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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

Kategorie: Motorrad (Seite 2 von 8)

Die Erlösung vom Schandkarren für die Vespa 300 GTS

Es geschah vor nicht allzu vielen Wochen, als wir noch Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten. Auf der Fahrt ins Büro tobte bei der Vespa 300 GTS auf einmal der Lüfter wie bekloppt und nach nicht mal 3-4 Kilometern stand der Temperaturanzeiger im roten Bereich. Das hätte selbst bei den tropischsten Sommertemperaturen nicht sein dürfen, umso mehr machte es mich stutzig und veranlasste mich zum sofortigen Stillstand und zur ersten Diagnose. Waidwund schleppte ich den Roller noch das letzte kurze Stück bis zum Büro. Bei der Ölkontrolle deutete die bräunlich-schlickige Konsistenz bereits auf Wasser im Ölkreislauf. Die Ursache dafür konnte ich noch nicht genau eingrenzen, aber eins war klar: aus eigener Kraft schafft es die Vespa nicht mehr in die Werkstatt. Also blieb mir nur der ADAC Schandkarren:

Drei Stunden nach dem Anruf stand der Fahrer vor der Tür. Aufgeladen war sie schnell, umso länger dauerte die Diskussion, was denn genau die nächstgelegene Fachwerkstatt sei. Erst als ich auf meinem Handy per Google Maps nachweisen konnte, daß der Weg zu meinen Rollerdealern einige Kilometer kürzer war als zu der angeblich nächsten Werkstatt in Schöneberg, gab der Disponent die Fahrt frei und wir setzten uns in Bewegung.
Einige Tage später kam der erklärende Anruf des Mechanikers. Die Wasserpumpe hatte verfrüht das zeitliche gesegnet. Auch wenn sie schon acht Jahre alt ist und 35.000 Kilometer auf dem Buckel hat, die Pumpe hätte gerne länger halten dürfen. Um zu überprüfen, ob der Zylinderkopf thermischen Schaden genommen hatte, musste er eh‘ demontiert werden. So lag es Nahe, dann auch die Kopf- und Fußdichtung zu erneuern und ob der Laufleistung wurde dann auch noch der Zylinder gehont und ein neuer Kolben nebst Kolbenringen eingepasst.
Auch wenn das nun eine nicht unerhebliche Investition war, macht das meinen Daily Driver hoffentlich wieder fit für die nächsten 35.000 Kilometer. Und bis die 500 Einfahrkilometer für den neuen Kolben durch sind, verzichte ich eben auf Burnouts und Wheelies bei den Ampelstarts und Dauervollgas auf der Autobahn.

Abgebaute Front der VFR

2018 wird Vintage!

2018 gibt es keine neue BMW für mich. Stattdessen darf die Grand Dame aus dem Stall, meine Honda VFR 750 F aus dem Jahre 1990 zurück auf die Landstraße. Die letzten Jahre war die VFR immer dann dran, wenn die neue BMW noch nicht oder nicht mehr da war. Also vor und nach der eigentlichen Saison. Dann oft auf versalzenen Straßen, mit Laub oder Split. Keine dankbare Aufgabe. 2018 wird also das Jahr der VFR. 2018 wird vintage!

Genug der lobenden Worte. Denn es gibt auch einen Grund für das Garagendasein. Technische Probleme. Überall. Also ran an den Werkzeugkasten.

VFR Front ohne Verkleidung

Da ist doch hoffentlich nichts schlimmes passiert?

Auseinandergebaut ist schnell, von zwei festgerosteten und folgerichtig abgerissenen Schrauben abgesehen. Und jetzt ist die alte Dame erst einmal richtig rattig.

VFR ohne Verkleidung von der Seite

Da fehlen doch ein paar Teile?!

Es fehlt an der Elektrik, es fehlt an der Hydraulik und es fehlt – leider – NICHT am Rost.

VFR Krümmer, verrostet.

Krümmer-Camouflage.

