Im Sommer 2024 machte sich Benedikt Reiwald alias @Reiwadatschi auf den Weg zu einem ganz besonderen Abenteuer: solo über den Adventure Country Track (ACT) Pyrenäen – auf Schotterpisten, durch kurvige Bergstraßen und mit dem Blick fürs Detail im Gepäck. Was dabei herauskam, ist nicht nur ein Roadtrip, sondern eine persönliche Reise voller Emotion, Staub und traumhafter Bilder.
Denn neben seiner Liebe zum Motorradfahren schlägt Benedikts Herz vor allem für Film und Fotografie. Die zweite Folge seiner YouTube-Serie geht am Freitag online – ein Muss für alle, die selbst von ACT-Touren träumen oder einfach gute Motorradgeschichten lieben.
Wer den Einstieg verpasst hat, kann mit Teil 1 in die Pyrenäen eintauchen: 📽 Hier geht’s zum Video:
Niels-Peter Jensen ist viel unterwegs. Als Mountainbike-Pionier, als Fernsehgesicht, als Custombike-Schrauber. Aber seit einiger Zeit zieht es ihn immer wieder an denselben Ort: in den Himalaya. Nicht mit dem Fahrrad, sondern auf zwei Rädern mit Motor. Seine Videoreihe Above the Clouds dokumentiert diese Reisen – rau, ehrlich, mit Staub in der Linse und echtem Fernweh im Gepäck.
Gerade ist Teil drei erschienen. Ziel: das Spiti Valley. Ein abgelegenes Hochgebirgstal im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh, eingerahmt von 6.000ern und durchzogen von Schotterstraßen, die eher Geröllfeldern gleichen. Wer da freiwillig mit dem Motorrad hinfährt, meint es ernst mit dem Abenteuer.
Mit dabei: Schauspieler Joscha Kiefer, bekannt aus deutschen TV-Formaten, und Christian Sosa, ein legendärer Customizer aus den USA. Und natürlich NPJ selbst – Offroad-Enthusiast und inzwischen auch ein erfahrener Himalaya-Reisender. Gefahren wird auf Royal Enfield Himalayans. Ein Motorrad, das für genau solche Routen gebaut ist. Robust, einfach zu reparieren, kein Schnickschnack.
Von Umling La bis Pangong Tso
Teil eins der Reihe führte die Crew zum Umling La – mit über 5.800 Metern der höchste befahrbare Pass der Welt. Ein Ort, an dem selbst Laufen zur Herausforderung wird und Motorräder an ihre Grenzen kommen.
In Teil zwei ging es zum Pangong Tso, einem Salzsee auf knapp 4.300 Metern. Bekannt aus Bollywood-Filmen – aber hier geht’s nicht um Romantik, sondern um Schlaglöcher, Kälte und Einsamkeit.
Jetzt: Spiti
Der dritte Teil ist mehr als nur eine Fortsetzung. Spiti steht für spektakuläre Landschaften, alte Klöster, karge Weiten – und für ein Gefühl von Abgeschiedenheit, das man sonst kaum noch findet. Der Film zeigt genau das. Kein Hochglanz, kein überproduzierter Reisekitsch. Sondern ehrliche Aufnahmen von einem Ort, der alles abverlangt – den Maschinen, den Menschen und dem Teamgeist.
Wer sich selbst ein Bild machen will: Die Reise kann man auch buchen. Unter dem Label Gravel Adventures bietet NPJ genau diese Tour an – ins Spiti Valley, mit den gleichen Bikes, auf denselben Routen. Eine Einladung für alle, die nicht nur zusehen, sondern selbst fahren wollen.
„Träume sind nur gut, wenn man sie auch anfassen kann!“
Fazit
Above the Clouds ist das, was passiert, wenn Leute mit echter Leidenschaft losfahren. NPJ zeigt, dass Abenteuer nicht inszeniert sein müssen – sie passieren einfach, wenn man sich auf den Weg macht.
Es gibt Custom-Umbauten, bei denen man sich fragt: „Und jetzt? Wohin mit dem Blinker?“ Und es gibt Umbauten wie die neue Alps Edition von Crooked Motorcycles, bei denen man sich fragt: „Warum sieht das eigentlich nicht schon ab Werk so aus?“
Die Jungs von Crooked sind uns nicht unbekannt – spätestens seit dem von Bad & Bold organisierten „Meet the Makers“ 2022, bei dem sie nicht nur ihre Bikes, sondern auch ihren feinen Sinn für Design und Mechanik präsentiert haben. Wir hatten sie damals im TwinSpark Motorrad Podcast zu Gast – und wer da reingehört hat, weiß: Die meinen’s ernst.
