Motorrad-Magazin über Benzinkultur, Motorrad-Touren und Custombikes

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Triumph Tiger 800XC im Test

Nach der Mittelgebirgstour war er wieder da, der Wunsch nach mehr Leistung. Mehr Durchzug beim Überholen und Herausbeschleunigen aus Kurven, schaltfauleres Fahren und bisschen mehr Komfort bei längeren Autobahnetappen. Gerade bei Letzterem stößt meine F650 GS doch an ihre Grenzen. Als ich diese Woche die Suzuki RF900R von Siggi fuhr, war ich vor allem vom Bums aus allen Lebenslagen beeindruckt. Da war es sekundär, welchen Gang Du drin hast, Druck war da. Jetzt werde ich nicht zum Supersportler-Fahrer, dazu bin ich viel zu sehr Freund der aufrechteren Endurofahrhaltung.

In der Vergangenheit hatte ich bereits die BMW F800 GS getestet sowie die Triumph Tiger Explorer. Die BMW passt mir schon sehr gut, die Triumph war mir zu groß. Genauso wie mir eine BMW R1200 GS auch zu groß wäre.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Fahrer einer Triumph Tiger 800XC und beide schwärmten mir von ihren Maschinen vor. Das sollte mir Anlaß genug sein, selber mal eine unter das Popometer zu nehmen.

Testfahrt Triumph Tiger 800 XC from Alexander Hauser on Vimeo.

Der Händler stellte mir ein Sondermodell zur Testfahrt hin, welches durch eine sehr seltsame Farbkombination auffallen sollte: aubergine-metallic mit rot lackierten Rohrrahmen. Wenn, dann käme sie mir eh‘ nur in Matt Khaki Green in die Garage. Die Sitzposition war angenehm hoch so daß ich im Stehen gut mit den Füßen auf den Boden kam. Bei der F800 GS ist die Sitzbank ein paar Zentimeter höher, bei meiner Körpergröße etwas zu viel, die Triumph passte da perfekt. Auch angenehm: der breite Lenker trug zur entspannten Sitzposition und Armhaltung bei.

Nach einer kurzen Einweisung startet ich den Dreizylinder, 95 PS bewegen 215 Kilo (vollgetankt) vorwärts. Zum Vergleich: die 800 GS hat 10 PS weniger und hat 8 Kilo weniger auf den Rippen. Im Leistungsgewicht also ein kleiner Vorteil für die Triumph.

Nachdem ich mich aus dem Stadtverkehr rausgewurschtelt hatte, fuhr ich erst ein paar Kilometer Autobahn. Hammer, wie der Drilling am Gas hing und beschleunigte. Weil es so viel Spaß machte, ließ ich mich des öfteren auf der rechten Spur zurückfallen, um dann wieder zu beschleunigen. Dank der höheren Frontscheibe mit dem mein Testmotorrad ausgestattet war, gingen auch Autobahntempi um die 180 km/h erstaunlich entspannt. Wenn man in Betracht zieht, daß die Koffer der Triumph keine Geschwindigkeitsbegrenzung haben, kommen wir hier dem Tourer für schnelle Autobahnetappen schon seeehr nahe.

Nächster Testabschnitt: Landstrasse. Ähnlich wie damals beim Test der F800 GS war ich auch bei der Triumph beeindruckt, wie präzise Getriebe und Bremsen arbeiteten. Bei Überholvorgängen auf der Landstrasse musste man nicht unbedingt runterschalten, da Leistung genug da war, um auch im sechsten Gang angemessen zu beschleunigen. Aber das klack, klack, klack des Runterschaltens machte so viel Spaß und der Druck war umso größer. Erstaunlich auch hier, wie willig der Drilling hochdrehte. Zum flotten Fortkommen reichten 5.000 U/min, man kann das Triebwerk aber auch bei 9.000 U/min zornig bellen lassen. Braaaaaaaaap!

In den brandenburgischen Wäldern nahm ich auch einen kurzen Abzweig in einen Forstweg und stand in den Fußrasten, um mal zu sehen, wie sich die Tiger offroad benimmt. Da der Tank des Motorrads aber sehr breit baut, hatte ich einen schlechteren Stand auf der Tiger als auf meiner F650 GS. Aber auch hier war wieder die Geschmeidigkeit des Motors sehr angenehm, von dem die Fahrbarkeit auch abseits geteerter Strassen profitiert.

In meiner persönlichen Testwertung nimmt die Triumph Tiger 800XC mit Abstand den ersten Platz ein. Gegenüber der F800 GS bietet sie eine bessere Sitzposition und ein günstigeres Leistungsgewicht. Und sie sieht einfach besser aus – mit einer anständigen Lackierung!

Ich bin mal weg, den Gebrauchtmoppedmarkt checken….!

Earthmovers – KTM vs. Husqvarna

Vielleicht überlege ich mir das mit dem Hardenduro-fahren doch noch mal!

