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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Schlagwort: Ducati Scrambler

Untitled Motorcycles UMC-038 HyperScrambler

Mit der Scrambler ist Ducati ein hübsches, kleines Maschinchen gelungen mit ordentlich Spaßfaktor. Zahlreiche Umbauten haben wir seit der Premiere ebenfalls gesehen, viele ansprechende, aber auch einige, bei denen ich mir am Kopf kratzen musste.
Aber keine hat mich so überrascht wie die UMC-038 HyperScrambler von Untitled Motorcycles. Beim Scrollen durch meinen Feedreader heute morgen musste ich ob der ersten Bilder sehr große Augen machen.

Bild: http://www.untitledmotorcycles.com/umc-038-marin

Bild: http://www.untitledmotorcycles.com/umc-038-marin


Bild: http://www.untitledmotorcycles.com/umc-038-marin

Bild: http://www.untitledmotorcycles.com/umc-038-marin


Der Custom-Tank legt die Konturen des Trellis-Rahmens schön frei, das Farbschema mit dem prägnanten Ducati ‘Rosso Corsa’ und den ansonsten nur gebürsteten Metalloberflächen läßt das Motorrad auf den ersten Blick fast wie ein 3D-Rendering aussehen. Der modifizierte Auspuff und der handgefertigte Bugspoiler geben der filigranen Maschine eine gute optische Basis. Viele Details wie die in die Brems- und Kupplungshebel integrierten LED-Blinker zeigen die handwerkliche Liebe, die in den Umbau floß.
Ausführliches zum Umbau kann man bei Cycleworld nachlesen, Jay Leno hatte den Erbauer Hugo Eccles zu Gast, der die Details des Umbaus erläutert.

The Moto Quest – Balkan Diaries

Über Aileen und ihr „The Moto Quest“ wurde schon viel on- und offline geschrieben. Persönlich fand ich Sven Wedemeyers Artikel in der FUEL sehr schön und persönlich geschrieben.
Ihre Motorradtour durch Asien fand durch eine Dengue-Infektion ein sehr abruptes Ende, ihre Abenteuerlust und ihr Fernweh wurden hierdurch aber eher noch gesteigert. Persönlich lernte ich Aileen nach ihrer Rückkehr nach Berlin kennen. Als Mutter der Kompanie der „Berlin Café Racers“ scharte sie in ihrer einnehmenden und energiegeladenen Art die Classic Bike-Szene Berlins um sich, organisiert Ausfahrten, Events und Treffen.
Seit ein paar Wochen ist sie nun wieder auf Tour. Bis Ende Juni bereist sie von Italien aus den Balkan bis nach Bukarest.
Motoquest_Balkan_Diaries_Route
War sie in Asien noch auf ihrer umgebauten Honda Tiger unterwegs, bewegt sie nun eine Ducati Scrambler Sixty2. Auch wenn das Bike etwas schmal gebaut ist, das Gepäck für die große Tour hat trotzdem drauf gepasst.


Zu Ihrer Motivation schrieb mir Aileen:

Träumen wir nicht alle davon unserer kontrollierten Realität und dieser plastikartigen Blase, welche wir geschaffen haben und “Leben” nennen, zu entfliehen? Ich schwinge mich in den Sattel, um selbst Meister meines Schicksals zu werden, statt ein Opfer der gesellschaftlichen Zwänge und Erwartungen zu sein. The Moto Quest ist mehr als nur eine Reise auf einem Motorrad. Es ist eine abenteuerliche Metamorphose des Protagonisten, in der es darum geht sich auf die Komplexität der Natur und verschiedenen Kulturen einzulassen und das eigene Bewusstsein spirituell zu bereichern.
Ich habe eine bewegende Lebensgeschichte und gesundheitliche Umstände, die mich ermutigt haben, mich auf diese Expedition zu mir selbst einzulassen und meine Träume zu leben. Ich lade den Zuschauer durch Social Media ein, mich zu begleiten und sich inspirieren zu lassen. Es ist ein wirklich mutiger Schritt sich selbst zu verwirklichen und zu beweisen, dass alles möglich ist. Durch Fotos, Texte und Videos teile ich authentisch und ehrlich meine Erfahrungen und Emotionen und hoffe auf der ganzen Welt Unterstützung zu finden, um meinen Tank und meinen Bauch zu füllen.


Folgt Aileen auf ihrer Tour, sie postet regelmäßig auf Facebook und Instagram, das eine oder andere Filmchen hat auch schon ihren Weg in ihren YouTube-Kanal gefunden.
Update:
Aileen ist nun in Bukarest angekommen, hier ist ihr erstes Fazit:

Retrofutur

Bereits kurz nach der EICMA im letzten Jahr beschrieb Bike & Business den aktuellen Trend zu modernen Klassikern sehr treffend.

