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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Motorradstiefel

ICON 1000 Elsinore Motorradstiefel

„Schon wieder neue Motorradbotten?“ wird sich der eine oder andere Leser fragen. Der Kerl hat sich doch vor gerade einem Jahr welche gekauft. Ja, das ist richtig. Die Alpinestars Roam 2 fahre ich nach wie vor gern. Sie haben nur einen Nachteil: die Sohle wird bei nasser Fahrbahn schnell rutschig und das Sohlenprofil taugt so gar nicht für Ausflüge in den Dreck. Also mussten noch Stiefel fürs Gröbere her. Sie sollten nicht nur funktional sein sondern auch möglichst nicht Kacke aussehen. Was bei vielen Motorradstiefeln aber der Fall ist.

Eine der wenigen Ausnahmen waren da die ICON 1000-Modelle „Prep“ und „Elsinore“. Um beide bin ich schon seit längerem in Gedanken herumgeschlichen. Was mich von der Bestellung bisher abhielt war der Umstand, daß beide Modelle nur einem von mir verhassten Onlinehändler zu bekommen waren. Letztendlich hat dann aber der „Haben-Wollen“-Faktor überwogen und ich habe sie online bestellt, sogar zu einem vergünstigten Preis. Es kam, wie ich es von diesem Onlinehändler gewohnt war: obwohl auf der Website eine Lieferzeit von 3-5 Tagen angezeigt wurde, dauerte die Lieferung fast drei Wochen. Und beschädigt waren sie auch, beim Schutzpolster für den Innenknöchel war die Naht aufgerissen. Das hat dann aber meine Frau schnell repariert.

Und da sind sie nun:

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Bestellt habe ich sie eine Größe größer, was eine gute Entscheidung war, denn vor allem der Schaft ist sehr schmal geschnitten. Man kann die Schaftgröße zwar über die einzelnen Schnallen regulieren, aber gerade für Menschen mit Bergsteigerwaden könnte es da bißchen eng werden.

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Mit Metall-Fersenplatte, Knöchel- und Schienbeinschutz und robuster Goodyear-Sohle ist dieser vom klassischen Endurostiefel inspirierte Schuh auf jeden Fall ein Geselle fürs Grobe.

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Da der Vorderschuh hier etwas höher baut als beispielsweise bei den Alpinestars kommt man beim Schalten nicht ganz so ballerinamäßig unter die Schaltraste, aber man gewöhnt sich dran. Der Laufkomfort ist gut, auch wenn der Schuh etwas schwerer ist. Was die Standfestigkeit im Modder angeht, werde ich diese beim nächsten Ausflug in die brandenburgischen Gehölze testen.

Neben dem hier gezeigten Schwarz ist der Schuh auch in einem sehr schönen Braunton zu haben. Laßt Euch bitte von den online verfügbaren Abbildungen nicht täuschen, die Nähte sind in gelb ausgeführt, nicht in weiß, wie ich anhand des Bildes im Onlineshop erst dachte. Preislich liegt er zwischen 220 und 250 Euro.

Tradition trifft Ikone: Norton Zip Biker Boots

Seit 1825 werden bei Clarks Schuhe hergestellt. Fast 190 Jahre später – auch bei den Engländern will Gut Ding Weile haben – haben sich die Schuhmacher mit einer der traditionsreichsten englischen Motorradmarken zusammengetan, um Biker Boots herzustellen. Herausgekommen dabei ist die fünf Stiefel umfassende „Clarks X Norton“-Kollektion, deren Flagschiff ich testen durfte: die Norton Zip Biker Boots.

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Die Schuhmodelle von „Clarks X Norton“ begeistern durch hochwertiges, schweres Leder, Doppelnähte und verstärkte Applikationen für den Gangwechsel. Zusätzlich sind sie mit reflektierenden Absatzeinsätzen, rutschfester Sohle, verstellbaren Elementen und Konstruktionsschrauben ausgestattet. Der Norton Zip ist ein schwerer, rahmengenähter Biker-Stiefel für Herren. Aus der gesamten Kollektion sprach mich der Stiefel optisch am meisten an, da er sehr klar gestaltet ist. Zwei Schnallen, Heckeinstieg durch den hinten am Schaft befindlichen Reißverschluss, vorne die Schaltwippenverstärkung, fertig. Bei der Optik ist es fast zu schade, die Jeans über den Boots zu tragen.

Der relativ hohe Schaft deckt das halbe Schienbein ab. Auf Sicherheitsfeatures wie Knöchelschutz oder Fersen- und Zehenkappe wurde bei dem Stiefel verzichtet, auf der Rennstrecke oder der längeren Tour würde ich daher meine herkömmlichen Motorradstiefel anziehen.

Die Schuhe selber fallen groß aus. Trage ich bei meinen anderen Motorradstiefeln eine 45, ist bei den Nortons die 44 angesagt und selbst da könnte ich noch eine Sohle einlegen, damit sie besser sitzen. Man muss aber auch dazu sagen, daß ich einen relativ schmalen Fuß habe. Bevor ihr also bestellt, schaut Euch lieber nochmal die Maßtabelle auf der Clarks-Website an.

Das grobe Sohlenprofil gibt einem einen sicheren Stand auf den Fußrasten und auch auf nasser Fahrbahn, hier zum Beispiel haben meine Alpine Star eine deutliche Schwäche. Nicht so die Norton. Der Fahrkomfort ist auch gut, schalten und bremsen ist ohne Einschränkungen gut möglich (ich hatte da auch schon andere Stiefel an, da war das nicht so).