Jetzt also ein Umbaukit für die Triumph Scrambler 1200 – ein Motorrad, das ich selbst schon fahren durfte und das mit seinem Mix aus klassischem Look, kräftigem Motor und offroadtauglichem Fahrwerk bei mir ordentlich Eindruck hinterlassen hat. Genau dieses Bike haben sich Crooked für ihren nächsten Entwicklungsschritt ausgesucht – und das Ergebnis ist beachtlich.
Ducati meint es ernst. Nicht mit einer Scrambler-Optik auf Glamping-Niveau, sondern mit einem richtigen Motocross-Bike. Die neue Desmo450 MX ist das erste Offroad-Motorrad aus Borgo Panigale – und gleich ein ziemlicher Paukenschlag.
Die Technik kommt nicht irgendwoher: Der Einzylinder basiert auf dem Wissen aus der MotoGP, inklusive des typischen desmodromischen Ventiltriebs. Ducati ist aktuell der einzige Hersteller, der dieses System im Motocross einsetzt. Das erlaubt hohe Drehzahlen, aggressive Nockenprofile und riesige Ventildurchmesser (40 mm Einlass, 33 mm Auslass). Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 63,5 PS bei 9.400 U/min, 53,5 Nm bei 7.500 U/min, Begrenzer erst bei 11.900 U/min. Dazu ein sehr breites nutzbares Drehzahlband und 70 % des Drehmoments schon bei 4.200 Touren.
Auch das Fahrwerk wurde nicht aus dem Baukasten gezogen. Der Alu-Rahmen besteht aus nur elf Teilen, wiegt knapp neun Kilo und hat besonders wenige Schweißnähte – für mehr Steifigkeit und weniger Gewicht. Die komplette Fuhre bringt 104,8 Kilo auf die Waage (ohne Sprit).
Das Rahmendesign ist nicht nur stabil, sondern auch schrauberfreundlich. Stoßdämpfer rausnehmen? Geht in Minuten. Und die Details erinnern eher an ein Superbiketeil als an ein klassisches MX-Bike.
Die Ducati Desmo450 MX setzt beim Fahrwerk auf bewährte Komponenten aus dem Rennsport. Vorne arbeitet eine voll einstellbare 49-mm-Upside-Down-Gabel von Showa mit 310 Millimetern Federweg und Kashima-Beschichtung. Hinten kommt ebenfalls ein Showa-Federbein zum Einsatz, das zentral montiert ist und 301 Millimeter Federweg bietet. Die Umlenkung besteht aus geschmiedetem Aluminium und wurde mit Blick auf eine progressive Charakteristik direkt im Rennbetrieb entwickelt. Auch bei der Bremsanlage setzt Ducati auf Qualität: Vorne verzögert ein Brembo-Zweikolben-Sattel auf einer 260-Millimeter-Galfer-Scheibe, hinten kommt ein Einkolben-Sattel mit 240-Millimeter-Scheibe zum Einsatz. Die Entscheidung gegen eine Luftfederung zugunsten klassischer Stahlfedern zeigt, dass Ducati vor allem auch ambitionierte Hobbyfahrer im Blick hat – einfacher abzustimmen, robuster im Alltag und wartungsärmer.
Es gibt Reiseziele, die fühlen sich an wie aus einer anderen Welt. Namibia ist so ein Ziel. Endlose Weiten, wilde Tiere, der Wechsel von staubigen Wüsten und sattgrünen Oasen – es ist ein Land, das einem die Sprache verschlägt. Und jetzt stellt euch vor, diese einzigartige Landschaft auf dem Motorrad zu entdecken. Genau das bietet euch LNR Moto in Zusammenarbeit mit Untamed Africa Tours. Ein Abenteuer, das nicht nur Fahrspaß verspricht, sondern auch eure Seele berührt.
Mit Leonoor Fischer unterwegs
Hinter LNR Moto steht niemand Geringeres als Leonoor Fischer, eine leidenschaftliche Motorradfahrerin und Fotografin aus den Niederlanden. Wenn ihr unseren TwinSpark Motorrad Podcast hört, erinnert ihr euch sicher an ihre Folge. Leonoor hat eine inspirierende Art, Geschichten zu erzählen, und ihre Begeisterung für Motorräder und Reisen ist ansteckend. Sie bringt nicht nur jede Menge Erfahrung, sondern auch diesen besonderen Funken mit, der aus einer Tour ein unvergessliches Erlebnis macht.
