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Schlagwort: google maps

KRCC VLOG 2/2017: Navigation und Routenplanung

Für die zweite Ausgabe von Kettenritzel.tv bin ich vom Keller an meinen Esstisch umgezogen und gebe einen knapp viertelstündlichen Rundumschlag zum Thema Navigation und Routenplanung. Darin kommen vor:

Und ja, es sind auch Papierkarten anwesend!

Zum Thema Vloggen muss ich noch einiges optimieren, Tonqualität, kürzere Sätze, weniger Ähms, aber die Lernkurve ist steil und es macht Laune. Euch hoffentlich auch!

Routenplanung Alpenblitz – Tag 3

Kleiner Exkurs vorab: ich habe mich mit Google Maps wieder einigermaßen versöhnt, nachdem ich herausgefunden habe, wie man wieder auf die alte Version von Google Maps kommt. Einfach eine alte Routenplanung wieder aufrufen und schon hat man die auch in der alten Ansicht. Mit der Möglichkeit, mehr als sieben Wegpunkte auf einer Route zu setzen. Und komischerweise funktioniert jetzt auf einmal auch der Embedcode von Google Maps hier in WordPress, das ging früher nicht.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema, der Routenplanung für Tag 3:

Unseren Übernachtungsort Riva del Garda verlassen wir gen Norden. Über die Strada Provinviale 85 wurschteln wir uns über den Bergrücken Richtung Trient. Von dort aus führt uns die Strada Statale 612 auf geschwungenen Wegen durchs Trentino bis Cavalese. Dort biegen wir ab und nehmen über das Zanggenjoch (Passo di Lavazè, 1.808m) und den Karerpass (1.745m) einen kleinen Umweg in Kauf, um in das Fassatal zu kommen.

Am Ende des Fassatals wartet die Sellagruppe auf uns, die wir linksrum komplett umfahren, also in der Reihenfolge Sellajoch (2.240 m), Grödnerjoch (2.121 m), Passo Pordoi (2.239 m) und dann wieder zurück übers Sellajoch zurück nach Canazei.

Gruppo del Sella

Um uns den vollkommenen Passrausch zu verpassen, wollen wir anschliessend noch über den Passo di Fedaia (2.057 m) an der Marmolata vorbeifahren. Der letzte Pass auf der Route wird dann der Passo di Falzarego (2.105 m) sein, der uns zum nächsten Etappenziel Cortina d‘Ampezzo führt.

Acht Pässe, 312 km Strecke, ungefähr 7 Stunden im Sattel. A mans gotta do what a mans gotta do!

Tourenplanung in den Alpen oder das Kreuz mit den Routenplanern

Die „Operation Alpenblitz“ nimmt langsam Formen an und ich plane mich durch Österreichs und Italiens Alpenpässe, um möglichst viele in drei bis vier Tage zu packen. Bislang habe ich dafür immer Google Maps genutzt, aber aktuell ärgere ich mich mehr über Google Maps als daß es mir nützlich wäre.

Mit der neuen Version von Google Maps kann man lediglich eine Route mit nicht mehr als sieben Wegpunkten planen. Mehr Eingabefelder gibt es nicht. Früher waren fast beliebig viele Wegpunkte möglich, an Grenzen bin ich da bisher nie gestossen.

Was mich aber noch mehr ärgert sind unerklärliche Navigationsfehler. Versucht zum Beispiel mal in Google Maps eine Route von Sölden nach St. Leonhard in Passeier zu planen. Über das Timmelsjoch sind das knapp 50km. Was aber macht Google Maps? Schickt einen über den Brenner auf einer mehr als 200 km längeren Route:

Google Maps

Alle anderen Routenplaner wie Bing Maps oder Here.com sind sich einig, bei denen ist das Timmelsjoch befahrbar:

Route von Sölden  Österreich nach St. Leonhard in Passeier  Tr.A.A.  Italien   Bing Karten

HERE   Stadtpläne und Landkarten   Routenplaner   Satellitenansichten

Bei Here.com hat man zudem eine sehr komfortable Möglichkeit, geplante Routen zu speichern um sich so beispielsweise ein Roadbook für eine Tour zusammenzustellen mit den einzelnen Tagesetappen. Allerdings finde ich bei Bing und Here die Kartendarstellung grafisch nicht so klar wie bei Google Maps.

