Motorrad-Magazin über Benzinkultur, Motorrad-Touren und Custombikes

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BMW CE 02 Test: Zwei Generationen, zwei Versionen – wie cool ist der eParkourer?

Den CE 02 schon hatte ich 2023 schon im Blog vorgestellt. Und nun hatten wir zwei Wochen lang die Gelegenheit zu testen, ob der kleine eParkourer wirklich hält, was BMW verspricht. Zwei Modelle standen bereit: die 11-kW-Version für mich und die 4-kW-Variante für die Zielgruppe, um die es eigentlich geht: Sohn I hat seit diesem Jahr seinen Führerschein und statt Mutters alte Vespa ET2 zu fahren hatte er sichtlich Spaß mit seiner ersten Erfahrung in Sachen Elektromobilität. Und wir versuchten herauszufinden, ob der CE 02 wirklich das Lebensgefühl trifft, das BMW anstrebt.

Erster Eindruck: Cyber-Monkey oder ernstzunehmendes Fahrzeug?

Der BMW CE 02 sieht live tatsächlich so aus, wie die Marketingabteilung ihn beschreibt: wie etwas, das nicht in die klassische Schublade passen will. Kein Roller mit Beinschild, kein Motorrad mit Tank, eher eine elektrische Honda Monkey aus einem Videospiel. Lange, flache Sitzbank, hoher Lenker, kurze Silhouette, große 14-Zoll-Räder, dazwischen der kompakte E-Motor. Viele Erwachsene finden das seltsam, Jugendliche finden es eher spannend. Mein Sohn hat es so zusammengefasst: „Sieht aus wie eine Mischung aus Vespa, Motorrad und Fahrrad – aber schon eher sportlich und cool.“ Und das ist wichtig, weil Design in dieser Zielgruppe kein netter Bonus ist, sondern Kaufgrund Nummer eins, lange vor Reichweite oder Ladeleistung.

Wichtiger ist die Frage: Fühlt sich das Ding nach „richtigem Fahrzeug“ an oder nach Spielzeug. Da punktet der CE 02. Die Sitzhöhe von 750 Millimetern ist niedrig, aber nicht kindlich. Der Lenker ist hoch, man sitzt aufrecht, die Proportionen wirken nicht wie „kleiner Roller“, eher wie ein kompaktes Naked Bike. Erwachsene passen locker drauf, Jugendliche fühlen sich nicht verloren. Wer von einer 50er-Schüssel kommt, fühlt sich auf dem CE 02 eher aufgewertet als degradiert.

Reload.Land.Scape Mailand: Pop-Up für Elektromotorräder, Design und Community

Reload.Land bringt die elektrische Motorradkultur nach Italien. Mit Reload.Land.Scape Mailand entsteht während der EICMA 2025 auf der Piazza Vetra 17 eine dreitägige Pop-Up-Installation, die Kunst, Design, Musik und Elektromobilität verbindet. Vom 4. bis 6. November zeigen Marken wie Can-Am, LiveWire und Zero Motorcycles ihre Vision von moderner, leiser und kreativer Mobilität.

Das Event versteht sich weniger als klassische Messe, sondern als Treffpunkt für die wachsende europäische Elektro-Szene. Gezeigt werden Konzeptbikes, Designobjekte, digitale Arbeiten und limitierte Editionen – alles kuratiert mit einem klaren Blick auf das Zusammenspiel von Technologie, Handwerk und Kultur.

Ein besonderes Highlight ist das Zero SRX Concept von Huge Design. Das Bike steht mitten in der Ausstellung und zeigt eindrucksvoll, wie mutig und modern Elektromotorrad-Design aussehen kann.

Zum Auftakt lädt Reload.Land am Dienstag, den 4. November, zum Silent Ride Milan ein – dem ersten seiner Art in der Stadt. Treffpunkt ist um 19:30 Uhr an der Piazza Vetra, Abfahrt gegen 20:00 Uhr. Mitfahren darf alles, was elektrisch fährt: Motorräder, Roller und E-Bikes. Die rund einstündige Fahrt führt quer durch Mailand, bevor der Abend bei Musik, Drinks und guten Gesprächen im Pop-Up-Space weitergeht. Wenn Du teilnehmen willst, melde Dich bitte hier an.

Reload.Land.Scape Mailand läuft vom 4. bis 6. November 2025, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, zur Teilnahme am Silent Ride ist eine Anmeldung erforderlich. Würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen!

Neugierig geworden aufs Reload.Land? Hier findest Du meine Berichte der letzten Events.

Honda WN7: Erstes Elektromotorrad startet 2026 ab 15.379 €

Honda macht ernst: Aus dem EV FUN Concept wird nun die Honda WN7, das erste Serien-Elektromotorrad des weltgrößten Motorradherstellers. Vorgestellt als Studie auf der EICMA 2024, startet die Serienproduktion Ende 2025. Ab sofort kann das Modell zum Einstiegspreis von 15.379 Euro (inkl. Überführung) vorbestellt werden.

Honda Elektromotorrad WN7 Serienmodell 2026

Reichweite und Ladezeiten

Die Honda WN7 soll über 130 Kilometer Reichweite bieten – das ist mehr, als die ursprüngliche Studie versprach, aber immer noch weit entfernt von klassischer Langstreckentauglichkeit.

Honda WN7 mit CCS-Schnelllader

Geladen wird entweder an der Wallbox zu Hause (0–100 % in unter drei Stunden) oder unterwegs per CCS2-Schnellladung: von 20 auf 80 Prozent in 30 Minuten. Im Segment der Elektromotorräder ist das immerhin ein Differentiator, viele andere Modelle bieten nur Typ 2.

Leistungsklassen für verschiedene Fahrer

Honda bringt die WN7 in zwei Versionen: mit 18 kW Dauerleistung für A2-Fahrer sowie mit 11 kW für A1-Führerscheininhaber. Die Spitzenleistung liegt laut internen Tests bei bis zu 50 kW, das Drehmoment bei satten 100 Nm – Werte, die einem 600-ccm-Bike in der Beschleunigung ebenbürtig sein sollen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Honda mit über 110 km/h an, das finde ich allerdings ausbaufähig.

Design und Ausstattung

Optisch bleibt die WN7 nah an der EV FUN-Studie: ein schlankes Nakedbike mit futuristischen Akzenten. Die Serienversion bringt aber alltagstaugliche Features mit: LED-Licht vorne und hinten, ein 5-Zoll-TFT-Display mit RoadSync-Konnektivität und speziellen EV-Menüs. Das Gewicht liegt bei 217 Kilogramm – für ein Elektro-Nakedbike ein durchaus respektabler Wert.

Spread the Volt, Vol. 3 – das war das Reload.Land 2025

Zum dritten Mal wurde Berlin am vergangenen Wochenende zum Hotspot der elektrifizierten Zweiradwelt. Das Reload.Land 2025 brachte am 7. und 8. Juni alles zusammen, was Rang, Namen und ein Ladegerät hat: von progressiven Elektrobikes über abgefahrene Custom-Umbauten bis hin zu erstmals gezeigten Prototypen – das Ganze verpackt in entspannter Festivalatmosphäre.

Von den großen Herstellern waren Can-Am und Livewire vertreten, Zero glänzte leider durch Abwesenheit. Dafür wagte mit Ultraviolette ein neuer Hersteller den Sprung nach Europa und wählte die Reload.Land als Rahmen für seinen Markteintritt in Deutschland. Liebhaber klassisch gestylter Motorräder kamen bei Maeving und Black Tea Motorcycles auf ihre Kosten, Kleinkraftradfahrer konnten sich bei Second Ride, Emco oder Soom umschauen.

Mein persönliches Highlight war die Custom Ausstellung. Hier bot der Napoleon Komplex als neue Veranstaltungslocation viel mehr Raum zur Inszenierung und den hat das Team um Max Funk sehr gut genutzt.

Ein echter Hingucker war Ichiban Motorcycles. Die Jungs haben ihr bislang nur digital bekanntes Design jetzt in die Realität gebracht – und es sieht aus wie ein Cyberbike direkt aus einem Science-Fiction-Film. Der Prototyp stand in Berlin erstmals öffentlich auf eigenen Rädern. Ob fahrbereit oder nicht, war nebensächlich – das Teil wurde zum Selfie-Magnet.

Gleich daneben: der VOLTO von JP Performance. Ein Elektroauto auf Tuning-Steroiden, das zeigt, wie man auch als Petrolhead mit Strom Spaß haben kann. Dass ausgerechnet JP in diesem Kontext auftaucht, passt zur Grundidee von Reload.Land: keine Dogmen, nur Ideen.

Ultraviolette F77: Elektropower aus Indien jetzt in Deutschland

Auf der Reload.Land in Berlin hat sich ein neuer Player in der E-Motorrad-Szene vorgestellt: Ultraviolette Automotive. Die Marke aus Indien feiert mit zwei Modellen – F77 Mach 2 Recon und F77 Superstreet Recon – ihren offiziellen Markteintritt in Deutschland. Der Vertrieb läuft exklusiv über die Zero Center AG, die auch Österreich, die Schweiz und Italien abdeckt.

Was ist Ultraviolette?

Gegründet 2016 von Narayan Subramaniam und Niraj Rajmohan, versteht sich Ultraviolette als Technologieunternehmen mit starker Luftfahrt-DNA. Unterstützt wird das Startup unter anderem von TVS Motors, Qualcomm Ventures und Lingotto, einer EXOR-Tochter (Ferrari, Stellantis etc.). Ziel: die Zukunft der elektrischen Mobilität mit Performance, Software und radikalem Design neu definieren.

Die Modelle: F77 Mach 2 & Superstreet

Mit der F77 mach 2 bringt Ultraviolette ein Elektromotorrad auf den europäischen Markt, das sich nicht verstecken muss: kraftvoll, softwaregesteuert und mit einem klaren Fokus auf Performance. Die Maschine vereint Technik und eine kantige, aerodynamische Designsprache, die stark von der Luftfahrt inspiriert ist – kein Zufall, denn genau dort liegen die Wurzeln des Gründerteams. Ziel war es, ein Motorrad zu bauen, das nicht nur elektrisch fährt, sondern sich auch genauso präzise und durchdacht anfühlt wie ein modernes Fluggerät.

Die F77 Mach 2 Recon Variante ist das „Basismodell“ – wobei „Basis“ hier relativ ist. Mit 30 kW Leistung, 100 Nm Drehmoment und einem 10,3-kWh-Akku bringt sie mehr auf die Straße als viele direkte Wettbewerber. Das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt, das Design kantig und aggressiv.

Die Superstreet richtet sich an fahraktive Nutzerinnen und Nutzer, die noch etwas mehr wollen. Auch hier sind Leistung und Akku identisch, aber Fahrwerk, Ausstattung und Ansprechverhalten wurden auf besonders dynamisches Fahren ausgelegt – inklusive einer spezifischen Softwareabstimmung. Sie wirkt noch agiler, direkter, vielleicht sogar ein Stück kompromissloser.

Reload Land 2025 – Volle Ladung Zukunft in neuer Location

Die Spannung steigt – im wahrsten Sinne. Reload Land geht in die dritte Runde. Am 7. und 8. Juni 2025 trifft sich die elektrische Zweiradszene wieder in Berlin. Diesmal nicht mehr im Craftwerk sondern im Napoleon Komplex. Neue, größere Location, aber vertraute Energie.

Bei den ersten beiden Ausgaben 2022 und 2023 war ich schon dabei. Was als kleine, feine Messe für E-Motorräder begann, hat sich in kurzer Zeit zum Pflichttermin für alle entwickelt, die an nachhaltiger Mobilität interessiert sind – egal ob auf zwei oder vier Rädern. Dieses Jahr gibt’s sogar erstmals auch ausgewählte Elektroautos zu sehen, unter anderem den Volto von JP Performance. Und ja, auch dieses Jahr lasse ich mir das Event nicht entgehen.

Was erwartet euch?

E-Motorräder, E-Scooter, E-Customs – das Beste, was die Branche aktuell zu bieten hat. Marken, Prototypen, Umbauten. Wer auf der Suche nach Inspiration ist, wird fündig.

Custom Exhibition – das Herzstück des Festivals. Ein Showcase dafür, was mit Elektromobilität alles möglich ist, wenn Kreative und Technik-Nerds ihre Köpfe zusammenstecken.

Panel Talks und Konferenzprogramm – hier wird diskutiert über neue Technologien, Ladelösungen, Markttrends und politische Rahmenbedingungen. Wer tiefer einsteigen will, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Silent Ride durch Berlin – die leise Parade am Samstagabend ist inzwischen legendär. Wer ein elektrifiziertes Zweirad hat, sollte sich schnell anmelden. Und wer keins hat, leiht sich halt eines aus bei eine, der gängigen Sharing-Anbieter. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es ein besonderes Gefühl ist, mit zig anderen Elektro-Zweirädern lautlos durch die Stadt zu rauschen.

Afterparty – ab 21 Uhr wird’s laut. Elektronische Musik trifft auf elektrische Maschinen. Die Acts werden noch bekanntgegeben.

Der Eintritt ist mit 10 Euro fair bepreist. Kinder bis 14 Jahre kommen kostenlos rein. Mehr Infos und Tickets gibt’s hier: https://reloadland.reservix.de/events Das genaue Programm sowie die Infos zu den Ausstellern werden auf der Website und den Social Media-Kanälen des Reload.Lands zeitnah veröffentlicht.

Ich freue mich jetzt schon auf zwei Tage Volt, Visionen und verdammt viele gute Gespräche. Wer kommt mit?

Livewire Testevent im Craftwerk Berlin – meine ersten Eindrücke von der Livewire One und S2 Alpinista

Elektromotorräder haben ihren Reiz, besonders wenn sie so dynamisch daherkommen wie die beiden Modelle, die ich kürzlich im Craftwerk Berlin testen konnte: Die Livewire One und die im letzten Jahr vorgestellte S2. Eine kleine Feierabendrunde durch die Stadt ersetzt freilich keinen Test, daher hier nur meine ersten Impressionen.

Livewire One – Kraft und Vertrauen

Die Livewire One beeindruckt sofort mit ihrem gestreckten, dynamischen Design. Optisch für mich ein Volltreffer. Fand übrigens auch der von mir sehr geschätzte Jens vom Brauck, der sogar schon zwei Custombikes auf Basis der One aufgebaut hatte. Persönlich gefällt mir ja der erste Umbau aus 2021 besser als der spätere aus 2023, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Aber zurück zur Testfahrt. Auf der Straße bestätigt sich der starke erste Eindruck: Die Kraftentfaltung des Motors mit 78 kW (105 PS) und 116 Nm Drehmoment ist enorm und lädt dazu ein, beherzt am Gasgriff zu drehen. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt sie in etwa 3 Sekunden – ein Wert, der sofort spürbar ist.

Das Fahrwerk der One vermittelt viel Vertrauen, die Maschine liegt satt und stabil auf der Straße, was besonders bei schnelleren Kurvenfahrten deutlich wird. Die Sitzposition ist sportlich, aber komfortabel genug für längere Touren. Das Fahrwerk ist hochwertig abgestimmt und gibt klare Rückmeldungen, sodass man stets ein sicheres Fahrgefühl hat.

Technisch punktet die One mit einer hochwertigen Traktionskontrolle und sportlich abgestimmtem ABS, was besonders bei schlechteren Straßenverhältnissen zusätzliche Sicherheit bietet. Allerdings sind zwei Details etwas gewöhnungsbedürftig: Die getrennten Blinker links und rechts, die mich spontan an ältere BMW-Modelle erinnerten, sowie das pulsierende Gefühl des Antriebs im Stand, spürbar durch ein leichtes Vibrieren in der Sitzbank – ungewöhnlich, aber keinesfalls störend.

NAXEON: Elektromobilität mit Anspruch – und ungesehenem Design

Neu auf dem deutschen Markt und schon ein echter Hingucker: Die Elektromotorradmarke Naxeon hat nicht nur mit ihrem Debüt auf der Intermot für Aufsehen gesorgt, sondern auch gleich mit dem Red Dot Award einen Designpreis eingeheimst. Mit einem futuristischen Look, der irgendwo zwischen Science-Fiction und minimalistischem Kunstwerk pendelt, und einer beeindruckenden Feature-Liste versucht Naxeon, die urbane Mobilität neu zu definieren. Doch steckt hinter der auffälligen Fassade auch die nötige Substanz?

Das Vorzeigemodell, der Naxeon I AM., ist in zwei Varianten erhältlich: Pro und Lite. Beide Modelle beeindrucken durch ein futuristisches Design und hochwertigen Materialien wie 65 % recyceltes Aluminium und biobasierte Kunststoffe.

Technisch besticht das Pro-Modell mit einer Reichweite von bis zu 180 Kilometern (nach WMTC) und einer Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in nur 2,8 Sekunden. Die Spitzenleistung von 10,5 kW und das Drehmoment von 270 Nm lassen keine Zweifel daran, dass dieses Bike nicht nur für die City gemacht ist. Der Boost-Modus ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h.

Naxeon hat bei der Integration intelligenter Technologien nicht gespart. Beide Modelle sind mit einem 7-Zoll-TFT-Farbdisplay, Bluetooth-Konnektivität und einer eigens entwickelten App ausgestattet, die Navigations-, Diebstahlschutz- und Fahrzeugdiagnosefunktionen bietet. Besonders erwähnenswert sind die Sicherheitsfeatures wie ABS, Traktionskontrolle (TCS), ein Toter-Winkel-Warner und sogar eine Dual-Kamera-Anlage für Front- und Rückansicht. Ob man das bei so einem kompakten Zweirad braucht ist die andere Frage aber es ist ne nette Spielerei.

EICMA 2024: neue Elektromotorräder von Honda – EV Fun Concept und EV Urban Concept

Fun Fact: auf der EICMA haben alle Hersteller ihre Pressekonferenzen auf ihren Messeständen gemacht. Nur Honda nicht. Die haben das Auditorium gemietet. Das war dann auch komplett überfüllt und der japanische Hersteller enttäuschte nicht und lieferte ein Neuigkeiten-Feuerwerk. Darunter waren zwei neue Elektromotorräder vor: das EV Fun Concept und das EV Urban Concept. Diese beiden Modelle repräsentieren unterschiedliche Ansätze zur Elektrifizierung des Motorradmarktes und sollen die jeweiligen Zielgruppen im urbanen sowie im freizeitorientierten Umfeld ansprechen. Honda treibt damit seinen Plan voran, eine vollständig elektrische Modellpalette aufzubauen und langfristig die CO₂-Neutralität bis 2050 zu erreichen. Ein erster Schritt für den Motorradbereich ist die Markteinführung von Elektromodellen im Jahr 2024.

EV Fun Concept – Elektrischer Fahrspaß im Freizeitbereich

Das EV Fun Concept stellt Hondas erstes elektrisches Motorrad für den Markt dar und wird 2025 erhältlich sein. Die Antriebsleistung des Naked Bikes soll der eines mittelgroßen Verbrennungsmotors entsprechen, was es für den urbanen Pendelverkehr und kurze Touren prädestiniert.

Technisch wartet das EV Fun Concept mit einer fest verbauten Batterie auf, die mit dem CCS2-Standard für Schnellladung kompatibel ist. Diese Technologie stammt aus Hondas Erfahrung im Automobilbereich und soll kurze Ladezeiten sowie ein geringes Gewicht ermöglichen. Eine Reichweite von über 100 Kilometern dürfte vor allem für die Stadtnutzung attraktiv sein.

EICMA 2024: Royal Enfield goes Electric mit der „Flying Flea“

Die neue Royal Enfield Flying Flea, vorgestellt auf der EICMA 2024, markiert Royal Enfields Einstieg in die Elektromobilität und setzt auf eine Mischung aus historischer Hommage und modernster Technik. Der Name „Flying Flea“ leitet sich von einem leichten Motorrad ab, das Royal Enfield während des Zweiten Weltkriegs produzierte. Damals wurde es wegen seines geringen Gewichts und der Mobilität per Fallschirm hinter feindliche Linien abgeworfen (was den Fallschirm im neuen Flying Flea-Logo erklärt). Diese historische Verbindung wird nun in die Neuzeit übertragen, indem das Modell retro-inspiriertes Design mit fortschrittlicher Technologie vereint.

Die orinale „Flying Flea” oder offiziell „RE/WD 125”

Auf Einladung von Royal Enfield durfte ich Anfangs der Woche bei der Präsentation in Mailand dabei sein. Wie wichtig dieses neue Modell für die Marke ist, zeigte auch die einführenden Worte des Royal Enfields Management. Wir erinnern uns: vor nicht allzu vielen Jahren produzierte Royal Enfield nur ein Modell, die Bullet 500 deren Basis eine Konstruktion aus den 1930er Jahren bildete. Der Sprung zur aktuellen Produktpalette ist sehr groß und schon beeindruckend.

Flying Flea wird als „Endorsed Brand“ eingeführt, bekommt also ihre eigene Markenidentität aber mit Verbindung zur Hauptmarke. Ab 2026 werden zwei Modelle verfügbar sein: zunächst debütiert die klassisch gestylte Flying Flea C6, die ihr auch auf den Bildern hier seht, eine scrambler-ähnliche Flying Flea S6 wird ihr folgen. Von letzterer wurden auf dem Event nur kur Skizzen gezeigt.

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