Motorrad-Magazin über Benzinkultur, Motorrad-Touren und Custombikes

Schlagwort: VTR Customs

BMW R 12 G/S: Was VTR Customs mit der Herzberg 12 draus gemacht hat

Letztes Jahr habe ich die BMW R 12 G/S auf einer Alpentour gefahren – Nockalmstraße, Vršič-Pass, Passo di Giau, rund 1.400 Kilometer in viereinhalb Tagen. Das Fahrwerk war richtig gut, das Display eine mittlere Zumutung, und auf der Panoramica delle Vette hab ich festgestellt, dass die Maschine auf Schotter deutlich mehr kann als die Serienbereifung zulässt. Den ganzen Test könnt ihr hier nachlesen.

Kurz nachdem das online ging, hat VTR Customs aus Schmerikon genau dort angesetzt.

Dani Weidmann und sein Team kennt ihr von hier. Wir hatten ihn mal im TwinSpark Podcast zu Gast, außerdem haben wir hier schon die Iron Annie, die F900 GS „FAST!“ und die 1303 Supermoto vorgestellt. Wer VTR kennt, weiß: Die bauen keine Ausstellungsstücke. Das neue Projekt heißt Herzberg 12, und es ist das bisher überzeugendste Argument dafür, was aus der R 12 G/S werden kann.

Was steckt hinter dem Namen?

„Herzberg“ ist kein Berg in der Schweiz. Das Wort setzt sich zusammen aus Herz und Erzberg – dem österreichischen Eisenberg, auf dem jedes Jahr das härteste Hard-Enduro-Rennen der Welt stattfindet. Das Erzberg Rodeo. Wer da ins Ziel kommt, hat gewonnen. Wer nicht – und das sind die meisten – hat trotzdem seinen Spaß gehabt.

Dass die R 12 G/S dort nicht mitmischt, ist klar. Die Maschine wiegt zu viel, der Boxer ist zu groß. Aber BMW hat die G/S als erstes Heritage-Modell mit echten Offroad-Fähigkeiten positioniert, und VTR hat einfach mal ernst genommen, was da drinsteht.

Was VTR gemacht hat

Die größte Änderung passiert an den Rädern. Raus mit den Serienfelgen, rein mit einem Gold Kineo Satz: 21 Zoll vorne, 18 Zoll hinten, Heidenau-Bereifung für groben Untergrund. Das verändert das Fahrbild, und zwar spürbar – mehr Lenkwinkel, mehr Grobstollencharakter, eine andere Sitzposition. Genau das, was gefehlt hat.

Das Heck wurde verkürzt, das Kennzeichen seitlich verlegt. Vorne hat das Cockpit UniT Garage-Teile bekommen: Windschild, Handprotektoren und Scheinwerferabdeckung, alles in gelbem Plexiglas. Die Farbe ist eine direkte Referenz an die originalen Dakar-Maschinen der Achtziger, und wer die alten R80 G/S-Fotos im Kopf hat, versteht sofort was gemeint ist.

Sound kommt von schwarz beschichteten Krümmern mit Hitzeschutzband – laut VTR mit Straßenzulassung im Akrapovič/UniT Garage-Setup. Wer es nostalgischer mag, kann auch einen Titan-Akrapovič im Stil des historischen R80 G/S-Silencers bestellen.

Die Gabel ist schwarz eloxiert, Ventildeckel und Fußrastenanlage pulverbeschichtet. Lack stammt von Freuler AG, Vintage Two-Tone, dazu ein dunkelbrauner Ledersattel. Das Leder ist der einzige warme Akzent an einem sonst sehr mechanisch gehaltenen Motorrad – funktioniert genau deswegen.

Was ich davon halte

Die R 12 G/S ist schon in Serie ein überzeugendes Motorrad. Der Heritage-Look sitzt, die Offroad-Gene sind echt – und dass BMW sie zur Maschine der kommenden GS Trophy auserkoren hat, sagt eigentlich alles. Die machen das nicht unüberlegt. Wer die Trophy kennt, weiß, was die Teilnehmer ihren Maschinen zumuten.