Es muss allerdings nicht immer digital sein. Bei all dem Ärger mit den digitalen Routenplanern wollte ich mir erstmal eine Karte besorgen, um auf ihr die einzelnen Pässe, die ich befahren wollte zunächst zu markieren und dann die optimale Route drumrum zu planen. Bei der Recherche hier stieß ich auf ein tolles Angebot des ADAC’s. Bei dem kann man sich kostenlos Motorrad- und Oldtimertourenkarten für Österreiche, Schweiz und Italien herunterladen:

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Und so habe ich mir die relevanten gezogen, auf A3 ausgedruckt (ANALOG, EINSELF!!11!) und male nun mit dem Textmarker in den Karten rum und puzzel mir so meine Gedanken zurecht. Und es entsteht sehr schnell ein konkretes Bild, welches ich dann anschließend nochmal in einen Onlineroutenplaner packen werde, um die Route feinzuplanen und die Tageskilometer einigermaßen auszutarieren. Was dann final dabei rauskommt, stell ich Euch demnächst vor.

Besucht das Ducati Museum – auf Google Maps

Ducati Museum bei Google Maps

Gerade bei Asphalt & Rubber gelesen: Das Ducati Museum in Bologna kann man nun virtuell auf Google Maps besichtigen.

Das Museum beherbergt über 40 Motorräder, die eine entsprechende Bedeutung in der Renngeschichte von Ducati haben, von der 1946er Cucciolo bis zu den aktuellsten Desmosedici GP und World Superbikes.

The Stig vs. Google Street View Car

Ach, Top Gear wäre nicht Top Gear wenn sie sich nicht auch solche bekloppten Sachen ausdenken würde: das Google Street View Car filmt die Top Gear Teststrecke während The Stig im McLaren SLS Kreise um ihn dreht.

Unter http://goo.gl/maps/JO1uV könnt ihr euch es auf Google Maps anschauen.

Männer, die auf Karten starren

Zur Tourenplanung habe ich schon einiges hier geschrieben und immer noch bin ich auf der Suche nach dem optimalen Setup. Aber ich nähere mich ihm an.

Nach wie vor bevorzuge ich Karten für die Navigation auf Touren. Sie bieten mir einen besseren Überblick auf Orte und Orientierungspunkte in der Umgebung und wenn man Bock hat, unterwegs kurzfristig mal die Route zu ändern (wie auf der Riesengebirgstour), reicht ein Blick auf die Karte anstatt auf dem Navi rumzutippen.

Die Planung mache ich am Rechner zu Hause auf Google Maps, mache mir dann von den Teilsektionen Screenshots, drucke die in A4 farbig aus und packe das in die Kartentasche des Tankrucksacks. Nachteil des Tankrucksacks ist aber, daß ich die iPhone- Halterung am Lenker abmontieren muss, weil sie beim Lenkeinschlag an den Tankrucksack stößt. Aber dafür habe ich jetzt auch eine Lösung, seit ich mir für knapp sieben Euro eine Kartentasche für den Tank gekauft habe.

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Zusätzlich zu den Karten notiere ich mir an kritische Wegpunkte separat (der weisse Zettel oben auf dem Bild). Das sind zum Beispiel unübersichtliche Abzweige oder bei Stadtdurchfahrten die Ortsnamen in deren Richtung ich weiterfahren muss und die dann meistens auch auf den Strassenschildern innerorts angegeben sind.

Auf dem iPhone nutze ich Skobbler als Navi-App. Die ist in der Grundversion kostenlos und navigiert ordentlich, ich habe Skobbler bereits zum Vergleich auf Dienstreisen gegen mehrere Autonavis und unser privates Becker Navi laufen lassen und es hat sich gut geschlagen. Das Navi lasse ich auf dem iPhone immer mitlaufen, um meine aktuelle Position mit den Kartenausdrucken vergleiche zu können. Manchmal lass ich mich auch bei unübersichtlichen Streckenabschnitten vom Navi leiten, bis ich dann wieder auf Kartenbetrieb gehe.

Ob das einfacher ist, als sich ein Motorradnavi zuzulegen? Das muss jeder für sich und seine Gewohnheiten entscheiden. Zum einen schreckt mich der Anschaffungspreis von mehreren hundert Euro für ein anständiges Motorradnavi ab, zum anderen sehe ich für mich da keinen wirklichen Mehrwert. Gestern abend las ich in einer Motorradzeitschrift eine Anleitung über das Setzen von Wegepunkten bei einem Garmin-Navi. Das mutete teilweise komplizierter an als das Programmieren von Spionagesoftware. Und auch das Tutorial, das ich hier mal veröffentlicht habe zur Übertragung von In Google Maps Routen auf die Navigon-App auf dem iPhone war nicht wirklich trivial.

