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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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BMW K100 ‘Xaver’ von Titan Motorcycles

Als Freund des fliegenden Ziegelsteins freue ich mich über jeden neuen Umbau auf Basis der K-Serie von BMW. Letzte Woche kam mir Xaver unter die Augen, ein besonders spannender Umbau einer 1986er BMW K100 LT zu einem Scrambler.
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Tom Possod und Michael Siebenhofer von Titan Motorcycles aus Graz haben hier ganze Arbeit geleistet. Der eigens gebaute Heckrahmen räumt die Seitenlinie des Motorrades deutlich auf, der reguläre K-Rahmen macht es einem da schwerer, eine klare Linie zu finden. In Verbindung mit dem angepassten Tank bekommt die Maschine eine aggressive Linie, die ihr sehr gut steht.
Die Aluverkleidung der LED-Scheinwerfer vorne erinnert mich etwas an Star Wars-Droiden, gibt dem Motorrad aber auch von vorne einen sehr eigenen, ungesehenen Touch. Garniert wurde der Umbau mit vielen weiteren Feinheiten:

  • Motoscope pro Instrument
  • Full LED Scheinwerfer und Standlicht
  • Continental TKC80 Bereifung
  • Handgefertigter Heckrahmen
  • Höherlegung
  • Tomaselli Endurolenker mit interner Kabelführung
  • Handgefertigter Stretchtank, Scheinwerferbezel und Soziusabdeckung aus Aluminium
  • M-switch Microtaster
  • Rizoma Lenkerendenblinker
  • Brembo Performance Bremspumpe
  • Black Chrystal Lackierung
  • Rizoma Club S Rücklichter
  • Echtleder-Sitzbank mit Kreuzsteppung
  • REMUS Sportauspuffanlage
  • Eigens angefertigte tiefe Kennzeichenbefestigung im GS Style
  • Minimal Elektrik mit m-unit, CAN-Bus und m-button


Mehr zu Titan Motorcycles auf deren Website, Facebook oder Instagram.
Bilder: Titan Motorcycles / Klemens König

Daniel Dollers BMW K100 Scrambler

Neulich auf dem Pure & Crafted schlenderte ich am Freitag abend über das Gelände und blieb bei einem K100-Umbau hängen. Anschauen, toll finden, Bier holen, noch mehr anschauen, noch toller finden, Liebeserklärung auf Instagram posten.

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Am nächsten Tag stehe ich vor dem Craftrad-Stand und quatsche mit ein paar Leuten, die ich da kennen gelernt hatte. Irgendwann kommen wir auf K-Umbauten, weil wir vor dem Robrock-Bike standen. Mein Gesprächspartner stellte sich als in K-Fragen sehr bewandert heraus und ich fragte ihn, woher das wohl kam. „Ich habe auch mal eine umgebaut, die steht da hinten.“ kam als Antwort. Es stellte sich heraus, daß ich mich gerade mit Daniel Doller unterhielt, dem Erbauer der K100-Scrambler, vor der ich am Vorabend leise vor mich hinsabbernd stand. Großartiger Zufall.

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Ich nötigte Daniel rüber zu seinem Bike, um ihm ein paar Details zu entlocken. Die meisten Dingen entstanden in Eigenbau wie der zum Lima-Deckel umfunktionierte Ofenrohrdeckel mit BMW-Logo oder das Auspuff-Verbindungsrohr zum Endtopf von AC Schnitzer. Die Stoßdämpfer sind von der K1100 RS, Instrumente und Blinker kommen von Motogadget. Wer genau hinschaut sieht, daß der Tank etwas flacher steht. Um diese geradere Linie herzustellen, wurde die vordere Tankhalterung umgeschweisst. Für die Sitzbank hat Daniel kurzerhand im benachbarten Bisingen bei Kahedo angerufen und sich eine Maßanfertigung bauen lassen.

Bei der TÜV-Abnahme rümpfte der Prüfer angesichts des gekürzten Heckrahmens erstmal die Nase und zweifelte an der Stabilität. Als Daniel ihm aber Bilder von den K-Rennern von BSK Speedworks zeigte, die das gleiche Heck tragen, war das Thema vom Tisch.

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Mehr Bilder dieses tollen Umbaus findet ihr bei Inazuma Café oder bei Facebook. Trotz alles Bequatschens wollte mir Daniel das Mopped nicht verkaufen. Dann muss ich es halt selber nachbauen, hehe!

