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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Vortrag

Übers Fernweh reden – mein erster Motorradvortrag

Seit über 11 Monaten befinden wir uns mit der Firma fast durchgehend im Homeoffice. Ende März letzten Jahres wurde von der Geschäftsführung erst die Arbeit von zu Hause empfohlen, dann zwischenzeitlich verpflichtend gemacht. Organisatorisch hat das auch alles sehr gut funktioniert. Projekte konnten wie geplant umgesetzt werden, die Umsätze und Erträge stimmten und die Aktionäre waren auch zufrieden.

Aber eines litt doch: das Teamfeeling, der Plausch in der Kaffeeküche, das Mittagessen mit Kollegen. Um auch was für das Zwischenmenschliche zu tun, hatte unser Eventteam eine super Idee. Sie stellten ein Format auf die Beine, in denen den Mitarbeitern sprichwörtlich eine Bühne geboten wurde, ihre Hobbies und Passionen mit den Kollegen zu teilen. Den Anfang machte eine Kollegin mit einem hammergeilen DJ-Set, es gab aber auch Koch- und Fotografiekurse. Übertragen wurde das ganze über Zoom, eine Stunde, in der man etwas neues erfuhr, unterhalten wurde und in der man sich innerhalb der Firma wieder näher kommen konnte.

Das brachte mich auf eine Idee. An Urlaubsreisen ist derzeit nicht zu denken, man verlässt seine eigenen vier Wände nur noch zu den allernötigsten Anlässen. Warum versammeln wir uns da nicht um ein virtuelles Lagerfeuer und erzählen uns von unseren Reisen und Erlebnissen und machen für eine Stunde einfach Urlaub im Kopf? Die Idee wurde begeistert angenommen und der Termin organisiert. Ich kramste in meinen Festplatten nach den schönsten Aufnahmen und Momenten und bastelte ein Best-of meiner bisherigen fünf Alpentouren. Es ergab sich eine Reise über Slowenien durch die Dolomiten, über das Stilfser Joch bis hin zu den französischen Seealpen auf die Route des Grandes Alpes.

Studiosetup mit Greenscreen

Übertragen wurde das ganze aus einem Studio in Reinickendorf. Ursprünglich war es geplant, mein Motorrad mit auf die Bühne zu bringen. Anfang Februar hatte es aber noch -12 Grad und auf den Hauptstrassen Berlins lag Salz. Mit den Temperaturen wäre ich vielleicht noch klar gekommen, aber dem Salz wollte ich meine Maschine nicht aussetzen. Die Alternative mit Greenscreen und einem passenden Hintergrundbild wirkte fast echt. Vor mir noch ein paar Holzscheite mit roten Lampen und fertig war das Lagerfeuer.

Im Regieraum

Sieht auf dem Monitor doch fast echt aus

Um meine nicht motorradaffinen Kollegen nicht mit zu viel Benzinsprech zu überfordern konzentrierte ich mich auf schöne Orte und Anekdoten entlang der Strecke. Am Furkapass beispielsweise ließ sich vortrefflich über den Rhônegletscher, das Hotel Belvedère und den Dreh von James Bonds „Goldfinger“ plauschen.

Das Lagerfeuer hätte etwas mehr wärmen können

Nach einer halben Stunde Alpen durften die Kollegen ran und von ihren Lieblingsorten berichten. Den Abschluss machte dann wieder ich mit Tipps für coronagerechte Tagesausflüge ins Brandenburgische.

Das Finale auf dem Cime de la Bonette

Mir hat es viel Spaß gebracht, auch wenn ich immer wieder aufpassen musste nicht ins labern zu kommen. Ich habe ein sensationelles Talent für unendliche Schachtelsätze. Ich blieb aber in der vorgegebenen Zeit und das Feedback der Kolleg:innen war super. Vielen Dank für die Gelegenheit!

Grenzen erfahren – Kradvagabunden-Vortrag in Potsdam

Würden Menschen öfters mal die Perpektive wechseln und aus der eigenen Komfortzone kommen, hätten wir auf der Welt sicherlich viel weniger Probleme. Auf unserer kleinen Wochenendtour im letzten Jahr erzählte Rolf Lange viel von den Erfahrungen von seiner Weltumrundung. Und letzten Samstag Abend hatte ich endlich die Gelegenheit, Panny von den Krad-Vagabunden persönlich kennen zu lernen. Über die dreieinhalb Jahre, die Panny und Simon auf ihrer Motorradreise um die Welt verbracht haben, schrieben sie zwei Bücher, die ich hier auch schon vorgestellt hatte.


Zum zweiten Buch ist Panny gerade auf Vortragstour, bevor er am Samstag in Werder bei Potsdam eintraf, war er schon eine Woche quer durch Deutschland unterwegs von Termin zu Termin. Natürlich auf dem Motorrad.
Jede Minute des zweieinhalbstündigen Vortrags war dazu geeignet, Fernweh zu erzeugen. Humorvoll und eindrucksvoll erzählte Panny von bereisten Ländern, Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen und Kulturen und atemberaubender Natur. Man konnte spüren, wie ihn die auf dieser Reise gemachten Erfahrungen bereichert und ihn als Mensch verändert hatten. Wirklich sehr beeindruckend.



Wer selber in den Genuß des Vortrages kommen will, zwei Termine gibt es noch. Für alle anderen gibt es als Trostpflaster dieses Videointerview bei Motorradreise.tv:

Vortrag "Licht- und Schattenseiten einer Weltreise" in Berlin

Seine Weltreise auf dem Motorrad hat Frank „Panny“ Panthöfer in zwei Büchern festgehalten (die ich natürlich bereits hier und hier vorgestellt habe).
Krad-Vagabunden-Teil-2-indischer-Himalaya-Ladakh
Seit längerem bereits stellt er seine Erlebnisse seiner dreieinhalbjährigen Weltreise in einem Multimedia-Vortrag vor, doch bislang fand er noch nie den Weg nach Berlin. Doch das ändert sich jetzt, denn er wird am 22. und 23. Oktober in Werder (Havel) gastieren. Näheres dazu findet ihr auf seiner Website oder auf den jeweilige Facebook-Events hier und hier. Die Karten sind im VVK erhältlich und kosten 10€ pro Nase.
Ein Pflichttermin für alle, die selber von der großen Reise träumen und garantiert gute Unterhaltung für diejenigen, die Motorradweltumrundungen mit all ihren Hochs und Tiefs am liebsten als Zuschauer genießen! Also kommet zahlreich!

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