Doch der Reihe nach:

    • Ölwechsel, easy, check.
    • Kühlwasserwechsel, check.
    • Wechsel Hydraulikflüssigkeit für die Kupplung. Eigentlich auch einfach, aber irgendwie schwimmen da lauter Partikel im alten Öl. Daher spülen, spülen, spülen. Check.
    • Gebrochene Verkleidungsteile kleben. Interessanterweise ist die Verkleidung an fünf Stellen gebrochen. Erstaunlich, dass da noch nichts weggeflogen ist… Gewebematte und 2K-Kleber lösen das Problem.
Gebrochenes Verkleidungsteil der VFR

Ups, kaputt. Ich war’s nicht!

  • Sitzbank. Aufgerissen, unschön, alt. Das habe ich aber vom Profi machen lassen. Die Sitzbank war für zwei Wochen bei www.bikepolster.de  toller Kontakt, schnelle Lieferung und tolle Qualität. Empfehlung!
  • Cockpit-Beleuchtung. Bitte nicht lachen. 6 Birnen, alle kaputt, alles dunkel. Klingt einfach, kommt man aber nur ran, wenn die Verkleidung und die Front komplett abgebaut ist. Japanische Wartungsfreundlichkeit eben.
  • Verrostete Krümmer: Drahtbürste auf Akkuschrauber, und damit die losen Teile entfernt. Mit Ofenrohrlack konserviert. Sieht wieder richtig schick aus und verschwindet (leider) unter der Verkleidung.
  • Viel Kleinzeug beim Wiederzusammenbau.

Karfreitag war dann alles fertig, die Elektrik funktioniert, der Motor springt an und die Maschine läuft.

Karsamstag also raus auf die Straße. Und es ist wie es sein muss: Herbst. Kalt, Regen. Aber das Mopped wie neu. Und die Saison geht ja noch ein paar Tage.

VFR und Fahrer renoviert.

Schöne Blechwand im Hintergrund.

Für die Statistik: Kilometerstand bei der „Wiederinbetriebnahme“: 110.385 km.

 

Frontumbau der MT-07 – Teil 2

Und Martien Delfgaauw sagt mir noch letzten Samstag: „Lass Dir Zeit beim Lackieren, mach da keine Hektik.“ Und was mach ich? Hektik. Schön beim letzten Lackierdurchgang statt zum schwarzen Mattlack zum Klarlack gegriffen und schön drübergenebelt. Fuck. Beim Schutzblech ging es noch einigermassen, aber die Lampenmaske konnte ich so nicht montieren.

Also Planänderung: dann werden heute eben nur die Schutzblechhalter justiert und die neuen Blinker montiert. So schmiss ich mein ganzes Geraffel in den Rucksack und fuhr zu meinem Namensvetter Alex in die Werkstatt, der mir großzügigerweise seinen Nebenraum freiräumte, damit ich da im warmen Werkeln konnte statt in meiner zugigen Großgarage.
Als erstes brachte ich das Vorderrradschutzblech wieder an. Ursprünglich dachte ich ja, wir müssten die Halter etwas nachbiegen, um die 3-4mm Lücke zum Gabelholm zu schliessen. Als wir uns das ganze erstmal in Ruhe anschauten, kam Alex auf die Idee, an der vorderen Schutzblechhalterung etwas schmalere Gummipuffer zu verwenden als die mitgelieferten. Und schwupps, war die Lücke hinten deutlich kleiner und konnte mit zwei Unterlegscheiben überbrückt werden. Jetzt stehen die Sicherungsmuttern auch nicht mehr ganz so nah an der Reifenflanke, so daß der TÜV auch nichts zu meckern haben wird.


