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Schlagwort: Umbau (Seite 2 von 2)

Soiatti Moto Classiches K100-Umbau

Soiatti Moto Classiche aus dem italienischen Novara hatte ich bislang noch gar nicht auf dem Schirm, aber durch diesen Post bei Inazuma Caferacer kam ich in den Genuß ihres neuesten Umbaus auf Basis einer K100

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Die Farbgebung finde ich sehr schön, cremeweiss wäre nicht meine erste Wahl gewesen, aber zusammen mit dem braunen Sitz und den braunen Handgriffen passt das sehr gut. Schönes Detail sind auch die an den Seiten verbauten Zusatzinstrumente. Keine Ahnung, ob das TÜV-tauglich wäre, aber gut gemacht. Insgesamt müßte das Heck etwas kürzer werden, aber sonst kann man nicht meckern.

Mehr von Soiatti Moto Classiche gibt es hier auf Instragram.

BIKEEXIF’s Saturday Sessions

Nun, da mein erstes Custombike in Planung ist und langsam gedanklich Formen annimmt ist es an der Zeit, sich mit den einzelnen Schritten des Umbaus vertraut machen. Praktischerweise hat BIKEEXIF kurze Videos erstellt, die zwar nicht detailliert die einzelnen Umbauphasen darstellen, aber schon mal einen ersten Eindruck vermitteln. Kuckst Du hier:

BMW K100 von Moto Sumisura

Die K-Frage

Das Stöbern in Gebrauchtmoppedbörsen ist in den letzten Monaten ein kleines Hobby geworden. Einfach um mal einen Eindruck zu bekommen, welche Motorräder mit welchen Laufleistungen zu welchen Preisen angeboten werden. Auch stößt man dabei auf einige exotische Umbauten oder Moppeds, deren Besitzer wohl eher nicht verkaufen wollen, wenn man sich die eine oder andere überzogene Preisforderung anschaut.

Neben dem möglichen Kauf eines neuen Moppeds beschäftigt mich immer noch der Gedanke, einen eigenen Umbau zu machen. Ein gewisses Schrauber-Basiswissen ist ja vorhanden, mittlerweile kenne ich auch genügend Menschen, die ich zu den verschiedensten Dingen fragen kann, bei denen ich blutiger Laie bin. Schweissen oder Elektrik, beispielsweise.

Doch welches Basismotorrad mit Potential ist für günstiges Geld zu haben? Leistungsmässig sollte es sich auch eher an der 100-PS-Schwelle orientieren als an der 50-PS-Marke. Welche Technik ist zuverlässig? Gibt es ein Modell, das nicht jeder fährt, was einigermassen ungesehen ist?

Bei all diesen Gedankenspielen stiess ich neulich auf diese Maschine, die beim Café Racer-Treffen in Danzig fotografiert wurde:

BMW K100 Café Racer

Den Umbau auf Basis einer BMW K75 fand ich interessant genug, mich mal mit der K-Serie von BMW auseinanderzusetzen. Sie verfügt über ordentlich Leistung – die K75 mit 75 PS und die K100 mit 90 PS, mit 100.000km Laufleistung kann man sie gerade mal als eingefahren betrachten. Sie war bereits ab Baujahr 1988 mit ABS als Sonderausstattung zu haben, ein Plus für den sicherheitsbewussten Biker. Und gebraucht gibt es sie bereits um die 2.000 € in gutem und gepflegten Zustand, so wie diese K100 LT:

BMW K 100 LT als Tourer

Jetzt braucht man etwas Phantasie, um hinter all den Verkleidungsteilen die Basis zu erkennen. Was mir von der Formgebung sehr gut gefällt ist die Kantigkeit. Zum einen der viereckige Block des Motorgehäuses, aber auch der Tank hat tolle Linien. Man wird sicherlich aus der Basis keine filigrane Gazelle hinstellen können, aber sicherlich einen gedrungenen Bullen.

Ich habe mal bischen rumgesurft, was für Umbauten auf K-Basis existieren. Im Vergleich zur Flut von Umbauten auf BMW Zweiventilboxer-Basis gibt es da erstaunlich wenige. Aber einige sehr spannende:

V Custom Cycles K100

V Custom Cycles K100

BMW K100 von Rocket Garage

BMW K100 von Rocket Garage

BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design

BMW K100 Café Racer von Vibrazioni Art Design

BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi

BMW K100 Café Racer Konzept von Oberdan Bezzi

Hutch's BMW K100  “Hornet”

Hutch’s BMW K100 “Hornet”

