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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Fuhrpark

Mein neues Entschleunigungsmotorrad: Honda CJ 250 T

Das Leben ist zu kurz für nur ein Motorrad.
*alle nicken mit dem Kopf*
Gut, dann sind wir uns ja einig. Dann muss ich Euch auch nicht lange erklären, warum ich mir noch eines gekauft habe. Noch dazu ein 38 Jahre altes, welches mit 27 PS aus 250 ccm 170 kg bewegen muss. Nicht gerade ein Asphaltbrenner. Aber es soll ja auch nicht beschleunigen, sondern entschleunigen. Mich.
Als ich die Honda CJ 250 T vor ein paar Wochen in einer Onlinebörse für ein paar schmale Taler entdeckte, dachte ich kurz darauf rum. Klassische Silhouette, die man mit kleineren Umbauten an Sitzbank und Heck noch cleaner machen kann. Robuster Motor, die Lichtmaschine ist etwas unterdimensioniert, aber ansonsten alles beherrschbar. Da der Preis so attraktiv war, entschloß ich mich, die Maschine ungesehen zu kaufen. Und heute mittag wurde sie angeliefert. Tadaaaa!


Abgeladen aus dem Transporter sprang sie beim ersten Kick an. Puh, die größte Sorge war schon mal beseitigt. Kleiner Rundgang: keine größeren optischen Mängel, alles dem Alter entsprechend. Die Bremsleitung hatte am vorderen Kotflügel leichte Scheuerspuren hinterlassen, aber das kann man beheben. Sitzbank hoch, Batteriefach und Elektrik sahen auch gut aus. Allerdings fehlte die hintere Tankbefestigung, der lag nur lose auf der Traverse auf. Aber auch dafür wird sich eine Schraube finden. Der Schalthebel muss etwas besser befestigt werden, Brems- und Kupplungshebel sind etwas abgerockt, der Chrom an den Spiegeln auch. Also alles mehr optische denn mechanische Sachen. Sogar die vom Vorgänger vorgenommene Umlackierung sah in natura nicht so doof aus wie auf den Bildern im Inserat.
Den momentan allergrößten Mangel habe ich allerdings selber verschuldet. Beim abziehen des Lenkradschlossschlüssels habe ich selbigen abgebrochen. Natürlich nachdem das Schloss eingerastet war.
Honda_CJ250_6
Bevor ich also irgendwas anderes an der Honda mache, werde ich mir also erst mal den Schlüsseldienst aufsuchen und hoffen, daß er mir einen neuen anfertigen kann. Sonst werde ich erstmal nur ganz enge Rechtskurven fahren können.

Fuhrparknotizen

Ach, es ist ein Kreuz dieser Tage. Haste Fuhrpark, haste Sorgen. Drei Zweiräder stehen in der Garage und keines ist einwandfrei fahrbereit. Die Enduro hat Wasser im Tank. Nach der letzten Ausfahrt war es ziemlich eindeutig. Je ruppiger das Gelände, desto eher geht der Hobel aus. Zum Anfang der Tour ging es über 80 km auf der Autobahn problemlos. Dann auf einer kleineren Brandenburger Landstrasse ging sie das erste Mal aus. Über Feld- und Waldwege hinter Alt-Ruppin dann zweimal innerhalb von 3 Kilometern. Dann nach mehreren Kilometern Kopfsteinpflaster wieder. Und der Heimweg über die Bundesstrasse und die Autobahn ging wieder klaglos. Also je mehr die Maschine durchgeschüttelt wird, desto mehr vermischt sich das Wasser mit dem Benzin und wird angesaugt. Wenn die Maschine wieder ein paar Minuten steht trennen sich die Flüssigkeiten wieder und ich kann wieder losfahren. Jetzt muss ich mir nur überlegen, an welcher Stelle ich am besten das Benzin ablasse. Rück- und Vorlaufschlauch sind ja oberhalb des Tanks, dann sollte ich eher am tiefsten Punkt der Kraftstoffleitung ansetzen. Hat einer von Euch das schon gemacht? Die Vespa habe ich am Samstag gewaschen. Am Montag früh startete sie gar nicht. Heute abend dann probierte ich es nochmal. Linken Bremshebel gezogen, E-Starter gedrückt, nix. Rechten Bremshebel gezogen, E-Starter gedrückt, angesprungen. Kleine Runde gefahren, nach Halt an der Tanke ging es auch mit dem rechten Bremshebel nicht mehr. Dann beide Bremshebel gezogen, ging wieder. Komischerweise geht auch das Bremslicht nur dann, wenn der rechte Bremshebel gezogen ist. Beim linken Bremshebel tut sich nichts. Aber egal, fährt erstmal. Die Vespa der Gattin würde fahren, das online bestellte Fuffi-Kennzeichen ist aber immer noch nicht eingetroffen, so daß sie auf der Strafbank sitzen muss. Also die Vespa, nicht die Gattin. Zu guter Letzt macht mir das Nolan n-com B5. Zum einen klappt der Radioempfang in den seltensten Fällen. Das Radio stellt man über die App ein, aber das geht seit fast einer Woche nicht mehr. Wähle ich in der App die Funktion „Radio“, dann quittiert die App das mit einem motivationslosen Hupton, aber das Radio geht nicht an. Der Neustart des n-com sowie der App brachte zunächst Abhilfe, geht jetzt aber auch nicht mehr. Keine Ahnung, ob ein Firmware-Update helfen würde, das ist leider nur am PC durchzuführen und ich wohne in einem reinen Mac-Haushalt. Statt des Radios höre ich dann des öfteren MP3’s, aber bei deren Wiedergabe unterbricht das n-com die Wiedergabe zunächst kleine Sekundenbruchteile, mit der Zeit legt sich das Phänomen allerdings wieder. Was auch immer da los ist. Summa summarum: es könnte besser laufen. Grummel!

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