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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Tour (Seite 4 von 10)

Jahresabschlussfahrt 2015

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Im Morgengrauen und bei frischen 0 Grad startete ich heute morgen zur letzten Ausfahrt des Jahres 2015. Vor zwei Tagen war es noch zehn Grad wärmer, aber es gibt kein schlechstes Wetter, nur die falsche Kleidung. Wie das sprichwörtliche Michelinmännchen schwang ich mich aufs Mopped. Zwei Satz Winterunterwäsche, zwei Fleecepullis sowie Thermoinnenfutter in Hose und Jacke sollten sich als gerade ausreichend für die sonnige, aber kalte Witterung herausstellen.
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Mein Ziel war das ehemalige NVA-Gelände Hangelberg bei Kraatz, auf dem Weg dorthin fuhr ich nach einer kurzen Autobahnetappe in Lanke am Obersee entlang und machte einen Abstecher zum Bogensee zur ehemaligen Jugendhochschule der FDJ. Über Liebenwalde und Zehdenick erreichte ich Gransee. Dort folgte ich der Ausschilderung zum Kieswerk Kraatz, welches unmittelbar an das ehemalige NVA-Gelände angrenzt, welches jetzt einen Windpark beherbergt.
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Auf dem Gelände kann man auf Schotterwegen um alte Bunker herumkurven oder auf sandigen Pisten seine Enduroskills verbessern. Wie es sich gehört, habe ich mich einmal im Flachen aufgemault und dann mich noch bei einer Bergaufpassage festgefahren. Parken am Hang für Fortgeschrittene. Da ich alleine unterwegs war, musste ich mich auch selber aus der Lage befreien. Es hat etwas länger gedauert, aber es hat geklappt. Erstmal das Motorrad auf die Seite gelegt um aus der Kuhle rauszukommen, die das Hinterrad gefräst hatte. Dann das Motorrad wieder aufgerichtet und quer zum Hang gestellt. Das Vorderrad musste ich noch umheben, damit es hangabwärts stand. Das ganze habe ich auch noch auf Video, das muss ich Euch mal noch zusammenschneiden. War lustig.
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This world ahead – coming home

Seit 15 Monaten war Rolf mit dem Motorrad unterwegs um die Welt, Samstag kam er zurück nach München und wurde gebührend von Freunden und Familie empfangen (unter anderem von unserem Alpenblitz-Mitfahrer Akki als Geleitschutz, im Video bei 2:05 zu sehen). Herzlich Willkommen zurück, Rolf!

Ein kurzer Beitrag in der Abendschau des BR, hoffentlich bald ausführlicher hier! Nicht wahr, Rolf?

This world ahead – Vier Monate Afrika

Vier Monate fuhr Rolf Lange von This World Ahead nun durch Afrika, der letzte Kontinent vor seiner Rückkehr nach Europa und ins heimische München. Vier Minuten können zwar nicht annähernd die Eindrücke wiedergeben, die Rolf während seiner Reise gesammelt hat, stimmungsvoll und fernwehfördernd ist es auf jeden Fall.


Mehr zu Rolfs Reise in seinem Blog oder auf Facebook.

Herbstausfahrt mit den Berlin Café Racern

Für Bruchstrichfahrer ist der 31.10. jedes Jahr die letzte Chance, nochmal Gummi auf den Asphalt zu bringen. Zweistellige Plusgrade und Sonnenschein lockten auch eine kleine Abordnung der Berlin Café Racer in den Norden von Berlin und rund um den Werbellinsee. Sehr schön wars.