K100 Café Racer

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Auf der Suche nach einer K100 als Umbaubasis stieß ich auf einen bereits fertiggestellten Café Racer-Umbau von Eckhard aus Eberswalde. Sein Umbau hatte bereits viele Elemente von dem, was ich mir so vorstelle:

  • selbstgebautes Café Racer-Heck,
  • polierte Motordeckel und Felgenbetten,
  • Zündschloss an die Seite verlegt,
  • Tumbleton and Twist-Tacho
  • motogadget m-blaze cone Lenkerendenblinker,
  • Custom-Auspuff.

Der Auspuff macht mächtig Alarm (mit Segen des TÜV) und das Mopped schiebt gut nach vorne. Deutlich leichter im Handling als die originale K100 RS die ich diese Woche zum Vergleich fuhr. Die Sitzbank ist direkt auf dem Originalrahmen aufgebracht ohne Hilfsrahmen, dadurch fällt sie leicht nach hinten ab, was ich persönlich optisch und von der Sitzposition nicht optimal fand.

Dennoch ein gelungener Umbau mit sehr guter handwerklicher Qualität. Wer Interesse bekommen hat, das Mopped steht zum Verkauf.

Soiatti Moto Classiches K100-Umbau

Soiatti Moto Classiche aus dem italienischen Novara hatte ich bislang noch gar nicht auf dem Schirm, aber durch diesen Post bei Inazuma Caferacer kam ich in den Genuß ihres neuesten Umbaus auf Basis einer K100

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Die Farbgebung finde ich sehr schön, cremeweiss wäre nicht meine erste Wahl gewesen, aber zusammen mit dem braunen Sitz und den braunen Handgriffen passt das sehr gut. Schönes Detail sind auch die an den Seiten verbauten Zusatzinstrumente. Keine Ahnung, ob das TÜV-tauglich wäre, aber gut gemacht. Insgesamt müßte das Heck etwas kürzer werden, aber sonst kann man nicht meckern.

Mehr von Soiatti Moto Classiche gibt es hier auf Instragram.

Zwei Motorräder bei der Abfahrt

Feierabendtour zum Plansee

Das ist jetzt echt schon ein paar Tage her, aber immer noch einer Erwähnung würdig. Wenn auch mit Verspätung. Denn mr kommt jo zu nix!

Unverhofft kommt nicht oft und heißt heute Markus. Er ist zufällig in München, sitzt zufällig auf zwei Rädern und muss zufällig zurück nach Ulm. Das geht direkt. Oder auch nicht.

BMW R nineT und K100 bei der Abfahrt

Das kann unmöglich der gleiche Designer bei BMW gewesen sein.

Der Plan: Plansee. Der aufmerksame Leser dieser kleinen Motorrad-Kolummne weiß, wenn mir nix mehr einfällt, dann fahre ich da hin. Und meistens ist gesperrt. Heute nicht!

In München ist Sommer, spricht also gar nix dagegen mal abends noch kurz raus zu fahren. Mit jedem Kilometer nach Süden rückt jedoch eine Wolkenfront näher, und mit Ausblick auf die Zugspitze in dicht gehüllte Wolken und ein offensichtliches Regenband über Garmisch bin ich mehrfach geneigt, die A95 zu verlassen und den Markus halt doch nur auf geradem Weg zurück zu schicken. Ach, wird schon halten.

Zwei Motorräder am Plansee

Kein Plan für ne Tour? Dann fahr zum Plansee!

Und so ist es. Niemand ist uns im Weg und mit keinem teilen wir die wunderschöne Strecke durch den Ammerwald. Und Markus kannte sie nicht, ein doppelter Erfolg.

Fast mit dem letzten Licht des Tages kommen wir nach dem Plansee auf der Fernpass-Straße raus. Unsere Wege trennen sich. Ich fahre über Füssen und Schloss Neuschwanstein einmal quer bis Landsberg durch stockfinstere Nacht.

BMW R nineT Racer vor Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein in neuem Licht.

Ab der A96 schieße ich geradeaus zurück nach München. So ein Abendprogramm schreit nach Wiederholung.

Am Ende sind kurz mal knapp 260 km mehr auf der Uhr. Für so einen Feierabend keine schlampige Leistung!

