Die K-Frage

Das Stöbern in Gebrauchtmoppedbörsen ist in den letzten Monaten ein kleines Hobby geworden. Einfach um mal einen Eindruck zu bekommen, welche Motorräder mit welchen Laufleistungen zu welchen Preisen angeboten werden. Auch stößt man dabei auf einige exotische Umbauten oder Moppeds, deren Besitzer wohl eher nicht verkaufen wollen, wenn man sich die eine oder andere überzogene Preisforderung anschaut.

Neben dem möglichen Kauf eines neuen Moppeds beschäftigt mich immer noch der Gedanke, einen eigenen Umbau zu machen. Ein gewisses Schrauber-Basiswissen ist ja vorhanden, mittlerweile kenne ich auch genügend Menschen, die ich zu den verschiedensten Dingen fragen kann, bei denen ich blutiger Laie bin. Schweissen oder Elektrik, beispielsweise.

Doch welches Basismotorrad mit Potential ist für günstiges Geld zu haben? Leistungsmässig sollte es sich auch eher an der 100-PS-Schwelle orientieren als an der 50-PS-Marke. Welche Technik ist zuverlässig? Gibt es ein Modell, das nicht jeder fährt, was einigermassen ungesehen ist?

Bei all diesen Gedankenspielen stiess ich neulich auf diese Maschine, die beim Café Racer-Treffen in Danzig fotografiert wurde:

BMW K100 Café Racer

Den Umbau auf Basis einer BMW K75 fand ich interessant genug, mich mal mit der K-Serie von BMW auseinanderzusetzen. Sie verfügt über ordentlich Leistung – die K75 mit 75 PS und die K100 mit 90 PS, mit 100.000km Laufleistung kann man sie gerade mal als eingefahren betrachten. Sie war bereits ab Baujahr 1988 mit ABS als Sonderausstattung zu haben, ein Plus für den sicherheitsbewussten Biker. Und gebraucht gibt es sie bereits um die 2.000 € in gutem und gepflegten Zustand, so wie diese K100 LT:

BMW K 100 LT als Tourer

Jetzt braucht man etwas Phantasie, um hinter all den Verkleidungsteilen die Basis zu erkennen. Was mir von der Formgebung sehr gut gefällt ist die Kantigkeit. Zum einen der viereckige Block des Motorgehäuses, aber auch der Tank hat tolle Linien. Man wird sicherlich aus der Basis keine filigrane Gazelle hinstellen können, aber sicherlich einen gedrungenen Bullen.

Ich habe mal bischen rumgesurft, was für Umbauten auf K-Basis existieren. Im Vergleich zur Flut von Umbauten auf BMW Zweiventilboxer-Basis gibt es da erstaunlich wenige. Aber einige sehr spannende:

V Custom Cycles K100
V Custom Cycles K100
BMW K100 von Rocket Garage
BMW K100 von Rocket Garage
BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design
BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design
BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi
BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi
Hutch's BMW K100  “Hornet”
Hutch’s BMW K100 “Hornet”
BMW K100 von Moto Sumisura
BMW K100 von Moto Sumisura
BMW K100 von Marc Robrock
BMW K100 von Marc Robrock
BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura
BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura

Vor allem die BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura kommt meinen Vorstellungen sehr nahe. Handwerklich ist die K100 von Marc Robrock auch sehr gut gemacht. Wenn man den Motor nicht schwarz lackiert, sieht man von der rechten Seite auch sehr schön die Linie von Motorblock über den Kardan zum Hinterrad – wie oben beim Umbau von Vibrazioni Art Design. Finde ich von seiner mechanischen Ästhetik sehr toll. Und auf die linke Seite statt dem klobigen Serienauspuff einen Supertrapp drauf wie bei der V Custom Cycles K100, schön gerade nach hinten verlaufend um die horizontalen Linien zu verstärken!

Weitere Ideen und Umbauten gibt es bei Pinterest auf dieser der K100 gewidmeten Pinnwand.

 

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2 Gedanken zu “Die K-Frage

  1. Ach lustig, über die K-Reihe und insb. die K75 bin ich auch vor einiger Zeit gestolpert, die ist auch technisch ganz schön nett. Schöne Zusammenstellung von netten Umbauten!

  2. Pingback: Die K-Frage, Teil 2 | kettenritzel.cc

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