VTR hat genau dort angesetzt, wo die G/S bereits stark ist, und das Profil noch einmal deutlich geschärft. Die Kineo-Räder, die Heidenau-Bereifung, das gelbe Plexiglas – das ist kein Umbau, der ein schwaches Basismodell aufhübscht. Das ist einer, der einer sehr guten Maschine eine noch klarere Aussage gibt. Und optisch ist das Herzberg 12 schlicht umwerfend. Ich hab eine Menge VTR-Builds gesehen, aber dieser hier gehört zu den besten.

Supermoto auf Steroiden – VTR Customs nimmt sich erneut die R 1300 GS vor

Die Jungs von VTR Customs haben mal wieder zugeschlagen. Nachdem sie bereits eine erste Interpretation der neuen BMW R 1300 GS abgeliefert hatten, legen sie jetzt mit der „1303 SUPERMOTO“ nach. Das Ergebnis: eine strassenzugelassenes Supermoto-Biest mit Carbonrädern, das irgendwo zwischen „Was zur Hölle?“ und „Ich will das jetzt fahren!“ liegt.

Das beste ist die Präsentation auf schwizerdytsch! Love it!

Schon beim ersten Blick wird klar: Mit Reise-Enduro hat das hier nicht mehr viel zu tun. Die Verkleidung ist weg, stattdessen gibt’s einen gestutzten Look mit kerniger Supermoto-Optik. Die Gabel ist tiefergelegt, die Geometrie angepasst – das Bike steht jetzt spürbar sportlicher da. VTR-typisch natürlich alles sauber durchdacht und sauber umgesetzt.

Optisch fällt der 17-Zoll-Carbonradsatz von Rotobox auf. Der bringt nicht nur Gewichtsersparnis, sondern auch ein anderes Fahrgefühl – direkter, agiler, nervöser. Dazu gibt’s eine ganze Reihe edler Teile: SC Project Schalldämpfer, Motogadget-Spiegel, kurzer Rallye-Windschild und eine komplett neue Lackierung mit auffälligen Grafiken. Auch das Heck wurde neu konstruiert, inklusive Custom-Sitzbank vom Sattler Yves Knobel. Vieles ist schwarz pulverbeschichtet, der Look ist clean und aggressiv.

BMW F900GS Custombike „FAST!“ von VTR Motorrad

Die Truppe von VTR Motorrad rund um Dani Weidmann ist bekannt für auffällige Umbauten mit klarer Handschrift. Mit dem Projekt „FAST!“ haben sie sich die neue BMW F900GS vorgenommen und daraus ein Custombike gebaut, das Adventure-Optik mit Enduro-Attitüde verbindet.

Das Ergebnis ist ein Motorrad, das schärfer, reduzierter und gleichzeitig noch eigenständiger wirkt. Farblich setzt VTR auf eine Kombination aus Satin-Grau und kräftigen Gelb-Akzenten – schlicht, aber mit viel Präsenz.

BMW F900GS Custombike VTR FAST

Die Umbauten am BMW F900GS Custombike

Beim BMW F900GS Custombike FAST! wurde bewusst nicht der Motor verändert, sondern das Erscheinungsbild und einige Komponenten. Der Zweizylinder mit 895 cm³ Hubraum, 105 PS und 93 Nm Drehmoment bleibt unangetastet. Dafür hat VTR Motorrad an vielen anderen Stellen Hand angelegt:

  • Frontbereich: Der Kotflügel wurde gekürzt und durch eine schlankere Variante ersetzt, was die Silhouette reduziert.
  • Lenker: Abgesenkt für eine sportlichere Sitzposition und aggressiveren Look.
  • Seitenteile: Schlanker gestaltet, dazu eine Custom-Nummerntafel am Heck – klassisch per Kabelbinder fixiert.
  • Auspuff: Leichter SC-Project-Schalldämpfer sorgt für mehr Sound und weniger Gewicht.
  • Kette: Robuste Messingkette, die auch optisch heraussticht.
  • Reifen: Metzeler Karoo 4 – ein Allrounder, der sowohl Straße als auch Offroad kann.

