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Schlagwort: Rallye

Road2Rally – ein Einsteigerleitfaden für Rallye & Roadbook

Manchmal beginnt ein Abenteuer mit einer simplen Frage: Wie fange ich eigentlich an? Genau hier setzt Christoph Sautter an. Mit Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook hat er das Buch geschrieben, das er sich selbst zu Beginn seiner Rallye-Reise gewünscht hätte. Kein Hochglanz-Magazin, sondern ein ehrlicher, praxisnaher Begleiter für alle, die den Traum vom Rallyefahren endlich angehen wollen.

Vom Kindheitstraum zum Rallye-Fahrer

Chris kam nicht aus einer Motorsportfamilie. Motorradfahren war kein Thema, aber die Faszination Rallye Dakar hat ihn nie losgelassen. Über Umwege, eine Honda Dominator und viele lehrreiche Kilometer fand er schließlich den Weg in den Rallyesport. Heute ist er nicht nur Fahrer, sondern auch die Stimme hinter Dakar.FM, dem bekanntesten deutschsprachigen Rallye-Podcast.

Im Gespräch mit uns im TwinSpark Motorrad Podcast erzählt Chris, wie alles begann – von der ersten Ausfahrt auf der quietschbunten Dominator bis zu den ersten Roadbook-Kilometern in Südafrika. Er spricht offen über Rückschläge, über mentale Stärke und darüber, was passiert, wenn man sich endlich traut, loszufahren. Seine Geschichten von der Bosnien Rally, der Pharao Rally in Ägypten und dem Transitalia Marathon zeigen, wie nah Abenteuer und Überforderung beieinander liegen – und wie man daran wächst.

Das Buch: Mehr als ein Leitfaden

In Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook bündelt Christoph alles, was er selbst mühsam herausfinden musste. Das Buch erklärt, wie man ein Rallye-taugliches Motorrad vorbereitet, welche Ausrüstung wirklich zählt, wie Navigation per Roadbook funktioniert und welche Events sich für den Einstieg eignen. Unterstützt wird er dabei von erfahrenen Dakar-Piloten wie Tobias Ebster, Mike Wiedemann, Willem Avenant und Justin Gerlach, die ihre eigenen Tipps und Erfahrungen beisteuern.

Das Buch ist kein Technik-Manual, sondern eine Einladung. Rallye wird hier nicht als exklusiver Profi-Sport verstanden, sondern als Gemeinschaft von Menschen, die Abenteuer, Freiheit und persönliche Entwicklung suchen.

Roadbook2Rally – die Plattform zum Buch

Parallel zum Buch betreibt Christoph die Website Roadbook2Rally, die inzwischen zu einer wichtigen Anlaufstelle für Rallye-Fahrer geworden ist. Dort gibt es einen internationalen Rallye-Kalender, Trainingsübersichten und bald auch ein Rallye-Pedia mit Begriffserklärungen, Checklisten und Guides. Wer tiefer in die Szene eintauchen will, findet hier den richtigen Einstieg.

Zu Gast im TwinSpark Podcast

In unserer Podcastfolge mit Christoph spricht er über seine ganz persönliche Road2Rally: über Zweifel, erste Stürze, seine Faszination für die Wüste und den Moment, als er in Südafrika sein erstes Roadbook in der Hand hielt. Er erzählt, warum Rallye-Fahren auch mentale Arbeit ist, wie aus Rückschlägen Stärke wird – und wie man aus einem Traum ein Buch macht.

Fazit: Ein Buch für Träumer und Starter

Wer schon lange überlegt, wie man in den Rallyesport einsteigen kann, findet in Road2Rally – Einsteigerleitfaden Rallye & Roadbook einen ehrlichen, motivierenden und fachlich starken Einstieg. Es ist kein Lehrbuch, sondern eine Einladung, sich auf den Weg zu machen.

Das Buch ist seit September 2025 erhältlich, unter anderem bei Amazon. Und wer nach dem Lesen direkt Lust bekommt, selbst ins Rallye-Abenteuer zu starten, findet auf Roadbook2Rally alle Infos zum ersten Event.

Du bist neurierig geworden und willst ins Offroad fahren reinschnuppern? Dann kannst Du Dich hier über Offroadtrainings in Deutschland informieren.

Lawrence Hacking – Kanadas Dakar-Pionier und Rallye-Botschafter

Es gibt Menschen, deren Leistungen im Motorsport weit über einzelne Siege oder Platzierungen hinausgehen, weil sie Grenzen verschieben und Türen öffnen. Lawrence Hacking gehört zweifellos zu diesen Pionieren. Lawrence wer? Falls euch der Name nicht direkt bekannt vorkommt: Lawrence Hacking ist ein kanadischer Motorradrennfahrer, dem 2001 etwas gelang, was zuvor noch kein Landsmann geschafft hatte – er erreichte auf einer Honda XR650R das Ziel der legendären Rallye Dakar.

