Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: BMW Motorrad Seite 3 von 7

Alpenblitz 2016

Vor fast vier Wochen konnte ich Euch im längstem Artikel, die dieses Blog je gesehen hatte auseinandersetzen, wie eine BMW S1000RR aus ihrer Sicht diverse Alpenpässe goutieren würde.
Wem das zu tl;dr war, der kann sich jetzt in Sechsminutenzweiundvierzigsekunden das ganze mal aus der Sicht einer GoPro anschauen. Viel Spaß beim kucken:

Benders Echte Benduro

Es ist eine Krux: da ist man einmal nicht in Garmisch auf den BMW Motorrad Days und verpasst den Knaller-Umbau des Jahres. Raphael und Christian Bender haben auf Basis der BMW R nineT einen Enduro-Umbau hingelegt, der seinesgleichen sucht.
Benders_Echte_Benduro_10
Optisch dominiert neben der Höherlegung erstmal der polierte Tank und Ansaugstutzen. Die kurze, lederbezogene Sitzbank, das Rahmenheck mit Gepäckträger und die hohen Schutzbleche aus Bender-eigener Produktion bestimmen die Flyline der Benduro. Die TKC80-Reifen schreien „MACH MICH SCHMUTZIG!“ und dank der umfassenden Fahrwerkmodifikationen kann die Benduro dieser Aufforderung auch mit Leichtigkeit nachkommen. Der stattliche Motorschutz bewahrt den Boxermotor vor ungewollter Feindberührung, wenn es offroad mal ruppiger zugehen sollte.


Und ja, die ABS-Sensoren sind wasserdicht!
Ich bin mal gespannt auf die Intermot im Herbst, wenn BMW die Classic GS auf Basis der Lac Rosé-Studie vorstellen wird. Allzu weit entfernt von der Benduro wird sie vielleicht nicht sein.
Technische Daten Benduro R9T:
Fahrwerk
Gabel (ZF by Wilbers):
Länge: 825mm
Federweg: 150mm
Einstellmöglichkeiten:
10 Klicks Zugstufe
10 Klicks Druckstufe
Federvorspannung: 10mm
Federbein (Wilbers):
Länge: 393mm
Federweg: 180mm
Einstellmöglichkeiten:
Highspeed Druckstufe: 22 Klicks
Lowspeed Druckstufe: 22 Klicks
Zugstufe: 22 Klicks
Federvorspannung hydraulisch: 10mm
Beleuchtung:
Blinker Motogadget (hinten 3-1)
Instrument: Motogadget
Lenker: LSL
Bereifung:
TKC 80
vorne: 120/70-19
hinten: 150/70-17
Fotos: Sven Wedemeyer

