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DAB × BRABUS: Wenn ein E-Motorrad zum Sammlerstück wird

Irgendwo zwischen Showroom und Galerie. Das ist der Ort, an dem die neue DAB × BRABUS Kollektion 2026 am besten aufgehoben wäre. Nicht weil sie schlecht fährt – das tut sie laut Hersteller nicht –, sondern weil das hier von Anfang an so gedacht ist.

Was steckt dahinter

DAB Motors macht seit Jahren elektrische Zweiräder, die weniger nach Fahrzeug und mehr nach gestaltetem Objekt aussehen. Reduziert, minimalistisch, bewusst designt. Einige habe ich Euch hier schon vorgestellt.

BRABUS kennt jeder, der sich für getunten deutschen Luxus interessiert – Stichwort aufgemotzte Mercedes, Carbon überall, Preise, die nicht nach Vernunft fragen. Dass die beiden jetzt gemeinsame Sache machen, klingt konstruiert. Auf der offiziellen Projektseite beschreiben DAB-Gründer Simon Dabadie und BRABUS-Chef Constantin Buschmann das Ganze als zufällige Begegnung zweier Gestaltungsphilosophien, die sofort zusammengefunden hätten. Mag sein. Klingt jedenfalls besser als „Kooperationsvertrag unterzeichnet“.

Das Ergebnis ist eine kleine Modellreihe aus drei Fahrzeugen: die BRABUS Urban E, die DAB 1α BRABUS und die Urban E First Edition.

Die Technik – solide, kein Aufruhr

Beginnen wir mit dem, was unter dem Carbon steckt. Die technische Basis bleibt klar im DAB-Kosmos. Laut Hersteller liefert die Urban E 120 km/h Spitze, 8 kW Dauerleistung, 23 kW Peak und bis zu 150 Kilometer Stadtreichweite. Gewicht: 145 Kilogramm. Lader: 2.000 Watt. Das passt in die L3e-A1-Klasse, was die Zulassung vereinfacht, aber auch den Rahmen absteckt.

Technisch ist das keine Überraschung. Solide urbane Plattform, ausreichend für die Stadt, nichts, worüber man auf der Autobahn nachdenkt. BRABUS verspricht laut Hersteller außerdem eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber der Basisversion – direkteres Drehmoment, spontanere Reaktion. Was das im Alltag konkret bedeutet, lässt sich aus Pressematerial schwer herauslesen.

Was BRABUS dazugibt

Das eigentlich Interessante ist, was BRABUS obendrauf legt. 23 Carbon-Komponenten, eine Masterpiece-Ledersitzbank, CNC-gefräste Details, ein Dual-Stripe-Scheinwerfer mit BRABUS-Signatur, maßgefertigtes Hinterradfederbein. Bei der DAB 1α BRABUS kommt eine Alcantara-Sitzbank mit weißen Kontrastnähten dazu. Das ist nicht zufällig zusammengebaut, das ist konsequent zu Ende gedacht. Wer BRABUS kennt, erkennt die Handschrift sofort.

Preislich: Die DAB 1α BRABUS liegt bei 16.590 Euro netto. Die Urban E bei 20.800 Euro. Beide in limitierter Stückzahl.

40 Exemplare und das Konzept dahinter

Dann ist da noch die Urban E First Edition. 40 Stück gesamt, vier Farben – Desert Sand, Fusion Red, SuperViolet, Peetch –, je zehn Exemplare. Jede Farbe orientiert sich laut Hersteller an ikonischen Fahrzeugen aus dem BRABUS Portfolio. Die Lackierung entsteht in einem aufwendigen Prozess: Einzelteile werden separat lackiert, dann sorgfältig montiert, um eine einheitliche Oberfläche zu erzeugen. Preis: 32.500 Euro netto pro Stück.

Spätestens hier verlässt das Projekt klassische Motorradlogik. Ein rollendes Kunstwerk, das gesammelt, kuratiert und erinnert werden soll – das steht wörtlich so auf der Projektseite. Ob man das faszinierend oder etwas zu viel findet, ist Geschmackssache. Wer Motorräder kauft, weil er fahren will, dürfte das eine oder andere Augenbraue hochziehen. Wer Objekte sammelt, die zufällig auch Räder haben, fühlt sich wahrscheinlich direkt angesprochen.

Für wen ist das, für wen nicht

DAB × BRABUS ist kein Motorrad für alle. Es ist ein Motorrad für Leute, die Mobilität als Ausdruck von Geschmack verstehen und dafür auch bezahlen wollen. Die technische Basis reicht für den Stadtbetrieb, mehr will sie gar nicht sein. Der Mehrwert liegt im Design, in den Materialien, in der Limitierung.

Wer ein elektrisches Zweirad für den Alltag sucht, das einfach funktioniert und halbwegs vernünftig kostet, sucht hier an der falschen Stelle. Wer ein Stück will, das schon beim Stehen Aufmerksamkeit erzeugt und sich in zwanzig Jahren vielleicht für das Doppelte verkaufen lässt, könnte genau richtig sein.

Erste Auslieferungen sind für Ende Q3 2026 geplant.

Nur über manche der Farben müssen wir noch reden.

Stark Varg SM – Elektro-Supermoto ohne Kompromisse

Nach der Offroad-Version Varg MX und der Enduro Varg EX bringt das junge spanische Unternehmen nun seine dritte Plattform an den Start: die erste Straßenversion, gebaut für alle, die Asphalt lieber quer nehmen als gerade.

Mit 80 PS Spitzenleistung, 914 Newtonmeter Drehmoment am Hinterrad und einem Gewicht von nur 124,5 Kilo spielt die Stark Varg SM in einer eigenen Liga. Damit hat sie das beste Leistungsgewicht aller derzeit erhältlichen Supermotos, ganz egal ob elektrisch oder mit Verbrenner. Der wassergekühlte Permanentmagnetmotor ist in ein ultraleichtes Chassis aus hochfestem Stahl, Aluminium der 7000er-Serie und Carbon integriert. Das Fahrwerk stammt von KYB, mit 48-mm-Gabel, 290 Millimeter Federweg und voll einstellbarem Dämpfer hinten – alles abgestimmt auf die speziellen Anforderungen des Supermoto-Fahrens.

Ultraviolette X-47 Crossover – Erstes E-Motorrad mit Radar und Dashcam

Mit der Ultraviolette F77 hatte das indische Start-up im Sommer 2025 auf der Reload.Land seine Deutschlandpremiere gefeiert – ich konnte damals das sportliche Modell hierzulande ansehen und meine ersten Eindrücke festhalten (mein Artikel dazu). Jetzt schiebt Ultraviolette mit der X-47 Crossover das nächste Modell nach, das deutlich mehr Vielseitigkeit verspricht.

Schon bei der Präsentation war klar: Die Ultraviolette X-47 ist nicht nur für den heimischen Markt gedacht, sondern bewusst als globales Produkt positioniert. Auf der EICMA 2025 in Mailand will Ultraviolette die Maschine zum ersten Mal international zeigen – und damit Indien auf die Landkarte der Elektromobilität setzen.

Technik der Ultraviolette X-47

Die Ultraviolette X-47 ist das erste Serienmotorrad weltweit mit einem integrierten Radar. Ein 77-GHz-Sensor überwacht bis zu 200 Meter nach hinten, kompensiert Schräglagen bis 20 Grad und macht so Funktionen wie Blind-Spot-Warnung, Lane-Change-Assist, Overtake-Alerts und Heckkollisionswarnung möglich. Im Falle einer drohenden Kollision schaltet das System sogar automatisch die Warnblinker ein.

