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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: Motorrad (Seite 3 von 8)

BMW S1000R und BMW R nineT Racer

Good bye S1000R, hello R nineT Racer.

Der Markt für gebrauchte Motorräder sei gut. Der für S1000Rs besonders. Ist das die Gelegenheit 2017 noch ein zweites Motorrad zu fahren? Ein ganz Besonderes?

Nach Abwägen aller Argumente (Vernunft, S1000R ist doch ein super Motorrad, wirklich nochmal tauschen und wieder nach 900 km zur Einfahrkontrolle) fahre ich überhaupt noch so viel dieses Jahr.

Achscheissdrauf.

BMW R nineT Racer in der Auslieferungshalle

Motorrad vor Argument. Make Life a Ride

Der Umstieg könnte drastischer nicht sein. Von der S1000 RR im letzten Jahr kommend war die „R“ ja fast ein Chopper. Auf der R nineT Racer hingegen muss ich mich gewaltig strecken um an die Stummellenker hinter der (Verzeihung) arschgeilen Verkleidung zu erreichen.

BMW R nineT Racer in weiß-blau-rot und Biker in Lederkombi blau-weiß

Der eigentliche Grund für den Wechsel: endlich passen Motorradlack und Lederkombi farblich zusammen.

Die „normale“ R nineT ist mir viel zu klein. Die Knie stehen über die Aussparungen im Tank hinaus und ich sitze auf dem Mopped wie auf einem Rollschuh. Ganz anders bei der Racer. Langgezogen kommt sie daher, mit weit nach hinten gelegten Fußrasten. Beim ersten Aufsitzen bin ich mir sicher, dass mehr als die fünf Kilometer zur Eisdiele da nicht drin sind. Heute weiß ich, damit lag ich (glücklicherweise) völlig falsch.

Dann Anlassen. Wir erinnern uns: S1000R: „braaaaaaab braaaaab“, oder wie Akki sagen würde: „Fick mich, fick mich“. Jetzt die R nineT: „schüttel, schüttel, Blubber – blubber – blubberblubberblubber“. Fahre ich jetzt wirklich Gummikuh?

BMW R nineT im großen Lautertal.

Die (Gummi-) Kuh auf dem Weg zur Weide. Rechts: der Bauer.

Aber die Kuh zieht ordentlich los. Der Zweizylinder-Boxer mit knapp 100 PS lässt aus den knapp 1200 ccm ordentlich Drehmoment. Das für den längs-eingebauten Motor typische Schütteln der ganzen Maschine bei Drehzahlwechseln erschreckt mich die ersten 1000 km an jeder Kreuzung. Abgeworfen hat sie mich aber noch nicht.

BMW R nineT Racer von vorne

Das Licht ist rund. Viel rund.

Die sehr schmale Verkleidung und die scheinbar sehr niedere Scheibe hat eine Aussparung, in die tatsächlich der Helm hineinpasst. Mit etwas geduckter Haltung ergibt sich damit eine schön laminier Strömung um Mopped und Fahrer und die Fahrt mit höherer Geschwindigkeit auf der Autobahn ist im Vergleich zur weitgehend nackigen S1000R sehr angenehm.

Gepäck. Äh – non. Ich wüsste zumindest nicht wohin.

Aber was soll das ganze Technik-Geschwurbel.

R nineT Racer im Lautertal

Hübsches Bike in schöner Landschaft. Nur das gelbe Pizzablech stört das Stilleben.

Die R nineT Racer ist ein Hingucker. Eine echte Angebermaschine. Bei jeder Pause werde ich drauf angesprochen. Was Serie? Sowas gibts? Auf der Autobahn bleiben Dosenfahrer beim Überholvorgang auf meiner Höhe um das Motorrad genauer anzuschauen. Und was will man mehr, als ein wunderschönes Motorrad, das sich genial fährt.

Motorradfahrer in Kurvenlage

Kurve. Nach rechts.

Los geht’s #letourdesgrandesalpes Motorradtour.

5 Männer und ihre Maschinen. Der See-Alpenblitz beginnt. Wir sind auf Motorradtour. Das Ziel ist das Mittelmeer (oder fast), aber eigentlich ist wie immer, der Weg das Ziel.

