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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Tour: Mit dem Roller durch den Harz

So, das war also der Harzer Roller:

Route Harzer Roller

Wo fahr ich am besten lang?
Wie so immer kommt das Anstrengendste am Anfang. In diesem Fall war es die Anreise von Berlin in den Südharz nach Aschersleben. Autobahnschrubben bei Nieselregen, später kam vor Magdeburg die Sonne raus. Nach knapp drei Stunden konnte ich Autobahn und Bundesstrasse hinter mich lassen um bei Falkenstein in den Harz einzufahren. Schon die ersten Kilometer machten Spaß auf schmalen, kurvigen Landstrassen den Berg hinauf zu rollern. Die erste Routenänderung war leider relativ schnell fällig, da die Ortsdurchfahrt von Schwielow gesperrt war. Die Umfahrung über die B242 war unspektakulär, hinter Harzgerode bog ich in Alexisbad rechts ab und fuhr auf neben der Strecke der Selketalbahn Richtung Gernrode, danach über Bad Suderode wieder nach Süden nach Allrode.

Hier sollte dann eine der tollsten Streckenabschnitte des Tages folgen, über Treseburg wollte ich zur Rappbodetalsperre, hatte aber in Treseburg den Abzweig verpasst und fuhr etwas weiter nördlich bis nach Wienrode. Hat aber überhaupt nichts ausgemacht, denn die schmale Landstrasse kurvte sich sehr launig rauf und runter, Gerade waren eher Mangelware. Vor mir fahrende Autos konnten sich nicht überholen, da die Strasse hierfür zu schmal war. Aber mit dem Roller passte ich auf den kurzen Verbindungsstücken zwischen zwei Kurven fast immer durch!

Nach Wienrode ging es ein kurzes Stück die B81 zurück zur Rappbodetalsperre, eine sehr beeindruckende Talsperre und anscheinend auch der lokale Bikertreff. Unter anderem wegen des Tunnel der Landesstraße 96, direkt nordwestlich der Staumauer in der Ostflanke des Nickelsbergs, den viele Moppedfahrer zum Soundcheck nutzen!

Leider war hier die L96 zur Weiterfahrt nach Rübeland gesperrt, so daß ich wieder ein Stück zurück fahren und einen kleinen Umweg über Hüttenrode nehmen musste. Was nicht weiter schlimm war, denn auch hier ging es auf einer gut ausgebauten Landstrasse kurvig ins Tal. Von hier hatte man auch einen sehr schönen Blick auf den Brocken.

Hinter Elbingerode verlief die Strecke etwas gerader und führte mich über die ehemalige Zonengrenze durch Elend (ohne Scheiss, der Ort heisst so) nach Braunlage. Hinter Braunlage sollte dann noch ein schönes Schmankerl warten, die Auffahrt zum Andreasberg. Auch hier freie Fahrt und tolle Kurven bis über 800 Höhenmetern. Die Vegetation veränderte sich hier auch merklich und ähnelte etwas dem Riesengebirge bei Harrachov (siehe Riesengebirgstour im letzten Jahr).

Über Torhaus, Altenau und den Okerstausee drehte ich noch eine Schleife durch den Oberharz, bevor ich in Clausthal-Zellerfeld mein Nachtlager aufschlug.

Auch wenn ich nur einen Bruchteil der Harzer Strassen gefahren bin kann ich jedem das Revier hier nur empfehlen. Man kann nicht wirklich viel falsch machen, der Strassenzustand ist größtenteils sehr gut, egal wo man unterwegs ist findet man Kurven ohne Ende und obwohl Ferienzeit war, hielt sich der Verkehr in Grenzen, was die Laune am Fahren deutlich steigerte. Und ich glaube Kutze ist da auch meiner Meinung!

