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Schlagwort: triumph bonneville

TRIUMPH präsentiert die Bonneville-Produktreihe für 2021

TRIUMPH hat ihre Modern Classics Bonneville-Motorradreihe für das Modelljahr 2021 umfangreich überarbeitet. Sieben verschiedene Motorräder und Modellvarianten haben Updates in zahlreichen Bereichen wie Performance und Ausstattung bekommen.

Von den Weiterentwicklungen profitieren die Bonneville T120, T120 Black und T100 sowie die Street Twin inklusive dem neuen Sondermodell Street Twin Gold Line Limited Edition. Ebenfalls aufgewertet wurde der Cruiser Bonneville Speedmaster sowie die Bonneville Bobber. Im Rahmen des Motoren-Updates auf die Euro-5-Norm wurde auch die Performance bei Leistung und Drehmoment, das Ansprechverhalten und die Fahrbarkeit der Motorräder insgesamt weiter verbessert.

Ergänzend zur im vergangenen Jahr vorgestellten Thruxton RS wird die neue Bonneville-Reihe mit der nächsten Generation der Scrambler 1200 und der Street Scrambler noch weiter ausgebaut. Zu diesen Modellen hat TRIUMPH für April 2021 ein weiteres Update angekündigt.

Hier nun in Kurzform die Updates in Stichworten:

Retrofutur

Bereits kurz nach der EICMA im letzten Jahr beschrieb Bike & Business den aktuellen Trend zu modernen Klassikern sehr treffend.

Schon immer war Motorradfahren eine emotionale Sache. Das Gefühl des Fahrens und beim Fahren spielt die wichtigste Rolle – auch beim Kauf. „Mehr Emotionen!“ lautet denn auch der Schlachtruf der Marketing-Abteilungen, denn Emotionen vermögen die Funktionalität häufig zu dominieren – oder auch fehlende Funktionalitäten in den Hintergrund treten zu lassen. Fein raus sind derjenigen Hersteller, deren Historie – ähnlich der von Harley-Davidson – lange genug währt, um Anleihen bei sich selbst machen zu können.

Dann ist man so sehr bemüht, fabrikneue Bikes auf Retro zu trimmen, daß sogar Einspritzanlagen wie bei der aktuellen Triumph Bonneville so geschickt verborgen werden, daß sie von einem Vergaser nicht mehr zu unterscheiden sind.
Nicht, daß ich das verwerflich fände, die Bonnie ist ein sehr schönes Motorrad, genauso wie die BMW R nineT oder die Ducati  Scrambler.  Was ich allerdings vermisse ist ein entsprechender Gegentrend, dramatische, neue und zukunftsgerichtete Designkonzepte zu kreieren, die grundsätzliche „In-Frage-Stellung“ des „Das-haben-wir-irgendwie-schon- immer-so-gemacht“. Momentan fällt mir da nur Husqvarna mit seine Vitpilen- und Svartpilen-Konzepten auf, die- so die aktuelle gute Nachricht – auch produziert werden sollen. Mit hoffentlich so wenig wie möglich Abstrichen an der Studie, die Husqvarna dankenswerterweise gerade nochmal ins Studio gestellt hat, um uns Detailfotos wie diese geniessen zu lassen:
Husqvarna_Vitpilen_701_11


So bleibe ich in der Hoffnung, daß sich auch andere Hersteller den Mut nehmen nicht nur neue Antriebskonzepte wie den Elektroantrieb zu pushen sondern auch die damit verbundenen neuen Design- und Gestaltungsmöglichkeiten für eine neue Formensprache nutzen.
P.S.: Im übrigen kann man den Landspeeder von Revival Cycles nicht genug abfeiern, wenn es darum geht, Retroformen dramatisch neu aufleben zu lassen:

Edit:
Lustige Konzidenz: kaum habe ich den Artikel veröffentlicht, bekomme ich eine E-Mail von Yamaha in der sie ihre Konzeptmodell 04GEN vorstellen. Das, also äh, zumindest anders ist:
Yamaha_04gen_07

Das ist der Hammar!

Man nehme eine fabrikneue Royal Enfield, Triumph Scrambler oder Bonneville oder meinen persönlichen Favoriten, eine Ural sT, zerlege sie komplett, lackiert alles mattschwarz oder poliert das Chrom, fittet ein paar Retroteile, baut hier und da noch was um, schnallt Stollenreifen drauf und fertig ist ein Hammarhead Motorrad.

Die Jungs aus Philadelphia bauen unter dem Leitspruch „Honor the past but never look back“ Maschinen, die durch ihre Einfachheit und Liebe zum Detail auffallen. Neben Komplettmotorrädern verkaufen die Jungs auch selbstgefertigte Teile wie Lenkerendenspiegel, Schalterboxen oder auch Rucksäcke oder Handschuhe. Die Optik finde ich „hammar“, schönes, charaktervolles Design.

Allerdings auch zu einem Preis, der sich gewaschen hat. Das Triumph Bonneville Basismodell geht in den USA für $ 7.699,00 über den Tresen, die darauf basierende Hammarhead Ninety-Two hat ein Preisschild von $ 16.500,00. Handarbeit kostet eben extra.

Was denkt ihr? Zuviel oder seinen Preis wert?

Update:

Gerade bei YouTube ein Portrait über den Firmengründer James Hammarhead gefunden, interessanterweise im Hauptberuf Neuropsychologe und nur im Nebenberuf Schrauber:

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