Als nächstes ging es an die Blinker. Also Scheinwerfer ab, die Blinkerstecker am Kabelbaum abgesteckt und hinter der bisherigen Löststelle abgeknipst. Der Vorbesitzer hatte hier bereits andere Blinker montieren lassen, daher war da schonmal jemand bei gewesen. Praktischerweise haben die Blinkerstecker am Kabelbaum unterschiedliche Farben. Der schwarze Stecker ist für den rechten Blinker, der graue für den linken. Nach Blinker probehalber montieren und Kabel sowie Schlauch auf die richtige Länge bringen wurden die Stecker umgelötet und wieder eingebaut. Test links, Test rechts, schaut geil aus und funzt.



Auch wenn jetzt an der Elektrik nichts mehr gemacht werden muss habe ich trotzdem noch etwas Respekt vor der Einpasung der neuen Lampenmaske. Das Serienteil ist schon schwierig genug draufzupuhlen, das wird mit der JvB-Lampe nicht einfacher. Aber wo ein Wille, da ein Weg!

Frontumbau der MT-07 – Teil 1

Seit Monaten liegen die JvB Moto-Teile im Keller und nix passiert. Zumindest das Vorderradschutzblech hat seinen provisorischen Platz gefunden, im unlackierten Zustand. Blinker und Lampenmaske lagen immer noch in dem Paket, in dem sie von Kedo geliefert wurden. So gehts ja nun mal nicht.

Da heute eh‘ kein Fahrwetter war, nahm ich nun endlich den Frontumbau in Angriff. Zuerst nahm ich das Vorderradschutzblech wieder ab, um es endlich zu lackieren. Die Schutzblechhalter müssen ebenfalls noch nachgearbeitet werden, da die hintern Aufnahmen nicht ganz bündig mit den Holmen schliessen und noch ca. 2-3 mm auf jeder Seite aufgebogen werden müssen.



Anschliessend spickte ich schon mal hinter den Scheinwerfer um herauszufinden, wieviel Spielraum der Kabelbaum für die neue Scheinwerfermaske lässt. Das wird ne ganz enge Nummer. Da bei den 2 Grad Temperatur in meiner Garage der Kabelbaum auch hart wie Stein war, disponierte ich etwas um. Den Nachmittag verbrachte ich mit dem Grundieren und Lackieren des Schutzbleches und der Lampenmaske, wohlgemerkt im etwas besser temperierten Keller statt in der Garage.


Mit den fertig lackierten Teilen geht es dann morgen zu Heilig’s Blechle, mein Kumpel Alex gibt mir in seiner Werkstatt Asyl, um den Umbau abzuschliessen.
Zuerst werde ich die neuen Blinker unter die Hebelarmaturen am Lenker montieren. Anschliessen kümmern wir uns um das Anpassen der Schutzblechhalter und als Krönung wird dann die neue Lampenmaske montiert. Wenn alles gut geht, kann ich Euch morgen dann das neue Vornerum meiner MT präsentieren.

Daydreaming

Saisonstart 2018

Well, that escalated quickly. Vor zehn Tagen liefen wir noch Schlittschuh auf den zugefrorenen Weißensee bei Minusgraden. Letzten Sonntag dann durfte die MT-07 endlich wieder raus zum Spielen und bei 18 Grad und Sonnenschein konnte ich die ersten Kilometer der neuen Saison unter die Reifen nehmen.

Meine Nachmittagsrunde führte mich über die Strecke, die ich letzten Oktober mit Tom und Max fuhr. Mit dem Unterschied, daß diesmal der Nebel ausblieb und ich tatsächlich sehen konnte, wo ich hinfuhr: über die Dörfer zum Schiffshebewerk und anschließend über den Werbellinsee wieder zurück nach Hause.

Auf den Seen und Kanälen trieben noch die Eisschollen als letzter Gruß des endenden Winters. Etwas eingerostet waren noch die Reflexe, also ließ ich es entspannt angehen.

Anfangs kam mir alles etwas schnell vor. Bis ich merkte, daß die Armaturen sich nach wiederanklemmen der Batterie auf Meilen zurückgestellt hatten. Statt km/h waren es mp/h, also orientierte ich mich eher nach der 60 auf dem Tacho statt der 100. Sowas hatte ich bislang auch noch nicht, muss mal das Handbuch konsultieren, wie das wieder umzustellen ist.

Es war auch der erste Praxistest des SW Motech EVO Enduro Tankrucksacks. Und er bestätigte den ersten Eindruck, den ich beim Kauf im November hatte. Sitzt wie eine Eins, rutscht und wackelt nicht und hat ordentliches Volumen. Genug Platz für das GoPro-Zubehör und die Spiegelreflexkamera sowie Ersatzhandschuhe und ein Getränk waren drin. Und er sieht auch nicht verkehrt aus, wie ich denke.

Diese Woche sind dann der Jahresservice und neue Reifen fällig, dann kann die Saison kommen.

Tschüss, kleine Honda

Fast genau zwei Jahre waren wir zusammen. Als Du zu mir kamst, warst Du noch rot lackiert, hattest einen undichten Tank und einige andere Wehwehchen. Ich habe mehr an Dir rumgeschraubt als daß ich mit Dir gefahren bin. Das Tank abdichten und lackieren war eine kleine, aber letztendlich erfolgreiche Odyssee. Den Vergaser hast Du schick bekommen, die Blinker, Brems- und Kupplungshebel neu genau so wie die Kupplung. Sven hat Dir in einer lustigen Werkstattsession den Kotflügelhalter umgebaut, so daß das schicke Aluschutzblech passte. Statt rot erstrahltest Du zuletzt in silber.
Das Ankicken war immer eine kleine Prozedur bei Dir, aber wenn Du fuhrst, hast Du gelärmt wie eine Große. Ich habe mich gefreut über Dich, war beleidigt mit Dir und habe mich auch geärgert. Ich habe aber auch viel gelernt über alte Motorräder und auch meine eigenen Schraubergrenzen erfahren.
Zum rumstehen warst Du zu schade, daher entschloß ich mich, für Dich einen neuen Besitzer zu finden. Und ich habe mich über die Typen geärgert, die zum Probe fahren vorbeikamen und dann mir erzählen wollten wie Scheiße Du bist und was bei Dir nicht alles stimmt. Schließlich bist Du über 40 Jahre alt und warst für einen fairen Preis zu haben.
Aber manchmal muss man eben warten, bis der Richtige kommt. Und seit gestern Abend hast Du mit Krzysztof einen neuen Besitzer und mit Szczecin eine neue Heimat. Viel Spaß auf den polnischen Strassen.








Was pack' ich ein, was nehm' ich mit: ein Tankrucksack für die MT-07

Auch wenn ich auf der Herbsttour nach Hamburg und zurück mit der modifizierten Touratech Hecktasche eine ganz passable Transportlösung gefunden hatte, war ich damit nicht ganz zufrieden. Ein Tankrucksack bietet in einigen Dingen doch mehr Flexibilität: man hat seine Siebensachen schneller im Zugriff und muss dafür nicht erst absteigen, ebenso kann man dank Kartenfach auch mal analog navigieren.

Tanktasche XLmoto

Bei XLmoto war neulich ein Universal-Tankrucksack für knapp 30 Euro im Angebot, den ich mir dann bestellte. Mittels verstellbarer Riemen wird die Unterkonstruktion auf jeweiligen Tank angepasst. Die Tasche wird anschließend nur noch auf die Unterkonstruktion aufgeschnallt. Über zwei mitgelieferte Schultergurte kann die Tasche auch zum Rucksack umfunktioniert werden.

Der Tankrucksack ist erweiterbar für zusätzliche 8L Stauraum, bietet zwei Seitenfächer und ein transparentes Kartenfach. Ein wasserfester Regenüberzug im Lieferumfang enthalten.
Nach der ersten Tour mit dem Tankrucksack traten leider einige Nachteile auf:

  • Obwohl alle Riemen so eng wie möglich gestellt waren, hatte die Konstruktion immer noch Spiel, so daß der Tankrucksack immer hin- und herrutschte.
  • Beim maximalen Lenkeinschlag drückte der Tankrucksack auf den Hupknopf. Weiter nach hinten konnte ich den Tankrucksack aber leider nicht montieren.
  • Das Material ist relativ dünn, so dass die Tasche eine geringe Eigenstabilität hat. Das führt auch dazu, dass das Kartenfach  einknickt und nicht optimal ablesbar ist.
  • Egal wie man sie einstellt, die Riemenkonstruktion überdeckt immer den Tankdeckel. So muss man bei jedem Tankstopp den Tankrucksack komplett abnehmen. Nervt.

Wer billig kauft, kauft in diesem Fall eben zweimal. Also nahm ich etwas mehr Geld in die Hand und erwarb den:

SW-MOTECH EVO Enduro Riemen-Tankrucksack

Für 130 € spielt der Evo Enduro in einer anderen Preis- aber auch Qualitätsklasse. Gefertigt aus hochwertigen Ballistic Nylon ist er auch unbeladen formstabil dank stabiler Seitenwände. Laut Hersteller „passend für viele Enduros, Sportler und Tourenmaschinen“ schmiegt er sich bei der MT-07 nahtlos an die Tankkontur an, als wäre er nur für dieses Modell gemacht.

Befestigt wird er mit einem Dreipunkt-Riemen-System: Lenkkopfgurt vorne und zwei Schlaufengurte hinten. Diese können einfach an einem Rahmenrohr durchgeschleift und mit einem Klickverschluss an der rutschfesten Bodenplatte befestig werden. Diese kann auch  individuell für den Tankeinfüllstutzen ausgeschnitten werden. Da der Tankrucksack an den hinteren Gurten am Klickverschluss ausgehangen und dann mit Bodenplatte hoch geklappt werden kann ist das Ausschneiden aber eigentlich nicht notwendig. Dank eines umlaufenden Reißverschlusses lässt sich der Tankrucksack auch schnell von der Bodenplatte abnehmen – so kann die Bodenplatte bei einem Stopp fest am Motorrad bleiben.

Im Gegensatz zum Modell von XLmoto löst man beim maximalen Lenkeinschlag nicht die Hupe aus, durch schmale Tankrucksackform im vorderen Bereich ist hier genügend Spielraum vorhanden.
Der Evo Enduro hat ein sehr variables Innenleben:

  • ein großes Hauptfach, welches in der Höhe und damit im Volumen von 13 bis 22 Liter stufenlos über einen Rundumreißverschluss einstellbar ist ,
  • in den Deckel ist ein Kartenfach integriert,
  • Einschubtaschen im Deckel nehmen Kleinteile auf,
  • Netz-Einschubtaschen rechts und links des Hauptfachs, zusätzlich mit zwei Gummibändern zum Fixieren von Teilen versehen,
  • zum Fahrer und zum Cockpit hin befinden sich spritzwassergeschützte Kabeldurchlässe, hierüber kann ich dann das in der Quadlock-Halterung am linken Spiegel montierte Smarphone perfekt mit Strom aus der Powerbank versorgen.

Abgerundet wird das ganze durch drei aufgesetzte Aussentaschen – rechts, links und zum Fahrer hin.


Die Qualität zeigt sich auch in den Details: die Gurtenden verfügen über Gummi-Sicherungsringe um die gegen Flattern sichern und auch die Reissverschluss-Nupsis können mit einem Gummiband fixiert werden.
Im Lieferumfang des Tankrucksacks auch enthalten sind eine normale sowie eine wasserdichte Innentasche aus Tarpaulin, eine Regenhaube sowie eine Rolle Lackschutzfolie zum Schutz des Tanks. Optional ist der Tankrucksack mit wasserdichter Gerätetasche (fürs Tablet oder Smartphone) und einem Navihalter ausrüstbar.
Sitzt, passt, wackelt nicht und bietet Platz. Wenn das Wetter jetzt mal nicht so schmierlappig ist wie heute, freue ich mich auf die erste Runde mit dem Evo Enduro.

