Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Der Café Racer des 21. Jahrhunderts: TRIUMPH präsentiert die Speed Triple 1200 RR

Mit der neuen Speed Triple RR erweitert TRIUMPH die Modellreihe seiner Naked Bikes um eine spannende, neue Alternative: Die neue RR ist eine spannende, moderne Café Racer-Interpretation und kombiniert die Spitzen-Performance der großen Speedy mit einer ordentlichen Portion Style.

Die ersten, vor ein paar Wochen geleakten Teaserfotos und -videos werden der ganzen Pracht dieses Motorrades nicht gerecht. Die Halbschalenverkleidung komplettiert die Linie der 1200er perfekt und gibt dem Motorrad mit dem Einzelscheinwerfer ein komplett neues Gesicht. Gerne möchte ich die damaligen Kritiker meines Einzelscheinwerfer-Umbaus für die Street Triple jetzt sehen.

 

Husqvarna Norden 901 in freier Wildbahn gesichtet

Da fährt man so nichts ahnend durch den Bayrischen Wald um am Arbersee Rast zu machen, da steht eine Husqvarna Norden 901 auf dem Parkplatz vor einem:

Im Vergleich zu den Promobildern konnte ich keine großen Veränderungen zum dort gezeigten Prototypen feststellen. Von den Dimensionen ist sie auf jeden Fall kleiner und kompakter als meine daneben geparkte F800 GS. Wo sie allerdings breiter baut ist im vorderen, unteren Bereich um die Motor-/Tankbereich.

Sobald die Norden (endlich) beim Händler steht, wird ne Probefahrt gemacht!

Es ist Bewegung im Elektro-Segment: Swappable Batteries Motorcycle Consortium, Cake Makka, BMW CE02 und Vision AMBY

Erst passiert gefühlt lange nichts, dann kommen die Neuheiten im Elektrosegment im Sekundentakt. In den letzten Tagen haben mehrere interessante Fahrzeuge das Licht der Welt erblickt. Es scheint wieder IAA zu sein.

Bevor wir aber zu den Neuheiten kommen, zuerst mal das hier:

Swappable Batteries Motorcycle Consortium

Einer der Hürden auf dem Weg zur größtmöglichen Verbreitung von Elektrofahrzeugen sind einheitliche Standards und Ladeinfrastrukturen. Eine der ursprüngliche Ideen hinter den Gogoro-Rollern waren ja auch die Tauschstationen für die Akkus. Somit entfallen lästige Ladezyklen und die potentielle Reichweite erhöht sich. Jetzt stelle man sich mal vor, es gäbe einen herstellerübergreifenden Batteriestandard und überall in der Stadt gäbe es Tauschstationen. Irre. Aber genau das haben Yamaha, Honda, KTM und Piaggio geplant. Zumindest haben sie nach der am 1. März verkündeten Absichtserklärung nun eine Vereinbarung zur Gründung des Motorrad Konsortiums für austauschbare Batterien (Swappable Batteries Motorcycle Consortium / SBMC) unterzeichnet:

Das Bestreben des Konsortiums ist es, die breite Nutzung von leichten Elektrofahrzeugen wie Mopeds, Rollern, Motorrädern, Dreirädern und Vierrädern im Verkehrssektor zu fördern sowie ein nachhaltigeres Lebenszyklusmanagement von Batterien im Rahmen der internationalen Klimapolitik zu erreichen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit interessierten Akteuren sowie nationalen, europäischen und internationalen Normungsgremien werden die Gründungsmitglieder des Konsortiums an der Erstellung internationaler technischer Standards beteiligt sein. Tatsächlich ist die Verfügbarkeit von Ladestationen von Land zu Land unterschiedlich und es gibt immer noch nur begrenzte Informationen für Endverbraucher. Daher streben YAMAHA, HONDA, KTM und PIAGGIO mit diesem Konsortium an, die Entscheidungsträger für die Entwicklung und den Einsatz von Ladeinfrastruktur einzubeziehen, um somit die Verbreitung von Elektroleichtfahrzeugen zu fördern.

