Kettenritzel.cc

Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Offroad (Seite 1 von 2)

Husqvarnas 2017er Modelle


Was gibt es launigeres als die neue Modellgeneration Enduromaschinen mit einem actionreichen Offroadvideo vorzustellen.
Alle wichtigen Informationen zum 2017er Lineup von Husqvarna findet ihr bei Derestricted.

Trialkurs mit der Elmar Heuer Trialschule – das Video


Neulich beim Aufräumen des Computers: huch, da sind ja noch die Videos vom Trialkurs. Ein sehr lustiger Tag war das.
Wer Lust hat, es selber mal auszuprobieren, der nächste Kurs im Berliner Raum findet am ersten Juliwochenende statt.

Home Ground – Where the Dust Never Settles

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wer David Ellis ist. Aber nach dem folgenden Video zu urteilen, hat er massive Cojones und derbe Enduro Skills.

Genau das richtige um mit einem massiven „BRAAAAAAAAAAP“ ins Wochenende zu starten.
(via)

Im Sand spielen für große Jungs

Die gestrige Etappe der Dakar Rallye durch die Dünen von Fiambalá hat das Teilnehmerfeld extrem durchgeschüttelt. Die Fahrer waren allesamt froh, daß es kurz vor der Etappe noch geregnet hatte und der Sand dadurch nicht noch weicher war.
Wer beim Anschauen der Fernsehbilder Lust bekommen hat, sich auch mal so richtig im Sand auszutoben, muss in mitteleuropäischen Gefilden schon lange suchen. Gut, man kann sich auch auf eine Güllepumpe setzen und nach Marrakesch fahren um auf den Sanddünen Nordafrikas herumzugurken.
Eine Berlin naheliegendere Wüste findet sich eine stramme Motorrad-Tagesetappe von Berlin entfernt in Polen. Kein Scherz. Die Błędów-Wüste liegt in der Nähe von Krakau zwischen Błędów und Klucze.
Pustynia_Błędowska_1
Pustynia_Błędowska_2
(Fotos via Mo2oXplorers)


Das Gebiet ist of 32 km2 groß, durchschnittlich ist der Sand bis zu 40m tief, was die Błędów-Wüste zur größten inländischen Ansammlung von losem Sand in Europa macht (jenseits der Küstenstrände). Auch die Dünen haben ganz ordentliche Ausmaße, wie man hier gut um Video sehen kann.
Wer nicht ganz so weit fahren möchte, kann auch die größte deutsche Wüste besuchen. Die Lieberoser Wüste ist eine rund fünf Quadratkilometer große sandige Offenfläche innerhalb der Lieberoser Heide in Brandenburg, rund 95 Kilometer südöstlich von Berlin und 20 km nördlich von Cottbus. Da es sich hierbei aber um ein mit Munitionsresten kontaminiertes Gebiet handelt, darf es leider weder betreten noch befahren werden.

Mit der Enduro im Sand spielen

Hier noch das versprochene Bewegtbild zu meinem Ausflug in die Sandkiste auf dem ehemaligen NVA-Gelänge am Hangelberg bei Kraatz inklusive meines Hangparkmanövers.  Mein dilletantisches Offroad-Rumgeeier ist noch sehr ausbaufähig, aber Spaß hat es gemacht. Das nächste Mal mach ich das einen Gang höher und mit mehr Gas. Wer kommt mit?

Im Sand spielen from Alexander Hauser on Vimeo.