Namibia erleben – aber richtig
Gemeinsam mit Untamed Africa Tours, mit deren Gründer Dirkie sich Leonoor übrigens auf dem MaxlRide in Bayern kennengelernt hat, hat Leonoor eine Tour zusammengestellt, die Namibia von seiner faszinierendsten Seite zeigt. Ihr fahrt durch abwechslungsreiche Landschaften: von der Skelettküste mit ihren Schiffswracks bis hin zu den roten Dünen von Sossusvlei. Unterwegs begegnet ihr Elefanten, Giraffen und vielleicht sogar einem Löwen. Keine Sorge, die Guides kennen die Wege und wissen, wie man sicher durch die Wildnis kommt.
Das Schöne an dieser Tour ist, dass sie perfekt auf Motorradfahrer zugeschnitten ist. Es geht nicht darum, Kilometer zu schrubben, sondern die Landschaft zu erleben, die Augenblicke zu genießen und diese Momente mit Gleichgesinnten zu teilen. Die Unterkünfte reichen von charmanten Lodges bis hin zu authentischem Camping unter dem Sternenhimmel – Luxus und Abenteuer in perfekter Balance.
Warum diese Tour?
Namibia ist ein Land, das sich nicht einfach nur bereisen lässt – es will erfahren werden. Und das geht kaum besser als auf zwei Rädern. Der Wind, der Staub, die Geräusche der Wildnis – all das wird Teil eures Abenteuers. Doch was diese Tour wirklich besonders macht, ist die Kombination aus Leonoor’s persönlicher Art und der Expertise von Untamed Africa Tours. Hier habt ihr nicht nur ein tolles Motorradabenteuer, sondern auch die Gelegenheit, tief in die Kultur und Natur Namibias einzutauchen.
Warten auf den perfekten Moment?
Ich sage: Wartet nicht zu lange! Namibia auf dem Motorrad mit LNR Moto und Untamed Africa Tours ist eine dieser Gelegenheiten, die man nicht verpassen sollte. Es ist mehr als nur eine Reise – es ist eine Erfahrung, die bleibt.
Also, schnappt euch eure Motorradstiefel, packt den Helm ein und lasst euch von Dirkie und Leonoor durch Namibia führen. Ich glaube, dieses Abenteuer werdet ihr nicht so schnell vergessen. Alle weiteren Infos und Buchungsmöglichkeiten findet ihr hier.
Nach mehr als drei Jahrzehnten Abwesenheit meldet sich Can-Am gleich mit zwei Modellen auf dem Motorradmarkt zurück. In den 1970er Jahren erlangte die Marke Kultstatus durch ihre leistungsstarken Motocross- und Enduro-Motorräder, bevor sie sich auf Offroad- und Freizeitfahrzeuge konzentrierte. Nun setzt BRP (Bombardier Recreational Products) mit Can-Am wieder auf den Motorradmarkt – diesmal jedoch elektrisch.
Mit den Modellen Pulse und Origin zielt Can-Am auf zwei klar definierte Zielgruppen: Pulse für urbane Pendler, die ein wendiges, modernes Motorrad suchen sowie die Origin für Fahrer, die auch mal abseits befestigter Straßen unterwegs sind. Auf der Intermot konnte ich mir die Modelle mal näher anschauen.
Die Technik im Detail
Motor und Leistung
Beide Modelle werden von einem ROTAX E-POWER-Motor angetrieben, der eine Spitzenleistung von 35 kW (47 PS) und ein maximales Drehmoment von 72 Nm bietet. Für Fahrer mit A1-Führerschein gibt es eine 11-kW-Variante.
Reichweite und Ladezeiten
Die Reichweiten beider Modelle sind für den Alltag ausreichend. Im Stadtverkehr erreichen sie eine maximale Distanz von bis zu 145 Kilometern, während sie bei einer kombinierten Nutzung nach dem WMTC-Standard etwa 115 Kilometer schaffen. Bei einer konstanten Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde können die Fahrzeuge eine Reichweite von 84 Kilometern erzielen.
Bei einer Ladung über Level-2-Anschlüsse mit 240 Volt können die Akkus in 50 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufgeladen werden, während eine volle Ladung etwa 1 Stunde und 30 Minuten benötigt. Über Level-1-Anschlüsse mit 120 Volt dauert das Aufladen auf 80 Prozent 3 Stunden und 10 Minuten und auf 100 Prozent 5 Stunden und 15 Minuten.