(via DERESTRICTED)

West Thailand Enduro

Mike Hohman ist mit seinen Kumpels 1.500 km in 7 Tagen gefahren, von Chiang Mai nach Bangkok über Staubpisten, Steine und durch den Dschungel. Und auf einem kleinen Bambusfloß. Harter Trip in Hammer-Bildern erzählt:

West Thailand Enduro, CNX to BKK By Dirt from Mike Hohman on Vimeo.

Die ganze Geschichte findet ihr hier zum Nachlesen!

Gib Gummi

Eigentlich ist es ja etws zu früh sich Gedanken zu machen über neue Pellen auf dem Mopped. Die Heidenau K60 Scout sind ja gerade mal 2.000 km auf dem Mopped. Aber aus mehreren Gründen überlege ich das trotzdem gerade. Für einen reinen Offroad-Einsatz sind – wie ich seit der Endurofunten-Tour weiß – das Mopped zu schwer und die Reifen nicht ausreichend grobstollig genug. Auf der Strasse nervt mich das Singen des Vorderreifens, das sich nach dem Einfahren zwar reduziert hat, aber immer noch da ist. Und wie ich auf den U-Boot-Passagen der Mittelgebirgstour gemerkt habe, traue ich dem Reifen auf nasser Strasse nicht wirklich. Mir ist die Maschine jetzt nicht weggerutscht, aber mit den Metzeler Tourance, die vorher drauf waren bin ich viel freier bei Nässe gefahren.

Bei dem Versuch, mir einen Überblick über verfügbare Reifen verschiedener Hersteller für meine BMW zu verschaffen stieß ich auf die Reifensuche bei Tirendo. Kannte ich noch nicht, empfinde ich aber als sehr praktisch und übersichtlich. Einfach Hersteller und Hubraum eingeben und aus der Modell-Liste den eigenen Hobel auswählen.

Vom Reifenbild her gefallen mit die folgenden ganz gut:

Bridgestone Trail Wing 152 130 80 R17 65 H tirendo.de

Continental Conti Escape 130 80 17 65 H tirendo.de

Metzeler Tourance 130 80 R17 65 S tirendo.de

Heidenau K 76 130 80 17 65 H tirendo.de

Pirelli Scorpion Trail 130 80 R17 65 H tirendo.de

Habt ihr einen der Reifen schon mal gefahren? Wie sind die Nasslaufeigenschaften? Davon ausgehend, daß die Offroad-Ausflüge eher in der Minderheit sein werden, wird das Handling auf Asphalt ausschlaggebend sein für die neuen Reifen. Auch wenn die wahrscheinlich erst nächstes Jahr fällig sein werden – man kann sich ja mal Gedanken machen!

Erzbergrodeo – Eier aus Stahl

Das kleine Örtchen Eisenerz in der Steiermark (Österreich) ist mit seinen 4.500 Einwohnern nicht gerade das, was man eine Metropole nennt. Seit dem 11. Jahrhundert wird am Hausberg von Eisenerz – sinnigerweise Erzberg genannt – Tagebau betrieben. Über die Jahre bekam der Berg hierdurch seine Pyramidenform.

Ende der 90er wurde der Berg das erste Mal für etwas anderes als Bergbau genutzt, es wurden zwei Automobil-Bergrennen ausgetragen wurden, die man als „Europas Pikes-Peak-Race“ bezeichnete. Einige Jahre später kam Karl Katoch auf die Idee, irgendwas mit Moppeds am Berg zu machen. Dabei heraus kam eines der härtesten Enduro-Rennen der Welt, das ErzbergRodeodie genaue Geschichte gibt es hier ausführlich zum Nachlesen.

Hier versammelt sich regelmäßig die Weltelite wie z.B. Dakar-Veteran Cyril Despres, aber auch viele Privatfahrer, um den Berg mit Motorrädern zu bezwingen. 1500 Fahrer aus über 30 Nationen starten Freitag oder Samstag zum Prolog. Die 4-tägige Veranstaltung gipfelt sonntags im 4-stündigen Red Bull Hare Scramble, bei dem in der Regel von den – nach der Vorausscheidung übriggebliebenen – 500 Startern weniger als 50 Fahrer das Ziel erreichen. Viele der Privatfahrer scheitern schon am ersten Steilhang. Aber schaut selber:

Klickt Euch bei YouTube mal durch die Tonnen an Filmmaterial! Irre! Wer da antritt, braucht wirklich Eier aus Stahl, eine passendere Location als ein Erz-Tagebau gibt es dafür wohl nicht!

Ach ja, die 2014er Ausgabe des Erzbergrodeos findet vom 29. Mai – 1. Juni statt!

Edit:
Wenn jemand von Euch Apple TV hat, dann schaut mal dort auf Red Bull TV die einstündige Doku über das 2013er Erzbergrodeo an. Ich habe nur vom ankucken schon Schmerzen!