Taugt der Roller auf der Tour?
Mit 22 PS ist die Vespa 300 GTS Super kein Kraftmax. Auf der Autobahn war ein Reisetempo von 115-120 km/h drin, was für forsch gefahrene Busse auf der rechten Spur auf jeden Fall reichte. Im Harz angekommen fühlte ich mich auf jeden Fall ausreichend motorisiert. Natürlich muss man auf den Punch am Kurvenausgang verzichten, den man mit einem besser bestückten Motorrad hat. Aber wenn man seine Fahrweise anpasst und flüssig fährt, saubere Linien in den Kurven hält und so wenig wie möglich kinetische Energie abbaut kann man durchaus an größeren Moppeds dranbleiben. Vor allem auf den engeren Landstrassen würde man größere PS-Zahlen eh‘ nicht gewinnbringend einsetzen können. Ich bin heute über 400 Kilometer gefahren und mein Durchschnittstempo war nur unwesentlich langsamer als mit der BMW. Auf schlechteren Fahrbahnbelägen fehlen die Fahrwerksreserven einer großen Maschine, auch die kleineren Räder sind in Kurven weniger stabil.

Der Roller bietet mit dem – zugegebendermassen nicht wirklich hübschen – Topcase und dem Stauraum unter der Sitzbank genug Platz für das Gepäck einer Ein- bis Zweitagestour.

Das wirklich große Manko ist der geringe Tankinhalt von 9,2 Litern, vor allem wenn man in ländlichen Gebieten unterwegs ist, wo es nicht an jedem Kniefall eine Tankstelle gibt. Vor allem auf der Autobahn konnte man dem Zeiger der Tankanzeige beim Fallen zusehen.

Wie ist das mit der Navigation?
Ein Navi habe ich nicht am Roller. Bei der BMW leistet mir das Touratech iBracket gute Dienste. Sinnvolle Navi- oder iPhone-Halterungen für den Roller gehen mir ab. Ohne Tankrucksack kann man auch keine Karten unterbringen. Als alternative hatte ich mir die Screenshots meiner Routenplanung ausgedruckt, laminiert und zusammengebunden. Befestigt wurde das am Gepäckhaken innen am Frontschild, was sich aber als Scheißidee herausstellen sollte. Die Luftverwirbelungen vor allem auf der Autobahn hatten das Kartenwerk permanent so vertüttelt, daß sie nicht mehr zu benutzen waren. Letztendlich habe ich die Karten abgenommen und mich draufgesetzt, um die bei Bedarf rauszuholen. Nicht sehr elegant, hat aber funktioniert.

Was zieh‘ ich bloß an?
Für eine Tour Ende Oktober kann man nie genug Klamotten anhaben. Als ich heute morgen die Wettervorhersagen für die Orte auf der Route durchschaute, überraschte mich Braunlage mit leichtem Schneefall und 5° Celsius. So schlimm sollte es nicht kommen, aber ich war trotzdem froh, daß ich nicht wie ursprünglich meine Maple Motorcycle Jeans angezogen hatte, sondern meine normalen Motorradhosen mit Innenfutter und Thermounterwäsche. Obenrum hatte ich zwei Fleeecepullis an sowie einen Fleecekragen. Die letzten Freitag noch schnell gekauften Thermoboy Alaska Handschuhe haben sich ebenfalls bestens bewährt.

Routenplanung Mittelgebirgstour – Tag 1

Ab wann beginnt etwas eigentlich eine Tradition zu werden? Wenn man etwas zum zweiten Mal macht? Setzen wir das mal ans Mindestanforderung fest, dann setzen Thomas und ich unsere Tradition der Saisoneröffnungs-Tour im Mai fort. Nach der Riesengebirgstour im letzten Jahr werden wir dieses Jahr am dritten Maiwochenende die Mittelgebirgstour starten. Enthalten sind Erzgebirge, Bayrischer und Thüringer Wald, Rhön und Rennsteig.

zacler

Unser Duo wird zum Trio, denn Sebastian wird uns begleiten und mit Thomas die An- und Abfahrt aus München gemeinsam unter die Reifen nehmen, während ich alleine aus Berlin „runterfahre“.

Entsprechend ist für mich der erste Tag eine Solofahrt, die mit zwei Stunden Autobahn schrubben nach Dresden anfangen. Nach einem kleinen Besuch bei Freunden zur ordnungsgemäßen Besichtigung des Nachwuchses fahre ich bei Dohna ins Müglitztal über Glashütte nach Altenberg. Einen Teil dieser Strecke fuhr ich bereits im letzten Jahr bei meiner Dresdner Feierabendtour. Die Kurven werden gut tun nach den 200 Kilometern Autobahngeschrubbe .