Die stattlichen Boots kosten 290 Euro und sind online hier erhältlich.

Vielen Dank an Christoph Niemöller für die Fotos und Urban Motor für das Bereitstellen des Moppeds. Die Ahrenson NULL3 ist übrigens zu verkaufen, Details unter info@urban-motor.de.

 

Neue Boots: Stylmartin Sunset

Für die schnelle Runde in der Stadt zieht keiner von uns gerne die dicken Motorradbotten an, da kommen gerne mal die Turnschuhe oder Chucks zum Einsatz. Sicherheitstechnisch nicht die erste Wahl, aber bequemer. Für die Gelegenheiten kommen bei mir ab sofort die Stylmartin Sunset zum Einsatz. Sieht aus wie ein normaler Turnschuh, kann aber mehr:

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Die Stylmartin haben Knöchelprotektoren sowie Verstärkungen im Zehen- und Hackenbereich. Die Schaltverstärkungen auf dem Vorderschuh wirken eher wie eine
modische Akzentuierung statt einem funktionalen Detail.

Das Obermaterial ist gemischt aus Wildleder und Stoff, atmungsaktives Netzfutter kleidet den gesamten Innenbereich aus. Wahlweise gibt es graue oder neonfarbene Laces, letztere hatte ich probehalber eingeschnürt, fand das Ergebnis aber etwas overdone.

Zu beziehen gibt es die Stylmartin Sunset bei Restless für 149,00 €.

Für den fußballbegeisterten Moto-GP-Fahrer

Was es nicht alles gibt, Rennstiefel im Fussballdesign:

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(via Racing Café)

Schuh-Schwierigkeiten

Ja, liebe mitlesende Damen, es kann auch sein, daß wir Männer mal Probleme mit dem passenden Schuhwerk haben. In diesem Falle mit den Motorradstiefeln. Nachdem ich meine Fahrschulfahrten sehr gut mit meinen Blundstone 500 absolvierte, kümmerte ich mich erst relativ spät um den Erwerb motorradtauglichen Schuhwerks. Das erste Paar Motorradstiefel hatte ich mir online bestellt, eher so das sportlichere Modell. Die Dinger waren aber leider so steif, daß ich überhaupt kein Gefühl mehr hatte für die Schaltung. Nach einer kurzen Probefahrt gingen diese direkt zurück an den Händler.

Den nächsten Versuch unternahm ich im Laden und entschied mich für ein schlichteres Tourenmodell der Polo-Eigenmarke Road. Mit knapp 80 € war es preislich auch als Einsteigermodell akzeptabel. Sehr guter Tragekomfort, bei regelmäßiger Pflege auch gut regenresistent und nicht abgrundtief hässlich wie andere Modelle. Eigentlich hätte ich die gerne länger als 1,5 Jahre gefahren, wenn auf der Rückfahrt der Mittelgebirgstour nicht das passiert wäre:

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Ein Riß mitten im Leder genau an der Stelle, an der der Stiefel am meisten beansprucht wird: an der Schaltwippenschaltfläche. Neben diesem großen Riss waren am anderen Schuh auch mehrere kleine vorhanden, ebenfalls im Material. Das darf nicht passieren, nicht nach so kurzer Zeit und nicht bei so guter Pflege – die Stiefel wurden nach jeder Tour geputzt und imprägniert. In Berlin machte ich mich also auf zum Polo-Store, in dem ich die Dinger gekauft hatte. Den Kaufbeleg hatte ich nicht mehr, aber da ich zum Zeitpunkt des Kaufes bereits eine Polo-Kundenkarte hatte, konnte ein Rechnungskopie aus der Zentrale angefordert werden. Und von den ursprünglichen 79,95 € Kaufpreis bekam ich 59,95 € als Gutschrift wiedererstattet. Bei allem Ärger über den Defekt am Stiefel, diese kulante Regelung stellte mich sehr zufrieden.

Auf der Suche nach geeignetem, neuen Schuhwerk hatte ich mir zwischenzeitlich bei FC Moto einen Revit-Stiefel bestellt, der auch als am Lager verfügbar markiert wurde, die Versandzeit wurde mit 2-5 Tagen angegeben. Nach einer Woche keine Nachricht, keine Versandbestätigung, also schrieb ich eine Mail, um mich nach dem Stand meiner Bestellung zu erkundigen. Erst mehrere Tage später erhielt ich eine Nachricht vom Kundendienst: „Wir möchten Sie informieren, dass Ihre Bestellung weiterhin bearbeitet wird. Für den Lieferverzug gibt es verschiedene Gründe. Manche Artikel sind zwischenzeitlich eventuell schon wieder ausverkauft und wir warten noch auf die Lieferung unserer Lieferanten.“ Ein voraussichtliches Lieferdatum wurde nicht genannt. Mittlerweile sind mehr als 14 Tage seit meiner Bestellung vergangen und es ist immer noch nichts passiert. Heute dann habe ich leicht genervt die Bestellung storniert.

Genau das gleiche hatte ich bei FC Moto im März. Damals hatte ich eine Motorradhose und -jacke bestellt, die auch wochenlang nicht lieferbar war und die ich dann auch stornierte. Der Gesamtwert beider nun stornierter Bestellungen bei FC Moto beläuft sich auf über 700 €. Es scheint, als ob manche Online-Händler den Umsatz nicht nötig haben.

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