Konkretere Planungen sind noch nicht bekannt, aber es geht schon mal in die richtige Richtung. Nun aber von der Batterie zu den neuen Komplettfahrzeugen.

Die neue BMW R 18 B und BMW R 18 Transcontinental

Die R18 bekommt Zuwachs. Wie schon bei der R NineT vorexerziert, wird aus einem Modell eine ganze Modellfamilie. Zu der im letzten Jahr vorgestellten Basis-R18 (darf man das so sagen bei einem Motorrad mit einem 20.000€ Preisschild?) gesellte sich bereits die R18 Classic mit Windschild und Softbags. Nur wird das Line-Up komplettiert mit der R18B und der R18 Transcontinental. Die B gibt den klassischen Bagger mit Hardbags und großzügiger Frontverkleidung, die Transcontinental steht in der Tradition der klassischen Fulldresser mit Topcase und geräumiger Sitzbank für den möglichst üppigen Fahrer- und Soziuskomfort.

So lud BMW nun zur Premiere der Modelle nach Frankfurt und wir hatten einen Tag Gelegenheit, die Bagger durch den Taunus und das Rheingau zu treiben und den Aggregatzustand des Cruisens mit schwerem Gerät zu erfahren. Erste Erfahrungen konnten Nico und ich bereits mit der R18 sammeln (hier der Bericht von der Premiere und hier der vom Heritage Rideout).

Mit Evo Retrofit eine alte Vespa zu einer Elektrovespa mit ordentlich Dampf umbauen

Hätte man das früher gewusst. Seit Februar bereichert der NIU MQi unseren Fuhrpark und ist unser erstes Elektrogefährt. Und wir sind sehr zufrieden damit. Jetzt aber sehe ich das: es gibt die Möglichkeit, eine alte Smallframe-Vespa mittels eines Umbaukits auf Elektro umzurüsten! Seit dem Beginn meiner Individualmobilität hängt mein Herz an Smallframes (siehe hier). Die alte Optik mit einem modernen Elektroantrieb mit Wumms zu kombinieren finde ich super-charmant.

Ich lass mal den Nils erklären, wie das funktioniert:

Der Elektromotor passt eins zu eins in die alten Vespas. Also kurz den alten Verbrenner-Zweitakter aus der Vespa ausbauen und den Elektromotor dafür einbauen. Mit TÜV und komplett reversibel!

Norden 901 Prototype – Exploring Iceland

Wenn Hersteller die Marketingmaschine anschmeissen, steht der Launch eines neuen Modelles wohl unmittelbar bevor. Hoffentlich. Im Fall der Husqvarna Norden 901 bin ich schon sehr neugierig auf die finalen Spezifikationen und das Design. Und den Preis. In einem kürzlich veröffentlichen Video sehen wir schon sehr viel Details der Maschine – obwohl da noch „Prototoype“ drüber steht. Der Kurzfilm zeigt uns den Entdecker Mike Horn und den mehrfachen Gewinner der Rallye Dakar, Cyril Despres, auf einem Trip durch Island. Und neben dem Motorrad sehen wir auch beeindruckende Landschaftsbilder. Wirklich ein schöner Backdrop für die Präsentation des Bikes.

Hier noch ein paar Screenshots aus dem Video:

Workhorse Speed Shop präsentiert zwei neue Indian FTR Umbauten

Brice Hennebert kenne ich seit dem Bike Shed Event in Paris, damals firmierte er noch mit seinem Kompagnon unter Kruz Company. Mittlerweile hat er seine eigene Custom Garage Workhorse Speed Shop und hat schon einige spektakuläre Umbauten rausgebracht. Nachdem er 2019 die Appaloosa V1.0 für die Sultans of Sprint gebaut und sie anschliessend für das Baikal Mile Ice Festival in die Appaloosa V2.0 verwandelt hatte, nahm er aktuell ein neues Vorhaben ins Visier: den Bau zweier Dreambikes auf Basis der Indian FTR.