257.9 km für eine Feierabendtour? Nicht schlecht!

Bitte alle, die mich am Abend zu einer Tour überreden könnten, melden. Der Überzeugungsaufwand hält sich in Grenzen!

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FeierabendrundePlansee

Temple Choppers. Custom Bikes aus München. Und eine Band.

Da musst du mal hin, hat der Nachbar gesagt. Chopper, Scrambler, Cafe Racer und mehr bauen die Jungs. Nichts von der Stange. Sogar in einen Reiseführer für München haben sie es schon geschafft. Und ich war noch nie da?

Die Gelegenheit ist günstig. Der Kustom Life Run 2017 macht halt in München. Der Run ist eine Veranstaltung des Kustom Life Magazins . Auf dem Weg von der Schweiz zur Ostsee macht der Tross regelmäßig halt und so auch an diesem Dienstag bei den Temple Choppers. Und eine Band haben sie auch dabei, also könnte es auch laut werden.

Der Abend beginnt mit einer Überraschung. „Ich fahre mit!“.

Die Frau auf der VFR.

Das Bike kenn ich doch! Und die Frau auch!!

So fahren wir also zu zweit durch das nächtliche München. Eine BMW R nineT Racer (sowas von Serienstand, jetzt im Gegensatz zu „custom“) und eine Honda VFR (Serie, mal von ein paar abgefallenen Teilen und etwa 98 zusätzlichen Unterlegscheiben abgesehen).

Die Tempelhäcksler sind im Westend in einem Hinterhof, Straße und Hinterhof stehen voller Motorräder, eher nicht so im Serienstand. Und die Dan Dryers sind schon auf der Straße zu hören, obwohl sie eigentlich im Keller des Hinterhof Gebäudes spielen.

Dan Dryers im Keller der Temple Choppers

Lauter als es aussieht.

Insgesamt sehen nur wenig Motorräder so aus, als wären sie auf dem Run. Die meisten sind wie wir nur für den Abend gekommen oder stehen definitiv unbewegt bei den Choppers (weil Details wie Räder Motor oder alles fehlt). Und es sind nicht nur die üblichen Amerikaner aus Milwaukee. Erstaunlich viele BMW K75 oder K100 stehen rum. Schon umgebaut oder in froher Erwartung.

Temple Choppers. Alles außer Serie.

Als Serien-Biker mit Unterlegscheiben-Frau ein Bier zu bekommen gestaltet sich hingegen schwierig. Vielleicht liegt es auch an meiner Frisur (hab die Haare extra wachsen lassen und mir extra eine Platte auf dem Hinterkopf zugelegt), oder dem Integralhelm.

Heute im Angebot: Glatzenschoner, Glatzenschoner und Glatzenschoner.

Ein toller Platz. #trotzdem.

Need Directions?