Hinter Altenberg folge ich der deutsch-tschechischen Grenze und wurschtel mich dann über beiden Länder über den Erzgebirgskamm. Über Neuhausen, Olbernhau und Vejprty erreiche ich schließlich in Oberwiesenthal den Fichtelberg, die höchste Erhebung im Erzgebirge mit 1.214 Metern. Dies wird auch der höchste Punkt der Tour sein, denn die übrigen Mittelgebirge können dem nichts entgegensetzen.

Fichtelberg Oberwiesenthal Erzgebirge 2008

Hinter Oberwiesenthal geht es dann durch den tschechischen Nationalpark Božídarské rašeliniště (toller Name, oder?) durch das Hinterland Richtung Kraslice. Langsam lass ich hier dann das Erzgebirge hinter mir und fahre durch das Vogtland weiter über Schöneck und Oelsnitz zum Tagesetappenziel Blankenberg in Thüringen. Dort warten dann hoffentlich schon Thomas und Sebastian mit einem kühlem Bier auf mich, denn 500km mit 8 Stunden im Sattel machen durstig. Hier die Tagesetappe im Überblick:

Routenplanung Alpenblitz – Tag 1

Seit zwei Wochen gehe ich nun mit der Alpentour schwanger und so langsam nimmt sie konkrete Formen an. Am schwersten war es sich von dem Gedanken zu lösen, alle Alpenpässe auf der Liste in einer Tour zu fahren. Dazu sind es einfach zu viele und gehetzt durch die Alpen zu ballern, nur um noch einen Pass mehr zu schaffen ist ja auch nicht der Sinn von Urlaub. Dazu kommt auch, daß ich noch kein Gefühl habe für Tageskilometerleistungen in den Alpen. Meine bisherige Touren fuhr ich ja maximal in Mittelgebirgen, die 1.000 Höhenmeter habe ich bislang nur auf dem Ještěd in Tschechien geknackt. Auf den Flachlandtouren waren bis zu 500km Tagesfahrleistung drin, in den Alpen wird das aber anders aussehen.

Also habe ich die Menschen gefragt, die schon mal in den Alpen unterwegs waren. Sven Wedemeyer schickte mir als Appetizer gaaaaanz schlimme Bilder wie die hier vom Flüelapass und vom Stilfser Joch, verbunden mit der Empfehlung, eher die Schweizer Alpenpässe zu fahren.

fluela

stelvio

Mein Riesengebirgstour-Wingman Thomas warf eher die italienischen Pässe im Trentino und Südtirol in die Waagschale. Wie neulich schon berichtet, habe ich die einzelnen Ziele erstmal auf einer Karte markiert, um dann die ideale Route drumrum zu bauen. Mittlerweile ist da eine halbwegs belastbare Planung für die vier Tage herausgekommen.

Die Anfahrt nach München würde ich gerne mit dem Autozug machen aber Berlin-Wannsee. Leider ist noch nicht klar, ob in 2014 die Verbindung Berlin-München mit dem Autozug überhaupt angeboten wird, die Website der Bahn hüllt sich da noch in Schweigen. Der Vorteil wäre die etwas entspanntere Anreise nach München, so richtig Lust auf 6 Stunden Autobahn schrubben habe ich nicht wirklich. Und mit 200 € (Frühbucherpreis) halten sich die Kosten auch im Rahmen, verglichen mit den ca. 100 € Spritkosten, die ich für Hin- und Rückfahrt mit dem Mopped auf der Uhr hätte.

Mit den Autozug käme ich dann morgens um 07:30 in München an und würde dann meine designierten Tourmitfahrer Thomas und Sebastian in München einsammeln. Die Anfahrt Richtung Alpen würden wir dann über den Kesselberg und Garmisch-Partenkirchen in Angriff nehmen. Den Fernpass lassen wir links liegen um ab Bichlach den Namlospass Richtung Stanzach zu nehmen – ebenfalls eine Wedemeyersche Empfehlung.

