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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Ducati (Seite 2 von 3)

Scrambler you are – Testfahrt Ducati Scrambler

Manchmal dauern die Dinge eben etwas länger. Nach dem ersten Probe sitzen im letzten Dezember wollte ich die Ducati Scrambler eigentlich im Frühjahr Probe fahren. Aber man kommt ja zu nix, daher habe ich es erst diese Woche geschafft, die Ducati auszuführen.

Auf den ersten Metern gefällt bereits die entspannte Sitzposition mit dem breiten Lenker, was mir als Endurofahrer sehr gut passt. Zunächst ging es auf die Autobahn, auf der der Zweizylinder der Ducati ordentlich Druck machte. Aus der Leerlaufdrehzahl zieht das Aggregat druckvoll durch, daß es eine Freude ist. Auf der Stadtautobahn musste ich permanent auf den Tacho schielen, um nicht dauernd zu schnell unterwegs zu sein. Auf freier Bahn konnte ich die Scrambler verkehrsbedingt „nur“ bis 180 km/h fahren, aber bis dahin lag sie satt und gut auf der Strasse. Ohne jeglichen Windschutz am Mopped zieht es natürlich ordentlich, aber wenn man die Plauze auf den Tank ablegt und sich etwas kleiner macht, geht es gut.

Runter von der Autobahn ging es in der langgezogenen Ausfahrtskurve, die Maschine liess sich gut in Schräglage drucken und die Verzögerung der Bremsen war sehr vertrauenserweckend. Auf dem folgenden Landstrassenstück zeigte die Scrambler, wofür sie gemacht wurde. Bissig zog die Maschine ab dem Ortsausgangsschild nach vorne, satte Verzögerung vor den Kurven und gleich wieder voller Zug am Gasgriff. Man merkt der Maschine ihr geringes Gewicht an, bei zu beherzter Beschleunigung wird das Vorderrad gerne mal leicht.

Was leider auf den nicht ganz so topfebenen brandenburgischen Landstrassen negativ auffällt, ist die harte Federung. Was meine Enduro noch gut wegfiltert wird bei der Duc zu mittlerer bis größerer Unruhe im Fahrwerk. Blöderweise führen die Erschütterungen auch zu Stößen in der Gashand, auf die der Motor sehr sensibel reagiert und was einem sauberen Kurvenstrich dann wiederum im Weg steht.

Ein Scramblertest wäre kein Scramblertest, wenn man sie nicht mal durch Feld und Wald gejagt hätte. Eben das tat ich und stehend in den Fußrasten ließ sie sich die Scrambler gut navigieren, auch hier kommt einem das geringe Gewicht, die Handlichkeit und der breite Lenker gut zupass.

Auf dem Rückweg nach Berlin quälte ich mich über die stark befahrene B96 und hier nervte die Ducati im Stop and Go. Der Motor ist unter 3-4.000 Umdrehungen relativ ruppig.

Aus meiner Sicht ist die Ducati der perfekte Landstrassenräuber. Wenn die Strassen nicht zu uneben sind. Der tolle Antritt und Durchzug der Scrambler machen tierisch Spaß, das Handling ist sehr gut. In der Stadt und auf schlechteren Strassen bekommt sie von mir ein paar Abzüge in der B-Note.

Zurück beim Händler ließ ich mir die Scrambler Classic mit dem Termignoni-Auspuff (der wirklich sehr geil klingt im Vergleich zum Serienauspuff) und den Seitentaschen Classic konfigurieren und landete bei rund 12.000€. Als reines Spaßmobil – was sie aus meiner Sicht definitiv ist – wäre sie mir zu teuer. Für das Geld bekomme ich auch eine fast neue BMW F800 GS. Das ist natürlich von der Fahrzeugklasse mit der Scrambler nicht unbedingt vergleichbar, aber in meiner persönlichen Präferenzwertung schon. Und mit der GS hätte ich das – etwas schwerere – Spaßmobil und ein tourentaugliches Allroundfahrzeug dazu.

Wer mehr zur Scrambler lesen möchte, dem seien die Artikel zum #VogScramble vom @Griesgram999 und @Schrm empfohlen.