Temple Choppers
Bavarian Backyard Manufacturing

Westendstr. 21
80339 München

Opening Time:
Di 16:00 – 20:00
Do 16:00 – 20:00
Sa 10:00 – 16:00

Jahresrückblick 2017

Das Jahr geht zu Ende und wie immer hätte man mehr Motorrad fahren können. In diesem Jahr war es aber besonders schlimm. Die Motorradtour war nur ein Wochenende lang. Die BMW stand sich die Reifen eckig, die Honda war die meiste Zeit unpässlich, nur die Vespa wurde als daily driver ihren Muli-Aufgaben gerecht.
Doch alles der Reihe nach.
20151230_Jahresabschlussfahrt_12_Hangelberg
Im Januar passierte nicht viel, ich blickte kurz zurück auf den kleinen Ausflug in den Sand mit der GS, den ich kurz vor Silvester noch unternommen hatte.
Honda_CJ250_1
Die ersten Gedanken zum Umbau der Honda machte ich mir im Februar. Es kommt nun vieles anders als damals gedacht. Letztendlich habe ich für mich gelernt, daß man bei Umbauten nichts überstürzen sollte, sondern seine Gedanken erstmal reifen lassen soll, bevor man kurzerhand in Hektik verfällt. Vieles, was ich an der CJ damals ändern wollte ist für mich jetzt für den Charakter der Maschine wichtig wie die Original-Instrumente oder der Auspuff.
Ebenso plante ich ausführlich an einen Motorradtrip durch Kalifornien und Nevada herum, der dann doch nicht zustande kam. Das schöne aber an den Plänen: man kann sie auch noch später realisieren. An der Route wird sich nicht viel ändern, an den Vorbereitungen vielleicht ein bisschen was.
Nach langer Pause fanden auch die Berliner Motorradtage wieder statt.
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Die mechanische Instandsetzung der Honda beschäftigte mich ab März häufiger, als mir vielleicht lieb war. 
Die erste, kleine Wochenendausfahrt zog mich in die Uckermark, wobei ich fast nicht hingefunden hätte. Nachts, im Regen, ohne Navi und Handy.
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Ein Motorrad sollte mich in diesem Jahr ausführlicher beschäftigen, nämlich die Yamaha XSR700 / MT-07. Im April stellten die Jungs von Bunker Custom einen sehr schönen Enduro-Umbau vor, der meiner Meinung nach mit den Umbauten von Jens vom Brauck das beste Custombike auf dieser Fahrzeugbasis darstellt. In diesem Kontext sinnierte ich auch ein wenig über zukunfts- oder vergangenheitsgewandtes Motorraddesign.
Die Tourenplanung für den Alpenblitz 2016 stellte ich Euch ebenfalls vor, die ich zum großen Teil mit dem tollen Planungstool von kurviger.de umgesetzt hatte. Das man auch auf kleinen Hügeln Spaß haben kann, fand ich beim Trialkurs in Jüterbog heraus.
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Im Mai war erstmal das Anrollern angesagt.  BMW Motorrad überraschte auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este mit der R5 Hommage. Bei meiner Honda kümmerte ich mich um Vergaser und Benzintank und unternahm eine erste „größere“ Ausfahrt nach Finowfurt.
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Der Juni brachte ein paar kleinere Touren in die Ostpriegnitz und die Uckermark. Generell sollte man viel öfter in die Uckermark fahren, Landschaft können sie da besonders gut und es gibt auch ein paar kleinere Kurven sowie Bergauf-  und Bergabpassagen.
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Auf den BMW Motorrad Days im Juni präsentierten die Bender-Brüder ihre Benduro auf der Basis der BMW R nineT, eine wirklich beeindruckende Maschine mit einem Fahrwerk vom Feinsten.
Ich durfte das erste Mal auf einer BMW S1000RR Platz nehmen.  Nicht nur das, ich durfte sie auch zum Alpenblitz 2016 ausführen.
Abschied nehmen hieß es dann in Berlin von meiner BMW F650 GS. Nach vier Jahren und 16.000 gemeinsamen Kilometern gelang mir das kleine Kunststück, sie zu einem höheren Preis zu verkaufen als ich sie damals gekauft hatte. Warum ich sie verkaufte? Zum einen hatte ich kaum mehr Gelegenheit, sie regelmässig zu bewegen, zum anderen wollte ich Raum für etwas Neues machen. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, was dieses Neue sein soll.
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Das Jahres-Highlight unserer gemeinsamen Alpentour schaffte ich dann im August ausführlich in Reisebericht und Video zu dokumentieren.
Währenddessen feierten die Petrolettes bei ihrem ersten Frauen-Motorrad-Festival in Berlin ordentlich ab.
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Was ich beim Motorrad fahren immer sehr schätze sind die Begegnungen mit interessanten Menschen. Beim Alpenblitz traf ich Rolf Lange nach langer digitaler Bekanntschaft das erste mal in Fleisch und Blut, Grund genug für ein kleines Portrait. Der Blogkollege Griesgram kam im Rahmen seiner Roadblog-Aktion im September nach Berlin für eine gemeinsame Ausfahrt.
Das schöne Herbstwetter an diesem Wochenende nutzte ich für eine kleine Spritztour durch Berlin, ebenso genossen wir es auf dem Distinguished Gentlemans Ride, bei dem Stefan und ich die Distinguished Sanitäter gaben.
