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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: R nineT (Seite 2 von 3)

Intermot: Las motos Valtorón

In Halle 10 der Kölnmesse stehen die Custom Bikes für die AMD World Championship of Custom Bike Building. Neben dem Sprintbeemer und dem Krugger-Bike entdeckte ich dort auch gleich zwei Bikes der Gebrüder Valtorón: die „La Bestia“ aus dem letzten Jahr und der erst neulich fertiggestellte Umbau der R nineT.

Die Spezialität der Delgado-Brüder – die Macher hinter dem Namen Valtorón – ist die Metallbearbeitung in ihrer eigenen Gießerei. Hier entstehen Skulpturen in Motorradformen: spektakuläre neue Tanks oder direkt – wie bei der R nineT – komplette, durchgehende Karosserien.

Beide Umbauten sah ich das erste Mal live. Die handwerkliche Qualität bei beiden war beeindruckend, optisch gefiel mir allerdings die „La Bestia“ besser. Hier ist das steampunkige Gesamtkonzept schlüssiger und durchgehender. Bei der R nineT ist die Formgebung sehr interessant, aber von der materiellen Haptik und Optik gibt es einen deutlichen Bruch zwischen dem komplett neu modellierten Oberteil der Maschine und dem weitgehend serienmäßigen Unterteil.

Aber bildet Euch selber ein Urteil:

La Bestia

Valtorón-La-Bestia-1

R nineT

Valtorón-R-nineT-1

R nineT Custom Project Japan – Shiro Nakajimas Clubman Racer

Shiro-Nakajimas-Clubman-Racer_1

Shiro Nakajimas “Clubman Racer” repräsentierte hingegen das Resultat der Leidenschaft eines Mannes für perfekte Fahrmaschinen, sei es auf der Straße oder auf dem Rennkurs. Seine Interpretation der R nineT folgte hinsichtlich Leichtbau und Funktionalität klar seinen bisherigen Projekten, die überwiegend für den Rennstreckenbetrieb entstanden. Shiro Nakajima: “Ich wollte etwas sportlicheres als einen Café Racer bauen. Ein Motorrad, das Du nicht nur im urbanen Umfeld oder in den Bergen, sondern auch auf der Rennstrecke richtig genießen kannst. Deshalb habe ich sie vor allen Dingen leicht gebaut.“

R nineT Custom Project Japan – Hideya Togashis Boxer

Hideya-Togashis-Boxer-12

Hideya Togashis “Boxer” zeigt sich als zeitlose Variation in klassischem Sportdesign. So weckt die Verkleidung Reminiszenzen an Renn- Replikas der 1970er-Jahre. Hideya Togashi: „Der schlanke Aluminiumtank ist das Hauptmerkmal. Er schmiegt sich gewissermaßen um den Fahrer herum und die Verkleidung ist an ein Rennmotorrad aus den Siebzigern angelehnt.“

R nineT Custom Project Japan – Go Takamines Bratstyle Cyclone

Go-Takamine-Bratstyle-Cyclone-1

Nach den ersten Gruppenbildern beginnen wir den Detailrundgang um die japanischen Custombikes mit meinem persönlichen Favoriten, der Cyclone von Bratstyle-Erfinder und -Gründer Go Takamine: “Ich habe bei diesem Straßenmotorrad versucht, die Vergangenheit mit der nahen Zukunft zu mixen, befindet sich unter der nostalgisch anmutenden Außenhaut doch ein neues, aktuelles Motorrad.“

Keii to ninshiki, Nihon!

Das japanische R nineT-Projekt geht heute mit der Präsentation der finalen Umbauten zu Ende. Von den vier Umbauten leakte nur die Version von Bratstyle früher als vorgesehen.

Ola Stenegärd hat es ja schon in unserem Gespräch in Garmisch-Partenkirchen angedeutet, daß bei diesem Projekt ganz neue Ansätze entstehen würden. Und es sind alle vier komplett eigenständig in ihrem Konzept und ungesehen in der Optik.

BikeExif hat die komplette Story.

Hidemo Boxer

Hidemo Boxer

Cherrys Company Highway Fighter

Cherrys Company Highway Fighter

Bratstyle Cyclone

Bratstyle Cyclone

46 Works Clubman Racer

46 Works Clubman Racer

Meine Synapsen sind bei der Bratstyle-Version komplett in Hab Acht-Stellung, aber auch die Details der anderen sind der Hammer. Noch mehr Bilder und Informationen findet ihr auf der japanischen Projektseite.

Respekt und Anerkennung, Japan!

BMW RnineT Custom-Galerie

Da hat BMW mal die bisherigen R nineT-Umbauten in einer netten Übersicht zusammengestellt, die meisten habe ich hier bereits vorgestellt, aber trotzdem nett anzuschauen:

nineT-Projektwebsite

Persönlich bin ich ja sehr auf die japanischen Umbauten gespannt, die Ende des Monats präsentiert werden sollen.

