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Kategorie: Motorsport

DTM in Zandvoort: Zwei Rennen, jede Menge Drama

Zugegeben, wir waren nicht vor Ort. Aber wer in diesem Jahr die DTM verfolgt, weiß: Einschalten lohnt sich wieder. Enge Kämpfe, starke Fahrten – und auf dem Dünenkurs von Zandvoort gab es obendrauf noch die perfekte Kulisse. Zwei Rennen, zwei Geschichten. Und beide hätten es verdient, in die Saison-Highlights aufgenommen zu werden.

Samstag: Güven behält den Durchblick

Das erste Rennen am Samstag war eines dieser typischen Zandvoort-Rennen. Wechselhaftes Wetter, knifflige Reifenentscheidungen – wer da die Nerven behält, kann groß abräumen. Ayhancan Güven tat genau das. Der Porsche-Pilot von Manthey EMA hatte das richtige Timing beim Boxenstopp, setzte früh auf Slicks und behielt auch beim späten Restart nach Safety-Car-Phase die Übersicht. Sieg Nummer zwei für den schnellen Türken.

Hinter ihm: Nicki Thiim im Lamborghini. Der Däne setzte auf Slicks von Anfang an – mutig, aber clever. Der Lohn: Platz zwei und das erste DTM-Podium für Abt Sportsline in der neuen Lamborghini-Ära. Maximilian Paul komplettierte das Podium und bescherte seinem Familienrennstall das erste Top-3-Ergebnis überhaupt. Starkes Rennen, mutige Strategie – genau das, was die DTM gerade ausmacht.

Erzbergrodeo 2025: Lettenbichler siegt zum vierten Mal in Folge

Es ist ein Spektakel, wie es im Offroad-Sport seinesgleichen sucht: Das Erzbergrodeo in Eisenerz, mitten im größten Eisenerz-Tagebau Mitteleuropas, ist jedes Jahr das Maß aller Dinge im Hard Enduro. Und auch 2025 hat sich an der Hierarchie nichts geändert: Manuel Lettenbichler gewinnt zum vierten Mal in Folge – und das mit einer beeindruckenden Vorstellung.

Der „Iron Giant“ fordert wieder alles

Über 1.000 Fahrer aus 43 Nationen versammelten sich auch dieses Jahr am Steirischen Erzberg. Das Ziel: Ankommen. Die Realität: Nur 14 Fahrer erreichten das Ziel innerhalb des Vier-Stunden-Zeitlimits. Damit bleibt das Erzbergrodeo seiner Tradition treu – 99 % scheitern an 35 Kilometern Gestein, Steilauffahrten und Wurzelteppichen.

Schon am ersten Tag zeigte sich: Das Tempo ist hoch. Josep García, fünffacher Enduro-Weltmeister aus Spanien, setzte die Bestzeit im Iron Road Prolog. Nur die schnellsten 500 durften am Sonntag ins Hauptrennen starten – darunter auch Promis wie Rallye-Ass Daniel Sanders und US-Offroad-Talent Seth Quintero, die aber eher zum Zuschauen als zum Mitfahren angereist waren.

Letti vs. Bolt: Zwei Weltmeister, ein Ziel

Das Hauptrennen entwickelte sich schnell zum Zweikampf: Billy Bolt, nach Verletzung 2024 zurück, legte einen raketenhaften Start hin und führte bis Checkpoint 10. Doch dann kam Lettenbichler – ruhig, kontrolliert, aber gnadenlos effizient. An der gefürchteten Passage „George Avenue“ überholte er Bolt und übernahm die Führung.

Einsetzender Regen machte das Rennen noch härter. Doch Lettenbichler ließ sich nicht beirren. Fehlerfrei fuhr er dem Ziel entgegen und beendete das Rennen in 2 Stunden, 49 Minuten und 17 Sekunden. Bolt kam elf Minuten später ins Ziel, Teodor Kabakchiev sicherte sich als erster Bulgare einen Platz auf dem Erzbergrodeo-Podium.