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Mit der Honda war ich über den Sommer hinweg beleidigt. Weil sie nicht lief, dauernd rumzickte und überhaupt. Ich hatte sie schon zum Verkauf inseriert bis ich mich im Oktober eines besseren besann und mich entschloss, ihr und mir eine zweite Chance zu geben.
Die Ausfahrt zum einjährigen Jubiläum der Berlin Café Racers verpasste ich, weil ich an dem Wochenende ein Event auf Sizilien betreuen musste. Aber wenn man schon mal auf dem Ätna herumgurkt, kann man auch zumindest in Gedanken eine Motorradtour dort planen.
Der Besuch auf der Intermot gehörte auch zum Pflichtprogramm und ich schaute mir dort die Neuvorstellungen sowie die Custombikes an.
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Sträflich vernachlässigt hatte ich in diesem Jahr die Rubrik „Benzingespräche“, aber im November durfte ich Euch ein besonderes Schmankerl kredenzen: ein spannendes und umfangreiches Interview mit Jens vom Brauck. Die anschliessende Probefahrt auf seiner umgebauten Yamaha MT-07 hängt mir noch bis heute nach. Dieses Motorrad ist das ultimative Spaßpaket auf zwei Rädern.
Mit dem Umbau der CJ250T ging es auch langsam voran. Die Seitendeckel wurden entlackt und geschliffen, die neue Sitzbank vorbereitet und zusammen mit Sven Wedemayer der Schutzblechhalter umgearbeitet für das neue Aluschutzblech.
Für die Anhänger des fliegenden Ziegelsteins überraschten und das Team von Titan Motorcycles mit ihrem „Xaver“ genannten Umbau einer K100.
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Der Dezember ist noch nicht ganz rum und ich bin guter Hoffnung, daß ich die Honda wieder auf die Strasse ausführen kann. Den Tank habe ich nochmal professionell entrosten lassen, entlackt und schon mal probehalber montiert. Mit den neuen Blinkern ist der Umbau des Vorderteils der Honda abgeschlossen. Für den Heckumbau werde ich mir Hilfe holen müssen, zwischen den Jahren ist da hoffentlich Zeit für eine erste Konsultation bei Herold Motors.
Ein kleines Klassentreffen der Berliner Motorradszene hatten wir bei der Präsentation des neuen Triumph Bonneville Bobbers in Berlin. Einige kontroverse Diskussionen um das neue Bike wurden an dem Abend am Lagerfeuer noch geführt.
Was bleibt nun von 2016?
1. Die Sehnsucht nach der Ferne
Nicht nur, weil Touren dieses Jahr viel zu kurz kamen habe ich den Drang zur nächsten großen Ausfahrt. Schöne Strecken mit den richtigen Leuten fahren ist einfach ein großartiges Geschenk. Das zeigte sich auch wieder dieses Jahr beim Alpenblitz, auch wenn dieser nur zwei Tage dauerte. Für 2017 planen wir mindestens eine Woche in den Westalpen. Am Tourlayout frickel ich schon seit längerem, die Strassenkarten liegen hier vor mir auf dem Couchtisch und werden regelmäßig mit dem Zeigefinger abgefahren. Ach ja, liebe Motorradhersteller: in der Geschichte des Alpenblitz 2017 ist noch Platz für eines Eurer Motorräder! 😉
2. Die Lust am Schrauben
Vor der Lust kam bei mir der Frust, als es mit der Honda überhaupt nicht voranging und ich vor allem immer wieder merkte, wie wenig Ahnung ich von den Dingen hatte, die ich mir vorgenommen hatte. Aber wie sagt der Lateiner so schön? „Per Ardua as Astra“, durch den Staub zu den Sternen. Man muss einfach machen und aus seinem Scheitern lernen. Wenn Dinge in die Hose gehen, einmal laut „Scheisse“ schreien, ein Frustbier trinken und vielleicht mal jemanden Fragen, der davon Ahnung hat (s.a. Punkt 3). Jeder von uns Gelegenheitsschraubern hat mal ahnungslos angefangen und dazu gelernt. Den Vergaser der Honda kann ich mittlerweile blind zerlegen, irgendwann verstehe ich auch mal die Fahrzeugelektrik oder kann selber eine Sitzbank aufbauen. Man muss halt einfach mal anfangen.
3. Die Gemeinschaft
Viele neue Bekanntschaften haben mein Motorrad-Universum in diesem Jahr bereichert. Vor allem die kleinen Dinge waren es, die dazu beigetragen haben, wie die schönen Motorcycle Nights im Bassy, die Treffen und Ausfahrten mit den Berlin Café Racern über die man immer neue Bekanntschaften gemacht haben, die einem auch gleich mit Rat und Tat beiseite standen (siehe 2). Oder einfach die Gewissheit, Montag abends auf ein Feierabendbier im Crossroads aufzuschlagen und garantiert einen Petrolhead zu treffen. Eine besondere Nennung haben sich hier Aileen, Sven und Stefan verdient. Aileen als Mutter der Kompanie der Berlin Café Racer, die in ihrer Herzlichkeit und ihrer positiven Energie das emotionale Bindeglied zwischen so vielen Menschen ist. Sven, der auch mal gerne und ohne mit der Wimper zu zucken drei Stunden seines Samstagnachmittags opfert, um mir mal schnell was zu schweissen. Und Stefan, mein Brother in Crime: keiner trägt eine Sani-Armbinde so stylish und sexy wie wir!
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In diesem Sinne: bleibt diesem Blog auch in 2017 gewogen und „always keep the rubber side down“!