Schon immer war Motorradfahren eine emotionale Sache. Das Gefühl des Fahrens und beim Fahren spielt die wichtigste Rolle – auch beim Kauf. „Mehr Emotionen!“ lautet denn auch der Schlachtruf der Marketing-Abteilungen, denn Emotionen vermögen die Funktionalität häufig zu dominieren – oder auch fehlende Funktionalitäten in den Hintergrund treten zu lassen. Fein raus sind derjenigen Hersteller, deren Historie – ähnlich der von Harley-Davidson – lange genug währt, um Anleihen bei sich selbst machen zu können.

Dann ist man so sehr bemüht, fabrikneue Bikes auf Retro zu trimmen, daß sogar Einspritzanlagen wie bei der aktuellen Triumph Bonneville so geschickt verborgen werden, daß sie von einem Vergaser nicht mehr zu unterscheiden sind.
Nicht, daß ich das verwerflich fände, die Bonnie ist ein sehr schönes Motorrad, genauso wie die BMW R nineT oder die Ducati  Scrambler.  Was ich allerdings vermisse ist ein entsprechender Gegentrend, dramatische, neue und zukunftsgerichtete Designkonzepte zu kreieren, die grundsätzliche „In-Frage-Stellung“ des „Das-haben-wir-irgendwie-schon- immer-so-gemacht“. Momentan fällt mir da nur Husqvarna mit seine Vitpilen- und Svartpilen-Konzepten auf, die- so die aktuelle gute Nachricht – auch produziert werden sollen. Mit hoffentlich so wenig wie möglich Abstrichen an der Studie, die Husqvarna dankenswerterweise gerade nochmal ins Studio gestellt hat, um uns Detailfotos wie diese geniessen zu lassen:
Husqvarna_Vitpilen_701_11


So bleibe ich in der Hoffnung, daß sich auch andere Hersteller den Mut nehmen nicht nur neue Antriebskonzepte wie den Elektroantrieb zu pushen sondern auch die damit verbundenen neuen Design- und Gestaltungsmöglichkeiten für eine neue Formensprache nutzen.
P.S.: Im übrigen kann man den Landspeeder von Revival Cycles nicht genug abfeiern, wenn es darum geht, Retroformen dramatisch neu aufleben zu lassen:

Edit:
Lustige Konzidenz: kaum habe ich den Artikel veröffentlicht, bekomme ich eine E-Mail von Yamaha in der sie ihre Konzeptmodell 04GEN vorstellen. Das, also äh, zumindest anders ist:
Yamaha_04gen_07

Probesitzen auf der Ducati Scrambler

Anlassen und zur Probefahrt ausführen war noch nicht drin, aber beim heutigen Weihnachtsevent bei Ducati Berlin konnte ich das erste Mal auf der neuen Scrambler Platz nehmen.

Ducati-Scrambler-live-1

Die Maschine ist sehr kompakt, dennoch passe ich mit meinen 1,82m Körpergröße gut auf die Maschine, auch die Kniewinkel sind angenehm.

Ducati-Scrambler-live-3

Die Sitzbank läuft vorne sehr schmal zu, man sitzt sehr bequem, der breite und hohe Lenker läßt eine entspannte Armhaltung zu.

Es ist aber nicht nur Licht, bei näherer Betrachtung fielen mir einige Dinge negativ auf.

Ducati-Scrambler-live-2

Die Kabel unterm Tank wirken hier sehr lieblos verlegt, ebenso wirkten die an der Seite und der Front angebrachten schwarzen Plastikabdeckungen etwas billig.

Ducati-Scrambler-live-4

Die Schweissnaht am Tank (im Bild oben am rechten Bildrand erkennbar) ist schlampig ausgeführt, das geht vom Schweissbild gleichmäßiger. Das Batteriefach verläuft in der Nähe des Auspuffs, der Hitzeschutz an der Unterseite des Batteriefachs war unsauber verklebt. Das wäre nicht so dramatisch, leider ist aber der Teil gerade im sichtbaren Bereich. Da die Serienproduktion der Scrambler erst diese Woche angelaufen ist, gehe ich davon aus, daß  die heute ausgestellte Maschine aus der Vorserienproduktion stammt. Vielleicht verbessert sich da noch was.

Zwei weitere Dinge sind eher dem Design, als der Produktionsqualität geschuldet. Den Kabelverlauf am Lenker finde ich störend, da diese sehr prominent im Weg stehen und unter anderem dem freien Blick auf den kleinen Rundtacho verdecken. Auch gewöhnungsbedürftig sind die erhaben stehenden Seitenpaneele am Tank. Zum einen kann man sich am spitz zulaufenden hinteren Ende schön die Hose aufspiessen, zum anderen – und das muss ich als Putzspiesser anmerken – WIE SOLL MAN DA SAUBERMACHEN?

Soviel zur Ducati Scrambler im Stand. Ab März steht die Maschine regulär beim Händler, dann wird eine Probefahrt das Fahrpotential der Maschine aufzeigen!

Ducati Scrambler live erleben

Tourenplan   Wie Scrambler bist Du   Ducati Scrambler

Wo wir es gestern doch gerade von der Ducati Scrambler hatten: wie ich gerade herausfand, schickt Ducati die Scrambler gerade durch Deutschland, bei ausgewählten Händlern kann man den Hobel schon mal anschauen, bevor er im nächsten März regulär ausgeliefert wird. Zufälligerweise ist der Termin für Berlin kommenden Samstag bei Ducati Berlin in der Holzhauser Strasse. Das werde ich mir mal nicht entgehen lassen!