Wer von Stark Future noch nichts gehört hat, aufgepasst: der spanische Hersteller hat vor drei Jahren bereits eine aufsehenerregende Elektro-Enduro auf den Markt gebracht mit einer Spitzenleistung von bis zu 80 PS. Das Potential von Stark Future blieb in der Branche nicht unbemerkt: Eicher Motors – der indische Besitzer von Royal Enfield – hat sich rund 10% am spanischen Elektromotorrad-Hersteller gesichert. Nun hat Stark nachgelegt und mit der neuen VARG EX 2025 einer straßenzugelassene Version ihrer Elektro-Enduro vorgestellt und kombinieren dabei beeindruckende Leistung, durchdachtes Design und innovative Technologie. Ein genauer Blick auf das Modell zeigt, warum es nicht nur für Offroad-Enthusiasten spannend ist.
Power satt und elektrisch
Mit 80 PS und einem Drehmoment von 940 Nm am Hinterrad setzt die VARG EX neue Maßstäbe für Elektro-Enduros. Sie übertrifft damit nicht nur 450-ccm-Motocross-Maschinen, sondern bietet laut Hersteller auch das höchste Leistungsgewicht der Branche. Die 7,2-kWh-Batterie sorgt für eine Reichweite von bis zu sechs Stunden auf Trails oder eine volle Renndistanz bei MXGP-Bedingungen. Aufgeladen ist sie in nur ein bis zwei Stunden – ideal für intensive Offroad-Tage.
Die Batterie, verbaut in einem patentierten Honeycomb-Magnesium-Gehäuse, dient nicht nur als Energiequelle, sondern auch als tragendes Element. Dies spart Gewicht und sorgt für ein zentrales, agiles Fahrverhalten. Stark betont die Langlebigkeit und Energieeffizienz dieses Designs, wobei es in unabhängigen Tests teilweise noch leichte Kritik an Prototypen gab.
Mit der Einführung der beiden neuen Modelle XE und XB hat Zero Motorcycles die Latte für Elektromotorräder im Offroad-Bereich noch einmal höher gelegt. Während die XE als kraftvolles Trailbike für ernsthafte Offroad-Abenteuer konzipiert wurde, spricht die XB all jene an, die mit einer Moped-Führerschein-Lizenz (AM) ins elektrische Abenteuer starten möchten. Beide Modelle stehen unter dem Motto „All Access“ und sind Teil einer Initiative, Elektromotorräder für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen – und das zu Preisen, die selbst in diesem Premium-Segment erstaunen. Mit 6.400 Euro für die XE und nur 4.400 Euro für die XB macht Zero seine Technik und das elektrische Fahrvergnügen jetzt für viele möglich. Wir schauen uns mal die XE näher an.
Power und Performance – Kraft, die Spaß macht
Beginnen wir bei den harten Fakten: Die XE bietet eine Spitzenleistung von 33 kW (44 PS) und ein beeindruckendes Drehmoment von 106 Nm. Hier liefert Zero ordentlich Kraft ab – ein Drehmoment, das vor allem im Gelände den Unterschied machen kann. Egal ob Steigungen, enge Kurven oder unwegsames Gelände: Die XE soll dank ihres Motors überall ordentlich anschieben, und das ohne Aussetzer. Auch wenn das Trailbike von Zero kein Hochleistungsmonster sein will, wird es durch das kräftige Drehmoment zur echten Spaßmaschine. Die Leistung ist dabei immer dosierbar und soll auch im unteren Geschwindigkeitsbereich gut zur Geltung kommen, was gerade im Gelände von Vorteil ist.
Reichweite und Praxistauglichkeit
Kommen wir zur Reichweite, denn hier trennt sich im Offroad-Bereich oft die Spreu vom Weizen. Die XE schafft laut Zero bis zu 169 km im reinen City-Betrieb – allerdings werden die meisten Nutzer im Trail-Modus unterwegs sein, wo die Reichweite im Mix auf etwa 95 km sinkt. Realistisch gesehen, ist das ein guter Wert, der für Tagestouren im Gelände völlig ausreicht. Hier zeigt sich auch, dass Zero den Fokus auf die Einsatzfähigkeit legt und eine Batterie entwickelt hat, die für eine breite Palette von Offroad-Strecken konzipiert ist. Die Reichweite ist nicht rekordverdächtig, aber für die geplanten Einsätze praktisch und ausreichend.