Der Kettenritzel Jahresrückblick 2015

Heute geht mein drittes Jahr als Motorradfahrer zu Ende. Und irgendwie fühlt sich alles schon sehr viel länger an, als es tatsächlich war. Sehr bewegt war das Jahr in jedem Fall, auch wenn ich nicht so viel schreiben konnte wie im letzten Jahr:

Wie bereits in den letzten Jahren freue mich über jeden neuen Besucher hier im Blog und jede neue persönliche Bekanntschaft. Auch in 2016.

Die K-Frage, Teil 2

Vor über einem Jahr habe ich mich mit Custombikes auf Basis der BMW K-Serie beschäftigt. Der Artikel gehört seither zu den meistgelesenen hier im Blog, ein Indiz für die steigende Beliebtheit dieses Motorrads als Umbaubasis. In der Zwischenzeit sind einige bemerkenswerte Umbauten auf K-Basis entstanden, Zeit für eine Zusammenfassung.

Shaka Garage K100 Silver Gills

Die K100 „Silver Gills“ ist eines der neuesten und sicherlich interessantesten Umbauten. Die Idee, die Tankkonturen der K mit weiteren Blechen zu akzentuieren und darunter den Wasserkühler zu verstecken finde ich sehr spannend!.

Motofication K100 Evo II

Marc Robrocks ersten K-Umbau hatte ich bereits im letzten Artikel erwähnt, in der Zwischenzeit hat er mit der K-Fé Evo II sein ursprüngliches Konzept verfeinert und weiter ausgebaut. Mir gefällt die Integration des R1150 R Rücklichtes in den Café Racer-Höcker.

Sascho de Beer Kaffeeracer

Kettenritzel-Leser Sascho de Beer war auch nicht untätig und hat diesen schönen K-Umbau auf die Beine gestellt. Details des Umbauprozesses könnt ihr in seinem Blog verfolgen.

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Eine weitere tolle Quelle für viele Umbauten ist Pinterest. Auf Federico Repettos Pinboard fand ich unter anderem diesen orangenen Umbau. Man beachte den original Heckabschluss auf den verkürzten Rahmenheck. Schön tief und gedrungen, so gefällt das.

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Zum Abschluss noch dieses Brett von BSK Speedworks, die bereits mehrere Rennmaschinen auf K-Basis hergestellte haben. Pipeburn hat die Details zu diesem spektakulären Umbau.

Intermot: Neues von BMW Motorrad

Schon komisch, wenn man als hauptberuflicher Online-Marketing-Mensch in den Hallen der Köln Messe steht und es ist nicht dmexco. Aber der Anlaß war ein sehr angenehmer, BMW Motorrad hatte eingeladen, sich auf der Messe ihre neuen Bikes sowie Fahrerausstattung anzuschauen. Nach der Pressekonferenz führte uns Ola Stenegard über den Stand und erklärte die drei erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten S 1000 RR, R 1200 R sowie R 1200 RS.

BMW S1000 RR

Bei der neuen BMW S1000 RR wurde Weiterentwicklung auf sehr hohem Niveau betrieben. Mit einem optimierten Drehmomentverlauf mit einem maximalen Drehmoment von 113 Nm, einer um 4 kW (6 PS) gesteigerten Motorleistung von nun 146 kW (199 PS) sowie einer Gewichtsreduzierung von 4 kg auf 204 kg vollgetankt geht der 2009 erstmals vorgestellte Supersportler in seine nächste Generation.