DUCATI x HOLOGRAPHIC HAMMER – Project Hero 01

Langsam startet die heiße Phase für die diesjährige Ausgabe des Wheels & Waves. Meine halbe Facebook-Timeline ist auf dem Weg nach Biarritz oder bereits da. Morgen macht sich auch Sylvain Berneron auf den Weg und er hat ein sehr spezielles Bike im Gepäck: seine Interpretation der Ducati Scrambler – genannt Project Hero 01.

DUCATI x HOLOGRAPHIC HAMMER - Project Hero 01 01

DUCATI x HOLOGRAPHIC HAMMER - Project Hero 01 02

Für seinen Umbau hat er sich für eine Café Racer-Umsetzung entschieden. Am ehesten fällt einem der Heckumbau auf, der das Bike noch klarer und leichter wirken läßt. Leichter ist die Ducati tatsächlich geworden, sie bringt nun ein Trockengewicht von 145kg auf die Waage.

Der Umbau entstand in einer Kooperation mit mehreren Firmen. Während sich Sylvain und sein Bruder Florent auf das Design und den Umbau konzentrierten, gab es Schützenhilfe von mehreren Zulieferern:
– Cognito Moto lieferte den neuen Heckrahmen mit dem integrierten LED-Bremslicht,
– Rizoma hat diverse Teile maßgefertigt,
– von Werkes USA stammt der Endtopf,
– Pirelli hat Renn- und Straßenreifen gestellt,
– französische gebremst wird mit 4D Beringer Rennbremsen,
– und die auffälligen Karbonräder stammen von Rotobox.

Neben Sylvain ist auch Fred Krugger dabei, eine Ducati Scrambler für Biarritz umzubauen, aber mehr als Teaserbilder hat er noch nicht veröffentlicht. In ein paar Tagen sind wir sicherlich schlauer!

Analog Motorcycles – Super Scrambler Ducati

Analog Motorcycles hat mit ihrem Umbau Super Scrambler Ducati aus meiner Sicht bereits eines der Highlights des noch jungen Jahres abgeliefert. Nicht umsonst darf sie in die exklusiven Reihen meiner Bike Porn-Gallerie Einzug halten.

Über den Umbau gibt es jetzt ein kleines Video. Fünfeinhalb Minuten in schönen Bildern schwelgen:

Analog Motorcycles – Super Scrambler Ducati from Grant Schwingle on Vimeo.

Das HILO-Projekt: auf Ducatis durch Vietnam

Chris Force aus Chicago hatte eine sehr ausgeprägte Form des Motorradfahrer-Winterblues und wollte dem kalten, verschneiten Mittleren Westen der USA entfliehen um endlich wieder die Motorradsaison einzuläuten. Die Abkürzung in wärmeres Klima und neue Routen fand er und seine Mitreisenden in Vietnam.

Mit der Unterstützung von Ducati Vietnam sind Laura, Juan, Cat, Dave (Motomucci) und Chris fahren die fünf seit Anfang April durch Vietnam. Ausgehend von Ho Chi Minh geht es nach Norden durch die Berge bis nach Hanoi.

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…roads…

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Neben der neuen Ducati Scrambler rollen sie mit einer Hypermotard, einer Diavel und einer Monster über die nicht immer befestigten Strassen von Vietnam. Sie berichten auf Ihrer Facebook-Seite, ihrer Website respektive auf ihren persönlichen Instagram-Accounts von dem Trip (oben verlinkt).

Probesitzen auf der Ducati Scrambler

Anlassen und zur Probefahrt ausführen war noch nicht drin, aber beim heutigen Weihnachtsevent bei Ducati Berlin konnte ich das erste Mal auf der neuen Scrambler Platz nehmen.

Ducati-Scrambler-live-1

Die Maschine ist sehr kompakt, dennoch passe ich mit meinen 1,82m Körpergröße gut auf die Maschine, auch die Kniewinkel sind angenehm.

Ducati-Scrambler-live-3

Die Sitzbank läuft vorne sehr schmal zu, man sitzt sehr bequem, der breite und hohe Lenker läßt eine entspannte Armhaltung zu.

