steht zum Verkauf.

Soiatti Moto Classiches K100-Umbau

Soiatti Moto Classiche aus dem italienischen Novara hatte ich bislang noch gar nicht auf dem Schirm, aber durch diesen Post bei Inazuma Caferacer kam ich in den Genuß ihres neuesten Umbaus auf Basis einer K100

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Die Farbgebung finde ich sehr schön, cremeweiss wäre nicht meine erste Wahl gewesen, aber zusammen mit dem braunen Sitz und den braunen Handgriffen passt das sehr gut. Schönes Detail sind auch die an den Seiten verbauten Zusatzinstrumente. Keine Ahnung, ob das TÜV-tauglich wäre, aber gut gemacht. Insgesamt müßte das Heck etwas kürzer werden, aber sonst kann man nicht meckern.

Mehr von Soiatti Moto Classiche gibt es hier auf Instragram.

BMW K100 von Moto Sumisura

Die K-Frage

Das Stöbern in Gebrauchtmoppedbörsen ist in den letzten Monaten ein kleines Hobby geworden. Einfach um mal einen Eindruck zu bekommen, welche Motorräder mit welchen Laufleistungen zu welchen Preisen angeboten werden. Auch stößt man dabei auf einige exotische Umbauten oder Moppeds, deren Besitzer wohl eher nicht verkaufen wollen, wenn man sich die eine oder andere überzogene Preisforderung anschaut.

Neben dem möglichen Kauf eines neuen Moppeds beschäftigt mich immer noch der Gedanke, einen eigenen Umbau zu machen. Ein gewisses Schrauber-Basiswissen ist ja vorhanden, mittlerweile kenne ich auch genügend Menschen, die ich zu den verschiedensten Dingen fragen kann, bei denen ich blutiger Laie bin. Schweissen oder Elektrik, beispielsweise.

Doch welches Basismotorrad mit Potential ist für günstiges Geld zu haben? Leistungsmässig sollte es sich auch eher an der 100-PS-Schwelle orientieren als an der 50-PS-Marke. Welche Technik ist zuverlässig? Gibt es ein Modell, das nicht jeder fährt, was einigermassen ungesehen ist?

Bei all diesen Gedankenspielen stiess ich neulich auf diese Maschine, die beim Café Racer-Treffen in Danzig fotografiert wurde:

BMW K100 Café Racer

Den Umbau auf Basis einer BMW K75 fand ich interessant genug, mich mal mit der K-Serie von BMW auseinanderzusetzen. Sie verfügt über ordentlich Leistung – die K75 mit 75 PS und die K100 mit 90 PS, mit 100.000km Laufleistung kann man sie gerade mal als eingefahren betrachten. Sie war bereits ab Baujahr 1988 mit ABS als Sonderausstattung zu haben, ein Plus für den sicherheitsbewussten Biker. Und gebraucht gibt es sie bereits um die 2.000 € in gutem und gepflegten Zustand, so wie diese K100 LT:

BMW K 100 LT als Tourer

Jetzt braucht man etwas Phantasie, um hinter all den Verkleidungsteilen die Basis zu erkennen. Was mir von der Formgebung sehr gut gefällt ist die Kantigkeit. Zum einen der viereckige Block des Motorgehäuses, aber auch der Tank hat tolle Linien. Man wird sicherlich aus der Basis keine filigrane Gazelle hinstellen können, aber sicherlich einen gedrungenen Bullen.

Ich habe mal bischen rumgesurft, was für Umbauten auf K-Basis existieren. Im Vergleich zur Flut von Umbauten auf BMW Zweiventilboxer-Basis gibt es da erstaunlich wenige. Aber einige sehr spannende:

V Custom Cycles K100

V Custom Cycles K100

BMW K100 von Rocket Garage

BMW K100 von Rocket Garage

BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design

BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design

BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi

BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi

Hutch's BMW K100  “Hornet”

Hutch’s BMW K100 “Hornet”

BMW K100 von Moto Sumisura

BMW K100 von Moto Sumisura

BMW K100 von Marc Robrock

BMW K100 von Marc Robrock

BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura

BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura

Vor allem die BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura kommt meinen Vorstellungen sehr nahe. Handwerklich ist die K100 von Marc Robrock auch sehr gut gemacht. Wenn man den Motor nicht schwarz lackiert, sieht man von der rechten Seite auch sehr schön die Linie von Motorblock über den Kardan zum Hinterrad – wie oben beim Umbau von Vibrazioni Art Design. Finde ich von seiner mechanischen Ästhetik sehr toll. Und auf die linke Seite statt dem klobigen Serienauspuff einen Supertrapp drauf wie bei der V Custom Cycles K100, schön gerade nach hinten verlaufend um die horizontalen Linien zu verstärken!

Weitere Ideen und Umbauten gibt es bei Pinterest auf dieser der K100 gewidmeten Pinnwand.

 

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