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Schlagwort: Motorradtraining

Motorrad-Reise-Enduro-Training beim ADAC

Dinge, die man nicht oft genug machen kann: Motorrad-Trainings. Vor ein paar Wochen hatte ich mich schon mal dazu ausgelassen. Wenn ich mich mal selber zitieren darf:

Ihr habt ein neues Motorrad, mit dem ihr noch nicht so ganz vertraut seid? Macht ein Training!

Den eigenen Rat zu Herzen genommen, buchte ich mich fürs Wochenende beim ADAC in Linthe zu einem Reiseenduro-Training ein. Schließlich hatte ich mein neues Motorrad noch nicht im Training bewegt. Das größere Ziel ist ein Trainingswochenende beim Enduro Action Team. Das ADAC-Training sollte das kleine Warmup dazu werden. Ein bisschen Zweifel hatte ich, ob die als Einsteigertraining ausgewiesene Veranstaltung ggf. zu langweilig werden könnte. „An den Basics kann man immer arbeiten!“ dachte ich mir dann aber.

So klingelte Sonntags um 6:00 der Wecker, denn die Trainings beginnen bereits um 08:00 Uhr. Die Morgensonne begleitete mich und ich hatte sogar noch die Zeit, ein Stück Landstrasse durch den Hohen Fläming bis nach Linthe mitzunehmen.

Dort angekommen formierte sich unsere Trainingsgruppe um unseren Trainer Peer. Mit meiner F800GS war ich bischen der Exot, alle anderen fuhren GS-Boxer, von 1100 über 1150, 1200 bis zur neuesten 1250er war alles vertreten. Die einzige Ausnahme bildete ein Teilnehmer mit einer brandneuen Triumph Tiger 900 GT.

Die erste Trainigseinheit am Vormittag verbrachten wir erstmal auf Asphalt. Bergauf- und Bergabbremsungen jeweils nur mit Vorder- oder Hinterradbremse, im Schrittempo am Lenkeranschlag wenden, Notstopp am Berg. Oder wie der Trainer es nannte: „Was tun, wenn der Berg gewinnt?“ In dem Falle die Maschine durch Motor abwürgen mit eingelegtem Gang zum Halten bringen. Anschliessend Lenker an den Anschlag bringen und durch ganz zartes Dosieren der Kupplung rückwärts rollen lassen um die Maschine parallel zum Berg bringen. Anschließend durch wechselnde Lenkereinschläge das Vorderrad dazu bringen, bergab zu rutschen um eine ungefährdete Linie bergab zu haben.

Am späteren Vormittag ging es dann auf den Offroadparcours. Fahren auf Sand war angesagt. Für mich so ein bisschen der ungeliebte Endgegner. Um es richtig zu lernen, standen wir vor der „Elefantengrube“, einer tiefen, mit Sand gefüllten Senke. Aber auch mit einer dicken Adventure-GS mit wenig Profil auf den Strassenreifen war die Durchfahrt durch das Becken zu bewältigen, wie unser Trainer zeigte. Und ich muss gestehen, ich gewöhnte mich immer mehr daran. Erstmal mit den Füßen noch unterstützend am Boden. Dem Vorderrad etwas Spiel geben, damit es sich durchpflügen kann und vor allem wie bei allen anderen Fahrmanövern auch den Blick in der Ferne gerichtet und nicht auf das Terrain kurz vorm Vorderrad. Wenn man auch bei langsamen Tempo die Balance gut halten kann, findet das Motorrad schon seinen Weg.

In Zweierteams fuhren wir Runden durch unseren Parcours, später ergänzt mit Bergauf- und Bergabpassagen. Ich hatte mich mit Achim zusammengetan, lustigerweise kam er aus meiner schwäbischen Heimat. In Brandenburg machte er gerade Urlaub und nahm das Endurotraining als passende Abwechslung mit. Wir ergänzten uns sehr gut und mussten eher den anderen beim Motorrad aufheben helfen. Zwei, drei der Teilnehmer hatten durchaus zu schaffen mit den noch leichten Offroadbedingungen. Nach leichten Stürzen strichen auch zwei Mitfahrer die Segel und brachen das Training ab.