Es ist aber nicht nur Licht, bei näherer Betrachtung fielen mir einige Dinge negativ auf.

Ducati-Scrambler-live-2

Die Kabel unterm Tank wirken hier sehr lieblos verlegt, ebenso wirkten die an der Seite und der Front angebrachten schwarzen Plastikabdeckungen etwas billig.

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Die Schweissnaht am Tank (im Bild oben am rechten Bildrand erkennbar) ist schlampig ausgeführt, das geht vom Schweissbild gleichmäßiger. Das Batteriefach verläuft in der Nähe des Auspuffs, der Hitzeschutz an der Unterseite des Batteriefachs war unsauber verklebt. Das wäre nicht so dramatisch, leider ist aber der Teil gerade im sichtbaren Bereich. Da die Serienproduktion der Scrambler erst diese Woche angelaufen ist, gehe ich davon aus, daß  die heute ausgestellte Maschine aus der Vorserienproduktion stammt. Vielleicht verbessert sich da noch was.

Zwei weitere Dinge sind eher dem Design, als der Produktionsqualität geschuldet. Den Kabelverlauf am Lenker finde ich störend, da diese sehr prominent im Weg stehen und unter anderem dem freien Blick auf den kleinen Rundtacho verdecken. Auch gewöhnungsbedürftig sind die erhaben stehenden Seitenpaneele am Tank. Zum einen kann man sich am spitz zulaufenden hinteren Ende schön die Hose aufspiessen, zum anderen – und das muss ich als Putzspiesser anmerken – WIE SOLL MAN DA SAUBERMACHEN?

Soviel zur Ducati Scrambler im Stand. Ab März steht die Maschine regulär beim Händler, dann wird eine Probefahrt das Fahrpotential der Maschine aufzeigen!

Ducati Scrambler live erleben

Tourenplan   Wie Scrambler bist Du   Ducati Scrambler

Wo wir es gestern doch gerade von der Ducati Scrambler hatten: wie ich gerade herausfand, schickt Ducati die Scrambler gerade durch Deutschland, bei ausgewählten Händlern kann man den Hobel schon mal anschauen, bevor er im nächsten März regulär ausgeliefert wird. Zufälligerweise ist der Termin für Berlin kommenden Samstag bei Ducati Berlin in der Holzhauser Strasse. Das werde ich mir mal nicht entgehen lassen!

Der Sound der neuen Ducati Scrambler

Gut, es ist nicht der Standard-Auspuff sondern ein Termigioni-Zubehörteil, aber: I WANT!

Intermot: was vom Tage noch übrigblieb

Bevor es all zu spät ist fasse ich schnell noch meine restlichen Impressionen von der Intermot zusammen.

Suzuki Fat Mile

Die Suzuki Fat Mile hatte ich vor dem Glemseck schon mal anhand der Bilder von Sven Wedemeyer vorgestellt, auf der Intermot konnte ich selber am Lack lecken. Sehr schönes Bike, gute, racige Sitzposition und was da alleine am Lenker an schicken Tastern und Hebeln verbaut ist, läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Dem kleinen Japaner hat es auch gefallen!

Die Custombikes

…. also alle anderen ausser Fred Kruggers und Sébastian Lorentz ihm seinen und den beiden von Valtorón.

Yamaha

Auch Yamaha setzt auf die Inszenierung ihrer Bikes durch Custom-Umbauten, die neue XJR 1300 blieb da nicht aussen vor. Das mit der Springergabel fand ich dann doch etwas overdone. Die XJR an sich hat auf jeden Fall generelles Umbaupotential.

Und sonst so?

  • Bei Kawasaki präsentierte ein sehr kleiner Mann mit schlechtem Englisch die Neuheiten, die H2 Ninja als flügelbewehrte Rakete wusste mit 300 PS zu beeindrucken.
  • Ducati baut wirklich schöne Motorräder, aber warum packen die immer so dicke Bollermann-Endtüten an ihre Auspuffanlagen?
  • Bei KTM, Guzzi und Triumph war es irgendwie same procedure as every year, hier bißchen größerer Motor, da bißchen Sonderlackierung, nichts aufregendes.
  • Wenn Euch mal richtig viel Geld ein Loch in die Tasche brennt, könnt ihr das sehr stilvoll bei Rizoma in allerhand formschön gedrehte und gefräste Zubehörteile investieren. Die auf deren Stand präsentierte Monster und R nineT waren schon sehr schick!

