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Schlagwort: Triumph Tiger Explorer

Erste Begegnung mit der KTM 1190 Adventure

KTM 1190 Adventure

KTM 1190 Adventure, Bildquelle: KTM Bilddatenbank http://www.ktmimages.com/, Fotograf: Schedl R.

Natürlich habe ich auch wie Ihr alle die Artikel über die neue KTM 1190 Adventure in der Motorradpresse gelesen. Und wie ihr war ich auch sehr beeindruckt von den Leistungswerten und dem Technikfeuerwerk, daß KTM da aufgestellt hat. Jedoch, optisch mochte mir sie nicht wirklich gefallen. Die Frontpartie wirkte irgendwie komisch auf mich, hochgezogen, etwas zu üppig.

Diese Woche konnte ich sie mir per Zufall in natura anschauen, da KTM freundlicherweise auf dem Züricher Flughafen einen Promotionstand mit den aktuellen Modellen aufgebaut hatte. Und was soll ich sagen? Alle Fotos, die ich bislang über die Maschine gesehen hatte, werden ihr nicht gerecht. Auch die von mir kritisierten Punkte. Sie ist wirklich ein sehr schönes Zweirad, wirkt erstaunlich zierlich bis auf den etwas breiter bauenden Tank und Frontaufbau wirkte sie optisch fast schmaler aus meine BMW F650GS. Und man hat eine sehr gute Sitzposition auf ihr (auch dank der verstellbaren Sitzbank), im Gegensatz zur BMW F800 GS musste ich hier keine Ballerinafüsschen machen, um den Boden zu ereichen. Auch im Vergleich zur bereits gefahrenen Triumph Tiger Explorer macht die KTM 1190 Adventure den etwas drahtigeren Eindruck – sie wiegt auch schliesslich 50kg weniger.

Verbunden mit diesen optischen Eindrücken sind die technischen Eckdaten der KTM noch beeindruckender: 150 PS beschleunigen 220 kg durch die Gegend. Ich bin dann mal weg, bei meinem KTM-Händler schon mal ne Probefahrt anfragen!

Triumph Tiger Explorer

1215 Kubik, 137 PS, 259 kg vollgetankt, die Triumph Tiger Explorer die ich heute probefuhr sollte das bislang heisseste Geschoss auf zwei Rädern sein, was mir unter den Popo kam.

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Das erste was mir beim Aufsitzen auffiel war der mächtig breitbauende Tank bei der dann doch schmalen Wespentaille aka den Übergang in die Sitzbank:

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Doch so massig sie aussah, so leichtfüssig liess sie sich lenken, obwohl sie 60 kg mehr wog als meine gewohnte F650GS. Was natürlich relativ ist, wenn 87 PS mehr am Kardan zerren. Der rote Bereich des Drehzahlmessers fing bei 12.000 U/min an, aber selbst bei 200 km/h auf der Autobahn drehte sie unter 9.000 U/min. Ich wage es nicht zu erahnen, was passiert wenn man die restlichen Drehzahlreserven ausreizt.

Von der gesamten Fahrdynamik war die Explorer der sprichwörtliche Hammer. Beim Beschleuningungstest wurde sogar noch bei schalten in den dritten Gang das Vorderrad sehr leicht und das ASR regelte fleissig. Noch beeindruckender war aber die Negativbeschleunigung, auf der Bremse war sie noch deutlich bissiger als die neulich gefahrene F800GS. Nur beim extremen Einsteigen kam ich in den Regelbereich des ABS, vor allem auf der Hinterradbremse hatte sie erstaunliche Reserven. Und das ohne Integralbremse.

Vom Sound her war sie sehr knurrig, aber ansprechend, der Motor agierte sehr drehfreudig und bei der Ausgangsleistung war bei jeder Drehzahl unabhängig vom eingelegten Gang ordentlich Schub da. Die Sitzposition war sehr angenehm und nicht so hoch wie bei der F800GS. Die Sitzbank bei der Explorer ist auch höhenverstellbar um sich an verschiedene Körpergrößen anzupassen. Die Explorer verfügt auch über einen Tempomaten, mit dem ich allerding nicht zurecht kam. Wenn man eine Geschwindigkeit eingestellt hat, sollte man den Gashahn nicht mehr anfassen um nicht die Geschwindigkeit wieder zu verstellen. Schwer bei einem Motorrad, das man mit beiden Händen lenken sollte. Erschwerend kommt hinzu, daß die Explorer über elektronische statt mechanische Gasübertragung verfügt, diese ist deutlich sensibler, so habe ich mehrfach ungewollt den Tempomaten wieder abgestellt. Aber sicherlich ist das eine Übungssache.

Im direkten Vergleich zu einer F800GS (den direkten Konkurrenten R1200 GS bin ich noch nicht gefahren) wirkt die BMW ob des geringeren Gewichtes agiler, auch wenn sie deutlich weniger Leistung hat. Stichwort Leistung: die 137 PS waren sehr beeindruckend, aber mich als Fahranfänger würde das auf die Dauer zu sehr anstrengen. Man ist doch immer versucht, die Leistung auch auszunutzen unabhängig davon ob man sie jetzt hundertprozentig kontrollieren kann oder nicht.

Trotzdem: tolle Reiseenduro mit viel Potential, aber auch mit einem saftigen Preisschild: ab 13.790,00 € seid ihr dabei.

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