Mein erstes Motorrad hatte einen großen Vorteil. Es verfügte über einen Hauptständer. Simple Wartungsarbeiten wie Kette reinigen oder fetten waren mühelos möglich. Später bei der Yamaha behalf ich mir mit einem Montageständer für das Hinterrad, selbiger wollte bei der Street Triple nicht mehr wirklich passen. Zwischenzeitlich gesellte sich ein Lenkkopfständer dazu, aber so einen wirklich stabilen Gesamteindruck machte das ganze nicht.

Schlussendlich entschied ich mich für einen Zentralständer, für meine Triumph Street Triple sollte der Motorradheber Power-Evo von ConStands passen. Trotz eines Aktionsrabattes von 15% schlug dieser immer noch mit über 230 Euro zu buche. Was kann das Ding denn nun so besonders? Mit dem Zentralständer kannst du dein komplettes Motorrad innerhalb weniger Sekunden schnell und mühelos aufbocken. Ebenso wird das Rangieren auf engstem Raum sehr erleichtert. Im aufgebockten Zustand sind jegliche Arbeiten, ob Wartung, Pflege, Reifenwechsel und Reparaturen an Gabel oder Motor einfacher möglich da die Teile besser zugänglich sind.

Beim Überwintern werden Teile wie das Fahrwerk, die Schwinge, der Federweg und die Reifen im aufgebockten Zustand entlastet. Hierdurch wird z.B. die Entstehung von Reifendruckpunkten am Vorderrad verhindert. Da nun Winter ist und das Mopped sich in der Garage langweilt, war der richtige Zeitpunkt gekommen, das seit Wochen im Keller schlummernde Paket mit dem Zentralständer auszupacken und selbigen aufzubauen.

Die größeren Teile sind Ständerfuß, Ständer und Hebelarm, die Adapterplatten, Kleinteile und Schrauben sind in zwei separaten Schachteln verpackt.

Die Anleitung ist leidlich verständlich. Die Zeichnungen waren ok, aber die Bezeichnung der Kleinteile hätte detaillierter sein können, z.B. Maße für die Schrauben. In meinem Fall waren abweichende Mengen an Schrauben und Unterlegscheiben enthalten, insofern war eine zweifelsfreie Zuordnung nicht möglich. Ich habe mir dann mit einigen Kleinteilen aus dem eigenen Sortiment beholfen.

Der Ständer besteht aus zwei ineinander gesteckten Vierkantrohren. Zwischen beiden sind im Inneren Gleitplatten aus Kunststoff angebracht, die bei der Montage mehrfach rausfielen. Nicht „mission critical“ aber nervig. Nach dem Einfetten beider Rohre ging es besser.

Der Ständer selbst ist quasi Standardausführung, die Anpassung an die diversen Motorradmodelle erfolgt über die individuelle Adapterplatte aus Aluminium. Hat den Vorteil, daß bei der Anschaffung eines neuen Motorrades lediglich ein weiterer Zentralheber-Adapter gekauft werden muss und der Ständer selber weiter verwendet werden kann.

Auch bei der Montage der Adapterplatte war die mitgelieferte Anleitung wenig hilfreich, dort war ein Distanzstück abgebildet, was zwischen Ständer und Adapterplatte geschraubt wird. In meinem Fall war sie nicht im Lieferumfang enthalten und mittels „Trial and Error“ fand ich raus, daß es auch ohne passte.

Nachdem der Ständer vormontiert war ging es nun daran, die Aufnahmen am Motorrad anzubringen. Das einzige Teil, was montiert werden muss ist eine Metallhülse, welche den oberen Dorn auf der Adapterplatte aufnimmt. Hierfür muss die Motorschraube über dem Kupplungshebel ausgeschraubt werden.

Anschliessend wird sie andersherum wieder eingesteckt und auf der linken Motorradseite wird statt der Mutter die Aluhülse aufgeschraubt.

Hier zeigte sich das neue – und bislang noch ungelöste Problem. Idealerweise passt die Adapterplatte komplett in die obere Hülse und umfasst unten die Mutter der Schwingenachse. Tut es aber nicht. Entweder passt es oben, dann fehlen unten aber rund 5 Millimeter.

Und wenn es unten passt, passt oben der Zapfen nicht mehr in die Hülse.

Eine Vermutung: obwohl ich die Motorschraube nur handfest angezogen habe, steht sie innen in der Hülse einige Millimeter über, was verhindert, daß der Zapfen bündig abschliesst. Ich werde morgen auf der rechten Seite der Motorschraube einige Unterlegscheiben einsetzen, vielleicht hilft das ja.

Sollte das nicht helfen, bräuchte ich für die Aufnahme der Schwingenachsenmutter ein Distanzstück und eine längere Schraube, um die Lücke auszugleichen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Weitere Informationen: 

  • Abgewinkelter Hebelarm zum Schutz vorm Einklemmen
  • Bestens zum Überwintern geeignet
  • Einfaches und schnelles Aufbocken
  • Sicherungsautomatik mit arretierbarer Höhenverstellung und Selbstsicherung
  • Geringerer Kraftaufwand durch intelligentes Hebelsystem
  • Auch für tiefergelegte Fahrwerke geeignet
    Leichtes Rangieren durch Doppelrollen auf engstem Raum
  • Extrem stabiler Stand und hohe Passgenauigkeit
  • Tragkraft: max. 300 KG
  • Gewicht: 17 KG
  • Maße ausgeklappt: 78 x 54 x 75,5 cm
  • Die max. Bodenfreiheit der Räder liegt im Bereich von 5-15cm, abhängig vom Modell