Diese Mischung macht das Custombike nicht zu einem reinen Showobjekt, sondern zu einer Maschine, die weiterhin im Alltag und abseits der Straße funktioniert.

Technische Basis: BMW F900GS Serie

Zur Einordnung: Die BMW F900GS ist das Adventure-Bike in der Mittelklasse von BMW Motorrad. Sie bringt in der Serie mit:

  • 895 cm³ Zweizylinder-Reihenmotor
  • 105 PS bei 8.500 U/min
  • 93 Nm bei 6.750 U/min
  • Fahrfertiges Gewicht ca. 219 kg
  • Sitzhöhe 870 mm
  • Federweg: vorne 230 mm, hinten 215 mm

Damit ist die F900GS eine vielseitige Basis – und für Customizer wie VTR der ideale Ausgangspunkt, um einen eigenständigen Charakter zu schaffen.

Das BMW F900GS Custombike FAST! von VTR Motorrad zeigt, wie man mit wenigen, gezielten Änderungen ein Serienmotorrad optisch und funktional stark verändern kann. Reduziert, kantig und mit einem eigenständigen Farbschema wirkt es wie eine Mischung aus Rallye-Enduro und urbanem Streetbike.

Besonders spannend ist, dass VTR den Umbau nicht überladen hat. Viele Elemente bleiben funktional, die Veränderungen sind praxisnah – und genau das macht dieses Custombike so überzeugend.

Wer das Ganze live sehen will: Dani Weidmann erklärt alle Details im Video, natürlich im besten Schwizerdütsch:

VTR Customs R18 „IRON ANNIE“

Seit ein paar Tagen schon geisterten Teaser eines neuen VMW R18 Umbaus durchs Internet. Und wenn diese kleinen Appettithappen von VTR Customs kommen, so darf man die Erwartungshaltung schon etwas höher schrauben. Und zumindest meiner Meinung nach wurden wir nicht enttäuscht, als gestern Abend die R18 „IRON ANNIE“ vorgestellt wurde.

Die Iron Annie entstand im Kundenauftrag und sollte der Junkers 52 – auch bekannt als Tante Ju – Tribut zollen. Wie schon damals bei der Spitfire massierte VTR’s Blechgott Cello der BMW eine Alu-Karosserie auf den Leib die ihresgleichen sucht. Die verkleideten Endrohre links und rechts, das Zitat der Blechstruktur der Junkers 52 im Heck bis hin zum stilecht umgesetzten Hebel für den Rückwärtsgang, die Liebe zum Detail ist sensationell.

Lackiert im Lufthansa-Farbschema Grau-Schwarz und ausgestattet mit feinen Zutaten wie Kineo-Felgen und Magura-Hebeln sowie einem Kennzeichenhalter von Berham Customs (support my local Teilefabrikanten) blieben hier keine Wünsche offen.

Alle Schweizer Leser dieses Postings können hier über den besten R18 Custom-Umbau abstimmen und mit Glück eine R18 für zwei Wochen gewinnen. Ich wüsste ja, für welches Bike ich stimmen würde!

VTR Customs R1200R Cafe Racer

Nicht nur in Deutschland geben sich mit der Motorradmesse Leipzig, den Berliner Motorradtagen und der IMOT die Motorradmessen wöchentlich die Klinke in die Hand. In der Schweiz steht am morgen die SWISS MOTO an und um dort ihr Können zu zeigen, haben die Jungs der Schweizer Customschmiede VTR Customs tief in die Überraschungskiste gegriffen und gleich fünf spannende Bikes hingestellt.

Allen voran diesen „Goodwood 12“ genannten Café Racer auf Basis der BMW R1200R, garniert mit eigenen Aluteilen an Front und Heck, Alu Tankpads, Kineo-Felgen und vielen mehr.

VTR_Customs_R1200R_Cafe_Racer_1

Bilder: Stucki 2Rad / VTR Customs
Um einen der Facebook-Kommentatoren im besten schwiizerdütsch zu zitieren: „Huere geil!“

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén