Stark Future ist aktuell weiter auf dem Vormarsch. Mit einem neuen Höhenrekord am Ojos del Salado und einem historischen Rennsport-Erfolg in der SuperEnduro-Weltmeisterschaft sammelt der Hersteller mit der Stark Varg EX gleich doppelt Belege dafür, dass elektrische Enduros längst mehr sind als ein Nischenthema. Der Blick auf Stark Future, Höhenrekord und Rennsport zeigt, dass sich hier gerade etwas verschiebt.
Stark Future Höhenrekord am Ojos del Salado
Der Ojos del Salado in der Atacama-Wüste ist längst mehr als nur Kulisse für spektakuläre Expeditionen. Bereits Ende 2023 hatte ich über die Serie von Höhenrekorden berichtet, die dort innerhalb weniger Wochen aufgestellt wurden – mit Motorrädern, Elektro-Trucks und sogar einem Porsche 911. Der Berg ist so etwas wie ein Härtetest für Mensch und Maschine, weil hier nicht nur fahrerisches Können gefragt ist, sondern Technik unter Extrembedingungen funktionieren muss.


Genau an diesem Punkt knüpft Stark jetzt an. Der Schweizer Alpinist Jiri Zak erreichte Ende November 2025 mit einer Stark Varg EX eine Höhe von 6.721 Metern und setzte damit einen neuen Motorrad-Höhenrekord. Die Fahrt fand am Ojos del Salado selbst statt, die Daten werden aktuell von Guinness World Records geprüft.
Warum dieser Rekord mehr ist als eine Zahl
Der bisherige Referenzwert stammt ebenfalls von Jiri Zak. Im Februar 2020 erreichte er auf einer Yamaha WR 450 F am Ojos del Salado eine Höhe von 6.546 Metern. Weiter nach oben ging es damals vor allem wegen massiver Schneefelder oberhalb von rund 6.355 Metern nicht mehr, die den Hang zunehmend unpassierbar machten.
Bemerkenswert ist auch der Blick zurück auf November 2023. Damals erreichte Zak mit einer KTM 500 EXC-F bereits den Westgipfel des Ojos del Salado. Die Bedingungen waren ideal, allerdings war er beim entscheidenden Abschnitt allein unterwegs. Da sein Begleiter erschöpft umkehren musste, fehlten unabhängige Zeugen für die erreichte Höhe. Trotz GPS-Daten und Videomaterial wurde die Fahrt von Guinness World Records nicht offiziell anerkannt.
Während Verbrennungsmotoren in dieser Höhe zunehmend mit Sauerstoffmangel und Leistungsverlust kämpfen, arbeitet der Elektromotor der Varg EX davon unbeeinflusst. Das macht den Rekord weniger zu einer spektakulären Grenzerfahrung und mehr zu einer logischen Konsequenz der Technik. Gerade im Kontext der bisherigen Rekorde am Ojos del Salado, bei denen oft erheblicher technischer Aufwand nötig war, ist das ein bemerkenswerter Punkt.
Stark Future im Rennsport: Podium bei der SuperEnduro-WM
Fast zeitgleich folgt der zweite Beleg, diesmal im sportlichen Umfeld. Beim Auftakt der SuperEnduro-Weltmeisterschaft in Gliwice sichert sich Eddie Karlsson mit der Stark Varg EX den dritten Platz in der Gesamtwertung. Es ist das erste Podium eines vollelektrischen Motorrads in einer FIM-Weltmeisterschaft.


Auch hier lohnt sich der genaue Blick. Karlsson überzeugt nicht mit einem einzelnen Ausreißerlauf, sondern über den gesamten Abend hinweg mit Konstanz und Kontrolle. Besonders in den engen, technisch anspruchsvollen Passagen spielt die direkte Kraftentfaltung des Elektromotors ihre Stärken aus. Gleichzeitig bleibt das Motorrad über alle Läufe hinweg stabil und zuverlässig, ein Punkt, der in der Diskussion um elektrische Rennmaschinen lange kritisch gesehen wurde.
Ein Muster statt einzelner Ausreißer
Nimmt man beide Ereignisse zusammen, ergibt sich ein klares Bild. Der Höhenrekord zeigt, dass der elektrische Antrieb dort funktioniert, wo klassische Konzepte physikalisch an ihre Grenzen kommen. Das Podium in der SuperEnduro-WM beweist, dass diese Vorteile nicht auf extreme Sonderfälle beschränkt sind, sondern auch im regulären Rennbetrieb greifen.
Ob daraus langfristig eine Verschiebung im Offroad-Sport entsteht, bleibt offen. Aber nach diesen Tagen lässt sich kaum noch behaupten, elektrische Enduros seien nur ein interessantes Randthema.