Jahresabschlussfahrt 2015

20151230_Jahresabschlussfahrt_0
Im Morgengrauen und bei frischen 0 Grad startete ich heute morgen zur letzten Ausfahrt des Jahres 2015. Vor zwei Tagen war es noch zehn Grad wärmer, aber es gibt kein schlechstes Wetter, nur die falsche Kleidung. Wie das sprichwörtliche Michelinmännchen schwang ich mich aufs Mopped. Zwei Satz Winterunterwäsche, zwei Fleecepullis sowie Thermoinnenfutter in Hose und Jacke sollten sich als gerade ausreichend für die sonnige, aber kalte Witterung herausstellen.
Route_Jahresabschlussfahrt
20151230_Jahresabschlussfahrt_1
Mein Ziel war das ehemalige NVA-Gelände Hangelberg bei Kraatz, auf dem Weg dorthin fuhr ich nach einer kurzen Autobahnetappe in Lanke am Obersee entlang und machte einen Abstecher zum Bogensee zur ehemaligen Jugendhochschule der FDJ. Über Liebenwalde und Zehdenick erreichte ich Gransee. Dort folgte ich der Ausschilderung zum Kieswerk Kraatz, welches unmittelbar an das ehemalige NVA-Gelände angrenzt, welches jetzt einen Windpark beherbergt.
20151230_Jahresabschlussfahrt_2
20151230_Jahresabschlussfahrt_3_Bogensee
20151230_Jahresabschlussfahrt_4
20151230_Jahresabschlussfahrt_5
Auf dem Gelände kann man auf Schotterwegen um alte Bunker herumkurven oder auf sandigen Pisten seine Enduroskills verbessern. Wie es sich gehört, habe ich mich einmal im Flachen aufgemault und dann mich noch bei einer Bergaufpassage festgefahren. Parken am Hang für Fortgeschrittene. Da ich alleine unterwegs war, musste ich mich auch selber aus der Lage befreien. Es hat etwas länger gedauert, aber es hat geklappt. Erstmal das Motorrad auf die Seite gelegt um aus der Kuhle rauszukommen, die das Hinterrad gefräst hatte. Dann das Motorrad wieder aufgerichtet und quer zum Hang gestellt. Das Vorderrad musste ich noch umheben, damit es hangabwärts stand. Das ganze habe ich auch noch auf Video, das muss ich Euch mal noch zusammenschneiden. War lustig.
20151230_Jahresabschlussfahrt_11_Hangelberg


20151230_Jahresabschlussfahrt_16_Hangelberg
20151230_Jahresabschlussfahrt_17_Schloss_Liebenberg
20151230_Jahresabschlussfahrt_18

Riding with Zipty Husqvarna’s Justin Morgan

Riding with Zipty Husqvarna’s Justin Morgan from Beau Cottington on Vimeo.

(via Derestricted)

West Thailand Enduro

Mike Hohman ist mit seinen Kumpels 1.500 km in 7 Tagen gefahren, von Chiang Mai nach Bangkok über Staubpisten, Steine und durch den Dschungel. Und auf einem kleinen Bambusfloß. Harter Trip in Hammer-Bildern erzählt:

West Thailand Enduro, CNX to BKK By Dirt from Mike Hohman on Vimeo.

Die ganze Geschichte findet ihr hier zum Nachlesen!

Endurofunten-Tour – das Video

Vielen Dank an Kamerakind Sven, der zwischendrin die GoPro am Heck seiner KTM hatte. Es wackelt zwar dolle, aber macht Spaß!

Edit:
Irgendwie hat das direkt aus iMovie in Vimeo publizieren die Qualität beeinträchtigt. Ich habe es daher nochmal bei YouTube hochgeladen:

Brandenburg-Tour mit den Endurofunten

Um den gestrigen Tag mal in Zahlen zu beschreiben: 320 Tageskilometer, 260 davon auf der Endurofunten-Tour, von denen wir 90% auf nicht-asphaltierten Strassen, stehend in den Fußrasten verbrachten. Heute habe ich den zweitschlimmsten Ganzkörpermuskelkater meines Lebens, härter war es nur nach meinem ersten Tag Wakeboarden.