Unboxing der S1000RR

Zugegeben, die Überschrift habe ich bei Thomas geklaut, aber sie passte so gut.
Heute morgen konnte ich im BMW Pressezentrum die Maschine für das Wochenende abholen. Die Doppel-R hat gerade 960 km auf der Uhr und ist quasi fabrikneu. In Blackstorm metallic wirkt sie noch geduckter und angriffslustiger als in den anderen Lackierungen.
KRCC_Alpenblitz2016_Abholung_S1000RR_Auslieferungshalle
Für die erste Begutachtung schiebe ich sie in die Mitte der Auslieferungshalle. Die 204 Kilogramm der Maschine lassen sich nicht ganz so einfach rangieren aufgrund des engen Lenkeinschlages. Die erste Sitzprobe bringt mich ein eine deutlich geducktere Position als ich von den bisher gefahrenen Motorrädern gewohnt bin. Das ist aber nicht unangenehm, man fühlt sich gut verankert in der Maschine. Bei einem respekteinflössenden Leistungsgewicht von fast genau einem Kilogramm pro PS schafft das auf jeden Fall erstes Vertrauen.
Nach dem ersten Walkaround geht es los. Die ersten Kilometer nach München rein fahre ich Autobahn und gewöhne mich an Sitzposition, Überblick und eiche das Popometer neu. Aufsehen erregend ist schon mal der Sound, selbst im 6. Gang bei 4.000 Umdrehungen krawallt der Auspuff, daß es eine Freude macht. Insgeheim frage ich mich, was wohl innerhalb der restlichen 10.000 Umdrehungen passiert, die ich gerade noch nach oben offen habe. Aber das werden die nächsten Tage zeigen.
Rein nach München folge ich dem Verkehr auf den mittleren Ring. Ich bin erstaunt über die Fahrbarkeit gerade im engmaschigen Stadtverkehr. Egal welcher Gang drin ist, die Maschine zieht unfassbar nach vorne. Im Petueltunnel ertappe ich mich bei postpubertärem Zurückschalten, der Auspuffsound ist einfach zu geil. Den ersten Fotostopp lege ich beim BMW Vierzylinder ein. Die Kulisse der BMW Welt ist ein angemessener Backdrop für „der Gerät“, wie ich die Maschine spontan getauft habe.
KRCC_Alpenblitz2016_Abholung_BMW_Welt
Als ich die Maschine abstelle, fällt mir auf, daß das Mapping auf „Rain“ steht. Angesichts der Wettervorhersage für das Wochendende hoffe ich, daß das kein schlechtes Omen ist.

Pure & Crafted 2016


Am 12. und 13. August 2016 kommt das Pure&Crafted Festival zurück in den Berliner Postbahnhof: mit Rock- und Alternative-Klängen, einer ordentlichen Ladung Motorradkultur und einer Prise New Heritage-Lifestyle. Mit exklusiven Berlin-Shows von Noel Gallagher’s High Flying Birds und Mando Diao beschert Pure&Crafted der Hauptstadt eines der Festivalerlebnisse des Sommers 2016.
Ein weiteres Highlight sind die Southampton-Rocker von Band of Skulls. Außerdem aus England zu Gast: Treetop Flyers, The King Blues und Frank Carter & The Rattlesnakes. Komplettiert wird das Line Up durch Abby, Tim Vantol, Smile And Burn,
Otherkin und PINS.
pureandcrafted2016poster
Wie im letzten Jahr bildet die CustombikeSzene ein weiteres Herzstück des Events. Hier zeigt das Festival, wie Motorradkultur und Musik zeitgemäß miteinander harmonieren können: In der Wheels Area darf unter freiem Himmel geschraubt und gebastelt sowie Designern und Künstlern bei der Arbeit über die Schultern geschaut werden, während sich zahlreiche handverlesene Custom-Werkstätten dem Berliner Publikum präsentieren. Auch das legendäre Motodrom bekommt hier wieder seinen festen Platz.
Festivaltickets gibt es für 59,00€ inkl. Gebühren im Vorverkauf. Zusätzlich sind Tagestickets für Freitag (29,00€) und Samstag (39,00) erhältlich. Tickets sind auf www.pureandcrafted.com/tickets erhältlich.
Weitere Detailinfos findest Du hier:
Website: www.pureandcrafted.com
Facebook: www.facebook.com/pureandcrafted
Instagram: www.instagram.com/pureandcrafted

VTR Customs R1200R Cafe Racer

Nicht nur in Deutschland geben sich mit der Motorradmesse Leipzig, den Berliner Motorradtagen und der IMOT die Motorradmessen wöchentlich die Klinke in die Hand. In der Schweiz steht am morgen die SWISS MOTO an und um dort ihr Können zu zeigen, haben die Jungs der Schweizer Customschmiede VTR Customs tief in die Überraschungskiste gegriffen und gleich fünf spannende Bikes hingestellt.

Allen voran diesen „Goodwood 12“ genannten Café Racer auf Basis der BMW R1200R, garniert mit eigenen Aluteilen an Front und Heck, Alu Tankpads, Kineo-Felgen und vielen mehr.