Die Top 5 im Überblick:

  1. Manuel Lettenbichler (GER) – KTM – 2h 49m 17s
  2. Billy Bolt (GBR) – Husqvarna – 3h 01m 57s
  3. Teodor Kabakchiev (BUL) – Sherco – 3h 13m 44s
  4. Mitch Brightmore (GBR) – GasGas – 3h 13m 46s
  5. Trystan Hart (CAN) – KTM – 3h 18m 32s

Nur noch ein Sieg bis zum Rekord

Mit seinem vierten Triumph rückt Lettenbichler ganz nah an die Legende Taddy Błażusiak heran, der das Rennen fünfmal gewinnen konnte. Der 27-jährige KTM-Werksfahrer bleibt bescheiden:
„Der Druck war groß, aber ich wusste: Wenn ich Billy in den Waldpassagen kriege, habe ich eine Chance.“ Gesagt, getan.

Und Billy? Zeigte sich trotz Platz zwei beeindruckt:
„Das Rennen hat unseren Sport groß gemacht. Mit dem Zeitlimit und 50 Fahrern auf einer Linie – die erste Stunde ist einfach irre.“

Fazit

Das Erzbergrodeo 2025 hat gezeigt: Die Legenden wachsen weiter. Lettenbichler ist auf dem besten Weg, sich endgültig in den Hard-Enduro-Olymp zu fahren. Und der „Berg aus Eisen“ bleibt der gnadenloseste Gegner, den man sich vorstellen kann.

Fotos: Philipp Platzer, Joerg Mitter, Red Bull Content Pool

DTM Lausitzring 2025: Aitken eiskalt, Rast stark, Gounon haarscharf – Drama bis zur Ziellinie

Zum zweiten Mal waren wir beim DTM-Wochenende am Lausitzring – und das Rennen hat uns nicht enttäuscht. Von unseren Plätzen im oberen Bereich der Haupttribüne hatten wir fast die gesamte Strecke im Blick. Besonders die Anbremszone vor Kurve 1 war ein Highlight: Dort ging’s ordentlich zur Sache, immer wieder hartes Gerangel, teils Rad an Rad, teils Blech an Blech. Oder wie es der Streckensprecher passend formulierte: „Da wird sich heute herzhaft in den Koffer gefahren!“

Geduldig, kaltblütig, schnell – Jack Aitken siegt im Ferrari

Pole, Rennen kontrolliert, dann zwischenzeitlich die Führung verloren – und doch triumphiert Aitken. Der 29-Jährige vom Emil Frey Racing Team zeigte Nerven aus Stahl, als er in der vorletzten Runde ein sauberes Überholmanöver gegen Rast setzte und sich damit seinen fünften DTM-Sieg holte. „Ich hab bis zum Schluss Druck gemacht, aber nicht damit gerechnet, dass René mir noch eine Chance gibt“, so Aitken nach dem Rennen.

Rast: Starke Strategie, fehlende Traktion

René Rast fuhr ein starkes Rennen: Von Platz acht gestartet, arbeitete er sich mit cleverer Boxenstrategie und konstanten Rundenzeiten an die Spitze. Doch gegen Rennende ließ die Traktion nach, Aitken kam näher – und ging vorbei. Rast: „Zwei Runden vor Schluss den Sieg zu verlieren, ist natürlich bitter. Aber nach Platz acht im Quali ist Platz zwei ein Top-Ergebnis.“

Gounon: Von „kein Speed“ zu Zentimeter-Finish

DTM, 3. + 4. Rennen Lausitzring 2025 – Foto: Gruppe C Photography

Jules Gounon schien früh im Rennen keine Chance aufs Podium zu haben, doch nach dem Reifenwechsel drehte der Franzose auf. Im letzten Umlauf kam er Rast gefährlich nahe, doch der BMW-Pilot rettete 0,045 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Gounon blieb Platz drei – und ein Grinsen im Gesicht: „Das war ein verrücktes Rennen.“

Was sonst noch passierte:

  • Marco Wittmann glänzte mit Startplatz zwei, fiel aber durch ein ABS-Problem zurück und wurde am Ende Achter.
  • Jordan Pepper fuhr im Lamborghini auf Rang vier, Maro Engel wurde Fünfter.
  • Meister Bortolotti startete als 20., kam als Sechster ins Ziel.
  • Lucas Auer bleibt trotz Platz neun Gesamtführender.
  • Timo Glock holte im McLaren als Zehnter seine ersten Punkte der Saison.

Fazit

Für uns Berliner liegt der Lausitzring quasi vor der Haustür – und ist nach zwei Besuchen definitiv dabei, sich neben Oschersleben zu einer unserer Lieblingsstrecken zu mausern. Die Mischung aus guter Sicht, kurzer Anreise und packender Rennaction macht’s einfach. Wenn die DTM so weitermacht, wird das eine Saison, die wir nicht so schnell vergessen.