Curves Magazin – Route des Grandes Alpes

Curves – Soulful Driving ist ein Liebhabermagazin für Menschen, die passionierte Auto, Motorrad oder Radfahrer sind und den Genuss und das Abenteuer der Straße suchen. Für Menschen, die schon die Planung einer Reise zelebrieren (das wäre dann ich), für die Schwärmer und Schwelger, die die Fahrt im Geiste durchleben, bevor sie sich dem echten Abenteuer hingeben.
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Die Ausgabe „Route des Grandes Alpes“ war die erste aus der Reihe der Curves Magazine und ist jetzt in neuer Auflage wieder verfügbar, komplett neu fotografiert. Die Route des Grandes Alpes wurde 1913 für fünf Teiletappen eröffnet und führt durch die Alpen zum Mittelmeer an die Cote d’Azur und überquert dabei 16 Hochalpenpässe. Neun dieser Pässe befinden sich über 2.000 Meter, darunter der höchste Straßenpass der Alpen, der Col de l’Iseran mit 2.770 Metern. Auf ca. 700 Kilometern Länge überwindet die Route einen Höhenunterschied von 15.700 Metern. Sie zählt zu den schönsten Strecken der Welt. Und sie ist unser Ziel im nächsten Jahr für den zweiten Teil unserer Alpenblitz-Tour.
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Neben 120 atemberaubenden Abbildungen finden sich in dem Magazin auch Höhen- und Streckenprofile der Gesamtetappe und fünf Tagesetappen mit MairDumont-Kartenmaterial. Die perfekte Grundlage für die eigene Tour. Für 15,00 € quasi ein Schnäppchen für nicht enden wollendes Touren-Kopfkino.

Krad-Vagabunden – Licht- und Schattenseiten einer Weltreise, Teil 2: Süd-Ost-Asien, Himalaya, Orient und Resozialisierung

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In der Weihnachtszeit des letzten Jahres war „Krad-Vagabunden: Licht und Schatten einer Weltreise“ meine Abendlektüre. Im ersten Teil ihres Weltreiseberichtes beschreiben Simone Dorner und Frank Panthöfer ihren Entscheidungs- und Planungsprozess zur Weltreise und ihren Trip durch Nord- und Südamerika sowie Neuseeland und Australien. Der nun erschienene zweite Teil schliesst dort an und schildert ihre Tour durch Süd-Ost-Asien, den Himalaya über die höchsten Pässe der Erde und durch heikle Länder wie Pakistan, Iran und Irak.

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Das Buch schildert neben den absoluten Glücksmomenten und spannenden Begegnungen auch die Schattenseiten einer derartigen Tour. Frustrierende Erlebnisse mit korrupten Grenzbeamten, komplett rücksichtslose Verkehrsteilnehmer in Süd-Ost-Asien und Indien, aber auch Frust und Entbehrungen (und das nicht nur nach dem kühlen Bier nach einer langen Tagestour).

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Wo andere Reisebücher enden, schweigen Simone und Frank die letzte große Herausforderung nicht tot: Heimkehr und Resozialisierung kosten Überwindung und viel Kraft. Und genau mit diesen Worten beginnt das Buch:

Eine eiserne Faust schließt sich um unsere Herzen, als wir vorm Ortsschild von Simons Heimatstadt anhalten. Das Abenteuer unseres Lebens ist vorbei! Dreieinhalb Jahre Motorradweltumrundung sind nun Geschichte. So sehr wir uns auf Familie und Freunde freuen, es fällt uns schwer, beim Gedanken an eine ungewisse Zukunft in Deutschland die aufsteigende Panik nieder zu kämpfen. Als wir damals aufbrachen, fühlten wir uns sehr verwegen – schließlich hatten wir den Mut aufgebracht, Job, Wohnung und manches mehr zu kündigen und unser sicheres, etabliertes Leben gegen eines voller Ungewissheiten, Herausforderungen und Entbehrungen zu tauschen. Nun scheint uns allerdings für die Rückkehr weit mehr Mut von Nöten als für’s Losfahren.

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Zu erhalten ist es als Taschenbuch und eBook direkt beim Autor (www.krad-vagabunden.de) und über Amazon erhältlich. Das Taschenbuch zu 14,95 EUR (inklusive Versand), das eBook zu 9,99 EUR.

(Bilder: Frank Panthöfer)

Drei Güllepumpen auf dem Weg nach Marrakesch

Es gibt kaum ein Gefährt, mit dem die Sanddünen Nordafrikas nicht unter die Räder genommen wurden. Vespas starteten bereits bei der Dakar-Rallye, ebenso wie Döschewoos. Warum also nicht auch mit drei Güllepumpen bis nach Marrakesch fahren, fragten sich drei Stuttgarter Jungs und fuhren nach dem Glemseck los Richtung Marokko. 7.000 Kilometer in 19 Tagen.

Den südlichsten Punkt ihrer Reise haben sie bereits erreicht, ihren Trip dokumentieren die Jungs fleissig auf Ihrer Facebook-Seite, von denen ich auch ein paar Bilder entliehen habe. Die Güllepumpen erweisen sich dabei als erstaunlich robust und auch dünentauglich. Kulturelle Aspekte werden auch nicht ausgelassen, die nordafrikanische Bierkultur wird nebenbei ebenfalls ausgiebig erforscht.