Eine einfachere Möglichkeit, die Route auf das Smartphone zu bekommen, entdeckte ich neulich. Wenn man die Planung in Google Maps abgeschlossen hat, kann man sich einen Link für diese Route generieren lassen, wenn man auf das kleine Kettensymbol über der Karte klickt (neben dem Drucken-Symbol). Diese URL maile ich mir aufs iPhone und rufe sie da in der Browserversion von Google Maps auf. Komischerweise unterstützt die Google Maps-App dies nicht. In der Browserversion bekommt man zunächst die Liste der Wegepunkte angezeigt, oben rechts kann man dann aber auf das Kartensymbol klicken, dann wird die Route auf der Karte angezeigt. Da das rein- und rauszoomen aber sehr träge funktioniert, eignet sich diese Darstellung meiner Meinung nach nicht für die Navigation unterwegs.

Also wieder zurück zu den Karten….

Wie orientiert Ihr Euch auf Tour?

Edit:
Bei snoop445 fand ich gerade diesen Artikel über seine Routenplanung, auch sehr lesenswert.

Navi oder nicht Navi?

Bisher habe ich auf meinen Touren ganz oldschool mit Karten. Ehrlicherweise bin ich aber nur in Deutschland und nie mehr als einen Tagestrip gefahren. Für dieses Jahr planen wir gerade eine Viertagestour u.a. ins Ausland, für die man sich schon mal überlegen könnte, auf ein Navi zu vertrauen.

Ein neues Navi zu kaufen ist schon mit einem gewissen Anschaffungswiederstand verbunden. Es muss ja nicht gleich das teure Garmin zūmo® 660LM für knapp 600,00 € sein, aber selbst ein TomTom Urban Rider kommt auf 300,00 € und dann hat man das Teil noch nicht am Motorrad montiert. Das tut man am besten mit einer Aktivhalterung, die von Touratech beispielsweise ist abschliessbar und kommt auf 85,00 €.

Jetzt besitzen wir schon ein tragbares Becker-Navi fürs Auto, welches dort gute Dienste leistet. Ein Gedanke wäre natürlich, dieses auch auf dem Motorrad einzusetzen. Da es nicht wasserdicht ist, muss eine entsprechende Hülle und Halterung her. Entsprechendes fand ich bei einem Online-Shop und bestellte.

Leider sollte sich diese Lösung als nicht optimal herausstellen:
Navitasche

Die Tasche war für das Navi viel zu groß, man muss die Tasche mit mitgelieferten Schaumstoffteilen auspolstern, damit das Navi nicht in der Tasche umherrutscht. Ein optimaler Halt ist trotzdem nicht gegeben. Ein spezielles Problem an meinem Motorrad ist, daß am Lenkerrohr relativ wenig Platz ist, um eine Montageschelle für das Navi zu platzieren (u.a. aufgrund der montierten Handprotektoren). So war auch die Befestigungsschelle für die Navitasche zu groß, um sie sauber zu montieren. Und die Mittelstrebe des Lenkers war mit ihren 12mm zu dünn, um die Schelle abringen zu können. Das war also nicht die Lösung, die Tasche ging zurück zum Händler.

Die nächste Option, die ich ausprobieren werde ist das iPhone. Dort habe ich bereits mehrere Navi-Apps drauf. Und mit dem Routeconverter (wie hier gezeigt) bekommt man die Routenplanung von Google Maps gut aufs iPhone exportiert.

Dafür habe ich mir den Mercedes unter den iPhone-Halterungen von Touratech bestellt. Der kann nämlich auch an die Lenkermittelstrebe montiert werden:

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Das ist auch der einzig sinnvolle Ort an meinem Motorrad. Zentral einsehbar leicht unterhalb der Armaturen und in der nähe der 12V-Buchse. Der einzige Nachteil ist momentan, daß das iPhone dort nicht wasserfest montiert werden kann, aber hier werde ich mir erstmal mit Gefrierbeuteln oder ähnlichem behelfen, um das iPhone trocken zu halten. Die Naviansagen bekomme ich dann aufs Bluetooth-Headset, dann gibt es auch keinen Kabelsalat. Ich bin gespannt wie es funktioniert und werde berichten.

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