Über den Hochtannbergpass geht es dann in den Bregenzerwald, vorbei an Schoppernau, wo ich als 3-Jähriger Zwerg das Skifahren lernte. Anschließend führt uns das Faschinajoch nach Bludenz. Durchs Montafon nähern wir uns über Gaschurn dem Höhepunkt des ersten Tages, der Silvretta Hochalpenstraße. Die westliche Anfahrt bringt uns mit 32 Kehren über 15 Kilometer bis zur Bielerhöhe bzw. bis zum Silvretta-Stausee. Über Galtür und Ischgl erreichen wir dann wieder das Pitztal, welches wir nach wenigen Kilometern wieder verlassen um das Ötztal hoch bis Sölden zu fahren, das Ziel des ersten Tages. Mit 430 Kilometern wird das die längste Tagesetappe sein, wobei die ca. 100 km von München bis Garmisch-Partenkirchen eher dem lockeren Einrollen dienen werden.

2013 im Rückblick

Mittlerweile gehört es zum guten Ton, jedes Social-Media-Dienstes, einen Jahresrückblick zu aggregieren. Da ich dieses Blog nicht selber hoste, sondern bei WordPress hosten lasse, flatterte mir heute auch eine kleine Mail ins Haus mit ein paar ausgesuchten Statistiken.

Statistik_1

Die beliebtesten Beiträge in diesem Jahr waren dieser – eher schnell hingerotzte – Beitrag zu Predator-Helmen, gefolgt von den Benzingesprächen mit Kaffeemaschine und Urban Motor. Danach kommt der Beitrag zum Routenexport aufs iPhone sowie der aus der Ferne geschriebene Beitrag übers Glemseck 2013.

Statistik_2

Obwohl ich – im Gegensatz zu meinem letzten Blog – nur auf Deutsch schreibe, kommen die Leser von allen Kontinenten des Erdballs. Finde ich super. In Afrika und Grönland ist noch etwas Luft nach oben.

Die meisten Zugriffe kamen zustande über die folgenden Quellen:

  1. facebook.com
  2. twitter.com
  3. guzzi-forum.de
  4. thebikeshed.cc
  5. mojomag.de

Abseits der reinen Zahlenschrubberei waren meine persönlichen Highlights dieses Jahr:

Auf der BMW fuhr ich dieses Jahr knapp 10.000 km, auf der Vespa 2.500, jeder einzelne Kilometer war ein Genuß und die Bestätigung, daß es kein besseres Fortbewegungsmittel gibt.

In 2014 freue ich mich auf die Mittelgebirgstour im Mai und hoffe, viele weitere Bekloppte zu treffen wie zum Beispiel die Blogkollegen Alexander, Ernie und Ralf, just to name a few.

Euch allen ein tolles 2014, always keep the rubber side down!

Winkt ihr noch oder sprecht ihr schon?

Neulich schrieb ich bereits über das Navigieren auf Touren. Wenn Karten manchmal nicht ausreichen, weiche ich auf Navi-Apps auf dem iPhone aus, meistens Skobbler oder Google Maps, die auch eine brauchbare Navifunktion in der Kartenapp verbaut haben.

Aber um unterm Helm die Naviansagen zu hören, braucht es was auf die Ohren. Konkret: es musste ein Bluetooth-Headset her.

Angefangen habe ich ganz klein mit einem Roleff-Headset, das ich für 75,00€ auf einer dieser Online-Sale-Resterampen-Seiten kaufte. Es bestand aus einem flachen Lautsprecher, welcher im Helm mittels Klettkleber fixiert wurden und einem Bedienteil, welches aussen an den Helm kam. Die Audioqualität war ok, bei höheren Geschwindigkeiten (so ab 110 km/h) reichte die Lautstärke aber nicht mehr aus, um die Sprachbefehle des Navis sauber zu hören. Trotzdem wäre ich wohl bei dem Teil geblieben, wenn nicht nach ein paar Wochen Gebrauch die Abdeckung des Bedienteils während der Fahrt verloren gegangen wäre. So lag die ganze Elektronik ungeschützt frei, das Ding war also unbenutzbar. Ersatzteile gab es auch keine, aber ich konnte das Teil zum Händler zurückschicken und bekam mein Geld zurück.

Kurz vor der Riesengebirgstour wollte ich mir dann eine Alternative beschaffen und stand beim Zubehörhändler meines Vertrauens, um mich beraten zu lassen. Ein Kollege von mir hatte mir Scala Rider empfohlen, da er selber eines besaß und damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Der Händler hatte auch ein Scala Rider da, „zufälligerweise“ das Spitzenmodell G9. Und das konnte alles: Bluetooth-Kopplung mit Navi oder Smartphone, Motorrad-zu- Motorrad-Kommunikation mit bis zu 9 Fahrern, Sprachsteuerung, Telefonie, ja sogar ein Radio mit RDS war eingebaut. Irgedwie habe ich mich bequatschen lassen und habe das Gerät mitgenommen. Für schlanke 259,00 €. Uff!