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Bilder: Stucki 2Rad / VTR Customs
Um einen der Facebook-Kommentatoren im besten schwiizerdütsch zu zitieren: „Huere geil!“

Weltrekordversuch von Los Angeles nach New York

Die Geschichte der gezeiteten Kontinentalquerungen in den USA ist schon über 100 Jahre alt. Erwin George Baker machte bereits 1914 Schlagzeilen, indem er das Land von Küste zu Küste in elf Tagen durchquerte. Baker wiederholte diese Fahrt viele Male, was ihm den Spitznamen „Cannonball“ einbrachte. Seine berühmteste Fahrt fand in 1933 statt, damals fuhr er von New York nach LA in 53,5 Stunden. Dieser Rekord sollte 40 Jahre lang bestehen bleiben.
Die Cannonball-Rennen wurden über Jahre ausgetragen und fanden sich auch verfilmt in den legendären Filmen mit David Carradine und Burt Reynolds.
Seit 2013 steht der Rekord für Autos übrigens bei unfassbaren (allerdings inoffiziellen) 28:50 Stunden, erzielt in einem modifizierten AMG-Mercedes. Die aktuelle Bestzeit für Motorräder besteht seit 1983, als George Egloff in 42 Stunden die Strecke meisterte. Aus diesem Jahr gibt es auch einen Film namens 32 hours 7 minutes, der das Rennen dokumentierte. Auf der Website ist der Film als Video on Demand zu sehen, hier ein kleiner Ausschnitt.

Letztes Jahr wurde von Carl Reese ein neuer Versuch unternommen, diesen Rekord zu brechen. Mit einer umgebauten BMW K1600 GT ging es von LA nach New York. Über 2.700 Meilen in unter 42 Stunden. Schon wenn man im Auto im Team fährt ist das eine unfassbare Leistung. Aber allein auf dem Motorrad? Unvorstellbar.


Der Rekordversuch wurde vom Fahrer und von einem mitfahrenden Filmteam dokumentiert. Hier ein erster Ausschnitt.

Um den Dokumentarfilm über den Rekordversuch und die über 100jährige Geschichte der Transkontinentalrennen komplett produzieren zu können, hat das Team aktuell auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. So bekommt ihr beispielsweise für 29 US$ dann in 2017 eine Pre-Release DVD. Ob sie den Rekord gebrochen haben, haben sie allerdings noch nicht verraten!

Mit der Enduro im Sand spielen

Hier noch das versprochene Bewegtbild zu meinem Ausflug in die Sandkiste auf dem ehemaligen NVA-Gelände am Hangelberg bei Kraatz inklusive meines Hangparkmanövers.  Mein dilletantisches Offroad-Rumgeeier ist noch sehr ausbaufähig, aber Spaß hat es gemacht. Das nächste Mal mach ich das einen Gang höher und mit mehr Gas. Wer kommt mit?

Im Sand spielen from Alexander Hauser on Vimeo.

BMW R Nine T custom „Echapée Belle“

Letzten Donnerstag feierte BMW Motorrad Frankreich seine Custom Party in Paris. Und keine Party ohne eigenes Custom Bike. Im letzten Jahr überraschte Fred Krugger mit dem Umbau der K1600 zu seinem Projekt „Nurbs“, mit dem er später auch die World Championship of Custom Bike Building gewann.

Dieses Jahr wurde der R nineT Custom Contest ins Leben gerufen, und alle französischen Customizer waren aufgerufen, ihre Entwürfe einzureichen. Die Jury – unter anderem bestehend aus Fred Krugger, Ola Stenegärd und den französischen Motoblog-Kollegen John & Nico von 4h10 – entschied sich für das Seitenwagenkonzept des Teams von Old School Engineering (OSE), gezeichnet von Sylain Berneron.

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J’aime bien! Bis auf das heisse linke Knie.