Ein Pluspunkt ist der herausnehmbare Akku: Ein seltenes Feature in dieser Preisklasse und für Trail-Fans ein Segen. Ob auf Mehrtagestrips oder bei spontanen Fahrten – die Möglichkeit, den Akku zu wechseln, gibt der XE einen klaren Vorteil gegenüber anderen Modellen, die eine feste Batterie besitzen. Die Ladezeiten sind allerdings nichts für ganz Eilige: Mit dem Standardladegerät ist der Akku in etwa 9 Stunden wieder voll, was für den Alltag in der Garage völlig reicht. Für Schnellladefans ist optional ein Schnellladegerät erhältlich, das die Ladezeit auf 3,6 Stunden reduziert.
Es mag an meiner persönlichen Wahrnehmungs-Bubble liegen, aber gefühlt war im Segment der Mittelklasse-Enduros auf der EICMA am meisten los. So auch bei Suzuki, wo die neuen Modelle DR-Z4S und der DR-Z4SM im Mittelpunkt standen. You have my attention! Während die DR-Z4S als Dual-Sport-Modell auf die Kombination aus Straßen- und Geländeeinsatz abzielt, spricht die DR-Z4SM mit ihrem Supermoto-Konzept eher jene an, die vor allem auf Asphalt unterwegs sind und agiles Fahrverhalten bevorzugen. Beide Motorräder sind mit einem leichten Einzylindermotor ausgestattet und gehören zur A2-Führerscheinklasse.
Technische Details und Ausstattungsmerkmale
Beide Modelle verfügen über einen neu entwickelten 398-Kubik-Einzylindermotor mit DOHC-Ventilsteuerung, der maximal 28 kW (38 PS) Leistung bei 8.000 U/min und ein Drehmoment von 37 Nm bei 6.500 U/min liefert. Die Urversion des kompakten, flüssigkeitsgekühlten DOHC-Vierventilers kam erstmals im Jahr 2000 zum Einsatz, dieser wurde für die aktuellen Modelle umfassend überarbeitet, um eine bessere Emissionskontrolle und eine gleichmäßigere Leistungsabgabe zu gewährleisten. Der Motor ist mit einem Ride-by-Wire-System ausgestattet, das eine feinere Abstimmung der Gasannahme erlaubt und insbesondere bei niedrigen Drehzahlen für ein kontrolliertes Fahrgefühl sorgt.
Im Vorfeld der EICMA hatte BMW Motorrad bereits ihre gesamte M-Reihe präsentiert und entsprechend präsent waren die Modelle auch am BMW Stand auf der Messe. Daher hatte ich keine größeren Erwartungen, als ich mich zur Pressekonferenz am BMW Stand einfand. Und ich wurde sehr positiv überrascht, als das Tuch von der Concept F 450 GS gezogen wurde. BMW wagt sich mit ihr in die Mittelklasse-Enduro-Kategorie für die A2-Führerscheinklasse. Für mich als langjährigen BMW-Fahrer – mein erstes Motorrad war eine BMW F 650 GS, ein treuer Begleiter in meinen frühen Jahren – ist das Konzept dieser neuen Maschine besonders spannend. Die F 450 GS erinnert optisch stark an die größere R 1300 GS. Die Ähnlichkeit in Design und Ausstattung ist unverkennbar und zeigt, dass BMW den Offroad-Charakter seiner größeren Modelle auch in die Mittelklasse bringen will.
Das fehlende Puzzle-Stück in der GS-Palette?
Mit der F 450 GS schließt BMW eine Lücke in seiner GS-Reihe. Die Maschine platziert sich zwischen der kleineren G 310 GS und der größeren F 900 GS und zielt auf Fahrer ab, die mehr Power und bessere Geländetauglichkeit suchen als bei der 310er, ohne jedoch auf die kompakte und leicht zu kontrollierende Bauweise zu verzichten.
Die F 450 GS verfügt über einen neu entwickelten Zweizylinder-Reihenmotor, der durch einen „speziellen, noch nie in Serie eingesetzten Zündversatz besonders charakterstark und drehfreudig“ sein soll und speziell auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen optimiert ist. Leichtbauwerkstoffe wie Magnesium und das kompakte Motordesign ergeben ein Gesamtgewicht von ca. 175 kg – für den Geländeeinsatz hätte ich ein Gewicht von 150 – 160 kg präferiert, doch dann würde die Maschine das Leistungsgewicht für die A2-Zulassung sprengen.