Komplett gezeigt werden die Bikes noch nicht. Aber das folgende Interview mit Brice gibt schon Einblicke in die Ideen und die Umsetzung, garniert mit ein paar Detailphotos.

(Disclaimer: das Interview hat Indian Motorcycle geführt)

Es ist eine ganze Weile her, seit ihr nach der Teilnahme am Baikal Mile Ice Speed Festival mit der Appaloosa V2.0 aus Russland zurückkamt. Sind die Erinnerungen noch lebendig oder schon zum Traum verblasst?

Oh ja, sie sind sehr präsent. Durch den Lockdown war seit der Rückkehr aus Russland eine Menge Zeit vergangen, in der ich viele meiner Freunde nicht gesehen habe. Jedes Mal, wenn ich dann einen Freund wieder treffe, ist der Trip nach wie vor ein grosses Thema. Die Erinnerungen werden also regelmässig abgerufen und bleiben dadurch sehr lebendig.
Und als Appaloosa nach der Wiederöffnung der russischen Grenzen endlich wieder in Belgien bei mir in der Werkstatt stand, kamen beim Auspacken und Wiederzusammenbauen des Motorrads all die Erinnerungen natürlich auch wieder hoch.

Let’s ride – Triumph Media Day in Oschersleben

Hersteller-Fahrevents sind immer was besonderes. Diverse Modelle zur Testauswahl, geführte Landstrassentouren und im Fall vom Triumph Media Day noch garniert mit einer Rennstrecke. Während ich bei Honda und BMW schon ein paar Mal in den Genuss kam, war die Einladung von Triumph neu für mich. So sattelte ich erwartungsvoll mein Pony und ritt über Autobahn und Landstrasse gen Oschersleben. Der Empfang vor Ort war schon mal passend, sowohl vom Hotelzimmer als auch von der Restaurantterasse konnte man den Blick auf die Rennstrecke geniessen, auf der am sonnigen Sonntagabend noch einige Tourenwagen ihre Runden absolvierte. Nach und nach trudelten sehr viele bekannte Gesichter ein, alte Print-Hasen und einige neumodische Internetschreiblinge wie ich. Mein Kumpel Thomas war auch dabei und hat bei sich im Blog schon seine Erfahrungen mit der neuen Speed Triple 1200RS sehr kurzweilig festgehalten.

Für den Media Day konnte man im Vorfeld auswählen, welche Motorräder man fahren und ob man nur Rennstrecke, Landstrasse oder beides fahren wollte. Meine Wahl war zweimal Landstrasse mit den Modellen Speed Triple 1200RS, Tiger 900 Rally Pro sowie Bonneville Bobber. Beim abendlichen Plausch mit Natalie und Uli von Triumph liess ich mich dann doch bequatschen, einmal Rennstrecke auszuprobieren. Auch wenn ich dafür mit meiner Textilkombi etwas underdressed war.

Am nächsten Morgen ging es nach der Begrüßung und Einweisung auf Rundstrecke oder Landstrasse los. Sprich: jeder schnappte sich ein Bike und sammelte sich hinter den Tourguides. Hier kam die erste Ernüchterung. Hatte ich zwar im Vorfeld die Bikes angeben können, die ich fahren wollte kam es jetzt nur drauf an, wer sein Handtuch zuerst auf die Pool-Liege gelegt hatte. Bzw. den Helm ans Motorrad gehängt. Und da waren die anderen Kolleg:innen schneller. So schaute ich mich um, welches Bike noch nicht belegt war und landete bei der Triumph Street Twin.

So ging es los auf die Landstrasse auf eine 180km-Ausfahrt durch den Harz.

