Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Motorradkleidung

Motorradkleidungs-Update oder die Post-Rationalisierung einer teuren Anschaffung

Meinereiner war mal wieder auf der Suche nach neuer Rumpfkluft. Die Anforderungen waren eigentlich nicht so viele:

  • möglichst komplett wasserdicht,
  • Einsatzbandbreite von Frühjahr bis Herbst,
  • soll nicht aussehen wie alle anderen Motorradkombis,
  • sollte von der Farbe zu meinem Motorrad passen (sand, beige, braun, olive).

So machte ich mich auf die Suche und kam auf verschiedene Kandidaten, die mehr oder weniger in das oben beschriebene Beuteschema passten. Vor allem die Wasserdichtigkeit war mir wichtig. Da ich fast das ganze Jahr fahre nervt mich das An- und Ausplünnen der Regenklamotten sehr.

Folgende Kandidaten fielen daher als erstes durch das Sieb, obwohl sie mir vom Style her schon sehr gut gefielen:

Die erste Kombi, bei der ich länger hängen blieb war die

Mein Urban Outfit – gut aussehen und trotzdem sicher unterwegs sein

Die meisten meiner Zweiradkilometer fahre ich in der Stadt. Im Schnitt kommen pro Jahr 5.000 km zusammen, hauptsächlich auf der Vespa. Für die Fahrt ins Büro oder die abendliche Verabredung ziehe ich aber in den seltensten Fällen meine komplette Motorradkleidung an, es bleibt da meist bei Jeans, Turnschuhen und meiner schon sehr alltagstauglichen und gut aussehenden ICON Vigilante Jacket. Aber auch an warmen Sommerabenden überlege ich mir ab und zu, ob ich mir die Kutte noch überwerfe.

Um aber trotzdem sicher und geschützt unterwegs zu sein, surfe ich des öfteren durchs Netz, um Klamotten zu finden, die sowohl Schutz bieten aber auch alltagstauglich in Optik und Tragekomfort sind. Bei den großen Retailern wurde ich da nicht so wirklich fündig. Per Zufall stiess ich auf den Online-Shop von XL Moto, der in den letzten Monaten mein Go-To-Shop geworden ist. Mehrere Artikel hatte ich dort in den letzten Monaten zu sehr fairen Preisen gekauft und bin sie über den Sommer gefahren.

Hoodie Kevlar Booster Core
Angefangen hat es mit dem Hoodie Kevlar Booster Core, den ich mir als Alternative zur Motorradjacke für warme Sommertage bestellt hatte. Dieser Hoodie ist an Schultern, Ellenbogen und Rücken mit Kevlarverstärkungen versehen.


CE-zertifizierte Protektoren finden sich an Ellenbogen und Schultern. Ein Fach für einen separat erhältlichen Rückenschutz ist ebenfalls vorhanden. Da ich noch einen Rückenschutz aus einer ausgemusterten Motorradjacke hatte, kam der gleich hier zur Verwendung. Die Aussentaschen haben einen Reissverschluss, ebenso wie die Innentasche im Brusthöhe. So finden Geldbeutel, Schlüssel und Handy sicher Platz. Die Kapuze kann mithilfe eines Reißverschlusses abgenommen werden. Von Vorteil ist der Stehkragen innerhalb der Kapuze, der bis oben per Reißverschluß verschliessbar ist. So ist der Hals gut vorm Fahrtwind geschützt, ohne das man ein separates Halstuch dabei haben muss. Im Temperaturbereich von 18-28 Grad fand ich die Jacke sehr gut zu fahren. Auch wenn es etwas wärmer ist, bekommt man im Hoodie wegen der guten Durchlüftung keinen Schweissausbruch. Die Protektoren im Hoodie tragen nicht auf, so daß man es wirklich auch als normales Kleidungsstück gut tragen kann. Der einzige Nachteil des Hoodies aus meiner Sicht: die Rumpflänge fällt zu kurz aus, ein paar Zentimeter mehr hätten es sein dürfen, damit das Hoodie in Fahrthaltung am Rücken nicht so hoch rutscht.
Motorradhose Course Kevlar Cargo
Kurze Zeit später kam die Cargo-Hose. Ich besitze zwar bereits eine Maple Motorradjeans und eine Pekev Cargohose, aber beide sind von der Materialstärke etwas dicker und nicht wirklich angenehm bei wärmeren Temperaturen.


Die Cargo-Hose ist dagegen aus Baumwolle hergestellt und mit DuPont™ Kevlar® am Knie und Gesäß verstärkt. Der Tragekomfort ist super, sie ist wirklich leicht und gerade auch an wärmeren Tagen angenehm zu tragen. Die Hose verfügt über Taschen für Hüft- und Knieprotektoren, sie allerdings separat gekauft werden müssen. Die Taschen für den Knieschutz sind in einer separaten Stofftasche, die mittels doppeltem Klettband in unterschiedlichen Höhen platziert werden kann.

