Intermot: Neues von BMW Motorrad

Schon komisch, wenn man als hauptberuflicher Online-Marketing-Mensch in den Hallen der Köln Messe steht und es ist nicht dmexco. Aber der Anlaß war ein sehr angenehmer, BMW Motorrad hatte eingeladen, sich auf der Messe ihre neuen Bikes sowie Fahrerausstattung anzuschauen. Nach der Pressekonferenz führte uns Ola Stenegard über den Stand und erklärte die drei erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten S 1000 RR, R 1200 R sowie R 1200 RS.

BMW S1000 RR

Bei der neuen BMW S1000 RR wurde Weiterentwicklung auf sehr hohem Niveau betrieben. Mit einem optimierten Drehmomentverlauf mit einem maximalen Drehmoment von 113 Nm, einer um 4 kW (6 PS) gesteigerten Motorleistung von nun 146 kW (199 PS) sowie einer Gewichtsreduzierung von 4 kg auf 204 kg vollgetankt geht der 2009 erstmals vorgestellte Supersportler in seine nächste Generation.

Obwohl die komplette Karosserie neu gestaltet wurde schien es mir auf dem ersten Blick, als stünde die alte vor mir. Als erstes fiel mir der neue Auspuff auf, die anderen Änderungen erschliessen sich erst auf dem zweiten Blick. Die asymmetrischen Frontscheinwerfer haben ihre Position getauscht. Die Haifischkiemen auf der rechten Verkleidungsseite sind immer noch da, aber in neuer Form.

Fahrwerksseitig erhielt die neue RR eine neue, leichtere Rahmenstruktur, zusammen mit einer verfeinerten Fahrwerksgeometrie mit neu definierten Werten für Lenkkopfwinkel, Nachlauf und Radstand und Schwingendrehpunkt sorgt sie für noch besseres Handling.

Liest man sich die ganzen Verbesserungen an der neuen RR durch, merkt man auf welchem hohen Niveau hier gearbeitet werden muss, um die Maschine noch besser zu machen. Da die alte RR schon ein voll austrainierter Supersportler war, sind Spielräume für Verbesserungen eng. BMW wäre aber nicht BMW, wenn sie nicht noch welche gefunden hätte.

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BMW R1200 R

BMW Motorrad und der Roadster mit Zweizylinder-Boxer-Motor. Diese Kombination zieht die Fans seit der R 32 vor nunmehr 91 Jahren in ihren Bann, steht der Roadster doch für die pure Freude am Motorradfahren. Der Boxermotor der neuen R 1200 R entspricht dem DOHC-Triebwerk, wie es bereits in der R 1200 GS, R 1200 GS Adventure sowie in der R 1200 RT und der neuen R 1200 RS zum Einsatz kommt. Die Abgasführung erfolgt über eine 2-in-1-Abgasanlage mit dynamisch steil angestelltem Endschalldämpfer. Eine angepasste Airbox, neu geformte Luftansaugschnorchel sowie ein zentral platzierter Wasserkühler ermöglichen eine für Roadster-Belange erwünscht schmale Frontsilhouette. Ein neuer Stahlrohr-Brückenrahmen integriert den Zweizylinder-Boxer als mittragendes Element. Vorne wurde auf den Telelever verzichtet, um die klassische Roadster-Optik zu halten wurde eine Upside-down-Telegabel verbaut, am Heck tut ein EVO Paralever seinen Dienst.

Die Sitzhöhe ist identisch zu meiner F650 GS und auch der breite Lenker kommt der mir gewohnten und geschätzten Fahrposition sehr nahe. Der Knieschluss am Tank ist sehr gut und lädt dazu ein, den Roadster zwischen die Beine zu klemmen und in die nächste Kurve zu zirkeln.

Vom Design her steht hier ein selbstbewusster Power Roadster, der die BMW Modellpalette in diesem Segment nach oben abrundet. Die Sicke im Tank ist ein vielleicht ungewolltes Zitat der alten K100, jedenfalls typisch BMW. Am Frontscheinwerfer schieden sich für mich zunächst die Geister, zu sehr erinnerte er mich an den einen oder anderen Japaner. Aber bei angeschaltetem Tagfahrlicht erkennt man gleich das an der BMW Concept Roadster umgesetzte „Knochendesign“.

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BMW R1200 RS

Als erstes Großserienmotorrad der Welt verfügte die R 100 RS im Jahre 1976 über eine im Windkanal entwickelte, rahmenfeste Vollverkleidung und begründete als perfekter Allrounder für Reise und Sport das Marktsegment der Sporttourer, wie wir es seitdem kennen. Mit der neuen R 1200 RS setzt BMW Motorrad diese lange Tradition fort und präsentiert einen Sporttourer mit dem bewährten Zweizylinder-Boxermotor.

Auch das Schwestermodell R 1200 R bietet mit Koffersystem Reisequalitäten, mit Vollverkleidung bietet die RS auf der Langstrecke sicherlich die etwas ermüdungsfreiere Alternative. Antriebs- und fahrwerksseitig bieten beide Motorräder das gleiche, qualitative Setup.

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Soviel vom kucken. Wann können wir diese Bikes jetzt fahren, BMW?

Edit:

Gerade bekam ich die Info zu den Verkaufsstarts:

  • S 1000 RR und R 1200 R: Anfang der nächsten Motorrad Saison, Anfang März 2015
  • R 1200 RS: Anfang Mai 2015
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Ein Gedanke zu “Intermot: Neues von BMW Motorrad

  1. Pingback: Portrait Edgar Heinrich, Head of Design BMW Motorrad. | kettenritzel.cc

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