Intermot: die neue Ducati Scrambler

Intermot-Ducati-Scrambler

Unglücklicherweise hatte Ducati am Dienstag seine Pressekonferenz auf der Intermot auf 18:00 Uhr angesetzt. Für mich war das exakt der späteste Zeitpunkt, das Taxi zum Flughafen zunehmen um meinen Heimflug nicht zu verpassen. Also hing ich am Smartphone und anstatt live die Enthüllung der neuen Ducati Scrambler zu sehen, mussten es ein paar Bilder auf Instagram tun, um einen ersten Eindruck des Bikes zu bekommen.

Persönlich hatte ich die Premiere der neuen Scrambler mit Spannung erwartet, hatte ich mich doch in ihre Vorgängerin im letzten Jahr beim Distinguished Gentlemans Ride in Berlin ein bischen verliebt.

alte Ducati Scrambler beim DGR 2013 in Berlin

Auch die Borile Scrambler, die sich deutlich an dem historischen Vorbild orientiert, hatte ich Euch schon vorgestellt. Borile reagierte übrigens sehr humorvoll in einem Newsletter am Mittwoch Ducati zur neuen Scrambler beglückwünschten.

Aber jetzt zur Neuen:

The Land of Joy from Scrambler Ducati on Vimeo.

Sie kommt in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen: Icon, Urban Enduro, Classic und Full Throttle. In der Ausstattung unterscheiden sie sich vor allem in Farbgebung, Ausführung der Schutzbleche und Felgen. Als Motor dient ein luftgekühlte Desmo-Twin mit 803 Kubikzentimetern, der ursprünglich aus der Monster 796 stammt und in der Scrambler 75 PS leistet. Technisch kommt sie mit dem nötigsten, ABS mit großer Scheibenbremse vorne, LED Tagfahrlicht und Heckleuchte, LCD Rundinstrument und USB-Ladebuchse unterm Sitz. Wie man die benutzen soll während der Fahrt ist mir schleierhaft, aber vielleicht gibts ja auch da einen Grund für.

Ducati-Scrambler-Versionen

Aus meiner Sicht ein perfektes Einstiegsmotorrad, welches Ducati nach der Weiterentwicklung und dem Upgrade der aktuellen Monster-Modelle auch benötigt. Optisch finde ich sie gelungen, über Kleinigkeiten kann man streiten wie die Kabelführung am Lenker oder die komische Ausführung der Blinkerleuchten hinten. Designmäßig ist sie ein gelungenes Zitat der alten 450 Scrambler aus den 70ern, von der Tankform über die geschwungene Sitzbank bis hin zu den Gesamtproportionen. Und ja, auch damals hatte die Scrambler einen tiefliegenden Auspuff.

Auch einen Preis hat Ducati bereits genannt, bei 8390 Euro soll der Scrambler-Spaß mit der Icon-Version losgehen. „Urban Enduro“, „Full Throttle“ und „Classic“ kosten 9.790 Euro. Ab März 2015 steht sie bei Händler, dann werde ich sie mal genauer anschauen und auch ausreiten.

Borile B450 Scrambler

Beim Distinguished Gentlemans Ride hatte ich mich etwas in diese Ducati Scrambler verkuckt:

dgr5

Gerade las ich auf Pipeburn einen Artikel über die Borile B450 Scrambler, die die moderne Schwester der Duc Srcambler sein könnte:

Borile B450 Scambler

Borile B450 Scambler

Umberto Borile begann 1988 in Vò Euganeo – irgendwo zwischen Padua und Verona – seine eigenen Motorräder zu bauen. Die B450 Scrambler ist das neueste von sechs Modellen, die alle von Hand aufgebaut werden. Der Motor besteht aus einem Ducati-Zylinder, der auf einen Borile-Motorblock aufgepflanzt wurde. Der Einzylinder produziert 43 PS, die die Maschine auf 158 km/h Spitze bringen. Aber das beste ist: die Maschine wiegt trocken 130,5 kg. Überlegt Euch mal den Fahrspaß, den ihr mit dem Mopped haben könntet.

Moderne Technik verbaut in einer klassischen 60er-Jahre Optik, tolle Maschine. Zum Preis der Maschine schweigt sich die Website aus, ich habe mal per Mail angefragt, was man dafür auf den Tisch legen muss.

Edit:
Borile mailte mir gerade die Preisliste. Die B450 Scrambler steht mit 11.545€ (netto) in der Liste. Momentan finalisieren sie noch den Prototypen, aber gegen Ende des Jahres soll mit der Serienfertigung begonnen werden. Und sie suchen noch Händler für Deutschland. Falls ein Interessierter hier mitliest. 😉

Edit II:
Borile hat einen neuen Händler in Berlin gefunden: A.T.T. Tiedemann Motorräder in Wannsee bietet ab sofort die italienischen Motorräder an!

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