Aller Anfang ist schwer. Erstens ist heute Strecke gefragt und der Chef diskussionsfreudig. Ich komme zu spät los und habe nur noch die Autobahn als Option.

Kurz nach Ulm schüttet es. Ich glaub ich dreh um. Der Hauser hat sogar nen Regenkombi eingepackt.

10 Minuten später bin ich klatschnass. Und der Regen hört auf. Die Straße dampft,

Bild: Motorrad vor Straße, von der Dampf aufsteigt.

Da dampft die Straße.

mir ist kalt und die Landschaft wunderschön. So langsam stellt sich Tourengefühl ein. Vor mir liegen 7 Tage auf dem Bock, Berge, tolle Jungs, Fahrtwind. Ich freue mich.

Der See-Alpenblitz, le grand tour des alpes, findet die nächsten Tage hier statt. Und auf Kettenritzel.cc.

Stay tuned.

Pfingstmontags-Ausfahrt in die Schorfheide Chorin

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Gestern hat es geregnet, heute war schönes Wetter, also sind Robert und ich eben heute ausgeritten in die Schorfheide Chorin.

Robert hat seiner R nineT Scrambler die Sporen gegeben und ich habe die Vespa 300GTS ausgeführt, damit sie mal etwas mehr sieht als nur Stadtverkehr. Und wieder mal war ich überrascht, wie viel Spaß man mit 22PS auf der Landstrasse haben kann. Und den Scramblertest hat sie auch bestanden. Aber seht selbst:

Die erste Tour mit der CJ – die 13-Seen-Tour mit den Berlin Café Racers

Gestern brachen fast 40 Freunde des zweirädrigen Alteisens auf zur 13-Seen-Tour. Für die seit einer Woche wieder betriebsbereite CJ sollte es die erste Bewährungsprobe werden. Das Wetter meinte es auch fast durchgehend gut mit uns, ausser einem kleinen Hagel- und Regenschauer bei der Anfahrt zum Treffpunkt in Kreuzberg begleiteten uns nur Sonne und leichte Wolken.

Durch die Stadt tuckerten wir erstmal an der Siegessäule vorbei um dann gaaaanz lange gerade aus zu fahren bis in den Grunewald zum Postfenn, wo der Rest der Truppe zu uns stieß! Trotz des guten Wetters war es doch noch etwas frisch auf dem Bock, da kam ein wärmender Kaffee an Bord des Restaurantschiffs „Alte Liebe“ ganz gelegen.

Über Gatow Kladow und Sacrow ging es nahe am Wasser nach Potsdam. Diese Seite der Havel kannte ich noch nicht und für ein gemütliches Dahintuckern war es eine wirklich schöne Strecke. In Potsdam nahmen wir die Touristenstrecke an den Schlössern vorbei bevor es um den Schwielowsee bis zu unserem Zielort, der Wildschweinbäckerei in Schwielowsee. In uriger Atmosphäre verdrückten wir eine ganze Wildsau.
Bis dahin hatte die CJ sich ganz gut geschlagen, aber an die Kupplung muss ich nochmal ran. Bei höheren Drehzahlen fängt sie bei Gasgeben an zu rutschen. Ebenso scheint der Tank auch noch nicht ganz dicht zu sein, wie man an dem schwarzen Schlunz auf den Vergaserdeckeln sehen konnte:

Trotzdem lief sie auf den 150 Kilometern sehr rund, die Autobahnetappe nach Hause machte sie ebenfalls klaglos mit. Auch wenn man der alten Dame anmerkte, daß das nicht ihre präferierte Gangart war.
Hier ein paar Eindrücke der Tour:

KRCC VLOG 3/2017: CJ250T back on the road

Und da war er, der Moment an dem man sich über so Kleinigkeiten wie einen dichten Tank und einen runden Leerlauf freut: die Honda ist nach mehreren Monaten des Prokrastinierens endlich wieder fahrbereit!

Im dritten Anlauf ward der Tank endlich dicht und die Owatrol-Beschichtung musste einer 2k-Klarlack-Lackierung weichen. Inklusive Orangenhaut, denn ich klemmte mir das Abschleifen zwischen den Lack-Durchgängen. Das kann ich im nächsten Winter noch machen, jetzt wollte ich erstmal fertig werden über die Osterfeiertage.