Seine Motorsportkarriere begann früh mit Motocross und Enduro, aber sein Herz schlug besonders stark für extrem anspruchsvolle Offroad-Rallyes. Die Dakar Rallye wurde für ihn zur ultimativen Prüfung. Seine Erfahrungen hat er in seinem Buch „To Dakar and Back“ festgehalten. In Kanada gilt er als Botschafter und Förderer des Rallyesports. Durch seine journalistische Tätigkeit, seine Vorträge und Events, die er selbst organisiert, öffnete er für viele Landsleute erstmals die Tür in eine Motorsport-Welt, die in Nordamerika zuvor nur wenig Beachtung fand.

Wenn ihr euch jetzt fragt, warum Lawrence Hacking heute hier Thema ist: Gerade bin ich auf ein spannendes Video gestoßen, in dem er seine Dakar-Erfahrungen schildert. Inszeniert wurde die Kurzdokumentation von seinem kanadischen Landsmann Mark Bone.

Es lohnt sich absolut, ihm zuzuhören – nicht nur wegen der packenden Erzählungen, sondern auch wegen seiner bodenständigen und inspirierenden Art:

Scramble Bee Rallye

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Inspiriert vom Scrambler Fever, bei dem die Jungs der Halle 8 dieses Jahr mitfuhren kamen die Freunde alter Bultacos, Montesas und BSAs auf die Idee, eine ähnliche Veranstaltung in Berlin durchzuführen. Und so startet an diesem Wochenende die erste Scramble Bee Rally rund um Berlin.

Zugelassen sind Classic Scrambler: zwei Federbeine hinten oder Starrahmen, Stollenreifen werden empfohlen. Die Maschine muss natürlich zugelassen sein, da es auch über öffentliche Strassen geht.

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Treffpunkt ist am Samstag, 08. Oktober ab 08:00 in der Kühnemannstr. 21-45 in Berlin-Wedding. Es gibt Kaffe und Croissant, alle Teilnehmer müssen sich einschreiben, anschließend erfolgt die Abnahme der Karren. Um 09:30 ist Fahrerbesprechung und ab 10:00 starten wird einzeln im Zwei-Minuten-Takt gestartet.

Als besonderes Schmankerl steht unterwegs auch eine Cross-Strecke zur Verfügung steht und wo sich die Teilnehmer zwei Stunden lang austoben können. Danach gibt es ein kleines Mittagessen und nach weiteren Stationen ist die Rückkehr nach Berlin so gegen 16-17:00 Uhr geplant. Es gibt Suppe zu Abend und nach der Siegerehrung wird gemeinsam noch ein wenig in der schönsten Werkstatt / Man Cave Berlins gefeiert. Open end mit Lagerfeuer, Merguez vom Grill und Kaltgetränken. Wer jetzt nicht das passende Bike zur Teilnahme hat, ist auch abends zum Feiern sehr willkommen.

Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung erforderlich per E-Mail an mail@scramblebee.androll.de erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Veranstaltung findet auch bei Regen statt! Mehr Informationen auch auf der Website und im Facebook-Event.

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Mehr hier.

Per Ardua Ad Dakar

Die skurrilsten Geschichten des Lebens offenbaren sich einem oft auf versteckte Art und Weise. So las ich heute auf der sehr zu empfehlenden Seite Motorsport Retro eine Bericht über vier Franzosen, die die 1980er Rallye Paris Dakar auf 200er Vespas bestritten. Und von denen zwei sogar ins Ziel kamen.

So bekloppt dieses Vorhaben schon anmuten mag, ein sehr viel bekloppteres fand ich in den Kommentaren unter dem Artikel. Hier meldete sich Jean Berthelot als erstes zu Wort mit der Geschichte seines Vaters Jean-Eugene Berthelot, der sich 1953 anschickte, auf einer – wie es auf dem Bildern aussieht – Vespa 125 U den Weg aus der Bretagne nach Dakar unter die Räder zu nehmen. Über 5.000 km, alleine. Warum? Das beschreibt er am besten mit den eigenen Worten:

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Jean-Eugene Berthelot vor der Abfahrt in Nantes (Foto: Jean Berthelot)

In 1953, my dad Jean-Eugene Berthelot went from Nantes in Britanny (France) to Dakar. Through the Sahara, solo. No support whatsoever!

He fell numerous times. Over ice in Spain and quick sands in the desert. Repaired his own Vespa when needed: from tire changes to cracked engine blocks and countless body reapairs and spark plugs changes. As equipment, he also had a 10.5 mm rifle on the side to deal with lions or bandits if necessary. His scooter weighed over 250 KG with the fuel and water.

The aim – apart from the trip itself – was to deliver a bottle of Muscadet (french wine from the Loire valley) to the governor of Dakar. Which he did. How the bottle survived is a miracle!

Eine Flasche Weisswein. Nach Dakar. Nur so. Weil es geht. Hammer!

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