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(Fotos: BMW Motorrad Frankreich)

Berlin Builds: Nico Taberskis BMW R100 S

Beim Distinguished Gentlemans Ride letzten Sonntag fiel mir ein Motorrad besonders auf. Eine besonders stilsicher und sauber umgebaute BMW R100 S, bei der aus meiner Sicht alles stimmte.

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Entstanden ist der Umbau als Vater-Sohn-Projekt, das Schrauben liegt bei Nico anscheinend in der Familie. Nachdem das Mopped 18 Jahre unter einem Carport seinen Dornröschenschlaf schlummerte, half nach einer so langen Standzeit nur ein grundlegender Neuaufbau. So wurde die BMW komplett zerlegt, gestrahlt und gepulvert. Der Heckrahmen wurde gekürzt und hat ein einen Rahmenbogen mit integriertem LED-Rücklicht bekommen. Ebenso bekam er ein Schutzblech eingeschweisst.

Der Motor wurde komplett überholt und wurde ebenfalls neu lackiert. Die Federgabel wurde erneuert, passend wurden hinten Konidämpfer verbaut. Die komplette Elektronik wurde neu gemacht und läuft jetzt über eine m-Unit von Motogadget, geblinkt wird mit den m-Blaze Disc aus gleichem Hause.

Persönlich stach mir die Lackierung als erstes ins Auge. Die dreifarbige, matte Farbgebung des Tanks sowie die ebenfalls dreifarbig ausgeführte Motorlackierung ergeben ein sehr elegantes und harmonisches Gesamtbild. Die handwerkliche Qualitätsanmutung war ebenfalls exzellent. Ich würde das Teil exakt so nehmen. Tolle Arbeit, Nico!

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Daniel Dollers BMW K100 Scrambler

Neulich auf dem Pure & Crafted schlenderte ich am Freitag abend über das Gelände und blieb bei einem K100-Umbau hängen. Anschauen, toll finden, Bier holen, noch mehr anschauen, noch toller finden, Liebeserklärung auf Instagram posten.

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Am nächsten Tag stehe ich vor dem Craftrad-Stand und quatsche mit ein paar Leuten, die ich da kennen gelernt hatte. Irgendwann kommen wir auf K-Umbauten, weil wir vor dem Robrock-Bike standen. Mein Gesprächspartner stellte sich als in K-Fragen sehr bewandert heraus und ich fragte ihn, woher das wohl kam. „Ich habe auch mal eine umgebaut, die steht da hinten.“ kam als Antwort. Es stellte sich heraus, daß ich mich gerade mit Daniel Doller unterhielt, dem Erbauer der K100-Scrambler, vor der ich am Vorabend leise vor mich hinsabbernd stand. Großartiger Zufall.

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Ich nötigte Daniel rüber zu seinem Bike, um ihm ein paar Details zu entlocken. Die meisten Dingen entstanden in Eigenbau wie der zum Lima-Deckel umfunktionierte Ofenrohrdeckel mit BMW-Logo oder das Auspuff-Verbindungsrohr zum Endtopf von AC Schnitzer. Die Stoßdämpfer sind von der K1100 RS, Instrumente und Blinker kommen von Motogadget. Wer genau hinschaut sieht, daß der Tank etwas flacher steht. Um diese geradere Linie herzustellen, wurde die vordere Tankhalterung umgeschweisst. Für die Sitzbank hat Daniel kurzerhand im benachbarten Bisingen bei Kahedo angerufen und sich eine Maßanfertigung bauen lassen.

Bei der TÜV-Abnahme rümpfte der Prüfer angesichts des gekürzten Heckrahmens erstmal die Nase und zweifelte an der Stabilität. Als Daniel ihm aber Bilder von den K-Rennern von BSK Speedworks zeigte, die das gleiche Heck tragen, war das Thema vom Tisch.

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Mehr Bilder dieses tollen Umbaus findet ihr bei Inazuma Café oder bei Facebook. Trotz alles Bequatschens wollte mir Daniel das Mopped nicht verkaufen. Dann muss ich es halt selber nachbauen, hehe!

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