BMW K100 von Moto Sumisura

BMW K100 von Moto Sumisura

BMW K100 von Marc Robrock

BMW K100 von Marc Robrock

BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura

BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura

Vor allem die BMW K75 Tatanka von Moto Sumisura kommt meinen Vorstellungen sehr nahe. Handwerklich ist die K100 von Marc Robrock auch sehr gut gemacht. Wenn man den Motor nicht schwarz lackiert, sieht man von der rechten Seite auch sehr schön die Linie von Motorblock über den Kardan zum Hinterrad – wie oben beim Umbau von Vibrazioni Art Design. Finde ich von seiner mechanischen Ästhetik sehr toll. Und auf die linke Seite statt dem klobigen Serienauspuff einen Supertrapp drauf wie bei der V Custom Cycles K100, schön gerade nach hinten verlaufend um die horizontalen Linien zu verstärken!

Weitere Ideen und Umbauten gibt es bei Pinterest auf dieser der K100 gewidmeten Pinnwand.

 

Urban Motors Track Grinder

Heute präsentierte Urban Motor ihren ersten Umbau auf Basis der neuen BMW R nineT im Rahmen der Custombike-Messe in Bad Salzuflen. Auf dem BMW-Stand wurde sie Seite an Seite mit der Standard R nineT ausgestellt, so daß man im direkten Vergleich die Veränderungen studieren konnte.

Hier zunächst die Ausgangsbasis:

BMW-R-nineT

Und hier der Umbau:

Urban-Motor-Track-Grinder-Dreiviertelvorderansicht

Auffällig ist an der Front schon mal der Umbau auf eine Gasentladungslampe zwischen den Federbeinen, wie es Urban Motor schon bei der Earl Grey und der Stummelstolle vorexerziert hatte. Dies verschafft der BMW ein komplett neues Gesicht, zumal auch der Instrumentenhalter entfernt wurde und ein kleines Motogadget-Display integriert in die Gabelbrücke nun die Fahrinformationen bereit hält.

Die Blinker wurden in die Lenkerenden verlegt, hier kommen ebenfalls Motogadget-Teile zum Einsatz. Auf den ersten Blick sieht man sie kaum, die Lichtausbeute sollte aber sehr ordentlich sein. Zusammen mit den Lenkerendenspiegeln ergibt sich eine sehr cleane Optik. Gefällt schon mal.

Urban-Motor-Track-Grinder-Lenker

Urban-Motor-Track-Grinder-Cockpit

Motor und Rahmen bleiben schwarz lackiert. Das stört mich schon bei der Basis-R nineT. Der Motor wirkt wie ein massives, dunkles Trumm und macht die Maschine im vorderen Bereich optisch sehr schwer. Hier würde ich mir einen Akzent wünschen in Form silberner Zylinder oder eines silbernen Motorblocks. Etwas leichter wird es im mittleren Bereich, durch das Entfernen des Luftfilterbox wird das Rahmendreieck freigelegt.

Urban-Motor-Track-Grinder-Rahmendreieck

Auf der linken Seite verläuft der kurze Supertrapp-Auspuff und schafft so eine optische Symmetrie zum Kardan auf der rechten Seite. In meinen Augen ist das deutlich besser gelöst als bei den Standardauspuffvarianten der Werks-nineT.

Urban-Motor-Track-Grinder-Seitenansicht-Auspuff

Kommen wir zu dem Teil der Track Grinder, der mir garnicht gefällt, das spitz zulaufende Heck:

Urban-Motor-Track-Grinder-Heckansicht

Es wirkt in meinen Augen irgendwie verloren, es fehlt ein optischer Ausgleich zum breiten Hinterreifen und dem Kennzeichenhalter. Auch die Biegung nach unten finde ich unnötig, besser hätte mit gefallen, wenn die ansteigende Linie aus dem oberen Rahmenrohr gerade weitergeführt worden wäre. In Kombination mit einem breiteren Heckabschluss wäre es ausgewogener.

Urban-Motor-Track-Grinder-Seitenansicht

Alles in allem stellt die Track Grinder einen interessanten Umbau dar. Wie beschrieben sind Farbgebung und Heck nicht so meins, aber das ist ja Geschmackssache. Am Stand gab es auf jeden Fall reichlich Interesse und Publikumszuspruch zur neuesten Kreation aus dem Hause Urban Motor.

Mehr (bessere, professionelle und überhaupt) Fotos gibt es bei BMW auf Facebook sowie bei heldth.com (inklusive Umbaubilder) , Tim „Mission Manx“ Adler hatte sie vor dem Transport nach Bad Salzuflen in der Urban Motor-Werkstatt abgelichtet.

Edit:
Die österreichischen Kollegen von 1000PS haben Peter zur nineT interviewed:

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