Die Probefahrt über 50km am Ostermontag entsprach dann auch 1/8 der letztjährigen Gesamtfahrleistung auf der Honda. Fahrer und Fahrzeug trotzten dem Aprilwetter mit Sonne, Graupel und Regen und das Mopped lief einfach. Ohne Murren und Zicken. Zu schön um wahr zu sein!


Und allen, die jetzt unken „mach das häßliche Heck weg!“ kann ich nur sagen: ja, mach ich. Irgendwann, wenn ich ein paar hundert Kilometer auf der Möhre gefahren bin! Ich freu mich erstmal ne Runde!

Test: Motorrad-Navi Calimoto.

[appbox steam ]Lange Zeit waren Navigationsysteme für Motorräder Mangelware. Und ich meine damit nicht Systeme, die wasserfest oder mit Handschuh bedienbar sind. Das gibt es wohl. Ich meine Systeme, die außer schnellste und kürzeste Route auch sowas wie „kurvigste“ Route anbieten. Die Situation war so schlimm, dass ich mir selbst schon Konzepte für eine Smartphone App überlegte. Wie immer waren Andere schneller.

Als erstes Beispiel heute die App Calimoto:

[appbox googleplay com.calimoto.calimoto]

Die ersten Tests beziehen sich auf die frühe Version 1.6.10, die bereits sehr gut nutzbar ist. Ich würde vermuten dass Erweiterungen und Verbesserungen schnell dazu kommen. Auch ich werde die Entwicklung beobachten und ggf. berichten.

Der erste Eindruck:

Das Navi erlaubt eine klassische Zielführung an ein eine Adresse, allerdings eben nicht „schnell“ oder „kurz“, sondern „kurvig“. Auch Zwischenziele sind möglich, so dass „kurvig“ noch beliebig verlängert werden kann. Darüber hinaus sind Rundtouren ab dem aktuellen Standort oder eines anderen Ortes möglich. Über die Wahl der Himmelsrichtung lässt sich die Planung der Tour anpassen.

Der Motorradfahrer kann die Beschaffenheit der Straßenoberfläche nicht glauben.

Eine Zielführung zu zum Startpunkt ist möglich, ebenso ein Einstieg in die Tour, wenn beispielsweise der Startpunkt nicht genau getroffen wird. Weicht man von der Route ab wird diese neu berechnet. Wie gut diese dann ist bzw. wie weit das Navi versucht auf die ursprüngliche Route zurück zu kommen kann ich noch nicht sagen. Eine Zielführung ohne Abbruch und einer Notwendigkeit anzuhalten um einzugreifen ist jedenfalls gut möglich.

Im Stadtverkehr ist die Navigation über Sprache schwierig und das Kriterium „kurvig“ nicht unbedingt hilfreich. Im Stadtverkehr München bin ich auf dem Weg aus der Stadt mehrfach an der gleichen Kreuzung vorbei gekommen, bevor ich schließlich aufgegeben habe…

+ Gute, Motorrad-taugliche Streckenwahl

+ Gute Routenführung über Sprache

+ Zwischenziele möglich

+ Routen Neuberechnung, wenn Route verlassen oder anders als vorgesehen eingestiegen.

+ Offline Kartenmaterial, allerdings kostenpflichtig (s.u.).

 

– im Stadtverkehr ungeeignet

– kein GPX Import (dafür empfehle ich weiterhin die App OSMAnd).

– Kartenmaterial sehr teuer (eine Karte inklusive, z.B. Oberbayern Süd, alle weiteren Regionen derzeit 17,99 Euro)

 

Alternativen: kurviger.de mit jetzt neuer App (Test folgt hier in Kürze).

S1000R Unboxing.

Jetzt ist sie da: auf den zweiten Anlauf hat es dann geklappt. Die weiße S1000R ist mein.

Nach der S1000RR im letzten Jahr ist die „single R“ ein Sofa. Breiter Lenker, aufrechte Sitzhaltung, wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, das ist der Chopper unter den Supersportlern.

Der erste Eindruck zeigt aber auch ein brachiales Aggregat. Einen Wahnsinns Sound. Technik zum verlieben (Schaltassistent und laut Handbuch Helferlein, deren Namen ich mir erst einmal nicht merken kann).