Endurofunten-Brandenburg-Tour

Auf jeden Fall war das das härteste, was ich je auf meinem Motorrad erlebt hatte. Es ging los morgens um 9:00 am Treffpunkt in Bergfelde bei Berlin, insgesamt fanden sich 12 Fahrer ein. Alle auf KTM, Beta oder anderen Hardenduros. Wäre zum Schluss nicht noch ein Fahrer mit einer Africa Twin gekommen, wäre meine F650 GS mit Abstand das schwerste Mopped im Pulk sein. Wie es schien war ich der einzige Enduro-Rookie. Als die Fahrer dann auf zwei Gruppen verteilt wurden, schloss ich mich der gemäßigteren an.

endurofunten1

endurofunten2

endurofunten3

Die Streckenführung ging grob über Henningsdorf, Velten, Oranienburg, durchs Löwenberger Land, kurz vor Rheinsberg hatten wir glaube ich den nördlichsten Punkt erreicht, von dem aus es über Gransee und Liebenwalde wieder zurück nach Bergfelde ging. Landstrassen waren nur kurze Verbindungsetappen zwischen Feld- und Waldwegen, Äckern und Bahndämmen.

Die Pace war erstaunlich schnell, speziell am Vormittag musste ich permanent am oder über meinem Limit fahren. Vor allem auf sandigem Untergrund ging mir der Puls, damit konnte und kann ich nicht umgehen. Natürlich hatte ich im Vorfeld der Tour den einen oder anderen Ausflug auf nicht-asphaltierten Untergrund unternommen, auch auf Sandpisten in der Müritz. Ich hatte mir – beispielsweise hier und hier – die verschiedensten Tips zu Fahrtechniken durchgelesen. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied vom Wissen darüber, daß man bei einem schlingernden Hinterrad auf Sand mehr Gas geben muss um das Motorrad zu stabilisieren bis zur praktischen Umsetzung, wenn dein Unterbewußtsein laut schreit „Langsaaaamer“.

So prügelte ich mich und meine GS mit 60-70 Sachen über die Feldwege und lernte nur langsam die angelesenen Fahrtipps umzusetzen, wie das stärkere Arbeiten mit der Kupplung in den Kurven statt die Bremse zu benutzen. Am Nachmittag ging das schon viel besser und ich wuchtete meine Dicke schon einigermassen enduromäßig ums Eck. Trotzdem kam es noch zu einigen grenzwertigen Szenen auf Sand oder Schotter, wobei ich die GS nur einmal ablegen musste und das bei langsamer Fahrt auf Sand. An das springende Hinterrad gewöhnte ich mich und auch daran, den Lenker nicht wie einen Schraubstock zu umklammern sondern dem Motorrad etwas Spielraum zu geben.

endurofunten4

endurofunten5

endurofunten6

endurofunten7

Als ich schon dachte, ich wäre ganz gut unterwegs, überholte uns die schnellere Gruppe in einem Waldstück und ich fühlte mich als ob ich parken würde. Irre. Ihr werdet das im Video sehen, daß ich noch zusammenschneiden muss. Unser Tourguide Sven fuhr nach meinem Dafürhalten eine sehr schnelle Pace, zwischendrin wurde immer auf die anderen gewartet, aber da der Fahrer der Africa Twin oder ich immer das Schlusslicht der Truppe bildeten hatten wir kaum eine Verschnaufpause, da Sven sofort wieder anfuhr, als wir die anderen wartenden Fahrer erreichten. Am Vormittag ging das noch, aber am Nachmittag schwanden langsam die Kräfte, da wurde es schon nervig. Ein Vorteil für uns war, daß die kleinen Maschinen auch kleine Tanks hatten und zweimal zum nachtanken fahren mussten. Da konnten wir uns mal 10 Minuten ausruhen, bevor es weiterging. Einmal ging einem Fahrer unterwegs das Benzin aus, hier zeigte es sich als Vorteil, ein Dickschiff wie die Africa Twin dabei zu haben, das konnte einen Liter erübrigen, welches wir in eine PET-Flasche abzweigten. Das reichte dann bis zur nächsten Tanke.