Rizoma-Ducati Rizoma-R-nineT

 

Intermot: die neue Ducati Scrambler

Intermot-Ducati-Scrambler

Unglücklicherweise hatte Ducati am Dienstag seine Pressekonferenz auf der Intermot auf 18:00 Uhr angesetzt. Für mich war das exakt der späteste Zeitpunkt, das Taxi zum Flughafen zunehmen um meinen Heimflug nicht zu verpassen. Also hing ich am Smartphone und anstatt live die Enthüllung der neuen Ducati Scrambler zu sehen, mussten es ein paar Bilder auf Instagram tun, um einen ersten Eindruck des Bikes zu bekommen.

Persönlich hatte ich die Premiere der neuen Scrambler mit Spannung erwartet, hatte ich mich doch in ihre Vorgängerin im letzten Jahr beim Distinguished Gentlemans Ride in Berlin ein bischen verliebt.

alte Ducati Scrambler beim DGR 2013 in Berlin

Auch die Borile Scrambler, die sich deutlich an dem historischen Vorbild orientiert, hatte ich Euch schon vorgestellt. Borile reagierte übrigens sehr humorvoll in einem Newsletter am Mittwoch Ducati zur neuen Scrambler beglückwünschten.

Aber jetzt zur Neuen:

The Land of Joy from Scrambler Ducati on Vimeo.

Sie kommt in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen: Icon, Urban Enduro, Classic und Full Throttle. In der Ausstattung unterscheiden sie sich vor allem in Farbgebung, Ausführung der Schutzbleche und Felgen. Als Motor dient ein luftgekühlte Desmo-Twin mit 803 Kubikzentimetern, der ursprünglich aus der Monster 796 stammt und in der Scrambler 75 PS leistet. Technisch kommt sie mit dem nötigsten, ABS mit großer Scheibenbremse vorne, LED Tagfahrlicht und Heckleuchte, LCD Rundinstrument und USB-Ladebuchse unterm Sitz. Wie man die benutzen soll während der Fahrt ist mir schleierhaft, aber vielleicht gibts ja auch da einen Grund für.

Ducati-Scrambler-Versionen

Aus meiner Sicht ein perfektes Einstiegsmotorrad, welches Ducati nach der Weiterentwicklung und dem Upgrade der aktuellen Monster-Modelle auch benötigt. Optisch finde ich sie gelungen, über Kleinigkeiten kann man streiten wie die Kabelführung am Lenker oder die komische Ausführung der Blinkerleuchten hinten. Designmäßig ist sie ein gelungenes Zitat der alten 450 Scrambler aus den 70ern, von der Tankform über die geschwungene Sitzbank bis hin zu den Gesamtproportionen. Und ja, auch damals hatte die Scrambler einen tiefliegenden Auspuff.

Auch einen Preis hat Ducati bereits genannt, bei 8390 Euro soll der Scrambler-Spaß mit der Icon-Version losgehen. „Urban Enduro“, „Full Throttle“ und „Classic“ kosten 9.790 Euro. Ab März 2015 steht sie bei Händler, dann werde ich sie mal genauer anschauen und auch ausreiten.

Ducati Scrambler Teaser

Nach vielen Gerüchten konkretisieren sich die Planungen für die neue Ducati Scrambler. Im Herbst soll sie offiziell vorgestellt werden, bis dahin gibt ein erster Teaserfilm erste Einblicke in das Design:

Bildschirmfoto 2014-06-09 um 18.33.50

Bildschirmfoto 2014-06-09 um 18.33.06

Bildschirmfoto 2014-06-09 um 18.32.28

born in 1962 from Scrambler Ducati on Vimeo.

Ein Tumblr liefert Updates bis zur offiziellen Premiere!

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