Hoffentlich gibt das nicht lauter kleine weiße Rollschuhe…

Im Münchner Abendverkehr wirkt der Lenker unglaublich breit. Ich versuche beim Abbiegen beide Spuren zu nehmen. Und ein Durchschlängeln im Stau scheint unmöglich bei weniger als einer Rettungsgasse für Polizei-LKWs. Der RR-Fahrer hinter mir (ausgerechnet!) hält es nicht aus und überholt mich mühelos links und rechts. Naja, nicht wirklich. Warum sollte er zweimal an mir vorbeifahren?!

 

Morgen Kinder wird’s was geben (*freu*).

Trotz zuletzt widersprüchlicher Angaben zur Auslieferung gehe ich fest davon aus: morgen ist der Liefertermin der S 1000 R.

Ja, das Wetter wird schlecht zum Wochenende. Aber was soll’s. Ich freu‘ mich tierisch.

 

Wintertour: Einmal bis zum (gefühlt ewigen) Eis und zurück.

Noch ein paar Wochen bis zum neuen Mopped. Es ist irgendwie noch Winter und die Snowboard-Boots passen noch besser als die Mopped-Stiefel. Aber hilft ja nix. Bevor die S1000R in die Tiefgarage kommt meldet sich die Honda nochmals zu Wort.

Geführt vom neuen Mopped-Navi im Android App-Store (Calimoto – Bericht folgt) mache ich mich bei sportlichen Temperaturen auf ins Münchner Umland.

Sehr weit kommt man im Februar 2017 noch nicht. Abseits der großen Hauptstraßen kommt schnell seltsam weißer Belag zum Vorschein. Nicht gut für Mopped-Stiefel. Und Reifen.

Trotzdem sind 2 Stunden auf der Piste um diese Jahreszeit eine wahre Freude. Ich genieße die teils bemitleidenden, teils anerkennenden Blicke der Autofahrer und treffe in den zwei Stunden tatsächlich zwei weitere Zweiradfahrer. Sie grüßen. Noch ein kraftsparendes uns ernst gemeintes Unterfangen.

Fotos? Hier:

[FAG id=487]

Anger Management

Im Dezember 2015 hatte ich mit die Honda CJ 250T gekauft. In 2016 habe ich sage und schreibe 400km auf den Tacho gebracht. Weil: irgendwas war ja immmer.
Zumindest optisch hat sich einiges getan, wenn mal man den Vergleich sieht.
Die CJ vor 14 Monaten:
Honda_CJ250_1
Honda_CJ250_7
Honda_CJ250_1
Die CJ heute:
20170210_cj250t_1
20170210_cj250t_3
20170210_cj250t_2
Dreh- und Angelpunkt meines Frustes ist nach wie vor der Tank. Nach dem Zuzinnen der beiden Löcher war ich eigentlich ganz zuversichtlich, daß der Tank jetzt endlich dicht halten würde. Tut er aber nicht. Letztes Wochenende montierte ich ihn erneut, befüllte ihn etwas vorsichtiger als das letzte Mal, und? Es suppte schon wieder irgendwo raus.

Sehr ihr den Querträger am unteren Ende des Tankes? Darunter ist die undichte Stelle! Diese war mir beim letzten Befüllversuch nicht aufgefallen, da die beiden anderen Löcher schon so viel Alarm gemacht hatten, daß ich schlichtweg nicht nach anderen Lecks geschaut hatte.
Wie der Blick mit dem Endoskop bei Uwe Graf zu Tage förderte, hat einer der Vorbesiter an der Stelle schon etwas rumgeschweisst und dann von aussen Bitumen drübergeschmiert. Das Bitumen hatte ich nach der Tankrevision bei Uwe dann weitestgehend entfernt. Unter dem Querträger blieb zwecks mangelnder Erreichbarkeit noch ein Rest über, um den ich mich nicht kümmerte. Und da sitzt nun das Leck.
Ich bin gerade hin und hergerissen, ob ich da jetzt die schnelle Lösung bevorzuge und großzügig mit Flüssigmetall das Loch versuche dichtzubekommen. Oder ob ich die aufwändige Lösung nehme und das schweissen lasse, was dann aber wieder eine neue Innenversiegelung des Tankes nach sich ziehen würde.
Any thoughts?
Ich gehe erstmal in den Keller und beisse auf irgendeinem Holz rum.

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