Die Freuden des Motorradfahrens

Die Kettenritzelcrew 2017 (Foto: Axel Thomsen)

Seit fünf Jahren fahre ich jedes Jahr eine Motorradtour. Anfangs war es nur ein verlängertes Wochenende ins Riesengebirge, jetzt komme ich gerade zurück von acht Tagen Kurven jagen in den französischen Alpen. Die Zusammensetzung der Kettenritzelcrew hat dabei auch jedes Jahr variiert, von anfangs zwei Jungs auf fünf in den letzten drei Jahren in unterschiedlichster Zusammensetzung. Letztes Jahr kam Rolf neu dazu, dieses Jahr brachten Axel und Rolf ihren Freund Reinhard mit.

Auch wenn wir uns größtenteils untereinander nicht näher kannten, es passte immer. Obwohl immer unterschiedliche Charakterköpfe dabei sind. Vielleicht liegt es daran, daß wir alle im Motorrad fahren einen sehr emotionalen, gemeinsamen Nenner haben. Auch in anderen Kontexten habe ich erleben dürfen, daß sich Menschen viel schneller und direkter öffnen, wenn man die gleiche Passion Motorrad beim Gegenüber entdeckt.

Die Herzlichkeit, mit der uns Sandra letzte Woche Samstag begrüßte als wir regendurchnässt bei ihr vor der Tür standen ist auch nicht selbstverständlich für zwei Personen, die sich vorher noch nie persönlich gesehen haben. Gut, wir lesen unsere Blogs gegenseitig schon länger und sind auch in diversen sozialen Netzwerken verdingst. Trotzdem würde ich nicht bei jedem beim ersten Treffen meine nassen Socken ausziehen und zum trocknen auf den Ofen legen.

Schön sind auch die kurzen Gespräche mit anderen Motorradfahrern, wenn man auf der Tour irgendwo anhält. Am Furkapass scherzte ich mit zwei älteren, englischen Ehepaaren, die neben uns geparkt hatten. Am Colle del Valonetto versucht man dem verzweifelten Africa Twin-Fahrer zu erklären, wie er den Einstieg in die Maira-Stura Grenzkammstrasse finden kann (er hatte seine Karte falschrum gelesen). Man hat Spaß gemeinsam, man hilft sich gegenseitig.

Motorrad fahren macht viel mehr aus, als das reine ziehen am Kabel. Ich freue mich jeden Tag, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Wann fahren wir wieder?

Advertisements

4 Gedanken zu “Die Freuden des Motorradfahrens

  1. So ähnlich ist es bei mir (uns) ja auch.

    Uns gefällt es auch auf den Reisen, dass man immer schnell in Kontakt mit anderen Menschen kommt, wenn man Mopped fährt und da müssen die anderen nicht zwingend ebenfalls Kradisten sein.
    Aber wenn man etwas gemeinsam hat, ist es natürlich einfacher ins Gespräch zu kommen.

Deine 5 Cent:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s