Fotos: DTM, eigene

DTM-Vorschau: Mit Vollgas in die Lausitz – Rennsonntag am Dekra Lausitzring

Am kommenden Sonntag bin ich mit Sohn II am Lausitzring – nicht nur als Zuschauer, sondern als Teil eines kleinen Familienrituals: gemeinsam Motorsport erleben. Und die DTM liefert dafür wieder mal das passende Programm. Nach dem Saisonauftakt in Oschersleben geht’s jetzt in Runde zwei – genauer gesagt zu den Rennen 3 und 4 auf dem 3,5 Kilometer langen Kurs bei Schipkau. Der Dekra Lausitzring, mit seinen zwölf Kurven und dem rauen Asphalt, verlangt den Fahrern einiges ab – fahrerisch wie technisch. Wer hier vorne mitfahren will, muss Linie, Mut und Material im Griff haben.

Das Feld sortiert sich – Pepper unter Druck

Jordan Pepper (Lamborghini) kommt als Tabellenführer. Doch Lucas Auer (Mercedes) und Ayhancan Güven (Porsche) haben in Oschersleben gezeigt, dass sie vorne mitmischen können. Auer kennt den Lausitzring bestens – hier holte er 2016 seinen ersten DTM-Sieg. Auch Titelverteidiger Mirko Bortolotti will nach einem eher verhaltenen Auftakt zurück in die Spur finden. Beim DTM-Test fuhr er Bestzeit – er kennt also den Weg zum Limit.

Rast, Aitken, Paul – starke Namen, starke Geschichten

René Rast (BMW) gehört mit seinen drei Siegen hier zu den erfolgreichsten Fahrern auf dem Lausitzring. Jack Aitken (Ferrari) hält den aktuellen Rundenrekord – auch er zählt zu den Favoriten. Und dann ist da noch Maximilian Paul. Der Dresdner fährt fast vor der Haustür – für ihn ist das Wochenende ein Heimspiel. Und man spürt: Er hat Bock. Zitat: „Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man so nah an der Heimat mit der DTM fährt.“

Mehr als nur DTM: Trucks, GT Masters, Prototypen

Was mich besonders freut: Neben der DTM gibt’s ein volles Motorsportpaket. Die ADAC GT Masters starten in ihre neue Saison, dazu kommen die Prototypen des Prototype Cup Germany. Und als Bonus rollen die Renn-Trucks an – mit mehr als 1.000 PS und ganz großem Kino auf der Bremse.

Wer am Freitag schon da ist: Die Track Safari mit den DTM-Fahrern im Bus über die Strecke dürfte ein Erlebnis sein. Samstagabend dann DJ Tomekk in der Fan Zone – wer’s mag.

Für Familien geeignet

Gut zu wissen: Kinder unter 16 kommen kostenlos rein – in Begleitung eines Erwachsenen. Tickets gibt’s ab 59 Euro. Wir sind am Sonntag da – und wenn’s regnet, dann eben in Regenjacke und mit Ohrstöpseln. Motorsport ist live einfach ein anderes Erlebnis.

Also: Lausitzring. Sonntag. Rennen. Mal sehen, wer diesmal die Nase vorn hat.

„72hellride“ – Drei Rennen, zwei Brüderpaare und ein heißer Juni

Kaum haben wir unsere neue Motorsport-Kategorie eröffnet, liefert BMW M Motorsport den passenden Stoff: Der Film „72hellride“ begleitet zwei Brüderpaare bei drei der härtesten 24h-Rennen der Welt – Nürburgring, Le Mans und Spa – und zeigt, wie schmal der Grat zwischen Triumph und Drama ist.

Mit dabei: Sheldon und Kelvin van der Linde. Letztes Jahr noch als Gegner in der DTM unterwegs – und die heimlichen Stars meiner Söhne – sind sie 2025 endlich vereint als BMW M Werksfahrer. Ein schönes Detail, denn 2024 gingen sie noch in verschiedenen Teams und Marken an den Start.

Neben den van der Lindes stehen auch Dries und Laurens Vanthoor im Fokus. Zwei Brüderpaare, die auf und neben der Strecke im direkten Wettbewerb stehen – und das unter der Dauerbelastung von drei 24-Stunden-Rennen in nur einem Monat.

