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Schlagwort: Endurowandern

Endurotouren in Bosnien

Draussen sind es schon fünf Grad wärmer geworden als letzte Woche. Schon in Tourlaune? Schön raus in die Natur und durch Wälder und über Feldwege braten mit der Enduro?
Auch wenn Brandenburg das mit der Natur schon sehr gut kann und auch für einen zünftigen Enduroausflug schöne Ecken hat (wie hier mit den Endurofunten ausprobiert), zur Abwechslung könnte man ja mal unbekanntes Terrain erforschen. Habt ihr dabei schon mal an Bosnien gedacht? Nein? Ich hatte es auch nicht auf dem Schirm, bis mir im letzten Jahr Aileen mit ihrer Balkantour einige sehr schöne Einblicke in Land und Leute gab.
Für Endurotouren in Bosnien hat Enduro Grip in der Stadt Bugojno in Zentralbosnien einiges für euch im Angebot. Von hier aus bieten Franjo Milicevic und sein Team verschiedenen Touren in die umliegenden bosnischen Berge an. Ob ihr nun Anfänger oder bereits versierter Endurist seid, die Touren sind für unterschiedlichste Erfahrungslevel ausgelegt, diese werden bereits bei der Anmeldung abgefragt, so daß darauf Rücksicht genommen werden kann.
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Die Touren werden von deutschsprachigen Tourguides begleitet. Wer bereits jetzt Lust hat, dem Winter zu entfliehen, für den werden auch spezielle Wintertouren in der Gegend von Dubrovnik angeboten. Wer nicht auf eigener Achse anreisen kann oder will, für den stehen auch diverse KTMs als Leihmotorräder zur Verfügung. Flughafentransfers können ebenfalls arrangiert werden.
Ausführliche Tourbeschreibungen, Bilder und Videos findet ihr auf der Website von Enduro Grip. Solltet ihr Lust auf eine Tour bekommen haben, so habe ich noch ein Goodie für Euch. Wenn ihr bei der Anmeldung den Aktionscode „Grip-2017“ angebt, so bekommt ihr 10% Rabatt auf den Tourpreis.

Bunkertour mit der Enduro

Nicht nur in Deutschland und Europa stehen vielen bauliche „Erinnerungen“ an den Zweiten Weltkrieg. Im Washington State in den USA wurden auch zahlreiche Verteidigungsanlagen Richtung Pazifischer Ozean gebaut. Mittlerweile verfallen und zugewachsen sind diese nur noch zu Fuß oder mit dem Zweirad erreichbar.

Finding WWII Bunkers from Pursuit of the Arbitrary Films on Vimeo.

Rund um Berlin steht auch noch einiges an alten Militärbauten rum. Zum Teil noch aus dem Zweiten Weltkrieg, aber meist handelt es sich hier um Hinterlassenschaften des Kalten Krieges wie Militärflugplätze oder Bunkeranlagen. Einige habe ich schon mit dem Mopped befahren wie den in der Nähe von Kraatz auf dem südöstlich gelegenen Hangelberg gelegenen Militärkomplex der NVA. In Richtung Strausberg und Neuhardenberg wird man auch fündig, ebenso wie im Norden von Berlin bei Prenden. In einer ruhigen Stunde recherchiere ich da mal was zusammen und plane eine Tagestour. Wer mag mitkommen?

Endurowandern in Brandenburg: Ruppiner Heide

Motorradfahren in Brandenburg abseits der großen Bundesstrassen kann schnell etwas abenteuerlich werden. Je kleiner die Nebenstrassen desto ruppiger der Strassenbelag. Vom schlaglochdurchzogenem Asphalt über grob gepflasterte Kopsteinpflaster bis zum sandigen Feldweg ist alles dabei. Beste Voraussetzungen also für Stollenbereifung und längere Federwege.

Nachdem ich die letzten Touren eher Richtung Schorfheide unternahm, zog es mich heute ins Ruppiner Land. Um schnell aus der Stadt rauszukommen nahm ich die Autobahn bis zur Ausfahrt Oberkrämer, dann gings über Wall und Pabstthum Richtung Alt-Ruppin. Von dort folgte ich der Beschilderung nach Krangen, bog aber im Wald gleich links nach Molchow ab, um den Waldweg am Molchow- und Tetzensee nach Zermützel zu fahren. Durch den Wald ging es weiter nach Braunsberg. Von dort aus orientierte ich mich Richtung Flecken Zechlin und passierte den ehemaligen Truppenübungsplatz Wittstock. In Sewekow erreichte ich den nördlichsten Punkt der Tour, um dann Richtung Osten quer durch die Seenplatte zu fahren. In Canow kann man sich entscheiden, ob es südlich nach Rheinsberg gehen soll oder weiter nach Osten Richtung Fürstenberg / Havel. Beide Routen kreuzen sich wieder in Gransee, hier ist es am besten, über Zehdenick und Liebenwalde nach Berlin zurück zu fahren, denn die E251 über Oranienburg ist schnurgerade und langweilig.

Wer noch etwas offroadlustig ist, kann in Buberow links abbiegen und Richtung Kraatz fahren. Man kann sich hier gut an den Windrädern orientieren, die stehen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Früher war das ein Militärkomplex der NVA, nach der Wende übernahm die Bundeswehr kurzzeitig das Gelände. Neben dem Schroten auf Schotterpisten um die Hochbunker kann man hier auch gut seine Fahrskills auf Sand üben.

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