Ergänzt wird das Ganze durch ein duales Dashcam-System mit HDR-Kameras vorne und hinten, IP67-Schutz, Loop Recording und Notfallsicherung. Über ein eigenes 5-Zoll-Display im Cockpit lassen sich Aufnahmen abrufen, speichern oder per WLAN/Bluetooth übertragen.

Besonders stark ist aber, wie Ultraviolette diese Technik als Paket denkt: Radar, Dashcam, Rekuperation, Traktionskontrolle, Stability Control und Hill Hold wirken zusammen als „intelligentes Kontrollsystem“. Damit will die Marke nicht nur Komfort, sondern vor allem Sicherheit schaffen – ein Alleinstellungsmerkmal im Markt.

Auch beim Laden beschreitet Ultraviolette eigene Wege. Der inhouse entwickelte Onboard-Lader mit 1,6 kW ist laut Hersteller der leistungsdichteste luftgekühlte Charger weltweit. Er ist für Temperaturen bis 50 Grad ausgelegt und soll auch unter extremen Bedingungen zuverlässig arbeiten.

VIOLETTE A.I. – die smarte Begleitung

Neben den sichtbaren Features bringt die X-47 auch digitale Dienste mit. Über VIOLETTE A.I. bietet das Motorrad Funktionen wie Bewegungs- und Sturzalarme, Diebstahlwarnungen, Remote-Lockdown, Crash-Alerts und sogar eine Delta-Watch-Funktion, die im Hintergrund auf mögliche Gefahren hinweist. Damit versteht sich die X-47 nicht nur als Fahrzeug, sondern als vernetzter Begleiter – eine Art Co-Pilot auf zwei Rädern.

Honda WN7: Erstes Elektromotorrad startet 2026 ab 15.379 €

Honda macht ernst: Aus dem EV FUN Concept wird nun die Honda WN7, das erste Serien-Elektromotorrad des weltgrößten Motorradherstellers. Vorgestellt als Studie auf der EICMA 2024, startet die Serienproduktion Ende 2025. Ab sofort kann das Modell zum Einstiegspreis von 15.379 Euro (inkl. Überführung) vorbestellt werden.

Honda Elektromotorrad WN7 Serienmodell 2026

Reichweite und Ladezeiten

Die Honda WN7 soll über 130 Kilometer Reichweite bieten – das ist mehr, als die ursprüngliche Studie versprach, aber immer noch weit entfernt von klassischer Langstreckentauglichkeit.

Honda WN7 mit CCS-Schnelllader

Geladen wird entweder an der Wallbox zu Hause (0–100 % in unter drei Stunden) oder unterwegs per CCS2-Schnellladung: von 20 auf 80 Prozent in 30 Minuten. Im Segment der Elektromotorräder ist das immerhin ein Differentiator, viele andere Modelle bieten nur Typ 2.

Leistungsklassen für verschiedene Fahrer

Honda bringt die WN7 in zwei Versionen: mit 18 kW Dauerleistung für A2-Fahrer sowie mit 11 kW für A1-Führerscheininhaber. Die Spitzenleistung liegt laut internen Tests bei bis zu 50 kW, das Drehmoment bei satten 100 Nm – Werte, die einem 600-ccm-Bike in der Beschleunigung ebenbürtig sein sollen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Honda mit über 110 km/h an, das finde ich allerdings ausbaufähig.

Design und Ausstattung

Optisch bleibt die WN7 nah an der EV FUN-Studie: ein schlankes Nakedbike mit futuristischen Akzenten. Die Serienversion bringt aber alltagstaugliche Features mit: LED-Licht vorne und hinten, ein 5-Zoll-TFT-Display mit RoadSync-Konnektivität und speziellen EV-Menüs. Das Gewicht liegt bei 217 Kilogramm – für ein Elektro-Nakedbike ein durchaus respektabler Wert.

