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Warum der BER an meinem Motorradführerschein Schuld ist

An diesem Wochenende wird der Berliner Flughafen BER mit neunjähriger Verspätung eröffnet. Vor neun Jahren betrat ich eine Fahrschule in Marzahn um meinen Theorieunterricht zum Motorradführerschein zu beginnen (sogar mit Groupon-Gutschein). Ein Zufall? Nicht ganz.

Mein damaliger Job brachte im Schnitt ca. 120 Tage Dienstreisen im Jahr mit sich. Die meisten waren mit Flugreisen verbunden, ich war also fast wöchentlich in Tegel zu Gast. Anfangs sogar noch in Tempelhof, bevor dieser in 2008 zu machte. ÖPNV und Berliner Taxifahrer waren nicht mein Ding, so daß ich damals schon in den meisten Fällen mit meiner Vespa ET2 zum Flughafen zweitaktete.

Auch wenn es bei schlechtem Wetter oder im Winter eher unbequem war, sparte es mir Wartezeiten am Taxistand. Vor allem aber sorgte es für eine nicht unerhebliche Zeitersparnis. Wenn man morgens um 4:30 aufstehen muss um den 6:10 Flieger nach München zu erreichen machen 15 bis 30 Minuten mehr Zeit schon was aus.

Der bevorstehende Umzug des Flughafens nach Schönefeld hätte locker eine Verdopplung der Fahrzeit bedeutet. Die S-Bahn und der gelegentliche Regionalexpress wären keine wirkliche Alternative gewesen. Mit der 50er Vespa hätte ich aber auf der Stadtautobahn nix verloren gehabt.

So lautete meine halbwegs pragmatische Entscheidung, das Upgrade von einer 50er Vespa auf eine 300er Vespa vorzunehmen. Und das Eintrittsticket dafür war der Motorradführerschein.

Daß es dann statt einer Vespa 300 GTS eine BMW F650GS wurde, ist dann eine andere Geschichte. 

Vielen Dank, BER, für die neunjährige Verspätung. In der Zeit lernte ich über das Motorradfahren und dieses Blog viele, neue uns interessante Leute kenne und habe tolle Ort entdeckt. Und mittlerweile habe ich auch einen Job, in dem ich kaum mehr auf Dienstreise gehen muss. Vielleicht fahre ich trotzdem mal an den neuen Flughafen, nur um mal zu sehen wie es so ist.

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  1. Ingo Kahnt

    Das ist ja nur deine Pseudorationalisierung. Du hattest doch immer Bock auf Bikes. Und es hat Sichtkartei auch gelohnt. Kenne kaum jemanden, der das Bikelife so konsequent umsetzt. Happy Trails uns allen.

  2. Schöne Geschichte. Schätze, jeder hat seine Story, wie und warum er Biker wurde. Sofern der Führerschein nicht gleich im Doppelpack gemacht wurde.

    • Das mit dem Doppelpack wäre sicherlich einfacher gewesen, ich hatte damals einfach nicht die Kohle mit 18. Hab dann alles in Scheibchentaktik gemacht. B mit 18, CE mit 21, A mit 42 😉

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