Rucksack Slipstream „Waterproof“
Beim Stöbern im Onlineshop von XL Moto stiess ich dann noch auf den Rucksack Slipstream „Waterproof“. Zwar besitze ich bereits den einen oder anderen Rucksack, aber entweder sind sie nicht wasserabweisend wie mein Jack Wolfskin Berkeley oder sie sind für die tägliche Fahrt ins Büro etwas zu groß wie mein Büse Rucksack. Und bei dem sehr günstigen Preis von reduzierten 19,99 € packte ich ihn einfach mit in den Warenkorb.

Der Hartschalenrucksack hat ein Fassungsvermögen von 24 Litern und fällt mit seiner cleanen Optik auf. Kein Reißverschluss und kein Bändsel ist sichtbar. Beladen wird der über das Rückenteil, das sich über einen Reißverschluss öffnen lässt. Das ist etwas fummeliger, weil dann die Traggurte im weg sind, aber wenn man die über den Rucksack wegklappt, geht es eigentlich. Innen hat das Rückenteil ein Laptopfach, zwei Fächer für Kleinkrams und einen Schlüsselhaken. Alle weiteren Dinge finden lose ihren Platz im Rucksack. Geräumig genug für alle Dinge, die man auf einem Tagesausflug mitnimmt ist er auf jeden Fall. Während der Fahrt stören auch keine Bändsel, die im Fahrtwind klötern, weil es keine gibt. Der Tragkomfort ist sehr gut, der Rucksack liegt gut auf dem Rücken an, die Trageriemen können zusätzlich über einen Brustverschluss gesichert werden und im Hüftbereich gibt es einen weiteren Sicherungsriemen. Dieser fällt für meine Verhältnisse allerdings etwas kurz aus, so daß ich ihn eher nicht nutze.

Insgesamt ist der Slipstream ein sehr guter Begleiter für die tägliche Fahrt ins Büro, aber auch für die Tagestour kann er gut zum Einsatz kommen, wenn man auf den Tankrucksack verzichten möchte. Vollgasfest auf der Autobahn ist er auch, wie ich gestern bei der Überführung meines neuen Motorrades austesten konnte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Es sind Wartungswochen

Momentan geben sich alle meine Maschinen beim TÜV die Klinke in die Hand. Die BMW war im März dran, jetzt gerade ist die Honda fällig und danach gleich auch die Vespa. Während beim Roller und bei der Enduro der TÜV ein Selbstgänger ist, ist die Honda noch eine Dauerbaustelle. Kaum ist das eine Problem weg, taucht das nächste auf. Aber das ist eine andere Geschichte.
Neben den Maschinen brauchen die Klamotten und Helme Pflege. Man denkt meistens zu spät dran und wird dann wie ich vor ein paar Wochen im sturzbachartigen Regen durch die nassen Socken daran erinnert, das man hätte die Motorradstiefel mal wieder putzen, einfetten und imprägnieren sollen. Bei der Gelegenheit fallen einem dann auch noch andere Dinge auf. Wie zum Beispiel die abgebrochenen Metallnupsen, in die die Schnallen eingehängt werden.


Die Metallplatten sind bei den ICON 1000 Elsinore eingeschraubt. Beim Kauf wurde eine Ersatzplatte mitgeliefert. Wo ich die zweite benötigte Ersatzplatte herbekomme, weiß ich noch nicht. Alles rumgoogeln hat bislang nichts gebracht.
Der Tausch ging jedenfalls fix, alte Platte rausschrauben, neue rein, fertig.
ICON_1000_Elsinore_Schnalle_4
ICON_1000_Elsinore_Schnalle_5
Bei meiner Lieblings-Motorradhose, der Resurgence Pekev Cargohose zeigt sich mittlerweile auch eine Schwäche bei den Knieprotektoren.
Resurgence_Pekev_Cargohose_Knieprotektor
Das Klettband ist an sich oben und unten am Rand festgenäht. Oben ist das Klett aber etwas zu kurz geraten, daß die Naht ausgerissen ist, mit der Folge daß die Protektoren in den Knietaschen nicht mehr richtig sitzen. Ich werde erstmal versuchen, das mit doppelseitigem Klebeband zu fixieren in der Hoffnung, daß das hält. Das größte Problem ist aber bei der Hose, daß sie aufgrund meiner persönlichen Gewichtsoptimierung nicht mehr wirklich passt. Mal schauen, was ich da noch mache.
Meine anderen Textilhosen und Jacken habe ich alle mit dem S100 Funktions-Waschmittel durchgewaschen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, was die Erneuerung der Atmungsaktivität der Klimamembranen angeht. Danach zweimal mit Imprägnierspray drüber und trocken föhnen, dann hält die Imprägnierung noch besser. Bei der derzeitigen wechselhaften Wetterlage nicht zu unterschätzen.
So, ich muss in den Keller und kucken, ob die Batterie für die BMW schon geladen ist.

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