Heck der BMW R nineT Racer

Good bye R nineT Racer.

Es ist das Ende einer kurzen Ära. Im August habe ich die R nineT Racer übernommen. Nur etwas mehr als 1.500 km habe ich auf die Uhr gebracht. Und jetzt ist die Saison zu Ende. Zumindest für ein Lease-Bike.

BMW R nineT Racer in der Tiefgarage

Schaut ein wenig traurig drein.

Es war ein schönes Techtelmechtel. Noch nie wurde ich so oft auf mein Motorrad angesprochen. Nie zuvor hat mir ein LKW-Fahrer an der Ampel „two tumbs up“ gezeigt. Und keines meiner Moppeds war so schick.

BMW R nineT Seitenansicht.

Konsequent. Für Menschen mit leichtem Gepäck.

Darum fällt der Abschied zugegebenermaßen schwer. Morgen geht’s zum Händler. Und dann ist Wintersaison.

Seid Ihr eigentlich mit Snowboard-Content als Winterprogramm einverstanden? Wir werden das mal ausprobieren. Kommendes Wochenende geht’s los!

BMW R nineT von vorne.

Good bye summer. Hello winter.

Die erste Hausrunde mit der MT-07

Es ist ein Kreuz: zu Hause steht das neue Mopped in der Garage und ich komme nicht dazu, es zu fahren. Ok, ich hatte auch eine gute Ausrede. Aber den gestrigen Tag der Deutschen Einheit und das zumindest teilweise sonnige Wetter nutzte ich, um der MT die Hausrunde zu zeigen.

Also raus aus der Stadt und erstmal ein kurzes Stück Richtung Norden auf der A11 bis Abfahrt Lanke. Nachdem ich das vom Vorbesitzer installierte Puig Windschild abmontiert hatte, merke ich erstmal was für einen guten Job es gemacht hat. Bis 160 km/h drückt der Wind zwar ordentlich auf die Brust, aber es ist noch gut auszuhalten. Darüber muss man sich schon sehr am Lenker festhalten. Zum Vergleich: bei der Überführung der MT aus Niedersachsen konnte ich auch längere Passagen um die 200 km/h leicht geduckt gut fahren. Daran ist jetzt nicht mehr zu denken. Trotzdem bleibt das Windschild unten, mit der MT will ich schliesslich keine Autobahnrennen machen sondern Landstrassen räubern.

Auch wenn dieser erste Ausritt mit der MT nur ein kurzer war, bestätigt sich mir der Kauf der Maschine bereits auf den ersten Kilometern rund um die Seen zwischen Wandlitz und Joachimsthal. Das Ansprechverhalten des Motors ist ein Traum, an jedem Ortsausgang klemme ich die Knie an den Tank, spanne die Arschbacken an und ziehe am Hahn und mit jedem Meter Beschleunigung wächst das Grinsen im Gesicht. Auch schnelle Kurvenwechsel sind ein leichtes, genau so wie sich verengende Kurvenradien, da die Maschine so einfach und leicht im Handling ist. Beim einen oder anderen Kreisverkehr bleibe ich einfach für ein paar Umdrehungen drin und lege die Maschine auf die Fußrasten. Einfach weil es geht. Genau hierfür ist die MT-07 gemacht und ich freue mich bereits jetzt auf jeden kommenden Kilometer.

Am Fahrwerk werde ich noch etwas optimieren müssen, gerade auf den etwas holprigeren Landstrassen liegt vor allem das Heck nicht optimal. Aber das war ja bekannt und daher hatte ich den Tausch zumindest des Federbeins hinten schon auf dem Zettel. Die ersten Teile von JvB Moto liegen auch schon im Keller, der Winter wird also nicht langweilig.

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