„72hellride“ läuft seit dem 14. April 2025 auf Amazon Prime Video, Google Play, YouTube Movies und Apple TV. Produziert wurde der einstündige Film von ffilmworx im Auftrag von BMW M Motorsport. Laut Andreas Roos, Leiter BMW M Motorsport, zeigt der Film sehr ehrlich, wie intensiv dieser Rennmonat für Fahrer, Teams und Ingenieure war – und wie nah Erfolg und Enttäuschung beieinanderlagen.

Dass Kelvin und Sheldon van der Linde 2025 gemeinsam für BMW an den Start gehen, macht den Film nicht nur zum Rückblick, sondern auch zur Einstimmung auf das, was im nächsten heißen Juni kommt.

Wir haben uns den Film gestern angeschaut. Er bietet spannende Rennaufnahmen und Insights ins Renngeschehen. Aber irgendwie wird nicht klar herausgearbeitet, was nun das besondere an den Brüderpaaren ist. Vor allem die Vanthoor-Brüder kommen etwas zu kurz.

Die Produktionsqualität ist gut, aber leider hat hier „Drive to Survive“ ein anderes Niveau an Storytelling etabliert – auch wenn die letzte Staffel etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Aber 3,99€ ist jetzt eine nicht allzu hohe Investition ins abendliche Entertainment.

Familienzeit auf der Rennstrecke: Unser DTM-Wochenende in Oschersleben

Manchmal braucht es nicht viel für ein perfektes Wochenende: ein paar Sonnenstrahlen, das Dröhnen von Motoren – und die eigenen Söhne an der Seite. Für uns war der DTM-Saisonstart 2025 in Oschersleben genau so ein Erlebnis. Nach unseren Besuchen am Lausitzring und Sachsenring im letzten Jahr war klar: Motorsport live hat uns gepackt. Und da sowohl der Lausitzring als auch Oschersleben für uns gut erreichbar sind, fiel die Wahl für den Saisonauftakt leicht. Nach rund 2,5 entspannten Stunden Anreise kamen wir an der Motorsport Arena an – nur das Parken dauerte etwas länger. Über eine halbe Stunde brauchten wir, bis wir unseren Platz auf einer Wiese hinter der Strecke gefunden hatten. Da ging es am Lausitzring spürbar schneller.

Für mich persönlich hatte Oschersleben noch eine besondere Bedeutung: Es ist die einzige Strecke im DTM-Kalender, die ich selbst schon befahren habe – und zwar auf zwei Rädern beim Triumph Media Day 2021.

Oschersleben: Motorsport hautnah erleben

Die Motorsport Arena Oschersleben trägt den Zusatz „Arena“ nicht zufällig im Namen. Der von allen Besuchern hoch geschätzte Arena-Charakter ist in Deutschland nahezu einmalig: Alle Zuschauerbereiche sind sechs bis acht Meter oberhalb der Strecke angelegt, sodass man jederzeit eine perfekte Übersicht hat. Vom angrenzenden Campingplatz aus durften die Wohnmobile bis an die Strecke heranfahren und parken. Komfortabler und näher dran geht kaum.

Wir hatten unsere Plätze auf der Hasseröder-Tribüne und konnten vom Ende der Start-Ziel-Geraden bis zur Zuschauerbrücke im Nordbereich einen großen Teil der Strecke einsehen – ideal, um das Renngeschehen hautnah mitzuverfolgen.

Dazu kam ein tolles Rahmenprogramm: Neben der DTM starteten in Oschersleben auch die ADAC GT4 Germany, der NXT Gen Cup (auf MINI Cooper SE) und der Tourenwagen Junior Cup (auf VW up! GTI). Besonders die beiden Nachwuchsserien lieferten spektakuläre Rennen – die kleinen Fahrzeuge ballerten teilweise im Millimeterabstand über die Geraden und lieferten sich packende Positionskämpfe. Mehr Action auf kleinstem Raum geht kaum!

RGNT Motorcycles startet die TURBO-Meisterschaft: Schwedens erste offizielle EV-Motorrad-Rennmeisterschaft

Nachdem RGNT Motorcycles mit der TURBO-Variante ihrer Elektrobikes bereits ein ordentliches Ausrufezeichen gesetzt hat, folgt nun der nächste Schritt: die RGNT TURBO Championship. In Kooperation mit SVEMO (The Swedish Motorsport Association), BIKE und Dunlop startet Schweden seine erste offizielle Rennserie für Elektro-Motorräder.