Endurofunten-Tour – das Video

Vielen Dank an Kamerakind Sven, der zwischendrin die GoPro am Heck seiner KTM hatte. Es wackelt zwar dolle, aber macht Spaß!

Edit:
Irgendwie hat das direkt aus iMovie in Vimeo publizieren die Qualität beeinträchtigt. Ich habe es daher nochmal bei YouTube hochgeladen:

Brandenburg-Tour mit den Endurofunten

Um den gestrigen Tag mal in Zahlen zu beschreiben: 320 Tageskilometer, 260 davon auf der Endurofunten-Tour, von denen wir 90% auf nicht-asphaltierten Strassen, stehend in den Fußrasten verbrachten. Heute habe ich den zweitschlimmsten Ganzkörpermuskelkater meines Lebens, härter war es nur nach meinem ersten Tag Wakeboarden.

Auf jeden Fall war das das härteste, was ich je auf meinem Motorrad erlebt hatte. Es ging los morgens um 9:00 am Treffpunkt in Bergfelde bei Berlin, insgesamt fanden sich 12 Fahrer ein. Alle auf KTM, Beta oder anderen Hardenduros. Wäre zum Schluss nicht noch ein Fahrer mit einer Africa Twin gekommen, wäre meine F650 GS mit Abstand das schwerste Mopped im Pulk sein. Wie es schien war ich der einzige Enduro-Rookie. Als die Fahrer dann auf zwei Gruppen verteilt wurden, schloss ich mich der gemäßigteren an.

Die Streckenführung ging grob über Henningsdorf, Velten, Oranienburg, durchs Löwenberger Land, kurz vor Rheinsberg hatten wir glaube ich den nördlichsten Punkt erreicht, von dem aus es über Gransee und Liebenwalde wieder zurück nach Bergfelde ging. Landstrassen waren nur kurze Verbindungsetappen zwischen Feld- und Waldwegen, Äckern und Bahndämmen.

RSD KTM 690 Tracker

Das hier ist eine KTM 690, ein ganz ordentliches Endurogerät. Mit 67 PS bei 139kg Leergewicht kickt es sicherlich auch ordentlich in den Popo wenn man am Kabel reisst. Optisch bewährter KTM-Stil, aber Designpreise gewinnt man mit anderen Motorrädern.

RSD-KTM-690-Tracker-6

Jetzt schau sich mal einer an, was Roland Sands aus dem Mopped rausgeholt hat, einen blitzsauberen Flat Tracker:

RSD-KTM-690-Tracker-1

Hallo Hübsche, kennen wir uns? Unglaublich, wie filigran das im Urzustand nicht klobige Bike noch werden kann. Der nicht unerhebliche Umbauaufwand läßt sich hier nur erahnen, zumal die Details auch überzeugen. Bewährte Roland Sands-Qualität. Der Meister ließ es sich auch nicht nehmen, die probefahrt mit der KTM zu unternehmen, bevor sie dem Kunden übergeben wurde.

RSD-KTM-690-Tracker-13

BRAAAAAP!

(via dem RSD Blog, dort gibt es auch viel mehr Detailaufnahmen)

Kettenritzel goes Offroad

Nach dem ganzen Tourengefahre der letzten Jahre auf Asphalt oder brandenburgischen Kopfsteinpflasterstrassen möchte ich dieses Jahr mal dieses Offroad testen, von dem der Brauchi auch schon die ganze Zeit redet. Ich fang mal auf einfachem Level an und habe mich neulich bei der Mark Brandenburg-Tour der Berliner Endurofunten – einem Veranstalter für Offroad-Touren angemeldet. Das Geläuf in der Ruppiner Schweiz zwischen Neuruppin und Gransee kenne ich ja bereits von der Strasse aus. Mal sehen was es abseits geteerter Wege so zu bieten hat.

Nach deren Klassifizierung ist diese Tour als leicht eingestuft. Es wird aber auch ein Zwischenstopp in der Sandgrube gemacht und das was die Kollegen da veranstalten, sieht nicht mehr wirklich leicht aus:

Aber ich kann ja erstmal zuschauen und lernen. Wahrscheinlich bin ich eh‘ der einzige, der nicht mit einer 100kg-KTM da aufkreuzt sondern mit einer 200kg-GS. Auf jeden Fall freu ich mich schon aufs Einsauen von Motorrad und Fahrer und einen gehörigen Muskelkater. Bis Anfang April muss ich mich noch gedulden!

Fifty Years of Kicks

Was denkt ihr, was ihr mit über 60 oder gar über 70 noch auf dem Motorrad macht? Auf ’ner dicken Cruiser durch die Lande schaukeln? Vielleicht. Paul Rodden und Larry Murray ballern noch so oft sie können mit der Enduro offroad durch Wälder und Kiesgruben und lassen dabei manch jüngeren Fahrer in Erstaunen zurück. Sehr schöne Dokumentation von Motojournalism:

(via Moppedfahren und Blabla-Blog)

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