Später am Nachmittag hatten wir das gesamte Offroadgelände für uns und konnten uns durch schmale Pfade im Wald wühlen, auf Waldboden, Sand und Schotter in unterschiedlichster Körnung und Konsistenz. Die hohen Temperaturen den Tag über zehrten aber an der Kondition, viele Trink- und Verschnaufpausen halfen da, die Konzentration dennoch hoch zu halten.

Mach 8 Stunden Training ging es zurück nach Hause. Insgesamt fand ich es gut aufgebaut, an den Grundlagen konnte ich gut weiter feilen. Beim nächsten Training darf es aber gerne etwas anspruchsvoller sein.

Auf der Heimreise fiel die 50.000 Kilometer-Marke. Ich kann meine Maschine also als gut eingefahren bezeichnen. Mögen viele, spannende Kilometer auch abseits asphaltierter Strassen folgen.

ADAC Motorrad-Top-Training in Linthe

Versuch macht klug, Übung macht den Meister. Bitte weitere Phrasen hier einfügen.

Auch wenn ich in über sechs Motorradjahren reichlich Kilometer abgespult habe, würde ich mich nicht als versierten Motorradfahrer bezeichnen. Erfahrung habe ich gesammelt auf Maschinen von 22 PS bis über 200 PS, vom Roller über Enduro bis hin zum Supersportler. Komplett analog bis hin zu allen erdenklichen Assistenzsystemen.

Trotz dieser Bandbreite an Fahrpraxis habe ich mir selber schon nach meiner Führerscheinprüfung auferlegt, regelmässig Fahrertrainings zu absolvieren. Über die Jahre habe ich mir in den aufeinander aufbauenden Trainings beim ADAC bis zum Top-Training hochgearbeitet. Bereits bei der Anmeldung wird darauf geachtet, daß die zugrunde liegenden Motorrad-Intensiv-Training sowie Motorrad-Perfektions-Training absolviert wurden. Ziel des Motorrad-Top-Trainings ist, noch den letzten Schliff für die eigene Fahrweise zu bekommen und zu lernen, auch unter extremen Bedingungen die Kontrolle über Ihr Fahrzeug behalten.

Internationaler Polizeimotorradsport

Das Auftauchen der Rennleitung wird nicht von jedem Motorradfahrer mit Freude begrüßt. Dabei vergißt man schnell, daß Polizeimotorradfahrer eben auch Motorradfahrer sind (ich hatte hier auch schon diverse Backlinks aus einem Polizeimotorradforum ;-)). Wenn ihr ein Polizeimotorrad grüßt, grüßen die meistens auch zurück.

Um überhaupt Polizeimotorradfahrer zu werden, muß man schon ein sehr gut qualifizierter Kradführer sein. Ohne derbe Skills kann man keine große Polizeiharley durch einen engen Parcours zirkeln wie der Sheriff hier:

Japaner nehmen viele Dinge sowieso viel ernster als der Rest der Welt. Auch die Ausbildung zum Motorradpolizisten. Neuerdings haben die auch Enduros im Fuhrpark für den Einsatz in Katastrophengebieten nach einem Erdbeben oder ähnlichem, wenn die Verkehrsinfrastruktur nicht mehr intakt ist:

Noch toller ist immer noch die Motorradsportgruppe der Berliner Polizei. Pyramide, Hubschrauber, es gibt nichts, was die Jungs auf ihren Motorrädern nicht machen. Und achtet mal auf die alten BMW-Maschinen:

Aber am besten sind immer noch die leuchtenden Augen meiner Jungs, wenn die bei der nächsten Strassensperrung in Berlin beim Halbmarathon oder Marathon auf einem Polizeimotorrad sitzen dürfen. Dann sind Papas Maschinen sowas von Schnee von gestern. Denn sie haben ja weder Blaulicht noch Martinshorn!

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