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Sonntagstour durch die Schorfheide und Westpommern

Viel zu lange musste meine treue GS in der Garage vor sich hinstehen, diese Jahr habe ich sie bislang wirklich vernachlässigt. Die letzte Tour bin ich im Februar mit ihr gefahren. Beim Alpenblitz ging ich mit der Ninette fremd. Höchste Zeit also, mal wieder ein paar Kilometer auf die Heidenaus zu packen.

Über die Dörfer machte ich mich auf in Richtung Schiffshebewerk Niederfinow und von dort aus weiter Richtung Hohenwutzen. Mit dem letzten Tropfen Sprit erreichte ich die Tankstelle auf polnischer Seite. Richtung Süden folgte ich dem Oderlauf und wieder einmal war ich das einzige Fahrzeug auf den Strassen. Ziel war die Fähre in Gozdowice, die mich wieder auf die deutsche Seite zurückbingen sollten. Im Internet gibt es verschiedenen Angaben zu den Fährzeiten, ich hatte natürlich die falschen notiert und stand um 10:30 am Fähranleger, das Boot legte auch gerade an, aber die polnische Fährfrau gab mir erstmal zu verstehen, daß jetzt „PAUSÄ“ wäre bis 11:00 Uhr (hier übrigens die richtigen Fährzeiten). So nutzte ich die verbliebene Zeit und fuhr ein Stück weiter nach Stary Bleszin und bog irgendwo links ab in Richtung Mieszkowice. Ein schöner Waldweg zum Endurowandern, wenn ich das nächste Mal mehr Zeit habe, fahr ich da weiter.

Zurück am Fähranleger erwartete mich ein alter Schaufelraddampfer, sehr pittoreskes und charmentes Verkehrsmittel. Für sechs Zloty oder einen Euro fünfzig brachte mich das Böötchen auf die andere Oderseite.

Von dort aus fuhr ich ziemlich willenlos über die Dörfer nach Berlin zurück und genoß das perfekte Motorradwetter. Muß ich wieder öfter machen. Hier noch die gefahrene Route:

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Alpenblitz 2015 – das Video

Keine sechs Wochen ist es her, als wir den Alpenblitz gefahren sind. Unsere Motorradtour durch Österreich und Italien bescherte uns siebzehn Pässe in vier Tagen: Hahntennjoch, Timmelsjoch, Stilfser Joch, Umbrailpass, Gaviapass, Tonalepass, Mendelpass, Nigerpass, Karerpass, Sellajoch, Grödnerjoch, Pordoijoch, Fedaiapass, Falzaregopass, Passo Tre Croci, Drei Zinnen sowie zum Abschluss die Großglockner Hochalpenstrasse.

Wer die genauen Tourenbeschreibung nachlesen will, hier sind die Blogposts dazu:

Vielen Dank an meine Mitfahrer HZ, Sebastian, Akki und Siggi, an Skarlett Röhner für das tolle Tourlogo, Stephan Meinherz für den tollen Song „Being Yourself“ zur Untermalung des Videos und nochmals an BMW Motorrad für die Bereitstellung meiner Alpenblitz-Reisebegleiterin R nineT.

Alpenblitz Tag 4 – Großglockner Hochalpenstrasse

Die Diskussion am letzten gemeinsamen Abend unserer Tour drehte sich unter anderem um das Wetter. Drei Tage hatten wir sehr viel Glück gehabt, aber für den Sonntag waren sich alle Wetter-Apps auf allen anwesenden Smartphones einig: spätestens ab 11:00 Uhr gibt es auf die Mütze, Gewitter galore. Da wir nicht von unserer ursprünglichen Route über die Großglockner Hochalpenstrasse abweichen wollten, einigten wir uns auf folgenden Plan: Aufstehen um 06:00 Uhr, Abfahrt um 06:30 sowie Straffung der Route durch das Pustertal durch Auslassen der Pustertaler Höhenstrasse.

Das mit dem frühen Aufstehen haben wir fast hinbekommen, zumindest rollten wir um kurz vor sieben Uhr morgens vom Hof. Nach einem letzten Blick auf die Drei Zinnen ging es talwärts Richtung Toblach, wo morgendliche Nebelschwaden gepaart mit dem morgendlichen Sonnenschein ein William Turner-eskes Bild zeichneten. Nach dem lausigen Kaffee im Hotel am Morgen machten wir an der ersten österreichischen Tankstelle einen Frühstückshalt und kamen in den Genuß von frischen Brezeln. Und deutlich billigerem Sprit als in Italien.