Obwohl die komplette Karosserie neu gestaltet wurde schien es mir auf dem ersten Blick, als stünde die alte vor mir. Als erstes fiel mir der neue Auspuff auf, die anderen Änderungen erschliessen sich erst auf dem zweiten Blick. Die asymmetrischen Frontscheinwerfer haben ihre Position getauscht. Die Haifischkiemen auf der rechten Verkleidungsseite sind immer noch da, aber in neuer Form.

Fahrwerksseitig erhielt die neue RR eine neue, leichtere Rahmenstruktur, zusammen mit einer verfeinerten Fahrwerksgeometrie mit neu definierten Werten für Lenkkopfwinkel, Nachlauf und Radstand und Schwingendrehpunkt sorgt sie für noch besseres Handling.

Liest man sich die ganzen Verbesserungen an der neuen RR durch, merkt man auf welchem hohen Niveau hier gearbeitet werden muss, um die Maschine noch besser zu machen. Da die alte RR schon ein voll austrainierter Supersportler war, sind Spielräume für Verbesserungen eng. BMW wäre aber nicht BMW, wenn sie nicht noch welche gefunden hätte.

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BMW R1200 R

BMW Motorrad und der Roadster mit Zweizylinder-Boxer-Motor. Diese Kombination zieht die Fans seit der R 32 vor nunmehr 91 Jahren in ihren Bann, steht der Roadster doch für die pure Freude am Motorradfahren. Der Boxermotor der neuen R 1200 R entspricht dem DOHC-Triebwerk, wie es bereits in der R 1200 GS, R 1200 GS Adventure sowie in der R 1200 RT und der neuen R 1200 RS zum Einsatz kommt. Die Abgasführung erfolgt über eine 2-in-1-Abgasanlage mit dynamisch steil angestelltem Endschalldämpfer. Eine angepasste Airbox, neu geformte Luftansaugschnorchel sowie ein zentral platzierter Wasserkühler ermöglichen eine für Roadster-Belange erwünscht schmale Frontsilhouette. Ein neuer Stahlrohr-Brückenrahmen integriert den Zweizylinder-Boxer als mittragendes Element. Vorne wurde auf den Telelever verzichtet, um die klassische Roadster-Optik zu halten wurde eine Upside-down-Telegabel verbaut, am Heck tut ein EVO Paralever seinen Dienst.

Die Sitzhöhe ist identisch zu meiner F650 GS und auch der breite Lenker kommt der mir gewohnten und geschätzten Fahrposition sehr nahe. Der Knieschluss am Tank ist sehr gut und lädt dazu ein, den Roadster zwischen die Beine zu klemmen und in die nächste Kurve zu zirkeln.

Vom Design her steht hier ein selbstbewusster Power Roadster, der die BMW Modellpalette in diesem Segment nach oben abrundet. Die Sicke im Tank ist ein vielleicht ungewolltes Zitat der alten K100, jedenfalls typisch BMW. Am Frontscheinwerfer schieden sich für mich zunächst die Geister, zu sehr erinnerte er mich an den einen oder anderen Japaner. Aber bei angeschaltetem Tagfahrlicht erkennt man gleich das an der BMW Concept Roadster umgesetzte „Knochendesign“.

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BMW R1200 RS

Als erstes Großserienmotorrad der Welt verfügte die R 100 RS im Jahre 1976 über eine im Windkanal entwickelte, rahmenfeste Vollverkleidung und begründete als perfekter Allrounder für Reise und Sport das Marktsegment der Sporttourer, wie wir es seitdem kennen. Mit der neuen R 1200 RS setzt BMW Motorrad diese lange Tradition fort und präsentiert einen Sporttourer mit dem bewährten Zweizylinder-Boxermotor.

Auch das Schwestermodell R 1200 R bietet mit Koffersystem Reisequalitäten, mit Vollverkleidung bietet die RS auf der Langstrecke sicherlich die etwas ermüdungsfreiere Alternative. Antriebs- und fahrwerksseitig bieten beide Motorräder das gleiche, qualitative Setup.

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Soviel vom kucken. Wann können wir diese Bikes jetzt fahren, BMW?

Edit:

Gerade bekam ich die Info zu den Verkaufsstarts:

  • S 1000 RR und R 1200 R: Anfang der nächsten Motorrad Saison, Anfang März 2015
  • R 1200 RS: Anfang Mai 2015

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