Boxer brennen: Test BMW R nineT

Nachdem ich auf den BMW Motorrad Days mit Ola Stenegärd angeregt über Motorraddesign, den Concept Roadster und die nineT geplauscht hatte, wurde es Zeit, mal zu erfahren ob die Ninette nur gut aussieht oder ob sie auch performt. Irgendein leichtsinniger BMW Pressemensch händigte mir die Schlüssel aus und ein bisschen aufgeregt stieg ich auf die nineT. Soweit war ich beim Händler auch schon gekommen. Die Sitzhöhe ist mit 785 mm fast identisch mit meiner 2002er F650 GS, jedoch fühlt es sich deutlich tiefer an, weil das Motorrad sehr kompakt wirkt. Man sitzt durch den langen Tank relativ weit hinten. Der Lenker hat eine angenehme Breite, wodurch sich die nineT sehr gut in die Kurven zirkeln läßt.

BMW Motorrad Days 2014: Testfahrt mit der R nineT, Foto: http://petermusch.com/

BMW Motorrad Days 2014: Testfahrt mit der R nineT, Foto: http://petermusch.com/

Zündschlüssel, Anlasser, aus den Akrapovic-Tüten bellt tiefer, basslastiger Boxersound. Hätte ich die Qual der Wahl, würde ein geänderter Auspuff nicht auf meiner unmittelbaren Umbauliste stehen. Die Serienanlage macht da schon einen sehr guten Job.

Zuerst gilt es die nineT durch die Menschenmenge auf den BMW Motorrad Days bis zur Ausfahrt zu zirkeln. Mit Standgas und Kupplung bewege ich das Motorrad ruhig durch die Menge, sie fühlt sich gut ausbalanciert an. Aus der Ortschaft raus darf das erste Mal richtig beschleunigt werden. Und der Boxer beisst bereits aus niedrigen Drehzahlbereichen ordentlich zu, das Gesäß wandert schlagartig Richtung Aluminium-Höckerabdeckung und bleibt da auch erstmal, während ich den luftgekühlten Boxer durch die präzise zu schaltenden Gänge orgel.

BMW Motorrad Days 2014: Testfahrt mit der R nineT, Foto: http://petermusch.com/

BMW Motorrad Days 2014: Testfahrt mit der R nineT, Foto: http://petermusch.com/

Weiter den Berg hinauf auf kurviger Landstrasse macht die Ninette eine sehr gute Figur. Das straffe Fahrwerk sorgt für gute und stabile Strassenlage, was mich ermutigt, in den Kurven auch etwas mehr Leistung beim rausbeschleunigen abzurufen. Obwohl ich nur ein paar Kilometer Landstraße fahren konnte, passte das Motorrad von Anfang an perfekt, ich fühlte mich auf dem Hocker sofort wohl und vertraut.

Als mir auf der Rückfahrt mein BMW-Begleiter seine C600 Sport zum Wechseln anbietet, lehne ich dankend ab. Netter Versuch! Gerne wäre ich die nineT länger gefahren. Der Spaß, den man mit ihr auf der Landstrasse haben kann, deutete sich vehement an. Das ist eine wirklich schöne Fahrmaschine geworden. Vielleicht nicht das Fahrzeug für die große Tour oder die Ausfahrt mit Sozius, dazu ist sie zu kompakt geraten. Aber für die Nummer „1 Mann, 10 Alpenpässe“ wäre sie der perfekte Begleiter. Selten fiel es mir bei einem Testmotorrad so schwer, den Schlüssel wieder abzugeben!

Stockholm Syndrom

Neulich hatte ich es schon auf der Kettenritzel Facebook-Seite vorgestellt, jetzt haben die Schweden von Unique Custom Cycles ein Timelapse-Video ihres BMW R nineT-Umbaus nachgelegt. Schönes Ding geworden:

BMW R nineT ‘Brooklyn Scrambler’

Von Boxer Design kommt dieser hübsche und dezente Umbau einer BMW R nineT namens „Brooklyn Scrambler:

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(Bilder via BMW Motorrads Facebookseite)

Daß man an der Maschine eigentlich nicht viel machen muss, bewies schon der Roland Sands-Umbau. An der hier gefällt mir die Farbgestaltung des Tanks mit der Retrolinierung sowie der schöne Lederbezug des Sitzes. Und Stollenreifen kann man auch machen!

BMW R nineT-Umbau von Bratstyle

Auf Facebook fand ich dieses Bild eines R nineT-Umbaus, welcher angeblich von Bratstyle stammen soll:

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BÄM! Geiles Teil! Was mich nur wundert ist, daß weder auf der Website von Bratstyle noch auf der Projektseite von BMW Japan aktuelle Informationen zu dem Umbau vorhanden sind. Auf letzterer wird auf jeden Fall der Tankumbau gezeigt, aber nicht das ganze Mopped. Ich grab‘ mal weiter!

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