Silent Alarm: Custom Harley LiveWire von JvB-moto

Wenn es einen Custombike-Bauer gibt, dessen uneingeschränkter Fanboy ich bin, dann ist es Jens vom Brauck. Er hat in all den Jahren schon die unterschiedlichsten Bikes umgebaut, von einer frühen Ducati Pantah über eine Yamaha Vmax oder BMW RnineT Scrambler. Seine MT-07 ließ er mich Probe fahren was dazu geführt hat, dass ich mir eine kaufen und mit seinem Kit komplett umbauen musste.

Sein am Industrial Design orientierter Stil zeigt klare Linien, seine Umbauten sind drahtig ohne überflüssige Ornamentik und er schafft es bei all den unterschiedlichen Basisbikes immer, seine Handschrift klar ins Bike zu massieren. Der runde Frontscheinwerfer steht jedem Bike gut, matte, gut abgestimmte Farbgebungen unterstreichen die Gesamtoptik.

Und jetzt das: der erste Custom-Umbau einer Harley-Davidson Livewire.

Zum Vergleich hier das Original:

Schlecht sieht sie ja nicht aus, aber schaut Euch den Umbau mal im direkten Vergleich an:

In vielen Punkten ist die „Silent Alarm“, wie Jens das Bike taufte, präziser im Design, ausdefinierter und ausgewogener. Wirkt im Original die Sitzbank fast etwas zu leicht ist beim Umbau hier ein viel besseres optisches Gleichgewicht vorhanden, verbunden mit einer sehr viel klareren Linie.

Projekt TRIUMPH TE-1: Die Entwicklung eines britischen Elektromotorrads

Triumph baut an einem Elektromotorrad. Ich muss gestehen, dass das Thema etwas an mir vorbeigegangen ist, umso positiver war ich überrascht, als die Nachricht in meinem Posteingang auftauchte. Das Projekt TRIUMPH TE-1 entsteht in Zusammenarbeit zwischen TRIUMPH und britischen Elektrifizierungsexperten, von denen sich jeder auf die Entwicklung von Innovationen in seinem Bereich konzentriert:

  • TRIUMPH Motorcycles ist federführend bei dem Projekt und stellt fortschrittliches Design- und Konstruktions-Know-how für Motorradchassis, Fertigungstechnik und die Sicherheitssysteme zur Verfügung und definiert die Leistungsmerkmale des elektrischen Antriebsstrangs.
  • Williams Advanced Engineering liefert Technologie für Leichtbau-Batteriekonstruktion und -integration und nutzt seine Test- und Entwicklungseinrichtungen, um ein Batteriemanagementsystem in Kombination mit einer Fahrzeugsteuereinheit zu liefern.
  • Die e-Drive Division von Integral Powertrain Ltd. ist federführend bei der Entwicklung von leistungsstarken Elektromotoren und einem Siliziumkarbid-Inverter, die beide in ein einzelnes Motorgehäuse integriert werden.
  • Das an der Universität Warwick beheimatete Institut WMG bietet Elektrifizierungs-Know-how und die allgemeine Expertise um Innovationen von der Forschung und Entwicklung bis hin zum kommerziellen Erfolg voranzutreiben.
  • Das Office for Zero Emission Vehicles (OZEV) ist ein Team, das daran arbeitet, den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen sowie die Finanzierung der Ladesäuleninfrastruktur in ganz Großbritannien zu unterstützen.
  • Innovate UK ist eine Forschungs- und Innovationsagentur der britischen Regierung, die unternehmensgeführte F&E-Finanzierung und das Wachstum britischer Unternehmen unterstützt.

Das Ziel dieses zweijährigen Projekts konzentriert sich auf die Entwicklung leistungsstarker Elektromotorräder. Hier soll die Basis des zukünftigem Elektromotorrad-Angebot von TRIUMPH gelegt werden, aber auch die Zukunftsfähigkeit der britischen Industrie gefestigt werden.

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