NAXEON: Elektromobilität mit Anspruch – und ungesehenem Design

Neu auf dem deutschen Markt und schon ein echter Hingucker: Die Elektromotorradmarke Naxeon hat nicht nur mit ihrem Debüt auf der Intermot für Aufsehen gesorgt, sondern auch gleich mit dem Red Dot Award einen Designpreis eingeheimst. Mit einem futuristischen Look, der irgendwo zwischen Science-Fiction und minimalistischem Kunstwerk pendelt, und einer beeindruckenden Feature-Liste versucht Naxeon, die urbane Mobilität neu zu definieren. Doch steckt hinter der auffälligen Fassade auch die nötige Substanz?

Das Vorzeigemodell, der Naxeon I AM., ist in zwei Varianten erhältlich: Pro und Lite. Beide Modelle beeindrucken durch ein futuristisches Design und hochwertigen Materialien wie 65 % recyceltes Aluminium und biobasierte Kunststoffe.

Technisch besticht das Pro-Modell mit einer Reichweite von bis zu 180 Kilometern (nach WMTC) und einer Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in nur 2,8 Sekunden. Die Spitzenleistung von 10,5 kW und das Drehmoment von 270 Nm lassen keine Zweifel daran, dass dieses Bike nicht nur für die City gemacht ist. Der Boost-Modus ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h.

Naxeon hat bei der Integration intelligenter Technologien nicht gespart. Beide Modelle sind mit einem 7-Zoll-TFT-Farbdisplay, Bluetooth-Konnektivität und einer eigens entwickelten App ausgestattet, die Navigations-, Diebstahlschutz- und Fahrzeugdiagnosefunktionen bietet. Besonders erwähnenswert sind die Sicherheitsfeatures wie ABS, Traktionskontrolle (TCS), ein Toter-Winkel-Warner und sogar eine Dual-Kamera-Anlage für Front- und Rückansicht. Ob man das bei so einem kompakten Zweirad braucht ist die andere Frage aber es ist ne nette Spielerei.

EICMA 2024: Royal Enfield goes Electric mit der „Flying Flea“

Die neue Royal Enfield Flying Flea, vorgestellt auf der EICMA 2024, markiert Royal Enfields Einstieg in die Elektromobilität und setzt auf eine Mischung aus historischer Hommage und modernster Technik. Der Name „Flying Flea“ leitet sich von einem leichten Motorrad ab, das Royal Enfield während des Zweiten Weltkriegs produzierte. Damals wurde es wegen seines geringen Gewichts und der Mobilität per Fallschirm hinter feindliche Linien abgeworfen (was den Fallschirm im neuen Flying Flea-Logo erklärt). Diese historische Verbindung wird nun in die Neuzeit übertragen, indem das Modell retro-inspiriertes Design mit fortschrittlicher Technologie vereint.

Die orinale „Flying Flea” oder offiziell „RE/WD 125”

Auf Einladung von Royal Enfield durfte ich Anfangs der Woche bei der Präsentation in Mailand dabei sein. Wie wichtig dieses neue Modell für die Marke ist, zeigte auch die einführenden Worte des Royal Enfields Management. Wir erinnern uns: vor nicht allzu vielen Jahren produzierte Royal Enfield nur ein Modell, die Bullet 500 deren Basis eine Konstruktion aus den 1930er Jahren bildete. Der Sprung zur aktuellen Produktpalette ist sehr groß und schon beeindruckend.

Flying Flea wird als „Endorsed Brand“ eingeführt, bekommt also ihre eigene Markenidentität aber mit Verbindung zur Hauptmarke. Ab 2026 werden zwei Modelle verfügbar sein: zunächst debütiert die klassisch gestylte Flying Flea C6, die ihr auch auf den Bildern hier seht, eine scrambler-ähnliche Flying Flea S6 wird ihr folgen. Von letzterer wurden auf dem Event nur kur Skizzen gezeigt.

RGNT Motorcycles zündet den Turbo

Die RGNT Turbo ist das neueste Highlight von RGNT Motorcycles und verspricht ein Elektromotorrad, das moderne Technik mit einem unverwechselbaren, nostalgischen Design vereint. RGNT ist kein Neuling in der Szene; schon bei den Modellen No.1 Classic und Scrambler konnte mich das Unternehmen mit der Verbindung von Retro-Design und moderner Elektrotechnik überzeugen – siehe Meet the Makers 2022 und Reload Land 2023.

Das Design des Motorrads, das in zwei Farben – „Purple Rain“ und „Thunder Black“ – erhältlich ist, greift bewusst auf die klare Ästhetik der frühen 80er Jahre zurück. Die Turbo nimmt Anleihen am ikonischen Design des SAAB Turbo und schafft eine Brücke zwischen damals und heute.

Der leistungsstarke 46-kW-Motor sorgt dafür, dass man in nur vier Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, Spaß bei Ampelstarts ist auf jeden Fall garantiert. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bleibt das Bike auch außerhalb der Stadt attraktiv und deckt eine Reichweite von 150 km ab.

B196 Bikes: Zero DS

Als drittes und letztes Bike in der B196-Reihe darf ein Elektromotorrad nicht fehlen. In der Modellfamilie von Zero Motorcycles finden sich gleich mehrere Modelle, die in dieser Klasse mitspielen: die S, DS und FXE verfügen alle über einen 11-kW-Motor (Dauerleistung). Bei Elektromotorrädern ist das allerdings nur die halbe Wahrheit, wie man beim Blick auf das Datenblatt feststellen kann. Dort stehen nämlich eine Maximalleistung von 59 PS und 109 Nm Drehmoment. Trotzdem darf sie bei den „kleinen Bikes“ mitmischen.

Mein Spielkamerad war die Zero DS, was für Dual Sport steht. Entsprechend hochbeiniger und grob bereifter ist auch ihr Auftritt, in der Farbe „Quicksand“ lackiert fallen auch die Dreckspritzer vom gelegentlichen Ausritt auf nicht befestigten Strassen nicht gleich auf.

Technische Daten der Zero DS im Überblick

  • Motor: Der Zero DS ist mit einem bürstenlosen Elektromotor ausgestattet mit einer Dauerleistung von 15 PS (11 kW) @ 3.800 U/min und einer Maximalleistung von 59 PS (44 kW) @ 5.800 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt beeindruckende 109 Nm.
  • Batterie: Die Lithium-Ionen-Zellen bieten eine Kapazität von 14,4 kWh.
  • Reichweite: Je nach Fahreinsatz zwischen 120 km (nur Autobahn) und 260 km (nur Stadt)
  • Ladezeit: Die Ladezeit hängt von der Art des Ladegeräts ab. Mit einem Standard-Heimlader dauert es laut Hersteller 9,8 Stunden um die Batterie voll zu laden. Mit der maximalen Anzahl an zusätzlichen Ladegeräten soll sich die Ladezeit auf etwa 2,8 Stunden verkürzen.
  • Fahrwerk: Vorne Showa Upside-down-Gabel 41 mm mit Cartridge-Einsatz, Federvorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, vorderer Federweg 178 mm; hinten Showa-Gasdruck Stoßdämpfer, Kolbendurchmesser 40 mm, mit fixiertem, externem Reservoir, Federvorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, hinterer Federweg 179 mm
  • Räder: 19-Zoll Vorderrad, 17-Zoll Hinterrad, Erstbereifung Pirelli MT-60
  • Höchstgeschwindigkeit: Das Zero DS erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 140 km/h, was für den Großteil der alltäglichen Fahrten mehr als ausreichend ist.
  • Gewicht: Leergewicht 187 kg, Zuladung 224 kg

Fahreindrücke

Die Sitzposition ist angenehm aufrecht, die Sitzbank eher straffer gepolstert. Mit Federwegen vorne und hinten von fast 180mm und der gröberen Serienbereifung mit Pirelli MT-60 ist die DS auch bereit für Ausflüge jenseits des Asphalts. Das Cockpit ist sehr clean, das gut ablesbare Zentraldisplay bietet die nötigsten Informationen: Geschwindigkeit, Ladezustand, Leistungsabgabe, gewählter Fahrmodus und vieles mehr. Das Display kann mit den Smartphone synchronisiert werden, um die angezeigten Informationen nach eigenen Wünschen anzupassen.

EMGo ScrAmper Elektromotorrad – Scrambler-Style aus der Ukraine

EMGo wer? Das Unternehmen EMGo Technology wurde im August 2019 durch den Zusammenschluss von zwei Entwicklungszentren – Motorrad und Elektromotorrad – gegründet und sitzt in Odessa/Ukraine. Letzte Woche startete EMGo seine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo für den ScrAmper, ein Elektromotorrad im Scrambler-Stil. Wegen des Krieges in der Ukraine wurde die Produktion nach Polen und die Lagerhaltung nach Deutschland verlegt. Und um den Widerstand der Ukraine gegen die russische Invasion zu unterstützen, werden sie für je 15 verkaufte Motorräder ein Motorrad für das Militär bauen.

Das Motorrad selbst sieht sehr interessant aus. EMGo gibt an, dass der Motor eine Spitzenleistung von 16 kW /21PS hat, die Reichweite beträgt 160 km und die Höchstgeschwindigkeit 125 km/h erreicht. Im Gegensatz zu den meisten Elektromotorrädern ist der ScrAmper mit einem Vierganggetriebe ausgestattet. Ausserdem verfügt das Motorrad über ein integriertes Ladegerät und einen Stecker für den Anschluss an Level-2-Autoladestationen, um das Aufladen außer Haus zu erleichtern. 

Die 17-Zoll-Speichenräder mit 50-50-Reifen sollen dafür sorgen, dass der ScrAmper sowohl auf dem Asphalt als auch im Gelände zu Hause ist. Eine Bodenfreiheit von 200mm garantieren ein vielseitiges Einsatzspektrum.

Triumph enthüllt den Prototypen zum TE-1-Projekt

Neulich orakelte ich im Artikel zum Damon Colossus Hyperfighter noch um den aktuellen Stand des Triumph TE-1-Projektes und heute schon flatterte die Pressemitteilung mit dem Update zum ersten Elektro-Motorrades aus Hinckley in die Inbox. Wir erinnern uns: in der Zusammenarbeit zwischen Triumph Motorcycles, Williams Advanced Engineering, Integral Powertrain Ltd. und WMG an der University of Warwick wurde ein Projekt ins Leben gerufen gerufen, um wegweisende Entwicklungen im Bereich der Elektromotorräder sowie ganzheitliches, innovatives technisches Design zu fördern.

Mit der Fertigstellung des Demonstrationsprototyps endet nun die Phase der Zusammenarbeit am TE-1-Projekt. Es folgt die Erprobung unter Einsatzbedingungen, die alleine von Triumph geleitet wird. Aber bevor wir uns den Details widmen, schauen wir uns doch erstmal das nun enthüllte Design des Prototypen an:

Bereit für weitere Tests auf Prüfständen und Teststrecken: Der TRIUMPH TE-1 Demonstrationsprototyp

Phase 3 des TE-1-Projekts ist nun mit dem Bau des endgültigen Demonstrationsprototyps abgeschlossen. Dieser beinhaltet erstmals alle Innovationen aus den Arbeitsgruppen der Projektpartner. Was nun folgt ist die Erprobungsphase, in der der Prototyp auf Herz und Nieren geprüft werden soll mit Prüfstandsläufen und Steckentests mit dem Ziel der finalen Abstimmung und Kalibrierung des Prototypen.

Im Sommer 2022 dürfen wir dann den Prototypen mit seiner finalen Karosserieverkleidung und Lackierung erwarten. Dann sollen auch die finalen Angaben zur Batterieleistung und Reichweite genannt werden.

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