Der Weg durch das Pustertal war relativ ereignislos, aber wir kamen gut voran, da um die Uhrzeit kaum Verkehr da war. Pünktlich um 9 Uhr passierten wir das Mauthäuschen in Heiligenblut. Vierundzwanzigeurofünfzig wollen die haben. Für einmal über den Pass drüberrutschen. Aber wir wollten das ja so. Dafür nutzten wir auch alle zur verfügenden Straßen, am Kreisverkehr (echt jetzt) ging es erst mal links den Berg die Stichstrasse hoch Richtung Großglockner. Oben angekommen konnten wir den Rest eines Gletschers begutachten und das womöglich häßlichste Parkhaus in den Alpen. Daneben hatte ein Autohersteller ein Automuseum hingestellt, warum auch immer. Die Gebirgsbäche und kleinen und größeren Wasserfälle entlang der Auf- und Abfahrt waren allerdings ganz schön anzuschauen.

Die Großglockner Hochalpenstraße an sich war wirklich schon zu fahren. Gut ausgebaut und mit weiteren Kurven konnte man das Motorrad schön um die Ecke zirkeln. Das Panorama war auch einzigartig. Wenn man etwas mehr Zeit mitbringt, kann man mehrere Aussichtspunkte genießen und sich Ausstellungen zur Entstehung der Hochalpenstraße zu Gemüte führen. Mit dem schlechtem Wetter im Nacken bewegten wir uns allerdings etwas zügiger.

Die Abfahrt Richtung Zell am See war dann noch mal ein richtiger Bremsentest. Nach der Mautstelle Ferleiten machten wir eine kurze Pause und anhand der immer länger werdenden Autoschlangen an der Mautstelle sahen wir uns in unserem Frühstart einmal mehr bestätigt. Über Leogang und St. Johann in Tirol orientierten wir uns Richtung Kufstein. Furchtbar dröge 80 Kilometer bei sehr vollen Straßen, aber leider nicht vermeidbar.

Von Kufstein fuhren wir über die L37 über Wacht Richtung Bayrischzell, hier wurde es von der Strecke nochmal nett mit Kurven und einem schönen Alpental. Kurz vor Bayrischzell hatte uns das schlechte Wetter allerdings endgültig eingeholt und ein ordentlicher Gewitterguß zwang uns in die Regenpellen. Gott sei Dank war der schnell vorbei und wir schafften den restlichen Weg Richtung München halbwegs trocken.

Waren An- und Abfahrt zum Großglockner eher Durchschnitt, war die Hochalpenstraße schon ein sehr feines Stück Asphalt, daß man schon mal befahren haben sollte in seinem Motorradleben, auch wenn der Eintrittspreis nicht ohne ist. Aber hey, man bekommt einen Sticker dazu!

Alpenblitz Route Tag 4

Hahntennjoch, Timmelsjoch, Stilfser Joch, Umbrailpass, Gaviapass, Tonalepass, Mendelpass, Nigerpass, Karerpass, Sellajoch, Grödnerjoch, Pordoijoch, Fedaiapass, Falzaregopass, Passo Tre Croci, Drei Zinnen, Großglockner Hochalpenstrasse, siebzehn Pässe in vier Tagen. Erst hinterher ist mir aufgefallen, daß wir von den zehn höchsten Alpenpässen der Alpen fünf auf dieser Tour bereist haben:

1. Col de la Bonette, 2802 m
2. Col de l’Iseran, 2770 m
3. Stilfser Joch, 2758 m
4. Col d’Agnel, 2746 m
5. Col du Galibier, 2646 m
6. Passo di Gavia, 2618 m
7. Timmelsjoch, 2509 m
8. Großglockner-Hochtor, 2504 m
9. Umbrailpass, 2501 m

10. Großer Sankt Bernhard, 2469 m

Somit wäre ein Plan für die Tour im nächsten Jahr, die Top 10 voll zu machen. In der Reihenfolge Großer Sankt Bernhard, Col de l’Iseran, Col du Galibier, Col d’Agnel sowie Col de la Bonette ließe sich eine gute Route stricken. Ich fange mal an zu planen!

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