Im Mittelpunkt der Rennserie steht die RGNT Turbo. Mit einem Spitzenwert von 52 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 bis 190 km/h zeigt das Bike, dass Elektromotorräder nicht nur leise, sondern auch schnell sein können. Die Rennen sind auf 8 bis 10 Runden angesetzt – genug, um den Fahrern und der Technik alles abzuverlangen. Besonders spannend: Das Bike verfügt über mehrere Power-Modi und eine Push-to-Pass-Funktion. So ein bisschen wie DRS in der Formel 1.

RGNT verspricht nicht nur High-Speed auf der Strecke, sondern auch in der Boxengasse. Dank DC/DC-Schnellladung sind die Bikes in weniger als einer Stunde wieder voll einsatzbereit. Das lässt genug Zeit für Strategie-Updates, einen schnellen Kaffee – oder um einfach nur durchzuatmen.

Noch finden die Rennen nur in Schweden statt:

  • 24.-25. Mai: RC Scandinavian Raceway, Anderstorp
  • 14.-15. Juni: MS Linköpings Motorstadion, Linköping
  • 26.-27. Juli: MF Gelleråsen Arena, Karlskoga
  • 30.-31. August: MK Falkenbergs Motorbana, Falkenberg

Aber mal unter uns: so gut wie die Rennmaschine aussieht, kann man die auch nicht so kaufen? Bitte?

Mario30095, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

Die Formel1 und ich in den letzten 35 Jahren

Vor ein paar Tagen fand der letzte Formel1 GP dieser Saison statt. Das diesjährige Saisonfinale stellte auch das Finale für RTL dar, die nach 30 Jahren F1-Übertragung den Staffelstab übergeben an Sky. Auch für mich wird das bedeuten, daß mangels Sky-Abo andere Serien in Zukunft Priorität haben werden. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Seit ungefähr 1984 verfolge ich die Formel 1. Der erste F1 Grand Prix, an den ich mich bis heute erinnern kann, war der erste Grand Prix Sieg von Gerhard Berger 1986 in Mexiko. Damals war ich gerade bei Freunden in Wien zu Besuch und der ORF übertrug das Rennen live. Piquet, Mansell, Senna und Prost hießen damals die Gegner.

Ein paar Jahre später crashten Senna und Prost, was damals den WM-Ausgang besiegelte (Senna sollte in der Folgesaison seine Revanche bekommen):

Hängen geblieben ist bei mir auch noch der Große Preis der USA 1989. Damals für Christian Danner für Rial-Ford und stand in der Startaufstellung auf dem 26 und letzten Platz. Am Ende des Rennens fuhr er als vierter über die Ziellinie und erzielte das beste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere.

Im Jahr darauf bügelte Mansell im Ferrari Gerhard Berger auf der Aussenbahn der berüchtigten Peraltada:

Ich erlebte Piquet, Prost, Senna und Mansell als Weltmeister und war geschockt, als an einem Wochenende in Imola erst Roland Ratzenberger und dann Ayrton Senna ihr Leben ließen.

Häkkinen, Raikönnen und Coulthard sowie den jungen Michael Schumacher sah ich um WM-Punkte balgen. Eddie Irvine war ein Spaß.

Von 2000 bis 2004 wurde Michael Schumacher viermal in Folge auf Ferrari Weltmeister und sorgte für eine Euphorie sondergleichen in Deutschland.
Ein besonderer Moment zwischen Hakkinen und Schumacher war sicherlich dieses Überholmanöver in Spa-Francorchamps im Jahr 2000. Sicherlich einer der Formel1-Klassiker:

Motorsport-Sonntag

So, das zweite Formel 1-Rennen der Saison haben wir heute morgen schon gut hinter und gebracht mit einem spannenden Verlauf und tollem Premierensieg von Sebastian Vettel im Ferrari. Weiter geht es dann mit dem Start der MotoGP-Saison mit dem Auftaktrennen in Quatar auf dem Losail International Circuit. Einen schönen Eindruck von der Strecke gibt das folgende Video.

 Die Durchgangszeit des Kamerafahrers waren 2:29, die MotoGP-Fahrer haben hier im Training 1:54er-Zeiten in den Asphalt gebrannt. Übertragen wir das Rennen heute abend ab 19:45 auf DMAX oder Eurosport.

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