Nach 1.500km auf der Riesengebirgstour und einigen weiteren Fahrten über Stadt und Land habe ich ich dann aber entschlossen, das Teil wieder zu verkaufen. Die Audioqualität war toll, man konnte bei 120 km/h auf der Autobahn noch telefonieren und der Gesprächspartner verstand einen klar und deutlich. Aber: die meisten der vielen Funktionen blieben ungenutzt. So hat beispielsweise der Radioempfang nicht sauber geklappt, die Einrichtung der Stationen war auch zu fummelig. Die Bedienung war mit Handschuhen an im Stand schwierig, auf der Fahrt fast unmöglich. Das Bedienteil hatte drei große Tasten an der Seite für die Hauptfunktionen, oben vier kleine Tasten für die Nebenfunktionen und hinten zwei kleine Tasten für die Lautstärkeregelung.

Die Bedienung der Nebenfunktionen waren ohne Handbuch nicht zu bewerkstelligen, zu komplex und kryptisch war die Abfolge der zu drückenden Knöpfe. Die abgefahrensten Special Moves bei Tekken 3 auf der Playstation waren da weit einfacher.

Es fand sich bei ebay ein Käufer für das G9 etwas unter dem Einstandspreis, es war ja auch kaum benutzt und hatte noch Garantie. Das Geld habe ich dann reinvestiert. In das wesentlich einfacher zu bedienende und günstigere Scala Rider Q1, welches ich als Teamset (2 Geräte) zu einem Sonderpreis von 220,00 € erstehen konnte. So kommt nun auch die Gattin in den Genuß eines Bluetooth-Headsets, die Sozia-Kommunikation ist also gesichert. Und im Grunde kann das Q1 auch alles das, was ich am G9 genutzt habe. Also Naviansagen bekommen, telefonieren, manchmal Musik oder Radio hören, fertig. Und es kommt mit vier Knöpfen aus: zwei für die Funktionsbedienung und zwei für die Lautstärke. Im Set enthalten waren jeweils Halterungen für den Jethem und den Integralhelm, ich kann also problemlos zwischen meinen Helmen wechseln, indem ich nur das Bedienteil am anderen Helm einklinke und das Mikrofon umstöpsel. Einmal aufgeladen bekomme ich ca. 20 Betriebsstunden aus dem Bedienteil raus, bevor es mich freundlich mit „Low Battery“ auf den bald anzuratenden Besuch an der Steckdose hinweist.

Männer, die auf Karten starren

Zur Tourenplanung habe ich schon einiges hier geschrieben und immer noch bin ich auf der Suche nach dem optimalen Setup. Aber ich nähere mich ihm an.

Nach wie vor bevorzuge ich Karten für die Navigation auf Touren. Sie bieten mir einen besseren Überblick auf Orte und Orientierungspunkte in der Umgebung und wenn man Bock hat, unterwegs kurzfristig mal die Route zu ändern (wie auf der Riesengebirgstour), reicht ein Blick auf die Karte anstatt auf dem Navi rumzutippen.

Die Planung mache ich am Rechner zu Hause auf Google Maps, mache mir dann von den Teilsektionen Screenshots, drucke die in A4 farbig aus und packe das in die Kartentasche des Tankrucksacks. Nachteil des Tankrucksacks ist aber, daß ich die iPhone- Halterung am Lenker abmontieren muss, weil sie beim Lenkeinschlag an den Tankrucksack stößt. Aber dafür habe ich jetzt auch eine Lösung, seit ich mir für knapp sieben Euro eine Kartentasche für den Tank gekauft habe.

DCIM100GOPRO

Zusätzlich zu den Karten notiere ich mir an kritische Wegpunkte separat (der weisse Zettel oben auf dem Bild). Das sind zum Beispiel unübersichtliche Abzweige oder bei Stadtdurchfahrten die Ortsnamen in deren Richtung ich weiterfahren muss und die dann meistens auch auf den Strassenschildern innerorts angegeben sind.