endurofunten8

endurofunten9

Auch so eine Kleinigkeit: schon beim morgendlichen Treffen hatte ich mich als Offroad-Grünschnabel zu erkennen gegeben. Eher zufällig kamen wir dann im Gespräch auf das Thema Reifendruck und Sven gab mir dann den Tipp, beim ersten Tankstopp den Luftdruck vorne auf 1,5 bar und hinten auf 1,3 bar zu senken, um den Grip abseits der Strasse zu erhöhen. Hätte ich mir auch denken können, aber eine kurze, strukturierte Einweisung am Morgen für Neulinge (oder als Hinweistext im Bestätigungsschreiben) hätte ich besser gefunden.

endurofunten10

endurofunten11

endurofunten12

endurofunten13

Nachdem wir am Vormittag schon bei Velten in einem kleinen Enduropark hielten, in dem vor allem die schnellere Gruppe ihren Spaß hatte, fuhren wir an Nachmittag am Hangelberg bei Kraatz in ein ehemaliges NVA-Militärgelände. Zwischen den Bunkern durchzubraten machte einen Heidenspaß und bei der einen Anhöhe versuchte sich sogar der Kollege mit er Africa Twin im Hillclimb:

Genau an der Stelle legte ich meine GS zum zweiten Mal an diesem Tag nieder. Ich folgte als zweiter im Pulk unserem Teamleader Sven den Berg hoch und oben war leider das kleine Mäuerchen im Weg, auf das ich nicht vorbereitet war. Aber alleine diesen Anstieg ungesehen aus voller Fahrt zu nehmen hätte ich mich am Vormittag wahrscheinlich nicht getraut.

Am späteren Nachmittag sollte sich das hohe Tempo und die geringen Pausen bei mir bemerkbar machen. Die Oberschenkel brannten und die Konzentration lies deutlich nach. So viel Passagen wie möglich versuchte ich im Sitzen zu fahren, was allerdings ob der vielen Bodenwellen auf den Pisten kaum möglich sein sollte. Und meine GS hatte hierfür einfach nicht ausreichend Federweg. So oft gingen die Dämpfer auf Block und ich schlug mit dem Motorschutz oder dem Hauptständer auf dem Boden auf. So heftig, daß sich beim Seitenständer die Bodenplatte verbog. Irgendwann kurz vor Schluss ließ ich die Truppe ziehen und fuhr mit einem anderen Teilnehmer auf dem asphaltierten Weg nach Bergfelde zurück. Wenn es auch nur die letzten 20 Kilometer waren, aber ich war einfach durch und hatte schon in der halben Stunde zuvor zwei, drei haarige Situationen, wo ich die GS fast in den Wald geschmissen hätte. Wir waren zwar nur fünf Minuten vor den anderen am Treffpunkt, aber dafür an einem Stück.

Insgesamt war mir der Pausenanteil viel zu gering. Wir hatten zwei Tankstopps à 10 Minuten und eine kleine Mittagspause von 20 Minuten gemessen an einer Tagesfahrzeit von 8 1/2 Stunden. Bei jeder regulären Tour dieser Länge auf Asphalt hätte ich mehr Pausenzeiten eingeplant. Vielleicht ging es den anderen anders, aber die waren auch keine Neueinsteiger wie ich. Aber zumindest wurde das Tagesziel „Mopped ordentlich einsauen“ voll erreicht:

endurofunten14

endurofunten15

Mein Fazit zu dieser Tour: für Anfänger ohne Vorkenntnisse wie mich nur bedingt zu empfehlen. Wenn, dann nur mit einer „richtigen“ Enduro und keiner Reiseenduro wie meiner F650 GS. Zur Not eine anmieten für den Tag. Auf jeden Fall waren die Pausen viel zu gering für die Tourlänge und das anspruchsvolle Gelände.

Und merkt Euch: nur weil ihr Stollenreifen auf dem Mopped habt, könnt ihr noch lange nicht offroad fahren!

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén