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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Ehinger Kraftrad

The Vintagent Original: Custom Revolution

Custom Revolution ist die erste große Museumsausstellung, die das neue, zeitgenössische Motorrad „Alternative Custom“ oder „Alt.Custom“ feiert. Kuratiert von Paul d’Orleans präsentiert die Ausstellung erstmals an einem Ort die Arbeiten der bedeutendsten Motorradbauer der letzten zehn Jahre, darunter internationale Stars wie Ian Barry, Shinya Kimura, Roland Sands. Dabei sind auch drei deutsche Beiträge: der Ehinger Kraftrad Speedster, die White Phantom von Kingston Custom und als eines von mehreren Elektromotorädern der BMW C Evolution Umbau von Krautmotors.

The Vintagent Original: Custom Revolution from The Vintagent on Vimeo.

Dieser Kurzfilm ist Teil des kommenden Dokumentarfilms ‚Oil In The Blood‘ von Regisseur Gareth Maxwell Roberts (ja, der vom Bike Shed London).

Die Ausstellung ist noch bis März 2019 im Petersen Automotive Museum in LA zu sehen.

CRAFTRAD Sommerfest

Ein sonniger Tag Ende Mai mit fast 30°, einen besseren Rahmen vom Wetter her für das CRAFTRAD Sommerfest hätte es kaum geben können. Nolan stellte den Pizzabäcker, den Durst konnte man natürlich mit Craft Beer bekämpfen.



Ausgestellt hatten neben URBAN MOTOR, Kaffeemaschine, Ehinger Kraftrad, BERHAM Customs auch Loon Cycleworks. Aufmerksam wurde ich auf die Jungs durch ihren spektakulären Umbau einer Husqvarna FE501. Und genau diese Bike hatte Dominik Port von Loon auch mitgebracht neben einem nicht minder spannenden Umbau einer BMW R80RT.



Dominik erzählte mir von der Begeisterung der Loon-Crew fürs Trial- und Endurofahren. Da wird gerne mal nicht nach Strassenkarte sondern nach Himmelsrichtung gefahren, nur gerade aus und alles was sich in den Weg stellt muss überwunden werden. Irgendwie entstand dabei die Umbauidee zur Husqvarna. Für den Umbau wurden alle Originalaufnahmen benutzt, das Bike kann also jederzeit wieder in den Originalzustand mit Plastikverkleidung gebracht werden um damit durch den Forst zu pflügen, wenn einem Customtank und -sitzbank dafür zu schade sind. Ebenso schnell ist die Maschine von Enduro- auf Supermoto-Reifen umgesteckt, wenn es für ein paar schnelle Runden auf die Kartbahn gehen soll. Ein tolles Bike, bei dem die Customizing-Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind, da Rahmen, Motor und Hinterachsschwinge noch komplett original sind. Peter Dannenberg von URBAN MOTOR war ähnlich begeistert wie ich, als er meinte: „Wir brauchen mehr solcher Ideen!“
Die BMW R80RT von Loon war nicht weniger interessant. Mit einem kompletten KTM-Front, einem neuen Tank und schmalem Sitz, die eine schöne, gerade Linie bilden. Durch die schmale Taille kommt der Zweiventilboxer in der Draufsicht auch sehr gut zur Geltung.










Ein sehr gelungener Abend mit schönen Bikes, netten Menschen und einem Pokalfinalsieg des BVB (Sohn I ist glücklich)!

The Ride Book 2nd Gear Release Party

Anlässlich der Release Party des Ride Book 2nd Gear gab sich die Custombike-Szene gestern im Gestalten Space in Berlin die Klinke in die Hand. Uwe Ehinger, Young Guns Speedshop, Kruz Company, Sébastien Lorentz, Wrenchmonkees, El Solitario, Urban Motor… you name it.

The Ride 2nd Gear Launch Party at Gestalten Space from Gestalten on Vimeo.

Ausgestellt waren einige Bikes aus dem Buch, diese live zu sehen statt nur auf dem Bild vermittelt einem doch einen viel besseren Eindruck. Zum Beispiel von der beeindruckenden Lackierung der Ducati Desmosedici von Deathspray Customs oder der Detailliebe bei der Typhoon von Old Empire Motorcycles.

Schön auch, Ferdinand the Sparrow von Young Guns Speed Shop Seite an Seite mit dem Sprintbeemer der Lucky Cat Garage zu sehen.

Der Preis für das eleganteste Bike des Abends geht auf jeden Fall an die Type 6 von Auto Fabrica, nicht umsonst das Titelbild des Ride Books 2nd Gear in der Gentleman Edition.

Etwas enttäuscht war ich von Shinya Kimuras Faster Sons. Das neue Blechkleid, das Shinya der Yamaha MT07 verpasst hatte, wirkte wie aufgesetzt. Oben Retrostyling, unten moderne Großserientechnik. Eine andere Hinterradschwinge oder etwas Patina am Motor hätten der Maschine gut zu Gesicht gestanden. Aber das ist nur mein persönlicher Senf.

So plauschte ich noch angeregt mit Uwe Ehinger und Jörg Lietzenburger, bis das Bier im Gestalten Space alle war.

Die nächsten vier Wochen könnt ihr Euch die Motorräder dort noch anschauen. Lohnt sich!

Uwe Ehingers „Rusty Diamonds“

Werkstattbesuch-Uwe-Ehinger

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, Uwe Ehinger von Ehinger Kraftrad in seinem Atelier / Büro in der Hamburger Speicherstadt zu besuchen. Kurz nach der Begrüßung sind wir schon tief drin im Thema Motorrad, vieles dreht sich um Uwes Schatzsuche nach alten Motorrädern, die ihn so gut wie um die ganze Welt geführt haben. Skurrile Geschichten um Hinterhoffunde in der argentinischen Pampa oder Verhandlungen mit der südkoreanischen Polizei (inklusive des Vortragens deutschen Liedgutes) bilden die Grundlage für das Buch „Rusty Diamonds“, welches er gerade mit seiner Partnerin Katrin aufgelegt hat. Uwes „Expeditionen“ sind auch deshalb so gut dokumentiert, weil er potentiellen Käufern erstmal Bilder der gefundenen Motorrädern per Post schicken musste, um diese für das Objekt zu interessieren. In einer Zeit ohne Internet war eben auch der Handel mit seltenen Motorrädern zeitlich etwas aufwendiger. Aber wie Uwe auch klar betont: in der heutigen Zeit wären solche Funde wie er sie gemacht hat nicht mehr möglich.

Um ein Geschäft wie das seine besser skalieren zu lassen – wie man in New-Economy-Sprech sagen würde – bemühte sich Uwe irgendwann man um die Exportlisten von Harley-Davidson und fand heraus, welche immensen Stückzahlen unter anderem an die südkoreanische Polizei geliefert wurden. Was Uwe zugute kam war der Umstand, daß die Polizeiwerkstätten es mit der Reparatur der Harleys nicht so wirklich hatten, es wurden lieber Neufahrzeuge geordert. Mit einigem Verhandlungsgeschick konnte Uwe schließlich containerweise die Altfahrzeuge nach Deutschland exportieren.

All dies führte dazu, daß Uwe heute auf einem der bedeutendsten Harley-Fundus weltweit sitzt. Was ihn anhand der steigenden Preise für Komplettmotorräder und Teile aus Milwaukee zu einem sehr entspannten Menschen macht.

Die Fertigungsqualität des Buches ist der der Ehinger Krafträder absolut ebenbürtig. Tiefgeprägter Titel, bedruckter Beschnitt, ein Einband, der auch als Poster fungiert sowie tolle Typografie machen es zu einem tollen handwerklichen Gesamtwerk.

Das Buch ist für 78,00 € unter anderem bei Amazon zu haben.

Vincent Prat interviewt Uwe Ehinger

Da haben sich zwei Petrolheads zusammen gefunden: schönes Interview mit Uwe Ehinger von Ehinger Kraftrad drüben auf der Website des Southsiders MC. Und wer dann noch nicht genug hat, der kann das Galore-Interview mit Uwe aus dem Juni hier nachlesen.

Beim nächsten Hamburg-Trip muß ich mal bei ihm in der Speicherstadt vorbeischauen!

Ehingers Snowracer

Wenn der Blick aus dem Fenster einem wolkenverhangenen Himmel, verschneite Strassen und zugefrorene Gewässer offenbart, dann ist der Motorradfrühling noch weit. Es sei denn, man passt das Gefährt an die Umstände an. Der Snowracer von Ehinger Kraftrad scheint hierfür schon gut vorbereitet zu sein:

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Was ihr da sehr war mal ein Harley Starrrahmen mit 1936er VLH Motor – mit überarbeiteten 46er U Köpfen, Primärantrieb in Eigenbau, genauso wie die Bremsen, der Öltank, die Gabelbrücke und der Lenker. Und natürlich Schneeketten. Ob Uwe Ehinger Schneerennen im Sinn hatte? Keine Ahnung, zornig schaut es aus und hat sich seinen Platz im Ride Book redlich verdient.

The Ride Book Launch Party

Meine Herrn, war das ein sensationeller Abend gestern bei der Premierenparty von Buchpremiere „The Ride“ von Gestalten mit der Crème de la Crème der deutschen und europäischen Motorradschraubern: Urban Motor GmbHJvB-motoKaffeemaschine, Wrenchmonkees, sowie El Solitario. Nicht nur daß man die Bikes im Buch bestaunen konnte, einige Prachtstücke standen auch in der Galerie, so daß man sie auch in voller Pracht und in Natura bewundern konnte. Und nicht nur das, auch einige der Erbauer waren vor Ort: Jens vom Brauck (JvB Moto), Axel Budde (Kaffemaschine), Peter Dannenberg (Urban Motor), David Borras (El Solitario) und Nicholas Bech (Wrenchmonkees). Besser und würdiger kann man die neue Bibel der Custom Bike-Szene nicht in den Markt bringen.

Der DHL-Mann meines Vertrauens hat mir meine Ausgabe noch nicht vorbeigebracht, aber gestern abend konnte ich schon ausgiebig im Buch stöbern. Bei den Bikes fehlt wirklich kein nennenswerter Umbau der letzten Jahre und die Stories geben wirklich einen tiefen Einblick und vermitteln viel von dem Herzblut, der in jedem Umbau steckt. Mit Robert Klanten (Gestalten) und Chris Hunter (Bike Exif) waren auch zwei ausgemachte Experten als Autoren am Werk.

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Marco von berlinbik.es riskiert schon mal einen Blick ins Buch

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Wrenchmonkees #55 MONKEEFIST

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Wrenchmonkees Laverda SF750

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JvB Moto Ducati Pantah

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Kaffeemaschine #7 auf der Erbauer Axel Budde noch am selben Tag angereist kam

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Ehinger Kraftrad

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El Solitario Petardo

Und woran merkt man, daß ich erwachsenen Männern immer noch kleine Jungs stecken? Wenn David Borras in der Galerie seine Petardo anschmeisst und Peter Dannenberg und Jens vom Brauck am Gas spielen. Und kurz darauf Nicholas Bech die Monkeefist aufbrüllen lässt.

Was den Abend aber auch besonders machte waren die Gespräche mit den ganzen „normalen“ Jungs wie Jo Fischer, Sven Wedemeyer, Maximilian Funk und vielen anderen netten Kerlen ohne Namen! Über die Bikes im Buch oder über die, die vor dem Gestalten Space im Hof parkten. Wer wie was umgebaut hat oder wer welches Bike fährt. Schön war oft die bedingungslose und komplett neidlose Anerkennung eines tollen Umbaus oder eines besonderen Motorrads. In der Form habe ich das selten erlebt. Können wir das bitte jetzt jeden Freitag abend machen? 

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Der Abend anderswo:

Edit:

Die Gestalten haben noch einen schönen Film zum Abend gemacht:

The Ride Launch Party at Gestalten Space from Gestalten on Vimeo.

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