Auf dem iPhone nutze ich Skobbler als Navi-App. Die ist in der Grundversion kostenlos und navigiert ordentlich, ich habe Skobbler bereits zum Vergleich auf Dienstreisen gegen mehrere Autonavis und unser privates Becker Navi laufen lassen und es hat sich gut geschlagen. Das Navi lasse ich auf dem iPhone immer mitlaufen, um meine aktuelle Position mit den Kartenausdrucken vergleiche zu können. Manchmal lass ich mich auch bei unübersichtlichen Streckenabschnitten vom Navi leiten, bis ich dann wieder auf Kartenbetrieb gehe.

Ob das einfacher ist, als sich ein Motorradnavi zuzulegen? Das muss jeder für sich und seine Gewohnheiten entscheiden. Zum einen schreckt mich der Anschaffungspreis von mehreren hundert Euro für ein anständiges Motorradnavi ab, zum anderen sehe ich für mich da keinen wirklichen Mehrwert. Gestern abend las ich in einer Motorradzeitschrift eine Anleitung über das Setzen von Wegepunkten bei einem Garmin-Navi. Das mutete teilweise komplizierter an als das Programmieren von Spionagesoftware. Und auch das Tutorial, das ich hier mal veröffentlicht habe zur Übertragung von In Google Maps Routen auf die Navigon-App auf dem iPhone war nicht wirklich trivial.

Eine einfachere Möglichkeit, die Route auf das Smartphone zu bekommen, entdeckte ich neulich. Wenn man die Planung in Google Maps abgeschlossen hat, kann man sich einen Link für diese Route generieren lassen, wenn man auf das kleine Kettensymbol über der Karte klickt (neben dem Drucken-Symbol). Diese URL maile ich mir aufs iPhone und rufe sie da in der Browserversion von Google Maps auf. Komischerweise unterstützt die Google Maps-App dies nicht. In der Browserversion bekommt man zunächst die Liste der Wegepunkte angezeigt, oben rechts kann man dann aber auf das Kartensymbol klicken, dann wird die Route auf der Karte angezeigt. Da das rein- und rauszoomen aber sehr träge funktioniert, eignet sich diese Darstellung meiner Meinung nach nicht für die Navigation unterwegs.

Also wieder zurück zu den Karten….

Wie orientiert Ihr Euch auf Tour?

Edit:
Bei snoop445 fand ich gerade diesen Artikel über seine Routenplanung, auch sehr lesenswert.

The Roadery Motorcycle Touring Co.

Schaut man sich das gängige Angebot an Motorradtouren in den USA an dann findet man da vor allem das Klischee von Harley Heritage Softail Classics oder Roadkings die von dickbäuchigen, älteren Herren gefahren werden. Abends dann schön in den Standardhotelketten Cocktails trinken oder am Pool rumfläzen.

Kann man machen, muss man aber nicht. Wer etwas anderes sucht, wird hier bei The Roadery Motorcycle Touring Co. sicherlich fündig. Gegründet von meinem Freund Philipp Reker bietet The Roadery Motorradtouren – mit oder ohne Führer – in Kalifornien und Nevada an. Die Touren bieten wirklich das beste, was der amerikanische Westen an Natur zu bieten hat. Übernachtet wird in kleinen, schnuckeligen Boutiquehotels abseits des Mainstreams und als Andenken bekommt jeder Teilnehmer der geführten Touren ein Video der Tour. Seit der Riesengebirgstour weiss ich, was das für ein Aufwand sein kann, ist aber ein tolles Erinnerungsstück.

Einen ersten Eindruck bietet Euch das folgende Video – gedreht übrigens von Scott Toepfer:

Und eines haben wir noch gefunden:

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid findet ihr weitere Informationen auf der Website von The Roadery (oder auf Facebook und Twitter).

Touren

Hier sammle ich die Artikel zu den Touren, die ich gefahren bin oder noch fahren möchte:

Zwischen Berlin und Hamburg:

Rund um Berlin: 

Sächsische Schweiz und Riesengebirge:

Mittelgebirge:

Alpen:

Alpenblitz 2015:

Geplant: 

Gefahren: 

Alpenblitz 2016:

Le Tour des Grandes Alpes 2017: 

Alpenblitz 2018:

Italien:

USA:

Motorradtour durch Kalifornien und Nevada

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